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Start > > -> EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 19.07.2009, 16:52   #1
IrgendwoInDeutschland->Emailproblem
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Beiträge: 7
IrgendwoInDeutschland
Standard EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Hallo zusammen,


bin neu hier, das heißt nicht so ganz den gelesen habe ich hier schon unwahrscheinlich viel, aber eben noch nie einen Beitrag eingestellt.


Nun muß ich euch mit meinem ersten Auftreten auch gleich um etwas bitten. Es geht um meine EGV, welche eigentlich eine Umschulungsmaßnahme als Ziel haben sollte. Da dies hier aber in keiner Weise klar definiert ist, und in den letzten Jahren von der LVA und der ARGE so oft versucht worden ist mich auf's Glatteis zu führen, daß es den Rahmen dieses Forums sprengen würde, alles zu erzählen, möchte ich nur kurz ( grins) klären um was es geht.


Ich bin gelernter KFZ-Mechaniker, kann diesen Beruf jedoch auf Grund von rheumatischen Beschwerden in Armen und Beinen nicht mehr ausführen. Leider handelt es sich aber nicht um ein typisches Rheuma, sondern um eine Taubheit in Armen und Beinen verbunden mit starken Schmerzen, die vor allem nach dem Schlafen und bei starker Belastung auftreten.


Man muß sich das in etwa so vorstellen, als würde man jemanden die Arme und Beine abschnüren, ihn dann 2 Stunden Tennis spielen lassen, danach die Bänder entfernen. Was dann kommt ist in etwa so wie es mir jeden Tag geht. Erst ist alles ohne Gefühl, man spürt weder Arme noch Beine, dann fängt es allmählich an zu kribbeln (wie eingeschlafene Gliedmaßen) und wenn das Gefühl wieder kommt, beginnen die Schmerzen.


Eine Ursache für diese Symptome wurde trotz einer Odyssee an Untersuchungen in allen möglichen Fachbereichen seit mehr als 6 Jahren nicht genau festgestellt. Letztes Ergebnis nach einem MRT im Max-Planck-Institut ergab einen starken Gehirnzellenabbau im frontocerebellären Bereich. Was auch immer dies bedeuten mag, die Ursache hierfür ist normalerweise durch Toxine verursacht. Also exzessiver Alkoholgenuß, Drogen oder andere schädliche Stoffe (durch einatmen z.B.).


Da ich weder Alkohol trinke (verursacht sofort extreme Beschwerden), noch jemals Drogen genommen habe, bleiben wohl nur genetisch bedingte Ursachen oder die Auswirkungen meiner bisherigen Tätigkeiten.


Ich habe in meiner Zeit als KFZ-Mechaniker viel mit GFK-Arbeiten und Lackieren von Teilen zu tun gehabt, sowie das Überholen von Motoren und Getriebe, wo die Teile in einer Wanne mit Autobenzin gereinigt wurden. Und das nicht nur gelegentlich, sondern über Jahre. Alles natürlich ohne Schutzmasken oder dergleichen (war damals so, da hatte sich niemand Gedanken über Arbeitsschutzmaßnahmen gemacht / heute hat man wegen Krebsgefahr Absaugungen an der Tankstelle). Danach war ich als Vakuumpumpentechniker tätig, wo ich Pumpen aus der Groß- und Pharmaindustrie zerlegt und gereinigt habe. Da waren so nette Rückstände wie Schwefel, Arsen, Fluor usw. drin.


Hatte danach auch extreme Beschwerden und wurde arbeitsmedizinisch untersucht, aber laut Untersuchung war ja die Berührung mit diesen Stoffen nicht so intensiv (wir hatten ja schließlich einen getunten Küchenabzug über'm Arbeitsplatz und Einweghandschuhe an, als wir mit den Giftstoffen hantierten und Benzin oder Autolacke sind sowieso nicht soo giftig), deshalb können meine Arbeitsplätze in keinster Weise an meiner Erkrankung schuld sein. Außerdem simuliere ich ja sowieso nur!


Wie dem auch sei, für mich jedenfalls sind die Beschwerden jeden Tag verdammt real! Woher sie nun auch kommen mögen, sie sind jedenfalls da! Da ich aber jemand bin der sich nicht so leicht geschlagen gibt und gerne wieder arbeiten möchte habe ich versucht eine Umschulung in den Bereich Elektronik zu bekommen. Diese wurde mir aber immer wieder hartnäckigst verweigert. Sowohl von Seiten der LVA als auch durch das Arbeitsamt.


Um nur eine der tollen Begründungen zu nennen: Da ich durch einen Zufall als Servicetechniker im Büromaschinenbereich einen Job bekam (die nahmen mich ungelernt, da ich günstig arbeitete, auf Grund meines privaten Interesses aber ein sehr großes Wissen in diesem Bereich habe) und in diesem Kleinbetrieb ein dreiviertel Jahr tätig war, bis ich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Betriebs gekündigt wurde, bin ich nun gleichzustellen mit einem ausgebildeten Servicetechniker und benötige deshalb keine Umschulung mehr in diesen Bereich. Das ist die Meinung des Sozialgericht München!!!


Die ARGE jedoch, stellte danach beim Profiling fest sie könne mich nicht in den Beruf des Servicetechnikers vermitteln, da ich ja über keinerlei Ausbildung verfüge. Somit bliebe nur der Mechaniker . Den kann ich aber definitiv aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen. Das bestätigen sogar die Gegengutachten seitens LVA und Arbeitsamt (die waren nämlich immer auf die Arbeitsfähigkeit als Servicetechniker ausgelegt, aber dazu gleich).


Obiges Urteil war nämlich der letzte verzweifelte Versuch mir eine Umschulung zu versagen, da man, was ich nicht wußte, angeblich immer gegen seine letzte Tätigkeit klagt, also in meinem Fall Servicetechniker, ich aber eigentlich davon ausgegangen bin KFZ-Mechaniker zu sein und eine Klage für eine Umschulung zum Servicetechniker zu führen. Dies habe ich auch mehrmals schriftlich richtig gestellt. Es wurde nur einfach ignoriert, und dann behauptet ich können nicht aus gesundheitlichen Gründen gegen den Servicetechniker klagen (für diesen Bereich besteht ja noch ein positives Leistungsbild), um dann zum Servicetechniker umzuschulen, die ist widersprüchlich. Klar war ja auch nie meine Absicht!



Desweitern ist es ja so, daß ich schon Servicetechniker bin, aufgrund meiner "langjährigen ;-)" Erfahrung in meiner letzten Arbeitsstelle! JA WAS NUN?!? KÖNNT IHR NOCH FOLGEN!?! SCHILDBÜRGER SIND EIN WITZ DAGEGEN, oder hatte man sich in dem ganzen Kudelmudel mit den Gegengutachten bzgl. des negativen Leistungsbildes als KFZ-Mechaniker wohl ein Eigentor geschossen und sucht nun verzweifelt nach einer anderen Möglichkeit. Anscheinend sind die medizinischen Gründe ja doch nicht von der Hand zu weisen, so braucht man eine neue Strategie!!!



So jetzt kommts, es gab nun erneut eine Untersuchung seitens der ARGE zu meinem Gesundheitszustand. Ergebnis eine Umschulung wäre vielleicht doch angebracht. Ob ich den schon eine Vorstellung hätte wohin es gehen soll. Klar meine ich, Richtung Elektronik. Ja da bekämen sie echt Bauchschmerzen, denn ich habe eine Gefühlsstörung in Armen und Beinen, somit wäre das kein gutes Arbeitsumfeld.


Wie wäre es denn mit Sicherheitsdienst, oder im Verkauf bei einem Ersatzteilhändler? Mein Kommentar dazu war: Also ich kann als Security den ganzen Tag laufen, oder als Autozubehörverkäufer 8 Stunden stehen, bzw. vielleicht noch die Reifen, Auspuffanlagen etc. aus dem Lager holen, aber keines falls als Elektroniker wegen meiner Gefühlsstörung einen Lötkolben bedienen? WELCH LOGIK!!! (Irgendwie kann man sich dem Gefühl nicht erwehren, das man hier nach dem Motto vorgeht: Du willst nicht so wie wir, na dann warts ab!)


So nun hab ich mich aber von meinem Vorhaben nicht abbringen lassen und weiter darauf beharrt Elektroniker zu lernen. Erstens habe ich hier ein ausgezeichnetes Wissen, und zweitens wird der Bereich Elektronik in Zukunft noch wesentlich gefragter sein. Somit sind hier die Chancen eine vernünftige Stelle zu bekommen höher als in anderen Bereichen.


Es kam zu einer EGV (die ich noch nicht unterschrieben habe, da ich sie erst von meinem RA überprüfen lassen will) in der aber nicht von einer Umschulungsmaßnahme die Rede ist, sondern vom Abbau von Vermittlungshemmnissen. Es wurde auch keine Umschulung, sondern eine Weiterbildung im gewerblich technischen Bereich für maximal 24 Monate definiert. Ich solle mir eine Weiterbildungsmaßnahme gemäß Bildungsgutschein suchen.


Das Ganze ist ein wenig wage formuliert und verunsichert mich. Da ich soviel erlebt habe (EGV's die ich angeblich abgeschlossen hätte, nach Androhung von rechtlichen Schritten mit Kopie ans Sozialgericht, sich dann aber als "leider fälschlicher Weise als abgeschlossen angesehen" entpuppten, obwohl sie niemals an die ARGE zurückgeschickt, geschweige denn unterschrieben wurden), traue ich dem Verein keinen Meter weit mehr. Vor allem weil jetzt alles ganz schnell gehen soll, damit wir keine Zeit verlieren (vorher spielte Zeit keine Rolle). Ich solle bis September schon eine Maßnahme oder eine Lehre in einem Betrieb anfangen. Da mein RA in Urlaub ist und erst Mittwoch wieder kommt, solle ich am besten gleich unterschreiben oder bloß schnell an ihn faxen. Bis Ende nächster Woche muß alles stehen, da man ja das psychologische Gutachten auch noch einleiten müsse.


Versteht mich nicht falsch, sollte alles in Ordnung sein würde ich mir ein zweites Loch in den A.... freuen. Denn dann hätte ich es ja endlich geschafft!!!!! Endlich wieder eine Zukunftsperspektive!!!



Aber irgendwie läßt sich das Mißtrauen nicht verleugnen. Das kommt jetzt alles so plötzlich und soll so schnell über die Bühne gehen. Und warum kann man das ganze nicht als Umschulung in der EGV bezeichnen. Wieso geht dies angeblich aus verwaltungstechnischen Gründen nicht?
Mag ja vielleicht, ausnahmsweise mal wirklich gut gemeint sein. Aber wie gesagt, bei dem was ich schon alles erlebt habe, kann ich mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.


Vielleicht kann sich ja jemand die EGV mal durchlesen, ist als PDF beigelegt! DANKE!!!!. Ich habe zwar einen Anwalt, da ist's aber auch so, daß ich mich meist selber darum kümmern muß, und mich am besten schon rechtlich informiert habe, damit er dann nur noch das Schreiben an die ARGE aufsetzt. Wird ja vielen hier bekannt sein, daß sich die Rechtsanwälte im Sozialrecht nicht gerade die Beine ausreißen. Da ist halt so sagenhaft gut dran verdient ;-)


Hab jetzt schon den dritten Anwalt und keiner hat sich wirklich gekümmert. Leider!

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Dateityp: pdf EGV-17.07.09.pdf (460,0 KB, 134x aufgerufen)
IrgendwoInDeutschland ist offline  
Alt 20.07.2009, 00:04   #2
Mobydick
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Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Diese EGV schenkt dir eine Bildungsmaßnahme und fordert sonst nichts von dir. D.h. diese EGV ist ja eigentlich ein Geschenk. Die Maßnahme kannst du dir im Kursnet aussuchen und sie muss im erwähnten Bereich sein. Wenn das deinen Wünschen entspricht, solltest du an dieser EGV nicht lange herumzackern und unterschreiben.

Bedenken habe ich aus folgenden Gründen: Man will dich zum Amtsarzt und zum psychol. Dienst schicken. Das ist normal und zu verstehen, denn die Bildungsmaßnahme ist sicherlich teuer. Es wäre Verschwendung, wenn sich mittendrin herausstellt, dass du dich für diesen Beruf nicht eignest. Aber du sollst dich per EGV verpflichten, die Schweigepflicht von Arzt von psychol. zu unterschreiben. Im Prinzip musst du Arzt und Psychologen schon von der Schweigepflicht entbinden, aber erst wenn du das Ergebnis gesehen hast. Ansonsten geht das Ergebnis direkt zu deiner SB. Außerdem würde ich darauf bestehen, dass die Gutachten "berufsbezogen" sind, und die solche Untersuchungen nicht noch zur Schnüffelei missbrauchen können.

Ansonsten würden mich die Standardsätze dieser EGV nicht sonderlich stören, wenn du schon ein Geschenk bekommst.

Ich würde an deiner Stelle es so probieren:

Ich würde die SB anrufen und ihr sagen, dass Amtsarzt und Psychologe zur Feststellung der ERwerbsfähigkeit vor Abschluss einer EGV eingeschaltet werden müssen. So steht das im § 15 SGB II und auch in ihren Dienstanweisungen, die auf Ihrer homepage stehen.

Du erklärst dich bereit, ihr eine Kopie der Gutachten zu geben, sobald du sie selbst gelesen hast.

Erst danach kann eine EGV mit gleichem Inhalt, aber ohne dem Satz mit dem Gutachten, abgeschlossen werden.

Wenn du gar kein Risiko mit der Maßnahme eingehen willst, müsstest du überlegen, ob du mit der Geschichte der Gutachten und der Schweigepflichtsentbindung leben kannst.
 
Alt 20.07.2009, 13:46   #3
IrgendwoInDeutschland->Emailproblem
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IrgendwoInDeutschland
Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Hallo,

danke für Deine schnelle Antwort. Ja war ein harter Kampf bis zu diesem Geschenk. Ich bin auch sehr froh darüber!

Was mich eigentlich stört ist der Satz: "Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird."

Was heißt das im Klartext? Ich befürchte da nämlich folgendes: Ich fang eine Umschulung an, die finden eine Niedriglohnstelle für mich und ich muß dann abrechen um dort zu arbeiten.

Das möchte ich natürlich nicht. Mein Ziel ist ja wieder eine Fachkraft zu sein. Also die Umschulung in jedem Fall abzuschließen!

Das mit dem psychologischen Gutachten vor Abschluß der EGV wußte ich nicht. Vielen Dank für die Info. War nämlich auch ein Bedenken von mir, daß falls ich die EGV unterschreibe, also den sonstigen Vereinbarungen zustimme, dann aber beim Psychotest "durchgefallen werde", man doch eine Möglichkeit gefunden hat mich zu knebeln.

Mein Mißtrauen ist einfach sehr groß. Die haben jetzt zig mal probiert mir eine EGV unter zu jubeln. Mit Druck, auf die linke nette Tour, oder einfach wie zu letzt, sogar gegenüber dem Sozialgericht behauptet es bestünde bereits eine EGV. Das alles half trotzdem nichts.

Sie wissen aber, daß ich mir nichts mehr wünsche, als umgeschult zu werden und wieder als Facharbeiter arbeiten zu können. Wenn man mir hier Hoffnungen macht, könnte ich vielleicht unvorsichtig werden. Das ist meine große Befürchtung.

Wie gesagt was ich schon alles erlebt habe, würde den Rahmen des Forums sprengen. Das läuft auch schon seit 8 Jahren. Obwohl damals der medizinische Dienst der Krankenkassen bereits erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit festgestellt hat und eine sofortige Reha mit anschließender beruflicher Neuorientierung im Eilantrag gestellt hat. Und dies zweimal hintereinander (Abstand ein Jahr, Gutachten von LVA angezweifelt, dann erneutest Gutachten der Barmer EK), bei zwei verschiedenen Gutachten, in zwei verschiedenen Stellen des MDK. Zig Gutachten und Gegengutachten die aber alle eines besagen: Als KFZ-Mechaniker oder ähnlich schwerer Tätigkeit nicht mehr einsetzbar.

Schließlich Streitigkeiten wer denn nun zuständig sei, Rentenversicherungs-träger oder das Arbeitsamt und dann eben der Schachzug mit dem Servicetechniker, der gegen die Tätigkeit als Servicetechniker klagt.

Sogar die Ärzte und Rechtsanwälte schütteln mit dem Kopf und haben mir des öfteren gesagt, daß sie so etwas noch nie erlebt haben. Da bekommen oftmals Leute Umschulungen die sie gar nicht haben wollen oder brauchen, und bei mir so ein Affenzirkus.

Na ja vielleicht ist damit jetzt endlich Schluß. Wenn ich dann zwar auch schon über Vierzig bin, bis ich die Umschulung durch habe, aber immerhin wäre ich dann kein Hilfsdödel mehr.

DANKE nochmal!!!
IrgendwoInDeutschland ist offline  
Alt 20.07.2009, 13:54   #4
Mobydick
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Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Zitat:
Was mich eigentlich stört ist der Satz: "Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich die Vertragsparteien darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird."

Was heißt das im Klartext? Ich befürchte da nämlich folgendes: Ich fang eine Umschulung an, die finden eine Niedriglohnstelle für mich und ich muß dann abrechen um dort zu arbeiten.
Über diesen SAtz wurde lange gestritten. Nachdem ein Richter ihn so interpretiert hat: Die ARGE kann dir jederzeit eine neue EGV vorlegen (auch vor Ablauf der bestehenden). Da sich die Parteien aber einig sein müssen, brauchst du die vorgelegte EGV nicht zu unterschreiben, solange eine gültige vorliegt.

Ich würde auch diesen SAtz hinnehmen.

Der psychol. Dienst könnte ein Problem sein. Da er im Auftrag der ARGE arbeitet, kommt es nicht selten vor, dass eine Maßnahme dort durchfällt, wenn die ARGE es sich so wünscht.
 
Alt 20.07.2009, 14:13   #5
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IrgendwoInDeutschland
Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Na dann werd ich versuchen, mit Hilfe meines RA, die EGV bis nach dem psychologischen Test in "Warteschleife" zu stellen.

Denke nur da wird es Schwierigkeiten geben, denn meine SB hat schon gemeint sie braucht die EGV um das Gutachten einleiten zu können.

Wenn dies, wie Du ja bereits erwähnt hast, gar nicht notwendig ist, sehe ich da irgendwie schon wieder einen Haken.

Werde auf jedenfall berichten wie es weiter geht. Habe am Mittwoch bzw. Donnerstag (Richtet sich nach einer weiteren Untersuchung im Max-Planck-Institut) einen Termin bei meinem RA. Den werde ich auf dieses Thema ansprechen.

Hoffentlich platzt damit nicht wieder alles!
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Alt 20.07.2009, 15:01   #6
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IrgendwoInDeutschland
Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Hätte ich fast vergessen,

der Amtsarzt ist schon durch. Da hat auch alles für mich gepasst. Nur eben das psychologische Gutachten steht noch aus.
Für das braucht sie aber unbedingt die unterschriebene EGV! Das macht mich halt ein wenig stuzig.
Wie so Amtsarzt ohne EGV, Psychotest aber erst nach Unterschrift?

Na ja, wir werden sehen
IrgendwoInDeutschland ist offline  
Alt 20.07.2009, 15:06   #7
Paolo_Pinkel
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Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Zitat von IrgendwoInDeutschland Beitrag anzeigen
Hätte ich fast vergessen,

der Amtsarzt ist schon durch. Da hat auch alles für mich gepasst. Nur eben das psychologische Gutachten steht noch aus.
Für das braucht sie aber unbedingt die unterschriebene EGV! Das macht mich halt ein wenig stuzig.
Wie so Amtsarzt ohne EGV, Psychotest aber erst nach Unterschrift?

Na ja, wir werden sehen
Hi,

das ist Schwachsinn²! Eine EGV ist keine Voraussetzung um an einer medizinischen Untersuchen teil zu nehmen. Das ist Teil deiner Mitwirkungspflicht. Siehe hier:

Zitat:
SGB 1 § 62 Untersuchungen

  • Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers ärztlichen und psychologischen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen, soweit diese für die Entscheidung über die Leistung erforderlich sind...
Dritter Titel Mitwirkung des Leistungsberechtigten

Wie du siehst ist das ein Trick deines SB. Er konstruiert einen, aus der Luft gegriffenen, Grund damit du die EGV unterschreiben sollst.

Gruss

Paolo
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 20.07.2009, 15:18   #8
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Hi,

ja irgendwie habe ich den Verdacht auch. Aber wenn der Braten so direkt vor der Nase ist will man halt keine Fehler machen.
Wobei ich eben auch eher dazu neige, daß es sich hier wieder einmal um einen linken Trick handelt, um eine EGV unter Dach und Fach zu bekommen.

Sprich: Oh tut uns ja so leid, aber nach dem psychologischen Gutachten kommt eine Umschulung nun doch nicht in Frage. Na, was ham wa denn sonst noch so alles mit unterzeichnet! JETZT HAM MA DICH!
IrgendwoInDeutschland ist offline  
Alt 20.07.2009, 15:28   #9
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Standard AW: EGV für eine Umschulung WICHTIG! DANKE!!!

Zitat:
Na dann werd ich versuchen, mit Hilfe meines RA, die EGV bis nach dem psychologischen Test in "Warteschleife" zu stellen.
ich vermute das dies schief gehen wird, die ARGE agumentiert zumeist, das die EGV ein muss ist mit unterschrift, damit man so etwas bekommt.

ist mir damals mit einer weiterbildung so ergangen, habe die dann unterschrieben und die weiterbildung bezahlt bekommen, die unterschrift gab es aber auch nur weil dort sonst nichts drinnen stand und ich defakto beide verträge vorliegen hatte, zum einen die EGV und zum anderen den weiterbildungsvertrag ;)
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physicus ist offline  
Alt 20.07.2009, 15:29   #10
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Hi,

du hast es erfasst. Genau so könnte oder wird es sein. Eine EGV wollen die immer haben, weil das ein elementare Eckpfeiler des ARGE-Terrors ist, welcher dich zu ihrem willenlosen Spielball werden lässt.

Wie bereits geschreiben. Um zu einer Untersuchung eingeladen zu werden bedarf es keiner EGV, weil das zu Teil deiner Mitwirkungspflichten gehört. Da steckt eine andere Absicht dahinter wie du bereits richtig geschrieben hast.

Gruss

Paolo
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 20.07.2009, 15:45   #11
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Jo wird wohl wieder so sein,

wär halt anders schön gewesen! Werd auf jeden Fall vor dem Psychogutachten gar nichts unterschreiben!

Man geht das auf die Nü.... ICH WILL DOCH BLOß WIEDER
NORMAL ARBEITEN, MIT EINEM NORMALEN GEHALT!!!!!

Aber was erzähl ich Euch, geht ja hier wahrscheinlich jedem so!

Pssst! Es soll auch welche geben die so mürbe sind und denen die
Decke schon soo auf den Kopf fällt, daß sie förmlich froh darüber sind in
einen 1 Eurojob zu kommen (zumindest laut TV ). Jo die würden wahrscheinlich auch noch was für bezahlen um arbeiten zu dürfen. So gehört sich das ja für einen braven Staatsbürger!
IrgendwoInDeutschland ist offline  
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