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Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 17.03.2009, 18:42   #1
coray76->Emailproblem
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Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 2
coray76
Standard EGV -Pflegende Angehörige

Hallo, gut dass es euch gibt. Bin neu hier und habe einen dringenden Fall.

Meine Frau ist seit 1991 pflegebedürftig. 5 Jahre Pflegestufe 3, 12 jahre stufe 2 und seit 1,5 Jahren Pflegestufe 1 (wegen unserer Blödheit).

Nun ist es so, dass ich mich vor 1 Jahr überreden lassen habe die EGV zu unterschreiben. Die Sachbearbeiterin meinte, dass sie mich in Ruhe lässt bis der Zustand von meiner Frau geklärt ist, da ein MDK-Besuch wegen Pflegestufe anstand.

Obwohl ich sagte, dass ich pflegender Angehöriger bin, hat die Dame neue Sachen in 2.EGV reingestellt. Bei der aller ersten EGV stand nichts von 1 € Jobs oder Maßnahmen, aber bei der 2. EGV steht genau das drin, was jeder unterschreiben muss.

Da der Zustand von meiner Frau sich verschlechtert hat, haben wir einen Antrag auf Höherstufung zu Pflegestufe 2 gestellt, was durchaus erreicht wird.

Nun meine Frage, was soll ich am Freitag den 20 März der netten Damen erzählen? Ich habe tags als auch nachts Bereitschaft wegen Umlagerung, katheterizieren usw. Sozusagen ständige Bereitschaft und ein Kind habe ich auch noch (5 Jahre alt). Wenn sie mich in eine Maßnahme reinsteckt, wer soll denn bitte die Pflege übernehmen? Pflegedienst kommt nicht in Frage

Danke für ihr Interesse und Hilfe vorab.

Coray

PS: § 10 Abs. 1 Nr. 4 SGB II Pflegende Angehörige weiss ich schon, aber die Dame meint, dass bei Pflegestufe 1. täglich 3 std. Arbeit angemessen wäre. Nun aber hat meine Frau GdB von 100% mit Merkmalen aG - B. Dazu kommt, dass ich ständig vor Ort sein muss wegen katheterisieren, Hilfe beim Aufstehen und gehen, Grundversorgung usw. Sie ist auch arbeits- und erwerbsunfähig.
coray76 ist offline  
Alt 17.03.2009, 19:44   #2
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

Die Schwerbehinderteneigenschaft und die Erwerbsunfähigkeit werden dir hier nicht weiterhelfen. Die Kriterien für die Pflegeversicherung einerseits und die Schwerbehinderteneigenschaft bzw. Erwerbsunfähigkeit andererseits sind unterschiedlich und nicht direkt übertragbar. In der Pflegeversicherung kommt es im wesentlichen auf den Umfang des Hilfebedarfs bei bestimmten Verrichtungen (im wesentlichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität) an, zu einem geringeren Teil auch bei der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Bei der Festlegung der zumutbaren Arbeitszeit wird auf den zeitlichen Pflegebedarf geschaut, der von der Pflegeversicherung anerkannt wurde. Bei Stufe I ist Vollzeittätigkeit (ggf. unter Berücksichtigung der tageszeitlichen Verteilung), bei Stufe II eine Tätigkeit bis 6 Stunden täglich und bei Stufe III gar keine Tätigkeit zumutbar. Einzelheiten in den Ausführungsbestimmungen, falls du die noch nicht kennst: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...mutbarkeit.pdf

Bei deiner Ehefrau übernimmst du daneben aber offenbar auch Tätigkeiten im Rahmen der häuslichen Krankenpflege. Genauso spielt hier eventuell auch noch die Kinderbetreuung rein.

Nun ist es grundsätzlich aber auch so, daß gefragt werden wird, wieso nicht ein Pflegedienst dies übernehmen kann. Wieso kommt der nicht in Frage?

Wenn praktisch rund um die Uhr, also auch nachts, Hilfebedarf besteht, scheint das aber doch schon eher in Richtung von Pflegestufe III zu gehen. Darf man fragen, wieso überhaupt ("unsere Blödheit"??) die Pflegestufe abgesenkt worden ist?
 
Alt 17.03.2009, 21:39   #3
Rechtsverdreher
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 14.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 2.549
Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

Auf keinen Fall irgendwas bei denen unterschreiben, Sanktionen drohen Dir deswegen erstmal nicht.

Alles andere solltest Du dann einem Rechtsanwalt überlassen.
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
Alt 17.03.2009, 22:56   #4
Mobydick
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

Durch eine pflegebedürftige Person im Haushalt bist du ja eingeschränkt erwerbsfähig. Trotzdem bist du ein "erwerbsfähiger Hilfbedürftiger" und müsstest eine EGV abschließen. Das muss aber berücksichtigt werden.

Kannst du die nicht unterschriebene EGV hier reinstellen? Man müsste einen Gegenvorschlag erstellen, der zu deiner Situation passt.
 
Alt 18.03.2009, 17:41   #5
coray76->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 2
coray76
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

Hallo nochmal.
Freu, ich hatte mal wieder Glück ohne Ende und die SB hat sich gemeldet, dass sie krank ist und ich einen neuen Termin bekomme.
Kurze Vorgeschichte. Meine Frau wurde vor 18 Jahren von 30 Tonner Lkw überfahren. Bis zum letzten Jahr war alles halb so schlimm. Aber seit Anfang des Jahres verschlimmerten sich die Beschwerden. Wir waren bei verschiedenen Ärtzten, die meine Frau seit 16 Jahren schon behandeln und selbst die haben so geschaut, als wollten sie sagen "ja Mädchen jetzt ist es soweit". Aber egal, geht ja immer weiter :)
Zum Pflegetagebuch und Pflegezeiten. Ich habe echt keine Ahnung, wo ich was eintrage, da es mit den Jahren die Pflege ins Blut übergangen ist. Sie hat Schmerzen in den Hüften, Knien, Beinen und Becken(neue Hüfte geht wegen fehlender Muskulatur nicht) und deswegen liegt sie oft. Selbständig Aufstehen und Gehen sehr langsam und nur mit Hilfe + Rollator. Nachts Umlagerung wegen Dekubitusgefahr usw usw. und wenn sie aufsteht, geht es mal für 1 tag gut und dann geht mal wieder gar nichts. Dazu kommt Haushalt und Kind. Da ich unterschiedliche Zeiten zum Katheterisieren, Hilfe beim Stehen, Gehen, Hygiene, Narbenpflege, usw. helfen muss, wie und wann soll ich dann noch arbeiten.
Ein Pflegedienst kommt nicht in Frage, da meine Frau ein Misstrauen über die Zeit entwickelt hat, was in einer Anorexie und Zwangsernährung endete, außerdem ist es Intimsphäre.
Wie gesagt, ich will nicht meckern, aber ich denke an das wohl meiner Familie und vor allen Dingen an meine Frau, dass sie eine Normalität, so weit es möglich ist, in ihrem Alltag erfährt.
Soll ich mich vielleicht auf folgendes beziehen -Pflegende Angehörige gemäß § 10 SGB II und die EGV hier hochladen?

Danke vorab.
coray76 ist offline  
Alt 18.03.2009, 18:28   #6
Mobydick
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

Der § 10 SGB II schützt dich auf jeden Fall vor unzumutbarer Arbeit. Schau mal hier rein:

§ 10 Zumutbarkeit

(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass 4.die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
Wenn das alles attestiert wurde, werden die dich nicht vermittlen können. Ich fürchte aber, dass es dich trotzdem nicht vor dem Abschluss einer EGV schützt. Man müsste sehen was da drin steht.
 
Alt 18.03.2009, 21:00   #7
DieFrettchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV -Pflegende Angehörige

hallo coray76,

sieh mal unter meinem nick nach, ich mußte im sept. 2008 auch eine EGv abschließen. meine bedingungen sind den deinen nicht unähnlich. ebenfalls pflegende angehörig, mein mann hat PSII und auch noch in einer teilzeitstelle beschäfigt. mehr ist nicht mehr drinnen.

der text meiner letzen EGV betrug allen ernstes 4 sternchen (****). diese habe ich so ausgehandelt. eine bessere stelle zur vringerung der hilfebedürftigkeit hätten die mir eh nicht bieten können, zumal ich meine arbeit vor der pflegestufe II (vorher PSI) nur noch mit 25 und heute mit 15-18 h die woche ausfülle.

also war der text nur darauf beschränkt, alle veränderungen betreffs hilfededürftigkeit beenden drinnen. das ich urlaub und ev. kur machen kann mit meinem mann.
ortsabwesenheit verhandelte ich so: ich bat meine arbeitsverwaltung mir ein schreiben aufzusetzen, wo drinnensteht das ich ev. zu weiterbilldungen und seminaren innerhalb meiner tätigkeit geschickt werden kann. den könntest du ebenfalls aushandeln indem du darauf bestehst ev. ebenfalls an pflegeseminaren auch ausserhalb deines ortsbereiches besuchen willst um die häusliche pflege besser bewerkstelligen zu können (die sind übrigens sehr hilfreich, weil man wirklich neues lernt oder wie man etwas besser machen kann).

liebe grüße von barbara
 
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