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Start > > -> 1-Euro-Job tauschen gegen 400,- € Job

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 26.07.2007, 21:51   #1
Symbiose->Emailproblem
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Registriert seit: 25.01.2006
Beiträge: 58
Symbiose
Standard 1-Euro-Job tauschen gegen 400,- € Job

Hallo,

heute war ich zum pers. Ansprechpartner um eine neue Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben.
Meine Bitte, um Teilnahme und natürlich auch Bezahlung einer benötigten Weiterbildung wurde abgelehnt.
Im gleichen Atemzug wurde mir dann mal "deutlich" gemacht, dass ich stattdessen mal einen 1-Euro-Job machen könnte. Und die Zeit ist eh mal reif für so was. Kommen wird es für mich auf jeden Fall.
So, so weit - so gut. Und in dieser Beschäftigung wäre dann meine benötigten Erfahrungen und die gewünschte notwendige Weiterbildung auch mit drin. Und ich rede hier von einem Englischlehrgang. Warum notwendig? Da ich leider die geforderten Englischkenntnisse nicht besitze und deshalb schon mehrere Absagen bekam. Als Hauptgrund, denn andere Qualifikationen und Alter waren passig.
Eine Erklärung, wie und wer das denn dort machen soll, wie viele Stunden pro Woche, nach welchen Standards "gelehrt" wird, diese Fragen wurden nicht beantwortet. Keine Ahnung. Ich frag mich nur, wenn der Ein-Euro-Job im Büro mit Telefondienst und Kundenberatung sein soll, was das für Arbeit ist? Und nebenbei Englisch?

Zweite Sache.

Monatlich verdiene ich im Moment um 200 € dazu. Da ich flexibel einzusetzen bin, muss ich durch den 6 monatigen 1-Euro-Job diese Arbeit aufgeben.
Das kann es doch auch nicht sein.
Damit werde ich gezwungen, einen regulären Job im richtigen Berufsleben mit Verdienst aufzugeben, um für das gleiche Geld mehr zu arbeiten und nach der Zeit gar keine Einkünfte mehr zu haben.
Damit würde der Kontakt zur echten Arbeit entgültig abreißen.

Habt ihr damit schon eure Erfahrungen gemacht und wie habt ihr darauf reagiert, bzw. was kann gegen so einen Unfug, sprich Vernichtung eines regulären Minijobs tun.

Danke, wenn ihr helfen könntet.
Symbiose ist offline  
Alt 26.07.2007, 22:13   #2
katzenfreund->Emailproblem
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Registriert seit: 19.07.2007
Ort: Leipzig
Beiträge: 136
katzenfreund
Standard

Zitat von Symbiose Beitrag anzeigen
Hallo,

heute war ich zum pers. Ansprechpartner um eine neue Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben.
Meine Bitte, um Teilnahme und natürlich auch Bezahlung einer benötigten Weiterbildung wurde abgelehnt.
Im gleichen Atemzug wurde mir dann mal "deutlich" gemacht, dass ich stattdessen mal einen 1-Euro-Job machen könnte. Und die Zeit ist eh mal reif für so was. Kommen wird es für mich auf jeden Fall.
So, so weit - so gut. Und in dieser Beschäftigung wäre dann meine benötigten Erfahrungen und die gewünschte notwendige Weiterbildung auch mit drin. Und ich rede hier von einem Englischlehrgang. Warum notwendig? Da ich leider die geforderten Englischkenntnisse nicht besitze und deshalb schon mehrere Absagen bekam. Als Hauptgrund, denn andere Qualifikationen und Alter waren passig.
Eine Erklärung, wie und wer das denn dort machen soll, wie viele Stunden pro Woche, nach welchen Standards "gelehrt" wird, diese Fragen wurden nicht beantwortet. Keine Ahnung. Ich frag mich nur, wenn der Ein-Euro-Job im Büro mit Telefondienst und Kundenberatung sein soll, was das für Arbeit ist? Und nebenbei Englisch?

Zweite Sache.

Monatlich verdiene ich im Moment um 200 € dazu. Da ich flexibel einzusetzen bin, muss ich durch den 6 monatigen 1-Euro-Job diese Arbeit aufgeben.
Das kann es doch auch nicht sein.
Damit werde ich gezwungen, einen regulären Job im richtigen Berufsleben mit Verdienst aufzugeben, um für das gleiche Geld mehr zu arbeiten und nach der Zeit gar keine Einkünfte mehr zu haben.
Damit würde der Kontakt zur echten Arbeit entgültig abreißen.

Habt ihr damit schon eure Erfahrungen gemacht und wie habt ihr darauf reagiert, bzw. was kann gegen so einen Unfug, sprich Vernichtung eines regulären Minijobs tun.

Danke, wenn ihr helfen könntet.
Du hast geschrieben: "Monatlich verdiene ich im Moment um 200 € dazu."

Aus meiner Sicht, bekommst Du jetzt AUFSTOCKENDES ALG II, da ein Teil Deines Verdienstes auf das ALG II angerechnet wird. Somit bezahlt die ARGE weniger ALG II, als wenn sie Dir einen Ein-Euro-Job gibt. Du darfst ca. 80-100 EUR im Monat behalten, verdienst aber auch nicht mehr. Und Dein jetziger Job ist weg.

Lege bitte gegen die Zuweisung zum Ein-Euro-Job Widerspruch ein, da Du durch den Ein-Euro-Job Deinen jetzigen Job verlierst und vollständig von der ARGE abhängig wirst.
__

Mfg

katzenfreund

------------------------------------------------
Alles was ich schreibe, ist lediglich meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar!

Mein Motto: Weg mit Hartz IV!
katzenfreund ist offline  
Alt 27.07.2007, 06:54   #3
gelibeh
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Zitat:
Monatlich verdiene ich im Moment um 200 € dazu. Da ich flexibel einzusetzen bin, muss ich durch den 6 monatigen 1-Euro-Job diese Arbeit aufgeben.
Lass Dir nicht weismachen, dass Du Deinen Minijob aufgeben musst, denn ein Minijob geht immer vor einem 1EJ.
Ich such noch mal die Paragrafen und füge die hier an.
Zitat:
SGB II § 2 Grundsatz des Forderns
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.




Das tust Du mit Deinem Minijob

und
Zitat:
§16 SGBII 3) Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten nicht nach Absatz 1 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen; diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind entsprechend anzuwenden; für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften erwerbsfähige Hilfebedürftige nur wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 28.07.2007, 20:21   #4
Symbiose->Emailproblem
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Registriert seit: 25.01.2006
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Symbiose
Standard

Hallo,

erst Mal vielen Dank für euren Beitrag.

Vom Gefühl hatte ich es auch so, dass auch ein kleiner Verdienst und Beschäftigung neben dem ALG II als Arbeitsgelegenheit anerkannt wird. Aber die Äußerung der pers. Ansprechpartners, dass es mal so wie so Zeit wird, mir mal so was (zu verpassen) mich machen zu lassen....
Da liegt wohl irgend etwas im ARGEn.
Keine Ahnung, aber leider konnte sie mir nicht mal sagen was, wie, wo, bei wem direkt die Arbeitsgelegenheit zu machen wäre.
Auf jeden Fall wenn sie es will, dann gehts und ich muss?! Na ja, ich frag mich nur, ob solche Leute sich überhaupt noch trauen, im Dunkeln auf die Straße zu gehen? Das da noch nicht mal einer ausgerastet ist.
Symbiose ist offline  
Alt 28.07.2007, 22:26   #5
katzenfreund->Emailproblem
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katzenfreund
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Zitat von Symbiose Beitrag anzeigen
Hallo,

erst Mal vielen Dank für euren Beitrag.

Vom Gefühl hatte ich es auch so, dass auch ein kleiner Verdienst und Beschäftigung neben dem ALG II als Arbeitsgelegenheit anerkannt wird. Aber die Äußerung der pers. Ansprechpartners, dass es mal so wie so Zeit wird, mir mal so was (zu verpassen) mich machen zu lassen....
Da liegt wohl irgend etwas im ARGEn.
Keine Ahnung, aber leider konnte sie mir nicht mal sagen was, wie, wo, bei wem direkt die Arbeitsgelegenheit zu machen wäre.
Auf jeden Fall wenn sie es will, dann gehts und ich muss?! Na ja, ich frag mich nur, ob solche Leute sich überhaupt noch trauen, im Dunkeln auf die Straße zu gehen? Das da noch nicht mal einer ausgerastet ist.
Hallo Symbiose,

ich halte das Ansinnen Deines FM, Dir einen Ein-Euro-Job geben zu wollen (und Dich damit in die "Vollalimentierung" durch die ARGE schicken zu wollen) für reine Schickane.

Wie ich schon in meinem letzten post geschrieben habe, lege bitte unbedingt Rechtsmittel gegen den Zuweisungsbescheid ein und gib Deinen jetzigen Job nicht auf! Die gesetzl. Grundlagen hat Dir gelibeh bereits geschrieben.
__

Mfg

katzenfreund

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katzenfreund ist offline  
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