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Start > > -> Ein-Euro-Job nach dem anderen?

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 12.07.2007, 22:37   #1
Ines und Jannick
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Beiträge: 72
Ines und Jannick
Frage Ein-Euro-Job nach dem anderen?

Hallo,

ih muß mal für jemanden anderen fragen.

Er hat schon mehrer Ein-Euro-Job machen müssen. Den letzten hat er abgebrochen, weil er in einer Zeitarbeitsfirma Arbeit gefunden hatte. Nun wurde er dort letzte Woche gekündigt und nächsten Montag soller schon wieder einen neuen Ein-Euro-Job machen.

Eine EGV wurde ihm vorgelegt, aber er hat sie nicht unterschrieben, das möchte er mir morgen zeigen.

Geht sooft nach einander eine Ein-Euro-Job? Hat er nicht endlich mal "Ruhe" davor?

LG, Ines
Ines und Jannick ist offline  
Alt 12.07.2007, 22:49   #2
Patrik
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Hallo

machen können die das immer.

Wenn aber keinerlei Sinn darin steckt in diesem 1 Euro Job und er deinem beruflichen Wieder Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht sinnvoll erscheint kannst du Widerspruch dagegen einlegen.

Ob du damit Chancen hast durch zu kommen ist wieder eine andere Sache. Denn die machen mit dir was Sie wollen


Ich würde jedenfalls mal deinen zuständigen Sachbearbeiter darauf ansprechen was es dir nützt diesen Job zu machen.

Ich hab meinen mal gefragt wem es nützt wenn ich den mache oder andere Massnahmen

Der Arge, dem Arbeitsamt, der Politik von Müntefering und Merkel?

Oder mir ?


Darauf wusste man dann keine Antwort

Ich denke die drängen dich dazu weil es der Statistik gut tut und nicht dir
 
Alt 12.07.2007, 23:16   #3
münchnerkindl
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münchnerkindl münchnerkindl münchnerkindl
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Der Ein-Euro-Job ist ja auch die nachrangigste Massnahme.

Das heisst eigentlich nur bei aus verschiedenen Gründen schwervermittelbaren Personen, bei Menschen die einfach schon so lange nicht mehr gearbeitet haben daß erst wieder eine Gewöhnung an einen geregelten Ablauf mit Arbeit entstehen kann uws.
münchnerkindl ist offline  
Alt 12.07.2007, 23:49   #4
Kaleika
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Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Der Ein-Euro-Job ist ja auch die nachrangigste Massnahme.

Das heisst eigentlich nur bei aus verschiedenen Gründen schwervermittelbaren Personen, bei Menschen die einfach schon so lange nicht mehr gearbeitet haben daß erst wieder eine Gewöhnung an einen geregelten Ablauf mit Arbeit entstehen kann uws.
Da hast Du völlig recht - so sollte es sein, aber die Praxis sieht leider gegenteilig aus.
Noch immer lassen sich zu viele durch Aussicht auf einen echten Job einlullen, dass sie die paar lebensnotwendigen Kröten mehr haben, die sie für ihre Existenz zwingend brauchen, die sie aber natürlich niemals weiter bringen, dass sie nur sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichten.
Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 13.07.2007, 00:01   #5
na
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Eigentlich kann man sich gegen einen Ein-Euro-Job wehren, da wohl kaum ein einziger rechtens ist. In der Regel wollen sie aber eine Maßnahme (in diesem Falle einen Ein-Euro-Job) mit in die Eingliederungsvereinbarung reinnehmen und werden sich wohl kaum ohne dem abspeisen lassen. Dann soll er die EGV bitte nicht unterschreiben, nur nach Hause nehmen und ein Schreiben anfertigen, in dem er erklärt, warum er die Maßnahme nicht machen möchte. Dazu gibt es viele Gründe:

- Die Tätigkeit entspricht nicht seinem Bewerberprofil und bringt ihn beruflich nicht weiter. Er kann ja mal fragen, ob die überhaupt ein Bewerberprofil lt. Vorschrift gemacht haben

- Die Tätigkeit wird nicht genau beschrieben. Es steht z.B. nur "Hilfsarbeiter im Gartenbau" drin. Das kann von Müllaufsammeln bis zu professioneller Gärtnerei bedeuten.

- Der Job ist nicht zusätzlich oder gemeinnützig und verstößt damit gegen das Gesetz. Er raubt einen Arbeitsplatz.

- DEr Ein-Euro-Job bringt ihn nicht in Arbeit, weil die Einrichtung keine Leute einstellt oder die Tätigkeit nicht seinem Profil entspricht.

- Die Arbeitszeit beträgt länger als 20 Stunden pro Woche. Wann soll er sich denn noch bewerben?

Entweder verhandeln die dann mit ihm weiter und werden wohl nachgeben müssen, oder er erhält die EGV per Verwaltungsakt, und dagegen kann er sich wehren, indem er erklärt, warum er den Ein-Euro-Job nicht macht. Das ist nervig, denn er bekommt ja erst eine Leistungskürzung. Da die Ein-Euro-Job aber fast alle nicht rechtens sind, kamen bisher alle die ich kenne durch und die Leistungskürzung ist dann nichtig.
 
Alt 13.07.2007, 00:01   #6
Debra
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Debra
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@Kaleika

Nicht nur das. Wenn ich das alles hier wg. der Ein-Euro-Job so lese, drängt sich mir der Gedanke auf, dass doch die allermeisten davon eigentlich die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind, die schon vorher abgebaut wurden und somit den Arbeitslosen vorenthalten werden?
Es gibt doch bestimmt jede Menge ALGII-Empfänger, die z.B. gerne 30 Std. sozialversicherungspflichtig in Kindergärten oder zur Not als Altenpflegehelfer/in arbeiten würden?
Debra ist offline  
Alt 13.07.2007, 11:36   #7
Ines und Jannick
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Ines und Jannick
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Huhu,

ich danke euch erstmal für eure Antworten.

Mein Bekannter kommt heute nachmittag vorbei, er bringt alle Unterlagen mit und dann stelle ich das hier rein.

Bis später dann.

LG, Ines
Ines und Jannick ist offline  
Alt 18.07.2007, 09:32   #8
Malermeister
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Beiträge: 237
Malermeister
Lächeln

....und ? Gibt es was neues ?
Malermeister ist offline  
Alt 18.07.2007, 21:42   #9
Ines und Jannick
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Ines und Jannick
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Hallo,

upps, den Beitrag hab ich ganz vergessen.

Mein Bekannter möchte keine Hilfe haben. Er findet das alles so o.k., wie es die ARGE vorschreibt. Er ist glücklich mit seinem Ein-Euro-Job und er will das machen. (Rasen mähen, Straße kehren usw.)

Ich biete in keine Hilfe mehr an und ich wünsche ihn das er damit seine Auslastung findet.

LG, Ines
Ines und Jannick ist offline  
Alt 18.07.2007, 21:46   #10
Heiko1961
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Heiko1961
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Zitat von Ines und Jannick Beitrag anzeigen
Hallo,

upps, den Beitrag hab ich ganz vergessen.

Mein Bekannter möchte keine Hilfe haben. Er findet das alles so o.k., wie es die ARGE vorschreibt. Er ist glücklich mit seinem Ein-Euro-Job und er will das machen. (Rasen mähen, Straße kehren usw.)

Ich biete in keine Hilfe mehr an und ich wünsche ihn das er damit seine Auslastung findet.

LG, Ines
So einen Hartz4-Unterstützer würde ich auch nicht helfen. Leider gibt es noch zu viele von denen. Ich meine "***** in der Hose u.s.w...."
Heiko1961 ist offline  
Alt 18.07.2007, 23:40   #11
Patrik
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Zitat von Ines und Jannick Beitrag anzeigen
Hallo,

upps, den Beitrag hab ich ganz vergessen.

Mein Bekannter möchte keine Hilfe haben. Er findet das alles so o.k., wie es die ARGE vorschreibt. Er ist glücklich mit seinem Ein-Euro-Job und er will das machen. (Rasen mähen, Straße kehren usw.)

Ich biete in keine Hilfe mehr an und ich wünsche ihn das er damit seine Auslastung findet.

LG, Ines
Und ich tobe gerade ein bisschen innerlich und äusserlich gleich auch

Kannst du deinen Bekannten mal sagen das er damit öffentliche sozialversicherungspflichtige Jobs killt? Denn das hört sich nach Stadtreinigung an. ich kenne eine Menge Menschen die bei meiner Stadt angestellt waren und nur wegen solchen Pappenheimern wie es dein Bekannter ist den Job verloren haben (angeblicher Geldmangel der Stadt). Und wer macht nun die Beete und Grünanlagen? Richtig Hartz 4 Empfänger.

Und nicht nur ich find es zum

Sorry für diesen harschen Ton. Aber ich frage mich wirklich mit was für Leuten ich in einem Land lebe manchmal

Und das ging nur an den "Bekannten"
 
Alt 18.07.2007, 23:58   #12
Ines und Jannick
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Ines und Jannick
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Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen, finde seine Meinung und Art und Weise auch nicht korrekt.

Da gibt es noch eine andere Story: meine Mutter hat ihm Arbeit angeboten, er wollte sie nicht, er ginge lieber zu Zeitarbeitsfirmen.

Traurig, aber leider wahr.

Ich kann ja nochmals versuchen mit ihm zu reden, und ihn das hier alles mal zeigen. Vielleicht ändert er dann seine Meinung.

LG, Ines
Ines und Jannick ist offline  
Alt 19.07.2007, 13:44   #13
Heiko1961
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Heiko1961
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Zitat:
Ich kann ja nochmals versuchen mit ihm zu reden, und ihn das hier alles mal zeigen. Vielleicht ändert er dann seine Meinung.

LG, Ines
Moin Ines,
ich glaube, das wäre vergebende Liebesmüh. Solche Menschen sind gleichzusetzen mit Streikbrecher.
Heiko1961 ist offline  
Alt 19.07.2007, 15:30   #14
Patrik
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Zitat von Heiko1961
ich glaube, das wäre vergebende Liebesmüh. Solche Menschen sind gleichzusetzen mit Streikbrecher.
Korrekt

Unsolidarisch würde ich noch hinzufügen. Aber so ein Denken haben die meisten in unserem Land. Einer der vielen Faktoren die das Land und seine Bevölkerung runterreißt (dazu gehört auch der "Bekannte")

Und einen Job abzulehnen ist echt der Oberhammer und zu einer ZA zu gehen
 
Alt 19.07.2007, 15:39   #15
Kerstin_K
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Was ist das? Resignation? Bei meinem Bruder ist es so ähnlich. Gut, er ist über 50, hat an der rechten Hand nur noch Daumen und Zeigefinger, kann in seinem erlernten Beruf deshalb nicht mehr arbeite. Führerdchein hat er nie gemacht. Da ist es schon echt schwer, mal eine Anzeige zu finden, auf die es sich zu bewerben lohnt.

ZA lehnt er ab. Okay, obwohl ich in seiner Situation fast sagen würde, besser als gar keine Arbeit. Jetzt macht er nen Ein-Euro-Job. Findet er toll! Gleich für drei Jahre. er hat es nicht schlecht getroffen, Schwimmbad, darf er kostenfrei benutzen, die 30 Stunden kann er sich frei einteilen. Aber zusätzlich düfte Unkraut jäten wohl nicht sein. Und dann sagen die von dem Sportverein auch noch ganz offen, dass das früher die Miktglieder selber gemacht haben. Aber die muß der Verein dann dafür extra versichern und das kommt teurer als Ein-Euro-Job.

Gegenwehr? Schon die Diskussion darüber ist zwecklos. Er beantragt auch eine Berwerbungskosten für deine wenigen Bewerbungen. ;am sagte ihm, das gibt es nicht mehr, ist alles im Regelsatz enthalten. Er will einfach keinen Ärger, deshalb kuscht er.


Was ich noch viel schlimmer finde: Wenn ich dann mal eine Anzeige, die auf ihn passt, gefunden habe, findet er tausend Ausreden, warum er sich dort nicht bewerben kann. Ist das die Angst vor der Absage? Ich weiß es nicht.

Telekom-Sozialtarif, GEZ-Befreiung, hat alles meine Schwester für ihn gemacht. Sonst würder er wohl heute noch zahlen.

Er müßte zum Augenarzt, zum Hautarzt, zum Zahnarzt. Er geht erst gar nicht hin, sagt nur, da müsse erstmal geklärt werden, wer das zahlt. Wir würden ihn in der Familie auch unerstützen, wenn er die Brille z. B. nachher nicht zahlen kann, aber die Arzttermine werde ich nicht auch noch für ihn machen, ich denke, er ist alt genug.

Ist das die Überwindung, die es kostet, um Hilfe zu bitten?

Ich kann es manchmal kaum ertragen, da zuzuschauen. Aber ich kann dooch einen erwachsenen Menschen nicht einfach schnappen und ihn zwingen?
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 19.07.2007, 18:36   #16
katzenfreund
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katzenfreund
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Zitat von Ines und Jannick Beitrag anzeigen
Hallo,

upps, den Beitrag hab ich ganz vergessen.

Mein Bekannter möchte keine Hilfe haben. Er findet das alles so o.k., wie es die ARGE vorschreibt. Er ist glücklich mit seinem Ein-Euro-Job und er will das machen. (Rasen mähen, Straße kehren usw.)

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LG, Ines
Hallo Ines,

offenbar hat Dein Bekannter es aufgegeben, nach Wegen aus dem Hartz 4 zu suchen. Er hat sich traurigerweise scheinbarmit seinem Schicksal abgefunden. Wie andere Mitglieder schon treffend geschrieben haben, kannst Du ihm nicht mehr helfen.
Dein Bekannter muß sich jedoch im Klaren sein, daß die ARGE die Daumenschrauben anziehen wird...
katzenfreund ist offline  
Alt 19.07.2007, 20:28   #17
Ines und Jannick
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Ines und Jannick
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und das schlimme daran ist noch, er ist 25 Jahre alt. Er ist noch so jung und hat sich schon so aufgegeben.

LG, Ines
Ines und Jannick ist offline  
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