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Start > > -> Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 18.07.2013, 13:56   #1
regburg->Emailproblem
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Registriert seit: 18.07.2013
Beiträge: 4
regburg
Standard Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Im Jobcenter haben Sie mich bislang eigentlich in Ruhe gelassen.
Am Anfang gleich Bewerbungstraining 1 x die Woche, brachte zwar
nix, tat aber auch nicht großartig weh.
Eingliederungsvereinbarungen EGVs habe ich immer gleich unterschrieben -
Unwissenheit. 4 x pro Monat bewerben auf kfm. Jobs. Bin gelernter Kfm. und
Betriebswirt. Beim mittlerweile 4. Pap neue EGV, jetzt auch mit Fahrer-
u. Lagerjobs usw.

Jetzt wollte der Pap ein bißchen mehr Tempo reinbringen, und mich
in eine Maßnahme stecken. Ziele des Maßnahmeträgers: Intellektuelle
Leistungsfäigkeit feststellen u. fördern, Berufserfahrung ermöglichen,
Stärkung des Arbeits- u. Sozialverhaltens, Ausgleich individueller
Wettbewerbsnachteile, Förderung der Lernbereitschaft...
Pap: "Kenne die Maßnahme zwar nicht, kann aber doch jeder brauchen.
Schauen Sie es sich mal an, da gibts evt. ein neues PC-Programm o.
ähnliches zum Lernen..."
Mündlich vereinbart, daß wir was anderes machen, wenns nicht passt.

Ich also hin. Sind nette Leute, ist aber eine Beschäftigungsmaßnahme,
die wenig mit Berufsquali o. ähnlichem zu tun hat. Man kann in der Küche
arbeiten, in der Holzwerkstatt, oder alte PCs auseinanderbauen. In der
Kennenlernrunde ist der Systemadmin neben mir schir an die Decke gegangen.
Der hatte schon mehrere Maßnahmen hinter sich.
Was mich anbelangt, ich kam mit der Dame dort überein, daß das nicht passt.
Schrieb sie auch an meinen Pap.

Ich dann wieder ins Jobcenter, und bekam Alternativen vorgelegt, dasselbe
in grün. Jetzt ging die Diskussion los. Ich machte klar, daß ich die ganzen
Maßnahmen bei mir für überflüssig halte. Pap beharrt darauf, daß mit mir was geschehen
muss, da Bewerbungen bislang ohne Erfolg. Argumente für die Maßnahmen sind
nur allgemeiner Natur, zB. meine Erfahrungen gingen verloren etc.
Meine Argumente: die Aktivcenter genannten Maßnahmen haben genau die Ziele
wie oben beschrieben, zB. Änderung des Sozialverhaltens usw, und passen
einfach nicht für alle "Kunden". War mein Eindruck, und auch die Meinung
eines anderen Pap, den ich kenne. Das gebe ich auch weiter. Antwort: "Ist mir
egal, was andere Paps machen."

Habe als sinnvolles Beispiel Weiterbildung vorgeschlagen, zB.
eine kaufmännische Software lernen, aus dem Bereich in dem ich arbeitete.
Machen sie nicht. Nur wenn ein Arbeitgeber mich einstellen würde, aber
eine bestimmte, fehlende Qualifikation im Wege steht.
Stillstand des Gesprächs.
Pap macht jetzt eine "Zuweisung" zu einer der vorgeschlagenen Maßnahmen.
Meldet mich telefonisch an, und erstellt die Papiere. Ich denke, hier wird
jetzt ein Verwaltungsakt VA einseitig durchgesetzt, und frage schon mal nach
dem Namen vom Chef. "Der hat sein Büro hinten rechts."
Pap legt mir die Papiere zum unterschreiben hin. Ich sage,
ich unterschreibe erst mal nichts mehr. Pap ist etwas geladen, ich etwas
ratlos. Muss ich jetzt bis zur Klärung (Pap mit Chef, ich mit Chef) zur alten,
per EGV unterschriebenen Maßnahme. Oder wenn nicht, stehen Sanktionen im Raum?
Ich frage nach, wie wir verbleiben.
Pap anwortet, er werde das mit seinem Chef besprechen. Die laufende EGV wäre
nun nichtig. Das hätte ich aber nur mündlich wieder mal.

Ich bleibe erst mal sitzen, das Gespräch wird wieder aufgenommen. Pap erzählt,
die Papiere waren keine VA, sondern eine EGV. VA erstelle er nicht gern, wegen
Widerspruch, Mehrarbeit....
Irgendwie kommt das Gespräch zu dem Punkt, daß ich meine wir sollten doch einfach
wie bisher meine Bewerbungsbemühungen per EGV vereinbaren. Einverstanden. Aber
jetzt die doppelte Anzahl. Ich gehe dann wieder in die Diskussion, von wegen
Quantität bedeute doch keine Qualität. Und überhaupt, bei der zeitaufwendigen
Stellensuche, die ich betreibe. Das Gespräch fällt nun wieder knapper aus.
Doch dann: in der EGV steht wieder die alte Anzahl. Da kann man doch unterschreiben,
oder? Ich tats.

Frage: Was wäre eigentlich, wenn ich nicht unterschrieben hätte? Stände dann
im EGV-leeren Raum. Praktisch, aber für wie lange? Der andere Pap, den ich
persönlich kenne, erzählte etwas von der Vorgabe, 80% der Kunden sollten die
EGVs unterschrieben haben. 20% machens also richtig???
Das mit dem Unwillen des Pap zur VA würde mich auch mal näher interessieren.

Viele Grüße!
regburg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2013, 14:31   #2
asus7
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Registriert seit: 24.06.2013
Beiträge: 147
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Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Macher kapiert´s nie. !!! Oder ???

Zig tausendmal wird hier gesagt, EGV werden nicht Unterschrieben !!!! Niemals nie

meine Meinung dazu
asus7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2013, 15:53   #3
gelibeh
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Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Und Maßnahmen können auch ohne EGV zugewiesen werden. Hoffentlich haben die Dir zumindest detailliert die Bewerbungskosten zugesichert.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2013, 16:14   #4
Hamburgeryn1
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Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Zitat von regburg Beitrag anzeigen
Doch dann: in der EGV steht wieder die alte Anzahl. Da kann man doch unterschreiben,
oder? Ich tats.
Und was genau ist daran nun erfolgreich?
Zitat von regburg Beitrag anzeigen
Frage: Was wäre eigentlich, wenn ich nicht unterschrieben hätte? Stände dann
im EGV-leeren Raum. Praktisch, aber für wie lange?
Keine EGV bedeutet kein Vollzug = keine Sanktionsmöglichkeiten für den SB.
Zitat von regburg Beitrag anzeigen
Das mit dem Unwillen des Pap zur VA würde mich auch mal näher interessieren.
Das hättest du besser den SB fragen sollen.

Ich denke, er hasst den Aufwand, also Widerspruch bearbeiten,
weiterreichen an die Rechtsabteilung, später dann die Stellungnahme für das SG, usw.

Gewonnen hast du jedenfalls durch die unterzeichnete EGV nichts.
Du hattest vorher die Auflage x Bewerbungen monatlich zu erstellen, ohne Arbeit zu finden.

Nun sollst die gleiche Menge Bewerbungen abliefern - und?

Wenn der Arbeitsmarkt keine Arbeitsplätze hergibt,
dann kannst du dich bis zum Sankt-Nimmerleinstag-mit-und-ohne-EGV-bewerben-bis-du-schwarz-bist,
du bleibst ohne Arbeit!

Was genau steht eigentlich in deiner EGV über die Kostenübernahme der Bewerbungen?
Hamburgeryn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2013, 16:55   #5
asus7
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Registriert seit: 24.06.2013
Beiträge: 147
asus7 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Und was genau ist daran nun erfolgreich?
Keine EGV bedeutet kein Vollzug = keine Sanktionsmöglichkeiten für den SB.
Das hättest du besser den SB fragen sollen.

Ich denke, er hasst den Aufwand, also Widerspruch bearbeiten,
weiterreichen an die Rechtsabteilung, später dann die Stellungnahme für das SG, usw.

Gewonnen hast du jedenfalls durch die unterzeichnete EGV nichts.
Du hattest vorher die Auflage x Bewerbungen monatlich zu erstellen, ohne Arbeit zu finden.

Nun sollst die gleiche Menge Bewerbungen abliefern - und?

Wenn der Arbeitsmarkt keine Arbeitsplätze hergibt,
dann kannst du dich bis zum Sankt-Nimmerleinstag-mit-und-ohne-EGV-bewerben-bis-du-schwarz-bist,
du bleibst ohne Arbeit!

Was genau steht eigentlich in deiner EGV über die Kostenübernahme der Bewerbungen?



Das er Unterschreiben durfte !!

Es soll Leute geben, die am Unterschreiben freude haben !!!

Ob er ein Unterschriften Fetichist ist !!
asus7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2013, 17:58   #6
K. Lauer
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Zitat von regburg Beitrag anzeigen
... Frage: Was wäre eigentlich, wenn ich nicht unterschrieben hätte? Stände dann im EGV-leeren Raum. Praktisch, aber für wie lange? Der andere Pap, den ich
persönlich kenne, erzählte etwas von der Vorgabe, 80% der Kunden sollten die EGVs unterschrieben haben. 20% machens also richtig???
Das mit dem Unwillen des Pap zur VA würde mich auch mal näher interessieren. ...
Würde Dich das tatsächlich so brennend interessieren, hättest Du das längst schon ausprobiert. Also, was ist Dein eigentliches Anliegen?
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Alt 18.07.2013, 19:19   #7
regburg->Emailproblem
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Registriert seit: 18.07.2013
Beiträge: 4
regburg
Standard AW: Erfahrungsbericht: Geglückte EGV-Verhandlung

Positiv ist für mich die Abwendung einer Maßnahme. Meine EGV kostet mich einen halben Tag. Finde ich recht problemlos.
Erst mit der Maßnahme habe ich mich ein wenig schlau gemacht. Nach meinem Kenntnisstand ist die Verweigerung jeglicher Unterschrift auch nicht ohne:
Widerspruch einlegen
Wenn das JC den Widerspruch nicht anerkennt > Klageverfahren
Keine aufschiebende Wirkung des Widerspruchs
Eine per VA verhängte Maßnahme muss angetreten werden
Hört sich für mich zeitaufwendiger und unangenehmer an als meine Verpflichtung.
Wenn hier im Forum alle nicht unterschreiben, wie sieht es dann mit den Folgen aus?
Hört der Großteil gar nichts mehr vom Amt, überlege ich mir das auch nächstes Mal.
Ist die Mehrheit in einem (aufwendigen?) Klageverfahren und ggf. in einer Maßnahme,
ist das nicht jedermanns Ding.
regburg ist offline   Mit Zitat antworten
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