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Start > > -> Toys Company - "Wir machen Arbeitslose glücklich"

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 17.07.2009, 09:31   #1226
Hungrig->Emailproblem
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Registriert seit: 03.06.2008
Beiträge: 238
Hungrig
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

"ARD-exklusiv: Die Armutsindustrie"

Gott, könnte ich kotzen - Sklaverei, mehr ist das nicht!!!
Hungrig ist offline  
Alt 17.07.2009, 10:39   #1227
xNasevollx->Emailproblem
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Registriert seit: 25.04.2009
Beiträge: 108
xNasevollx
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Deswegen sollte der junge Mann, der die Zeitung gemacht hat und sich jetzt öffentlich heraustraute unterstützt werden. Auch andere haben sich den Ar... aufgerissen. Die Recherechen gingen ja nun über zig Monate.
Ich bin für alles offen was gegen die Machenschaften der Toys ist !
xNasevollx ist offline  
Alt 17.07.2009, 20:05   #1228
ARGEakut
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Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Köln
Beiträge: 48
ARGEakut Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Daumen runter AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Die Kommentare zur Toys Company gehen in Ihrer Konsequenz noch komplett an der Wirklichkeit vorbei.
Okay, ich oute mich gleich: Ich bin bei Angestellter der Agentur für Arbeit und arbeite als Fallmanager in einer Kleinstadt, in der die Toys ebenfalls präsent ist.
Als ich das Konzept las, dachte ich: Bingo! Das brauchen wir.
Im Oktober 2008 sind wir kreisweit mit 70 Plätzen gestartet, damals als AGH Entgelt (d.h. es wurde ein Stundenlohn von 6,90€ gezahlt). Nebeneffekt: Wir haben es mit Mitteln des Eingliederungstitels geschafft, die Kunden (der Begriff ist schon lachhhaft, denn als Kunde kann ich mir den Vertragspartner aussuchen - ist jemand freiwillig Kunde der ARGE????), aus der Vermittlung abzumelden bzw. das Profiling auf "Integriert aber hilfebedürftig umzuswitchen". Na, klingelt es?
Die Toys startete in leeren Räumen, das anleitende Personal wurde aus dem Hut gezaubert. Eignung ist etwas anderes. Gott sei Dank hatte die DEKRA einen fähigen Sozialarbeiter angeheuert, der sich aber ziemlich schnell aus verständlichen Gründen verabschiedete.
Achja, für das Jahr 2009 wurden uns ARGE-weit der Haushalt zusammengestrichen - und schon wurde aus dem Entgelt ein 1€-Job.
Gott sei Dank ging die Umwandlung geräuschlos von statten.
Ansonsten wäre die Toys auch noch ein Politikum geworden.
Also, ganz ehrlich: Die Qualifizierungsanteile sind nett gemeint, aber außer der Möglichkeit den FS KLasse B zu erwerben, sind die Qualis für die Tonne.

Ganze zwei Teilnehmer (von insgesamt ca. 70) haben während der Teilnahme einen Job gefunden - und daran war die DEKRA nicht beteiligt. Wir reden hier von einer Integrationsquote von 2% und 0% Erfolg für die DEKRA. Als Vermittler bringen wir im Schnitt 4-9% unserer Kunden in Arbeit.
Und jetzt mein Desaster: Ich darf meinen Kopf auch noch für diese schwachsinnige Maßnahme hinhalten, da ich gemeinsam mit einem Kollegen diese federführend betreue.

Mein Geschäftsführer würde die Toys liebend gerne an die Wand fahren, hat aber Angst vor der (hämischen) Presse, außerdem endet sein Vertrag 2010.

Meine Bitte: Berichten Sie Ihrem Vermittler, egal wo sie wohnen, von den desaströsen Verhältnissen bei der DEKRA.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße
ARGEakut
ARGEakut ist offline  
Alt 17.07.2009, 20:19   #1229
ashna
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Hallo ARGEakut,
schön, dass du dich gleich outest.

Was ich nicht verstehe, wenn ihr doch wisst, dass die Toys ein gemeiner Laden ist, warum vermittelt ihr die Leute da noch hin? Wer zwingt euch?
Ich möchte es verstehen, warum ihr so handelt, obwohl ihr es besser wisst.

Zitat:
Und jetzt mein Desaster: Ich darf meinen Kopf auch noch für diese schwachsinnige Maßnahme hinhalten, da ich gemeinsam mit einem Kollegen diese federführend betreue.
Noch mal, wer zwingt dich?
Verlierst du deinen Job, wenn du nicht mitmachst?


Zitat:
Mein Geschäftsführer würde die Toys liebend gerne an die Wand fahren, hat aber Angst vor der (hämischen) Presse, außerdem endet sein Vertrag 2010.
Warum Angst vor der Presse? Kann sie dafür sorgen, dass ihm was Schlimmes passiert, wenn er nicht mitspielt?
Sein Vertrag endet 2010. Wieviele "Kunden" habt ihr bis dahin noch in diesen Laden "Vermittelt? "Kunden", die teilweise Angst vor Euch haben? Denkt ihr auch an die?

Danke für deine kommenden Antworten, die mich wirklich interessieren.
 
Alt 17.07.2009, 20:28   #1230
Hamburgeryn
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Meine Bitte: Berichten Sie Ihrem Vermittler, egal wo sie wohnen, von den desaströsen Verhältnissen bei der DEKRA.
Moin ARGEakut,
willkommen im Forum!
Danke für deinen (Ihren) Einblick von der "anderen Seite des Schreibtisches". Es liest sich alles so, wie ich ( und viele andere sicher auch) es sich bereits dachten.
Die DEKRA hat ein riesiges Abzockprogramm von Förder -und Steuergeldern aufgelegt, und bedient sich großzügig daran.
Zitat:
Meine Bitte: Berichten Sie Ihrem Vermittler, egal wo sie wohnen, von den desaströsen Verhältnissen bei der DEKRA.
Meine Tochter hat ihrem Fallmanager berichtet, wie es für sie bei der Dekra ( nicht Toys!) ablief. Interesse: Null!
Lediglich der für uns in der Regel übliche Satz, "dass wir jede als Qualifizierung getarnte Zwangsmaßnahme mitmachen müssten, da andererseits schließlich Sanktionen folgen", wurde stereotyp wiederholt.

Ich denke, es braucht mehr, als nur die "üblichen Beschwerden" beim FM. Was die Elos brauchen, die zu Hunderttausenden in diesen Sinnlosmaßnahmen aus der Statistik wegqualifiziert werden, ist eine breite Öffentlichkeit - zu der auch aufgeschlossene, kritikfähige Arge-MAs gehören - damit dieser (Steuer) Wahnsinn endlich ein Ende hat.

LG
 
Alt 17.07.2009, 20:31   #1231
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat:
Ganze zwei Teilnehmer (von insgesamt ca. 70) haben während der Teilnahme einen Job gefunden - und daran war die DEKRA nicht beteiligt. Wir reden hier von einer Integrationsquote von 2% und 0% Erfolg für die DEKRA. Als Vermittler bringen wir im Schnitt 4-9% unserer Kunden in Arbeit.
Und jetzt mein Desaster: Ich darf meinen Kopf auch noch für diese schwachsinnige Maßnahme hinhalten, da ich gemeinsam mit einem Kollegen diese federführend betreue.

Mein Geschäftsführer würde die Toys liebend gerne an die Wand fahren, hat aber Angst vor der (hämischen) Presse, außerdem endet sein Vertrag 2010.

Meine Bitte: Berichten Sie Ihrem Vermittler, egal wo sie wohnen, von den desaströsen Verhältnissen bei der DEKRA.
Hi,

zunächst einmal wilkommen. Dein Bericht und deine Zahlen sagen uns nichts neues. Der Wirkungsgrad dieser Aktionen "Ringelpitz mit Anfassen" kennen nur einen Gewinner, nämlich die Verantstalter, welche sich durch die Fördergelder ihren Selbsterhalt sichern unter dem sozialen Deckmantel oder aber eben dem der Qualifizierung, Arbeitserprobung, Selbstfindung usw. Der Kreativität bei den Bezeichnungen sind keine Grenzen gesetzt. Man ist eben geübt darin einen gülleähnlichen Zustand noch als Gold anzupreisen.

Die ARGE weiß es, die Regierung weiß es und wir wissen es auch. Diese Maßnahmen sind überflüssig und uneffektiv. Trotzdem wurden oder werden diese subventioniert. Was das mit einem motivierten Elo anrichtet, welcher ernsthaft daran interessiert ist seine Lage zu verbessern aber nicht die Förderung (ach ja, hieß es nicht fordern und fördern?) erfährt die er braucht, braucht man wohl nicht näher zu erläutern.

Es wurde oft schon in diversen anderen Threads angerissen. Wenn intern bei der ARGE sich schon Spanungen aufgebaut haben dann muss man die auch irgendwann offen präsentieren und nicht ständig aus Angst zu Kreuze kriechen. Alleine schon die Tatsache, dass man Insider ist und bald auf der anderen Seite des Schreitisches sitzen könnte sollte doch ausreichen um einmal kollektiv diese Sache an zu prangern. Wenn man es nicht öffentlich machen will kann man dies auch der Presse zukommen lassen.

Meine Bitte an die Höhle des Löwen: Geht dagegen an!

Gruss

Paolo
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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>>> Meldetermin
>>> Antrag

Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 17.07.2009, 20:46   #1232
Martin Behrsing
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Vielen Dank für Deine Einschätzung. Allerdings muss ich Hamburgeryn bestätigen. Die meisten Argen interessiert dies nicht, obwohl sie es wissen. Die haben einen ähnlichen kenntnisstand, wie Du.

Allerdings sollten wir die TC keineswegs als Einzelbeispiel nehmen. so läuft es in vielen Maßnahmen ab. Gerade dort, wo die große Beschäftigungs- und Bildungsindustrie per Dumping große Losanteile gekauft haben.
Aber auch die krichlichen Träger mischen an diesem Geschäft kräftig mit und bieten zum Teil genau so unsinnige Maßnahmen an oder machen riesen Geschäfte. Wenn man dann noch bedenkt, dass manche maßnahmeträger bis 1200 Euro Regiekosten für jeden ein-euro-Jobber bekommen und im jahr 2008 für pro Tonne Schrott 16.000,-- Euro erzielten, wird es mir ganz anders (so der Diakoniebetrieb Neue Arbeit Stuttgart).
Ich weiß so etwas aus sicherer Quelle, da wir dem WDR für seinen Film vielfältige Infos und Internas von solchen Trägern haben zukommen lassen.
Ehrlicher wäre e, wenn die ARGEN auf so etwas verzichten würden und offensiv damit in die Öffentlichkeit gehen. Warum eigentlich nicht?
Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Die Kommentare zur Toys Company gehen in Ihrer Konsequenz noch komplett an der Wirklichkeit vorbei.
Okay, ich oute mich gleich: Ich bin bei Angestellter der Agentur für Arbeit und arbeite als Fallmanager in einer Kleinstadt, in der die Toys ebenfalls präsent ist.
Als ich das Konzept las, dachte ich: Bingo! Das brauchen wir.
Im Oktober 2008 sind wir kreisweit mit 70 Plätzen gestartet, damals als AGH Entgelt (d.h. es wurde ein Stundenlohn von 6,90€ gezahlt). Nebeneffekt: Wir haben es mit Mitteln des Eingliederungstitels geschafft, die Kunden (der Begriff ist schon lachhhaft, denn als Kunde kann ich mir den Vertragspartner aussuchen - ist jemand freiwillig Kunde der ARGE????), aus der Vermittlung abzumelden bzw. das Profiling auf "Integriert aber hilfebedürftig umzuswitchen". Na, klingelt es?
Die Toys startete in leeren Räumen, das anleitende Personal wurde aus dem Hut gezaubert. Eignung ist etwas anderes. Gott sei Dank hatte die DEKRA einen fähigen Sozialarbeiter angeheuert, der sich aber ziemlich schnell aus verständlichen Gründen verabschiedete.
Achja, für das Jahr 2009 wurden uns ARGE-weit der Haushalt zusammengestrichen - und schon wurde aus dem Entgelt ein 1€-Job.
Gott sei Dank ging die Umwandlung geräuschlos von statten.
Ansonsten wäre die Toys auch noch ein Politikum geworden.
Also, ganz ehrlich: Die Qualifizierungsanteile sind nett gemeint, aber außer der Möglichkeit den FS KLasse B zu erwerben, sind die Qualis für die Tonne.

Ganze zwei Teilnehmer (von insgesamt ca. 70) haben während der Teilnahme einen Job gefunden - und daran war die DEKRA nicht beteiligt. Wir reden hier von einer Integrationsquote von 2% und 0% Erfolg für die DEKRA. Als Vermittler bringen wir im Schnitt 4-9% unserer Kunden in Arbeit.
Und jetzt mein Desaster: Ich darf meinen Kopf auch noch für diese schwachsinnige Maßnahme hinhalten, da ich gemeinsam mit einem Kollegen diese federführend betreue.

Mein Geschäftsführer würde die Toys liebend gerne an die Wand fahren, hat aber Angst vor der (hämischen) Presse, außerdem endet sein Vertrag 2010.

Meine Bitte: Berichten Sie Ihrem Vermittler, egal wo sie wohnen, von den desaströsen Verhältnissen bei der DEKRA.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße
ARGEakut
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
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Martin Behrsing ist offline  
Alt 17.07.2009, 20:52   #1233
ARGEakut
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ARGEakut Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Hallo ARGEakut,
schön, dass du dich gleich outest.

Was ich nicht verstehe, wenn ihr doch wisst, dass die Toys ein gemeiner Laden ist, warum vermittelt ihr die Leute da noch hin? Wer zwingt euch?
Ich möchte es verstehen, warum ihr so handelt, obwohl ihr es besser wisst.




Noch mal, wer zwingt dich?
Verlierst du deinen Job, wenn du nicht mitmachst?





Warum Angst vor der Presse? Kann sie dafür sorgen, dass ihm was Schlimmes passiert, wenn er nicht mitspielt?
Sein Vertrag endet 2010. Wieviele "Kunden" habt ihr bis dahin noch in diesen Laden "Vermittelt? "Kunden", die teilweise Angst vor Euch haben? Denkt ihr auch an die?




Danke für deine kommenden Antworten, die mich wirklich interessieren.
Antwort:

Bei Einkauf der Maßnahme gab es keinerlei Hinweise auf die desaströsen Verhältnisse an anderen Standorten
Es handelt sich um eine eingekaufte Maßnahme, das heisst: die DEKRA hat einen verbindlichen Vertrag über die Belegung
Wer eine Maßnahme betreut, ist für deren Belegung verantwortlich.
Wenn diese unter 85% liegt, wirds unangenehm

Ja, wir denken an die Ängste, denn die meisten Mitarbeiter der ARGE haben befristete Verträge und kennen die andere Seite des Tisches
So auch ich (allerdings bin ich seit 07 unbefristet beschäftigt)

Durch die Mittelbindung für die DEKRA sind zahlreiche kleinere Vereine über die Wupper (vielmehr übder den Rhein) gegangen, das ist ein Politikum - und dies zurecht
ARGEakut ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:06   #1234
ARGEakut
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ARGEakut Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen
Moin ARGEakut,
willkommen im Forum!
Danke für deinen (Ihren) Einblick von der "anderen Seite des Schreibtisches". Es liest sich alles so, wie ich ( und viele andere sicher auch) es sich bereits dachten.
Die DEKRA hat ein riesiges Abzockprogramm von Förder -und Steuergeldern aufgelegt, und bedient sich großzügig daran.
Meine Tochter hat ihrem Fallmanager berichtet, wie es für sie bei der Dekra ( nicht Toys!) ablief. Interesse: Null!
Lediglich der für uns in der Regel übliche Satz, "dass wir jede als Qualifizierung getarnte Zwangsmaßnahme mitmachen müssten, da andererseits schließlich Sanktionen folgen", wurde stereotyp wiederholt.

Ich denke, es braucht mehr, als nur die "üblichen Beschwerden" beim FM. Was die Elos brauchen, die zu Hunderttausenden in diesen Sinnlosmaßnahmen aus der Statistik wegqualifiziert werden, ist eine breite Öffentlichkeit - zu der auch aufgeschlossene, kritikfähige Arge-MAs gehören - damit dieser (Steuer) Wahnsinn endlich ein Ende hat.

LG
Da haben sich Arbeitsagentur und die lokalen ARGEn/ Jobcenter ein wunderbares Druckmittel vorbehalten - und dies heisst befristeter Arbeitsvertrag.
Auch wenn ich mich hier als Opportunist oute, ich bin gelernter Sozialarbeiter, habe 15 Jahre lang versucht ,mich als Sozialarbeiter zu ernähren. Als Mensch, der auf die 50 zugeht und eine Familie zu ernähren hat, muß ich leider sagen: Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Steter Tropfen hölt den Stein - Elos: Ihr seid nicht ohne Macht, aber Ihr müßt sie Euch nehmen.
Kritische ARGE-Mitarbeiter werden stumm, wenn es um ihre wirtschaftliche Existenz geht. Wer kritisch ist, dessen Arbeitsvertrag wird weder verlängert noch entfristet.
Okay, Jammern auf hohem Niveau.
Aber die "kritischen ARGE-Mitarbeiter" brauchen "Kunden", die sich nicht alles bieten lassen.

Es grüßt Euch ARGEakut
ARGEakut ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:09   #1235
Hamburgeryn
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Antwort:
Bei Einkauf der Maßnahme gab es keinerlei Hinweise auf die desaströsen Verhältnisse an anderen Standorten
Könnte es möglicherweise daran liegen, dass
a) zuwenig Elos ihren FMs mitteilen welcher Mist ihnen per Sanktionsandrohung aufgezwungen wird?
Und
b) dass die FMs an den Klagen und Mitteilungen überhaupt nicht interessiert sind.
Denn in erster Linie haben sie ja durch die Weiterreichung eines Elos in eine Maßnahme ihr Soll erfüllt:
Der Elo wurde aus der Arbeitslosenstatistik entfernt - und das ist ja das vorrangige Ziel.
Zitat:
Es handelt sich um eine eingekaufte Maßnahme, das heisst: die DEKRA hat einen verbindlichen Vertrag über die Belegung
Wer eine Maßnahme betreut, ist für deren Belegung verantwortlich.
Und das bedeutet, dass dem FM ja in erster Linie daran gelegen sein muss, sein Kontingent an Elos an die Träger zu delegieren, damit er seinen Vertrag erfüllt. So wie die Träger zwingend auf die Elos angewiesen sind, da sie andererseits ihre wenigen Festangestellten nicht mehr bezahlen können. Das wiederum erklärt, weshalb auf diesen Infoveranstaltungen so massiv, z.T. mit regelrechten Androhungen die Elos gezwungen werden, sog. Beschäftigungsverträge zu unterschreiben, und die anwesenden Arge-MAs mit massiver Einschüchterung die Elos an der Wahrnehmung ihrer Rechte hindern.
Zitat:
Wenn diese unter 85% liegt, wirds unangenehm
Was heißt das konkret?
Zitat:
Ja, wir denken an die Ängste, denn die meisten Mitarbeiter der ARGE haben befristete Verträge und kennen die andere Seite des Tisches
So auch ich (allerdings bin ich seit 07 unbefristet beschäftigt)
Dennoch treten viele MAs heftig nach den Elos, die als sog. "Kunden" vor ihren Schreibtisch zitiert werden, statt sich mit ihnen solidarisch zu erklären.
Das zeigt meiner Ansicht nach sehr deutlich, dass jeder von ihnen hofft, dass der Krug der Erwerbslosigkeit an ihnen vorbeigehen würde, wenn sie nur hart genug gegen Elos vorgingen. Offensichtlich haben (fast) alle von ihnen noch nicht begriffen, dass sie mit den Elos in einem Boot sitzen.
Zitat:
Durch die Mittelbindung für die DEKRA sind zahlreiche kleinere Vereine über die Wupper (vielmehr übder den Rhein) gegangen, das ist ein Politikum - und dies zurecht
Gibt es da Beispiele?

LG
 
Alt 17.07.2009, 21:11   #1236
ladydi12
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ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Hallo gemeinde, hallo ARGEakut

da ich in diesem Thread seit einiger Zeit zumindest sporadisch mitlese und ja nun auch einige Weiterbildungen (allerdings selber gesucht und auch nicht bei der Dekra/ToysCompany) stimme ich den meisten Äußerungen, vor allem denen, nach denen man im Anschluß an diese Maßnahmen Arbeit finden soll und die eine glatte Lüge sind, voll zu. Und die Dekra ist da leider kein Einzelfall.

Ich finde es dagegen gut, wenn die ARGEN sich von selber mal bei den Maßnahmeteilnehmern erkundigen wie die Maßnahme so läuft und sich von allen Bildungsträgern Referenzen und Auskünfte bei deren Kundenfirmen, d.h. bei Firmen, die von dem entsprechenden Bildungsträger Leute vermittelt bekamen, einziehen also quasi eine Art Kundenzufriedenheitsbefragung (sowohl von den Teilnehmern als auch von den Firmen, wo die Leute dann durch den Bildungsträger hinvermittelt wurden) machen würden, das sogar öfters und vor allem vor jeder neuen Bildungsmaßnahme.

Sollte die ARGE dazu nicht in der Lage sein das zu tun, kann sie (und sollte sie dann auch) ein externes Marktforschungsinstitut damit beauftragen.
Gegen die schwarzen Schafe empfiehlt es sich, dann auch finanzielle Schadensforderungen geltend zu machen.
Ergebnis: Ehrliche und solide Träger können dadurch am Markt bestehen bleiben und die schwarzen Schafe erledigen sich somit mit der Zeit von selber.

@ARGEakut
Willkommen im Forum und es ist schön, daß du wenigstens ehrlich zu sein scheinst.

meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:31   #1237
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Erntehelfer
Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Bei mir hatte sich der Konflikt während einer AGH ähnlich dargestellt, weil der Träger nicht nur kommerziell orientiert war. Ich arbeitete für einen "Verein zur förderung einer sozialen Psychiatrie" (VSP - Verein zur Förderung einer sozialen Psychiatrie e.V.) in einem "Zentrum für Arbeit und Kommunikation" ohne darauf angewiesen zu sein, sondern nur um 6 Monate dem ARGE-Terror zu entfliehen. Der Job erschien mir zunächst gemeinnützig und es wurden dort Auftragsarbeiten verrichtet wie Kugelschreibermontage und so einfache Sachen, mit denen auch wenig belastbare Leute gut klarkommen. Natürlich war ich als gelernter Feinmechaniker damit total unterfordert aber die Leute waren OK.

Dann fielen wegen der Wirtschaftskrise plötzlich die Aufträge weg. Um uns (die AGH-Leute vom Jobcenter) weiter zu beschäftigen kam man dann auf die glohreiche Idee aus Zeitungspapier Tüten zu kleben. Als Kompostbeutel!

Der Verein ist auf die Gelder der Agentur angewiesen weil die Gesetze so besc..... sind. Ich mukkte dann aber dennoch nicht auf, weil mir die Leute die -warum auch immer- auf die Einrichtung angewiesen sind leid taten und ich zumindest den Anspruch der Gemeinnützigkeit an meine AGH aufrechterhalten wollte. Da riss ich mich einfach zusammen, weil ich nicht einsehe, daß ausgerechnet solche wichtigen sozialen Einrichtungen zuerst unter der Wirschaftskrise zusammenbrechen.

Für mich wurde dabei aber deutlich wie unzureichend die Gesetze sind. Deshalb kann ich auch nur an alle ARGE-Mitarbeiter/innen apellieren auch intern Widerstand zu organisieren. Ich verwise hier auf ein altes Posting von Anselm Querolant --> http://www.elo-forum.org/alg-ii/2705...tml#post276319 wo es heist;
Zitat:
Das Bundesverfassungsgericht
Zitat:
Die Entwicklung des Berufsbeamtentums ist auch mit derjenigen des Rechtsstaats verknüpft: War der Beamte ursprünglich allein dem Regenten verpflichtet, wandelte er sich mit dem veränderten Staatsverständnis vom Fürsten- zum Staatsdiener. Seine Aufgabe war und ist es, Verfassung und Gesetz im Interesse des Bürgers auch und gerade gegen die politische Führung zu behaupten (vgl. BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 19. September 2007 - 2 BvF 3/02 -, Umdr. S. 20)
Das sollte auch für nicht verbeamtete ARGE-Mitarbeiter/innen gelten.

Gruß Erntehelfer
Erntehelfer ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:35   #1238
ARGEakut
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Zitat von ladydi12 Beitrag anzeigen
Hallo gemeinde, hallo ARGEakut

da ich in diesem Thread seit einiger Zeit zumindest sporadisch mitlese und ja nun auch einige Weiterbildungen (allerdings selber gesucht und auch nicht bei der Dekra/ToysCompany) stimme ich den meisten Äußerungen, vor allem denen, nach denen man im Anschluß an diese Maßnahmen Arbeit finden soll und die eine glatte Lüge sind, voll zu. Und die Dekra ist da leider kein Einzelfall.

Ich finde es dagegen gut, wenn die ARGEN sich von selber mal bei den Maßnahmeteilnehmern erkundigen wie die Maßnahme so läuft und sich von allen Bildungsträgern Referenzen und Auskünfte bei deren Kundenfirmen, d.h. bei Firmen, die von dem entsprechenden Bildungsträger Leute vermittelt bekamen, einziehen also quasi eine Art Kundenzufriedenheitsbefragung (sowohl von den Teilnehmern als auch von den Firmen, wo die Leute dann durch den Bildungsträger hinvermittelt wurden) machen würden, das sogar öfters und vor allem vor jeder neuen Bildungsmaßnahme.

Sollte die ARGE dazu nicht in der Lage sein das zu tun, kann sie (und sollte sie dann auch) ein externes Marktforschungsinstitut damit beauftragen.
Gegen die schwarzen Schafe empfiehlt es sich, dann auch finanzielle Schadensforderungen geltend zu machen.
Ergebnis: Ehrliche und solide Träger können dadurch am Markt bestehen bleiben und die schwarzen Schafe erledigen sich somit mit der Zeit von selber.

@ARGEakut
Willkommen im Forum und es ist schön, daß du wenigstens ehrlich zu sein scheinst.

meint ladydi12
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen.

Und ( zumindest weiß ich dies von meinen direkten Kollegen): Die meisten ARGE-Mitarbeiter haben ein Gewissen, allerdings stets die Ansgt im Nacken, den Job zu verlieren und damit zurück auf die magere Seite des Tisches zurück zu kehren.

Die Bundesagentur verschickt monatliche Rankings. Ziel: Passive Leistungen senken.
Passive Leistungen sind Geldleistungen - gesenkt werden können diese eigentlich nur durch Sanktionen.
Aber das ist die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen: Wenn KEINE Sanktionsprüfung initiiert wird, kann auch keine Sanktion verhängt werden.
Lt. gesetzlichem Auftrag "KÖNNEN" Leistungen gekürzt werden.
Es ist Willkür, wenn ein Vermittler Prüfungen einleitet, ein anderer jedoch darauf verzichtet. Recht muß nachvollziehbar und transparent umgesetzt werden.

Seht Mitarbeiter der ARGE nicht ausschließlich als Gegner sondern auch als Menschen.
Ich bin mit großer Freude seit heute Mitglied des Forums, aber ich erwarte differenzierte Meinungsäußerungen.
Beide "Seiten des Tisches" haben einen Anspruch auf Respekt".

Es grüßt
ARGEakut
ARGEakut ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:38   #1239
ARGEakut
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen.

Und ( zumindest weiß ich dies von meinen direkten Kollegen): Die meisten ARGE-Mitarbeiter haben ein Gewissen, allerdings stets die Ansgt im Nacken, den Job zu verlieren und damit zurück auf die magere Seite des Tisches zurück zu kehren.

Die Bundesagentur verschickt monatliche Rankings. Ziel: Passive Leistungen senken.
Passive Leistungen sind Geldleistungen - gesenkt werden können diese eigentlich nur durch Sanktionen.
Aber das ist die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen: Wenn KEINE Sanktionsprüfung initiiert wird, kann auch keine Sanktion verhängt werden.
Lt. gesetzlichem Auftrag "KÖNNEN" Leistungen gekürzt werden.
Es ist Willkür, wenn ein Vermittler Prüfungen einleitet, ein anderer jedoch darauf verzichtet. Recht muß nachvollziehbar und transparent umgesetzt werden.

Seht Mitarbeiter der ARGE nicht ausschließlich als Gegner sondern auch als Menschen.
Ich bin mit großer Freude seit heute Mitglied des Forums, aber ich erwarte differenzierte Meinungsäußerungen.
Beide "Seiten des Tisches" haben einen Anspruch auf Respekt".

Es grüßt
ARGEakut
Nachtrag an ladydi12

Das wäre wünschenswert, wird auch gemacht.
Aber wenn die Agentur einen Auftrag erteilt, dann nur an ein willfähriges Unternehmen.
Und wem wäre damit gedient?????
ARGEakut ist offline  
Alt 17.07.2009, 21:56   #1240
ladydi12
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ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
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Hallo ARGEakut,

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen. gut, akzeptiert!

Und ( zumindest weiß ich dies von meinen direkten Kollegen): Die meisten ARGE-Mitarbeiter haben ein Gewissen, allerdings stets die Angst im Nacken, den Job zu verlieren und damit zurück auf die magere Seite des Tisches zurück zu kehren. Das glaub ich in einigen Fällen gern, aber in anderen nicht, hab derzeit selber so einen "freundlichen" Sachbearbeiter mit dem ich absolut nicht klarkomme.

Die Bundesagentur verschickt monatliche Rankings. Ziel: Passive Leistungen senken.
Passive Leistungen sind Geldleistungen - gesenkt werden können diese eigentlich nur durch Sanktionen. Kann ich nur bestätigen, hab solche Listen schon auf dem Schreibtisch meines "lieben" SBs gesehen.
Aber das ist die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen: Wenn KEINE Sanktionsprüfung initiiert wird, kann auch keine Sanktion verhängt werden.
Lt. gesetzlichem Auftrag "KÖNNEN" Leistungen gekürzt werden.
Es ist Willkür, wenn ein Vermittler Prüfungen einleitet, ein anderer jedoch darauf verzichtet. Recht muß nachvollziehbar und transparent umgesetzt werden. Bin genau der gleichen Meinung.

Seht Mitarbeiter der ARGE nicht ausschließlich als Gegner sondern auch als Menschen.
Ich bin mit großer Freude seit heute Mitglied des Forums, aber ich erwarte differenzierte Meinungsäußerungen.
Beide "Seiten des Tisches" haben einen Anspruch auf Respekt". Der Meinung bin ich auch, nur sollten sich dann auch beide Seiten daran halten.

Es grüßt
ARGEakut
Differenzierte Meinungsäußerungen bekommst du hier gerne und ich wünsch dir hier im Forum viel Spaß und anregende Diskussionen.

Stichwort Kundenzufriedenheitsbefragungen:
In der Marktforschung macht man sowas, um beispielsweise Schwachpunkte bei der Kundenzufriedenheit aufzudecken.
Die Firmen (das kann von A wie Autohaus bis Z alles sein) haben dadurch beipielsweise die Möglichkeit, auf Kundenwünsche besser einzugehen und die durch die Umfragen aufgedeckten Schwachpunkte zu verbessern (beispielweise bessere Kundenberatung bei Verkaufsgesprächen durch mehr Mitarbeiterschulungen, saubere Ladenflächen usw.).

Der Vorteil für die ARGE und für den Steuerzahler wäre: Keine Sinnlosmaßnahmenförderung von dubiosen Trägern und dadurch eine nicht zu verachtende Geldeinsparung von Steuermitteln.

meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 17.07.2009, 22:01   #1241
Hamburgeryn
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen.
Stimmt! Erwerbslose aber auch!

Zitat:
Und ( zumindest weiß ich dies von meinen direkten Kollegen): Die meisten ARGE-Mitarbeiter haben ein Gewissen, allerdings stets die Ansgt im Nacken, den Job zu verlieren und damit zurück auf die magere Seite des Tisches zurück zu kehren.
Jeder Elo hat ebenfalls Angst im Nacken. Bei jedem Brief der in seinem Kasten liegt, beginnt die Angst. Bei jeder Vorladung, jeder Infoveranstaltung, jeder (schriftlichen) Auseinandersetzung.
(Fast) jeder von uns hier im Forum hat mit der Willkür seines FMs bereits unangenehme Erfahrungen gemacht. Da werden plötzlich Leistungen eingestellt, Urteile ignoriert, Elos werden eingeschüchtert, angeschrien, lächerlich gemacht..... Sie werden gezwungen EGVs mit völlig sinnentleerten Inhalten zu unterschreiben und als Ein-Euro-Job verbrämte Zwangsarbeit zu leisten, usw.
Wenn also beide Seiten Angst haben, WAS hindert die Arge-MAs sich mit den Elos zu solidarisieren, statt nach ihnen zu treten, um ihren Job zu behalten?
Damit wäre doch bereits der unheilvolle Kreislauf unterbrochen.
Zitat:
Die Bundesagentur verschickt monatliche Rankings. Ziel: Passive Leistungen senken.
Passive Leistungen sind Geldleistungen - gesenkt werden können diese eigentlich nur durch Sanktionen.
Aber das ist die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen: Wenn KEINE Sanktionsprüfung initiiert wird, kann auch keine Sanktion verhängt werden.
Darf ich das so interpretieren, dass FMs tatsächlich Sanktionsgründe konstruieren, um Sanktionsmöglichkeiten zu haben, die ihn dann im monatlichen Ranking besser dastehen lassen?
(Wenn da so ist, dann deckt es sich mit meinen Erfahrungen)
Zitat:
Lt. gesetzlichem Auftrag "KÖNNEN" Leistungen gekürzt werden.
Es ist Willkür, wenn ein Vermittler Prüfungen einleitet, ein anderer jedoch darauf verzichtet. Recht muß nachvollziehbar und transparent umgesetzt werden.
Aber genau diese Willkür ist auf den Argen allgegenwärtig. Und es gibt sie, weil Arge_MAS genau wissen, dass die Rechte der Elos außerordentlich eingeschränkt sind. Und sie achten auch darauf, dass die wenigen Rechte, die den Elos noch verblieben sind, ihnen vorenthalten werden. Denn die Auskunftsfreudigkeit der Arge-MAs hält sich, was die Beratungs -und Auskunftspflicht angeht, in äußerst bescheidenen Grenzen.
Zitat:
Seht Mitarbeiter der ARGE nicht ausschließlich als Gegner sondern auch als Menschen.
Sorry, dieser Mensch hat die Macht mich runterzusanktionieren, dass ich ohne finanzielle Mittel und KV als Obdachlose auf der Strasse stehe. und das Kraft eines inhumanen Gesetzes, welches er umsetzt. Und diese Macht haben ich, und auch viele andere in diesem und anderen Foren bereits mehr als deutlich zu spüren bekommen. Wenn also der FM nicht mehr mein Gegner sein soll, dann muss er sich zu allererst als Mensch präsentieren. Und dazu gehört für mich, dass seine Sanktionskeule, samt EGV und Zuweisung in die Zwangsarbeit in der Schublade bleiben - erst dann gibt es für mich eine Ebene, auf der eine gute Zusammenarbeit möglich ist.
Zitat:
Ich bin mit großer Freude seit heute Mitglied des Forums, aber ich erwarte differenzierte Meinungsäußerungen.
Ich freue mich auch, dass du zu uns gestossen bist.
Zitat:
Beide "Seiten des Tisches" haben einen Anspruch auf Respekt".
Ja, doch daran gebricht es in den Argen. Möglicherweise gehst du höflich mit den "Kunden" um, doch die Regel ist das nicht.
Nicht zu vergessen dass du die Arge-MAs als deine Kollegen ganz anders erlebst, als der Elo es tut. Und du weißt nicht, wie die nette Kollegin X hinter den verschlossenen Türen ihres Büros mit ihrer Kundschaft verfährt.
Könnte eventuell sein, dass du sehr erschrocken und erstaunt wärest, wenn du da unter dem Tisch mal Mäuschen spielen könntest.
Denn Respekt ist i.d.R. das letzte, was dem Elo auf den Argen widerfährt.

LG
 
Alt 17.07.2009, 22:19   #1242
Curt The Cat
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Moinsen ARGEakut,

... und auch von mir ein Willkommen hier, wenn auch kein herzliches. Vor allem aber Dank dafür, daß Du den Schild gesenkt hast...


Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen.
Ich weiß das, meine SB scheinen aber vergessen zu haben, daß ich auch einer bin...

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Und ( zumindest weiß ich dies von meinen direkten Kollegen): Die meisten ARGE-Mitarbeiter haben ein Gewissen, allerdings stets die Ansgt im Nacken, den Job zu verlieren und damit zurück auf die magere Seite des Tisches zurück zu kehren. ...
Haste mal drüber nachgedacht, was ein ELO zu verlieren hat, der bereits an der mageren Seite des Tisches sitzt..? Mal ehrlich?

Ich kann Dir sagen, was der unter Umständen, sicherlich nicht zwingend, verlieren kann... - sein Leben!

Nicht mehr und nicht weniger.

So geschehen in meinem nahesten Umfeld - in meiner Wohnung.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Seht Mitarbeiter der ARGE nicht ausschließlich als Gegner sondern auch als Menschen.
Ich bin mit großer Freude seit heute Mitglied des Forums, aber ich erwarte differenzierte Meinungsäußerungen.
Beide "Seiten des Tisches" haben einen Anspruch auf Respekt".
...
Nach meiner Schilderung kannst Du Dir sicher vorstellen, daß mir Appelle, in der Art, wie sie von Dir vorgetragen werden und so gerechtfertigt sie auch sein mögen, ganz mächtig die Ader schwellen lassen - mal gelinde formuliert...

Ich habe einen Freund verloren, der mich mein halbes Leben begleitet hat.

Und ich hoffe, ich habe Deinen Ansprüchen auf Differenzierung Genüge geleistet.




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Beste Grüße aus der Stadt mit x
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Curt The Cat


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Curt The Cat ist offline  
Alt 17.07.2009, 22:24   #1243
ShankyTMW
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Standard AW: Toys Company wir machen Arbeitslose Glücklich.

Nun den, auch wenn ich mit der TC selbst bisher keine Bekanntschaf gemacht habe kenn ich dennohc die ein oder andere sogenannte Maßnahme aus Selbsterleben, Berichten von Freunden und Bekannten und auch durch Miterleben zu etwas (damals für mich) besseren Zeiten.

Es ist schon erstraunlich was da perfides manchmal gelaufen ist und leider immer noch läuft. Bastelaufträge, bom Gesetz her vorgeschriebene Sprachkurse in denen man alles reinpackt was an Emmigranten da ist - udn egal werlche Sprache Soe sprechen und welchen Nutzeffekt es zujm Bleistift für eien Afrikanerin die neben ihren Heimatdialekt ncoh englisch spricht idn eien deutsch/russich Kurs verfrachtet zu werden und und und....

Aber es ist auch gut zu lesen das sich auch mal ein MA der ARGE zu Wort meldet ohne eher Gegenpropaganda zu schreiben. In diesem Sinne auch von mir Willkommen ARGEakut.

Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Da haben sich Arbeitsagentur und die lokalen ARGEn/ Jobcenter ein wunderbares Druckmittel vorbehalten - und dies heisst befristeter Arbeitsvertrag.
Das ist schon klar. Ich versteh auch nur zu gut was das bedeutet. Aber eine Frage: In welchen Berufen wird dies nicht Praktiziert? Neben uns ELOs gibt es da draußen in zahlreichen Firmen Mitarbeiter die Angst haben entlassen zu werden, und der Druck ist groß. Angefangen von ZAF-Sklaven bis hin zu Praktikanten ersetzt zu werden. Es laufen da draußen ja genug herum. das dies auch in den ARGEn/JobCentern und auch in der BA praktiziert wird überrascht da nicht.

Und denselben Druck findet man in den Wunderbaren Regelungen udn Gesetzen von Hartz4. Und dennoch stemmen wir so gut es geht uns dagegen an und riskieren dabei einiges. Die Sanktionskataloge dürften Dir ja bekannt sein.

Versteh mcih nicht falsch, cih willl mit dem Text nciht auf Dir herumtrampeln. Es gibt eien Menge ELOs deren Selbstbewußtsein am Boden herumschleift und sich deshalb nciht trauen aufzustehen. Ich wollt nur dazu sagen: Dasselbe Recht Euch gegen jeden Unsinn zu stemmen habt ihr auch und seltsamerweise - wie es schon von andereer Stelle Erwähnt wurde - sitzen wir alle da in einem Boot.

Zitat:
Steter Tropfen hölt den Stein - Elos: Ihr seid nicht ohne Macht, aber Ihr müßt sie Euch nehmen.
Kritische ARGE-Mitarbeiter werden stumm, wenn es um ihre wirtschaftliche Existenz geht. Wer kritisch ist, dessen Arbeitsvertrag wird weder verlängert noch entfristet.
Okay, Jammern auf hohem Niveau.
Aber die "kritischen ARGE-Mitarbeiter" brauchen "Kunden", die sich nicht alles bieten lassen.
Dann sag ich dazu nur: Sei ein Teil des steten Tropfens und hilf das es zwei werden. Unserer und Eurer der zusammen einen Sturzbach gegen den Wahnsinn ergeben könnte.

Wir haben sicher unseren Frust, jeder von uns weiß was ein Mensch ist. Das perfide daran ist, wie sollen wir gegen das System angehen wenn wir schonend vorgehen sollen...?

JA das mit den Rankings ... das ist auch ein System das nicht gerade wünschenswert ist. Egal ob Schufa, HIS oder Intern bei Arbeitgebern. Ist keine schöne Sache. Aber auch dies haben einige von uns sicher in irgendeiner Form miterlebt um dann da zu landen wo wir hier sind. Am Ende kommen wir wieder auf dasselbe Boot.

Und wieder kommt das Problem, das wir uns auf der einen Seite gegen Willkür und Schikane zur Wehr setzen, aber gleichzeitig den Menschen der uns das eingebrockt hat schonen, der der als einziger Kontakt zu all dem dahinter vor einen sitzt und sich dann selbst auch noch wie die Axt im Wald verhält?

Das ist das schwierige. Solodarität ja, aber dann solltet Ihr auch den Mut aufbringen dazu zu stehen das das was ihr tun sollt und wegen irgendwelcher Rankins oder Fehlentscheidungen an höherer Stelle verzapft wurde nicht gut heißt.

Gruß ShankyTMW
ShankyTMW ist offline  
Alt 17.07.2009, 22:37   #1244
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von ARGEakut Beitrag anzeigen
Bei allem Ärger und aller Wut (die berechtigt ist) vergesst bitte eines nicht:
Auch FM, AV oder pAp sind Menschen.
Hiermal etwas, was zu einem absurden Prozess geworden ist. Ich muss dir leider aber auch mitteilen, dass ich (werde auch ncähstes jahr 50) ein anderes Selbstverständnis als Sozialarbeiter habe. Angebote in Argen zu arbeiten gab es genug. Ich habe mich dennoch dagegen entscheiden. Aber ich habe mich schon mit der Einführung des Arbeitsamt 2000 (Johannes Gerster) entscheiden niemals wieder so zu arbeiten, wo auf der anderen Seite das Arbeitsamt (Heute Arbeitsagentur) als 3. Partner sitzt.

Aber jetzt, wie für Erwerbslose der Alltag aussieht. Und dies ist kein Einzelfall. Auch von der Härte nicht. Deswegen machen wir Zahltage und Begleitungen und weiß sonst noch alles.

Zitat:
Erklärung: von einem Angeklagten und Mitstreiter des Kölner Zahltags zum heutigen Prozess
Montag, 15. Juni 2009
Worum geht es bei diesem vermeintlichen Hausfriedensbruch der ARGE ?
Von „die Angeklagten“
Es geht um Hartz IV, um Schikane und Entrechtung an der ARGE, und es geht um Erwerbslose, die erfolgreich ihre Rechte durchsetzen in dem sie sich gegenseitig begleiten und sogenannte Zahltag organisieren.

Zum Einstieg direkt ein ganz konkretes Beispiel an der ARGE Köln:
Frau Akin, eine junge Frau ist aufgrund der Gewalt ihres Ehemannes mit ihren beiden Kindern, 8 und 3 Jahre alt, zu ihren Geschwistern gezogen und will sich trennen. Seit vier Wochen lebt sie dort. Der Ehemann ist arbeitslos und die Familie hat von ALG 2 gelebt.
Frau Akin ist mit den Nerven am Ende. Sie lebt bei der Familie ihres Bruders, der selbst drei Kinder hat. Die Enge der Wohnung, die verunsicherten Kinder und der Zwang sie ruhig zu halten und die ständigen Anrufe von ihrem Mann sind zu viel für sie. Sie hat ohne Mitnahme von Kleidung, Spiel- und Bettzeug die gemeinschaftliche Wohnung verlassen. Der Ehemann hat daraufhin das Türschloss ausgetauscht, so dass sie völlig mittellos dasteht.
Den ersten Besuch bei der ARGE, hat sie drei Tage nach ihrem Auszug gemacht. Die ARGE hat ihr einen Lebensmittelgutschein von 50 Euro gegeben und sie auf die nächste Zahlung verwiesen.
Vier Wochen lang hatte sie sich von ihrem Bruder und ihrer Mutter Geld leihen müssen, was die Beziehung zu ihnen zusätzlich beschwert hat. Am Monatsanfang hofft sie, dass die ARGE das Geld für sie und die Kinder auf ihr neu eröffnetes Konto überwiesen hat, aber muss feststellen, dass dies nicht geschehen ist.

Der Besuch der ARGE ergibt, dass ihr Antrag nicht bearbeitet worden ist. Das Geld ist erneut an ihren Ehemann geflossen und sie soll es sich von ihm geben lassen. Frau Akin erklärt, dass sie ihren Ehemann nicht sehen will und nicht mit ihm reden könnte. Frau Akin erklärt dem Sachbearbeiter, dass sie ohne Kleidung zum Wechseln bei ihrem Bruder lebt und sie nicht wüsste, wie lange sie seine Hilfe noch in Anspruch nehmen könnte. Der Sachbearbeiter zeigt keine Reaktion, außer einem Achselzucken.

Zwei Tage später, Frau Akin hat erneut eine Betreuung für ihre Kinder organisiert, und geht mit drei Beiständen, zu ihrem Sachbearbeiter. Das Ziel ist die sofortige Auszahlung ihres Arbeitslosengeldes. Der Sachbearbeiter bietet Frau Akin einen Lebensmittelgutschein in Höhe von 50 Euro an, was sie verweigert. Nach einem Hin und Her und der Rücksprache mit seinem Teamleiter bietet er 100 Euro Barzahlung. Frau Akin beharrt auf Auszahlung ihres gesamten ALG. Sie und ihre Beistände, die sie durch die Aktion „Zahltag“ kennen gelernt hat, weigern sich das ohne dieses Geld das Büro zu verlassen.
Die Teamleitung und der Sachbearbeiter drohen damit die Polizei zu rufen. Erst als die Beistände die stellvertretende Standortleiterin einschalten und mit einer Anzeige drohen, kommt es zu einer Auszahlung des vollständigen Arbeitslosengeldes.

Systematische Entrechtung und Schikane
Die Kürzungen und Streichungen, die wiederholt falschen Leistungsbescheide und das Ignorieren und Verschleppen von Anträgen und Widersprüchen an der ARGE haben System. Dies sind keine Einzelfälle – wir haben mittlerweile hunderte von diesen sogenannten Einzelfällen dokumentiert. Das sind auch keine Unzulänglichkeiten eines komplexen Systems namens Hartz IV - Nein das ist ausgereifte, komplexe Schikane eines kranken Systems, das versucht, Leute selbst aus dem Bezug von menschenunwürdig niedriger Sozialleistung heraus zu gängeln.

Die unabhängigen Beratungsstellen können ein Lied davon singen: „Ich musste eine Eingliederungsvereinbarung sofort und ohne Diskussion unterschreiben, sonst hätte man mir das Arbeitslosengeld II gestrichen.“ – „Mein Antrag auf Arbeitslosengeld wird seit Wochen verzögert. Ich habe nun kein Geld mehr, mir etwas zu Essen zu kaufen. Trotzdem erhalte ich nicht einmal eine Abschlagszahlung.“ - Allein haben Leute bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche gegenüber der ARGE in der Regel wenig Chancen. Die Situation ändert sich deutlich, wenn sie von einem oder mehreren Beiständen bei ihrem ARGE-Termin begleitet werden. Wir stehen gemeinsam auf der Matte, wenn der Antrag schon wieder „verloren gegangen“ ist, wenn der Widerspruch einfach nicht bearbeitet wird und der Folgebescheid genauso falsch ist wie der alte ...

Jeder kann Beistand sein - Dabei kommt es weniger auf die genaue Kenntnis des Sozialgesetzbuches an, als vielmehr auf eine solidarisches und selbstbewusstes Auftreten in vorheriger Absprache mit der zu begleitenden Person. Das Kasseler Sozialgericht hat in seinem Urteil vom 12. September 2008 [Az.: S 7AS 554/08 ER] festgestellt, dass auch mehrere Beistände zuzulassen sind und dass der Begriff "ein Beistand" im Text des § 13 Abs 4 SGB X eben nicht als Zahlbegriff zu werten ist.

Von der individuellen Begleitung zum Zahltag
In mittlerweile 9 Städten veranstalten Erwerbslosengruppen sogenannte „Zahltage“ an der ARGE. Hier gibt es neben Informationen und unabhängiger Beratung die Möglichkeit, Begleitungen unmittelbar vor Ort zu organisieren. Der öffentliche Raum wird seinem Namen kurzzeitig gerecht: die ARGE als Ort der isolierten Entwürdigung und Entrechtung wird zum sozialen Ort an dem Leute diskutieren und sich gegenseitig helfen, ihr Recht durchzusetzen.
„Zahltag!“ stellt eine erfolgreiche direkte Verteidigung eines minimalen Einkommens und der eigenen Würde dar. „Zahltage!“ machen uns und vielen HartzIV-Empfänger Mut und fördern kleine Prozesse der kollektiven Selbstermächtigung. Allen Anbiederungsversuchen seitens der ARGE zum Trotz geht es bei der Aktionsform „Zahltag!“ nicht um einen Dialog mit der ARGEleitung. Wir wollen an keinem runden Tisch Platz nehmen – wir spielen nicht die unabhängige Qualitätssicherung zur „Optimierung der Kundenbetreuung“ - Wir wollen kein besseres und kein anderes HartzIV, sondern dessen Abschaffung.

Auch wenn die politisch Verantwortlichen in Berlin sitzen mögen, die Auseinandersetzung beginnt dort, wo Betroffene angegriffen werden, wo finanziell sanktioniert, entrechtet, entwürdigt und diszipliniert wird. Wer sich (wie dieARGE) an einer solchen Behandlung von Erwerbslosen und der praktischen Umsetzung von HartzIV beteiligt, ist zwangsläufig Teil der Auseinandersetzung.

Und was macht die ARGE, wenn die Leute auf diese Weise ihre Rechte in Anspruch nehmen?

Letzte Woche Dienstag reagierte die ARGE Köln mit Hausverboten auf eine ihr missliebige Begleitung - also mit dem Verbot, ein öffentliches Gebäude wie die ARGE bis Ende diesen Jahres zu betreten – das ist ungeheuerlich ! Bei Zuwiderhandlung droht die ARGE mit sofortiger Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch. So wie bereits im Oktober 2007 – beim ersten Zahltag, also dem Grund warum hier Leute heute angeklagt sind.

Dabei ist es zynisch, den gebrochenen „Hausfrieden“ einer Institution wie der ARGE zu beklagen. Hier werden täglich und massenhaft Existenzen und insbesondere deren menschliche Würde gebrochen. Wenn hier etwas juristisch zu verhandeln wäre, dann das, was sich dort täglich hinter verschlossenen Bürotüren abspielt: Nötigung, Erpressung, Diebstahl, unterlassene Hilfeleistung, Amtsanmaßung und dergleichen mehr.

Niemand kümmert sich um den häuslichen Frieden, wenn Sozialschnüffler (mit kürzlich erweiterten Befugnissen) HartzIV Empfägern in Observationen nachstellen, demütigende Wohnungsbegehungen erzwingen und Nachbarn nach Details des Privatlebens befragen. Wer sich gegen die Verletzung des Friedens der häuslichen Wohnung verwehrt, dem wird wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft die Leistung verweigert.
Es wird nicht gelingen, die Selbsthilfe in Form von Begleitungen in der ARGE mit einem Wildwuchs an willkürlichen repressiven Maßnahmen zu beschneiden. Allen hier im Saal sollte klar sein: Die Reaktionen auf derart eklatantes soziales Unrecht, wie es an der ARGE praktiziert wird, lassen sich nicht repressiv unterbinden. So lassen sich sozialpolitische Probleme nicht lösen!

Nicht der Hausfrieden der ARGE - Der soziale Frieden ist längst brüchig - und die ARGE als Institution der HartzIV-Umsetzung trägt keinen geringen Anteil daran. Es ist es nur eine Frage der Zeit bis sich die derzeitige „unsoziale Ruhe“ in „soziale Unruhe“ verwandeln wird. Dann wird es knallen. Denn weder die Erwerbslosen an der ARGE, noch die Beschäftigten in den zahlreichen Betrieben, die jetzt im Rahmen einer hausgemachten Krise abgewickelt werden, lassen sich beliebig schikanieren und verarschen – es gibt eine Grenze und die heißt „menschliche Würde“.
Diese gilt es bei jeder zukünftigen Begleitung und bei jedem weiteren Zahltag (wie im Beispiel von Frau Akin) erfolgreich zu verteidigen.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
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IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
BIC: COLSDE33XXX

Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline  
Alt 17.07.2009, 23:19   #1245
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Ohje Martin, ich glaub jetzt hast ihn vertrieben... (.. zumindest hoff ichs mal nicht das es so ist. wär wirklich schade dann)
ShankyTMW ist offline  
Alt 17.07.2009, 23:24   #1246
Hamburgeryn
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Zitat von ShankyTMW Beitrag anzeigen
Ohje Martin, ich glaub jetzt hast ihn vertrieben... (.. zumindest hoff ichs mal nicht das es so ist. wär wirklich schade dann)
Ich habe den Eindruck WIR alle haben ihn vertrieben, obwohl er noch "on" ist.
Schade, denn ich hatte mich bereits sehr auf eine differenzierte Debatte gefreut.

LG
 
Alt 17.07.2009, 23:36   #1247
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Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen
Ich habe den Eindruck WIR alle haben ihn vertrieben, obwohl er noch "on" ist.
Schade, denn ich hatte mich bereits sehr auf eine differenzierte Debatte gefreut.

LG
Ach, er wird wiederkommen. Nur das muß er erstmal verdauen. Ist ja auch nicht so das wir nur Gegenwind gepfiffen haben.

Warten wir solang - einen reich.

LG
ShankyTMW ist offline  
Alt 18.07.2009, 00:14   #1248
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Hallo ARGEakut,
hier hast Du noch ein bißchen Lesestoff.Deine Kollegen in Frankreich haben es vorgemacht.....eine,Fabienne B. , hat nicht mehr geschwiegen und so kam der Stein ins Rollen.....aber ich lasse mal ohne weiteren Kommentar,diese Erklärung der französischen Arbeitsvermittler für sich sprechen.........


Zitat:
„Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Arbeitsuchenden zu helfen, eine Beschäftigung zu finden und das erwarten die Arbeitsuchenden von uns. Aber es gibt einfach keine Arbeit für Alle. Die Zunahme von Gesprächen, die ständigen Aufforderungen zum Besuch der Agentur werden keine Arbeit schaffen, sondern erhöhen nur das Risiko für die Arbeitsuchenden, gezwungen, schikaniert und abgestraft zu werden.
Wir, die Beschäftigten der ANPE, erklären, dass wir auf keine Weise Menschen schaden wollen, die schon durch den Verlust der Beschäftigung und des Einkommens verletzt sind.
Wir verweigern uns, sie auszugrenzen und wir werden keine Streichungen mehr durchführen, ohne vorher die moralischen und menschlichen Folgen mitzubeachten.
Wir schlagen Angebote vor, wir zwingen aber Angebote nicht auf. Wir werden die Arbeitsuchenden nicht zwangsweise in kleine Kästen stecken. Wir erpressen sie auch nicht mit Streichung.
Wir verweigern uns auch der Wut der Arbeitsuchenden ausgesetzt zu werden. Wir verweigern uns, eine soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung anstatt als öffentlicher Ratgeber für Beschäftigung agieren zu können.
Weder Arbeitsuchende noch Beschäftigte der ANPE sind verantwortlich für den Zustand des Arbeitsmarktes und für die wachsende Prekarisierung. Wir sind mit den Arbeitsuchenden solidarisch.
Wir weigern uns, falsche Zahlen, unlautere Angebote und leere Unterhaltungen zu produzieren und wir werden unsere beruflichen Praktiken dazu einsetzen, den Nutzern unserer Dienste zu helfen im vollen Respekt ihrer bürgerlichen Rechte.“
Die Beschäftigten der ANPE aus Tarn gewerkschaftlich organisiert bei SUD (Sud-anpe.81@wanadoo.fr).
Quelle : Initiative fuer soziale Gerechtigkeit Gera ISG

Wer ist Fabienne? Klick auf den Link.

Gruß Sprotte
Sprotte ist offline  
Alt 18.07.2009, 00:19   #1249
xNasevollx->Emailproblem
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xNasevollx
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@ARGEakut

Respekt sollte man vor jedem haben, egal ob m., w., Hautfarbe oder Konfession, beruflicher Stellung usw, nicht nur bei denen die auf beiden Seiten des Tisches sitzen.
Der "normale" Bürger hat/te schon immer einen gewaltigen Respekt vor Behörden, Ämtern, Banken, Vermietern etc etc.
Diesen Respekt kann ich erhöhen z.B. durch mein Auftreten oder fachliche Kompetenz.
Ich kann den Respekt auch durch die gleichen Gründe mindern.

Jetzt übertrage ich das mal Auf die JobCenter
Hartzi 1 ohne oder mit wenig fachliche Kompetenz ohne rechtliches Wissen in Bezug auf seine Ansprüche geht voller Respekt zu FM 1 mit fachlichem Wissen.
Ob FM 1 bei Hartzi 1 noch Respekt hat ?
Resultat: Harzi 1 wird niemals die Leistungen erhalten die ihm zustehen.

Hartzi 2 mit fachliche Kompetenz und rechtliches Wissen in Bezug auf seine Ansprüche geht voller Respekt zu FM 2 ohne fachliches Wissen.
FM 2 hat zunächst Respekt vor Hartzi 2 ! Hartzi 2 denkt sich, das FM 2 keine Ahnung hat und sein Respekt vor diesem schwindet.
Resultat: Da das nicht sein darf, wird Hartzi 2 schikaniert ( zb. durch lange Bearbeitungsd seiner Anträge oder das diese halt mal verschwinden ). Und schon ist das Ungleichgewicht in Bezug auf Respekt auf beiden Seiten wieder im Ungleichgewicht.

Hartzi 3 mit fachliche Kompetenz und rechtliches Wissen in Bezug auf seine Ansprüche geht voller Respekt zu FM 3 mit fachlichem Wissen.
Resultat: BINGO der Idealfall. FM 3 hat keine Lust auf Mehrarbeit durch Schriftverkehr mit Anwalt usw. usw. weil er Leistungen nicht zustimmt auf die Hartzi 3 einen Anspruch hat. Umgekehrt wird Hartzi 3 keine sinnlosen Anträge.

Hartzi 4 hat keine Ahnung FM 4 auch nicht
Resultat: Chaos

Das ist meine Erfahrung die ich vom Aufstieg von Hartzi 1 zu Hartzi 2 erlebt habe und durch ca. 80 Kontakte zu Hartz 4 Empfängern. Die für mich Bestättigung findet sich auch in unzähligen Fällen wieder hier und in anderen Foren, wo berichtet wird wie mit den unwissenden Hilfesuchenden umgegangen wird.

Zitat:
Es ist Willkür, wenn ein Vermittler Prüfungen einleitet, ein anderer jedoch darauf verzichtet. Recht muß nachvollziehbar und transparent umgesetzt werden.

Da haben wir schon mehrere Probleme:
1. Nicht jedes Gesetz ist nachvollziehbar und/oder transparent.
2. Nicht jeder der ein Gesetz lesen kann versteht es auch, sonst müssten alle FM Juristen sein, wenn man sich überlegt, das bei ALG 2 nicht nur das SGB zum tragen kommt, sondern u.U. auch das BGB (Mietrecht), HGB oder andere Verordnungen was z.B ein Gewerbe betrifft.
Selbst Juristen haben Probleme wie manche Gesetze gemeint sind. Darum sieht man auch immr diese dicken roten Bücher beim Anwalt mit dem Titel Becksch`er Kommentar zum ...... oder den Palandt
3. Verschiedene Gerichte können das gleiche Gesetz verschieden auslegen.
4. Will ich mich an ein Gesetz oder ein richtungsweisendes Urteil zb. vom BSG halten.
Dazu fällt mir in eigener Sache z.B. das Urteil des BSG ein zum Thema vertraglich geschuldete Schönheitsreparaturen.

Ich freue mich wirklich das du dich hier angemeldet hast und betrachte das nicht als outen im Gegenteil.
xNasevollx ist offline  
Alt 18.07.2009, 01:12   #1250
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@ARGEakut

Jetzt macht mich an deiner Schilderung etwas stutzig :

Als ich das Konzept las, dachte ich: Bingo! Das brauchen wir.
Im Oktober 2008 sind wir kreisweit mit 70 Plätzen gestartet, damals als AGH Entgelt (d.h. es wurde ein Stundenlohn von 6,90€ gezahlt).


Jetzt rechne ich mal mit runden Zahlen:
Teilnehmer : 70
Stundenlohn : 7€/brutto ( wenn bei diesem AGH-Lohn noch der AG-Anteil dazu kommt ca 8,50€/Stunde an Lohnkosten
Stundenzahl :35/Woche also ca 140/Monat

70 x 7 x 140 = 34.300€/Monat x 12 Monate = 411.600 €/p.a. für Lohn + Summe xxxxx € für die Dekra weil diese ja nichts kostenlos macht.

Bei Einkauf der Maßnahme gab es keinerlei Hinweise auf die desaströsen Verhältnisse an anderen Standorten
Es handelt sich um eine eingekaufte Maßnahme, das heisst: die DEKRA hat einen verbindlichen Vertrag über die Belegung


D.h. du darfst als "einfacher" FM über solche Summen aus Steuermitteln entscheiden?
Du musst keine anderen Standorte besuchen um dort den Ablauf zu sehen?
Du musst nicht mal im Internet recherchieren um zu sehen das über die desaströsen Verhältnisse an anderen Standorten alleine hier seit 07/2007 berichtet wird?


also ich glaub ich bin jetzt im falschen Film ...... wollte Ice Age 3 sehen und bin bei The SAW 5 gelandet.

Das hier was nicht simmt sollte dir ja klar sein
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