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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 27.01.2006, 18:29   #26
zebulon
Forumnutzer/in
 
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: TRIER
Beiträge: 2.633
zebulon
Standard

Aus persönlichem Interesse habe ich jetzt mal das Urteil S 4 AS 145/05 ER vom Bayreuther SG herausgepiedelt:

Hier der wichtige Passus des Urteils:


Zitat:
Es ergeben sich vielmehr auch Bedenken, ob die Verpflichtung zu einer wöchentlichen Beschäftigung von 30 Stunden zu 1,50 Euro/Stunde nicht gerade dem Sinn und Zweck des SGB II widerspricht, Arbeitsuchende in Erwerbstätigkeit zu bringen und sie damit in die Lage zu versetzen, ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung für Arbeit-suchende zu bestreiten (vgl. § 1 (1) S. 1 u. 2 SGB II). Denn neben einer Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche (zusätzlich Nachbereitung und Pendelzeiten) dürfte kaum mehr Raum bestehen, die für eine intensive Beschäftigungssuche erforderlichen und zu fordernden (vgl. §§ 2 (1) S. 1, § 15 (1) S. 2 Nr. 2, 31 (1) S. 1 Nr. 1 lit. b SGB II) Eigenbemühungen, in Erwerbstätigkeit zu kommen, durchzuführen (ähnlich Kramer a.a.O. Rn. 17).
Quelle: Urteilstext / Tacheles Entscheidungsdatenbank

Unbedingt einleuchtend, wie ich finde.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
zebulon ist offline  
Alt 27.01.2006, 19:38   #27
Falcko
Elo-User/in
 
Registriert seit: 08.09.2005
Beiträge: 50
Falcko Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard mit 40 Jahren zum alten eisen

Hallo
Hier einmal ein Zeitungsbericht der zu diesem Thema passt.
Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.
Nur soviel zu Außenarbeiten eines normalen Angestellten.

Ich zitiere nur 2 Stellen weil ich nicht weiß ob ich den ganzen Artikel hier wiedergeben darf.
Er stammt aus dem Archiv der NRZ Essen
Der ganze Artikel ist aber abrufbar nach einer kostenlosen Anmeldung bei der NRZ Essen

http://www.nrz.de/nrz/nrz.archiv.frameset.php Den Kommentar des Autors / Redakteurs gebe ich ungekürzt wieder

Zitat:

Mit 40 Jahren zum alten Eisen? Überschrift
13.08.2004 / LOKALAUSGABE / ESSEN

Sind 40-Jährige schon zu alt für einen Job? Eine Bewerbung als Verkehrsaufseher oder Politesse bei der Stadt Essen können sie sich zumindest sparen. Denn für diese Aufgaben hat die Verwaltung bei Neueinstellungen die Altersgrenze auf eben 40 Jahre festgelegt

Nach Angaben der Behörde ist die Altersgrenze vor etwa vier Jahren in Absprache mit der Personalverwaltung eingeführt worden. Hintergrund: Politessen und Verkehrsaufseher müssten täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen und seien durch ihren Einsatz "bei Wind und Wetter" erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die Erfahrung zeige, dass Erkältungskrankheiten und Ausfallzeiten mit dem Alter zunähmen, heißt es.
An Bewerbern "unter 40" mangelt es indes nicht. Rund 600 haben sich laut Straßenverkehrsamt auf 16 offene Stellen gemeldet. Ob diese überhaupt besetzt werden, sei offen. (schy)


KOMMENTAR Ein fatales Signal
13.08.2004 / LOKALAUSGABE / ESSEN

Es ist an Zynismus kaum zu überbieten: Da stehen Tausende auf der Straße, suchen verzweifelt einen Job, und die Stadt schlägt einem Mitvierziger, der sich als Knöllchenschreiber bewirbt, die Tür vor der Nase zu. Tut uns leid, Sie sind zu alt! So ist es vielen Bewerbern ergangen, wie das Straßenverkehrsamt einräumt. Ob sie qualifiziert waren, interessierte nicht weiter. Sie waren älter als 40. Basta.
Die SPD hat Recht: Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Arbeitsmarktreform ist es ein fatales Signal, das da aus dem Rathaus kommt. Vor allem für ältere Arbeitsuchende, die es ohnehin schwerer haben. Selbst der öffentliche Dienst gibt ihnen keine Chance mehr?
Gut, wer als Politesse oder Verkehrsaufseher bei Wind und Wetter unterwegs ist, sollte fit und gesund sein. Dies zu bewerten, sollten die Behörden jedoch dem Amtsarzt überlassen.
Die Altersgrenze muss weg. Denn so erweckt die Stadt den Eindruck, sie nutzt die Not der Arbeitssuchenden aus. Oder kann sie es sich bei 600 Bewerbern auf 16 Stellen leisten?
MARCUS SCHYMICZEK
Falcko ist offline  
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