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Start > > -> Minijob mit Chancen contra Teilzeit befristet

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 16.04.2007, 22:16   #1
angel6364
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Standard Minijob mit Chancen contra Teilzeit befristet

Eine Frage: kann mich die Arge zwingen, einen Minijob mit der Chance auf Teilzeit zugunsten eines befristeten Teilzeitjobs über eine Arbeitsvermittlung zu kündigen?
Meiner Kinder wegen kann ich nicht mehr als Teilzeit arbeiten. Ich habe selbst einen Minijob gefunden, spätere Festanstellung als Option.
Nun bin ich aber zusätzlich in einer Maßnahme gelandet, die mir als Bewerbungstraining verkauft wurde. Ich hätte ja nichts gegen einen festen Teilzeitjob, aber der Träger der Maßnahme scheint ein Arbeitsvermittler zu sein und will mir Zeitarbeit schmackhaft machen. Das sind doch aber befristete Stellen? Und dann stehe ich wieder ohne alles da.

Bin etwas konfus was die Rechtslage betrifft und wäre um Ratschläge froh.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 16.04.2007, 22:31   #2
Debra
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Registriert seit: 24.03.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 2.937
Debra
Standard

Frag nach, ob und wie lange der befristet ist. Wenn unter einem Jahr, kannst Du den Vermittler ja nett fragen, ob es nicht für mindestens 1 Jahr geht. Und ihm Deine Gründe (400 EUR Job/evtl. Übernahme) sagen. Zur Rechtslage weiß ich aber leider nichts.
Debra ist offline  
Alt 17.04.2007, 00:26   #3
sun2007->Emailproblem
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Registriert seit: 01.03.2007
Ort: Berlin
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sun2007
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Hallo,
wenn das so wäre wie in Deinem ersten Satz geschrieben, würde ich meinen: ja. Denn ein Minijob zählt wahrscheinlich nicht als richtiger Arbeitsplatz, zählt nicht als im 1. Arbeitsmarkt (angestellt sein in sozialversicherungspflichitger Beschäftigung) sein. Ein Teilzeitjob meines Erachtens dagegen schon. Wenn also die Wahl wäre: Entweder Minijob mit Aussicht auf Teilzeit oder direkt und sofort Teilzeit, dann müsste das letztere dasjenige sein, was Du nehmen müsstest. Denn auf die Aussicht kann man sich eben nicht verlassen, dagegen: was Du hast, das hast Du und zwar jetzt und hier. Dass Dir der jetzt noch Minijob mit der Aussicht auf spätere Teilzeit dann später besser gefallen oder passen würde, zählt im Hier und Jetzt nicht. Ich denke, so sind erst mal die Fakten. Du kannst aber doch zu Deinem Minijob-Chef gehen, ihm die Situation erklären und sagen: Wenn Ihr mich behalten wollt, müsst Ihr mich eben JETZT SCHON Teilzeit mit Vertrag einstellen. Mit anderen Worten: Ein echter Teilzeit-Job stärkt Deine Verhandlungsposition gegenüber Deinem derzeitgen Minijob-Chef.
Mit der Fallmanagerin/der SB darüber zu diskutieren - ich weiß nicht ob das Sinn macht. Die müssen uns in den 1. Arbeitsmarkt bringen. Ich glaube, das aus Mitleid zu unterlassen oder zu verschieben - das ist einfach nicht deren Job.
Aus dem zweiten Abschnitt Deiner Schilderung geht allerdings hervor, dass auch der andere und angeblich sicherere Teilzeitjob ebenfalls noch in den Sternen steht - so viel Gegacker über ungelegte Eier, da machst Du Dich doch nur selbst verrückt. Mir scheint, als sei der andere Teilzeitjob, den Du nicht zu wollen scheinst, auch noch gar keine ausgemachte Sache. Aber wenn ich Dir einen Rat geben darf - rein privat - ich würde es vermutlich jetzt so machen, dass ich alles daran setzen würde, jetzt schon aus dem Minijob einen Teilzeitjob zu machen. Vielleicht ist die ganze Situation ja der Push, den Du brauchtest, um das anzugehen.
Viel Glück
sun
__

Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung wieder. Für Beratung bitte zum Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Architekten, Statiker, etc. etc. gehen.
sun2007 ist offline  
Alt 17.04.2007, 23:13   #4
angel6364
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Zitat von sun2007 Beitrag anzeigen
Hallo,
wenn das so wäre wie in Deinem ersten Satz geschrieben, würde ich meinen: ja. Denn ein Minijob zählt wahrscheinlich nicht als richtiger Arbeitsplatz, zählt nicht als im 1. Arbeitsmarkt (angestellt sein in sozialversicherungspflichitger Beschäftigung) sein. Ein Teilzeitjob meines Erachtens dagegen schon. Wenn also die Wahl wäre: Entweder Minijob mit Aussicht auf Teilzeit oder direkt und sofort Teilzeit, dann müsste das letztere dasjenige sein, was Du nehmen müsstest. Denn auf die Aussicht kann man sich eben nicht verlassen, dagegen: was Du hast, das hast Du und zwar jetzt und hier. Dass Dir der jetzt noch Minijob mit der Aussicht auf spätere Teilzeit dann später besser gefallen oder passen würde, zählt im Hier und Jetzt nicht. Ich denke, so sind erst mal die Fakten. Du kannst aber doch zu Deinem Minijob-Chef gehen, ihm die Situation erklären und sagen: Wenn Ihr mich behalten wollt, müsst Ihr mich eben JETZT SCHON Teilzeit mit Vertrag einstellen. Mit anderen Worten: Ein echter Teilzeit-Job stärkt Deine Verhandlungsposition gegenüber Deinem derzeitgen Minijob-Chef.

Du hast natürlich grundsätzlich recht, aber da gibt es ein Problem: ich habe keine (abgeschlossene) Ausbildung, alles was ich kann, habe ich mir selbst beigebracht. Diesen Bürominijob bekam ich nur, weil ein Verantwortlicher der Firma mich kennt und weiss, was ich kann. Ich bin da jetzt in einer Firma mit über 20 Mitarbeitern Alleinsekretärin. Auf dem freien Arbeitsmarkt bekäme ich mit meinen fehlenden Papierchen bestenfalls Tastaturputzjobs, so schlecht bezahlt, daß ich nie davon leben könnte. Im Moment bekomme ich 8 Euro die Stunde. Ich mach das erst einen Monat lang, und nach anfänglichen Bedenken muss ich sagen, macht doch einen korrekten Eindruck. Mein Aufgabengebiet erweitert sich nach und nach, insofern scheint mir die in Aussicht gestellte Teilzeitstelle immer wahrscheinlicher.
Die Firma ist an meinem Wohnort (ich habe Kinder, da ist das ein schlagendes Argument für mich).


Mit der Fallmanagerin/der SB darüber zu diskutieren - ich weiß nicht ob das Sinn macht. Die müssen uns in den 1. Arbeitsmarkt bringen. Ich glaube, das aus Mitleid zu unterlassen oder zu verschieben - das ist einfach nicht deren Job.

Das ist kein Mitleid, das ist gesunder Menschenverstand. Ich soll doch langfristig untergebracht werden.

Aus dem zweiten Abschnitt Deiner Schilderung geht allerdings hervor, dass auch der andere und angeblich sicherere Teilzeitjob ebenfalls noch in den Sternen steht - so viel Gegacker über ungelegte Eier, da machst Du Dich doch nur selbst verrückt. Mir scheint, als sei der andere Teilzeitjob, den Du nicht zu wollen scheinst, auch noch gar keine ausgemachte Sache. Aber wenn ich Dir einen Rat geben darf - rein privat - ich würde es vermutlich jetzt so machen, dass ich alles daran setzen würde, jetzt schon aus dem Minijob einen Teilzeitjob zu machen. Vielleicht ist die ganze Situation ja der Push, den Du brauchtest, um das anzugehen.
Viel Glück
sun
Jetzt schon einen Teilzeitjob draus zu machen, geht einfach noch nicht, bin ja erst ein Monat da.
Und so ganz ungelegt sind die Eier nicht, zumindest entstehen sie (der Maßnahmeansprechpartnerin nach) schon massiv. Ich möchte halt nicht abwarten, was mit mir geschieht, sondern im Voraus Bescheid wissen, was ich akzeptieren muss und was nicht.
Und ein befristeter Teilzeitjob (der hier am "Legen" ist), lässt mich danach im Regen stehen und ich habe nichts: oder besser gesagt, noch weniger, denn dann ist unwahrscheinlich, daß ich in meiner Kleinstadt noch eine Chance bekomme.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 18.04.2007, 07:04   #5
Dopamin->Emailproblem
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Registriert seit: 29.01.2007
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Dopamin
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Angel,

Du hast ein Angebot einer Zeitarbeitsfirma vorliegen?

DORT gibt es TEILZEIT??? Seit WANN???

Sorry, geht nicht gegen Dich, nur ich war auch in der Zeitarbeit tätig, als ich jung war *langistsher* um die Jahrtausendwende also... Ich hatte IMMER Vollzeiteinsätze!!!

Vielleicht isses bei euch ja anders. Damals hatte ich einen Stundenlohn als Fremdsprachensekretärin von 14,50 DM und DAS war DAMALS schon VIEL!!! Ich hatte von Anfang an einen unbefristeten Vertrag und Einsätze bis nach HH... WEnn Du für einen bestimmten Kunden "vorgemerkt" bist, kann das gut sein, dass Der Vertrag befristet ist und du am Schluss wieder bei Null bist (im wahrsten Sinne des Wortes)

Also mach Dich so weit es geht schlau bei der Firma: wie viel unterm Strich bei rumkommt. Ich hatte mit 35 Stunden-Woche ein Brutto von bummelich 2500 DM und mit Steuerklasse II bummelich 1800 DM(!!!) aufs Konto bekommen...

Du wirst den Einsatzbetrieb nicht vor der Unterschrift erfahren, aber Du kannst den/die DisponentIn fragen was die Zahlen wollen, ich würde an Deiner Stelle mal unschuldig nachfragen, was da unterm Strich bei Teilzeit bei rumkommt und versuch ihm/ihr das Schriftlich zu entlocken (Ohne Dir zu Nahe treten zu wollen: Freundlich und bestimmt zieht immer, auch wenns so manchen Biss auf die Lippe bedeutet).

DAMIT hast Du dann eine gute Argumentationshilfe dem SB gegenüber. Auch bezüglich des Jobs, den Du jetzt hast, weil WENN das noch aktuell ist, was ich gestern gelesen habe, sollen Menschen in NACHHALTIGE Arbeitsverhältnisse kommen. Gut ist nur ein Text, der nicht aktuell ist, aber versuchs doch einfach mal.

Viel Erfolg

Dopamin

__

Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
Solo le pido a Dios que hartz IV no me sea indiferente, es un monstro grande y pisa fuerte ,toda la pobre inocencia de la gente (frei nach Outlandish)
Dopamin ist offline  
Alt 19.04.2007, 22:33   #6
sun2007->Emailproblem
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sun2007
Standard @Angel

Hallo Angel,
ich verstehe Dich - ich will Dich nur darauf aufmerksam machen, wie die MitarbeiterInnen im Jobcenter denken. Und die stehen zum großen Teil sehr unter dem Druck ihrer Vorgesetzten und dieser Druck nimmt stetig zu. Wenn Du in dieser Gesamtsituation auf Verständnis hoffst, das Deinem gesunden Menschenverstand entspringt, kann ich Dich nur vorwarnen - und das wolltest Du ja wissen: was aller Voraussicht nach passieren wird. Und die haben nun mal ihre Vorgaben: uns in sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bringen. Ich kann Dir nur noch mal raten: Wenn Du in Deiner derzeitigen Firma bleiben willst, wäre es vermutlich eine gute Idee, dort mal vorzusprechen in Punkto sozialversicherungspflichtiger Teilzeitstelle. Die Mitarbeiter des Jobcenter sind laut ihrer Vorgaben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sonst dazu verpflichtet, Dir eine alternative Stelle zuzuweisen, wenn diese sozialversicherungspflichtig ist. Die haben da selbst nicht viel Spielraum.

Nochmal: Ich will Dir nur nahebringen, wie diese Leute ticken. Und ich kann das auch nicht ändern.

Also: Viel Glück.
Sun
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Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung wieder. Für Beratung bitte zum Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Architekten, Statiker, etc. etc. gehen.
sun2007 ist offline  
Alt 19.04.2007, 23:39   #7
angel6364
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Ist schon richtig.
Aber: wie die ticken, das weiss ich ja (nur zu gut). Genau deshalb wollte ich nach Tips fragen. Deren Tickerei hat mit der Rechtslage ja nicht zwangsläufig was zu tun - eher im Gegenteil.
Und ich habe immer noch dieses "Nachhaltigkeit der Eingliederung" im Ohr.

Na, beim letzten Termin wars ganz interessant.
Wir haben meinen Lebenslauf "optimiert", , wer den kennt, weiss, was das heisst.
Ich habe mich fast nicht mehr wiedererkannt. Aber okay, damit kann ich leben.

Beim ersten Termin sprach ich konkret die Weiterbildungsmöglichkeiten an. Ja, da gäbe es Internetkurse (wäre für mich optimal, sonst bekomme ich ernsthaft Probleme, meinen Tag so zu organisieren, daß ich überleben kann). Es wären aber gerade keine Infoflyer da. Aber dann beim Nächstenmal.
Nun, beim "Nächstenmal"-Termin, gleiche Frage meinerseits.
Erstmal grosses, JA, HABE ICH DA.
Sie zieht ein dicken Packen zusammengehefteter Kopien her, versehen mit handschriftlichem Gekritzel. Ich versuche, was zu lesen, sie zieht es wieder weg. Ich sage, es wäre schon sinnvoll, wenn ich schriftliche Infos hätte, würde mich dann mit meinen Computerfreaks (meine Söhne, die mir seit über einem Jahr alles mit Engelsgeduld ins Hirn prügeln) zusammensetzen und überlegen, was für mich sinnvoll wäre.
Antwort: Auf Wiedersehen.
Der Nächste stand schon vor der Tür.

Also doch nur Arbeitsvermittlung.

Bin gespannt, was da noch kommt.
Als nächstes ein universelles Bewerbungsschreiben?
Vom AA wurde mir das als Bewerbungstraining und Weiterbildung verkauft. Eingliederungsvereinbarung habe ich auch keine.

Bei den angekündigten vorgeschriebenen Zeitarbeitsfirmenbewerbungen unter Aufsicht werde ich mauern, so viel ist sicher.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 21.04.2007, 15:25   #8
sun2007->Emailproblem
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sun2007
Standard

Hi Angel,

ich denke, was ich geschrieben habe betrifft beides: sowohl wie die "ticken" als auch die Rechtslage.

Aber lass Dich nicht verrückt machen. Ich wollte Dich, wie gesagt, ermutigen, aus Deinem bereits vorhandenen Minijob ein Teilzeitverhältnis zu machen oder mit Deinem Vorgesetzten zumindest darüber zu verhandeln. wie ich aus Deinen vorherigen Schreiben heraushöre, scheint Dir dafür vor allem zurzeit das Selbstbewusstsein zu fehlen - das ist ein echtes Problem, das wohl jedem ALG II-Empfänger schmerzlich bekannt sein dürfte. Ich hoffe, Dein neu geschriebener Lebenslauf bewirkt da wenigstens schon etwas Positives. Denn auch, wenn Du keine fertige Ausbildung hast - was soll's? Letztens habe ich den Beitrag einer Mutter gelesen, der man beim Jobcenter oder AA gesagt hat, ihre Ausbildung "zähle nicht mehr", da sie in dem betreffenden Beruf seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gearbeitet habe. Das hat das Arbeitsamt so zu ihr gesagt - siehste mal, mit welchen Mitteln die arbeiten. Immer schön klein halten, damit wir gefügig sind und geschoben werden können.

Was Deine Beratung betrifft und die Formulare voller Schmierereien, die man Dir nicht einmal aushändigen wollte OBWOHL DU DANACH VERLANGT HAST - schreib Dir solche Geschichten UNBEDINGT auf in ein JobCenter Tagebuch oder Logbuch. Das kann später mal sehr wichtig werden. Die drehen nämlich den Spieß irgendwann um und werfen es Dir vor, wenn Du nicht gut genug informeirt bist - bzw. das KANN passieren. Haben die diesen Besuch dann tatsöchlich als eine Art Trainingsmaßnahme oder INforveranstaltung verbucht? Habe ich Dich da richtig verstanden? Das wäre ja noch schöner!!! (Es kann nämlich sein, dass da dann auch noch staatliche Mittel geflossen sind obwohl Du gar nichts davon hattest, was Dir wirklich weiterhilft). Am Besten immer mit Zeugen zum Termin. Wirklich. Erst sind die noch nett aber sobald die überfordert sind und/oder Druck von oben bekommen schieben sie alles auf Dich ab und stellen Dich so hin, als seist Du renitent und nicht vermittelbar und der einzige schwere Fall, den Sie seit Jahren hatten. KANN passieren, muss nicht. Solche Fälle des Isolierens und Marginalisierens häufen sich jedoch, was Du schnell sehen wirst, wenn Du noch mehr hier herumsurfst. Viele Leute hier schreiben über sich selbst, sie seien ja auch wirklich ein komplizierter und schwerer Fall (sie ziehen sich den Schuh also an, somit geht schon mal ein Punkt ans JobCenter) - weil die JobCenter Leute es denen einreden. Weil DIE nicht damit klarkommen, dass sie IHRE Vorgaben nicht erfüllen - uns in Arbeit zu bringen. Was ja auch logisch ist, denn es GIBT einfach NICHT GENÜGEND ARBEITSPLÄTZE. Schlimm ist nur, wenn man UNS dafür die Schuld zuschiebt. Wenn Du bei einer konkreten Teilzeitstelle eingeladen wirst, nichts sagen, was Dir negativ ausgelegt werden könnte. Aber wenn sie besipielsweise weiter weg ist kannst Du natürlich sagen, dass Du extra Fahrgeld verhandeln möchtest, dass Du möglichst flexible Arbeitszeiten brauchst wegen der Kinder etc. Immer wieder darauf hinweisen, dass Du eine gute Mutter bist und wie sehr Du Deine Kinder liebst und dass Du über jede Minute froh bist, die Du mit Deinen Kindern verbringen kannst. Je öfter das Wort "Kinder" fällt und mit etwas Positivem verknüpft ist, umso besser. Nie jammern, nie klagen, nie unterwürfig betteln mit Hundeblick und Angst und Blick nach oben: "Aber Sie lassen mir doch hoffentlich noch genug Zeit für meine Kinder?" oder "Aber wie soll ich das denn machen mit meinen Kindern?" - damit löst Du Abwehr aus und dass die das so auslegen, Du wolltest nicht. Immer schön im Positiven bleiben, die Wörter "nicht" und "kein" meiden und viel von den Kindern erzählen und wie wichtig Dir Deine Zeit mit denen ist. Und wie froh Du darüber bist, dass die deutsche Politik immer kinderfreundlicher wird (gerade habe ich gelesen, dass Stoiber wieder mehr Hausfrauenförderung fordert) und Du das ja auch so siehst: je mehr Zeit mit den Kinder, umso besser. Natürlich willst und musst Du auch Geld verdienen aber das Wichtigste seien Dir Deine Kinder und die brauchen Dich ja so sehr, wie Du jeden Tag aufs Neue merkst.

Also: Nicht mauern - im Vorstellungsgespräch Deine Prioritäten durchblicken lassen ohne denen Munition zu geben, Du würdest die Stelle nicht wollen. Kinder, Kinder, Kinder erwähnen - so oft es nur geht. Und wie sehr Du die Zeit, jede Minute mit ihnen genießt. Und ganz feste auf Fahrgeld bestehen. Denn steuerlich absetzen kannst Du erst ab Km 21, das hilft Dir in Deiner Situation auch nicht.

Also weiter viel Glück
Sun
__

Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung wieder. Für Beratung bitte zum Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Architekten, Statiker, etc. etc. gehen.
sun2007 ist offline  
Alt 21.04.2007, 15:47   #9
angel6364
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Hallo, sun,

Du hast mich recht effektiv zum Lachen gebracht!
Ich werde Deine Ratschläge befolgen (bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch dann allerdings ohne zu lachen ).

Den Ablauf der Maßnahmetermine schreibe ich mir schon von Anfang an auf.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 21.04.2007, 19:31   #10
sun2007->Emailproblem
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sun2007
Standard Zeugen mitnehmen - immer und überall

Zitat von angel6364 Beitrag anzeigen
Hallo, sun,

Du hast mich recht effektiv zum Lachen gebracht!
Ich werde Deine Ratschläge befolgen (bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch dann allerdings ohne zu lachen ).

Den Ablauf der Maßnahmetermine schreibe ich mir schon von Anfang an auf.

Viele Grüße,
angel
Freut mich. Mir ist gerade noch ein Tipp dazu eingefallen: Wenn Du
a) bei der Zeitarbeitsfirma
und
b) später bei einem echten potentiellen Teilzeitjob
zum Vorstellungsgespräch bist, ist es sicherlich auch sehr gut, einen Zeugen/Beistand mitzunehmen (den Du dann nicht unbedingt so nennen musst) und der jedes Wort hört, was Du sagst und hinterher absolut bestätigen kann und sogar beschwören würde, dass Du Dich im Vorstellungsgespräch sehr engagiert gezeigt hast und nicht im Mindesten gegen die Stelle voreingenommen warst. (Ich habe hier im Forum nämlich auch schon gelesen, dass Leute bei einem Vorstellungsgespräch waren und der potentielle Arbeitgeber dem JobC. gegenüber hinterher behauptet hat, der/die Kandidat/in hätte durchblicken lassen, er/sie wolle die Stelle gar nicht - Dein Zeuge kann auch gerne mitschreiben und Protokoll führen. Auf die Weise sieht sowohl dei Zeitarbeitsfirma als auch der potentielle Arbeitgeber sofort, was für ein ehrlicher und gewissenhafter und gründlicher Mensch Du bist. Menschen mit diesen Tugenden sind die Stützen unserer Gesellschaft!!)

Also: Nicht mauern, sondern engagiert auftreten, immer schön ehrlich sein, Dich bereits im Vorstellungsgespräch als gewissenhaft und gründlich erweisen und Dich damit behaupten. Vor Zeugen, den/die Du selber mitbringst (und der/die protokolliert). Schon in der Bibel steht: Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. (Das wäre dann mein Wort zum Sonntag für Dich - jetzt hast Du von mir heute schon den Stoiber und die Bibel zitiert bekommen - es wird also gut gehen für Dich.) Alles in allem würde ich Dir immer noch raten wollen: Stärke Dein Selbstvertrauen (mit Freunden etc.), besprich Dich mit Freunden, die Dich ein bisschen konkret beraten können oder die Szene mal mit Dir durchspielen können und gehe dann gestärkt zu Deinem jetzigen Vorgesetzten und versuche, den Minijob zum Teilzeitjob zu machen. Dann wärest Du aus allem raus. Aber ich räume ein, dass ein solches Gespräch wohl eher von Erfolg gekrönt sein wird, wenn Du Dich sicher und stark fühlst. Und das kannst Du ÜBEN - am besten mit wirklich guten Freunden. Viel Glück dabei.

Viele Grüße und einen schönen und heiteren Sonntag wünscht Dir
Sun

PS.: Habe gerade nochmal meine Antwort von vorhin gelesen - die Unterlagen, die Du wolltest und die sie Dir nicht gegeben haben, unbedingt schriftlich anfordern (entweder per Einschreiben mit Rückschein oder hinlaufen, Brief abgeben und eigene Kopie desselben Schreibens abstempeln lassen - so mach ich das immer) und fordern, dass sie es Dir schriftlich zusenden - mit Verweis darauf, dass Du es ja schon mal vor Ort angefordert hättest aber nicht ausgehändigt bekamst - die hätten Dir schließlich auch da schon eine Kopie ziehen können. MAch' das ruhig mal, das zeigt Engagement, das belegt, wie wenig Sie Dir vor Ort geholfen haben und falls sie es Dir nicht zuschicken beweits es deren Mangel an Engagement. Wenn Du nicht mehr genau weißt, wie sich das Formular nennt, beschriebe es so präzise wie möglich, worum es dabei ging - wirklich: so kurz und präzise wie möglich.
Viel Glück
Sun
__

Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung wieder. Für Beratung bitte zum Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Architekten, Statiker, etc. etc. gehen.
sun2007 ist offline  
Alt 21.04.2007, 20:29   #11
angel6364
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Hallo, sun,

ich setz noch eins drauf: alles, was ich in deren Computer mache, zieh ich mir auf meinen USB-Stick. Ich bin nämlich so fleißig und engagiert, daß ich zu Hause noch dran arbeiten werde.
Lebenslauf, Bewerbungsschreiben incl. der vorgegebenen, bzw. "unter Aufsicht gefundenen" AG-Adressen.
Meine Entwürfe und die von der Beraterin geänderten.
Die Kursinformationen schriftlich zu verlangen, ist eine gute Idee, da stand ich wieder mal auf der Leitung.
Du lieber Himmel, mir wird ganz schwummrig vor soviel Einsatz und Kooperation!
Zeugen für Vorstellungsgespräche: na, da weiss ich nicht so recht, ob das möglich ist. Hier fehlt mir die Erfahrung mir Vorstellungsgesprächen. Bis dahin ist ja wohl auch noch Zeit, sich schlauer zu machen. Kontakte mir eventuellen Begleitpersonen in der Umgebung habe ich vor Kurzem hier im Forum knüpfen können. Wir dachten zwar eher an die Arge, aber warum nicht auch ein potentieller Arbeitgeber?

Ich wünsch Dir auch einen heiteren Sonntag,
angel
 
Alt 08.05.2007, 22:20   #12
angel6364
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Standard

So gings weiter:

Überraschende Wendung: Die Beraterin der Maßnahme verkündete mir, sie könne nichts mehr für mich tun, es wäre doch wohl am besten, auf eine Teilzeitstelle bei meinem Minijobarbeitgeber zu hoffen. Eine Weiterbildung würde in meinem Fall auch nicht finanziert (mir inzwischen egal, hab mir selbst noch günstiges Material besorgt).
Sie würde einen dementsprechenden Bericht ans Arbeitsamt schreiben, und damit hätte ich Ruhe für die nächsten Monate.
Ich bin allerdings mal zwischen den Terminen da reingeplatzt und nicht mehr gegangen, bis ich meinen Krempl auf meinen USB-Stick ziehen konnte.

Ende des letzten Termins!

Hat die hier im Forum gelesen?

Viele Grüße,
angel
 
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