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Ein Euro Job / Mini Job

Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


Wiederholte Aufforderung

Ein Euro Job / Mini Job

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Alt 18.05.2009, 08:40   #1
Razor
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Registriert seit: 18.05.2009
Beiträge: 4
Razor
Böse Wiederholte Aufforderung

Ein freundliches Hallo an die User dieses Boards

Ich bin neu hier und habe zuvor etwas in Euren Beiträgen gestöbert und muss sagen das ich positiv davon überrascht bin wie fachgerecht einem hier mitunter geholfen wird. Deshalb jetzt mal zu meinem Problem:

Folgendes:

Ich habe vor einem knappen Jahr einen Bescheid erhalten, indem ich aufgefordert wurde einen 1 € Job auszuüben. Ich habe damals mit einem Widerspruch geantwortet, mit der Begründung das ich mich persönlich einfach "zu jung dafür fühle" sowie "ich es als ungerechtfertigt empfinde mir, jmd mit abgeschlossener Ausbildung und einem bisher immer mit Arbeit versorgtem Werdegang, ein solches Angebot zu unterbreiten". "Ich bin der Meinung das junge Leute andere Möglichkeiten bekommen sollten in denen sie Aussicht auf Zukunft im Berufsleben haben und nicht in hoffnungslose und nur überbrückende Jobmaßnahmen mit einziger Wirkung auf die Senkung beühmter Statistiken gedrückt werden sollten". So und noch weitere ähnliche Begründungen habe ich damals beschrieben etc. und schien damit erfolgreich da ich nie mit Sanktionen oder ähnliches konfrontiert wurde.

Hier mal mein Lebenslauf in Auszügen:

[CODE] Berufsausbildung/Studium

von/bis Juli 2000 – Juni 2002
Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter
erfolgreich abgeschlossen


Berufliche Tätigkeiten

von/bis Juni 2002 – Dezember 2003
Firma Schubeck Gerüstbau
Gerüstbauer


Mai 2004 – Dezember 2004
PSA – Personal – Service – Agentur
Bauhelfer


April 2004 – Januar 2007
GGB Greifswalder Gerüstbau GmbH
Gerüstbauer


Oktober 2007 – Dezember 2007
BBW – Personalservice
Helfertätigkeit


Oktober 2008 – Dezember 2009
Personalservice Wahl
Helfertätigkeit
[/CODE]

Meine eigentl. Frage geht nun dorthin das mir wieder ein 1€ Job droht da ich scheinbar nicht vermittelbar bin, aus bisher mir unbekannten Gründen.
Meine Frage ist also ob es diesesmal wieder mit einer solchen Begründung ausreicht!?
Was haltet Ihr von dieser Begründung?
Habt Ihr weitere Tipps wie ich soetwas umgehen kann?

Ich muss dazu sagen das ich mir meine Arbeit immer selbst gesucht hab und ich nie direkt auf die Vermittlung der Arge angewieden war.
Desweiteren habe ich öfter um eine Umschulung gebeten woraufhin mir geantwortet wurde, "das ich nicht die Möglichkeit hätte, bzw. das Recht auf Umschulung".
Entspricht diese Aussage der Wahrheit?

Zu meinen Angaben, ich bin 25, abgeschlossene Ausbildung, 2 Kinder seit Dez. 08 Arbeitssuchend!

Ich hoffe Ihr steigt hinter mein Problem und danke schonmal im voraus für Eure nützlichen Antworten

MfG
Razor ist offline  
Alt 18.05.2009, 08:49   #2
wolliohne
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Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.825
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

schau mal hier:
http://www.erwerbslosenforum.de/widerspruch/w_Ein-Euro-Job.doc



__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 18.05.2009, 08:54   #3
Razor
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Beiträge: 4
Razor
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

komme dort nur auf die startseite der ewerbslosenforum.de denke aber du wolltest mir mit diesem link einen Widerspruch zukommenlassen oder?
Razor ist offline  
Alt 18.05.2009, 09:46   #4
Sissi54
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Beiträge: 1.428
Sissi54
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

Hallo Razor !

Wenn der Ein-Euro-Job droht, kann noch niemand genau sagen, wie Du vorgehen sollst.

Das kommt auch auf die Form des Angebotsschreibens an.
Ein Widerspruch ist nur gegen einen Verwaltungsakt (VA) möglich !

Ob ein Schreiben ein VA ist, ist meistens daran zu erkennen, dass auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird.
Es steht auch dann drin, weise ich Ihnen zu, dann ist eine Zuweisung ein Bescheid.

Es hat sich leider eingebürgert, Vermittlungsvorschläge zu versenden mit, schlage ich Ihnen vor.
Gegen diese Vorschläge ist kein Widerspruch möglich. Da muss dann in anderer Schriftform dagegen vorgegangen werden.

Also abwarten, was für ein Schriftstück auf Dich zukommt und dann entscheiden, wie vorzugehen ist.

Sissi54 ist offline  
Alt 18.05.2009, 10:40   #5
gnom123
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Beiträge: 357
gnom123
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

Was mich nur wundert das du mit der Widersspruchsbegründung vor ein einem Jahr durchgekommen bist.

Was du geschrieben hast ist nämlich für die ARGE kein wichtiger Grund einen Ein-Euro-Job abzulehnen.

Was stand denn in deinem Widersspruchsbescheid?
gnom123 ist offline  
Alt 18.05.2009, 10:41   #6
Mobydick
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Beiträge: n/a
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

Wenn du mit diesem Text als Widerspruch gut durchgekommen bist, dann war an dem Job etwas faul und das Amt ist zurückgegangen. Der "Widerspruch" ist nur bei Verwaltungsakten oder Bescheiden zulässig (wenn als letzter Satz "Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einlegen" steht). Meist kommen die "zuweisungen" zu Ein-Euro-Jobobs als "Angebot" ("Wir bieten Ihnen im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit.....") und es muss eine "Ablehnung" geschrieben werden. Es ist immer etwas heikel, als Arbeitsloser etwas "abzulehen", denn das ist nur aus "wichtigem Grund" zulässig.

Ein wichtiger Grund ist z.B.

1) Du gehörst nicht zur Personengruppe, die Ein-Euro-Jobobs machen muss, denn die Ein-Euro-Jobobs sollen ja integrieren oder weiterbringen (das ist bei einem artfremden Job ja nicht möglich), sind nur für Leute, die "keine Arbeit finden können" (dazu gehört du m.E. nicht, wenn du erst seit Dez. 2008 arbeitslos bist) und die gesundheitlichen Einschränkungen müssen berücksichtigt werden (meist sind es körperliche Arbeiten im Freien; wer körperlich eingeschränkt ist, oder z.B. Heuschnupfen hat, kommt dazu nicht in Frage).

2) Der Job ist in der Zuweisung nicht richtig bestimmt. So wird z.B. die Tätigkeit als "Helfer" bezeichnet, oder man kann sich unter der Beschreibung nichts Genaues vorstellen. Auch die Stunden- und die Arbeitszahl gehört da rein.

3) Der Job ist rechtswidrig, denn gem. § 16d SGB II soll er "zusätzlich" und "gemeinnützig" sein. D.h. es dürfen damit keine Profite gemacht werden und es muss eine Tätigkeit sein, die ansonsten nicht, nicht in dem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre.

Wenn du das genau analysiert, ist kaum ein Job rechtmäßig vergeben worden und gut 80 - 90% der Jobs sind unzulässig oder gar rechtswidrig. Es wird ein Tag kommen, an dem das alles einmal auffliegt, denn das ist ja nicht rechtens. Aber vorher müssen wir damit leben.

Meist geht dem Ein-Euro-Job die Unterzeichnung einer Eingliederungsvereinbarung voraus. Hier kann ich dir nur empfehlen: Wenn man dir so einen Vertrag vorlegt, unterschreibe ihn bitte nicht sofort, sondern nehme ihn zur Prüfung mit. Wenn die SB mit Sanktionen droht oder sonstigen Druck macht, stinkt da etwas zum Himmel. Diese Verträge sind alle nicht zulässig oder rechtskonform. Meist enthalten sie den Ein-Euro-Job, d.h. du verpflichtest dich auch noch "freiwillig" dazu. Danach kann dir auch kein Richter mehr richtig helfen. Steck ihn auch gegen den Willen der SB ein (ansonsten lass ihn liegen) und gehe damit zu einer Erwerbsloseninitiative oder stelle ihn hier zur Prüfung ins Forum. Meist wird ein Gegenvorschlag ohne Ein-Euro-Job ausgearbeitet.


Zitat:
"ich es als ungerechtfertigt empfinde mir, jmd mit abgeschlossener Ausbildung und einem bisher immer mit Arbeit versorgtem Werdegang, ein solches Angebot zu unterbreiten"."Ich bin der Meinung das junge Leute andere Möglichkeiten bekommen sollten in denen sie Aussicht auf Zukunft im Berufsleben haben und nicht in hoffnungslose und nur überbrückende Jobmaßnahmen mit einziger Wirkung auf die Senkung beühmter Statistiken gedrückt werden sollten".
Die Ungerechtigkeit interessiert ein Amt nicht sonderlich. Hauptsache du verschwindest aus der Statistik. Es interessiert sie auch sonst recht wenig. Das ist kein Grund für eine Ablehnung. Normalerweise bekommst du hier eine Anhörung.
 
Alt 18.05.2009, 11:29   #7
Razor
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Beiträge: 4
Razor
Standard AW: Wiederholte Aufforderung

danke euch für die schnellen antworten und ich habe damals nicht mal eine antwort auf meinen WS bekommen, was mich ebenfalls stutzig machte. Zudem sind es für mich schon ernstzunehmende Gründe und ich denke das ich das Recht dazu habe. Ich werde sehen was ich im jetztigen Falle tue.
Danke nchmal für Eure Antworten
Razor ist offline  
Alt 18.05.2009, 20:32   #8
Rechtsverdreher
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Standard AW: Wiederholte Aufforderung

Lies erstmal das:

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/h..._II_Folien.pdf
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
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