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Start > > -> Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 19.02.2018, 20:32   #1
snoopy84
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snoopy84 snoopy84
Standard Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Ich hatte am letzen Donnerstag einen Termin bei meinem Sachbearbeiter und dem Teamleiter der Grund das der Teamleiter mit dabei gewesen ist, war wahrscheinlich wegen der Beschwerde die ich und meine Begleitperson gegen meinen Sachbearbeiter eingereicht hatten beim Teamleiter versteht sich mein PAP ist Patzig geworden und wollte meiner Begleitung unsachlich den Mund verbieten das ging natürlich gar nicht und das haben wir dann Schrifftlich als Beschwerde eingereicht.

Das Gespräch unter 8 Augen war dann ganz achlich, aber viel auf den Kasten Schien der Temaleiter nicht zu haben, da er nicht mal wusste das man als ALG2 empfänger eine Begleitperson dabei haben darf lol... Das erste was er fragte ob ich sowas wie Behindert bin und auf eine Begleitperson angewiesen bin naja....

Mir wurde dann vom Teamleiter nochmal schön vor Augen gehalten wie lange ich ALG2 bin und wie das mit mir weitergehen soll und das wir noch nie einen soooo guten Arbeitsmarkt gehabt hätten ich frage mich ob der so Dumm war und das selber etwa geglaubt hat? Diese Betrügerei mit den Statistiken sollten doch jeden halbweges vernümpftigen Menschen bekannt sein gerade in den Behörden ich habe dazu nix gesagt, da Politisch.

Ich bin gelernter Verkäufer aber schon ewigkeiten aus dem Beruf draußen so das ich natürlich schlechte Karten habe was zu finden in den Bereich. Ich muss aber auch ehlrich sagen, das ich als Verkäufer nicht wirklcih Arbeiten möchte, da mir der Beruf damals während meiner Ausbildung schon auf den Senkel ging und ich am liebsten alles hingeschmissen hätte, wieso ich gerade diesen Beruf damals gewählt habe, habe ich meinem damalsigen Lehrer zu verdanken die uns diesen Scheiß ampfohen haben und wärhend der Ausbildung wollte ich nicht abbrechen weil ich damals dachte das man dann nie wieder eine Lehrstelle bekommt.


Gut, das jetzt zu viel OffTopic!


Jedenfalls wurde mir dann im Gespräch gesagt das ich jetzt eine Arbeitsgelegenheit als 1€ Job zugewiesen bekomme und das ich das machen "muss" ich wusste sofort wohin der Hase läuft, wenn es doch diese vielen Stellen auf den Arbeitsmarkt gibt, wieso bekomme ich dann keine Stelle zugewiesen die nicht von JC gefördert wird dann bin ich schon seit knapp Januar AU geschrieben und anstatt zu warten wird mir in 2 Wochen dann ein 1€ Job zugewiesen wo ich dann nochmal einen Termin bekomme wo ich mir den dann wohl aussuchen kann HAHAHAHA.... Na das kann was werden, das verbessert natürlich meine Situation.... Aus der Statistik soll ich raus deswegen der Rotz!

Wie kann ich mich jetzt wehren gegen die zuweisung? Ich gehe davon aus, das der 1€ Job nicht Zusätzlich ist so wie glaube ich 99% der zugewiesenen 1€ Jobs.... Ich könnte mich natürlich weiter AU machen, mir geht es nämlich noch nicht besser oder ich warte auf die zuweisung und lasse es auf eine Sanktion ankommen und Klage dann dagegen, wenn es sich dann tatsächlich um eine nicht Rechtliche zugewiesenen 1€ Jobn handelt wovon ich ausgehe.

Was würdet ihr mir empfehlen?
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Alt 19.02.2018, 20:46   #2
schlaraffenland
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Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Zitat von snoopy84 Beitrag anzeigen
Was würdet ihr mir empfehlen?
Gegen die anstehende Zuweisung in den 1-Mio-Euro-Job kannst Du Dich quasi nicht erfolgreich wehren. Warte sie ab. Kontrolliere die Zuweisung auf tatsächlich vorhandene Zusätzlichkeit, Erfüllung des öffentlichen Interesses und Wettbewerbsneutralität im Sinne des § 16d SGB II.

Trete die AGH besser an und ziehe sie bis zum Ende durch, wenn sie die Bedingungen des § 16d SGB II nicht erfüllt. Klage nach Abschluss der AGH den Dir zustehenden Tariflohn für Deine entrichteten Tätigkeiten ein. Dann wird die AGH teurer für das Jobcenter/Deine Stadt/Deinen Landkreis als eigentlich vorgesehen. Du solltest dann aber während der AGH ein stundengenaues Protokoll führen über die von Dir ausgeübten Tätigkeiten, fürs Gericht.

Nachtrag: Wie kann (darf) Dich das JC in eine AGH zuweisen, wenn Du derzeit krankgeschrieben bist? Das geht doch gar nicht, meine ich.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsauslegungen übernehme ich keine Haftung. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

Geändert von schlaraffenland (19.02.2018 um 20:58 Uhr)
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Alt 19.02.2018, 21:19   #3
0zymandias
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Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Seltsam.

Nach dem EGVA hält das JC Dich durchaus für vermittelbar. Ts-ts.

Bei dem kommenden Gespräch vor Ort nichts entscheiden, also auch nichts ablehnen, bejahen, verneinen oder unterschreiben.
Du hörst aufmerksam zu und musst darüber erst einmal nachdenken, vielen Dank soweit.

Gegen eine kommende Zuweisung kann man nichts machen,
gegen gekommene schon.

Bestimmtheit, Sinn, Begründung, Ermessen, § 16d SGB II rauf und runter, tatü und tata ...
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
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Alt 19.02.2018, 22:21   #4
snoopy84
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snoopy84 snoopy84
Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Gegen die anstehende Zuweisung in den 1-Mio-Euro-Job kannst Du Dich quasi nicht erfolgreich wehren. Warte sie ab. Kontrolliere die Zuweisung auf tatsächlich vorhandene Zusätzlichkeit, Erfüllung des öffentlichen Interesses und Wettbewerbsneutralität im Sinne des § 16d SGB II.

Trete die AGH besser an und ziehe sie bis zum Ende durch, wenn sie die Bedingungen des § 16d SGB II nicht erfüllt. Klage nach Abschluss der AGH den Dir zustehenden Tariflohn für Deine entrichteten Tätigkeiten ein. Dann wird die AGH teurer für das Jobcenter/Deine Stadt/Deinen Landkreis als eigentlich vorgesehen. Du solltest dann aber während der AGH ein stundengenaues Protokoll führen über die von Dir ausgeübten Tätigkeiten, fürs Gericht.

Nachtrag: Wie kann (darf) Dich das JC in eine AGH zuweisen, wenn Du derzeit krankgeschrieben bist? Das geht doch gar nicht, meine ich.


Das ist ja das große Rätsel! Ich bin seit Januar AU und immer im 14 Tage Zyklus Krankgeschrieben und da wurde überhaupt nicht erwähnt, das ich in 14 Tagen immer noch Krank bin wovon die ausgehen müssen da ich ja seit Januar durchgehend AU bin... Komisches Pack da in der Abteilung!

Ich werde den Job da nicht antreten da ich diese Art der Beschäftigung kenne, da ist Mobbing angesagt und die Kollegen sind vielleicht noch komisch und ich passe in sowas nicht rein, ich will natürlich nicht alles da schlecht reden, ich rede nur davon was ich selber erleiden musste.
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Alt 20.02.2018, 05:27   #5
schlaraffenland
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Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Zum hier vorhandenen EGV-VA, der offensichtlich noch nicht abgelaufen ist: Dieser muss erst einmal vom Arbeitsvermittler, der Dich in die AGH einweisen will, gekündigt werden, und zwar mit einer stichhaltigen Begründung.

Ich weiß von einem Fall, da wurde in der gleichen Situation gegenüber dem betroffenen Leistungsbezieher ein neuer EGV-VA erlassen, der alte aber nicht gekündigt, obwohl der Arbeitsvermittler vorher darauf hingewiesen worden ist, dass erst einmal der alte EGV-VA gekündigt werden muss, ehe ein neuer EGV-VA (der den Leistungsbezieher in die AGH zuweist) erlassen werden darf. Der betroffene Leistungsbezieher hatte daraufhin zwei gleichzeitig gültige EGV-VA's an der Backe, was aber rechtswidrig ist. Er hatte aber auch eine ganz normale Zuweisung in die AGH erhalten, welche sanktionsbewehrt war.
__

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Alt 20.02.2018, 20:53   #6
Doppeloma
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Frage AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Hallo schlaraffenland,

Zitat:
Zum hier vorhandenen EGV-VA, der offensichtlich noch nicht abgelaufen ist: Dieser muss erst einmal vom Arbeitsvermittler, der Dich in die AGH einweisen will, gekündigt werden, und zwar mit einer stichhaltigen Begründung.
Der EGV-VA ist ja auch gerade erst von Januar 2018 und völlig rechtswidrig schon mal "bis auf Weiteres" gültig ...von all dem anderen Unsinn mal abgesehen, der da noch drin steht, macht er aber eine bedeutsame Aussage dazu, dass es um Arbeit am 1. Arbeitsmarkt geht ...

Damit entfällt schon "per se" die Nowendigkeit einer AGH (für hoffnungslose Fälle) und meiner Kenntnis nach genügt es nicht eine Zuweisung dafür (ohne Begründung ???) ohne aktuelle EGV zu machen ???

Einen gültigen VA KANN man aber nicht "kündigen", das ist ein Bescheid und der kann NUR durch einen anderen Bescheid (der auch SEHR gut begründet werden muss, nach weniger als 4 Wochen Laufzeit) wieder (vor Ablauf, den es ja nicht gibt) aufgehoben werden.

Kündigen kann man NUR Verträge aber es gibt ja keinen "Vertrag", irgendwie scheinen die zuständigen SB und deren Vorgesetzte alle nicht viel Ahnung zu haben, von dem was sie da tun (wollen) ...

Zu einer AGH-Zuweisung würde ich mich ansonsten erst äußern (wollen) wenn es auch eine gibt, bis dahin ist das ein Blick in die berühmte "Glaskugel" ... und wer vorerst noch weiter AU ist kann auch keine AGH antreten müssen ...

Zitat:
Ich weiß von einem Fall, da wurde in der gleichen Situation gegenüber dem betroffenen Leistungsbezieher ein neuer EGV-VA erlassen, der alte aber nicht gekündigt,
obwohl der Arbeitsvermittler vorher darauf hingewiesen worden ist, dass erst einmal der alte EGV-VA gekündigt werden muss,
Du selbst scheinst aber auch nicht zu wissen, dass man einen VA rechtmäßig gar nicht "kündigen" kann ... und was ein SB nun zu tun hätte würde ICH dem ganz sicher nicht verraten, wenn der das nicht weiß, obwohl er dafür bezahlt wird, ist das doch nicht mein Problem.


Zitat:
Er hatte aber auch eine ganz normale Zuweisung in die AGH erhalten, welche sanktionsbewehrt war.
Das ist ja hier noch nicht der Fall und ich persönlich zerbreche mir ganz ungerne den Kopf "über ungelegte Eier" und "ungekündigte EGV-VA" von unbegrenzter Dauer ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 20.02.2018, 21:25   #7
0zymandias
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Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Warnen kann man nicht oft genug:

Der VA hat in Punkt 7. eine Aufhebungsbedingung.
Sollte man eine EGV unterschreiben, wäre der EGVA aufgehoben.

Also nichts unterschreiben.
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Alt 21.02.2018, 05:57   #8
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kommende zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit (1€ Job)

Hi Doppeloma,

ich hatte mich einfach vertan, ich wollte natürlich nicht "einen VA kündigen", sondern "einen VA aufheben lassen" schreiben. Mir ist selbstverständlich der Unterschied zwischen einem VA und einem öffentlich-rechtlichen Vertrag bekannt. Ein VA kann aufgehoben, zurückgenommen oder widerrufen werden von der Behörde. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag kann von beiden Vertragsparteien gekündigt werden. Ich will jetzt aber nicht in jedes Detail gehen, was die Kündigung eines öffentlich-rechtlichen Vertrags und den Widerruf, das Aufheben und das Zurücknehmen eines VA's betrifft.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Der EGV-VA ist ja auch gerade erst von Januar 2018 und völlig rechtswidrig schon mal "bis auf Weiteres" gültig ...von all dem anderen Unsinn mal abgesehen, der da noch drin steht, macht er aber eine bedeutsame Aussage dazu, dass es um Arbeit am 1. Arbeitsmarkt geht ...

Damit entfällt schon "per se" die Nowendigkeit einer AGH (für hoffnungslose Fälle)
Das ist ein gutes Argument für Snoopy. Ich hatte mir diesen EGV-VA nicht genau angeguckt. Allerdings ist ja Snoopy offensichtlich schon seit längerer Zeit erwerbslos, und deswegen würde hier § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB II greifen ("Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.")

Zitat:
... und meiner Kenntnis nach genügt es nicht eine Zuweisung dafür (ohne Begründung ???) ohne aktuelle EGV zu machen ??? ...

... Du selbst scheinst aber auch nicht zu wissen, dass man einen VA rechtmäßig gar nicht "kündigen" kann ... und was ein SB nun zu tun hätte würde ICH dem ganz sicher nicht verraten, wenn der das nicht weiß, obwohl er dafür bezahlt wird, ist das doch nicht mein Problem.
Im besagten Fall, von dem ich weiß, hat die Arbeitsvermittlerin neben einem bereits gültigen EGV-VA einen weiteren EGV-VA (der die Teilnahme an einer AGH nannte) und ein Zuweisungsschreiben erstellt. Den bereits gültigen EGV-VA hatte sie aber vor Erlass des neuen EGV-VA's nicht aufgehoben, obwohl sie vom Beistand darauf hingewiesen wurde, dass zwei EGV-VA's mit unterschiedlichem Inhalt nicht gleichzeitig gültig sein dürfen. Die Arbeitsvermittlerin hat also einen rechtswidrigen Zustand gegenüber dem Betroffenen durch ihr Verwaltungshandeln erzeugt und diesen rechtswidrigen Zustand auch nicht beseitigt.

Übrigens wollte der Betroffene gegen den zuerst gegen ihn erlassenen EGV-VA Widerspruch einlegen; hätte die Arbeitsvermittlerin ihn aufgehoben, dann hätte sich der Widerspruch dagegen erübrigt. So aber hatte der Betroffene plötzlich 2 EGV-VA's mit unterschiedlichem Inhalt.

Snoopy kann sich ja mal in die Fachlichen Hinweise über den § 16d SGB II einlesen:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/a...k_ba014267.pdf
__

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Alt 21.02.2018, 13:54   #9
0zymandias
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Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
[...] Allerdings ist ja Snoopy offensichtlich schon seit längerer Zeit erwerbslos, und deswegen würde hier § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB II greifen ("Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.")
[...]
Nein, würde er nicht.
Zitat:
SG-BERLIN – Urteil, S 37 AS 14128/09 vom 11.09.2009
1. Allein der Umstand längerer Arbeitslosigkeit berechtigt nicht zur Vermittlung in eine Arbeitsgelegenheit, - es sei denn, hierüber kann der Einstieg in eine reguläre Arbeit verbessert werden. Keinesfalls dürfen Arbeitsgelegenheiten zur Ermittlung von Schwarzarbeit oder zur Prüfung der Arbeitsbereitschaft eingesetzt werden, geschweige denn als bloße Hinzuverdienst-Maßnahme für Langzeitarbeitslose. Abgesehen von der damit verbundenen Verschwendung öffentlicher Fördermittel, fehlt einer in dieser Funktion eingesetzten Arbeitgelegenheit die Eignung zur Arbeitsmarktintegration. Dabei muss sich die Eignung auf den Qualifizierungseffekt der Maßnahme beziehen, für die der Maßnahmeträger ja die Mittel erhält. Die Vermittlung in eine Arbeitsgelegenheit zur Abschreckung und Disziplinierung ist ein Missbrauch dieses für Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen vorgesehenen Förderinstruments.
2. Auch wenn das Bundessozialgericht (BSG) Zweifel daran angedeutet hat, ob sich der Arbeitslosengeld-II-Bezieher auf die fehlende Prüfung der Zusätzlichkeit einer Arbeitsgelegenheit i S des § 16 Abs 3 S 2 SGB 2 berufen kann, ist die fehlende Bestimmtheit des Maßnahmeangebots ein Grund, auf den er sich bei Nichtantritt der Maßnahme berufen kann, wobei die fehlende Bestimmtheit nicht nachgeholt oder durch das Einstellungsgespräch ersetzt werden kann (BSG, Urteil vom 16.12.2008 -B 4 AS 60/07 R-).
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