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Start > > -> "Job" als Erntehelfer

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 01.10.2015, 10:17   #1
Frösi
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Standard "Job" als Erntehelfer

Jetzt ist es soweit,und auch ich wurde als Erntehelfer rekrutiert. Laut Vermittlungsfirma (hier wieder die BVU GmbH) soll es 7,20€ Stundenlohn geben,sowie 13,00€ pro Tag von der Firma Jobcenter. Der Einsatz wäre auf einer Apfelplantage,und je Stunde müssen 100kg geplückt werden.

Einen Arbeitsvertrag gibt es,wenn überhaupt,erst nach drei Tagen (laut Aussage der Vermittlungsfirma) Probearbeit. Arbeitskleidung die ca.100,00 € kostet,muss selbst erworben werden. Das Geld soll wohl irgendwann erstattet werden. Da jedoch andere TN berichteten,das selbst Fahrtkosten zu Terminen nur mit Nachdruck überwiesen werden,glaube ich nicht an die Erstattung.

Obwohl die Teilnahme freiwillig seien sollte,macht man nun seitens og. Firma telefonisch Druck das ich doch am besten schon heute auf die Plantage soll. Auf Fragen wird zurückhaltend oder pampig reagiert.


Frage: Wie verhalte ich mich nun am besten? (per Post erhaltene EGV wurde nicht unterschrieben zurückgesandt) Der Bauer der Arbeitskräfte sucht hatte in diesem Jahr (wie wohl viele Obstbauern) schlechte Erträge,und ich gehe davon aus,das hier nur ein paar blöde Gratiskräfte für wenige Tage gesucht werden um die letzten Bäume abzuernten.


MfG Frösi
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Alt 01.10.2015, 10:26   #2
Heiliger Geistl
 
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Zitat:
Obwohl die Teilnahme freiwillig seien sollte,macht man nun seitens og. Firma telefonisch Druck das ich doch am besten schon heute auf die Plantage soll. Auf Fragen wird zurückhaltend oder pampig reagiert.
Wenns freiwillig sein darf, sagst Du eben "Nein".

WEnns doch gezwungenermassen dahingehen soll, machst Du statt 100kg eben viel weniger in der Stunde. Dann bist Du den Schrott auch schnell los.

Alles ganz einfach, also.
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Alt 01.10.2015, 10:27   #3
gelibeh
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Was hast Du dazu an Schriftlichem?
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 01.10.2015, 10:40   #4
Frösi
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Hallo Gelibeh,

ich stelle das schriftliche im Laufe des Tages hier mal ein.


MfG Frösi
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Alt 01.10.2015, 10:45   #5
en Jordi
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Finger weg. Wenn du nicht gerade topfit und gut trainiert bist, hätst du das eh keine drei Tage durch.

Dass der Mindestlohn durch hoch angesetzte Zielvorgaben systematisch umgangen wird, ist kein Geheimnis.
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Alt 01.10.2015, 10:52   #6
Kahrlgeharzt
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Bevor Du etwas Schriftliches einstellst, kann man natürlich nicht viel sagen aber vielleicht helfen Dir die folgenden links schon mal weiter. Im dritten link sind auch ein paar interessante Urteile.
Probearbeit muss bezahlt werden und ohne einen Arbeitsvertrag würde ich keinen Finger krumm machen.

SV-Pflicht bei Probearbeit und Schnuppertagen | Personal | Haufe

Der Arbeitgeber muss Bewerbern auch eine Probearbeit bezahlen

Vorsicht bei Probearbeit vor befristetem Arbeitsverhältnis*|*ZMK-aktuell.de*|*Management
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Alt 01.10.2015, 13:02   #7
0zymandias
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Ich könnte das alles gar nicht.

Ich könnte nicht in Vorkasse gehen, da ich momentan vorübergehend ausnahmsweise nicht ganz liquide bin. Man könnte sogar fast "leistungsberechtigt" sagen. Man könnte es auch ohne "fast" sagen.

Ich könnte nicht ohne Vertrag arbeiten, da mich angesichts der Aussicht, der Zoll könnte mich haschen und in die Lakritzeminen der Oberlausitz zur Zwangsarbeit werfen, eine erhebliche Panikattacke befallen würde.

Ich könnte auch einen vorhandenen Vertrag nicht einfach unterschreiben, ohne ihn von vielen Personen meines Vertrauens prüfen zu lassen.

Das Einzige, was ich vielleicht könnte, wären diese 100 g Apfel pro Stunde pflücken. Da sind sie ja ganz human.
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
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Alt 01.10.2015, 14:44   #8
Surfing
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Surfing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "Job" als Erntehelfer

In der Landwirtschaft gibts auch einen gesetzlichen Mindestlohn!

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downlo...cationFile&v=4

Wichtige Stichworte wenn du das "ordentlich" machen willst: Arbeitsstättenverordnung (Toiletten und Waschgelegenheit), Arbeitszeitgesetz: 8 Std. pro Tag mit Pausen. Arbeitskleidung die vom AG gestellt werden muss. Abklärung von Verpflegung und Unterkunft wegen Anrechnung auf den Lohn. Abklärung der gesundheitlichen Eignung für den Job. Fahrtkostenerstattung?

Arbeit ohne Lohn gibt es nicht. Das Einfühlungsverhältnis ist für Schnuppertage gedacht.

Von einem Einfühlungsverhältnis geht die Rechtsprechung immer dann aus, wenn keine gegenseitigen Rechte und Pflichten vereinbart werden. Der Bewerber übernimmt keine Arbeitnehmerpflichten, verspricht also nicht eine konkrete Arbeitsleistung zu erbringen. Der Arbeitgeber übt lediglich sein Hausrecht aus und verschafft dem Bewerber die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Sinn des Einfühlungsverhältnisses ist es, die Voraussetzungen für eine potentielle spätere Zusammenarbeit zu klären, vor allem dem künftigen Arbeitnehmer die Möglichkeit zu bieten, die betrieblichen Gegebenheiten kennen zu lernen. Unschädlich ist es aber, dass der Bewerber in der Einfühlungsphase bereits nützliche oder verwertbare Tätigkeiten für den Arbeitgeber verrichtet.

Probearbeit, Schnuppertage - Was Arbeitgeber beachten müssen | Personal | Haufe
__

Meine Beiträge stellen meine nach GG-geschützte private Meinung dar. Meine Tipps, Rat und Empfehlungen sind keine Rechtsberatung.
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Alt 01.10.2015, 18:13   #9
Frösi
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

So,hier der Vertrag. In einigen Antworten ging es um die Bezahlung von Probearbeit,leider habe ich dazu im Netz nichts gefunden,das mir als Argumentationshilfe



Danke an die Mitglieder der bisherigen Antworten!


MfG Frösi
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Alt 01.10.2015, 18:14   #10
en Jordi
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Zitat von Surfing Beitrag anzeigen
In der Landwirtschaft gibts auch einen gesetzlichen Mindestlohn!
Es schaffen oft nur sehr junge, kräftige und geschickte Helfter einen Stundenlohn von 8,50 €.

Wer kontrolliert denn, dass der Akkord auch für alle einen entsprechenden Stundenlohn ergibt? Richtig, niemand.

Obst und Gemüse ist ja auch nicht wirklich teurer geworden.
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Alt 01.10.2015, 18:26   #11
0zymandias
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Zitat von Frösi Beitrag anzeigen
So,hier der Vertrag.[...]
Die Maßnahme ist also eine Aktivierungsmaßnahme.

Was ist denn der in dem Schrieb bezeichnete "Vertrag" und die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen"?

Für die Arbeit braucht man wohl einen Arbeitsvertrag, der müsste vor Arbeitsbeginn vorliegen und geprüft werden.
__

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Alt 01.10.2015, 19:31   #12
Surfing
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Der gesetzliche Mindestlohn gilt natürlich nur für Normal-Arbeit! Akkord wäre extra zu vergüten, mit Leistungszulagen oder Zuschlägen zum Stundenlohn.

https://www.ifb.de/betriebsratsvorsi...ink/akkordlohn
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Alt 01.10.2015, 19:53   #13
obi68
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Erntehelfer, ey!
Das ist so ein Knochenjob, daß da niemand für unter 15 Euro dafür arbeiten sollte.
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Alt 01.10.2015, 19:58   #14
Cerberus
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Der Name des Geschäftsführers ist erkennbar im Anhang.
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Alt 01.10.2015, 20:56   #15
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Das ist doch gar kein Arbeitsvertrag. Das ist eine Maßnahme bis Ende Juni 2016.
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Alt 01.10.2015, 22:21   #16
Surfing
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Wenn es keinen Arbeitsvertrag gibt, muss man auch nicht arbeiten, schon gar nicht im Akkord. Nicht einlullen lassen von diesem Maßnahmen-Zeug! Diese Bildungs- und Vermittlungs GmbH fungiert wohl als Zwischenhändler, die vermitteln an welchen Betrieb wo gearbeitet werden soll?
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Alt 02.10.2015, 06:20   #17
gelibeh
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Das kann doch nicht alles in Papierform sein. Da muss es eine Zuweisung gegeben haben und einen kompletten Vertrag. Der Maßnahmeinhalt muss doch irgendwo detailliert beschrieben worden sein.

Ich finde es schon eine Frechheit, dass man seine Arbeitskleidung angeblich selbst bezahlen soll. Da würde mich doch mal die Rechtsgrundlage interessieren. Dann beantrage ich doch erst einmal beim Jobcenter die Übernahme der Kosten dafür. Meines Wissens nach, gibt es nämlich ein Budget für das Kaufen von Arbeitskleidung bei Arbeitsaufnahme. In Regelsatz ist jedenfalls dafür nichts vorgesehen.
Zitat:
Einen Arbeitsvertrag gibt es,wenn überhaupt,erst nach drei Tagen (laut Aussage der Vermittlungsfirma) Probearbeit. Arbeitskleidung die ca.100,00 € kostet,muss selbst erworben werden. Das Geld soll wohl irgendwann erstattet werden. Da jedoch andere TN berichteten,das selbst Fahrtkosten zu Terminen nur mit Nachdruck überwiesen werden,glaube ich nicht an die Erstattung.
Alles schriftlich geben lassen. Normalerweise übernimmt das Jobcenter Kosten, die durch die Maßnahme bedingt sind. Das müssten also auch die Fahrkosten sein.

Bevor das alles nicht mit dem JC geklärt ist, kannst Du daran eben nicht teilnehmen.
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§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 05.10.2015, 14:55   #18
Der Auflehnende
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Standard AW: "Job" als Erntehelfer

@espps hatte vor etlichen Wochen Folgendes verlinkt:
Das Praktikum und seine Alternativen: Tipps zur Vermeidung typischer Fehler - IHK Darmstadt

Probearbeitsverhältnis:
Zitat:
Unter einem Probearbeitsverhältnis versteht man ein zum Zwecke der Erprobung abgeschlossenes Arbeitsverhältnis, das unter dem Vorbehalt der Beendigung steht, sofern sich herausstellt, dass eine Zusammenarbeit auf Dauer nicht in Betracht kommt. Damit kann ein doppelter Zweck erreicht werden. Der Arbeitgeber kann so prüfen, ob der Bewerber für die in Aussicht genommene Stelle dauerhaft geeignet erscheint und dem Bewerber wird vor Augen gehalten, dass er sich erst bewähren muss, wenn er auf Dauer beschäftigt bleiben will. Davon zu unterscheiden ist die gesetzliche Probezeit des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG), die den persönlichen Anwendungsbereich des KSchG von der sechsmonatigen Bestandsdauer abhängig macht.

Ein solches Probearbeitsverhältnis steht dem normalen Arbeitsverhältnis nahezu gleich. Es ergeben sich dieselben Rechte und Pflichten einschließlich der Pflicht zur üblichen Vergütung. Einzige rechtliche Besonderheit ist die Möglichkeit der leichteren Vertragsbeendigung durch die verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen. Als Faustformel für die maximale Dauer gelten sechs Monate. Bei längerer Probezeit besteht die verkürzte Kündigungsfrist nur in den ersten sechs Monaten. Die Befristung zur Erprobung ist im Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) als Sachgrund anerkannt.
Tipp:
Zitat:
In diesem Zusammenhang gilt es unbedingt zu beachten, dass die Befristung zwingend schriftlich vereinbart werden muss und zwar vor Arbeitsantritt. Eine mündlich vereinbarte Befristung ist unwirksam. Hat der Arbeitnehmer ohne die schriftliche Befristungsvereinbarung auch nur ganz kurz gearbeitet, entsteht ein unbefristeter Arbeitsvertrag, der nur unter Beachtung des normalen Kündigungsrechts wieder beendet werden kann!
Schnuppertage:
LSG Nordrhein-Westfalen, 02.05.2008 - L 7 B 321/07 AS ER:
Zitat:
Unter Berücksichtigung der Wertung des § 10 Abs. 1 und des § 2 Abs. 2 S. 2 SGB II ist "Arbeit" in diesem Sinne jede (lohn-)abhängige Erwerbstätigkeit, die sozialversicherungsrechtlich ein (sozialversicherungspflichtiges) Beschäftigungsverhältnis konstituiert (Rixen in Eicher/Spellbrink, SGB II, 2. Auflage 2008, § 10 Rn. 25). Ein Praktikum, für das kein Entgelt oder Lohn gezahlt wird, erfüllt diese Kriterien nicht.
Das stinkt gewaltig zum Himmel. Evtl. darüber nachdenken, den Zoll zu informieren.
__

Hartz IV wurde nur geschaffen um Arbeitnehmerentgelte und soziale Standards abzusenken, um auf der anderen Seite Gewinne zu maximieren. Grund- und Menschenrechte werden durch das Sanktionsregime mit Füßen getreten.
Der Auflehnende ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2015, 19:38   #19
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: "Job" als Erntehelfer

Ich hatte drei Monate Probearbeit aber mit ganz normalem Arbeitsvertrag, nur auf Wunsch des JC auf diese Zeit befristet. Der AG bekam alle Auslagen erstattet.

Danach konnten beide Seiten frei äußern, ob Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht.

Also bei aller berechtigten Kritik am System geht es auch einigermaßen fair.
Das kommt aber wohl nicht so oft vor.
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