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Start > > -> 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 30.06.2014, 22:13   #1
Mimi->Emailproblem
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Registriert seit: 30.06.2014
Beiträge: 2
Mimi
Standard 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Hallo zusammen,
ich und mein Lebensgefährte haben ein großes Problem.
Seit 2 Monaten hat er endlich (nach zig Bewerbungen) einen Job auf 450€ Basis gefunden.
Es ist ein guter Job mit gutem Stundenlohn, möglicherweise sogar eine Chance auf Vollzeit-Anstellung, da der Betrieb dabei ist, sich zu vergrößern.
Mein Freund wird dort flexibel eingesetzt, grundsätzlich 2 Tage die Woche, aber im Notfall auch mehr (Krankheit,Urlaub etc. eines Mitarbeiters).

Nun hat er eine neue Sachbearbeiterin beim Jobcenter bekommen, diese hat nun schon den zweiten Termin zugeschickt und ein Stellenangebot (ebenfalls flexibel und Teilzeit).
Durch unseren Anwalt habe ich erfahren, dass das Jobcenter ihn quasi dazu "zwingen" kann sich auf weitere Stellen zu bewerben.
ABER: Muss er auch Eigenbemühungen zeigen?
Und wie soll er einen Zweitjob machen,wenn er flexibel eingesetzt wird? Hat der aktuelle Arbeitgeber nicht ein Vorrecht auf seinen Arbeitnehmer?
Ist sein flexibler Einsatz eine Begründung das Stellenangebot abzulehnen?
Den Job den er jetzt angenommen hat, hat er durch Eigenbemühungen erlangt (kein Stellenangebot des JC), ist damit nicht sein Teil erfüllt?

Würde er sich nun beim Jobcenter abmelden und Wohngeld beantragen (ich weiß nicht ob und wie viel ihm zusteht, die Kaltmiete beträgt für uns beide gemeinsam 300€), wie sieht das dann aus mit seiner Krankenversicherung?
Müsste er sich selbst versichern?
Zahlt das JC diese weiter?
Falls ja (was ich nicht glaube), dürfen sie ihn dann zu weiteren Bewerbungen zwingen?
Wird die KV durch den 450€-Job abgedeckt?

Es geht nicht darum, dass mein Freund keine Festeinstellung möchte oder weiter auf Kosten des Staates leben will, aber er ist erst seit 2 Monaten im Betrieb, er arbeitet dort flexibel und hat ggf. eine Chance auf Festeinstellung.
Darf das JC diese Bewerbungspflicht SOFORT umsetzen oder hat er quasi eine Galgenfrist?

Mir ist ein Fall bekannt, in welchem eine Frau auf 450€ Basis tätig ist und bei einem Termin im JC das Angebot für ZEitarbeit bekam. SIe teilte dem SA mit, dass sie lieber ihren 450€ Job behält, da dieser sicher ist, anstatt eine unsichere Anstellung bei der ZAF anzunehmen, bei welchem sie dann vielleicht nach 2 Monaten komplett ohne Arbeit dasteht. Ihr wurde dies gewährt und sie wurde über ein Jahr nicht "belästigt". Allerdings hat ihr Ehemann in Vollzeit gearbeitet (trotzdem waren sie leistungsberechtigt), tut das was zur Sache?

So viele Fragen, aber mir wächst das alles über den Kopf, eigentlich kenne ich mich relativ gut aus, doch wenn dann noch so etwas wie Wohngeld oder KV dazu kommt, bin ich überfragt.
Vielleicht kann mir hier jemand helfen, wie wir aus dieser Misere rauskommen.
Denn wir dachten eigentlich, dass der Job uns endlich mal ein wenig Luft in dem ganzen Stress verschafft, jetzt wird es irgendwie noch mehr... :(

Vielen DAnk schon mal im voraus

Lieben GRuß
Mimi
Mimi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2014, 23:19   #2
pferdchen81->Emailproblem
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Registriert seit: 29.04.2013
Beiträge: 267
pferdchen81 pferdchen81 pferdchen81 pferdchen81
Standard AW: 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung besteht ab 450,01€. Bei Abmeldung vom JC muss er sich selbst versichern, ca. 150€ p.M. KV, ggf. wenn gewünscht auch RV

Ziel ist die Integration am 1. Arbeitsmarkt ohne weiter nötigen Zuschuss
Das ist bei einem 450€ Job nicht gegeben.
Galgenfrist? Nein.
pferdchen81 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 06:16   #3
Fritz Fleißig
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Standard AW: 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

@Mimi

Er muß versuchen, sein Einkommen weiter zu steigern, um damit letztendlich von der staatlichen Unterstützung wegzukommen. Dazu gehört im Grundsatz auch, sich nach einer besser bezahlten oder auch zusätzlichen Beschäftigung umzusehen. Es ist zwar positiv, daß seine jetzige Arbeitsstelle vermutlich ausbaufähig ist, aber noch ist es leider nicht soweit.

Aber: zunächst einmal muß er die Arbeitspflichten aus seinem laufenden Arbeitsvertrag erfüllen und darf seine gegenwärtige Tätigkeit nicht gefährden - was er ja täte, wenn er flexible Einsätze nicht wahrnehmen könnte. Soweit siehst du das völlig richtig. Er darf auch bei Bewerbungen wahrheitsgemäß darauf hinweisen, daß er derzeit eine andere Tätigkeit ausübt und insoweit an einen Arbeitsvertrag gebunden ist.

Er darf auch seine bisherige Tätigkeit nicht einfach kündigen, und wenn ja, ist er an die vereinbarten Kündigungsfristen gebunden. Sollte das Dschobb-Zenter von ihm tatsächlich verlangen, die bisherige Tätigkeit aufzugeben, sollte er sich diese Aufforderung unbedingt schriftlich geben lassen.

Genauso gibt es auch maximal zulässige Arbeitszeiten, die durch mehrere parallel ausgeübte Arbeitsverträge nicht überschritten werden dürfen.

Eine Bewerbung ist noch lange nicht gleichbedeutend mit dem Angebot eines Arbeitsvertrages oder gar einer Einstellung.

Das sind alles Aspekte, die ihr beachten solltet.

Falls sich der monatliche Arbeitslohn deines Lebensgefährten knapp unter 450 Euro bewegt, sollte er übrigens mal mit seinem Arbeitgeber sprechen, ob die Tätigkeit nicht jetzt schon SV-pflichtig gestaltet werden kann, beispielsweise durch eine Lohnerhöhung auf 451 Euro monatlich. Dies kann für einen gewerblichen Arbeitgeber kostengünstiger sein, da er nur einen Teil der Sozialabgaben zu zahlen hat, während er bei einer geringfügigen Beschäftigung volle Pauschalabgaben zu tragen hat. Dann wäre die Sache mit der Krankenversicherung schon mal gelöst.

Ist dem Dschobb-Zenter bekannt, daß die jetzige Stelle ausbaufähig ist und gute Chancen auf eine Festeinstellung bestehen? Könnte das der Arbeitgeber eventuell bestätigen (bescheinigte gute Absichten verpflichten den Arbeitgeber rechtlich zu nichts)? Eventuell auch mal auf diesem Wege versuchen, falls möglich.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 06:55   #4
Mimi->Emailproblem
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Beiträge: 2
Mimi
Standard AW: 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Guten Morgen, erst einmal Dankeschön für die schnellen Antworten!
Dem JC ist noch nicht bekannt, dass die Stelle ausbaufähig ist, wir haben erst am 4.7. wieder einen Termin und telefonisch ist die Dame so gut wie nicht zu erreichen.
Deshalb wollten wir uns hier vorher erkundigen, um nicht ins offene Messer zu rennen.
Wenn sein Arbeitgeber den Lohn auf 451€ erhöhen würde, müsste mein Freund dann seinen Versicherungsanteil von seinem Gehalt übernehmen, oder?
Das wäre ja ein nicht unerheblicher Abschlag und leider kommen wir beim Wohngeldrechner nur auf ca. 67€.
Eigentlich wollten wir vor seinem Chef diese ganze Jobcenter Sache raushalten.
Allein schon um keinen schlechten Eindruck zu machen und die mögliche Vollzeit-Tätigkeit nicht zu gefährden.
Wir haben beide schon richtig schlechte Erfahrungen gemacht (ausbeutende Maßnahmen, versteckt als Festeinstellung etc.) und wollten das alles allein schaffen, ohne die Einmischung des Jc´s.
Es ist zum verrückt werden, er hat sich auf so viele Stellen beworben, auch die vom JC; nicht einmal eine Absage ist zurückgekommen, und nun dachten wir es geht aufwärts und dann sowas :(
Klar, wenn er sich irgendwo bewirbt, heißt das noch lange nicht, dass er auch eingestellt wird, aber es ist zusätzlicher Stress und wenn doch ein Vorstellungsgespräch kommt muss er das dann irgendwie seinem Chef erklären.
Er wollte sich halt komplett auf den derzeitigen Job konzentrieren, um die freie Stelle zu ergattern und nun Termine, Bewerbungen und nebenbei bekommt er momentan keine Miete unser Erstaustattungsantrag wird nicht bearbeitet, sie drohen mit Sanktionen und überweisen zu viel Geld. Wir sind ständig unterwegs um irgendwelche Formulare wegzubringen, uns beraten zu lassen und zum Anwalt zu rennen.
Und ganz nebenbei bin ich auch noch Vollzeit in der Ausbildung und er am Arbeiten (körperlich wirklich anstrengend).
Mimi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 07:12   #5
Fritz Fleißig
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Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Zitat von Mimi Beitrag anzeigen
Wenn sein Arbeitgeber den Lohn auf 451€ erhöhen würde, müsste mein Freund dann seinen Versicherungsanteil von seinem Gehalt übernehmen, oder?
Das wäre ja ein nicht unerheblicher Abschlag und leider kommen wir beim Wohngeldrechner nur auf ca. 67€.
Ja, das müßte er natürlich. Wegen der Gleitzonenregelung zahlt er aber effektiv vergünstigte Beiträge. Außerdem zahlt er (sofern er sich nicht hat befreien lassen) ja auch schon jetzt bei seiner geringfügigen Beschäftigung einen Eigenanteil zur Rentenversicherung.

Mal im Internet unter "Gleitzonenrechner" suchen - die normalen "Nettolohnrechner" liefern in diesem Punkt oft falsche Ergebnisse. Bei 451 Euro monatlich brutto würde er rund 402 Euro monatlich netto ausgezahlt bekommen. Darin ist aber die gesamte Sozialversicherung enthalten, also beispielsweise auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung mit späterem Anspruch auf ALG.

Ihr solltet ansonsten unbedingt das Dschobb-Zenter beim nächsten Termin auf die Ausbaumöglichkeit der jetzigen Tätigkeit hinweisen, am besten in nachweisbarer Form, falls es Schwierigkeiten geben könnte. Vielleicht geht das auch so, ohne daß vom Arbeitgeber etwas verlangt wird. Dann hättet ihr in diesem Punkt möglicherweise die nächste Zeit Ruhe.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2014, 08:06   #6
SimdeB
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Standard AW: 450€-Job, Zweitjobverpflichtet?, Krankenversichert?

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen

Ihr solltet ansonsten unbedingt das Dschobb-Zenter beim nächsten Termin auf die Ausbaumöglichkeit der jetzigen Tätigkeit hinweisen, am besten in nachweisbarer Form, falls es Schwierigkeiten geben könnte. Vielleicht geht das auch so, ohne daß vom Arbeitgeber etwas verlangt wird. Dann hättet ihr in diesem Punkt möglicherweise die nächste Zeit Ruhe.
--> das weiß ich aus eigener Erfahrung, dass dies nicht der Fall sein wird. Das Jobcenter wird euch nicht in Ruhe lassen!!!!

Ich arbeite seit Februar in Teilzeit/20 Stunden verdiene 1.000 Euro Brutto und erhalte noch Aufstockung. Bekomme aber weiterhin kurzfristige Einladungen und VV zugeschickt!!!Auch ich habe am letzten Donnerstag (Einladung kam am Mittwoch!!!!) beim Jobcenter gesagt, dass mein Chef expandieren will und ich Aussicht auf eine 30 Stunden Woche habe, mit dem Ergebnis, dass am Samstag ein VV mit RFB im Briefkasten war...

Solange du Geld vom Jobcenter bekommst, lassen die dich nicht in Ruhe. Und mit einem 450 Euro Job schon gar nicht!
Darauf müsst ihr euch einstellen...

Viel Glück...
SimdeB ist offline   Mit Zitat antworten
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