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Start > > -> Entgeltvariante?

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 29.06.2007, 13:58   #1
Jason2007->Emailproblem
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Registriert seit: 29.06.2007
Beiträge: 4
Jason2007
Standard Entgeltvariante?

Hallo, wie schon beschrieben habe ich einige Fragen zur "Entgeltvariante". Wie kann ich mir das vorstellen? Die INFOS im Netz sind sehr verwirrend und sagen mir ehrlich gesagt nicht viel. Also ich lege mal los: Ich bin ALG II-Empfänger und habe leider nicht viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ich bin gelernter Bürokaufmann. Wenn ich jetzt zu irgendeinem Betrieb oder Behörde gehe und sage: Ich möchte für sie arbeiten im Sinne der Entgeltvariante...Was bedeutet das? Heisst das, daß der Betrieb mein Gehalt NICHT zahlen muß? Wirklich NULL Euro? Und wie wird das Gehalt errechnet? Ortsüblich? Ich benötige da wirklich mal ein paar praktische Informationen. Wer etwas weiß, der schreibe sie bitte. Ach noch was, eben habe ich hier gelesen, daß von einem 400€-Job nur 160€ übrig bleiben. Ich verdiene nebenbei 120,00€ und davon bleiben mir nur 100€. Ich verstehe das alles nicht? Vielen Dank schon einmal, Jason
Jason2007 ist offline  
Alt 29.06.2007, 14:21   #2
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

Zitat:
  • Bei der Entgeltvariante handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen bei Unternehmen oder sonstigen Arbeitgeber/innen (Träger/innen), bei denen der/die Beschäftigte das übliche Arbeitsentgelt an Stelle des ALG II erhält. Diese Maßnahme ist auf 12 Monate begrenzt. Ähnliche Maßnahmen sind vor der Umsetzung von Hartz IV unter dem Motto „Arbeit statt Sozialhilfe“ bereits gelaufen. Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante kommen in der Praxis mit 3,8 Prozent (Bestand April 2005) nur in geringem Maße vor.
  • Hinter der Bezeichnung Mehraufwandsvariante verbergen sich die so genannten „1 Euro Jobs“. Bei dieser Maßnahme erhalten die Beschäftigten zusätzlich zu den Leistungen nach ALG II eine Mehraufwandsentschädigung in der Größenordnung von 1 bis 2 Euro in der Stunde für ihre geleistete Arbeit. Bei diesen Beschäftigungen handelt es sich nicht um sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Diese Form der Arbeitsgelegenheiten ist mit einem Anteil von 96,2 Prozent vertreten.
http://www.vamv-berlin.de/aktuell/hartz_stichwort5.htm
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 29.06.2007, 14:28   #3
Jason2007->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 29.06.2007
Beiträge: 4
Jason2007
Unglücklich

Ich danke Dir, aber irgendwie beantwortet das meine Fragen nicht wirklich. Ich bräuchte ganz praktische Aussagen. Trotzdem danke, Jason
Jason2007 ist offline  
Alt 29.06.2007, 14:29   #4
jockel
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Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.016
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard Na dann nennen wir mal Deine "Entgeltvariante" eben Trainingsmaßnahme oder Praktikum

... und das geht z.B. so:

Mein Kommentar:

Was für den Bau geht, läßt sich auch für den kaufmännischen Bereich oder die Verwaltung anwenden. Die Firma muß nur genügend dreistfrech und kriminell sein und die Arbeitsagentur/ARGE zu gutgläubig, verschwenderisch und es ablehnen, das es unternehmerisch organisierte Sozialschmarotzerei und Schwarzarbeit gibt. Das unterstellt man nur in regelmäßiger Weise den Arbeitslosen. Verschendende Sachbearbeiter und Beamte der Arbeitsagenturen/ARGEn bleiben immer von der Strafverfolgung verschont, da es kein Amtshaftungsgesetz in der BRD gibt.

MDR, Sendung exakt" vom 26.06.2007, 20:15 Uhr: Unternehmertricks - Arbeiten auf Probe

Manuskript des Beitrages von Anett Wundrak, Birgit Mittwoch

Viele Arbeitslose sind froh, wenn sie eine Trainingsmaßnahme von der Arge finanziert bekommen. Aber oft werden die Arbeitssuchenden von den Unternehmen nur ausgenutzt.

Bauen und dabei noch Geld sparen. Und zwar über 100.000 Euro. Das geht in Deutschland - ganz legal. Wenn die Leute von der Arbeitsagentur geschickt werden. Arbeitskräfte wie Erich Eiben. Der gelernte Maurer hat 43 Jahre Berufserfahrung. Gerade mal zwei Monate ist er arbeitslos, da wird er zu einer Trainingsmaßnahme bei einer Baufirma eingeladen, zur Eignungsfeststellung, wie es im Schreiben der Agentur heißt.

O-Ton: Erich Eiben, Maurer
"Natürlich ist das komisch, wenn man eingeladen wird zum Arbeiten als ob man alles verlernt hätte."

In Aussicht gestellt wurde aber eine Festanstellung und Tariflohn. Für den 58-jährigen wie ein Lottogewinn. Am Ende ist er aber wieder der Verlierer, wie die anderen Arbeitslosen, die das Amt im April 14 Tage lang trainieren schickte.

O-Ton: Erich Eiben, Maurer
"Da wurde keiner übernommen. Obwohl sie immer davon geredet haben, dass sie zwei, drei, vier übernehmen. Keiner wurde genommen."

Zu den nicht Übernommenen gehört auch Frank Mühlberg. Der qualifizierte Polier aus Delitzsch war gerade mal 14 Tage arbeitslos, da sollte er seine Eignung nachweisen. Auf dieser Baustelle im brandenburgischen Cottbus war von Training dann allerdings keine Rede mehr. Die Baufacharbeiter leisteten hier vollwertige Arbeit.

O-Ton: Frank Mühlberg, Polier
"Also wir haben die Fundamentierungsarbeiten geleistet, das heißt diese Tragelemente unterhalb der Stützen. Das war eigentlich auch relativ selbständig ohne dass uns jemand sagen musste, was gemacht werden musste. Das lief in eigener Regie von uns ab."

Für die Baufirma ist die Trainingsmaßnahme auch ein lukratives Geschenk, spart sie doch zu 100 Prozent Lohn und Sozialabgaben. Denn Arbeitslosengeld und sogar Fahrtkosten trägt ja die Arbeitsagentur. Einzige Gegenleistung der Firma: die Absichtserklärung, Leute einzustellen. Frank Mühlberg trifft einen ehemaligen Subunternehmer der Firma. Der fragt sich noch immer:

O-Ton: Alexander Rosin, Geschäftsführer Conta-Bau - Auftraggeber an die Gärtner-Baupartner Industriebau GmbH, Delitzsch - dem Profiteur am Mißbrauch von Trainingsmaßnahmen, dem die Arbeitsagenturen die Arbeitslosen per Nötigung über Eingliederungsvereinbarungen zutreiben
"Wie auf so einem großen Bau, sage ich mal, wie das gehen kann, dass da nur nicht fest angestellte Leute tätig sind. Außer die drei, vier Leute der Bauleitung, sage ich mal vorsichtig. Also das ist absolut konkurrenzlos. Wenn Sie die Lohnkosten gegen Null rechnen, dann ist das natürlich konkurrenzlos. Weil gerade im Bau der Anteil der Lohnkosten bei 30 bis 40 Prozent liegt. Und dass das noch staatlich subventioniert wird, mit Geldern, die der Steuerzahler bezahlt. Das kann nicht wahr sein."

Und dennoch hat die Baufirma nichts zu befürchten. Trainingsmaßnahmen sind ganz legal und sogar im Sozialgesetzbuch verankert. Probleme sieht die Agentur für Arbeit auch in diesem Fall nicht, bestätigt deren Sprecher, Hermann Leistner.

O-Ton: Hermann Leistner, Arbeitsagentur Leipzig
"Wir haben ein ordentliches Stellenangebot oder mehrere Stellenangebote von dieser Firma bekommen. Die wollten wir bedienen. Es gab keinen Grund, da irgendetwas anzunehmen oder die Zusammenarbeit zu verweigern."

Die Sachbearbeiter sind nicht verpflichtet, sich Auskünfte zur Firma einzuholen.

O-Ton: Hermann Leistner, Arbeitsagentur Leipzig
"Es ist einfach auch eine Sache, die sehr stark auch auf Treu und Glauben beruht."

Missbrauch also nicht ausgeschlossen und kein Einzelfall, wie uns Hartmut Koch von der IG Bau bestätigt.

O-Ton: Hartmut Koch, IG Bau
"Es ist in vielen kleinen und mittleren Unternehmen die Regel, dass Arbeitnehmer über Trainingsmaßnahmen beschäftigt werden, teilweise nur darüber beschäftigt werden für diese Zeit und nicht übernommen werden. Das ist eine gängige Regel bei kleinen und mittleren Betrieben."

"exakt" will der Sache auf den Grund gehen: Wir fahren nach Delitzsch zum Sitz der Firma, die sich die Trainingsmaßnahmen anscheinend so üppig beschafft hat: die Gärtner-Baupartner Industriebau GmbH. Seltsam, in der Ritterstraße 43 finden wir nur eine Firma mit ähnlichem Namen und anwesend ist auch niemand. Wir bekommen einen Tipp, treffen Hans-Georg Rüpling. In Cottbus war er der zuständige Bauleiter der Firma Gärtner und, wie er sagt, für den regelmäßigen Nachschub an Trainingskräften zuständig.

O-Ton: Hans-Georg Rüpling, Bauleiter
"Der Gärtner kam auf den Bau und hat gesagt: 'Ich will jede Woche mindestens 17 Leute auf der Baustelle haben!' Dann hat er wörtlich zu mir gesagt: 'Wenn die 17 Leute nicht sind, zurzeit sind nur sechs, wenn nicht innerhalb von zwei Tagen wieder 17 sind, fahre ich mit Dir Schlitten!'"

Mit einer Handlungsvollmacht beschafft Hans-Georg Rüpling bei diversen Arbeitsagenturen Baufachleute. Jeweils zur Probe, versteht sich. Sie wechseln im Rhythmus der Trainingsmaßnahmen. Die Liste mit den Namen der so kostengünstigen Arbeiter hat Rüpling aufbewahrt.

O-Ton: Hans-Georg Rüpling, Bauleiter
"Wenn ich diese Liste hier nehme, die ich hier habe: ein, zwei, drei ... also, 30, 40 Leute. Meine Meinung ist, dass von vorne herein niemals vorgesehen war, jemanden einzustellen."

Nicht nur in Delitzsch, sondern auch in Cottbus und Jessen, so der ehemalige Bauleiter, hat sich Gärtner-Bau Arbeiter über Trainingsmaßnahmen beschafft. Erst als Frank Mühlberg und andere Arbeiter auf Probe drohen, den wahrscheinlichen Missbrauch der Arbeitsagentur zu melden, stellt die Firma Gärtner-Bau fünf der Arbeitslosen ein. Das hebt der Anwalt der Firma in einem Schreiben an "exakt" auch ausdrücklich hervor, lässt aber zugleich wissen:

Zitat:
"Auf Grund erheblicher Umsatzeinbrüche ... hat sich unsere Mandantin bedauerlicherweise von ihren gewerblichen Mitarbeitern wieder trennen müssen."

Im Klartext: Auch diese fünf waren nur wenige Wochen angestellt. Entlassen wurden sie, obwohl der Discount-Markt in Cottbus noch nicht fertig ist, es sogar erheblichen Termindruck gibt. Wie auch immer, schon jetzt scheint die Firma Gärtner durch die Trainingsmaßnahmen viel Geld gespart zu haben. Der Ex-Bauleiter macht eine Beispielrechnung für zwölf Leute und 30 Arbeitstage:

O-Ton: Hans-Georg Rüpling, Bauleiter
"Das ergibt in der Endkonsequenz 126.000 Euro. Diese Summe ist als Leistung gekommen, was er garantiert in Rechnung gestellt hat, das dieses Geld eingenommen worden ist von der Firma, und dass es praktisch in der Auszahlung gespart wurde."

Wir konfrontieren die Arbeitsagentur mit unserem Eindruck, es handele sich bei solchen Praktiken um eine legale Form von Schwarzarbeit.

O-Ton: Hermann Leistner, Arbeitsagentur Leipzig
"Der Eindruck entsteht manchmal. Und ich bin froh, wenn über diese Dinge berichtet wird, damit man einfach auch aufklären kann, damit man warnen kann. Damit, wenn es Missbrauchsfälle gibt, die auch deutlich gebrandmarkt werden, man deutlich warnen kann, damit andere nicht hineintappen."

Offiziell will man zwar bei der Arbeitsagentur im Fall "Gärtner" nicht von Missbrauch sprechen, aber "exakt" liegt eine Warnung aus dem internen Informationssystem der Arbeitsagenturen vor: Trainingsmaßnahmen für die Firma Gärtner sind damit künftig wohl ausgeschlossen.

Frank Mühlberg hätte gerne in der Region gearbeitet, wäre gerne bei seiner Familie geblieben. Von Trainingsmaßnahmen aber hat er die Nase voll. Der qualifizierte Facharbeiter hat mittlerweile einen anderen Arbeitgeber gefunden, in der Schweiz. Wieder ein Facharbeiter, der aus Deutschland weggeht.

zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2007 | 00:40

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Mein kommentar:

Wann stellt man solche Praktiken strafrechtlich unter Lohnwucher, unternehmerisches Sozialschmarotzertum, Ausplünderung öffentlicher Haushalte mit Hilfe der Arbeitsagenturen als Hehler und führt die Kontrollpflichten wie damals aus dem Arbeitsförderungsgesetz in das aktuelle SGB II und III ein, um sie den Betreibern von Jobbörsen aufzuerlegen. Wer nicht kontrolliert, der gehört ebenso vor die Schranken der Gerichte. Und eine Amtshaftung muß kommen, um die Arbeitsagenturen für so organisierte, kumpaneihafte Verschwendung zwischen Unternehmern und Ämtern von Fördermitteln, Lohnzuschüssen, Steuer- und Beitragshinterziehung materiell und strafrechtlich belangen zu können. Der amtliche Hehler und Verschwender ist genauso schuldig wie der Stehler. Es muß ein Ende haben mit dem Naturschutz für Beamte.

Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag organisieren in krimineller Weise Lohndumping durch erzwungene Leih- und Zeitarbeit, Trainingsmaßnahmen, Kombilöhne und kostenlose Firmenpraktikas für jede Art von Arbeitskräften vom Hochschul-Akademiker mit langjähriger Berufserfahrung bis runter zum Ungelernten mit Anlerntätigkeit und schmieren die Unternehmerbande mit Steuer-, SV-Beitrags-, Lohnzuschuß-, Fördermittel- und Subventionsgeschenken, die auch die Bürger allein finanzieren,
  • die normal oder prekär beschäftigt sind und ihre Lohnsteuern als direkte Steuern und die SV-Beiträge an den Staatshaushalt abführen oder
  • die Arbeitslosen, die über Einkäufe des täglichen Bedarfs die Mehrwertsteuer als indirekte Steuern entrichten.

Also finanzieren sich diese Bevölkerungsteile ausschließlich allein ihre immer schlechter werdende Lebenssituation wie mittel- und langfristige Altersarmut. Also profitiert die Bourgoisie mehrfach von der Langzeitarbeitslosigkeit, weil man jetzt schon als Unternehmer, Politiker und Beamter im Deutschen Bundestag gesetzgeberisch den Rentenklau organisiert. Sie sind es in den Ämtern, Parteien und Parlamenten, die die Erwerbslosen- und Altersarmutsbiographien legislativ und exekutiv gestalten. Sie sind es nicht würdig im Namen des deutschen Volkes stellvertretend tätig zu sein. Sie gehören durch die Bank in die Langzeitarbeitslosigkeit gejagt zu werden. Gleichzeitig entziehen sich Unternehmen dank der Verhaltensweisen der CDU/CSU/FDP/SPD ihrer Mitwirkungspflicht nach Art. 14 Abs. 2 GG das Gemeinwesen funktionsfähig zu erhalten, was nicht anderes heißt, daß diese Parteien in Wirklichkeit ein funktionierendes Staatswesen und die Sozialsysteme langfristig zusammenbrechen lassen, um eine offene, terroristische Diktatur des Kapitals an deren Stelle nach der reinen Lehre des Raubtierkapitalismus errichten zu können. So was geht in Richtung Faschismus.

Ich klage die Organisatoren und Profiteure von Langzeitarbeitslosigkeit und Altersamut in aller Öffentlichkeit an und verlange von Ihnen sofort ihre Ämter und Posten zu räumen!
jockel ist offline  
Alt 29.06.2007, 14:31   #5
eAlex79->Emailproblem
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eAlex79
Standard

Eine Freundin von mir hat eine Beschäftigung in dieser "Entgeltvariante" (liegt bei 1000 € brutto glaube ich), eben auch begrenzt auf 12 Monate, aber mit besten Chancen trotzdem dort unterzukommen. Sie ist studierte Sozialpädagogin und arbeitet nun an einer Schule als "Berufswahbegleiter" ;)

Scheint mir insgesamt die bessere Variante zu sein, da wenigstens sinnvoll UND bezahlt. Aber ja, Deutschland gelle ;) 1 € Jobs auf 96,2 %, passt ;)

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x Alex.
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Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

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Dieser Beitrag ist Copyright © 2006, 2007 eAlex79 ;) Alle Rechte vorbehalten.
eAlex79 ist offline  
Alt 29.06.2007, 14:35   #6
gerda52
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Blinzeln

Hallo Jason,

Zitat:
Ich möchte für sie arbeiten im Sinne der Entgeltvariante...Was bedeutet das? Heisst das, daß der Betrieb mein Gehalt NICHT zahlen muß? Wirklich NULL Euro?
wie kommst du denn darauf? Wer soll dann das Gehalt zahlen? Nachfolgend eine Erläuterung:

Zitat:
Bei der Entgeltvariante handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen bei Unternehmen oder sonstigen Arbeitgeber/innen (Träger/innen), bei denen der/die Beschäftigte das übliche Arbeitsentgelt an Stelle des ALG II erhält. Diese Maßnahme ist auf 12 Monate begrenzt. Ähnliche Maßnahmen sind vor der Umsetzung von Hartz IV unter dem Motto „Arbeit statt Sozialhilfe“ bereits gelaufen. Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante kommen in der Praxis mit 3,8 Prozent (Bestand April 2005) nur in geringem Maße vor.

Quelle
Diese Jobs suchst Du Dir auch nicht selbst, sondern Dir wird ggf. vom Arbeitsvermittler so eine Stelle vorgeschlagen.

Zitat:
Ach noch was, eben habe ich hier gelesen, daß von einem 400€-Job nur 160€ übrig bleiben. Ich verdiene nebenbei 120,00€ und davon bleiben mir nur 100€. Ich verstehe das alles nicht?
Die Anrechnung Deines Einkommens richtet sich nach der Freibetragsregelung. Diese ist im § 30 SGB II geregelt. Die DVO dazu findest Du im Downloadbereich, also hier.
gerda52 ist offline  
Alt 29.06.2007, 16:23   #7
Jason2007->Emailproblem
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Jason2007
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Hallo ihr Lieben, das sind viele Infos und ich kann mich nur für eure Mühe danken. Ich möchte nochmal zusammenfassen: Das Gehalt liegt bei ca. 7,00€ in der Stunde. Max. 12 Monate/Vollzeit. Ich KANN mir diesen Betrieb nicht selbst suchen. Nun die Frage: Wieviel übernimmt von meinem Lohn die ARGE? Nichts oder anteilig? Ich frage nur deshalb, weil mir ein Mitarbeiter eines JOBCENTERS (!!!!!) den Floh ins Ohr gesetzt hat. Erst sollte ich bei einem öffentlichen Träger arbeiten aber das hieß es: NEIN! Da die ARGE nur 70% meines Lohnes übernehmen würde. Weil es eben ein öffentlicher Träger ist. sind es IMMER nur 70%? Bitte habt Geduld mit mir, aber ich möchte nächste Woche gut vorbereitet in das Gespräch mit demjenigen gehen, der mir dann auch noch riet, es doch woanders zu versuchen (z.b.) bei der Stadt, denn schließlich müssten diese Betriebe NICHTS für mich bezahlen. Das ist ja alles verwirrend. Dank, Jason
Jason2007 ist offline  
Alt 29.06.2007, 17:09   #8
gerda52
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Blinzeln

Zitat:
Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante kommen in der Praxis mit 3,8 Prozent (Bestand April 2005) nur in geringem Maße vor.
also, ich kann Dir jetzt nicht mehr weiterhelfen, und Schwimmflügel gibt es hier auch keine. Vielleicht hast Du ja Glück, und es meldet sich noch jemand mit Praxiserfahrung. Oben genannte %Zahl spricht leider eher dagegen. - Trotzdem: Die Mundwinkel nach oben hebt bestimmt auch bei Dir die Stimmung.

Alternativ sprichst Du Deinen SB nochmal an und lässt Dir das genau erklären.

Zitat:
Erst sollte ich bei einem öffentlichen Träger arbeiten aber das hieß es: NEIN! Da die ARGE nur 70% meines Lohnes übernehmen würde.
Die Aussage von diesem "Schmarotzer" macht mich schon wieder sauer.
gerda52 ist offline  
Alt 29.06.2007, 17:55   #9
Jason2007->Emailproblem
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Jason2007
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Hallo Gerda, ja du hast ja völlig Recht, sehe ich ja auch so. Es scheint wohl so zu sein, daß dieses Thema sehr verwinkelt ist. Schmarotzer, ja so sieht das aus. Selbst 30% waren schon zuviel, obwohl ich jetzt schon für die EDV-Schulungen mache und die hätten mit mir eine Vollzeitkraft gehabt. Echt fies! Was soll man bloß machen? Wenn ich zum SB gehe ist das immer die Hölle. Die wollten mich ja auch schon über TUJA in ein Call-Center stecken...bin froh daß das nicht geklappt hat, war mit Kundenberatung aber gleich noch was verkaufen müssen...schrecklich. Na gut, vielen Dank euch allen, ich hoffe auf bessere Zeiten. Danke, Jason
Jason2007 ist offline  
Alt 03.07.2007, 19:02   #10
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für massnahmen in der entgeltvariante (die sich übrigens mit "t" schreibt :)), gilt grundsätzlich das prinzip dass zusätzlichkeit und wettbewerbsneutralität gegeben sein muss.

§ 260 SGB III wenn ich mich nicht irre.

solche massnahmen sind also in der praxis häufig lediglich nur eine form der illegalen beschäftigung.

allerdings gibt es auch das modell der "geförderten integration" - das findet unter finnazieller mithilfe dann zurecht in der freien wirtschaft statt.

ich würde dir aus verschiedenen gründen davon abraten, auf diese art und weise bei arbeitgebern vorzusprechen.
du hilft nicht nur unter umständen bei betrug mit, du machst dich auch unnötigerweise zu billig. mach dich kieber besonders teuer wenn du wo vorstellig wirst, dann wirst du viel interessanter fpr einen arbeitgeber.
AQA Informationsbüro ist offline  
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