Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> DRINGEND! 6 Wochen Praktikum zulässig???

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 24.04.2007, 07:37   #1
theota
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Ausrufezeichen DRINGEND! 6 Wochen Praktikum zulässig???

Befinde mich in einer Maßnahme mit Mehraufwandentschädigung (gesponsert durch ESF; 1.12.-30.6.'07), innerhalb derer ein 6-wöchiges Praktikum (14.5.-22.6.) vorgesehen ist.

Praktikumsstelle war auch schon fest (von meiner Seite aus und seit letzter Woche auch von dem regional durchführenden Träger der Maßnahme; habe FR entsprechenden Vertrag unterschrieben, dieser befindet sich wegen noch fehlender Unterschrift des Arbeitgebers auf dem Postwege zu eben diesem), bis gestern unsere Dozentin die glorreiche Idee hatte, sich an meiner Statt auf eine Annonce zu melden, in der in einer 30 km entfernten Stadt eine Teilzeitkraft gesucht wird und sich für mich angebiedert hat, dass ich ja vorab dort auch ein 6wöchiges unentgeltliches Praktikum machen kann, sozusagen als Gratis-Arbeitsprobe.

Vermutlich das Ganze, weil sie nur dann Provision von der hiesigen ARGE bekommt, wenn sie uns direkt im Anschluss an die von ihr durchgeführten Massnahme in eine unbefristete Stelle vermittelt.

Noch verfüge ich über einen Pkw (ab nächsten Monat heisst es vermutlich "bis dass der TÜV uns scheidet") und die Finanzierung für die Nachmittagsbetreuung meines schulpflichtigen Sohnes übernimmt das Jugendamt, jedoch bleibe ich auf den monatlich Euro 43,00 für das Essensgeld der Betreuung (ist nur für sein Mittagessen) hängen. Zuzüglich zu den Spritkosten hin- und zurück dürfte es trotz der Mehraufwandentschädigung knapp werden, zumal ich auch von der Tafel die Kündigung erhalten habe (wurde hier von druide65 separat gepostet) und ich ab 1. Mai den Gürtel somit sowieso nochmal enger schnallen muss.

Jetzt kam anläßlich dieser plötzlichen Wendung gestern die Frage auf, ob eine Praktikumszeit von 6 Wochen innerhalb einer solchen Massnahme überhaupt zulässig ist, oder ob diese auf 4 Wochen begrenzt wurde.

Wie ist Eure Meinung, bzw. Erfahrung dazu ???

Sorry. falls ich etwas konfus wiedergebe, aber die Zeit drängt für mich und da gestern zu viel Anderes auf mich einstürzte (hab von Todesfall im Bekanntenkreis erfahren) hab ich erst heute "den Kopf", Euch um Rat zu fragen, bzw. zu bitten.

LG,

theota
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 12:58   #2
Debra
Elo-User/in
 
Registriert seit: 24.03.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 2.935
Debra
Standard

Hallo,
da ja 6 Wochen offensichtlich in dieser Maßnahme vorgesehen sind (hast du da schon was unterschrieben?), wirst du wohl auch 6 Wochen eins machen müssen. - Aber was sagt denn der Arbeitgeber dazu? Lässt der sich darauf überhaupt ein bzw. hat der schon einen Vorstellungstermin vorgeschlagen?
Ich würde ja lieber ein Praktikum dort machen, wo ich dann auch weiß, dass ich hinterher auch beschäftigt werde. Wozu sinnlos woanders umsonst arbeiten (was anderes ist ein Praktikum ja nicht), weil es kürzer ist nur um danach weiter von der ARGe schikaniert zu werden?
Aber im Prinzip ne Frechheit von der Dozentin, den wenigen Leuten, die noch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbieten, auf die Idee zu bringen, dass sie sich ja auch Arbeitskräfte UMSONST anfordern können ... lass den mal auf den Geschmack kommen, dann wird der die Stelle mit wechselnden "Praktikanten" von dort andauernd besetzen ... Frechheit, diese "Dozenten" sollen doch helfen, wieder in Arbeit zu kommen und nicht bezahlte Arbeitsplätze vernichten!
Bei mir war das "Praktikum" (völlig überflüssig btw, da ich in dem Beruf schon jahrelange Berufserfahrung habe) auf drei Monate begrenzt. Der "Arbeitgeber" dort hat sich auch mittels berufserfahrener Praktikanten und Azubis (die auf BA-Kosten ausgebildet werden und denen er Weiterbeschäftigung in Aussicht stellte, die dann aber natürlich nicht stattfand) von den Kosten für eine Arbeitskraft, die er ansonsten hätte tragen müssen für sein privates Gewerbe, auf diese Weise entledigt.

Bei einer Leidensgenossin, die auch in einer Maßnahme steckt, ist die Praktikumsdauer auch 6 Wochen. (Die hat schon unzählige Praktikas hinter sich, ist 44 Jahre alt).
Debra ist offline  
Alt 24.04.2007, 13:17   #3
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Hallo,
da ja 6 Wochen offensichtlich in dieser Maßnahme vorgesehen sind (hast du da schon was unterschrieben?), wirst du wohl auch 6 Wochen eins machen müssen. - Aber was sagt denn der Arbeitgeber dazu? Lässt der sich darauf überhaupt ein bzw. hat der schon einen Vorstellungstermin vorgeschlagen?
Ich würde ja lieber ein Praktikum dort machen, wo ich dann auch weiß, dass ich hinterher auch beschäftigt werde. Wozu sinnlos woanders umsonst arbeiten (was anderes ist ein Praktikum ja nicht), weil es kürzer ist nur um danach weiter von der ARGe schikaniert zu werden?
Natürlich! Aber wenn es hier bei uns so einfach wäre, durch ein Praktikum in Arbeit zu kommen, würden wir 20 Frauen nicht in dieser Massnahme sitzen, sondern bereits arbeiten gehen! Ich bin schon froh, überhaupt eine Praktikumsstelle in einem BÜRO gefunden zu haben, schon das erwies sich hier vor Ort als nicht ganz so einfach (der Kurs hat den Schwerpunkt "Gastronomie und Service", sowie "Lager und Verkauf", was aber weder die GT aktiv noch den Massnahmeträger daran gehindert hat, die Teilnehmerinnen bunt durcheinandergewürfelt in diesen Kurs zu beordern, gleich, aus welchem Beruf sie kommen; alles Alleinerziehende, alle Kinder noch jünger als 12 Jahre!) D.h. für mich als Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Französisch macht es noch weniger Sinn, sich einzig und allein nach DEM Kriterium, dass ich im Anschluss übernommen werden KÖNNTE, für ein Praktikum zu entscheiden, wenn dies nicht meinem Berufsbild und -wunsch entspricht. Wenn ich von Anfang an hätte kellnern wollen, wozu haben meine Eltern mir dann meine Ausbildung im Wert von DM 12.000,- (nur die 2 Jahre als Fremdsprachenkorrespondentin, wohlgemerkt!) finanziert?

P.S.: nein, ich suche keine Ausrede, mich vor Arbeit zu drücken, sonst wäre ich letztes Jahr nicht für Euro 1,30/Std. putzen gegangen - da wusste ich mich noch nicht besser gegen unsinnige Massnahmen zu wehren...

Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Aber im Prinzip ne Frechheit von der Dozentin, den wenigen Leuten, die noch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbieten, auf die Idee zu bringen, dass sie sich ja auch Arbeitskräfte UMSONST anfordern können ... lass den mal auf den Geschmack kommen, dann wird der die Stelle mit wechselnden "Praktikanten" von dort andauernd besetzen ... Frechheit, diese "Dozenten" sollen doch helfen, wieder in Arbeit zu kommen und nicht bezahlte Arbeitsplätze vernichten!
Bei mir war das "Praktikum" (völlig überflüssig btw, da ich in dem Beruf schon jahrelange Berufserfahrung habe) auf drei Monate begrenzt. Der "Arbeitgeber" dort hat sich auch mittels berufserfahrener Praktikanten und Azubis (die auf BA-Kosten ausgebildet werden und denen er Weiterbeschäftigung in Aussicht stellte, die dann aber natürlich nicht stattfand) von den Kosten für eine Arbeitskraft, die er ansonsten hätte tragen müssen für sein privates Gewerbe, auf diese Weise entledigt.

Bei einer Leidensgenossin, die auch in einer Maßnahme steckt, ist die Praktikumsdauer auch 6 Wochen. (Die hat schon unzählige Praktikas hinter sich, ist 44 Jahre alt).
Ja - wem sagst du das?
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 13:18   #4
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo...

vorab, hast du eine EGV unterschrieben?

Ansonsten... du musst diese 6 Wochen Praktikum ableisten - aber, wenn dir ein höherer Aufwand (als die dir zuerkannte Pauschale) entsteht (Kindesunterbringung, gesonderte Fahrtkosten), dann solltest du hier Erstattung bei deiner ArGe beantragen.
 
Alt 24.04.2007, 13:22   #5
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Hallo...

vorab, hast du eine EGV unterschrieben?

Ansonsten... du musst diese 6 Wochen Praktikum ableisten - aber, wenn dir ein höherer Aufwand (als die dir zuerkannte Pauschale) entsteht (Kindesunterbringung, gesonderte Fahrtkosten), dann solltest du hier Erstattung bei deiner ArGe beantragen.
Die EGV wurde lange nach Beginn der Massnahme nachträglich erstellt, ich erschien zur Unterschrift mit einem Angestellten des hiesigen Arbeitslosenhilfeforums, so dass inhaltlich daran nichts auszusetzen ist; bezüglich des Praktikums sind dort allerdings keine Angaben zu finden, dies kann allenfalls in der Vereinbarung festgehalten worden sein, die ich vor Antritt des Kurses zusammen mit dem Massnahmeträger unterschrieben habe, so dass ich zunächst jetzt dort ansetzen muss (Kopie oder zumindest Akteneinsicht verlangen!) - so viel konnte ich heute Vormittag herausfinden - um weiterzukommen.
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 13:31   #6
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von theota Beitrag anzeigen
Die EGV wurde lange nach Beginn der Massnahme nachträglich erstellt, ich erschien zur Unterschrift mit einem Angestellten des hiesigen Arbeitslosenhilfeforums, so dass inhaltlich daran nichts auszusetzen ist; bezüglich des Praktikums sind dort allerdings keine Angaben zu finden, dies kann allenfalls in der Vereinbarung festgehalten worden sein, die ich vor Antritt des Kurses zusammen mit dem Massnahmeträger unterschrieben habe, so dass ich zunächst jetzt dort ansetzen muss (Kopie oder zumindest Akteneinsicht verlangen!) - so viel konnte ich heute Vormittag herausfinden - um weiterzukommen.
Du hast etwas unterschrieben und dir keine Kopie aushändigen lassen?

Ansonsten - ja, da wäre dann weiter anzusetzen. Deinen Frust kann ich übrigens gut verstehen und als Fremdsprachenkorrespondentin solltest du eigentlich auch einen guten (passenden) Job finden können - vielleicht nur nicht in dieser Region?!
 
Alt 24.04.2007, 13:49   #7
Vater Flodder
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Vater Flodder
 
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 332
Vater Flodder
Standard

Zitat:
Wie ist Eure Meinung, bzw. Erfahrung dazu ???
Sechs Wochen kostenlos Probe arbeiten ?

Das gibt es nur in Sklavenfilmen - und in Deutschland .

Man sollte sich allerdings mal zu Gericht begeben und diese Praxis überprüfen lassen:

1.) Kein Arbeitgeber lehnt kostenlose Arbeitskräfte für 6 Wochen ab.

Das ist aber m.E. eine verbotene Subvention durch die Hintertür.

2.) Arbeitsgesetze ? Brauchen wir dann bald nicht mehr, der nächste 6 Wochenpraktikant wartet schon.

3.) Wem bringt das Ganze was ? Nur dem Arbeitgeber
Vater Flodder ist offline  
Alt 24.04.2007, 13:58   #8
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Du hast etwas unterschrieben und dir keine Kopie aushändigen lassen?
Ja *schäm* fragen reicht halt nicht, nachhaken ist die Devise - ich weiss - aber wie gesagt: letztes Jahr... - ich will mich jetzt auch gar nicht rausreden, aber wenn man so oft wie ich bei der ARGE vergeblich nach Kopien gefragt hat...

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Ansonsten - ja, da wäre dann weiter anzusetzen. Deinen Frust kann ich übrigens gut verstehen und als Fremdsprachenkorrespondentin solltest du eigentlich auch einen guten (passenden) Job finden können - vielleicht nur nicht in dieser Region?!
Naja, vor 4 Jahren hab ich bereits den Wohnort gewechselt, AUCH aus beruflichen Gründen; leider wurde aus dem befristeten Arbeitsvertrag trotz gegenteiliger Versprechungen damals kein unbefristeter gemacht. :-(

Jetzt nochmal den ganzen Hokuspokus, alleine auf mich gestellt, was den Umzug anbetrifft ?

Das hatte ich erst letztes Jahr, obendrein ohne finanzielle Hilfe von der ARGE (Antrag liegt noch heute unbearbeitet vor, wird von denen ausgesessen, RA ist auch keine wirkliche Hilfe), als ich aus der für meinen Sohn und mich zu großen Wohnung in eine mit angemessener Größe wechseln mußte (ich hab hier keinen so großen Bekanntenkreis aufbauen können; zunächst war ich vollkommen ausgelastet mit meinem Teilzeitjob von 9-15.30 Uhr, Hausaufgabenbetreuung und Haushalt, zudem hatte ich ja in meiner berufstätigen Zeit den Bekanntenkreis meines damaligen Lebensgefährten)

Nein, mir reicht's; ich war letztes Jahr bereits kurz vor'm Nervenzusammenbruch, und die Galle macht heute immer noch mal wieder Ärger, dazu gibt's in meiner Heimat (Umzug zurück) keine bessere berufliche Perspektive, sonst wär ich ja 2003 nicht weggezogen.

Was meine Erfahrungen anbetrifft, ist als Fremdsprachenkorrespondentin halbtags/Teilzeit nicht viel zu machen - leider...muß ich mich gedulden, bis mein Sohn alt genug ist, alleine zu Hause zu sein...oder Glück haben, eine andere Bürotätigkeit zu finden in diesem Zeitrahmen - bisher sieht's schlecht aus ...

Ist auch die Frage, ob es wirklich Sinn macht, bzw. es die ganzen psychischen Belastungen wert ist, meinem Sohn jedes Schuljahr einen Schulwechsel zuzumuten, nur, um Sanktionen der ARGE zu umgehen, bzw. zu vermeiden?
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:00   #9
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Vater Flodder Beitrag anzeigen
Sechs Wochen kostenlos Probe arbeiten ?

Das gibt es nur in Sklavenfilmen - und in Deutschland .

Man sollte sich allerdings mal zu Gericht begeben und diese Praxis überprüfen lassen:

1.) Kein Arbeitgeber lehnt kostenlose Arbeitskräfte für 6 Wochen ab.

Das ist aber m.E. eine verbotene Subvention durch die Hintertür.

2.) Arbeitsgesetze ? Brauchen wir dann bald nicht mehr, der nächste 6 Wochenpraktikant wartet schon.

3.) Wem bringt das Ganze was ? Nur dem Arbeitgeber
... und der ARGE, bzw. BA - Schönung der Statistik für 6 Wochen - haben oder nicht haben - die Summe, bundesweit gesehen, macht's !! !
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:03   #10
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Praktikanten, die Unterhaltssicherungsleistungen der Arbeitsagentur erhalten, haben während eines Betriebspraktikum im Rahmen von öffentlich finanzierten Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen keinen gesonderten Anspruch auf eine Vergütung, da der Lebensunterhalt für ihre berufliche Bildung bereits finanziert wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Praktikum
 
Alt 24.04.2007, 14:07   #11
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von theota Beitrag anzeigen
Ja *schäm* fragen reicht halt nicht, nachhaken ist die Devise - ich weiss - aber wie gesagt: letztes Jahr... - ich will mich jetzt auch gar nicht rausreden, aber wenn man so oft wie ich bei der ARGE vergeblich nach Kopien gefragt hat...
... das Problem kenne ich gut.

Zitat:
Naja, vor 4 Jahren hab ich bereits den Wohnort gewechselt, AUCH aus beruflichen Gründen; leider wurde aus dem befristeten Arbeitsvertrag trotz gegenteiliger Versprechungen damals kein unbefristeter gemacht. :-(

Jetzt nochmal den ganzen Hokuspokus, alleine auf mich gestellt, was den Umzug anbetrifft ?

Das hatte ich erst letztes Jahr, obendrein ohne finanzielle Hilfe von der ARGE (Antrag liegt noch heute unbearbeitet vor, wird von denen ausgesessen, RA ist auch keine wirkliche Hilfe), als ich aus der für meinen Sohn und mich zu großen Wohnung in eine mit angemessener Größe wechseln mußte (ich hab hier keinen so großen Bekanntenkreis aufbauen können; zunächst war ich vollkommen ausgelastet mit meinem Teilzeitjob von 9-15.30 Uhr, Hausaufgabenbetreuung und Haushalt, zudem hatte ich ja in meiner berufstätigen Zeit den Bekanntenkreis meines damaligen Lebensgefährten)

Nein, mir reicht's; ich war letztes Jahr bereits kurz vor'm Nervenzusammenbruch, und die Galle macht heute immer noch mal wieder Ärger, dazu gibt's in meiner Heimat (Umzug zurück) keine bessere berufliche Perspektive, sonst wär ich ja 2003 nicht weggezogen.

Was meine Erfahrungen anbetrifft, ist als Fremdsprachenkorrespondentin halbtags/Teilzeit nicht viel zu machen - leider...muß ich mich gedulden, bis mein Sohn alt genug ist, alleine zu Hause zu sein...oder Glück haben, eine andere Bürotätigkeit zu finden in diesem Zeitrahmen - bisher sieht's schlecht aus ...

Ist auch die Frage, ob es wirklich Sinn macht, bzw. es die ganzen psychischen Belastungen wert ist, meinem Sohn jedes Schuljahr einen Schulwechsel zuzumuten, nur, um Sanktionen der ARGE zu umgehen, bzw. zu vermeiden?
Nun... aber die ArGe will doch auch das du Vollzeit zur Verfügung stehst - dann soll die ArGe auch für vollzeitige umfassende Unterbringung des Kindes Sorge tragen, damit du eben eine Chance auf einen Vollzeitjob überhaupt hast.

Würde ich kackfrech beantragen mit dem Hinweis auf eigene Bemühungen zur Kindesbetreuung, die eben ins Leere gelaufen sind. Du hast als Fremdsprachenkorrespondentin nun wirklich einen guten Background, lass dir den nicht kaputtmachen. Wenn du es so machst, wie ich und anfängst artfremd zu arbeiten, wird die Jobsuche in deinem Beruf noch schwieriger!
 
Alt 24.04.2007, 14:11   #12
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Besten Dank!

Dann darf meine Dozentin mir am FR vor versammelter Mannschaft erklären, wie ich das bitte schön finanzieren soll....

da wünsch ich ihr schon jetzt viel Spaß...;)

wo sie uns doch schon großzügigerweise erlassen hat, Geld für ihre Materialkostenerstattung von uns zu sammeln, d.h. sie macht ja innerhalb der Massnahme viele Kopien für uns, dafür wollte sie von uns Geld sammeln, zwecks Erstattung dieser Ausgaben - (Frage: finanziert das nicht auch der Träger, in unserem Fall der ESF?????)

aber "großzügig" wie sie nun mal ist, will sie nun doch davon absehen, wir sollen das Geld lieber in Bewerbungen investieren...

hallo!?!

hab ich da was falsch verstanden oder ist die Mehraufwandentschädigung tatsächlich auch für SOLCHE Ausgaben vorgesehen?????
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:15   #13
Arania->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

Das finanziert der Träger, der bekommt das Geld für seine Dozenten und deren Aufwendungen
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:20   #14
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
hab ich da was falsch verstanden oder ist die Mehraufwandentschädigung tatsächlich auch für SOLCHE Ausgaben vorgesehen?????
Das steht in den Verträgen zwischen Träger und ArGe - ansonsten gilt... alles was mit dem Ein-Euro-Job/der Maßnahme verbunden ist, kann für solche Ausgaben vorgesehen sein... Letzten Endes wird nicht der Maßnahmeabsolvent über die Mehraufwandsentschädigung "entschädigt", sondern es wird lediglich ein Ausgleich geschaffen - es wäre also auch rechtens, wenn dabei +/- Null herauskommt, da kein regulärer Verdienst.

Aber, wenn Fahrtkosten, Kindesversorgung etc. die Mehraufwandsentschädigung, die ja lediglich pauschaliert gezahlt wird, überstiege, dann hast du das Recht auf einen Ausgleich in eben dieser Höhe (nach Nachweis und Antrag).
 
Alt 24.04.2007, 14:20   #15
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Nun... aber die ArGe will doch auch das du Vollzeit zur Verfügung stehst - dann soll die ArGe auch für vollzeitige umfassende Unterbringung des Kindes Sorge tragen, damit du eben eine Chance auf einen Vollzeitjob überhaupt hast. Würde ich kackfrech beantragen mit dem Hinweis auf eigene Bemühungen zur Kindesbetreuung, die eben ins Leere gelaufen sind.
Da genau liegt das Problem: ich bin letztes Jahr von Pontius zu Pilatus gelaufen und es ist DEFINITIV so, dass ich auf dem Essensgeld für meinen Sohn hängen bleibe, s. auch mein Ausgangspost! Die Nachmittagsbetreuung finanziert das Jugendamt, aber nicht die Verpflegung selbst, hier: Mittagessen für meinen Sohn.

"Das ist ja im Regelsatz für meinen Sohn enthalten" (O-Ton Sachbearbeiter Jugendamt), nur leider dürften dies in der Realität keine Euro 43,00 mtl. durch das ALG II sein, was ich aber trotzdem auf Heller und Pfennig in eben genau dieser Höhe an den Betreuungsträger abdrücken muss, wie gesagt, jeden Monat, nur für sein Mittagessen und OHNE MITTAGSBETREUUNG KEINE NACHMITTAGSBETREUUNG - glaub mir, ich hab mittlerweile alle Varianten durch, es beißt sich die Katze immer wieder in ihren eigenen Schwanz!

Das Gleiche in grün, wenn ich eine Tagesmutter bekäme - auch das habe ich letztes Jahr durchexerziert, weil es nur für einen überschaubaren Zeitraum war - nie wieder! Ich hab draufgezahlt noch und nöcher, ist dieses Jahr einfach nicht mehr drin, es wird so schon jeden Monat enger...
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:22   #16
theota
Forumnutzer/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.020
theota theota theota theota
Standard

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Das steht in den Verträgen zwischen Träger und ArGe - ansonsten gilt... alles was mit dem Ein-Euro-Job/der Maßnahme verbunden ist, kann für solche Ausgaben vorgesehen sein... Letzten Endes wird nicht der Maßnahmeabsolvent über die Mehraufwandsentschädigung "entschädigt", sondern es wird lediglich ein Ausgleich geschaffen - es wäre also auch rechtens, wenn dabei +/- Null herauskommt, da kein regulärer Verdienst.

Aber, wenn Fahrtkosten, Kindesversorgung etc. die Mehraufwandsentschädigung, die ja lediglich pauschaliert gezahlt wird, überstiege, dann hast du das Recht auf einen Ausgleich in eben dieser Höhe (nach Nachweis und Antrag).
...wobei die Praktikumszeit hier ja, nach deinem wikipedia-link, herausfallen würde...
theota ist offline  
Alt 24.04.2007, 14:24   #17
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Würde ich Widerspruch einlegen und auch klagen, da:

http://www.renatemuenster.homepage.t...wasistdrin.htm

ca. 79 Euro für ein Kind diesen Alters für den gesamten Monat für Beköstigung vorgesehen sind... das passt nicht, wenn du für das Mittagessen allein fast die Hälfte aufwendest! Also ganz klar Mehrbedarf m.E.

Rechne es auf den Monat genau aus... was ist mit sonstigen Mahlzeiten zuhause - und ... die Beköstigung im Kindergarten gibt es nur an Werktagen = soll das Kind am Wochenende hungern?
 
Alt 24.04.2007, 20:36   #18
Unwichtig->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 09.01.2007
Beiträge: 296
Unwichtig
Standard

Nr. 3 Gefährdung der Erziehung eines Kindes

*mit Kind unter drei Jahren besteht in keinem Fall Arbeitspflicht

*die Erziehungsgefährdung bezieht sich auch auf Kinder des eäG Partners

*bei zwei Elternteilen besteht für den anderen Arbeitspflicht

*ist das Kind in Betreuung (KiGa, Hort, Schule …), besteht in der Zeit der
betreuenden Erziehung „in der Regel“Arbeitspflicht

* liegen besondere Umstände des Einzelfalls vor, kann dies der Regelvermutung entgegenstehen

* Die Erziehung des Kindes obliegt den Eltern, nach Art 6 Abs. 2 S. 1 GG haben die Eltern zu entscheiden, was für die Kinder vorteilhaft ist und nicht der Fallmanager. Daraus leitet sich ab, das es keine Pflicht gibt, das Kind in eine Tageseinrichtung oder Betreuung gegen den ausdrücklichen elterlichen Willen stecken zu müssen.

* Ob eine dahingehende Weigerung einen Sanktionstatbestand darstellt
wird die Rechtsprechung klären müssen.

* Die Dienstanweisung der BA, „der Hilfebedürftige hat sich bei Dritten um die Sicherstellung der Betreuung des Kindes zu bemühen und dies auf Verlangen nachzuweisen“(DA 10.10) entbehrt einer Rechtsgrundlage. Einen Sanktionstatbestand:
„Weigerung Kinder Fremdbetreuen zu lassen“gibt es nicht. In der Folge wäre eine dahingehende Regelung in einer EGV Nichtig (§ 58 Abs. 2 Nr. 1 SGB X).

* Aus der gesetzlichen Maßgabe vorrangig Eltern mit Kindern ab drei Jahren eine Kinderbetreuung anzubieten, lässt sich keine Pflicht ableiten diese annehmen zu müssen.

http://www.harald-thome.de/media/fil..._II_Folien.pdf
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Unwichtig ist offline  
Alt 24.04.2007, 20:50   #19
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Daumen hoch

Zitat:
* Ob eine dahingehende Weigerung einen Sanktionstatbestand darstellt
wird die Rechtsprechung klären müssen.

* Die Dienstanweisung der BA, „der Hilfebedürftige hat sich bei Dritten um die Sicherstellung der Betreuung des Kindes zu bemühen und dies auf Verlangen nachzuweisen“(DA 10.10) entbehrt einer Rechtsgrundlage. Einen Sanktionstatbestand:
„Weigerung Kinder Fremdbetreuen zu lassen“gibt es nicht. In der Folge wäre eine dahingehende Regelung in einer EGV Nichtig (§ 58 Abs. 2 Nr. 1 SGB X).

* Aus der gesetzlichen Maßgabe vorrangig Eltern mit Kindern ab drei Jahren eine Kinderbetreuung anzubieten, lässt sich keine Pflicht ableiten diese annehmen zu müssen.
Danke Unwichtig!!!!

Das ist auch für mich ein wichtiger Hinweis - da ich nicht einsehe, gekürztes ALG I hinnehmen zu müssen um im Umkehrschluss über den dann nötigen aufstockenden Bezug von ALG II doch wieder vollzeitig arbeitspflichtig zu sein - umsomehr - da mich der "Kindergartenpool" hier in Bremen aufgrund fehlender Berufstätigkeit zurückgewiesen hat.

Hier ist leider so - entweder Warteliste auf bevorzugten Kindergartenplatz oder aber zurück in den "Bewerberpool" - man kann sich also nicht bei mehreren Kindergärten bewerben oder auf die Warteliste setzen lassen.

Von daher ist dein Beitrag für mich wirklich hilfreich, weil ich das Gefühl habe - egal was ich veranlasse, es ist verkehrt - im Sinne "Eigenbemühen".
 
Thema geschlossen

Stichwortsuche
dringend, praktikum, wochen, zulaessig, zulässig

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Null-Euro-Jobs und Praktikum ohne Entschädigung zulässig? Sabine333 Ein Euro Job / Mini Job 9 21.11.2011 22:33
Probearbeiten für 2 Wochen zulässig? Paolo_Pinkel ALG II 4 22.08.2008 08:10
Kurs bei Privat Vermittler mit 12 Wochen Praktikum, muss ich ? Scwaben-Querdenker ALG II 1 14.05.2007 17:35
Heizkostenpauschale - zulässig? Protest KDU - Heiz-, Energie- und Nebenkosten 5 27.09.2006 10:12
Ist ein Ein-Euro-Job für mich zulässig? Katzenmama47 Ein Euro Job / Mini Job 33 01.06.2006 14:34


Es ist jetzt 20:13 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland