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Start > > -> Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Diskussionsbereich-> Urteile / Entscheidungen / Rechtsmittel Hier kann man über aktuelle Urteile & Entscheidungen sowie Rechtsmittel diskutieren ( Nur für registrierte Nutzer )


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Alt 03.06.2011, 14:58   #1
WillyV
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Standard Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

LAG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 20.01.2011 - 11 Sa 353/10

Nazi-Sprüche im Betrieb sind inakzeptabel und können je Lage der Umstände eine Kündigung rechtfertigen. In dem jetzt vom LAG Rheinland-Pfalz (Urteil vom 20.01.2011 - 11 Sa 353/10 = BeckRS 2011, 71731) entschiedenen Fall hatte der Kläger eine Arbeitsanweisung seines Vorgesetzten mit der Wendung „Jawohl, mein Führer“ kommentiert. Gegen die ihm gegenüber daraufhin ausgesprochene ordentliche Kündigung hatte er Kündigungsschutzklage erhoben. Das LAG sieht in der Äußerung ein deutliches Fehlverhalten. Eine solche Anspielung verbiete sich im innerbetrieblichen Gebrauch, da es sich um einen Tabubruch durch Verwendung des aus dem nationalsozialistischen Sprachgebrauch entstammenden Zitats handele und damit geeignet sei, die Gefühle der betroffenen Mitarbeiterin zu verletzen. Dem Kläger könne nicht zugestimmt werden, soweit er meine, heutzutage sei die humorvolle und kabarettistische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit möglich und verbreitet, jedenfalls soweit der Kläger dies auf das Ausüben polemischer Kritik in der betrieblichen Zusammenarbeit erstrecken wolle. Damit verkenne der Kläger den Zusammenhang der Äußerung. Er habe sich gerade nicht über die Nationalsozialisten lustig gemacht, sondern sein Spott habe auf einen Betriebsangehörigen gezielt. Gleichwohl gab das LAG der Kündigungsschutzklage im Ergebnis statt. Auch wenn die Äußerung nicht hinnehmbar sei, rechtfertige sie doch noch nicht ohne weiteres die Kündigung. Eine Abmahnung sei als milderes Mittel gegenüber der Kündigung angemessen und ausreichend gewesen, um einen künftigen störungsfreien Verlauf des Arbeitsverhältnisses zu erreichen.

Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung? | beck-community
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Alt 03.06.2011, 15:53   #2
arbeitslos in holland
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arbeitslos in holland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

zum glück

ein richter mit augenmaß
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Hieronymus Bosch 1450-1516
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Alt 03.06.2011, 16:47   #3
Trixi2011
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Trixi2011 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Total idiotisch in meinen Augen!

Das ist genauso wie, als wenn man als Deutscher zu seinen türkischen Kollegen "Türkenfuzzi" sagen würde. Sofort ein Aufschrei und Getöse, aber lasse den Türken mal "Scheiß Deutscher!" sagen, die Kröte muss geschluckt werden!
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Alt 03.06.2011, 16:58   #4
jimmy->Emailproblem
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jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von Trixi2011 Beitrag anzeigen
Sofort ein Aufschrei und Getöse, aber lasse den Türken mal "Scheiß Deutscher!" sagen, die Kröte muss geschluckt werden!
Joa, der Deutsche ist aufgrund seiner geschichte zu eine Rückleistung bis in alle Ewigkeit verdammt. Unnötig zu erwähnen, dass die Gedenken im 10 Jahrestakt Ihr übriges tun, und so auch ja keine Generation überspringt, und sich jeder Ausländer Dinge erlauben darf, wofür der Deutsche sofort gemaßregelt wird.
__

Zitat:
2.3 Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 18.09.2013 - S 147 AS 20810/13 ER

Das derzeit geltende Sanktionsrecht nach den §§ 31 ff. SGB II verstößt nicht gegen das aus Art. 1 GG i. V. m. dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) hergeleitete menschenwürdige Existenzminimum (vgl. dazu BVerfG v. 09.02.2010 - 1 BvL 1/09).
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Alt 03.06.2011, 17:36   #5
Stephan42
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von jimmy Beitrag anzeigen
...wofür der Deutsche sofort gemaßregelt wird.
Du kannst ja einmal in der Öffentlichkeit "Das Lied der Deutschen" singen!

Und zwar die beiden ersten Strophen!

Dies darf man nämlich ungestraft tun! Selbst wenn hier und da sicherlich gemotzt wird.
Die "Motzer" müssen sich dann sogar hüten, hier evtl. sogar Beleidigungen von sich zu geben. Denn sonst sind sie selbst am Ar***

Denn das BVerfG hat bereits 1990 klargestellt, das diese beiden Strophen wie jedes X-beliebiges Lied gesungen werden dürfen.

Sie gehören nicht mehr zur Nationalhymne und sind daher nicht als nationales Symbol gegen Verunglimpfung geschützt.
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Alt 03.06.2011, 18:05   #6
haef->Emailproblem
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haef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagiert
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von jimmy Beitrag anzeigen
Joa, der Deutsche ist aufgrund seiner geschichte zu eine Rückleistung bis in alle Ewigkeit verdammt. Unnötig zu erwähnen, dass die Gedenken im 10 Jahrestakt Ihr übriges tun, und so auch ja keine Generation überspringt, und sich jeder Ausländer Dinge erlauben darf, wofür der Deutsche sofort gemaßregelt wird.
...als da wären?

frdl. Grüße
Horst
__

"Hartz IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung von Freiheitsrechten.
Hartz IV quält die Menschen, zerstört ihre Kreativität." G. Werner/Inh. DM

Die ARGEn, die Berechnung des Lebensunterhaltes, die Kopplung an die Renten,
alles
verfassungswidrig. Das BVerfG

Alle ARGE-Mitarbeiter dienen diesem asozialen, illegalen und illegitimen System. Sie beteiligen sich z.T. sogar an kriminellen Machenschaften und beklagen, statt sich gemeinsam mit Elo´s zu wehren, ihr eigenes "Schicksal".


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Alt 03.06.2011, 18:10   #7
insomnia
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Wir haben 2 Weltkriege verlohren, können froh sein wenn wir überhaupt noch was sagen dürfen nicht nur hier ist unser ( euer ) Geld.
insomnia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2011, 18:15   #8
samus
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samus Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Beim Fußball, oder im Sport allgemein gibt es den Spielführer. Da kann man doch nichts dagegen sagen oder?

Wo spielt Hertha BSC?
Richtig.
Im Berliner Olympiastadion.
Und wer hat das gebaut??? A.H.
Ist jetzt jeder ein Nazi der ins Berliner Olympiastadion gehtr?

Wer hat das Kindergeld in Deutschland eingeführt? A.H.
Ist jeder der Kindergeld annimmt ein rechter?


Solche Beispiele gibt es zuhauf.

Wir müssen endlich "unsere" Vergangenheit vergessen!
samus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2011, 18:25   #9
Stephan42
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von samus Beitrag anzeigen
Wir müssen endlich "unsere" Vergangenheit vergessen!
Mit Verlaub.... Das ist Unsinn.
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Alt 03.06.2011, 18:45   #10
Trixi2011
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Trixi2011 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Unsere Vergangenheit vergessen, das sollten wir nicht, aber wir sollten langsam mal mehr Rückrad beweisen in Hinsicht auf unsere Nationalität!

Als bei der WM 2006 plötzlich Deutschlandfahnen geschwungen wurden, da waren viele ja geradezu entsetzt und hatten die abstrusesten Gedanken.

Heute ist es, zumindestens bei sportlichen Großereignissen, ganz normal das Wort "Deutschland!" zu skandieren und dabei unsere Fahne zu schwenken.

Um es in den Worten unseres Berliner Bürgermeisters zu sagen: Und das ist auch gut so!
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Alt 03.06.2011, 19:24   #11
Reiner Zufall
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von insomnia Beitrag anzeigen
Wir haben 2 Weltkriege verlohren...
Ich nicht. Bin in den Fünfzigern geboren. Da war der Krieg rum.
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Alt 03.06.2011, 19:31   #12
Speedport
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von Trixi2011 Beitrag anzeigen
Unsere Vergangenheit vergessen, das sollten wir nicht, aber wir sollten langsam mal mehr Rückrad beweisen in Hinsicht auf unsere Nationalität!

Als bei der WM 2006 plötzlich Deutschlandfahnen geschwungen wurden, da waren viele ja geradezu entsetzt und hatten die abstrusesten Gedanken.

Heute ist es, zumindestens bei sportlichen Großereignissen, ganz normal das Wort "Deutschland!" zu skandieren und dabei unsere Fahne zu schwenken.

Um es in den Worten unseres Berliner Bürgermeisters zu sagen: Und das ist auch gut so!
Der hat schon mehr Unsinn verzapft.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


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Alt 03.06.2011, 19:40   #13
Red Bull
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von haef Beitrag anzeigen
...als da wären?

frdl. Grüße
Horst
Mit kurzen Haaren (igel schnitt) als Nazi bezeichnet zu werden nur weil man zu belanglosen Dingen, anderer Meinung ist.
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Alt 03.06.2011, 19:44   #14
hartz5
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Man, wäre es schön, wenn ein Mensch den anderen Menschen als solchen sehen würde und Nationalstolz (ist es wirklich ein Verdienst, in einem bestimmten Land geboren zu sein?) keine Rolle mehr spielen würde.......
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









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Alt 03.06.2011, 19:46   #15
Kikaka
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat:
Zitat von samus http://www.elo-forum.org/images/buttons/viewpost.gif
Wir müssen endlich "unsere" Vergangenheit vergessen!



...Nix vergessen,

....sonst fehlen die Erinnerungen an die Zukunft...

Arbeit macht frei - Google-Suche
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Alt 03.06.2011, 19:47   #16
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
zum glück

ein richter mit augenmaß
genau, andererseits wer "Spass" haben will, muss eben auch damit rechnen dafür "zahlen" zu müssen.

frdl. Grüße
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Alt 03.06.2011, 20:58   #17
olivera
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Ort: wo ist denn Gott?"-Junge: "Von Nietzsches Trecker überfahren"-mensch: "Wie grauenvoll!
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olivera Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von haef Beitrag anzeigen
genau, andererseits wer "Spass" haben will, muss eben auch damit rechnen dafür "zahlen" zu müssen...
eben. es geht nämlich auch viel subtiler (durfte ich als 'WerksStudent' im Walzwerk lernen): besserwisserische(Fach-)Vorarbeiter bekommen zu hören "Jawoll, Meister!" - und aufgeplusterten Meistern entgegnet der 'einfache Arbeiter' ein "Zu Befehl, Herr Direktor". Sollte sich mal ein Direktor in die Halle/ans Band verirrt haben und Ansprache halten - ehrfürchtig wirkendes Schweigen, wie es einem Papst gebührt... . Sind so die kleinen Freuden derer, die das "Werk" tatsächlich tun...
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Alt 04.06.2011, 06:57   #18
Sparks
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von Red Bull Beitrag anzeigen
Mit kurzen Haaren (igel schnitt) als Nazi bezeichnet zu werden nur weil man zu belanglosen Dingen, anderer Meinung ist.
Und das machen nur Ausländer? Deutsche machen das nicht? Und welche belanglosen Dinge sollen das sein?

Zur Erinnerung, damit man nicht hochscrollen muss. Jimmy schrieb:

Zitat von Jimmy
Joa, der Deutsche ist aufgrund seiner geschichte zu eine Rückleistung bis in alle Ewigkeit verdammt. Unnötig zu erwähnen, dass die Gedenken im 10 Jahrestakt Ihr übriges tun, und so auch ja keine Generation überspringt, und sich jeder Ausländer Dinge erlauben darf, wofür der Deutsche sofort gemaßregelt wird.
Und haef stellte die Frage:

Zitat von haef
...als da wären?
Was mich nun auch interessieren würde. Der Terminus "belanglose Dinge" ist mir als Beantwortung doch ein wenig zu abstrakt.
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Alt 04.06.2011, 09:47   #19
Feind=Bild
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Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Der Ton macht die Musik!

Vor Jahren hatte ich einen Industriejob in einer Abteilung mit vornehmlich Deutschen, neben Oberschlesiern (also gebürtig in Polen, aber durchaus als Deutsche mehr oder weniger akzeptiert), nem Portugiesen, nem Italiener auch einige Türken, von denen viele inzwischen einen deutschen Pass haben dürften.
Es gab kaum Probleme wegen der Nationalitäten, nicht nur weil der Arbeitgeber Wert auf Diversity (also z.B. kulturelle Unterschiedlichkeit) legte.
Wir hatten Kolonnenführer, die durchaus auch schon mal ohne Hintergedanken Gruppenführer genannt wurden (wäre dann wohl auch Nazi-Jargon) und ich möchte nicht ausschließen, daß auch ich schon mal obiges Zitat als Bestätigung für einen erteilten Auftrag von mir gegeben haben mag. Und mir liegt jedwede Deutschtümelei fern!

Es wurde unter Freunden auch von einem Kollegen das Wort Kannacke benutzt, ohne daß es dadurch zu Streit kam.

Wie gesagt, der Ton macht die Musik und der Zusammenhang spielt auch eine Rolle, wann ein bestimmter Ausspruch kritisch zu sehen ist oder nur als mehr oder weniger launischer Ausdruck eines persönlichen Humors.
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
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Alt 04.06.2011, 09:56   #20
Reiner Zufall
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Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Es ist ja gerade unter jüngeren Schwarzen in Amerika nicht unüblich, sich gegenseitig Nigger zu nennen.
Das können u. sollen sie auch tun, wenn sie selbst damit klarkommen.
Aber es wäre etwas völlig anderes, wenn ein Weißer diese Bezeichnung gebraucht.
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Alt 04.06.2011, 10:52   #21
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haef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagierthaef Enagagiert
Standard AW: Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Zitat von Feind=Bild Beitrag anzeigen
Der Ton macht die Musik!

Vor Jahren hatte ich einen Industriejob in einer Abteilung mit vornehmlich Deutschen, neben Oberschlesiern (also gebürtig in Polen, aber durchaus als Deutsche mehr oder weniger akzeptiert), nem Portugiesen, nem Italiener auch einige Türken, von denen viele inzwischen einen deutschen Pass haben dürften.
Es gab kaum Probleme wegen der Nationalitäten, nicht nur weil der Arbeitgeber Wert auf Diversity (also z.B. kulturelle Unterschiedlichkeit) legte.
Wir hatten Kolonnenführer, die durchaus auch schon mal ohne Hintergedanken Gruppenführer genannt wurden (wäre dann wohl auch Nazi-Jargon) und ich möchte nicht ausschließen, daß auch ich schon mal obiges Zitat als Bestätigung für einen erteilten Auftrag von mir gegeben haben mag. Und mir liegt jedwede Deutschtümelei fern!

Es wurde unter Freunden auch von einem Kollegen das Wort Kannacke benutzt, ohne daß es dadurch zu Streit kam.

Wie gesagt, der Ton macht die Musik und der Zusammenhang spielt auch eine Rolle, wann ein bestimmter Ausspruch kritisch zu sehen ist oder nur als mehr oder weniger launischer Ausdruck eines persönlichen Humors.
völlig richtig, es besteht Einigkeit unter den Gruppenmitgliedern incl. Gruppen"führer".
Wenn das aber nicht der Fall ist und jemand diese sprachliche "Nähe" nicht mag, dann ist es eben auch richtig, das er bestenfalls abmahnen darf.

Was das mit "unserer Vergangenheitsbewältigung" oder "Bevorzugung" von Ausländern zu tun hat, erschließt sich mir jedenfalls nicht.

frdl. Grüße
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Alt 04.06.2011, 10:56   #22
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Zitat von Sparks Beitrag anzeigen
Was mich nun auch interessieren würde.
"Die türkisch- und libanesischstämmigen Jugendlichen, die am vergangenen Donnerstag in Berlin einen Busfahrer mit dem Satz „Alles nur Scheiß-Deutsche überall!“ ohne Vorwarnung angriffen und verletzten ...

Die Polizei in Berlin hat geprüft, ob man gegen die Gewalttäter auch wegen Volksverhetzung ermitteln könne. Das, so berichtet die „Berliner Zeitung“, wurde verworfen. Erstens seien die Täter trotz Migrationshintergrund selbst Deutsche. Zweitens regelt das Strafgesetzbuch, dass Volksverhetzung vorliegt, wenn zum Hass gegen „Teile der Bevölkerung“ aufgestachelt wird. Deutsche, so die Juristen, seien aber kein „Teil“."
Jugendgewalt: Junge Männer auf Feindfahrt - Debatten - Feuilleton - FAZ.NET

Ein türkischstämmiger Deutscher kann zum Haß gegen Deutsche aufrufen und sie beleidigen, ohne wegen Volksverhetzung angeklagt zu werden, weil er ja selber "Deutscher" ist. Ebenso kann das ein Türke, weil Deutsche kein Teil der Deutschen (deutschen Bevölkerung) sind.

Umgekehrt aber wird jeder Deutsche, der einen Türken oder türkischstämmigen Deutschen wegen seiner Herkunft beleidigt oder zum Haß gegen sie aufruft, wegen Volksverhetzung angeklagt.

Das ist die bunte, weltoffene, tolerante BRD.
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Alt 04.06.2011, 14:24   #23
olivera
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Zitat von Dirigent Beitrag anzeigen
...Das ist die bunte, weltoffene, tolerante BRD.
Wozu denn der zitierte Her Schirrmacher schließlich nicht gehören will?:

"Zur Klarheit, die vom Staat gefordert ist, gehört auch, dass man ausspricht, dass die Mischung aus Jugendkriminalität und muslimischem Fundamentalismus potentiell das ist, was heute den tödlichen Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts am nächsten kommt."

auaaaa... "potentiell..am nächsten kommt..." schwippschwappschwurbel...
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Alt 04.06.2011, 14:49   #24
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Zitat von Dirigent Beitrag anzeigen
"Die türkisch- und libanesischstämmigen Jugendlichen, die am vergangenen Donnerstag in Berlin einen Busfahrer mit dem Satz „Alles nur Scheiß-Deutsche überall!“ ohne Vorwarnung angriffen und verletzten ...

Die Polizei in Berlin hat geprüft, ob man gegen die Gewalttäter auch wegen Volksverhetzung ermitteln könne. Das, so berichtet die „Berliner Zeitung“, wurde verworfen. Erstens seien die Täter trotz Migrationshintergrund selbst Deutsche. Zweitens regelt das Strafgesetzbuch, dass Volksverhetzung vorliegt, wenn zum Hass gegen „Teile der Bevölkerung“ aufgestachelt wird. Deutsche, so die Juristen, seien aber kein „Teil“."
Jugendgewalt: Junge Männer auf Feindfahrt - Debatten - Feuilleton - FAZ.NET

Ein türkischstämmiger Deutscher kann zum Haß gegen Deutsche aufrufen und sie beleidigen, ohne wegen Volksverhetzung angeklagt zu werden, weil er ja selber "Deutscher" ist. Ebenso kann das ein Türke, weil Deutsche kein Teil der Deutschen (deutschen Bevölkerung) sind.

der 130 ist nun mal ein Minderheitenschutz auf Basis der Staatsübergriffe aus vergangenen Zeiten; ansonsten muss er nicht straffrei ausgehen da es immer noch eine individuelle Beleidigung nach 185 ist

Umgekehrt aber wird jeder Deutsche, der einen Türken oder türkischstämmigen Deutschen wegen seiner Herkunft beleidigt oder zum Haß gegen sie aufruft, wegen Volksverhetzung angeklagt.

1. jeder Deutsche? im Sinne von alle? außerdem gilt der 130 auch für jeden Ausländer oder Inländer gleich mit welchem Migrationshintergrund;
2. nicht weil Türken Türken sind, sondern eine Minderheit s.v.; dennoch auch dabei zu unterscheiden ob die Minderheit auch tatsächlich gemeint ist oder nur individuell, dann wieder -> 185 StGB


Das ist die bunte, weltoffene, tolerante BRD.
yep, die Einführung eines "Verächtlichmachung von Deutschen" Paragrafen, ähnlich wie in der Türkei Artikel 301, absolut zielführend und sinnstiftend, oder war das anders herum?

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Alt 04.06.2011, 19:41   #25
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Zitat:
Wir müssen endlich "unsere" Vergangenheit vergessen!
das gilt wohl nur für die leutz aus amerikanien, das sind ja bloss bissl was über 200 jahre

die deutsche geschichte umfaßt doch mehr als die letzten 100 jahre mit einer kurzepisode "weltmacht" sein zu wollen. die eigene geschichte zu "vergessen" hieße ja seine herkunft zu verleugnen, oder die positiven aspekte zu negieren:

göthe, schiller, wagner, luther, gutenberg, die wiedervereinigung(okkupation)1989 bis zur weltmeisterschaft 2006, alles inzwischen teil der eigenen geschichte.

und gerade 2006 war für die aussenwirkung sehr positv gewesen, weil man mit schwarz-rot-gold feiern konnte, ob als oranje oder rot-weisser, auch die blauen und die blau-gelben.

ja, 2006 hatte man noch illusionen, 2008 war noch weit entfernt. die letzten äußerungen vom murksel-mops richtung spanien haben wieder allen bewiesen: am deutschen wesen, soll die welt genesen

in griechenland beginnt demnächst der ausverkauf und die dt. werden ganz vorne dran sein:

öffentliche nahverkehr
energie
straßenbau
wohnungsbau

alles steht zum ausverkauf bereit, wie 1989(geschichte wiederholt sich)

die eigene geschichte zu vergessen, dass wurde bei dt. schülern zum teil doch schon geschafft. wieso sonst bekommt man auf die frage"wann herrschten die nazis" die antwort "im mittelalter"

ob die niederländischen schüler heute noch lernen, dass ihre seefahrenden vorfahren räuber und mörder waren, während der kolonialzeit ?

ich schäm' mich nicht ein deutscher zu sein. stolz zu sein auf etwas, was ich nicht selbst ausgesucht habe, geht auch nicht.

klar ist nur, dass ich das wirtschaftssystem komplett ablehne, weil es mich benachteiligt. meine herkunft oder "meine" geschichte, vergesse ich deswegen aber nicht.
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entlassung, führer“, rechtfertigt, „jawohl

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