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Bürgerarbeit Alles was das Thema Hilfe rund um "Bürgerarbeit" betrifft kommt hier hinein...


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Alt 08.02.2012, 20:56   #26
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Finja80
Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

@kaiserqualle: Gut, dass Du den Fehler noch gesehen hast. Da habe ich tatsächlich den Lohn für die BA eingetragen.

Gegoogelt hatte ich 1600,- - 1900,-. Habe aber nun den Betrag von Dir übernommen. Dankeschön!

Hier also die fehlerfreie Version.


Bewerbung als Verkäuferin/Verkaufshilfe


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner mehrjährigen Tätigkeit im Einzelhandel verfüge ich heute über umfassende Kenntnisse im Verkaufs- und Lagerbereich. Zu meinen Tätigkeiten als Verkaufskraft gehört sowohl das Einlagern von Waren als auch das Präsentieren und Verkaufen des Sortiments. Ich bewerbe mich nun bei Ihnen als Verkäuferin/Verkaufshilfe, um mich auch weiterhin diesem vielseitigen Tätigkeitsfeld zu widmen und mich in diesem fortzubilden.

Derzeit bin ich als Verkaufskraft in einer Boutique angestellt. Der Aufgabenbereich erstreckt sich hier über Verkaufen, Kassieren und Regalauffüllen.

Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 1800,- und 2100,- brutto im Monat.

Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen



@Red Bull: Nee, um Gottes Willen! Um ehrlich zu sein: DA möchte ich nicht mal für 1 Million arbeiten müssen.
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Alt 08.02.2012, 21:45   #27
kaiserqualle
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Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Hallo Finja80,

ich hätte da noch 1-2 kleine Änderungen in rot

Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen
Hier also die fehlerfreie Version.


Bewerbung als Verkäuferin


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner mehrjährigen Tätigkeit im Einzelhandel verfüge ich heute über umfassende Kenntnisse im Verkaufs- und Lagerbereich.

Zu meinen Tätigkeiten als Verkaufskraft gehört sowohl das Einlagern von Waren als auch das Präsentieren und Verkaufen des Sortiments. Gelegentlich habe ich auch bei der Preisgestaltung mitgewirkt.

Ich möchte mich nun bei Fairkauf als Verkäuferin
bewerben, um auch weiterhin auf diesem vielseitigen Tätigkeitsfeld meine Erfahrungen einzubringen und zu erweitern.

Derzeit bin ich als Verkäuferin in einer Mode-Boutique angestellt.

Der Aufgabenbereich erstreckt sich hier über die branchenüblichen Tätigkeiten wie das Verkaufen, Kassieren und Regal auffüllen und Warenentgegennahme mit Warenkontrolle und Warenauspreisung.
Als Kassierein obliegt mir das ordnungsgemässe Führen der Kasse
und schlussendlich die (wöchentl. tägl. monatl. )Warenbestandskontrolle.


Meine Gehaltsvorstellungen sind verhandelbar und bewegen sich zwischen 1800,- und 2100,- brutto im Monat.

Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

passt das noch auf 1 Seite?

gruss
kaiserqualle
__

gruss
kaiserqualle


Meine Meinung gehört mir
, ich bin aber gerne bereit andere dran teilhaben zu lassen.
kaiserqualle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2012, 22:46   #28
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Finja80
Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Hallo Kaiserqualle,

jo, paßt alles noch drauf. Habe den Text nun so 1:1 übernommen. Klingt auch besser und professioneller. Danke Dir für die Mühe und Hilfe.
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Alt 09.02.2012, 10:22   #29
Purzelina
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Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Zitat:
Meine Gehaltsvorstellungen sind verhandelbar und bewegen sich zwischen 1800,- und 2100,- brutto im Monat.
Für eine Anstellung in einem Sozialkaufhaus ist diese Gehaltsvorstellung meiner Meinung nach ein wenig über dem üblichen Rahmen.
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Alt 09.02.2012, 12:23   #30
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Finja80
Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Zitat von Purzelina Beitrag anzeigen
Für eine Anstellung in einem Sozialkaufhaus ist diese Gehaltsvorstellung meiner Meinung nach ein wenig über dem üblichen Rahmen.
Der Meinung werden die mit Sicherheit sein, aber wir haben ja "verhandelbar" geschrieben und beziehen uns auf eine Vollzeitstelle mit 40 Stunden in der Woche. Laut Online-Rechner erhält man somit bei einem Lohn von 1.800 brutto 1.229,07 € netto. Stundenlohn = 11,25 brutto. Rechnen wir das nun in eine Teilzeitstelle von 30 Stunden um, so sind wir bei 1.350 brutto. Das wären laut Online-Rechner 996,28 netto. Das finde ich nicht zuviel. Das muß man sogar schon verdienen, um auskommen zu können. Ich habe jetzt z.B. schon an die 470 € reine Kosten für Miete, Telekom, Strom, Versicherung und Kabel-TV. Und das sind alles die geringsten Beiträge.

Sozialkaufhaus hin oder her. Ich habe gelesen, dass die innerhalb eines Jahres über 1,6 Millonen Euro allein mit ihren Verkäufen erwirtschaftet haben. Die zahlen höchstens geringe Mieten für ihre Gebäude, Waren lassen die sich schenken und 90% der Angestellten werden vom Staat finanziert. Ich frage mich auch, was sozial daran ist, den Leuten, die eh nichts haben, für gespendete Waren noch Geld abzuknöpfen. Zumal ich gestern gesehen habe, was das für Zeug ist. Ich bin nicht pingelig, aber da hätte Dir echt das Essen aus dem Gesicht fallen können.

Ich weiß jedenfalls seit gestern, dass ich denen nie etwas geben würde, wenn ich mal etwas Neues anschaffen würde und das alte Gerät oder Möbelstück noch in Ordnung ist. Das würde ich dann dem Bedürftigen lieber direkt schenken oder es zur Müllkippe bringen.

Nebenbei gesagt... Vor meiner jetzigen Stelle habe ich in einem Schreibwarenladen auf 400,-- gearbeitet. Eine Kollegin arbeitete Teilzeit und hat als ungelernte Verkäuferin dafür 1.000 € netto bekommen. Unser Chef wußte auch oft nicht, wo er das Geld noch hernehmen sollte, aber wir wurden anständig bezahlt.
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Alt 09.02.2012, 14:59   #31
kaiserqualle
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Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

@Purzelina

Zitat von Purzelina Beitrag anzeigen
Für eine Anstellung in einem Sozialkaufhaus ist diese Gehaltsvorstellung meiner Meinung nach ein wenig über dem üblichen Rahmen.
Das ist der Zweck der Massnahme. , da BüA.

gruss
kaiserqualle
__

gruss
kaiserqualle


Meine Meinung gehört mir
, ich bin aber gerne bereit andere dran teilhaben zu lassen.
kaiserqualle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2012, 20:58   #32
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Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

So, meine Chefin hat mir heute eine schriftliche Bestätigung gegeben, dass sie mich zum 01. Juni auf Teilzeit einstellen möchte und kann.

Das nehme ich morgen mal mit. Zudem habe ich mir noch einen Fragebogen erstellt. Das heißt, eigentlich habe ich Vaders Fragebogen an meine Situation angepaßt.

Hänge ich als Datei an. Falls noch jemand etwas dazu einfällt, bin ich für jede Kritik und Hilfe dankbar.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Fragebogen Bürgerarbeit.pdf (67,1 KB, 138x aufgerufen)
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Alt 09.02.2012, 22:10   #33
Purzelina
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zu Punkt 5, die Versicherungsfreiheit betrifft nur die Arbeitslosenversicherung
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Alt 09.02.2012, 22:51   #34
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Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Ach ja, hatten wir ja vorab geklärt. Danke Dir!
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Alt 10.02.2012, 08:55   #35
teddybear
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teddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiertteddybear Enagagiert
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Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen

Mit anderen Worten werden dort also Verkäuferinnen, Lagerarbeiter und Spediteure eingesetzt. Klingt nicht gerade nach ZUSÄTZLICHER Arbeit, oder?
Richtig erkannt!

da ----

Zitat von fairkauf
... stellt brauchbare, gespendete Waren für den Verkauf bereit und führt sie so einer weiteren Nutzung zu. Schadhafte Waren werden vorher aufgearbeitet.
Dies stellt eine gewerbsmäßige Handlung dar! Es wird versucht kostenloses gewinnbringend zu verkaufen. Auch die Bürgerarbeit genauso, - wie auch der 1,- € Job (MAE- Maßnahme), darf gemäß §16d SGB II nur zusätzlich sein. Zusätzliche "Arbeiten" können aber schon von der Logik her nicht zugleich auch noch finanziell profitabel sein! Sobald die Absicht des finanziellen Profits schon augenscheinlich hinter einer §16d SGB II Tätigkeit steckt, werden die Bedingungen des Normgebers nicht mehr erfüllt und der "Sklave" hat gegenüber dem Jobcenter Anspruch auf einen Tariflohn der für eine gleichwertige Tätigkeit gilt.

Bundessozialgericht, Urteil vom 13.04.2011 - B 14 AS 98/10 R

Siehe auch hier ...

Prüfung & Abwehr §16d - Bürgerarbeit oder 1,- € Job
teddybear ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2012, 09:44   #36
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@teddybear: Siehste! Danke, dass Du meine Meinung bestätigt hast.

Ich werde nachher berichten, was ich so erlebt habe und was die Damen und Herren so zu meinen Fragen zu sagen hatten.
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Alt 10.02.2012, 13:58   #37
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Finja80
Standard AW: Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

So, da bin ich wieder!

Wir waren insgesamt 7 geladene Leute und kamen alle aus meiner Stadt, die 30 Kilometer von Hannover entfernt liegt. Zuerst sollten wir eine Datenverarbeitungserklärung unterschreiben. Ein Mann und ich haben gesagt, dass wir das erst zur Prüfung mitnehmen möchten und waren somit gleich die "Lieblinge" der Dame, die uns diese Erklärungen ausgehändigt hat. Darüber hat sich einer der Geladenen noch aufgeregt. Wir wären Querulanten. Selbstverständlich habe ich auch die Fragen aus Vaderns Fragbogen gestellt. Als Antworten kam nur Gestotter und durch die Überrumpelung die Wahrheit teilweise ans Licht.

Dann wurde uns knapp und unheimlich "ausmalend" etwas über die Tätigkeiten erzählt. Selbstverständlich alles Aufgaben von Verkäufern, Lagerarbeitern und Spediteuren. Ach, und das wir dadurch lernen würden, wieder vor 12 Uhr aufzustehen und so weiter. Das stieß gerade bei den Älteren auf Empörung und Wut.

Anschließend wurden wir alle zu Einzelgesprächen zitiert. Das diente dazu, damit heute und vor Ort sofort FREIWILLIG Verträge unterschrieben werden. Da vor mir der dran war, der sich über uns Querulanten aufgeregt hat, nutzte ich die Zeit, um mal nachzufragen, was denn den anderen so über das Thema Reichs...äh...Bürgerarbeit bekannt wäre und hatte Zeit, ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten. Keiner in der Runde wußte, dass keine Arbeitslosenversicherung bezahlt wird, dass Verträge über 3 Jahre rechtswidrig sind, dass sie niemals übernommen werden, dass Gewerkschaften die Löhne verurteilen, dass man auf Tarif klagen kann ect. Nun, jetzt wissen sie es!

Dann wurde ich zum Einzelgespräch zitiert. In dem Raum waren insgesamt 4 von dem Schuppen und ein Mitarbeiter des Jobcenters anwesend. Ich habe mir den Quark freundlich angehört. Man legte mir nahe, doch meine geringfügige Beschäftigung aufzugeben und am besten schon morgen dort anzufangen. Sie würden ja angeblich auch nach Tarif bezahlen. Auf jeden Fall hätte man 900,-- sicher, Klar, BRUTTO! "Ja, überlegen Sie sich das doch bitte und Sie können sich ja Anfang der Woche mal melden." Einen Dreck werde ich tun!

Als ich gehen konnte, habe ich so getan, als hätte ich etwas in dem Raum vergessen, in dem ich mit den anderen Geladenen saß und ihnen kurz erzählt, was war und was wieder aus dem Reich der Märchen ist. Die waren alle sowas von bedient. Ich sage Euch, von denen hat da heute keiner unterschrieben. Höchstens der, der uns Querulanten nannte. Das wird wieder die Sorte sein, die wirklich alles unterschreibt und sich nachher ausheult...

Übrigens haben wir auch festgestellt, dass unsere Kommune nicht einen Pfennig für Bürgerarbeit ausgeben wird.

Auf jeden Fall habe ich heute schöne Saat gesät, die aufgegangen ist. Und das habe ich zum größten Teil Euch hier im Forum zu verdanken.
Finja80 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2012, 14:22   #38
kaiserqualle
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Hallo Finja80,

Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen
So, da bin ich wieder!
Auf jeden Fall habe ich heute schöne Saat gesät, die aufgegangen ist. Und das habe ich zum größten Teil Euch hier im Forum zu verdanken.

Siehste, hast du doch mit Wissen gekontert.

Aber ob du gleich die grosse Aufklärerin bist..... Ich denke
und befürchte dass da noch einige mehr unterschrieben haben .... leider.

Wissen ist Macht und weisst du nichts macht nichts.


Ich bin jetzt mal auf die Reaktion deines SB gespannt.
Ausserdem auf die Antwort von Fairkauf auf deine Bewerbung, wenn die hoffentlich provozierte Absage von Fairkauf bei dir eintrifft.

Die kannst du dann eventuell bitte hier als pdf einstellen (anonymisiert)

Je nachdem wie die Ablehnung begründet ist, hast du Munition gegen deinen SB zur Hand. (- von wegen Zusätzlichkeit und nicht wettbewerbswiedrig.)


gruss
kaiserqualle
__

gruss
kaiserqualle


Meine Meinung gehört mir
, ich bin aber gerne bereit andere dran teilhaben zu lassen.
kaiserqualle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2012, 15:51   #39
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Finja80
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Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Hallo Finja80,




Siehste, hast du doch mit Wissen gekontert.

Aber ob du gleich die grosse Aufklärerin bist..... Ich denke
und befürchte dass da noch einige mehr unterschrieben haben .... leider.

Wissen ist Macht und weisst du nichts macht nichts.
Nö, große Aufklärerin nicht, aber die waren eben alle nicht über die Hintergründe der Bürgerarbeit informiert. Die erfährt man ja hauptsächlich nur im Internet. Für eine Vertragsunterzeichnung kamen die alle zu schnell hinter mir aus dem Schuppen. Wir waren maximal 5 Minuten zur Einzelbesprechung. Habe noch nen Moment im Auto gewartet. (Nicht, dass ich neugierig wäre...) Nur der da den Aufstand gemacht hat, kam eine ganze Zeit nach allen anderen raus und war eben auch am längsten beim Einzelgespräch. Während ich da im Zimmer war, hat diese Tante irgendwelche Papiere beackert und soweit ich es beurteilen kann, sahen die schon sehr nach einem Vertrag aus. Die sagte auch am Anfang, dass die, die dort arbeiten möchten, noch bleiben sollen, bis die "Unwilligen" gegangen sind.

Vor allem wollten die eh alle nur hier in unserer Stadt arbeiten, da die Anreise wirklich extrem umständlich ist. Das war sicher schon vorher ein großer Kritikpunkt.

Trotzdem, es ist echt erschreckend, wie wenig gerade so einige Leute über 50 überhaupt informiert sind und wie sehr sie vertrauen. Die eine Dame ist übrigens bei meiner alten SB eingeteilt. Kann mir lebhaft vorstellen, wie die die überzeugt hat.



Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Ich bin jetzt mal auf die Reaktion deines SB gespannt.
Ausserdem auf die Antwort von Fairkauf auf deine Bewerbung, wenn die hoffentlich provozierte Absage von Fairkauf bei dir eintrifft.

Die kannst du dann eventuell bitte hier als pdf einstellen (anonymisiert)

Je nachdem wie die Ablehnung begründet ist, hast du Munition gegen deinen SB zur Hand. (- von wegen Zusätzlichkeit und nicht wettbewerbswiedrig.)
Bin auch sehr gespannt, was nun noch kommt. Vor allem darauf, ob Unfairkauf überhaupt antworten wird. Der ganze Laden wird auf Bürgerarbeit und Ein-Euro-Job aufgebaut sein. An regulären Arbeitnehmern haben die m.E. kein Interesse. Wohl deswegen wird da auch so ein Deckmäntelchen von wegen Ausbildung und Tariflohn drüber gedeckt.

Über eine Ablehnung würde ich mich natürlich sehr freuen, um die Reaktion der SB zu sehen.

Werde ich auf jeden Fall dann hier einstellen, falls ich irgendwas bekomme.
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Alt 10.02.2012, 16:11   #40
arbeitslos in holland
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leider wird hier wieder mal über die zusätzlichkeit diskutiert. das kann heftig ins auge gehen. man sollte mal in den sgb gucken, was dort als zusätzliche arbeit gilt.

sinngemäß:

".........arbeiten die nicht, nicht in dem umfang oder später stattfinden sind zusätzlich....."

übersetzt: jede arbeit kann nicht, nicht in dem umfang oder später stattfinden

viel wichtiger ist die verdrängung regulärer vollzeitstellen. da interessert es übrigens auch nicht, ob der laden gewinn macht, oder nicht(ist ja keine behörde, die keinen gewinn machen darf)

die kunst ist jetzt nachzuweisen, dass beabsichtigt ist, das reguläre kräfte entlassen bzw. nicht eingestellt werden. und da bietet es sich an, seine bewerbung dort in den briefkasten abzufeuern.

besonders lustig ist es dann, wenn man mit seiner ablehnung bei der büa auftaucht und die knallchargen mit ihren tollen angebot vor die wand laufen.

bei @vader hat diese strategie voll gesessen
__

„De wereld is een hooiberg – elk plukt ervan, wat hij kan krijgen“ („Die Welt ist ein Heuhaufen, ein jeder pflückt davon, soviel er kann“

Hieronymus Bosch 1450-1516
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Alt 10.02.2012, 21:32   #41
kaiserqualle
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Hallo arbeitslos in holland,

Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
besonders lustig ist es dann, wenn man mit seiner ablehnung bei der büa auftaucht und die knallchargen mit ihren tollen angebot vor die wand laufen.

bei @vader hat diese strategie voll gesessen

Will Finja80 auch so probieren. Ich finde dass sollte hier so zur Standardmethode werden.


@Finja 80
abwarten u. trinken

gruss
kaiserqualle
__

gruss
kaiserqualle


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Alt 11.02.2012, 20:01   #42
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Hallo finja,

war auch bei fairkauf zum "Vorstellungsgespräch".
War wirlich absolut nichts.
Die situation war ähnlich, erst alle in nen kleinen Raum gepresst, bei uns waren es so 12 - 14 Leute, weiss nicht mehr genau.
Die "Dame" bestimmt dieselbe (kommt mir alles sehr bekannt vor) sagte uns erstmal wie toll Fairkauf ist, so sozial blah (alles BA, 1-E Job, Leute die Arbeitsstunden vom Gericht machen müssen und zum Schluss natürlich noch Ehrenamtliche, noch besser kostet gar nichts)
Du Hast recht, der ganze Laden ist wirklich darauf aufgebaut, und tolle Sachen haben die auch nicht. Ausbeutung pur.
Dazu noch freche Kommentare der besagten Dame wie unwillig man doch wär, wenn man da nicht gleich anfängt, so ne tolle Chance.
Mitarbeiter vom JC war auch beim einzelgespräch, war mir aber echt egal, dazu bei uns zwei Leute von Fairkauf.
Fand das ganze Procedere schon recht heftig, hab ich bei anderen Trägern anders erlebt.
Also am besten Ablage P.
Das ist es wirklich nicht.
Grüsse
ordu
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Alt 24.02.2012, 18:03   #43
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So, nachdem mein Computer etwas gestreikt hatte, möchte ich mich auch mal wieder hier melden.

Also, ich habe bis heute nichts mehr von Fairkauf gehört und übrigens auch keine Antwort auf meine reguläre Bewerbung erhalten. Das überrascht uns jetzt eh nicht, oder?!

Ich schließe mich Kaiserqualle an und würde auch sagen, dass man sich standardmäßig ganz regulär nach dem System von Vadder auf Bürgerarbeitsstellen bewerben sollte.

@orduspor: Das klingt alles sehr nach dem, was ich auch dort erlebt habe. Diese "Dame" wird mit Sicherheit auch dieselbe gewesen sein. Man hätte ja so tolle Chancen und sollte doch schön an die Perspektiven denken, die Fairkauf bietet...
Die einzige Perspektive ist, dass man sich nirgends mit dem Laden im Lebenslauf mehr bewerben kann.

By the way... vor ein paar Tagen habe ich einen der Teilnehmer vom Fairkauf-Vorstellungsgespräch getroffen. Es hat tatsächlich nur dieser Töffel dort einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der uns da als Querulanten bezeichnet hat.
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Alt 24.02.2012, 18:20   #44
______________
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Also ich schätze, der TE erfüllt die Voraussetzungen für Bürgerarbeit gar nicht.
Ich hab mal Tante Wiki befragt.
Bürgerarbeit

"Zunächst soll versucht werden, arbeitslose erwerbsfähige Hilfeempfänger in einer sechsmonatigen Aktivierungsphase durch eine Potenzialanalyse, durch Beratung und Qualifizierung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln."
Das ist doch durch den Minijob gar nicht passiert, wenn ich das richtig verstanden habe?

"Scheitern die Integrationsbemühungen, sollen ausgesuchte Teilnehmer einen „Bürgerarbeitsplatz“ erhalten."
Das trifft nicht zu, denn ab Juni oder so hat der TE ja eine sv-pfl. Beschäftigung und das auch schwarz auf weiß.

"Diese Tätigkeit muss gemeinnützig sein und darf keine regulären Jobs verdrängen. "
Damit tu ich mich auch schwer.
Wer verkauft denn die gespendeten Sachen, wer lagert und sortiert sie, wenn es keine AGH-ler oder Bürgerarbeiter gibt?
Dann müsste man vermutlich doch echte Arbeitskräfte einstellen und diese auch anständig entlohnen...
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Alt 24.02.2012, 18:54   #45
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Hallo Finja80,

Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen
So, nachdem mein Computer etwas gestreikt hatte, möchte ich mich auch mal wieder hier melden.
Nee, glaub ich nicht --> Userfehler

Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen
Also, ich habe bis heute nichts mehr von Fairkauf gehört und übrigens auch keine Antwort auf meine reguläre Bewerbung erhalten. Das überrascht uns jetzt eh nicht, oder?!

Abwarten, die haben mindestens zwischen 4 u. 6 Wochen Zeit zu antworten.


Zitat von Finja80 Beitrag anzeigen
Ich schließe mich Kaiserqualle an und würde auch sagen, dass man sich standardmäßig ganz regulär nach dem System von Vadder auf Bürgerarbeitsstellen bewerben sollte.
Danke für die Blumen
__

gruss
kaiserqualle


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Alt 13.03.2012, 08:06   #46
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Hallo Finja80,


Hier wäre mal ein Urteil zur Sittenwidrigkeit des Lohnes:
könnte auch bei Ablehnung von Bürgerarbeit nützlich sein, bzw. als Argumentationshilfe dienen bei/ vor SG.

Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 39/2011

Zitat:

Sozialgericht Berlin Beschluss vom 19.09.2011, - S 55 AS 24521/11 ER -

Berliner Jobcenter dürfen Hartz IV-Empfänger nicht in rechtswidrige Arbeitsverhältnisse vermitteln und schon gar nicht mittels Sanktionen erzwingen.

Reduzierung bewilligter Grundsicherungsleistungen als Sanktion nach § 31 SGB 2 - zumutbare Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante - Sittenwidrigkeit der Vergütung - Mindestverdienstgrenze 2011

1. Eine Vermittlung in wegen sittenwidriger Vergütung rechtswidrige Arbeitsverhältnisse darf von der an das Gesetz gebundenen Sozialverwaltung auch im Grundsicherungsbereich nicht vorgenommen und nicht mittels Sanktionen erzwungen werden. (Anschluss an SG Berlin, Urteil vom 27.02.2006, Az. S 77 AL 742/05 und Beschluss vom 01.09.2010, S 55 AS 24521/10 ER) Eine sittenwidrige Beschäftigung ist unzumutbar im Sinne von § 10 Abs 1 Nr 5 SGB II und darf ohne weitere wichtige Gründe abgelehnt werden, selbst wenn der Hilfebedarf dadurch reduziert würde.

2. Ein auffälliges Missverhältnis, das die Sittenwidrigkeit im Sinne des § 138 Abs 1 BGB begründet, weil es gegen die in den grundgesetzlichen sowie in Art 4 Nr 1 der Europäischen Sozialcharta (EuSC) als einfachem Bundesrecht zum Ausdruck kommenden Wertentscheidungen verstößt, ist anzunehmen, wenn das angebotene Arbeitsentgelt bei Vollzeitarbeit mit durchschnittlicher Arbeitsleistung unter dem Grundsicherungsniveau für eine volljährige alleinstehende Person ohne Unterhaltsverpflichtungen, bei grundsicherungsrechtlich angemessener durchschnittlicher Unterkunft und bei uneingeschränkter Erwerbsfähigkeit liegt.

3. Für das Jahr 2011 ist für Berlin bei einer Vollzeitbeschäftigung eine monatliche Bruttovergütung von weniger als 1058 EUR (netto: 815 EUR) sittenwidrig. (Stundenlohn bei einer 38,5-Stunden-Woche: 6,34 EUR)

http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/...ds=&sensitive=


Unter Zugrundelegung der im zitierten Urteil des SG Berlin aufgestellten Maßstäbe und unter Fortschreibung der dort angewandten Werte ist für Berlin im Jahr 2011 bei Vollzeitbeschäftigung eine Vergütung, die den Nettobetrag von 815,27 EUR/1058,00 EUR brutto unterschreitet, sittenwidrig wegen eines unangemessen niedrigen Lohnes. Der Wert von 815,27 EUR errechnet sich wie folgt: er berücksichtigt den derzeit gültigen grundsicherungsrechtlichen Regelbedarf von 364,00 EUR, durchschnittlich als angemessen geltende Kosten der Unterkunft und Heizung KdU (bei 45 m2 und 4,92 EUR/m2 Kaltmiete + 2,40 EUR/m2 Neben- und Heizungskosten) von 329,40 EUR (nach der AV Wohnen sind 378 EUR zulässig), sowie die mit der Erwerbstätigkeit anfallenden notwendigen Aufwendungen: für eine Monatskarte von 57,92 EUR (BVG Abo für Berlin-AB) abzgl des Anteils für Fahrkosten im Regelsatz nach § 5 RBEG 22,78 EUR, Aufwendungen für notwendige Versicherungen 30,00 EUR, für die Riesterrente 41,40 EUR und Werbungskosten pauschal (§ 6 I Nr 3a ALG II VO) 15,33 EUR. Ein Nettoeinkommen von 815,27 EUR setzt für einen alleinstehenden Hilfebedürftigen einen Bruttolohn von 1058 EUR voraus (Stundenlohn bei einer 38,5-Stunden-Woche: 6,34 EUR). Wegen der weiteren rechtlichen Gründe verweist die Kammer auf das zitierte Urteil des SG Berlin. Eine sittenwidrige Beschäftigung ist unzumutbar im Sinne von § 10 Abs 1 Nr 5 SGB II und darf ohne weitere wichtige Gründe abgelehnt werden, selbst wenn der Hilfebedarf dadurch reduziert würde. Wollte man den Wert des jüngsten Existenzminimumsberichts für das gesamte Bundesgebiet für grundsicherungsrechtlich relevante Miet- und Heizungskosten ansetzen (284 EUR), läge die Nettogrenze bei 769,87 EUR und die Bruttoentgeltgrenze bei 989 EUR.

Im Falle der Antragstellerin erreicht die Vergütung trotz der angebotenen Vollzeitbeschäftigung bei keiner Betrachtung die erforderliche Mindestvergütung. Die Antragstellerin ist auch nicht darauf zu verweisen, sich einen angemessenen Lohn gerichtlich zu erstreiten. Vielmehr hat die Antragsgegnerin bei ihren Stellenangeboten die Rechtmäßigkeit der Angebote von Amts wegen vorher zu prüfen. Eine monatliche Differenz von 158 EUR lässt sich auch nicht damit rechtfertigen, dass die Arbeitsgelegenheit unter Teilhabeaspekten einer besonderen Förderung unterliegt und deshalb die allgemeinen arbeitsrechtlichen Vorgaben nicht zu erfüllen bräuchte. Insofern wären andere Förderinstrumente zu wählen. Es ist auch nicht erkennbar, dass es um eine lediglich anfänglich geringere Vergütung gehe, die nach Einarbeitung dann auf eine rechtlich akzeptables Maß erhöht werden würde und deshalb die während der Einarbeitungszeit zu erwartende geringere Arbeitsleistung einen entsprechenden Abschlag rechtfertigen würde. Die Stelle war auf wenige Monate befristet und sollte keine Entgelterhöhung vorsehen. Es war nach entsprechender Schulung keine reduzierte Leistungserwartung für das Entgelt maßgeblich. Ein tariflicher Mindestlohn war für die angebotene Arbeitsgelegenheit, soweit ersichtlich, nicht einschlägig.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 193 SGG und berücksichtigt den Erfolg der Rechtsverfolgung.

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 173 Abs 3 Nr 1 SGG).
__

gruss
kaiserqualle


Meine Meinung gehört mir
, ich bin aber gerne bereit andere dran teilhaben zu lassen.
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Alt 02.04.2012, 21:56   #47
Pixelschieberin
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Zitat von Bethany Beitrag anzeigen
Nein, die Unterschrift nicht verweigern, sondern das Unterschreibzeugs zur Prüfung mitnehmen.
Das lese ich hier immer wieder. Ok, das ist Schritt 1.
Das aufschiebende Mitnehmen des Vertrags schließt die Verweigerung der Unterschrift im Anschluß jedoch nicht aus wenn man beim Einpacken der Papiere erneut zur Vertragsunterzeichnung eingeladen wird (mir so geschehen).
Mittlerweile ist der Vertrag ausgiebig geprüft und die Fallstricke wurden hoffentlich gefunden.
Deine geflissentliche Mitwirkung vorausgesetzt, schlägst du am anberaumten Termin auf.
Du willst deine Entmündigung aber auch dann partout nicht unterschreiben.
Bei dem Termin mußt du ja nun doch die Unterschrift verweigern.
Folge: Sanktion wegen maßnahmevereitelndem Verhalten.
Die wurde bei mir vom SG gekippt, der Vertrag war wohl doch zu unterirdisch.
Zitat von Bethany Beitrag anzeigen
Am besten du nimmst einen Beistand mit, der stichpunktartig Protokoll schreibt. Ausweisen muss sich dieser nicht.
Gute Idee!
Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Hallo Finja80,
Ich denke nicht, dass dies bei einem Bewerbungsgespräch geht.
kaiserqualle
Dieses mutmaßende "Denken" empfinde ich bei der Sachlage als vorauseilenden Gehorsam - zu Lasten des zu rekrutierenden HE.
Wenn man lt Vorankündigung mehr als einem "Beurteiler" der Gegenseite ausgesetzt wird, wo man sich nicht sicher sein darf, daß die Wahrheit über das noch so höfliche Verhalten des HE protokolliert werden wird, befindet man sich unvermittelt in Beweisnotstand wenn man KEINEN Beistand dabei hat.
Bei einer ähnlichen Veranstaltung hatte ich verlangt, daß meine Begleitung mit in den Besprechungsraum durfte.
Die reagierten völlig panisch: "So ginge das aber nicht!"
Auf meine Behauptung, der Beistand sei bei Maßnahme-Vorstellungsgesprächen erlaubt, wollten die das Gesetz genannt haben, das mir den Beistand zugestehe. (Oopps, hatte ich nicht parat)
Nach meiner Gegenfrage, welches Gesetz bestimme, mich völlig allein in komplizierte Vertragsverhandlungen begeben zu müssen, wurde mir mein Beistand (nach aufgeregten Telefonaten mit der Geschäftsführung) zähneknirschend zugestanden.
Lassen wir uns doch nichts vormachen, es handelt sich hier nicht um ein normales oder gar faires Bewerbungsgespräch.
Die Darstellungen klingen immer wieder wie Butterfahrten, wo man allein irgendwo in der Pampa hocken soll, um dumm-gequatscht zu werden.
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Alt 03.04.2012, 16:18   #48
kaiserqualle
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Hallo Pixelschieberin,

Zitat von Pixelschieberin Beitrag anzeigen
Das lese ich hier immer wieder. Ok, das ist Schritt 1.
Das aufschiebende Mitnehmen des Vertrags schließt die Verweigerung der Unterschrift im Anschluß jedoch nicht aus wenn man beim Einpacken der Papiere erneut zur Vertragsunterzeichnung eingeladen wird (mir so geschehen).

Na hoffentlich hattest du dich über den "Verein" per Internet informiert und eine Frageliste wie in einem vorigem post im Thread erstellt wurde. Da kann man auch die passenden Paragraphen auf die Rückseite drucken.

Mittlerweile ist der Vertrag ausgiebig geprüft und die Fallstricke wurden hoffentlich gefunden.
Deine geflissentliche Mitwirkung vorausgesetzt, schlägst du am anberaumten Termin auf.
Du willst deine Entmündigung aber auch dann partout nicht unterschreiben.
Bei dem Termin mußt du ja nun doch die Unterschrift verweigern.
Folge: Sanktion wegen maßnahmevereitelndem Verhalten.
Die wurde bei mir vom SG gekippt, der Vertrag war wohl doch zu unterirdisch.

Gute Idee! Glückwunsch für den Erfolg. Kannst du das bitte einstellen (anonymisiert) in "Erfolgreiche Gegenwehr" gegen Massnahme xxxx

Dieses mutmaßende "Denken" empfinde ich bei der Sachlage als vorauseilenden Gehorsam - zu Lasten des zu rekrutierenden HE.
Wenn man lt Vorankündigung mehr als einem "Beurteiler" der Gegenseite ausgesetzt wird, wo man sich nicht sicher sein darf, daß die Wahrheit über das noch so höfliche Verhalten des HE protokolliert werden wird, befindet man sich unvermittelt in Beweisnotstand wenn man KEINEN Beistand dabei hat.

Da hast du recht, aber für ein Bewerbungsgespräch greift das SGB
i. Sinne eines "Beistandes nach § 13, SGB X
" nicht. Allenfalls kann ein "Zeuge" durch den Befragenden erlaubt werden, muss aber nicht. PS: Ein Beistand ist rechtlich nicht mit einem Zeugen gleichzusetzen, da ein Beistand auch für einen Handeln kann, aber auch Zeugenfunktion erfüllt. Weitere Anmerkungen unten.

Bei einer ähnlichen Veranstaltung hatte ich verlangt, daß meine Begleitung mit in den Besprechungsraum durfte.
Die reagierten völlig panisch: "So ginge das aber nicht!"
Auf meine Behauptung, der Beistand sei bei Maßnahme-Vorstellungsgesprächen erlaubt, wollten die das Gesetz genannt haben, das mir den Beistand zugestehe. (Oopps, hatte ich nicht parat)
Nach meiner Gegenfrage, welches Gesetz bestimme, mich völlig allein in komplizierte Vertragsverhandlungen begeben zu müssen, wurde mir mein Beistand (nach aufgeregten Telefonaten mit der Geschäftsführung) zähneknirschend zugestanden.
Lassen wir uns doch nichts vormachen, es handelt sich hier nicht um ein normales oder gar faires Bewerbungsgespräch.

@ alle Rechtkundigen Forenuser
Man müsste rechtlich mal prüfen, ob es möglich ist, - da es ja bei Bewerbungsgespräche m.M.n eine Vorverhandlung zu Vertragsgesprächen handelt - einen Verhandlungsbevollmächtigten zu ermächtigen, diesen beizuwohnen und auch am Gespäch teilzunehmen.

Die Darstellungen klingen immer wieder wie Butterfahrten, wo man allein irgendwo in der Pampa hocken soll, um dumm-gequatscht zu werden.

Da gebe ich dir recht. Es handelt sich m.M.n. um Unterschriftenerschleichung.


Hier habe ich mal einen Auszug zum §13 SGB X


Zitat:
§ 13 SGB X
Bevollmächtigte und Beistände


(1) Ein Beteiligter kann sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Die Vollmacht ermächtigt zu allen das Verwaltungsverfahren betreffenden Verfahrenshandlungen, sofern sich aus ihrem Inhalt nicht etwas anderes ergibt. Der Bevollmächtigte hat auf Verlangen seine Vollmacht schriftlich nachzuweisen. Ein Widerruf der Vollmacht wird der Behörde gegenüber erst wirksam, wenn er ihr zugeht.
(2) Die Vollmacht wird weder durch den Tod des Vollmachtgebers noch durch eine Veränderung in seiner Handlungsfähigkeit oder seiner gesetzlichen Vertretung aufgehoben; der Bevollmächtigte hat jedoch, wenn er für den Rechtsnachfolger im Verwaltungsverfahren auftritt, dessen Vollmacht auf Verlangen schriftlich beizubringen.
(3) Ist für das Verfahren ein Bevollmächtigter bestellt, muss sich die Behörde an ihn wenden. Sie kann sich an den Beteiligten selbst wenden, soweit er zur Mitwirkung verpflichtet ist. Wendet sich die Behörde an den Beteiligten, muss der Bevollmächtigte verständigt werden. Vorschriften über die Zustellung an Bevollmächtigte bleiben unberührt.
(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.


(5) Bevollmächtigte und Beistände sind zurückzuweisen, wenn sie geschäftsmäßig fremde Rechtsangelegenheiten besorgen, ohne dazu befugt zu sein. Befugt im Sinne des Satzes 1 sind auch die in § 73 Abs. 6 Satz 3 des Sozialgerichtsgesetzes bezeichneten Personen, sofern sie kraft Satzung oder Vollmacht zur Vertretung im Verwaltungsverfahren ermächtigt sind.
__

gruss
kaiserqualle


Meine Meinung gehört mir
, ich bin aber gerne bereit andere dran teilhaben zu lassen.
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Alt 03.04.2012, 16:47   #49
Pixelschieberin
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Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Hallo Pixelschieberin,
Glückwunsch für den Erfolg. Kannst du das bitte einstellen (anonymisiert) in "Erfolgreiche Gegenwehr" gegen Massnahme xxxx
Ist unter der Rubrik Gegenwehr zu finden.
Die lange Version: Siehe meinen Panikthread als ich noch völlig gutgläubig war.
Beim Querlesen konnte ich feststellen, wie sich durch die Hilfestellungen dieses Forums (m)eine Sinneswandlung vollzogen hat.
Ohne Ghansafan, Paolo Pinkel, Kiwi und Scarred Surface wäre ich wahrscheinlich zu deren Trommelschlag in die Sackgasse gerudert.
Nachdem alles in Sack und Tüten war, hatte ich noch den unterirdischen Vertrag anonymisiert eingestellt, damit Neue sich schon mal wappnen können.
Download hier:
http://www.elo-forum.org/eingliederu...tml#post948141
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2012, 12:43   #50
Finja80->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
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Beiträge: 63
Finja80
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Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Hallo Finja80,



Nee, glaub ich nicht --> Userfehler
Ich weiß, das Problem sitzt immer VOR dem Bildschirm.




Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Abwarten, die haben mindestens zwischen 4 u. 6 Wochen Zeit zu antworten.
Bis heute nichts mehr gekommen.




Zitat von kaiserqualle Beitrag anzeigen
Danke für die Blumen
Gern geschehen!

Habe übrigens schon das nächste Stellenangebot bekommen. http://www.elo-forum.org/buergerarbe...ml#post1092926
Finja80 ist offline   Mit Zitat antworten
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