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Start > > -> Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Bürgerarbeit Alles was das Thema Hilfe rund um "Bürgerarbeit" betrifft kommt hier hinein...


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Alt 19.01.2013, 19:13   #1
Paolo_Pinkel
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Standard Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden


sozialrechtsexperte: VG Potsdam: „Bürgerarbeit“ muss nach Tarifvertrag bezahlt werden
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Alt 19.01.2013, 19:15   #2
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

SEHR GUT!!!
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Alt 19.01.2013, 20:25   #3
silka
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silka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiert
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

ist dieser Beschluß rechtskräftig?
bzw. ist er unanfechtbar?
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Alt 21.01.2013, 20:52   #4
Glücksrabe
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Glücksrabe
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

@ Curt the Cat

In Bezug auf http://www.elo-forum.org/buergerarbe...vergueten.html - wäre es da nicht angebrachter gewesen den später geposteten Thread (also diesen) zu schließen und auf den jüngeren zu verweisen?

Na ja, immerhin gibt es Forumpflege! Danke!

____

Zum Thema:

Das ist ja Klasse und ein Schritt nach vorn!


Zitat:
- Doch was heisst das nun genau?
- Kann jemand sagen, wann es umgesetzt wird?
- Wie sieht es für die Bügerarbeiter aus, die nicht mehr in Bürgerarbeit sind - erhalten die eine nachträgliche Zahlung?
- Müssen nun auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden?
- Gibt es Anspruch auf Jahressonderzahlungen?
Gruß Glücksrabe
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Alt 01.02.2013, 19:10   #5
Glücksrabe
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Glücksrabe
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Hallo liebes Elo Forum,

schade, dass dieses Thema kaum Anklang gefunden hat. Ich habe inzwischen versucht genaueres in Erfahrung zu bringen. Es ist wirklich nicht leicht gewesen, da ich nicht sonderlich viel hilfreiche bzw. wenig konkrete Aussagen finden konnte. Evtl. gelingt es uns ja gemeinsam, da etwas mehr Schwung in die Sache zu bringen.

Bei den folgenden Aussagen stütze ich mich auf diesen Text -> Pressemitteilung Kanzlei

Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
-Doch was heisst das nun genau?
- Das konnte ich nun noch nicht wirklich in Erfahrung bringen. Dem o.g. Text ist aber zu entnehmen:


Zitat:
... Sicher ist aber, dass jetzt jeder Beschäftigte in Bürgerarbeit, der sich eine höhere Vergütung sichern möchte, zwingend die Ansprüche schriftlich geltend machen muss, damit die Ansprüche nicht verfallen...
Es scheint also Handlungsbedarf seitens der Bürgerarbeiter zu bestehen. Von alleine wird der Arbeitgeber möglicherweise nicht handeln, sehe ich das richtig?
Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
-Kann jemand sagen, wann es umgesetzt wird?
- Auch hier bin ich mir unsicher! Ansprüche bestehen evtl. ab sofort - man muss sie nur geltend machen. Die Vorgehensweise müssten wir noch in Erfahrung bringen.


-Wie sieht es für die Bürgerarbeiter aus, die nicht mehr in Bürgerarbeit sind - erhalten die eine nachträgliche Zahlung?
- Erneut bin ich mir unsicher! Jedenfalls gibt es eine Frist die es zu wahren gilt!


Zitat:
...Der TVöD sieht zur Anspruchsgeltendmachung eine sechsmonatige Ausschlussfrist vor. Die Ansprüche müssen also zügig geltend gemacht werden...
Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
- Müssen nun auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden?
- Diese Frage würde ich nun bejahen, da es ein Tarifvertrag ist und es da wohl keine Ausnahme gibt.

- Gibt es Anspruch auf Jahressonderzahlungen?
- Würde ich nun auch bejahen wollen!

Nun gibt es in dem oben genannten Text aber noch so einiges das ich nicht wirklich verstehe! Z.B.:

Zitat:
Folge der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam ist, dass jeder Bürgerarbeiter mindestens eine weitere Vergütung in Höhe von 419,50 EUR brutto im Monat verlangen kann, weil die niedrigste Grundvergütung nach Entgeltgruppe 1 TVöD 1.499,50 EUR beträgt.
Kann man das so pauschalisieren? Es gibt doch Bürgerarbeiter die unterschiedlich viele Stunden arbeiten. Ein Bürgerarbeiter mit 20 Stunden Woche kann doch nicht so viel wie ein Bürgerarbeiter mit 30 Stunden Woche erhalten. Anders gefragt, wenn die geringste Vergütung 1.499.50€ brutto beträgt - ist es unabhängig von der Anzahl der geleisteten Stunden? Ich nehme mal an, dass man sich in diesem Text etwas unglücklich ausgedrückt hat.

Eine weitere Befürchtung die ich habe...

Ist es möglich, dass man ähnlich wie bei den Entscheidungen bzgl. P-Konto, erst auf ein Urteil des BGH warten muss, ehe diese Schlagzeilen wirklich Hoffnung machen dürfen?

Ich würde mich freuen, wenn ihr zur Klärung mancher Fragen beitragen könntet und eventuelle Vorgehensweisen erläutern würdet. Ich bleibe am Ball und informiere euch, falls ich etwas mehr in Erfahrung bringen kann. Gemeinsam geht es aber sicherlich etwas zügiger...

LG Glücksrabe
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Alt 01.02.2013, 23:21   #6
rechtspfleger
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rechtspfleger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Die Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Potsdam kann man hier nachlesen: http://www.vg-potsdam.brandenburg.de..._vgp_pressemit.

Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
Ich nehme mal an, dass man sich in diesem Text etwas unglücklich ausgedrückt hat.
Das stimmt, wobei "etwas unglücklich" meines Erachtens noch freundlich formuliert ist. Die Zahlenangaben in dieser Pressemitteilung beziehen sich auf die Vergütung bei Vollzeitarbeitsverhältnissen. Die Aussage zur vermeintlichen "Sonderzahlung Ost" ist schlicht falsch: es gibt sie nicht, sondern seit 01.01.2013 beträgt das Grundgehalt in der niedrigsten Stufe (= 2) der Entgeltgruppe 1 allgemein € 1.520,49.

Die Arbeitszeit für Angestellte liegt bei 39,irgendwas Stunden / Woche. Soweit ich das hier gelesen habe, beträgt die Arbeitszeit bei Bürgerarbeit in der Regel maximal 30 Stunden / Woche. Wenn man ausrechnet, ergeben sich bei 75 % des Grundgehalts ab 01.01.2013 in Entgeltgruppe 1 Stufe 2 € 1.140,37 brutto und netto (jeweils ohne Kinderfreibeträge) in Steuerklasse I und IV € 876,20 bzw. in Steuerklasse III € 907,45 und in Steuerklasse V € 758,09.

Zu den rein rechnerischen Fragen ist diese Seite sehr informativ: http://oeffentlicher-dienst******/.

Ich habe keine Kenntnis, was bei Bürgerarbeit als Vergütung gezahlt wird, vermute aber einfach einmal, dass sich das beim Netto nicht wesentlich von den Zahlen im obigen Beispiel unterscheiden wird, da so etwa ein Single gerade soviel bekommt, dass kein Anspruch auf ergänzendes ALG II mehr besteht.

Finanziell etwas interessanter dürfte es erst werden, wenn man eine höhere Entgeltgruppe für sich reklamieren kann. Das kommt dann auf die Tätigkeit an und kann nicht allgemein beantwortet werden. Die tarifliche Eingruppierung richtet sich nach Eingruppierungs-/Tätigkeitsmerkmalen, bei denen - vereinfacht gesagt - abstrakte Beschreibungen der Anforderungen und Aufgaben einer Entgeltgruppe zugeordnet werden.

Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
Ist es möglich, dass man ähnlich wie bei den Entscheidungen bzgl. P-Konto, erst auf ein Urteil des BGH warten muss, ehe diese Schlagzeilen wirklich Hoffnung machen dürfen?
Vermutlich ja. Zunächst einmal gilt es schon abzuwarten, ob das Potsdamer Verfahren zum Oberverwaltungsgericht und ggf. zum Bundesverwaltungsgericht geht.

Es kann also alles noch dauern. Da hier schon der Punkt "tarifvertragliche Ausschlussfristen" angesprochen wurde: Ich habe keine Kenntnis, wie sich das verhält, wenn sich nachträglich herausstellt, dass man unter einen Tarifvertrag gefallen wäre. Insbesondere also: Reicht die Aufforderung zur Nachzahlung oder muss man zeitnah klagen? Dazu mag sich bitte gegebenenfalls jemand äußern, der auf diesem Gebiet bewandert ist.

Letztlich kann man natürlich auch sagen, man wartet das nicht ab, sondern erhebt beim Arbeitsgericht Klage (die meines Erachtens gegen den/die Firma/Einrichtung/Verband zu richten wäre, bei dem/der die Bürgerarbeit ausgeübt wird/wurde). Zumindest in der ersten Instanz wäre das ja ohne finanzielles Risiko, da es dort keinen Kostenerstattungsanspruch des Gegners hinsichtlich der Prozesskosten gibt und im übrigen Prozesskostenhilfe beantragt werden kann. Das würde ich persönlich aber nicht im Alleingang versuchen, sondern mit Hilfe eines im Arbeits- und Sozialrecht versierten Rechtsanwalts, da es sich um eine noch offene Frage von allgemeiner Bedeutung handelt.

Bedacht werden sollte dann sicherlich auch, ob das wirtschaftlich Sinn machen würde: Wenn die Bürgerarbeit zwischenzeitlich beendet ist und man wieder im ALG II-Bezug ist, bringt eine Nachzahlung ja nichts, wenn diese dann auf das ALG II angerechnet wird.

Eine weitere Frage ist dann möglicherweise die, ob man sich auf der Schiene in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis klagen kann. Die Befristung der Bürgerarbeit hat ja nicht auf einer Befristungsabrede beruht, sondern auf einer zeitlich befristeten Zuweisung zur Bürgerarbeit.
rechtspfleger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2013, 18:00   #7
Glücksrabe
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Glücksrabe
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Recht herzlichen Dank, Rechtspfleger!

Ja, so in etwa habe ich mir das alles vorgestellt. Es ist ja immer ganz nett, wenn Urteile gepostet werden, es aber dann kaum jemanden gibt der sich damit beschäftigen möchte. Ich denke mal, wir haben die wichtigsten Fragen hier geklärt.

Zitat von rechtspfleger Beitrag anzeigen
Ich habe keine Kenntnis, was bei Bürgerarbeit als Vergütung gezahlt wird...
Bei 20 Std/Woche sind es 600€ brutto!

Einen Teil vom wenigen Netto darf man dann schon zunächst als Abgaben an das Jobcenter einkalkulieren, da es es nicht mit dem Zuflussprinzip harmoniert. Also man nimmt diese Arbeit auf und hat schon bei Arbeitsantritt Verbindlichkeiten ggü. dem Jobcenter. Diese werden ganz brav in monatlichen Raten a 10% von der aufzustockenden Summe einbehalten.

Zitat von rechtspfleger Beitrag anzeigen
Eine weitere Frage ist dann möglicherweise die, ob man sich auf der Schiene in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis klagen kann. Die Befristung der Bürgerarbeit hat ja nicht auf einer Befristungsabrede beruht, sondern auf einer zeitlich befristeten Zuweisung zur Bürgerarbeit.
Das ist zwar eine gute Idee und nachvollziehbarer Gedanke, aber als diese Bürgerarbeitsplätze gesucht/geschaffen wurden - ist diese Möglichkeit ja niemals im Gespräch gewesen. Ich denke, darauf wird sich der Arbeitgeber nicht einlassen müssen. Da dürfte sogar ein Gericht einsehen haben und den Arbeitgebern nicht unbefristete Arbeitsplätze aufdrängen wollen.

Eventuell haben wir Glück und es melden sich noch welche zu Wort.

Lieben Gruß

Glücksrabe
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Alt 05.02.2013, 12:58   #8
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Maxe204
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Moin, wie mache ich denn nun gegenüber meinem Arbeitgeber meine Ansprüche geltend, weiß da schon jemand was? Also ich habe eine 30 Stundenwoche und bekomme 900€ Brutto, eine Klage kommt für mich nicht in Frage und einen Anwalt kann ich mir auch nicht leisten, da ich schon einen Prozess zu laufen habe und PKH schon bekomme.
Mir geht es eigentlich um die Formulierung was muss drin steht und wer bekommt das?
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2013, 16:21   #9
verona
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Bedacht werden sollte dann sicherlich auch, ob das wirtschaftlich Sinn machen würde: Wenn die Bürgerarbeit zwischenzeitlich beendet ist und man wieder im ALG II-Bezug ist, bringt eine Nachzahlung ja nichts, wenn diese dann auf das ALG II angerechnet wird.

Das bringt schon etwas, auch wenn es angerechnet wird. Je nach höher evtl. auf mehrere Monate. Lohnen kann es sich schon.
Warum verschenken, dem damaligen AG es sooo einfach machen?



Moin, wie mache ich denn nun gegenüber meinem Arbeitgeber meine Ansprüche geltend, weiß da schon jemand was? Also ich habe eine 30 Stundenwoche und bekomme 900€ Brutto, eine Klage kommt für mich nicht in Frage und einen Anwalt kann ich mir auch nicht leisten, da ich schon einen Prozess zu laufen habe und PKH schon bekomme.
Mir geht es eigentlich um die Formulierung was muss drin steht und wer bekommt das?

Dürfte m.E. schwierig werden ohne Klage. Willst du dem ehemaligen AG ein Schreiben senden, in dem du höflichst um Nachzahlung bittest, die dir nach deiner Auffassung oder auch rechtlicher zu steht?
Aber PKH kannst du übrigens trotzdem bekommen, sofern es ein anderer Fall ist.
__

L.G. Verona

Was die Menschen am besten können, ist, neue Informationen so zu filtern, dass bestehende Auffassungen intakt
bleiben.

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Alt 05.02.2013, 18:03   #10
Maxe204
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Maxe204
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

"Dürfte m.E. schwierig werden ohne Klage. Willst du dem ehemaligen AG ein Schreiben senden, in dem du höflichst um Nachzahlung bittest, die dir nach deiner Auffassung oder auch rechtlicher zu steht? Aber PKH kannst du übrigens trotzdem bekommen, sofern es ein anderer Fall ist."

Danke für deine Antwort, ja ich möchte meinem Arbeitgeber dieses Schreiben persönlich geben, habe einen sehr guten Kontakt zu ihm und ihn daraufhin auch schon angesprochen. Er meinte nur, ich soll mir einen Anwalt nehmen und so ein Schreiben aufsetzten lassen, da er auch 0 Ahnung davon hat. Wie gesagt ich kann mir keinen Anwalt leisten und ich bin auf diesen Job angewiesen, da ich kein HartzIV bekomme und die Arge schon verklagt habe. Mir geht es im Moment nur um die Formulierung!? Mein Chef meinte schon, dass er das sowieso nicht zahlen kann, da ich in einem Museum arbeite und dies ein gemeinnütziger Verein ist der kein Geld hat. Mein Arbeitsvertrag läuft bis zum 31.08.2014 mir wäre mit dem Lohn echt geholfen. Ein Kündigungsgrund dürfte meine Forderung ja nicht sein oder? Ich vermute mal es wird dann eine Kündigung geben????
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Alt 05.02.2013, 19:31   #11
Glücksrabe
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Glücksrabe
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von Maxe204 Beitrag anzeigen
Er meinte nur, ich soll mir einen Anwalt nehmen und so ein Schreiben aufsetzten lassen [...]Wie gesagt ich kann mir keinen Anwalt leisten und ich bin auf diesen Job angewiesen, da ich kein HartzIV bekomme und die Arge schon verklagt habe.
Hallo Maxe,

du kannst eine öffentliche Rechtsauskunftsstelle aufsuchen!

Zitat:
Menschen mit einem geringen Einkommen sowie Arbeits- und Mittellose können ihre Fragen an eine öffentliche Rechtsauskunft richten, die ebenfalls mit vollwertig ausgebildeten Rechtsanwälten arbeitet.
Ein Erstgespräch wird dich dann ca. 7,50€ - 15€ kosten. Dort kannst du dieses Anliegen vortragen. Ein Rechtsanwalt wird dir dann eine Bescheinigung für einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe ausstellen. Da es sich um einen anderen Fall handelt, kannst du diese dann auch in Anspruch nehmen.

Es wurden übrigens auch Bürgerarbeitsplätze eingerichtet, bei denen Hilfsbedürftigen Unterstützung in diversen Bereichen angeboten wird. Solche Bürgerarbeiter könnten dich informieren, unterstützen und sogar bei Terminen begleiten. Informiere dich da doch mal. Ich würde mich freuen, wenn du uns über den Stand/Verlauf informieren würdest.

Lieben Gruß

Glücksrabe
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Alt 05.02.2013, 19:42   #12
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Schade ich dachte jemand hätte hier schon eine Antwort auf mein Anliegen. Bei uns kommt 1 im Monat ein Anwalt und berät uns kostenlos. Das ist aber erst am 20.02.2013 bis dahin ist doch bestimmt schon mein Anspruch verfallen?
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2013, 19:45   #13
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Es wurde doch geantwortet...
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Alt 05.02.2013, 19:48   #14
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Ja es wurde geantwortet aber was genau schreibe ich da rein??? Ich habe kein Geld der Gerichtsvollzieher hängt an mir dran, weil ich eine Blindschleiche von Anwalt habe.
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Alt 05.02.2013, 19:50   #15
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Ist doch Prima, wenn ein Rechtsanwalt zu euch kommt! Ich denke, du kannst beruhigt bis zu diesem Datum warten, alles andere ergibt sich dann!

Bitte sei so lieb und informiere uns über euer Gespräch und das geplante Vorgehen, ja?

Lieben Gruß

Glücksrabe
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Alt 05.02.2013, 19:52   #16
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von Glücksrabe Beitrag anzeigen
Ist doch Prima, wenn ein Rechtsanwalt zu euch kommt! Ich denke, du kannst beruhigt bis zu diesem Datum warten, alles andere ergibt sich dann!

Bitte sei so lieb und informiere uns über euer Gespräch und das geplante Vorgehen, ja?

Lieben Gruß

Glücksrabe
Liebend gerne ich hoffe nur, dass was dabei raus kommt und uns allen geholfen ist.
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2013, 09:53   #17
nemesiz
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nemesiz
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Ich habe hier einen Bürgerdienstler der Interesse an dem ganzen hat, nur Frage auch ich mich wie er vorgehen soll.

Aktuell will er von mir das Urteil und das dann mal vorlegen und Fragen wie es aussieht.

Jemand Tipps wie man sonst vorgehen sollte, wahrscheins stellt an sich da nämlich dumm.

Irgend was schriftlich aufsetzen?
Ich konnte nur empfehlen danach mal zur Rechtsberatung zu gehen.

Meines Wissens bekommen die so 900,- + Mietzuschuss, oder es sind 900,- inkl. Mietzuschuss.
nemesiz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2013, 11:21   #18
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von nemesiz Beitrag anzeigen
Ich habe hier einen Bürgerdienstler der Interesse an dem ganzen hat, nur Frage auch ich mich wie er vorgehen soll.

Aktuell will er von mir das Urteil und das dann mal vorlegen und Fragen wie es aussieht.

Jemand Tipps wie man sonst vorgehen sollte, wahrscheins stellt an sich da nämlich dumm.

Irgend was schriftlich aufsetzen?
Ich konnte nur empfehlen danach mal zur Rechtsberatung zu gehen.



Meines Wissens bekommen die so 900,- + Mietzuschuss, oder es sind 900,- inkl. Mietzuschuss.
900€ Brutto und dazu noch aufstockend HartzIV, Kfz Versicherung und die volle Miete das macht im Monat etwa 260€ mehr was ein Bürgerarbeiter gegenüber einen Hartz IV Bezieher hat.
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2013, 19:58   #19
verona
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von Maxe204 Beitrag anzeigen
900€ Brutto und dazu noch aufstockend HartzIV, Kfz Versicherung und die volle Miete das macht im Monat etwa 260€ mehr was ein Bürgerarbeiter gegenüber einen Hartz IV Bezieher hat.
Wie errechnest du das? Wieso 260€ mehr?
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Alt 08.02.2013, 08:46   #20
Maxe204
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Maxe204
Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von verona Beitrag anzeigen
Wie errechnest du das? Wieso 260€ mehr?
Moin, das ist der Freibetrag der dir zusteht. Mein Kollege und noch andere die Bürgerarbeiter sind haben das. Falls, du es nach rechnen möchtest im Internet gibt es Hartz IV Rechner.
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2013, 14:40   #21
verona
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von Maxe204 Beitrag anzeigen
Moin, das ist der Freibetrag der dir zusteht. Mein Kollege und noch andere die Bürgerarbeiter sind haben das. Falls, du es nach rechnen möchtest im Internet gibt es Hartz IV Rechner.
Die Freibeträge werden von Brutto gerechnet, das ist ist ok. Aber von den 900,- Euro müssen noch m.W. die Beiträge zur Krankenkasse gezahlt werden. (Etwa 14,5%?)
Was bleibt da mehr, als mit einem Minijob oder sogar diesen unsäglichen Eurojob. Wobei die Stundenzahl hier noch geringer sind, als bei Bürgerarbeit mit 30Std. Für mich ist das Frondienst und übertrifft in Punkto Sklaverei noch diesen Eurojob.

Kann es auch sein, dass jemand durch die Bürgerarbeit aus dem Leistungsbezug herausfällt. Also wenn z.B. seine Miete gering ist?
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L.G. Verona

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Alt 09.02.2013, 19:40   #22
dellir
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von verona Beitrag anzeigen
Kann es auch sein, dass jemand durch die Bürgerarbeit aus dem Leistungsbezug herausfällt. Also wenn z.B. seine Miete gering ist?
Klar wieso nicht? Bloß dann zieht man immer den kürzeren, weil man alles voll zahlen muß (Umweltkarte, GEZ, Betriebskosten) und am Ende macht man sogar evtl. ein Minusgeschäft.
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Alt 09.02.2013, 21:45   #23
verona
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Standard AW: Bürgerarbeit muss nach Tarifvertrag bezahlt werden

Zitat von dellir Beitrag anzeigen
Klar wieso nicht? Bloß dann zieht man immer den kürzeren, weil man alles voll zahlen muß (Umweltkarte, GEZ, Betriebskosten) und am Ende macht man sogar evtl. ein Minusgeschäft.
Weiß ich nicht so genau. Vermute aber mal nein. Wer Bürgerarbeit leistest, zahlt ja nicht in die Arbeitslosen- und Rentenkasse ein. Das ist schon ein Umstand, der nicht komplett aus dem Regelbedarf fallen lassen kann. Mit Bürgerarbeit ist man auch wie Geringverdiener einzustufen und wäre somit wie Aufstocker zu bewerten. Deswegen entfällt auch die GEZ (oder wie die sich seit 2013 nennen) weiterhin die Umweltkarte, oder Städtepässe o.ä.
Wie gesagt weiß nicht genaueres darüber, aber eben meine Überlegenungen.
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L.G. Verona

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verona ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 11:05   #24
dellir
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Wer Bürgerarbeit leistest, zahlt ja nicht in die Arbeitslosen- und Rentenkasse ein.
Rentenkasse schon!


Meine Antwort bezog sich grundsätzlich auf Bürgerarbeit. Da aber Bürgerarbeit nicht gleich Bürgerarbeit ist (wegen unterschiedlich kursierenden Entlohnungen 900,960,1300) muß man konkret nachrechnen. Mit einer Miete von weniger als 200€ Warm wird der Verbleib bei Harz4 kritisch bzw. ist man gleich raus.
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Alt 10.02.2013, 11:42   #25
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Rentenkasse schon!


Meine Antwort bezog sich grundsätzlich auf Bürgerarbeit. Da aber Bürgerarbeit nicht gleich Bürgerarbeit ist (wegen unterschiedlich kursierenden Entlohnungen 900,960,1300) muß man konkret nachrechnen. Mit einer Miete von weniger als 200€ Warm wird der Verbleib bei Harz4 kritisch bzw. ist man gleich raus.
Moin, diese ganzen Verwirrungen kommen durch die Medien, fest steht ein Bürgerarbeiter erhält 900€ Brutto für eine 30 Stundenwoche und 700€ Brutto für eine 20 Stundenwoche. Es gibt aber auch nette Arbeitgeber, die den Lohn der Leute aufstocken.
Wir zahlen nicht in die Arbeitslosenversicherung ein, damit wir ja keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben, das hat man sich gut ausgedacht gleich wieder zurück in HartzIV.
Ich persönlich mache Minus mit der Bürgerarbeit da ich kein HartzIV aufstockend bekomme. Ich muss meine Miete alleine (bekomme zwar etwas an Wohngeld dazu, wie aber fast jeder weiß rechnen die nur die Kaltmiete, somit trage ich einen großen Teil der Kosten alleine) zahlen und Gez von den Kosten bei der Krankenkasse ganz zu schweigen. So langsam verstehe ich auch den ganzen Hass auf HartzIV Bezieher nur die können nichts dafür, dieser Staat muß endlich mal was ändern, damit sich Arbeit auch wieder bezahlt macht.
Maxe204 ist offline   Mit Zitat antworten
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