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Start > > -> Muß mein Sohn mich ernähren?

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 30.05.2011, 10:10   #26
gast_
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
Dann wird doch die Azubivergütung auf den Unterhalt angerechnet und der Volljährige muss sich selber mit dem Vater auseinandersetzen. (habe ich jedenfalls hier mitbekommen durch Lesen)
Wenn der Vater nicht freiwillig zahlt, muß das Kind ihn verklagen - mußte meine Tochter leider auch.

Da sie das natürlich nicht wollte, weil sie mit ihm nichts zu tun haben will, hatte sie mir Vollmacht gegeben und ich habs durchgezogen.

Zur mündlichen Verhandlung mußte sie aber anwesend sein - auch wenn ich fast nur geredet hab.

War übrigens gut daß ich sie vertreten hab - so hat sie einiges mehr bekommen als der Anwalt, bei dem ich zuerst war, für möglich hielt...
wenn auch anders als gedacht.
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Alt 30.05.2011, 11:38   #27
jimmy->Emailproblem
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jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
Sie will doch das Geld des Sohnes gar nicht. Sonst hätte sie ja wohl nicht hier gepostet.
Und das erkennst du mit absoluter Sicherheit- und ohne das du Ihr ins Gesicht sehen kannst?
also auf mich macht der Eingangsbeitrag, und die Überschrift einen anderen Eindruck.


jimmy
__

Zitat:
2.3 Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 18.09.2013 - S 147 AS 20810/13 ER

Das derzeit geltende Sanktionsrecht nach den §§ 31 ff. SGB II verstößt nicht gegen das aus Art. 1 GG i. V. m. dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) hergeleitete menschenwürdige Existenzminimum (vgl. dazu BVerfG v. 09.02.2010 - 1 BvL 1/09).
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Alt 31.05.2011, 09:32   #28
susiw->Emailproblem
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susiw
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Hallo,
ich muß dir mitteilen, dass ich nicht im geringsten die Absicht habe Geld von meinem Sohn zu wollen lieber Jimmy, ich habe lediglich gefragt wie es sich verhält, wenn er sein Ausbildungsgeld bekommt, alles kann ich nämlich nicht allein finanzieren und wenn du dir meine Frage einmal richtig durchlesen würdest, wärst du gar nicht auf diese blödsinnige Frage gekommen.
Zeige mir eine Mutter, die freiwillig Geld von ihrem Kind nimmt.....die gibt es nicht!!!
Es ist nun aber einmal so, dass solche Fragen gestellt werden müssen, denn wie schon geschrieben bekomme ich bis zur Klage keinen Cent Unterhalt. Es läuft bereits alles über einen Anwalt.
Außerdem bekommt mein Sohn gutes Ausbildungsgeld und ist lt. Gesetz für sich selbst verantwortlich, was aber am Ende auch nicht geht, oder soll ich nur für den kleinen Sohn und mich einkaufen und den Großen in ein leeres Kühlschrankfach schauen lassen.
Also bitte erst einmal richtig verarbeiten und dann auf die Leute losgehen.
LG Susi
susiw ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2011, 09:55   #29
jimmy->Emailproblem
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jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy jimmy
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Es ist nun aber einmal so, dass solche Fragen gestellt werden müssen, denn wie schon geschrieben bekomme ich bis zur Klage keinen Cent Unterhalt. Es läuft bereits alles über einen Anwalt.
Selbstverständlich sind Fragen dazu da, um Sie zu stellen. Aber - und das ist (für mich) ein wichtiger Punkt: Es kommt immer auf die Formulierung an. Ich möchte mich da jetzt ungerne dran aufhängen, bin mir aber sicher, dass, wenn ich die entsprechenden Passagen einzeln zitieren würde, ich nicht der einzige User bin, dessen Antennen Störsignale empfangen.


Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Außerdem bekommt mein Sohn gutes Ausbildungsgeld und ist lt. Gesetz für sich selbst verantwortlich, was aber am Ende auch nicht geht, oder soll ich nur für den kleinen Sohn und mich einkaufen und den Großen in ein leeres Kühlschrankfach schauen lassen.
Extrawünsche sollte er sich in jedem Fall selber kaufen! Dafür ist das Geld ja da.


Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Also bitte erst einmal richtig verarbeiten und dann auf die Leute losgehen.
LG Susi
Susiw, solltest du meine Zeilen als 'auf dich losgehen' gewertet haben, hoffe ich, dass ich das entkräften konnte!


jimmy
__

Zitat:
2.3 Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 18.09.2013 - S 147 AS 20810/13 ER

Das derzeit geltende Sanktionsrecht nach den §§ 31 ff. SGB II verstößt nicht gegen das aus Art. 1 GG i. V. m. dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) hergeleitete menschenwürdige Existenzminimum (vgl. dazu BVerfG v. 09.02.2010 - 1 BvL 1/09).
jimmy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2011, 10:16   #30
susiw->Emailproblem
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susiw
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Hallo Jimmy, okay, vielleicht habe ich dann die Frage nicht richtig gestellt.
Gemeint war, ob es denn normal ist, dass mein Sohn aus sämtlicher Berechnung rausgenommen wird.
Ich freue mich rießig, dass er einen Ausbildungsvertarg in der Tasche hat, habe wirklich nicht die Absicht Geld aus dieser Tatsache zu schlagen, aber wie schon geschrieben, die Kosten ändern sich ja für mich in dem Sinne nicht.
Sicher, wir mußten auch "Kostgeld" zu Hause abgeben, aber 1.waren z.B. meine beiden Elternteile immer Arbeiten, da war das Problem gar nicht gegeben und 2. benötigte ich auch keinen PKW, denn das war für ihn die Voraussetzung den Vetrag zu bekommen (so was war bei uns wohl noch nicht denkbar).
Ich habe mir das auch nicht rausgesucht arbeitslos zu sein, denn dann hätte ich dieses Thema hier nicht anfangen müssen, dann hätte er sein Ausbildungsgeld voll für sich behalten können.
Im Übrigen habe ich durch viele Bekannte auch erfahren, dass unsere heutige Jugend leider mit nichts zufrieden ist. Mein Sohn ist gerade 18 und denkt (im Moment)...was kostet die Welt????
LG Susi
susiw ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2011, 15:26   #31
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Hallo Jimmy, okay, vielleicht habe ich dann die Frage nicht richtig gestellt.
Gemeint war, ob es denn normal ist, dass mein Sohn aus sämtlicher Berechnung rausgenommen wird.
Ich freue mich rießig, dass er einen Ausbildungsvertarg in der Tasche hat, habe wirklich nicht die Absicht Geld aus dieser Tatsache zu schlagen, aber wie schon geschrieben, die Kosten ändern sich ja für mich in dem Sinne nicht.
Sicher, wir mußten auch "Kostgeld" zu Hause abgeben, aber 1.waren z.B. meine beiden Elternteile immer Arbeiten, da war das Problem gar nicht gegeben und 2. benötigte ich auch keinen PKW, denn das war für ihn die Voraussetzung den Vetrag zu bekommen (so was war bei uns wohl noch nicht denkbar).
Ich habe mir das auch nicht rausgesucht arbeitslos zu sein, denn dann hätte ich dieses Thema hier nicht anfangen müssen, dann hätte er sein Ausbildungsgeld voll für sich behalten können.
Im Übrigen habe ich durch viele Bekannte auch erfahren, dass unsere heutige Jugend leider mit nichts zufrieden ist. Mein Sohn ist gerade 18 und denkt (im Moment)...was kostet die Welt????
LG Susi
Ich habe keinerlei Probleme damit, meinem Sohn (19) am Ende des Monats genausoviel von seinem verdienten Geld abzuknöpfen, wie mir in der ALGII-Berechnung durch seine Herausnahme fehlen, das sind momentan rund 500 EUR, er hat dann immer noch 280 EUR übrig, wovon 60 EUR fürs Monatsticket abgehen.

Die Leistungen, die er davon bekommt, sind gleichgeblieben. Den Tabak finanzieren wir vom großen Pott, genauso wie Friseur und alles andere im Haushalt und auch Kleidung etc. Da er Trinkgeld wie Honig Bienen anzieht, finanziert er darüber größtenteils sein Frühstück und Mittagessen - wenns mal nicht ausreicht, bekommt er dafür Geld aus der Haushaltskasse.

Ich finde 220 EUR Taschengeld für einen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen jetzt nicht als besonders niedrig - und mein Sohn fühlt sich hier auch nicht wirklich benachteiligt und auch nicht übervorteilt.

Ab September wird es wieder weniger, weil er eine Ausbildung beginnt - dann bleibt ihm weniger, damit kann und muss er aber leben.

Mal ehrlich, wenn wir jetzt soviel verdienen würden, dass wir 220 EUR über dem vorherigen Budget wären, dann würde uns das doch auch nicht vollständig als Taschengeld zustehen - es würde wohl fast alles irgendwo in den Haushalt und in die Familiengemeinschaft fließen, eher weniger in nur eigene Vorteile.

Die Kids wollen erwachsen werden - ggf. werden sie es unter HartzIV schneller. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn sie frühzeitig lernen, mit wenig Geld auszukommen - dann wissen sie es zu schätzen, wenn sie später richtig verdienen und geraten wohl nicht in irgendwelche Schuldenfallen. Und wenn sie später wenig verdienen, können sie auch damit umgehen.
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Alt 31.05.2011, 18:46   #32
susiw->Emailproblem
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susiw
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Es ist schon richtig, dass man den jungen Leuten Kostgeld abnimmt, aber mein Sohn bekommt 648,-brutto, hat ca.450,-netto (nach der 1.Berechnung der Arge...kann sich noch ändern), die haben das Brutto von 648,-€ so aus dem Lehrvetrag genommen, berechnen aber wohl nochmal wenn das erste Ausbildungsgeld fließt.
Ich habe ausgerechnet, dass mir ca.310,-€ insgesamt Hartz und KdU fehlen, da er ja komplett rausgerechnet wurde. Er muß mir wenigstens 200,-€ abgeben, tut mir auch irgendwo leid, aber von irgendwas muß ich ja die Miete zahlen und da brauche ich das Geld auf jeden Fall. Er hat dann noch 250,-€, allerdings muß der davon sein Auto finanzieren und die dazugehörige Versicherung. Aber es muß irgendwie gehen, denn alles kann ich nicht nehmen, er soll ja auch merken, dass er nicht umsonst lernt und einen kleinen Anreiz denke ich muß man ihm einfach lassen. Viele seiner Freunde lachen ihn sowieso schon aus, weil er ja so" schrecklich dumm" ist und eine Ausbildung macht, er könnte doch nach deren Meinung für 165,-€ irgendwo was tun und hätte nicht solch einen Streß...ja, und deshalb bin ich froh, dass er eben etwas für die Zukunft tut und kann ihm eben wirklich nicht den Betrag der mir jetzt fehlt komplett wegnehmen.
LG Susi
susiw ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 00:35   #33
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Mich würde die Abrechnung beim Bezug von ALGII Mutter - Ausbildung Kind mit unzureichendem Ausbildungsentgelt auch nochmals interessieren. Ich bin durch diesen Thread auch wieder mal etwas unsicherer geworden.

@Biddy

Könntest du hier nochmals helfen? Ich muss schon im voraus irgendwie planen.

Inwieweit gelten die Absetzbeträge gem. 11 b SGB II bei Erwerbseinkommen auch für Auszubildende im Rahmen einer BG? Oben sah es so aus, als ob diese gelten würden. Ich war aber immer irgendwie der Meinung, sie würden nicht gelten.

Wenn sie gelten, würde sich bei uns für meinen Sohn (meinen Anteil kann ich rausrechnen, da er voll übernommen wird) folgende Berechnung:

Grundlagen:
Bruttolohn 550 EUR
Nettolohn 435 EUR
Versicherungspauschale: 30 EUR
Werbekostenpauschale: 15,33 EUR
Fahrtkosten: 61 EUR
Kindergeld 184 EUR

Bedarf wären dann:
291 EUR Regelsatz
205 EUR Miete
210 EUR Ansetzbetrag für Einkommen (100 EUR + 20 % aus 550 EUR - dies würde sich in Blockschulwochen da Unterbringung im Schulort ändern - dort Fahrtkosten/Woche ca. 60-80 EUR, Verpflegungsanteil/Tag 5,10 EUR - Wohnen frei)
----------
706 EUR Bedarf
- 435 EUR Nettolohn
- 184 EUR Kindergeld
-----------------------
87 EUR Restanspruch Jobcenter
==============

Ist die Berechnung so richtig - oder kann ich hier die Absetzbeträge nicht ansetzen? Wenn nicht, gibt es ausbildungsrelevante Ausgaben (Fahrtkosten, Material) die man ansetzen kann bzw. wie wäre ansosnten die Rechnung?
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Alt 01.06.2011, 01:48   #34
Erolena
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

@susiw
Die Kfz-Haftplflicht kann der Azubi vom Einkommen absetzen.
Egal ob er mit dem KfZ oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt.

Kfz-Haftplflicht ist eine "gesetzlich vorgeschriebene Versicherung".
Diese ist nicht in der Versicherungspauschale enthalten.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 08:48   #35
biddy
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
gelten die Absetzbeträge gem. 11 b SGB II bei Erwerbseinkommen auch für Auszubildende im Rahmen einer BG?
Ja - genau wie bei Erwerbseinkommen gilt dies auch bei Azubivergütung.

Er hätte also nach Deinen Zahlen 106,33 € Absetzbeträge (Fahrtkosten=ÖPNV, ja?), die dann als Aufwendungen gelten würden statt der 100 € Grundfreibetrag.

Du musst die 20 % vom Einkommen 100-550 € brutto rechnen, also von 450 €, nicht von 550 €) und dazu dann die 106,33 € statt der 100 € addieren.

Das macht dann einen Gesamtfreibetrag von 196,33 €.

435,00 € netto
- 196,33 € frei
---------------
= 238,67 € anrechenbare Azubivergütung
+ 184,00 € Ki'geld
--------------------
= 422,67 € anrechenbares Gesamteinkommen
- 496,00 € Bedarf
------------------
= -73,33 €, die noch durch ALG II gedeckt werden müssen.

Jetzt wollte ich noch etwas zum Berufsschul-Blockschulunterricht schreiben (womit ich mich eh nicht auskenne ;), sehe aber gerade, dass Erolena am 17. Mai um 00:56 Uhr hier im Thread etwas dazu geschrieben hatte (höhere Fahrkosten können gelten gemacht werden etc.). Also Rechnungen sammeln und einreichen; diese Beträge müssen als weitere Aufwendungen dann im betreffenden Monat berücksichtigt werden (hört sich wahrscheinlich einfacher an, als es dann beim JC durchzusetzen ist, vermute ich - es gibt aber ganz klare Vorgaben - Alg-II-VO Abs. 1 Nr. 10); der Freibetrag steigt also und somit der Alg-II-Bedarf.


Fachliche Hinweise:
Zitat:
(8) Wurde bereits der Grundfreibetrag in Höhe von 100 EUR nach § 11b Absatz 2 Satz 1 von der Ausbildungsvergütung abgesetzt, sind Fahrkosten und Kosten für Ausbildungsmaterial nur für den 100 EUR übersteigenden Teil zu berücksichtigen.
Quelle: Randziffer 11.93: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...-Einkommen.pdf
__


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Alt 01.06.2011, 08:53   #36
biddy
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von Erolena Beitrag anzeigen
@susiw
Die Kfz-Haftplflicht kann der Azubi vom Einkommen absetzen.
Egal ob er mit dem KfZ oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt.

Kfz-Haftplflicht ist eine "gesetzlich vorgeschriebene Versicherung".
Diese ist nicht in der Versicherungspauschale enthalten.
Kleine Ergänzung: Und zwar jetzt schon, also auch ohne Azubi-Vergütung, da er das Auto ja bereits besitzt. Er ist volljährig und hat zu bereinigendes Kindergeld. Davon muss nicht nur die Versicherungspauschale (30 €), sondern eben auch sein monatlicher Kfz-Haftpflichtversicherungsbeitrag abgesetzt werden. Also schnell Belege einreichen.
__


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Alt 01.06.2011, 11:15   #37
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susiw
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Hallo,
soeben hat mir die Tante von der Arge erklärt, dass es sich bei der Versicherungspauschale von 30,-€ auch um anteilige Kfz-Versicherung handeln würde. Er hätte weiter keinen Anspruch auf mehr, allerdings zahlt er jeden Monat 51,-€....er ist zum Glück bei "nur" 85% eingestiegen. Wie machen es denn die, die mit 140% und höher einsteigen?
Zum Fahrgeld meinte sie, dass es dem Jungen nicht zusteht, dass sollte der Ausbildungsbetrieb übernehmen....die werden mir ein´s Husten nehme ich mal an.
Also soll er von seinem Ausbildungsgeld anteilig Miete, seine Essen (muß er natürlich nicht bezahlen, aber lt. Arge wäre das so), seine Lehrmaterialien und das Fahrgeld bezahlen oder wie kann man die Aussage der Arge werten???
LG Susi
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Alt 01.06.2011, 11:46   #38
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Anchesa
Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Hallo Susi,
ich finde es ganz normal, dass die Kinder sobald sie Geld verdienen zu Hause einen Teil des Geldes abgeben. Das ist auch so bei NICHT Hartz4 Empfängern. Schließlich wohnen und essen sie doch auch zu Hause.
Meine Mutter war auch alleinerziehend (4 Kinder) und vollzeit berufstätig. Das Geld war sehr knapp, da unser Vater keinen Unterhalt gezahlt hat (Kindergled war damals auch viel weniger als heute). Für uns war es selbstverständlich von unserem Lehrgeld zu Hause einen großen Teil abzugeben. Ich habe von 750 DM Lehrlingsgeld meiner Mutter 600 DM abgegeben. Von den restlichen 150 DM habe ich mir mein Fahrticket, Kleidung, Mensa-Essen, Schulbedarf, Freizeitaktivitäten usw. gekauft. Ich habe so sehr früh gelernt, mit Geld umzugehen.
Liebe Grüße
Anchesa
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Alt 01.06.2011, 15:06   #39
Donauwelle
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Hallo,
soeben hat mir die Tante von der Arge erklärt, dass es sich bei der Versicherungspauschale von 30,-€ auch um anteilige Kfz-Versicherung handeln würde. Er hätte weiter keinen Anspruch auf mehr, allerdings zahlt er jeden Monat 51,-€....er ist zum Glück bei "nur" 85% eingestiegen. Wie machen es denn die, die mit 140% und höher einsteigen?
Zum Fahrgeld meinte sie, dass es dem Jungen nicht zusteht, dass sollte der Ausbildungsbetrieb übernehmen....die werden mir ein´s Husten nehme ich mal an.
Also soll er von seinem Ausbildungsgeld anteilig Miete, seine Essen (muß er natürlich nicht bezahlen, aber lt. Arge wäre das so), seine Lehrmaterialien und das Fahrgeld bezahlen oder wie kann man die Aussage der Arge werten???
LG Susi
Lass die Tante mal reden...

Die Berechnung für deinen Sohn wäre wie folgt:

Grunddaten:
Bruttolohn: 648 EUR
Nettolohn: 512,71 EUR
Miete: 448 EUR/3=149,33 EUR

KFZ-Haftpflichtversicherung: 51,- EUR

Kindergeld: 184 EUR

Zuverdienst: 30 EUR Versicherungspauschale + 51 EUR Kfz-Haftpflicht + 15,33 Werbekostenpauschale = 96,33 EUR (alle zusätzlichen Kosten - z.B. Fahrtkosten für Arbeitsweg ab 3,67 sind voll zum Bedarf hinzuzurechnen)
100 EUR + 20 % aus 548 EUR = 209,60 EUR
------------------------------

Bedarf:
Regelsatz: 291 EUR
Miete: 149,33 EUR
Zuverdienstregelung: 209,60 EUR
---------------------
649,93 EUR
========

Einkommen:
512,71 EUR Nettolohn
184,00 EUR Kindergeld
-------------------------
696,71 EUR
- 649,93 EUR
---------------
46,78 EUR

Mit dieser momentanen Berechnung ist es so, dass du, weil sein Einkommen größer ist als sein Bedarf 16,78 EUR (46,78 EUR - 30 EUR Versicherungspauschale) abgezogen werden, wegen des Kindergeldes, sofern du nicht bereits durch eigenes Einkommen die Versicherungspauschale erhältst.

Es fehlt aber noch folgendes in der Rechnung:
Wie viele Kilometer hat er zur Arbeit bzw. zur Berufsschule? Bei einer Entfernung von 20 km an 21 Arbeitstagen wären das eine Rechengröße von 84 EUR, die man noch einfließen lassen müsste.
Dann hätte er noch einen Anspruch von 84 EUR - 3,97 EUR (Rest zu den 100 EUR bei der Einkommensanrechnung) - 46,78 EUR= 33,25 EUR ALGII Anspruch.

Warum nimmst du dir nicht deinen Sohn, zeigst ihm die Berechnungen - auch was ihr bisher habt - und ihr redet gemeinsam darüber, was er später unbedingt benötigt und wie ihr rumkommt und auch, was er von dem, was du ihm lässt, noch finanzieren müsste. Ich würde ihm hier auch nicht zuwenig abknüpfen und mir selbst zu wenig lassen. Wenn du dich gleich stellst zu heute, hat er, egal wie, nach Abzug der 0,2 km/Fahrtkosten und der KFZ-Haftpflichtversicherung immer noch mehr als 100 EUR. Ich würde dann eher hingehen und ihm dann, wenn ich finanziell Luft habe, ab und zu Geld für den Tank geben.

@Biddy
Danke für das Drübersehen bei meiner Rechnung. Ich hatte mich wohl auch verrechnet, weil es zu spät war.
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Alt 01.06.2011, 16:24   #40
Erolena
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

30 Versicherungspauschale (für private Versicherungen)
+ 51 Kfz-Haftpflicht
+ 16,67 Werbekostenpauschale (2011 Steuervereinfachungsgesetz)
= 97,67 EUR

+ Fahrtkosten für Arbeitsweg (einfache Entfernung)
+ Fahrtkosten Berufsschule (Hin- und Rückweg)
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Alt 01.06.2011, 16:41   #41
Donauwelle
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Zitat von Erolena Beitrag anzeigen
30 Versicherungspauschale (für private Versicherungen)
+ 51 Kfz-Haftpflicht
+ 16,67 Werbekostenpauschale (2011 Steuervereinfachungsgesetz)
= 97,67 EUR

+ Fahrtkosten für Arbeitsweg (einfache Entfernung)
+ Fahrtkosten Berufsschule (Hin- und Rückweg)
Danke - würde das oben noch ändern, wenn ich editieren könnte, was nicht geht... Bin noch bei den 15,33 EUR für die Werbekosten.
Warum gilt bei Berufsschule Hin- und Rückweg?
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Alt 01.06.2011, 16:52   #42
biddy
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Standard AW: Muß mein Sohn mich ernähren?

Das Steuervereinfachungsgesetz inklusive der 1.000 statt 920 € Werbungskostenpauschale ist noch nicht "durch". Ob dann rückwirkend (Gesetz soll ab 1.1.2012 in Kraft treten mit teilweise Rückwirkung ab 1.1.2011) auch die 16,67 € statt 15,33 € für Alg-II-Bezieher gelten, bezweifle ich persönlich sehr - die werden schon was finden, damit keine Änderungsbescheide ergehen müssen.

*klick* NWB | News | Steuervereinfachungsgesetz 2011

@susiw

Die Versicherungspauschale für private Versicherungen und die Kfz-Haftpflichtversicherung (nur Haftpflicht wird übernommen, kein Kaskoanteil in der Versicherung!) haben nichts miteinander zu tun, beides muss berücksichtigt werden, das müsste auch Deine SB wissen (bei Erwerbseinkommen wirken die einzelnen Absetzungen aber nur dann freibetragserhöhend, wenn alle Aufwendungen zusammen einen höheren Betrag als 100 € ergeben, denn die 100 € Grundfreibetrag gibt's ja pauschal eh). Nur einge Beispiele aus den fachlichen, für die Jobcenter verbindlichen Hinweisen der BA zu § 11, die ganz klar aufzeigen, dass beides, sowohl die 30 €, als auch die Kfz-Haftpflicht abgesetzt werden müssen (hier geht's jetzt nicht um die Einkommensarten, von denen abgesetzt wird, sondern um's Grundsätzliche):
Zitat:
Die Pauschale für angemessene private Versicherungen in Höhe von 30 EUR, die Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (z. B. Kfz-Versicherung), für die Riester-Rente sowie ggf. Aufwendungen zur Erfüllung von Unterhaltspflichten sind für jeden Monat, in dem [...] Einkommen angerechnet wird, zu berücksichtigen.

...

• Private Versicherungen, die nach Grund und Höhe angemessen sind
• Kfz-Haftpflichtversicherung für ein privates Kraftfahrzeug als gesetzlich vorgeschriebene Versicherung

...

... sind außerdem die 30-Euro-Pauschale UND Kosten für eine Kfz-Haftpflicht abzusetzen.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...-Einkommen.pdf

Zeig' das mal Deiner SB, sie müsste die fachlichen Hinweise kennen, denn für sie u.a. hat die BA sie erstellt - darin gibt's auch ein Kapitel "6.3 Gesetzlich vorgeschriebene und private Versicherungen".
__


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Alt 01.06.2011, 18:45   #43
ela1953
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Zitat von susiw Beitrag anzeigen
Hallo,
soeben hat mir die Tante von der Arge erklärt, dass es sich bei der Versicherungspauschale von 30,-€ auch um anteilige Kfz-Versicherung handeln würde. Er hätte weiter keinen Anspruch auf mehr, allerdings zahlt er jeden Monat 51,-€....er ist zum Glück bei "nur" 85% eingestiegen. Wie machen es denn die, die mit 140% und höher einsteigen?
Zum Fahrgeld meinte sie, dass es dem Jungen nicht zusteht, dass sollte der Ausbildungsbetrieb übernehmen....die werden mir ein´s Husten nehme ich mal an.
Also soll er von seinem Ausbildungsgeld anteilig Miete, seine Essen (muß er natürlich nicht bezahlen, aber lt. Arge wäre das so), seine Lehrmaterialien und das Fahrgeld bezahlen oder wie kann man die Aussage der Arge werten???
LG Susi



Ja, so ist es. Der Azubi muss alles von seiner Azubivergütung und Kindergeld bezahlen

Du bekommst ja nichts mehr für den Azubi.

Und wenn das Jobcenter den Bedarf des Sohnes nicht erhöht und dir auch noch Kindergeld überträgt stimmt deine Befürchtung.

Muss mein Sohn mich ernähren.
ela1953 ist offline   Mit Zitat antworten
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