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Start > > -> Kein Wohngeld mehr für WG-Mitglieder?

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 20.10.2007, 01:00   #1
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22.301
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Kein Wohngeld mehr für WG-Mitglieder ?

In einer Nacht- und Nebelaktion ist kurzfristig von der Koalition ein Regierungsentwurf zur Reform des Wohngeldes aufgesetzt worden, der es NiedrigverdienerInnen erheblich erschwert, in eine Wohngemeinschaft (WG) zu ziehen. Die Bundesregierung plant, dass künftig bei der Berechnung des Wohngeldes das Einkommen aller Bewohner einer so genannten "Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft" heranzuziehen ist. Das heißt: Hat heute ein/e ärmere/r Bewohner/in einen Wohngeldanspruch für sich, so wird künftig auch das Einkommen der wohlhabenderen Mitbewohner zur Ermittlung des Anspruchs herangezogen. Künftig werden alle Wohngemeinschaften, von der Alten-WG bis zur Berufstätigen-WG prüfen wollen, ob es innerhalb der WG so große Einkommensunterschiede....

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Martin Behrsing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 02:20   #2
Rinzwind->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 10.04.2006
Ort: Außerhalb der "Matrix"
Beiträge: 768
Rinzwind
Böse

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Klingt wie die Vorbereitung auf ...äh... "Wohnanlagen für arbeitsfähige Arbeitslose"!

Trotzdem schönen Gruß, Andreas
__

"Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, der ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen."
(Übersetzungsvariante eines Zitats von George Santayana)

Das Ziel der Hartz-Gesetze: Niemand soll hungern, ohne zu frieren!


Alle meine Äußerungen sind durch das Grundgesetz, Artikel 20, Absatz 4 abgedeckt und somit strafrechtlich nicht verfolgbar! ;-)
Rinzwind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 16:40   #3
Kaleika
Redaktion
 
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Kaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika EnagagiertKaleika Enagagiert
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
In einer Nacht- und Nebelaktion ist kurzfristig von der Koalition ein Regierungsentwurf zur Reform des Wohngeldes aufgesetzt worden, der es NiedrigverdienerInnen erheblich erschwert, in eine Wohngemeinschaft (WG) zu ziehen. Die Bundesregierung plant, dass künftig bei der Berechnung des Wohngeldes das Einkommen aller Bewohner einer so genannten "Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft" heranzuziehen ist. Das heißt: Hat heute ein/e ärmere/r Bewohner/in einen Wohngeldanspruch für sich, so wird künftig auch das Einkommen der wohlhabenderen Mitbewohner zur Ermittlung des Anspruchs herangezogen. Künftig werden alle Wohngemeinschaften, von der Alten-WG bis zur Berufstätigen-WG prüfen wollen, ob es innerhalb der WG so große Einkommensunterschiede....

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Es kann doch wohl nicht sein, dass völlig unbeteiligte, lediglich zusammenwohnende Personen für einander aufkommen müssen!
Es kann doch nicht als Einkommen angerechnet werden, was mein Mitbewohner hat, mir aber deswegen noch lange nicht zur Verfügung steht!
Kaleika
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Alt 20.10.2007, 18:50   #4
biddy
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Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
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Wenn ich mir vorstelle, ich werde zu Senkung der KdU aufgefordert und überlege mir, einen Untermieter aufzunehmen, damit ich und meine Kids unser soziales Umfeld nicht verlassen müssen... wer würde denn dann noch einziehen wollen bei mir, wenn ich ihm die Bedingungen (siehe unten) nennen würde??

Also ist nur ein Ziel (inklusive der "vertreibenden Hilfe") beabsichtigt: Ghettos für "uns".

*kotz* und sorry...
__


biddy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 20:46   #5
vagabund
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Registriert seit: 22.06.2005
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Beiträge: 4.562
vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
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Erst der Schuß auf die angeblichen eheähnlichen Gemeinschaften per Umkehr der Beweislast; nun reicht das noch nicht, jetzt müssen auch noch die Wohngemeinschaften zu "Einstandsgemeinschaften" gemacht werden!

Es ist nicht zu fassen!!!
__

Gruß
vagabund
...................................................................... ..............
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Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?
(Wladimir Iljitsch Lenin - 1870-1924)

vagabund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 22:52   #6
ladydi12
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 21.07.2006
Ort: auf der linken Arschbacke vom ***** der Welt
Beiträge: 2.851
ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
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Hallo @all,

Zitat von vagabund Beitrag anzeigen
Erst der Schuß auf die angeblichen eheähnlichen Gemeinschaften per Umkehr der Beweislast; nun reicht das noch nicht, jetzt müssen auch noch die Wohngemeinschaften zu "Einstandsgemeinschaften" gemacht werden!

Es ist nicht zu fassen!!!
Somit dürfte das dann auch mit den Aufforderungen zur Senkung der Mietkosten (Stichwort: Zwangsumzüge) erklärt sein, denn das tendiert nämlich in die selbe Richtung (entweder Untermiete oder Umzug, wobei bei Untervermietung dann wieder anrechenbares Einkommen oder eheähnliche Gemeinschaft), denn dadurch kommen ja dann weitere Einsparungen

meint ladydi12
__

In Anlehnung an Charlie Hebdo und andere:
Ich mag zwar verdammen, was Sie sagen, aber ich werde mein Leben dafür geben, das Sie es sagen dürfen.

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht.
ARGE- Dreisatz: Warum? Wo steht das? Können Sie mir das schriftlich geben?
Petition Arbeitslosengeld II - Ablehnung des Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung vom 19.04.2016
Forengesetze:
§1 keine EGV unterschreiben (danke an gelibeh ;))
§2 Möglichst nicht alleine zu ARGE und Co gehen, sondern stets mit Begleitung.
§3 mit ARGE und Co möglichst nur schriftlich verkehren
§4 Bei ablehnendem Bescheid: Widerspruch und Klage

Statt einem Danke für meine Beiträge dürft ihr mir auch gerne ein paar positive Renommee-Punkte in meinem Profil da lassen. Das geht, in dem ihr auf das Ordenssymbol in meinem Profil klickt
ladydi12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2007, 08:33   #7
andine
Gast
 
Beiträge: n/a
Blinzeln

Zitat von biddy Beitrag anzeigen
Wenn ich mir vorstelle, ich werde zu Senkung der KdU aufgefordert und überlege mir, einen Untermieter aufzunehmen, damit ich und meine Kids unser soziales Umfeld nicht verlassen müssen... wer würde denn dann noch einziehen wollen bei mir, wenn ich ihm die Bedingungen (siehe unten) nennen würde??

Also ist nur ein Ziel (inklusive der "vertreibenden Hilfe") beabsichtigt: Ghettos für "uns".

*kotz* und sorry...
WG-Bewohner sollen wohl gezwungen werden, die Miete der einzelnen Bewohner selbst vom Einkommen abhängig zu machen und nicht gleichmäßig aufzuteilen, wie bisher üblich. Also praktisch so, dass ärmere Bewohner weniger Miete in einer WG zahlen sollen oder das Gleiche, aber dann kein Wohngeld bekommen können.
Wie das funktionieren soll auf freiwilliger Basis? Der Leidtragende ist der ärmere WG-Bewohner, wenn reichere WG-Bewohner da nicht mitmachen wollen.
Ganz klar, der Ärmere wird nicht mehr in eine WG ziehen und somit ändert es dann gar nichts oder wird noch teurer für die Wohngeldstelle. Da wird der gleiche Fehler gemacht wie mit den BGs.
Ich frage mich, wann es dann soweit ist, dass die KdU bei Hartz4 auch nicht nach Person, sondern nach Einkommen berechnet werden. Im Falle einer WG, die aus mindestens einem Hartz4-Empfänger besteht, würde das dann ja zutreffen, der WG-Bewohner in Hartz4 bekäme weniger KdU.
Am Ende nur eine Reaktion auf WGs, die eigentlich (in den Augen der Arge) BGs sind.
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Alt 21.10.2007, 11:17   #8
Linchen0307->Emailproblem
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Beiträge: 2.166
Linchen0307 Linchen0307 Linchen0307
Standard

Um denjenigen, die diesen Müll verfassten ein Schnippchen zu schlagen, sollte man sich mit anderen Erwerbslosen die Wohnung teilen!!!
Also muss die Miete weiterhin in voller Höhe übernommen werden, denn ich glaube kaum, das jemand, der sein Geld sauer verdient, auch noch dafür nutzen wird, anderen die Miete zu zahlen, möglicherweise im zweiten Schritt auch noch den Lebensunterhalt...
__

Hartzer Linchen
Zitat:
Wertestellung: abgewrackte Autos 2500 Euro

..................................Kinder 100 Euro
Bitte beachten
Linchen0307 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2007, 15:37   #9
Hartzbeat->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Ausrufezeichen Kein Wohngeld mehr für WG-Mitglieder?

Info aus einem Newsletter 31.10.2007

Zitat:
In einer Nacht- und Nebelaktion ist kurzfristig von der Koalition ein
Regierungsentwurf zur Reform des Wohngeldes aufgesetzt worden, der es
NiedrigverdienerInnen erheblich erschwert, in eine Wohngemeinschaft (WG) zu ziehen.
Die Bundesregierung plant, dass künftig bei der Berechnung des
Wohngeldes das Einkommen aller Bewohner einer so genannten "Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft" heranzuziehen ist. Das heißt: Hat heute ein/e ärmere/r Bewohner/in einen Wohngeldanspruch für sich, so wird künftig auch das Einkommen der wohlhabenderen Mitbewohner zur Ermittlung des Anspruchs herangezogen. Lesen Sie weiter:...
http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...9d00867001.php
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2007, 16:22   #10
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Es geht weiter

Die Vereinzelung wird immer weiter betrieben.
Mein Vermieter freut sich schon. Der vermietet dann nur noch Einzelzimmer zu Wohnungspreisen. Das Amt übernimmt ja.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gesetz (WoGG-neu) in Karlsruhe stand hält. Die Gleichung WG = HG = BG = Unterhaltspflicht kann da nicht durchkommen. Da wird per Gesetz offen gegen zu viele Grundrechte verstossen.
kleindieter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2007, 17:30   #11
strümpfchen->Emailproblem
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Registriert seit: 16.05.2006
Ort: Köln
Beiträge: 574
strümpfchen strümpfchen
Standard

Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gesetz (WoGG-neu) in Karlsruhe stand hält. Die Gleichung WG = HG = BG = Unterhaltspflicht kann da nicht durchkommen. Da wird per Gesetz offen gegen zu viele Grundrechte verstossen.
Wieso denn das? Es wird doch nur vermutet, dass eine Wirtschaftsgemeinschaft besteht, wenn eine Wohngemeinschaft besteht. Rein theoretisch kann man diese Vermutung, wie auch beim SGB II, widerlegen. Praktisch wird diese Widerlegung dann sicher in allen Fällen als nicht ausreichend gesehen und man hat wieder Geld gespart. Sparen auf Kosten derjenigen, die "dumm" genug sind mit finanziell Schwächeren zusammenzuleben.
strümpfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2007, 17:38   #12
Hartzbeat->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
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Gebe strümpfchen durchaus Recht. Das Ganze was jetzt bei der "Bürgergruppe BG" läuft wird vermutlich locker auf eine neue "Bürgergruppe WG" erweitert, weil das Ur-Modell ja so hervorragend effizient war und so kann die ARGE sogar ihre "Sparzwangsmaßnahmen" noch mehr erweitern.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
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