Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 17.01.2017, 01:01   #1
HSNBRG
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HSNBRG Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Hallo,

Ich bin ü25 und hatte eine Untermietvertrag, der jetzt endet, allerdings bisher keine neue Wohnung gefunden...

Als Alternative könnte ich nun zurück zu meiner Mutter ziehen, die ebenfalls im Bezug ist und auch eine Wohnung hat, die groß genug wäre.

Beim Jobcenter hat man mir heute gesagt, dass ich dort quasi einziehen müsse, weil Wohnraum zur Verfügung stünde. Ist das überhaupt korrekt und rechtens?

Habe ich mit 31 Jahren nicht den Anspruch, auf eine eigene, von der Mutter unabhängige Lebensführung?

Was ist, wenn ich dort jetzt aus der Not heraus, vorübergehend einziehe?
Kann ich mir dann von dort aus eine eigene Wohnung suchen, oder wird man mir dann einen Umzug verweigern bzw. eine Verweigerung damit begründen, dass keine Notwendigkeit bestünde und nur die dort gezahlten Leistungen übernehmen und wenn die neue Wohnung teurer wäre hätte ich Pech gehabt!?

Bitte um Hilfe.
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Alt 17.01.2017, 01:25   #2
yukiko
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yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Zitat:
Was ist, wenn ich dort jetzt aus der Not heraus, vorübergehend einziehe?
du kannst deine Mutter problemlos vorübergehend "besuchen", wenn du es schaffst, binnen 3 Monaten eine eigene Bleibe zu finden. Deine Meldeadresse wäre dann die von deinem bisherigen Wohnort.

Oder deine Mum nimmt dich als Untermieter auf und ihr schliesst einen entsprechenden Untermietvertrag ab. Vordrucke dafür gibts im Internet. Dabei muss beachtet werden, dass deine Mum eine Untervermiet-Erlaubnis vom Vermieter hat. Sonst könnte deine Mum irgendwann Probleme bekommen.

Das ist ein kompliziertes Thema, lies dich hier im Forum mal einschlägig schlau, Themenbereiche dafür gibt es genug, wenn du die Suchfunktion verwendest

Jedenfalls hat dein SB dir - wie gewohnt - Quatsch erzählt, aber das müsstest du eigentlich inzwischen wissen, angesichts der langen Zeit, die du hier im Forum aktiv bist.

Und du müsstest eigentlich auch wissen, dass man mit JC und Konsorten weder spricht, telefoniert noch mailt, sondern alles schriftlich und nachweisbar kommuniziert.

Zitat:
Kann ich mir dann von dort aus eine eigene Wohnung suchen, oder wird man mir dann einen Umzug verweigern bzw. eine Verweigerung damit begründen, dass keine Notwendigkeit bestünde und nur die dort gezahlten Leistungen übernehmen und wenn die neue Wohnung teurer wäre hätte ich Pech gehabt!?
Klar kannst du das und das wäre auch empfehlenswert. Was das JC für "notwendig" hält, steht auf einem völlig anderen Blatt. Notfalls schmeisst deine Mum dich halt raus.

Die Frage, ob die neue Miete dann übernommen wird, wenn sie die "alte" übersteigt, ist berechtigt. Darauf kann ich dir leider nicht antworten, da melden sich hoffentlich noch andere ForentInnen, die was Belastbares dazu sagen können. Denn das würde mich auch mal interessieren, wie "die" sich das vorstellen
__

Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
~> "goldene Überlebensregeln":
1 Nur mit Beistand nach § 13 SGB X hingehen, alles mitschreiben
2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
4 Alles schriftlich und nachweisbar kommunizieren
5 Bei "Unklarheiten" *Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I* stellen
6 Das "Amt" mag keine Arbeit :bigsmile:
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Alt 17.01.2017, 02:11   #3
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Bei engen Verwandten braucht man keine Erlaubnis zur Untervermietung, die kann man jederzeit aufnehmen, wenn die Wohnung nicht ueberbelegt ist.
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Alt 17.01.2017, 08:21   #4
Wutbuerger
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Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Also man muß nicht bei seiner Mutter einziehen wenn man über 25 ist.
Verlange diese falsche Auskunft am besten schriftlich vom JC .
Wenn man es doch tut dann würde ich darauf achten das es eine Nothilfe ist und nur zeitlich begrenzt, zb "bis er wieder eine eigene Wohnung gefunden hat , maximal 6 Monate"
Sonst brauchst du evtl eine Umzugsgenehmigung um wieder ausziehen zu können.
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Alt 20.01.2017, 13:53   #5
HSNBRG
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HSNBRG Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Danke für die Rückmeldungen. Werde mir in Zukunft tatsächlich alles schriftlich geben lassen.

Habe für Montag noch kurzfristig eine Besichtigungstermin für eine Wohnung bekommen, die von den Kosten her im Rahmen liegt. Sollte ich die Möglichkeit haben dort einzuziehen, müsste der Umzug ja theoretisch genehmigt werden, da ich ja quasi im Moment wohnungslos bin, oder irre ich mich da und die SB wird wieder damit anfangen, dass doch Wohnraum bei meiner Mutter vorhanden wäre...
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Alt 20.01.2017, 14:09   #6
HSNBRG
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HSNBRG Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Bei engen Verwandten braucht man keine Erlaubnis zur Untervermietung, die kann man jederzeit aufnehmen, wenn die Wohnung nicht ueberbelegt ist.
Auch wenn diese selbst Leistungen beziehen?
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Alt 20.01.2017, 14:23   #7
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
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Zitat von HSNBRG Beitrag anzeigen
Auch wenn diese selbst Leistungen beziehen?
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Untervermieterlaubnis betrifft das Mietvertragsverhaeltnis, ob jemand von Sozialleistungen lebt, muss der Vermieter nicht wissen.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2017, 14:48   #8
Wutbuerger
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Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Wenn du bei der Besichtigung die Wohnung haben könntest , dann lass dir am besten ein Mietangebot ausfüllen. Da steht nur " zur Vorlage bei einer Behörde" und man kann die normal im Internet downloaden.
Bist du wohnungslos und die Anträge sind gestellt darfst du eigentlich auch gleich unterschreiben. Liegt die Wohnung im Rahmen wird sie genehmigt , liegt sie es nicht bekommst du eine Kostensenkungsaufforderung. Ein kleines Restrisiko bleibt aber immer.
Es kann dich keiner verpflichten bei der Mutter einzuziehen.
Viel Glück
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Alt 20.01.2017, 14:57   #9
HSNBRG
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HSNBRG Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Danke für die schnelle Antwort.

Also die Wohnung liegt definitiv im Kostenrahmen und wäre sogar noch etwas günstiger, als die, in der ich bisher zur Untermiete gewohnt habe...

Für mich wäre halt wichtig, dass evtl die Kaution bzw. eine Erstausstattung genehmig werden und diesbezüglich habe ich ein wenig Angst, weil es dann vermutlich wieder heißt, sie können ja zu ihrer Mutter ziehen, dort würden sie beides nicht benötigen...
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Alt 20.01.2017, 15:06   #10
Wutbuerger
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Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Du kannst nichts weiter tun als mit dem Mietangebot die Kaution und die Umzugskosten zu beantragen- schriftlich mit Eingangsbestätigung.
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Alt 20.01.2017, 17:06   #11
HSNBRG
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HSNBRG Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Untervermieterlaubnis betrifft das Mietvertragsverhaeltnis, ob jemand von Sozialleistungen lebt, muss der Vermieter nicht wissen.
Ja gut, aber dieses Einkommen durch die Untervermietung würde dann doch meiner Mutter angerechnet werden...
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Alt 20.01.2017, 17:30   #12
Nena
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Nena
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Nein, nicht als Einkommen. Aber wenn zwei Menschen da wohnen, zahlt das JC auch nur noch die Hälfte der KdU. Nein, als Einkommen rechnen sie es nicht an, wenn Ihr eine KBV macht und sie keinen Gewinn damit macht.
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Alt 20.01.2017, 19:17   #13
Wutbuerger
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Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Bei der Mutter einziehen wäre sinnvoll wenn es Gründe gibt , man sich gut versteht und lieber in gesellschaft lebt als alleine. Oder man sich gegenseitig ergänzt - der eine kocht der andere geht einkaufen ... oder die Wohnung der Mutter für einen zu groß ist.
Ganz extrem wäre eine WG mit der Mutter zu machen und sich gemeinsam eine 100 qm wohnung suchen
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Alt 31.01.2017, 16:40   #14
Bambi_69
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Beiträge: 683
Bambi_69
Standard AW: Zwang zur Mutter zu ziehen/bei der Mutter zu wohnen?

Hallo,

du schriebst, die Mutter wäre auch im Bezug der ALG-II-Leistung?! Wohnt ihr im selben Einzugsgebiet bzw. weiß deine Beraterin, dass deine Mutter im Bezug ist? Es ist dann zu vermuten, dass das Amt euch beide in EINE Bedarfsgemeinschaft bringen will und somit die Möglichkeit hat, die ALG-II-Leistung pro Mitglied zu kürzen.

Liebe Grüße
Bambi_69
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen stellen keinerlei Rechtsberatung dar sondern entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.
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