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Start > > -> Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 09.09.2014, 13:07   #1
tImmyy
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Standard Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo zusammen,

ich bin grade dabei Wohngeld zu beantragen, ich wurde netterweise von der Sachbearbeiterin darauf hingewiesen, dass mein Einkommen nicht plausibel / evtl. zu niedrig ist, um Wohngeld zu beantragen. (ist ja nur ein Zuschuss zur Miete - keine Lebenssicherung)
Aufstocken kann ich leider nicht, da ich nebenberuflich an der FOM studiere (Teilzeit / Wochenende => hab mich da gefragt, ob ich nicht trotzdem dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe? - ist aber ein anderes Thema ;))

Meine Situation / Frage:

(25 Jahre, NRW, alleinwohnend, 302€ Warmmiete 50,9qm in Duisburg, Privatstudent an der FOM (180€/Monat), Angestellter im technischen Support auf Teilzeit(20h), 800Brutto, 636 Netto, Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig, hab ne abgeschlossene Ausbildung als Informatikkaufmann)

Wie berechne ich mein Mindesteinkommen genau / berechne ich das so richtig?

wohngeldantrag.de/geld/mindest.htm <- hab mich hier dran orientiert:

Mindesteinkommen =

Regelbedarf (391€) + 302€ Warmmiete(inkl. Heizkosten) + 180€ Studiengebühren/Fortbildungsgebühren (pro Monat leider :3) + 52€ Strom = 925 - 20% = 740€ Mindesteinkommen?

Fitnesstudio 20€ + 15€ Handy Vertrag habe ich da jetzt nicht drin? Weiß halt nicht, was unter den Regelbedarf fällt und was ich gesondert angeben muss?

Bekomme grade 800€ Brutto, 636 Netto, Versicherungsbeiträge sind da ja schon drin. Private Haftpflicht hätte ich noch als laufende Kosten.

Habe jetzt mit meinen Eltern geklärt, dass Sie mir für mein Mindesteinkommen / zur Sicherung meines Lebensunterhalts Unterhalt zahlen würden, was müssen wir dort angeben? Reichen streng genommen 636 + 104€ Unterhalt = 740 € Mindesteinkommen?

Haben jetzt angegeben, dass Sie mir 100€ überweisen und an Sachgegenständen (Lebensmittel, mal bei denen Essen, Haushaltskram, mal nen Pulli) 50-100€. Wenn meine Eltern mir "zuviel" geben würden, würde das mein Wohngeld mindern?

Danke schonmal.

MfG

timmy
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Alt 09.09.2014, 13:33   #2
Strolchenmann->Emailproblem
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Strolchenmann Strolchenmann Strolchenmann
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Studiengebühren, Handy, Muckibude ist alles Privatvergnügen

Hier kannste eintragen und rechnen lassen: Wohngeldrechner - So viel Wohngeld steht Ihnen zu - biallo.de
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Alt 09.09.2014, 13:33   #3
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Strolchenmann Strolchenmann Strolchenmann
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Studiengebühren, Handy, Muckibude ist alles Privatvergnügen

Hier kannste eintragen und rechnen lassen: Wohngeldrechner - So viel Wohngeld steht Ihnen zu - biallo.de
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Alt 09.09.2014, 13:48   #4
Hartzeola
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Hartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola Enagagiert
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat:
Regelbedarf (391€) + 302€ Warmmiete(inkl. Heizkosten) + 180€ Studiengebühren/Fortbildungsgebühren (pro Monat leider :3) + 52€ Strom = 925 - 20% = 740€ Mindesteinkommen?
Mindesteinkommen = 391 + 302 (evtl. sind Heizkosten unrelevant), davon 80% = 554,40 €

Auch das Ersparte oder ein Darlehen können zum Einkommen zählen.
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2014, 14:32   #5
goodwill
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goodwill goodwill goodwill goodwill goodwill goodwill
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Heizkosten sind NICHT Teil der Wohngeldleistungen.
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Alt 09.09.2014, 17:22   #6
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Heizkosten werden aber zu der Bedarfsberechnung hinzugezogen.
Ebenso wie die Kosten deiner Krankenversicherung, sollte die nicht über den Teilzeitjob abgedeckt sein.

Die Studiengebühren allerdings eindeutig nicht, also sollte es hinkommen, erst recht mit 100€ Unterhalt von den Eltern.

Spiel die jeweiligen Einkünfte mal am Wohngeldrechner durch und schaue, wie sehr sich der Betrag verändert.

Falls das Amt dennoch muckt, reicht es oft, sie darauf hinzuweisen, dass man als Student viele Vergünstigungen erhält (günstiges Mensaessen, kostenloser ÖPNV - falls an der Privathochschule zutreffend).
Mit den Sachleistungen der Eltern würde ich erstmal nicht unbedingt rausrücken.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 11:02   #7
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo tImmyy,

was heißt hier zu wenig Einkommen.

Für das Wohngeld spielt es doch keine Rolle.

Das rechnet sich doch gerade am Einkommen und wenn dies eben so wenig ist, dann bekommt man viel eher was.

Mir scheint die wollen dich lieber zum Jobcenter abschieben, weil das denen Geld spart.

Nimm den Wohngeldrechner und schau, was da rauskommt.

Niemand zwingt einen, beim Jobcenter Leistung zu beantragen, nur weil das ein Beamter so gerne will.

Solange du mit dem Geld hinkommst, kannst du auch Wohngeld als Zuschuss beantragen.

Hier erscheint wohl ein Verschiebebahnhof stattzufinden, weil eben keiner gerne zahlen will.

Dennoch gilt - Wohngeld vor Grundsicherung.


Gruss saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 12:58   #8
Yukonia->Emailproblem
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Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat von tImmyy Beitrag anzeigen

Habe jetzt mit meinen Eltern geklärt, dass Sie mir für mein Mindesteinkommen / zur Sicherung meines Lebensunterhalts Unterhalt zahlen würden, was müssen wir dort angeben? Reichen streng genommen 636 + 104€ Unterhalt = 740 € Mindesteinkommen?
Wenn deine Eltern jetzt anfangen, dir Unterhalt zu zahlen, ist das eine missbräuchliche Herbeiführung eines Leistungsfalls. Die Sachbearbeiter beim Wohngeldamt sind doch nicht doof. Deine Eltern zahlen dir das Geld doch nur, damit du Anspruch auf Wohngeld hast.

Eine Frage: Was sucht denn die Angabe über "Strom" in deiner vorläufigen Berechnung?
__

Von null auf hundert in fünfzehn Minuten
Meine Beiträge stellen möglicherweise meine Meinung dar
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Alt 10.09.2014, 14:58   #9
lilli64
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Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Hallo tImmyy,

was heißt hier zu wenig Einkommen.

Für das Wohngeld spielt es doch keine Rolle.

Das rechnet sich doch gerade am Einkommen und wenn dies eben so wenig ist, dann bekommt man viel eher was.

Mir scheint die wollen dich lieber zum Jobcenter abschieben, weil das denen Geld spart.

Nimm den Wohngeldrechner und schau, was da rauskommt.

Niemand zwingt einen, beim Jobcenter Leistung zu beantragen, nur weil das ein Beamter so gerne will.

Solange du mit dem Geld hinkommst, kannst du auch Wohngeld als Zuschuss beantragen.

Hier erscheint wohl ein Verschiebebahnhof stattzufinden, weil eben keiner gerne zahlen will.

Dennoch gilt - Wohngeld vor Grundsicherung.


Gruss saurbier
Ganz so stimmt das leider nicht.
Man muss wohl mit dem Wohngeld zusammen 80% des Alg2 Satzes haben, damit man überhaupt einen Anspruch auf Wohngeld hat.
Hintergrund soll der sein, dass man mit weniger als 80% des Alg2 Satzes nicht existieren kann und man demzufolge noch andere Einkünfte haben muss.
So wurde mir das mal erklärt.

Bei dir liegt der Alg2 Bedarf bei 693 euro, davon musst du mit dem Wohngeld zusammen mindestens 80% erziehlen. sind ca 554 euro.
Da du 636 euro netto hast, sollte das kein Problem sein Wohngeld zu bekommen.

Hoffe, ich hab nichts übersehen
lg
lilli
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Alt 10.09.2014, 18:38   #10
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Ratgebender
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo,

ich muß hier - auch wenn nur Neuling - mal einiges klarstellen.

Zuerst zu den Antworten, bevor ich auf die eigentlich Frage eingehe:

Zitat:
Studiengebühren, Handy, Muckibude ist alles Privatvergnügen
Handy und Muckibude sind (bis auf weiter unten erläuterte Ausnahmen) durchaus Privatvergnügen, nicht aber die Studiengebühren.

Zitat:
Mindesteinkommen = 391 + 302 (evtl. sind Heizkosten unrelevant), davon 80% = 554,40 €
Mal abgesehen davon, daß die hier aufgeführte Rechnung falsch ist, sind Heizkosten bei der Berechnung des Mindesteinkommens (MEK) durchaus relevant.

Zitat:
Die Studiengebühren allerdings eindeutig nicht, also sollte es hinkommen, erst recht mit 100€ Unterhalt von den Eltern.
Auch das ist falsch. Zu Fragen des Unterhaltes hat Yukonia vollkommen zu Recht auf einen dann Mißbrauch des Wohngeldes hingewiesen. Die Studiengebühren sind unabweisbare Kosten (wie z.B. die Krankenkasse) und werden daher durchaus zum MEK dazu gerechnet.

Zitat:
Falls das Amt dennoch muckt, reicht es oft, sie darauf hinzuweisen, dass man als Student viele Vergünstigungen erhält (günstiges Mensaessen, kostenloser ÖPNV - falls an der Privathochschule zutreffend).
Das hat keinerlei Einfluß auf das MEK. Der gesetzlich vorgeschrieben Sozialhilfebedarf bleibt dennoch der gleiche wie bei einem Nichtstudenten. Mit sehr viele Mühe könnte man hier die Plausibilitätsprüfung versuchen, zu untermauern - aber die Rechtssprechung läßt da in dieser Hinsicht kaum Spielraum.

Auf die Äußerung von sauerbier gehe ich nicht weiter ein, weil sie nichts mit der Systematik von Wohngeld zu tun hat und wenig Ahnung von dieser Materie zeigt.

Zitat:
Man muss wohl mit dem Wohngeld zusammen 80% des Alg2 Satzes haben, damit man überhaupt einen Anspruch auf Wohngeld hat.
Vorausgesetzt, man kann die 20% Unterschreitung des Sozialhilfe-Satzes auch plausibel nachweisen - ein Automatismus ist dies in keinem Fall, wie die Praxis zeigt.

Zitat:
Da du 636 euro netto hast, sollte das kein Problem sein Wohngeld zu bekommen.
Es ist durchaus ein Problem.

Fazit der Antworten: bis auf die von Yukonia kaum hilfreiche Hinweise.

Zur Frage selbst:

Zitat:
berechne ich das so richtig?
Nein, weil Du einige Posten reinrechnest, die nichts mit dem MEK zu tun haben, dafür aber andere Posten wiederum nicht berücksichtigst.

Die richtige Berechnung in Deinem Falle würde so lauten:

391 € Sozialhilfebedarf + 302 € Warmmiete + ggf. KK-Beiträge + 180 € Studiengebühren + 58 € ausbildungsbedingter Mehrbedarf + 17,98 € Rundfunkbeitrag (unabweisbare Kosten) = 949 € (aufgerundet) = MEK - 20% bei entsprechender Plausibilität = 760 € (aufgerundet) - ca. 99 € fiktives Wohngeld (kann mangels entsprechender Angaben nur geschätzt werden, wobei ich mal von dem höchstmöglichen ausgegangen bin) = 660 € erforderliches Einkommen.

Bei dieser (von optimalen Voraussetzungen ausgehenden) Berechnung würdest Du das MEK nicht erreichen. Erfüllst Du nicht die optimalen Voraussetzungen bei dem fiktiven Wohngeld (z.B. dann, wenn von Deinem Bruttoeinkommen nicht Lohnsteuer, Renten- und Krankenversicherung gezahlt werden), würde sich das fiktive WG entsprechend verringern und somit die Differenz zum MEK erhöhen. Werden z.B. von Deinem Brutto nur die KK-Beiträge abgezogen, beläuft sich das fiktive WG nur auf 44 €.

Gruß!
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Alt 10.09.2014, 19:07   #11
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat:
ie Studiengebühren sind unabweisbare Kosten (wie z.B. die Krankenkasse) und werden daher durchaus zum MEK dazu gerechnet.
Nein. Es zwingt einen ja niemand, zu studieren.
Relevant ist es nur, wenn z.B. die Eltern die Studiengebühren zahlen, weil es dann auch Unterhalt wäre.

Zitat:
Das hat keinerlei Einfluß auf das MEK. Der gesetzlich vorgeschrieben Sozialhilfebedarf bleibt dennoch der gleiche wie bei einem Nichtstudenten. Mit sehr viele Mühe könnte man hier die Plausibilitätsprüfung versuchen, zu untermauern - aber die Rechtssprechung läßt da in dieser Hinsicht kaum Spielraum.
Die Rechtssprechung lässt hier Spielraum und genau diese Erklärung führt regelmäßig dazu, dass Studenten Wohngeld erhalten.

Bzgl. des elterlichen Unterhalts sehe ich hier auch keinen Sozialbetrug. Da die Eltern nicht unterhaltspflichtig sind, liegt es in ihrem Ermessen, ob und inwiefern sie den Sprössling unterstützen wollen. Da Sprössling neben dem Teilzeitjob sich weiterbilden will und die Eltern das unterstützenswert finden, warum denn bitte nicht? Schließlich ist sein Einkommen doch zu niedrig, irgendwoher muss die Kohle ja kommen.

Übrigens hat noch niemand erwähnt, dass der TE auch ALG II beantragen könnte, da er ja offensichtlich nur in Teilzeit studiert.
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Alt 10.09.2014, 20:06   #12
Hartzeola
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Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat:
Die richtige Berechnung in Deinem Falle würde so lauten:

391 € Sozialhilfebedarf + 302 € Warmmiete + ggf. KK-Beiträge + 180 € Studiengebühren + 58 € ausbildungsbedingter Mehrbedarf + 17,98 € Rundfunkbeitrag (unabweisbare Kosten) = 949 € (aufgerundet) = MEK - 20% bei entsprechender Plausibilität = 760 € (aufgerundet) - ca. 99 € fiktives Wohngeld (kann mangels entsprechender Angaben nur geschätzt werden, wobei ich mal von dem höchstmöglichen ausgegangen bin) = 660 € erforderliches Einkommen.
Es wäre nett, wenn Du ein Formular postest, wo Wohnungsamt die Liste mit all diesen Aufwendungen anfordert.

Zitat:
Zu § 15 (Ermittlung des Jahreseinkommens)

Nachweis der Einnahmen

(1) Wenn sich bei der Ermittlung des Jahreseinkommens unter dem Bedarf nach dem
SGB XII liegende Einnahmen ergeben, sind
die Angaben der wohngeldberechtigten Per-
son besonders sorgfältig auf Glaubhaftigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen. Die
Angaben können glaubhaft sein, wenn die
hiernach zur Verfügung stehenden Einnahmen
zuzüglich eines zu leistenden Wohngeldes 80 Prozent des Bedarfs nach dem SGB XII erreichen
http://www.verwaltungsvorschriften-i...-KF01-A002.pdf
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 04:49   #13
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Ratgebender
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo,

Zitat:
Nein. Es zwingt einen ja niemand, zu studieren.
Deine Meinung in allen Ehren - jedoch hat sie nichts mit der aktuellen Frage zu tun. Der TE studiert und muß dafür Gebühren zahlen, die er nicht zum Lebensunterhalt verwenden kann. Punkt. Das hat nichts mit Zwang zu tun und stellt dennoch einen unabweisbaren Mehrbedarf dar. Wenn er nicht studiert, entfällt dieser Mehrbedarf und der TE hat ein entsprechend höheres Einkommen für den Lebensunterhalt.

Zitat:
Die Rechtssprechung lässt hier Spielraum
Nein bzw. (wie schon geschrieben) nur sehr sehr begrenzt. Eine Unterdeckung des Einkommens gegenüber dem sozialhilferechtlichen Bedarfssatz kann nicht durch einen allgemeinen Sparsamkeitshinweis und z.B. durch die günstigeren Preise bei Aldi oder Norma gegenüber einer Pizza durch den Lieferservice erklärt werden. Es mag sein, dass geringfügige Unterschreitungen der Bedarfssätze durch extreme Sparsamkeit und optimales Einkaufsverhalten erklärbar sind, das ist aber bei einem Prozentsatz von über 10% Unterdeckung ohne nähere Erläuterung nicht glaubhaft. Und diese nähere Erläuterung wird meistens nicht vom Amt akzeptiert.

Zitat:
Bzgl. des elterlichen Unterhalts sehe ich hier auch keinen Sozialbetrug.
Ich habe nirgendwo von einem Sozialbetrug (den es im StGB als solchen auch nicht gibt) geschrieben, sondern von einem zu unterstellenden Mißbrauch des Wohngeldes, was etwas vollkommen anderes als Betrug ist.

Mißbrauch bedeutet in diesem Zusammenhang, (Zitat WVVo)

Zitat:
wenn vom Standpunkt eines objektiven Betrachters aus eine Rechtsposition ausschließlich zu dem Zweck geschaffen wird, die Voraussetzungen für einen anderenfalls nicht oder nicht in dieser Höhe bestehenden Anspruch zu schaffen.
Diese Tatsache dürfte hier gegeben sein, da der TE ja ausschließlich im Zusammenhang mit dem Antrag auf Wohngeld davon spricht, Unterhalt zu bekommen, um Wohngeld zu erhalten. Indiz dafür ist der gleichzeitige Antrag auf Wohngeld und Beginn der Unterhaltszahlungen, die es ermöglichen sollen, das MEK (etwas) zu überschreiten.

Hinzu kommt, daß der TE offensichtlich dem Amt sein Einkommen bereits dargelegt hat, ohne den Unterhalt anzugeben und erst nach dem Hinweis des Amtes auf Unterdeckung mit Unterhalt kommt. Auch das ist ein starkes Indiz für den Mißbrauch.

Zitat:
Es wäre nett, wenn Du ein Formular postest, wo Wohnungsamt die Liste mit all diesen Aufwendungen anfordert.
Formular? Was für ein Formular sollte es da geben? Meinst Du für die Plausibilitätsprüfung?

Gruß!
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Alt 11.09.2014, 08:45   #14
goodwill
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Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat:
Erforderliche Unterlagen und Nachweise

Unbedingt erforderliche Unterlagen für die Beantragung von Wohngeld sind:

der ausgefüllte Antrag auf Wohngeld (Mietzuschuss- oder Lastenzuschussantrag)
Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (mit Angabe über Größe sowie Baujahr des Wohnraums)
Mietvertrag und Mietquittung
Personalausweis oder Reisepass
Meldebestätigung
Verdienstbescheinigung, auszufüllen vom Arbeitgeber
Einkommensnachweise (Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen)

Je nach familiärer und finanzieller Situation können weitere Unterlagen erforderlich sein, wie z.B.:

Steuerbescheid über die Einkommenssteuer
Nachweis über Vermögen und Kapitalerträge
Kontoauszüge
Unterhaltsnachweise
Pflegegeldnachweis
Schwerbehindertenausweis
Nachweis über Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
BaföG-Bescheid
Kindergeld- oder Elterngeldbescheid
Leistungsbescheid des Arbeitsamtes
Rentenbescheide
Schul- oder Studienbescheinigung
Darlehensverträge mit ersichtlichen monatlichen Belastungen
Lebensversicherungen
Bausparverträge

Gegebenenfalls ist das Ausfüllen zusätzlicher Formularvordrucke der Wohngeldbehörde notwendig, beispielsweise dann, wenn es sich beim Antragsteller um einen Schüler, Studenten oder Auszubildenden handelt.

Gegenüber der Wohngeldbehörde unterliegen Haushaltsmitglieder und alle Personen, die mit dem Antragsteller Wohnraum gemeinsam bewohnen, einer Auskunftspflicht über sämtliche für das Wohngeld maßgeblichen Verhältnisse.

Quelle: Wohngeldantrag - Wohngeld 2014 beantragen
Vllt hilft dies etwas weiter.
goodwill ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 15:32   #15
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Zitat:
Deine Meinung in allen Ehren - jedoch hat sie nichts mit der aktuellen Frage zu tun. Der TE studiert und muß dafür Gebühren zahlen, die er nicht zum Lebensunterhalt verwenden kann. Punkt. Das hat nichts mit Zwang zu tun und stellt dennoch einen unabweisbaren Mehrbedarf dar. Wenn er nicht studiert, entfällt dieser Mehrbedarf und der TE hat ein entsprechend höheres Einkommen für den Lebensunterhalt.
Die Wohngeldstelle hat in mehreren Jahren Wohngeldbezug niemals nach meinem Studiengebührenbescheid gefragt und auch niemals nach dem GEZ-Gebührenbescheid (letzteres zu einer Zeit, in der man noch wählen konnte, was und ob man anmeldet). Wie sollen die das denn dann berechnen?

Zitat:
Es mag sein, dass geringfügige Unterschreitungen der Bedarfssätze durch extreme Sparsamkeit und optimales Einkaufsverhalten erklärbar sind, das ist aber bei einem Prozentsatz von über 10% Unterdeckung ohne nähere Erläuterung nicht glaubhaft. Und diese nähere Erläuterung wird meistens nicht vom Amt akzeptiert.
Wie viele Wohngeldanträge von Studenten hast du begleitet?
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 15:48   #16
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Ratgebender
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo,

Zitat:
und auch niemals nach dem GEZ-Gebührenbescheid (letzteres zu einer Zeit, in der man noch wählen konnte, was und ob man anmeldet).
Richtig. GEZ war geräteabhängig und hier wurde schon aus Gründen der Aufwandsverringerung darauf oft (nicht immer) verzichtet, weil der Aufwand für das Amt zu hoch war, das zu überprüfen. Mit Umstellung auf die haushaltsabhängige Rundfunkgebühr hat sich das aber geändert, weil praktisch jeder Haushalt (außer bei Grundsicherungsempfängern, die jedoch wiederum nichts mit Wohngeld zu tun haben) - unabhängig von vorhanden Geräten - den Beitrag zahlen muß.

Zitat:
Wie viele Wohngeldanträge von Studenten hast du begleitet?
Eine Zahl kann ich nicht nennen, weil ich das nicht zähle. Aber in den letzten 2 Jahren waren es mehrere Hundert von Fällen.

Gruß!
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Alt 11.09.2014, 16:04   #17
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Ratgebender
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo,

sorry. hatte eine Frage übersehen:

Zitat:
Die Wohngeldstelle hat in mehreren Jahren Wohngeldbezug niemals nach meinem Studiengebührenbescheid gefragt
Das wäre dann ein Fehler vom Wohngeldamt gewesen. Auch dort gibt es nicht immer entsprechend ausgebildete Fachkräfte oder Sachbearbeiter, denen das egal ist.

Nochmal rein von der Logik her: ich muß ein MEK bei dem Wohngeld haben, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Für den Lebensunterhalt benötige ich die entsprechenden finanziellen Mittel. Wenn ich ein mietbereinigtes Einkommen von meinetwegen netto 600 € habe, kann ich diese für Essen, Trinken, Kosmetik, Reisen und und und ausgeben. Gehen von diesen 600 € aber 300 € Schulgeld ab, kann ich nur noch 300 € für den Lebensunterhalt verwenden, habe also wesentlich weniger Geld zur freien Verwendung zur Verfügung.

Zitat:
Relevant ist es nur, wenn z.B. die Eltern die Studiengebühren zahlen, weil es dann auch Unterhalt wäre.
Es ist genau anders herum: würden die Eltern die Studiengebühren zahlen, würden diese bei dem MEK keine Rolle mehr spielen, weil damit ja meine Mittel für den Lebensunterhalt größer wären, da ich dann (in meinem Beispiel) 300 € mehr zur Verfügung hätte. Allerdings würde sich der Unterhalt dann wiederum negativ auf die Höhe des Wohngeldes selbst auswirken, weil er dort angerechnet wird.

Ist alles nicht ganz einfach ;-)

Gruß!
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Alt 12.09.2014, 11:15   #18
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Na das ganze Spiel scheint irgendwie doch immer weiter pervertiert zu werden.

Als ich noch Wohngeld beantragen musste, war das alles relativ einfach, aber da gab es ja auch noch kein Hartz IV.

Dank Hartz IV scheint dies nur so umgebaut zu sein, dass man aus der staatlichen Fürsorge (Fordern und Fördern) nicht mehr heraus kommen soll, ausgenommen man verdient eben noch ausreichend.

Selbst dann scheint man sich den Fängen der staatlichen Fürsorgeaufsicht schlecht entziehen zu können, wenn die es einfach nicht zulassen wollen (80% MEK).

Ist also echt clever gemacht.


Gruss saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 11:20   #19
Cerberus
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Beiträge: n/a
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Eben! Um diesen Teil der Bevölkerung gar nicht mehr kümmern. Die sind abgeschrieben... hoffnungslose Fälle. Nur noch eine Notversorgung zum knappen Überleben gewähren u. fertig.

Saubande.
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Alt 12.09.2014, 13:22   #20
Ratgebender->Emailproblem
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Ratgebender
Standard AW: Berechnung Mindesteinkommen Wohngeld

Hallo,

und was sollen nun die beiden polemischen Antworten? Wohngeld hat eine ganz andere Aufgabe (Zuschuß zur Miete) als ALG II (Hilfe zum Lebensunterhalt)? Was an diesem Unterschied ist so schwer zu verstehen? Und wo helfen Eure Kommentare dem Hilfesuchenden?

Das waren jetzt rhetorische Fragen. Auf Antworten darauf verzichte ich.

Gruß!
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