QR-Code des ELO-ForumErwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren
Start > > -> "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie

Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


"vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie

Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 13.06.2018, 14:19   #26
Pixelschieberin
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Pixelschieberin
 
Registriert seit: 02.07.2011
Beiträge: 4.511
Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
[...] Sie möchten jetzt doch auf einmal mit mir einen Termin ausmachen, [...]
Ist eine Begründung für die Wahl dieses Mittels angegeben?

Wenn nein - schriftlich nachhaken - oder - auflaufen lassen.
Ist das Schreiben nachweisbar bei dir eingegangen? (PZU)
Hat es eine RFB?

Fraglich, ob du darauf antworten mußt oder solltest.
Warte ab, was sattelfestee Paragraphenreiter zu den aufgeworfenen Fragen wissen.

Das Eindringen-Lassen von Schnüfflern in die Privatsphäre solltest du in Absprache mit deiner WG-Genossin entscheiden.
Lies dich mal hier durch Fäden, wo arglos die Tür geöffnet wurde.
Besonders interessant, was hinterher in diese Begehungen hineinkonstruiert wurde.
Ich kann mich grad an keinen Fall erinnern, wo es nicht auf viel Ärger und hohen Schreibaufwand hinaus lief.
Bis hin zur Anrufung des Gerichts.
Bei einem Fall stand die Kündigung durch den Hauptmieter im Raum, weil DER keinen Bock hatte, kraft Wassersuppe von einem Schnüffler als BG-Mitglied einsortiert zu werden und nun für den Wohni einstehen sollte.

Wer sich darauf einläßt, könnte unvorhergesehene aber legale Methoden in Betracht ziehen, die denen das Späßchen vergällen.
Z. B. ein unübersehbares Schild an der Tür:
Zitat:
In diesen Räumlichkeiten finden Video-Aufnahmen statt.
Wer das nicht will, muß halt draußen bleiben.

Merke dir bei der Übung:
Es ist DEIN Claim.
Dort bestimmst DU die Regeln.
Wie in Einkaufszentren.
Dort kommt auch keiner auf die Idee zu verlangen "Stellen Sie gefälligst die Kamera aus".

Andere schlugen vor, daraus eine Party zu machen.
Mit den Kumpels vom Biker-Club.
Nah - keine Rocker.
Clubs mit ganz entspannten Bürgern.


Bei einem JC-Date - aufs Amt - tät ich eisig lächelnd darlegen, was ich mittlerweile hinsichtlich der Unverletzlichkeit der Wohnung gelernt habe.
Sie mögen mir bitte darlegen, weshalb sie nicht die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen milderen Mittel zur Anwendung brächten.
In eingehender Rücksprache mit meinem Rechtsbeistand hätte sich mein bisher ziemlich unausgeprägtes Problembewußtsein geschärft.
Als ein diese Verfassung liebender Bürger stünde ICH nicht zur Verfügung, wenn ohne erkennbare Not meine Grundrechte ausgehöhlt werden sollen.
Belegen Sie gefälligst Ihre Thesen, die mich zu diskeditieren suchen.
Stolperdrähte müssen Sie dabei schon selber verspannen.
Das fällt nämlich unter "Grenzen der Mitwirkung".

Quelle: dejure.org - § 65 SGB I Grenzen der Mitwirkung

Wenn ich Makales Ausführungen folge, würde ich zwecks "Beweis" vorschlagen, eine Versicherung an Eides statt abzugeben.
Die ist bei Betrachtung der Umstände mindestens genau so beweiskräftig wie eine Wohnungsbegehung nach vorheriger Terminabsprache.

Kennt jemand noch andere - mildere - Mittel?
Ich wollte echt keine Fremden in der Bude haben.
Das fühlt sich doch an wie nach 'nem Einbruch.
Die Bewohner fühlen sich "beschmutzt" und im eigenen Heim nicht mehr sicher und geborgen.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des 0zymandias)
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 14:27   #27
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

@Makale,

"1. länger als ein Jahr zusammenleben."

Wir leben auch nicht zusammen, wir wohnen zusammen unter einem Dach.

Meiner Meinung nach würde dieser Punk greifen, wenn sich zwei Personen bei einem alg2 Antrag als Paar ausgeben und den Antrag auch dementsprechend stellen.

Ich glaube gelesen zu haben, dass es dazu auch schon ein Urteil gibt.

@Pixelschieberin,
nein, in dem Schrieb steht mal wieder rein garnichts. Außer das ich mit der Außendiensttante einen Termin vereinbaren solle.
Den Grund für die Wahl des Mittels werde ich auf jedenfall im Vorfeld erfragen. Ich denke das ich am besten jetzt schon einen Anwalt einschalten werde.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 14:41   #28
Onkel Tom
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Onkel Tom
 
Registriert seit: 02.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.183
Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Hoppla, ich dachte, solche "Überrollkomandos" vom JC/AffA gehören der Vergangenheit an..

2007 und 2008 durfte ich das gleiche als Begleiter erleben.
Anbei dem Betroffenen ein herzlichen Glückwunsch darin, meines Erachten bislang alles richtig gemacht
zu haben. Das Gesprächsprotokoll ist auch ok.

Deine Schilderung ist wie ein Dejavue meines damaligen Erlebnis..

Damals ging es um eine 2er WG, männlich und weibliche Bewohner. Jeder ein Zimmer und jeder führt
sein Haushalt für sich..

Im Einladungsschreiben stand nur "Leistungsangelegenheiten".
Kaum da, wollten uns 2 sofort zur Wohnung fahren und 2 weitere sind schon auf dem Weg und warten vor der Tür..

Genau so wie Du haben wir vom Recht auf unversehrtheit der Wonung Gebrauch gemacht und wenn
es kein anderen Weg geben solle, etwas klären zu können, dazu erst mal ein Termin zu vereinbaren,
an dem alle Bewohner und dessen Beistände anwesend sein können.

Nun hat deine Mitbewohnerin ja auch noch ein Wörtchien mit zu reden, wenn Du ihr das überhaupt
zumuten kannst. Hier geht es euch ja nur darum, für jeden einzelnen die Wohnungsmiete bezahlbar
zu machen.. Ach ja, sie geht eventuell einem Job nach ?.. Schwierig, ein "großes Treffen" zu veranstalten
weil jeder WG-Bewohner sein eingenes Leben schmiedet. (Miete teilen und mehr ist nix(Zweckgemeinschaft)).

Mitbewohner reagieren auf solche Touren vom JC gegenüber des Mitbewohner auch nicht
gerade begeistert und lehnt natürlich jegliche Mitwirkung zur Klärung ab.. Wiso auch sollte sie sich vor
dem JC "nackig" machen ?

Wir haben im andschließendem Federkrieg eine Beschwerde eingereicht.
Zu Terminvereinbarungen kam es nicht, da der Mitbewohner darauf bestand, damit nicht behelligt zu werden..

Das wird Dich noch einige Briefe kosten, bis sie begreifen, das ihr Handeln ein NoGo ist, solange kein richterlicher
Hausdurchsuchungsbeschluss vorliegt..

Das Drama hatten wir damals auch in den Foren diskutiert.. Dann war ca. 6 Monate Ruhe und man
versuchte das per "Überrollkomando" noch mal..

Gleiche Reaktion, gleicher Ausgang des Federkrieg.. Ende=Schach-Patt.

Alles weitere schriftlich klären.. Die § werden die dir noch nennen, worauf sich ein "Rollkomando" stützt,
reicht aber nicht, da du bereit bist, dessen Problem schriftlich zu klären..

Daumendrück, diese JC-Schikane durch zu stehen..
__

Lass Dich nicht verhartzen !
Onkel Tom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 15:01   #29
Makale
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Makale
 
Registriert seit: 28.01.2013
Beiträge: 3.202
Makale Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
@Makale,

Wir leben auch nicht zusammen, wir wohnen zusammen unter einem Dach.

Meiner Meinung nach würde dieser Punk greifen, wenn sich zwei Personen bei einem alg2 Antrag als Paar ausgeben und den Antrag auch dementsprechend stellen.
Ist auch richtig. Hinter den jetzigen Ermittlungen einer VuE steckt nichts anderes als Kosteneinsparung. Jobcenter sind mangels ordnungsgemäßer Haushaltsführung (mit Verlaub, dort arbeiten schlicht zu viele unqualifizierte Menschen) gezwungen möglichst viel Gelder einzusparen. Deswegen erfolgt auch ständige Umschichtung von Geldern etc.

Mit obigen Text wollte ich zum Ausdruck bringen, dass grundsätzlich eine VuE mit Erstantragstellung zu ermitteln ist. Das wurde in deinem Fall nicht gemacht. Also ist das Ding gelaufen und Ende. Ich denke mal davon abgesehen sprechen ohnehin viele Gründe gegen eine VuE. Einige hast du bereits im Eingangstpost genannt. Ein Paar wird sicherlich beispielsweise nicht zwei eigenständige Mietverträge abschließen. Zumindest ist mir so was noch nicht zu Ohren gekommen. § 7 Abs. 3 Buchstabe c) kommt übrigens insbesondere dann zur Anwendung, wenn innerhalb des ersten Leistungsjahres eine VuE vom Jobcenter nicht bewiesen werden kann, beispielsweise mangels Zutrittsrecht der Wohnung oder sonstigen Gründen.
Makale ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 15:47   #30
romeo1222
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von romeo1222
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 1.470
romeo1222 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
Aber ob ich da jetzt noch Lust drauf habe?
Im Endeffekt musst du das entscheiden. Ich persönlich würde dieses aber machen, wenn es nicht anders geklärt wird. In meiner BG-Klage war die Richterin der Meinung, dass es hätte schon vorher einen Hausbesuch geben sollen, obwohl nur eine Person vom Außendienst da war, und nicht wie es in den Richtlinien steht, Männlein / Weiblein.

Auch das Argument, dass gar nicht gewusst werden konnte, dass es sich um JC-Mitarbeiter handelt war irrelevant, denn das Callcenter wusste gar nichts von einem möglichen Hausbesuch. Wurde aber von der Richterin ignoriert, somit sollte dann umgehend bei der mündlichen Verhandlung der Hausbesuch in einem Partybus mit den drei Richtern und dem JC-Mitarbeiter nachgeholt werden.

Getrennte Konten, Versicherungen usw. waren auch irrelevant, wobei es aber bei uns um ein Paar ging, dass einfach nicht für den anderen einstehen wollte, also im Endeffekt ein bisschen anders ist als bei dir. Aber das Prozedere mit dem Partybus wird auch bei reinen Wohngemeinschaften so gehandhabt, und mein Gericht ist nicht das einzige, welches es so macht.

Ist man dann natürlich nicht damit einverstanden, so wird es einem negativ ausgelegt, weil ja nicht geprüft werden kann, ob es wirklich die Zimmer gibt die im Mietvertrag stehen und auch alle Räume Türen haben usw.
romeo1222 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 19:49   #31
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Anna B.
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.805
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Wieso muß eigentlich ein Mitbewohner, mithin also eine "fremde"Person, mit in eine ALG II-Sache eingebunden werden?
Ist das nicht ein VErstoß gegen geltendes Datenschutzgesetz, wenn da 2 Hansel vom JC auftauchen und die Mitbewohnerin über die Tatsache des ALG II-Bezuges quasi deutlich informieren..einfach auch durch den ganzen Zirkus?
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2018, 23:12   #32
Wholesaler
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Wholesaler
 
Registriert seit: 15.01.2017
Beiträge: 987
Wholesaler Wholesaler Wholesaler Wholesaler
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
Ich denke das ich am besten jetzt schon einen Anwalt einschalten werde.
Dann wünsche ich dir, dass du an eine kompetente Person gerätst. Bei vielen Anwälten mit Schwerpunkt Sozialrecht habe ich den Eindruck, dass sie vom SGB II keinen Plan haben. Da fragste drei "Spezialisten" und bekommst drei verschiedene Antworten. Dabei ging es noch um eine verhältnismäßig simple Angelegenheit (Anrechnung von Vermögen). Ein Anwalt sollte meiner Meinung nach auch die Ultima Ratio sein. Wenn man sich mit der Materie gut auskennt, kann man vieles alleine bewerkstelligen.
Wholesaler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 00:27   #33
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Da magst du wahrscheinlich recht haben, es wird vermutlich so ähnlich wie bei Ärzten sein. Aber dank Beratungshilfe werde ich es in Anspruch nehmen. Kann ja eigentlich nicht schaden eine weitere Meinung einzuholen, allein um verschiedene Sichtweisen kennen zu lernen und Input zu bekommen.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 06:58   #34
TazD
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von TazD
 
Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 4.288
TazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/in
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
Aber dank Beratungshilfe werde ich es in Anspruch nehmen.
Beratungshilfe wird nur bei einer konkreten rechtlichen Beeinträchtigung gewährt und nicht präventiv, weil eine solche bevorstehen könnte. So sieht es das BVerfG im Beschluss vom 09.01.2012 - 1 BvR 2852/11.

Mit anderen Worten: Dir muss erst der Ablehnungs- oder Kürzungsbescheid vorliegen und dann kannst du mit einem Anwalt dagegen vorgehen.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 07:15   #35
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Das ist natürlich mies, trotzdem danke! Da habe ich mir aber heute einen Weg gespart. Ich werde dann mal schauen, ob es hier in der Nähe sonstige "öffentliche" Anlaufstellen gibt.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 07:58   #36
TazD
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von TazD
 
Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 4.288
TazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/in
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Warum sollte das mies sein?

Das BVerfG legt ihrer Ansicht die Entscheidung einer Person zugrunde, die den Anwalt unter Abwägung der wirtschaftlichen Verhältnisse selbst zahlen müsste.
Deine Aussage bestätigt auch das, was das BVerfG nämlich verhindern will:
Zitat:
Aber dank Beratungshilfe werde ich es in Anspruch nehmen. Kann ja eigentlich nicht schaden eine weitere Meinung einzuholen, allein um verschiedene Sichtweisen kennen zu lernen und Input zu bekommen.
Mit anderen Worten:
"Es kostet mich ja nichts und deswegen gehe ich mal zum Anwalt."

Genau dafür ist Beratungshilfe nämlich nicht da und einer solchen Denkweise hat das BVerfG einen Riegel vorgeschoben. Meiner Meinung nach auch zu Recht, denn wer seinen Anwalt selbst zahlen muss, der überlegt sich halt, ob es notwendig ist oder nicht.
Wenn es tatsächlich zu rechtlichen Nachteilen kommt bzw diese auch konkret im Raum stehen, dann steht der Bewilligung von Beratungshilfe idR nichts im Weg und du bekommst anwaltliche Hilfe auf Staatskosten. Aber eben nicht für ein "eventuell" und "vielleicht".
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 09:22   #37
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Ich kann deine Argumentation auf jedenfall nachvollziehen. Ich finde es halt mies, da ich mich so mit der Sache irgendwie alleine gelassen fühle und mir halt im Moment das Geld für eine rechtskundige Beratung, die ja auch nicht jeder anbieten darf, fehlt. Zudem sind die Rechte im Hartz4-Universum für Außenstehende nicht unbedingt greifbar und werden einem häufig Vorenthalten, was aus meiner Sicht auch so gewollt ist.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 09:32   #38
TazD
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von TazD
 
Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 4.288
TazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/inTazD Investor/in
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Ich kann dich voll und ganz verstehen und sehe es selbst so, dass viele langwierige (Widerspruchs-)verfahren deutlich abgekürzt werden könnten, wenn frühzeitig ein RA involviert wäre. Nicht nur im Sozialrecht.
Die Gesetzeslage ist aber bewusst so ausgestaltet, um einen Missbrauch auf Staatskosten zu vermeiden.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 16:07   #39
Wholesaler
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Wholesaler
 
Registriert seit: 15.01.2017
Beiträge: 987
Wholesaler Wholesaler Wholesaler Wholesaler
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
Ich werde dann mal schauen, ob es hier in der Nähe sonstige "öffentliche" Anlaufstellen gibt.
In jeder größeren Stadt gibt es inzwischen Arbeitslosenzentren. Wenn du Glück hast, bieten die auch sozialrechtliche Beratung durch einen Anwalt an. Ansonsten musst du abwarten.
Wholesaler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2018, 09:19   #40
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Danke, genau sowas habe ich bei mir in der Nähe gefunden. Und dank an allen anderen, die mich hier bis jetzt unterstützt haben! Ich halte euch auf den laufenden.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2018, 08:58   #41
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Weiter gehts! Ich wollte dem Amt entgegenkommen und einen Termin wie eingefordert ausmachen. Die Außendienstmitarbeiterin wollte, dass ich im Vorfeld den Beistand benenne und sie wollte wissen, ob es sich evtl. um einen Anwalt handelt. Dies verweigerte ich. Wenn ich ihn laut ihrer Aussage nicht benenne, wird kein Termin gemacht und die Zahlung wird eingestellt. Was zur Hölle ist da los?!?!
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2018, 10:22   #42
Pixelschieberin
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Pixelschieberin
 
Registriert seit: 02.07.2011
Beiträge: 4.511
Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
[...] Die Außendienstmitarbeiterin wollte, dass ich im Vorfeld [...]
Frage:
WIE bist du an DIESE Information gelangt?
ETWA mündlich - vor Ort?
Oder telefonisch?

Wer mit denen in solch existenzbedrohenden Angelegenheiten nicht ausschließlich schriftlich kommuniziert, dem ist nicht zu helfen.
Da andernfalls eklatante Beweisnot entsteht.
Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
[...] Was zur Hölle ist da los?!?!
Schikane.
Eine machtgeile SB will die Kröte nicht schlucken, von einem informierten "Kunden" auf ihren Platz verwiesen worden zu sein.
DAS ist los.

DEN Schuß hätte ich gehört.
Das wäre für mich das Signal, nun meinerseits das Arsenal zu öffnen.
In solchen Fällen - sofern du nichts Schriftliches in der Hand hast - SOFORT ein Gedächtnisprotokoll verfassen und an die Beschwerde heften, die du an GF und Datenschutz sendest.
Die mögen (mit Fristsetzung für JC-GF) Stellung nehmen, weshalb von SB Größenwahn unermüdlich versucht wird, deine Rechte auszuhöhlen und zu untergraben.

WER sich als Gast, Beistand oder Call/boy/girl WANN in meiner Wohnung aufhält, hat - außer bei begründeten Verdachtsmomenten einem Staatsanwalt oder Richter - KEINEN zu interessieren.

Wenn SB Größenwahn ihre "Audienz" vor Ort von dubiosen Bedingungen abhängig zu machen sucht, wofür keine Gesetzesgrundlage benannt werden kann, vergreift sich SB Größenwahn in inakzeptabler Weise am gesetzlich verbrieften Recht auf den Schutz der eigenen vier Wände.
Sie möge sich mal vom Vorgesetzten klar machen lassen, daß es sich bereits um ein großes Entgegenkommen handle, fremde Leute in die Wohnung zu lassen.

Bei DER Vorgehensweise würde ich dem JC anempfehlen, andere Datenerhebungsmethoden im Betracht ziehen, da ich jedwedes Vertrauen in Objektivität, Fach- und Sachverstand der SB Größenwahn verloren hätte.

Auf die Aufklärung über die Gesetzesgrundlage für das Begehr warte ich bis heute - es ist nicht hinzunehmen, daß SB mir hartnäckig die Beantwortung fachlicher Fragen schuldig bleibt, die in deren Bereich und Expertise fallen.

Diese unerlaubten Zirkelschlüsse - wenn - dann - aber so - und so nicht - verbäte ich mir.
SCHRIFTLICH und nachweisbar.

Dazu fällt mir nämlich nur ein:
Zitat:
Wehret den Anfängen!
Da sind wohl ein paar Latten vom Zaun lose.
Solche Beschwerden werden dem Rat suchenden "Kunden" zwar nicht korrekt beantwortet werden, können jedoch im Ernstfall aus den Akten gezerrt werden.
Zitat von mir
Die Nachweisbarkeit des Eingangs meiner Schreiben stelle ich mit der Methode "doppelt gemoppelt" auf niedrigem Kostenniveau sicher.
Die als zu häufig empfundene Erwähnung der Vorgehensweise geht einer Mit-Forentin zwar voll auf den Docht - aber - da ich nicht davon ausgehen kann, daß Noobs sie sogleich finden werden, werde ich mir trotzdem weiterhin erlauben, diese Verlinkung zur Verfügung zu stellen.
Gewöhn dir an, diese Art Spielbälle nicht in deinem Spielfeld aufschlagen zu lassen, sie sofort zu parieren und keine Hürden abzutragen, die nicht von dir errichtet wurden.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des 0zymandias)
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2018, 11:01   #43
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Danke dir! Ich lerne zwar laaangsam dazu, aber es tut sich noch was in meinem etwas verbrauchtem Dasein.

Es war natürlich telefonisch, ein Gesprächsprotokoll wurde direkt angefertigt. Der geplante Gehalt des Gespräches wird natürlich von mir schriftlich, wie angedacht, eingereicht. Das wäre dann wohl auch die zweite Dienstaufsichtbeschwerde innerhalb einer Woche...
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2018, 13:18   #44
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Ich habe die Rechtsgrundlage für einen Hausbesuch beim JC erfragt und folgende Antwort erhalten.

Was meint ihr dazu?

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
hausbesuchrechtsgrundlage.png  
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2018, 14:09   #45
Fairina
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Fairina
 
Registriert seit: 24.08.2007
Beiträge: 4.807
Fairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina Enagagiert
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Hast du irgend etwas beantragt? Hast du Probleme bei der KdU? Haben Nachbarn ein erhöhtes Besuchsaufkommen von Männlein/Weiblein vermeldet? Sind deine Stromkosten exorbitant im Keller?

Nein. Neun. Nein. Nein?

Was will dann die machtgeile SB (der Ausdruck ist herrlich Pixelschieberin) in deiner Wohnung? Was will sie begutachten?

Den Rasierer einer Frau in einem männlichen Domizil? Huch, gelgefütterte Rasierer benutzen auch Männer. Die Duschcreme mit Milch und Honig ist auch für Männer gut und auch 2 Zahnbürsten mit 2 verschiedenen Zahncremes und die Dose mit der Feuchtigkeitscreme von Oreal ist auch nicht bei Männern ungewöhnlich. Werden die doch von der Kosmetikindustrie erst seit wenigen Jahren entdeckt.

Das Doppelbett brauchst du weil du im Schlaf dich gerne drehst oder dein Hund Platz braucht im Bett. Außerdem sieht eine einzelne Bettwäschegarnitur auf einem Doppelbett blöd aus und stört dein Schönheitsempfinden.

Hin und wieder bewegst du dich in gewissen Kreisen und brauchst daher auch BH, Schminke, Omaschlüppers und Kleider in deiner Größe und natürlich auch die Hochhackigen.

Du verbrauchst wenig Strom weil du keinen Wäschetrockner und keinen Gefrierschrank hast. Dein kleiner Kühlschrank verbraucht nicht viel, warmes Essen sparst du dir weitgehend ein weil du nur alle paar Tage kochst (mehr läßt dein Regelsatz ja kaum zu) und auch sonst bist du sparsam im Strom und Energieverbrauch.

Ja und welche Fach-Ausbildung hat die SB denn? Ist sie Physiker oder Energiefachmann wie Heizungsbauer oder Ingenieur? Oder ist sie Sachverständiger für Wohnungsbauten? Hat sie geeichte! Meßgeräte zur Verfügung? Und welche Möglichkeiten stehen ihr zu, den Vermieter zu einer Verbesserung der Wohnsituation zu bewegen?

Oder bist du gar behindert und brauchst Platz? Dein Rolli passt nicht durch die Türe und eine Möglichkeit das Haus zu verlassen geht auch nicht? Die Toilette ist so schmal und klein und zu niedrig angebracht? Also als Pflegegutachter müßte sie das dann ja beurteilen und Hinweise zur Abhilfe schaffen können.

Also mir fiele da noch ganz viel ein. Ich habe mich auch einmal überrumpeln lassen noch vor HartzIV. Das VG hat das gerichtet mit sehr deutlichen Worten Richtung SA.

Deine SB jedenfalls ist in so vielen Berufen Fachmensch, daß sie dringend eine Leitungsfunktion in einem Dutzend Betrieben/Verwaltungen bekommen sollte. Sie ist halt ein Universalgenie.
__

Es gibt keine Unterhaltspflicht, kein Unterhaltsrecht, keine Auskunftspflicht (nur als Zeuge vor Gericht), kein Auskunftsrecht für 2 nicht miteinander verheirateten oder verwandte Personen die kein gemeinsames Kind unter 3 Jahren haben.
Fairina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2018, 17:01   #46
Pixelschieberin
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Pixelschieberin
 
Registriert seit: 02.07.2011
Beiträge: 4.511
Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
[...] Was meint ihr dazu?
Mach dir doch auch die Mühe und suche die aufgeführten Paragraphen und die Absätze raus.
Hier ein paar Schnipsel, den Rest deiner Hausarbeiten such dir selbst:
- Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) § 6 Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende -
- Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) § 66 - Folgen fehlender Mitwirkung -
- Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) - § 60 - Angabe von Tatsachen -

Möglicherweise habe ich etwas übersehen, aber ich lese dort NICHTS von Hausdurch- und Heimsuchungen.

Mit der Konsequenz von a PITA würde ich jetzt nachkarten und nachweisbar erfragen, WIE genau diese Mitwirkungspflichten definiert und wo sie en Detail nachzulesen sind.

Nachsetzen, die Platte mit Sprung auflegen, frank und frei einräumen, etwas nicht zu wissen,
gehört zum kleinen 1X1 der Manipulationsbwehr.
Daß versucht wird, dir auf die Doofe das Maul zu stopfen, machen Briefe klar, die im Kern keine Antwort sind, sondern das Gegenüber zermürben und zum Aufstecken bewegen sollen.
Meine Reaktion wäre die des laut rufenden Kindes in "Des Kaisers neue Kleider" - das den Finger ins Böse steckt.

Tenor - ins Unreine gedichtet:
Vielen Dank für das Schreiben vom dd.mm.yyyy, eingegangen am dd.mm.yyyy.
Bedauerlicherweise habe sich Herr RedUmDenBrei darin weder über Art und Umfang der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Mitwirkungspflichten geäußert, noch darob, weshalb keine milderen Mittel in Betracht gezogen werden sollten, um die erforderlichen Daten zu erheben.

Ebenso ließ mich Herr RedUmDenBrei im Unklaren, worauf Frau Wannabe ihre umfangreiche Forderung gründet, mir u. A. vorschreiben zu wollen, wie viele Personen sich in MEINER Wohnung wann aufhalten und daß die sich ihr gegenüber auszuweisen hätten.
Siehe Anlage - Kopie des Anschreibens vom dd.mm.yyyy - Autor Frau Wannabee.

Frau Wannabees Begehr, das grundlegende Gesetzgebung zu unterwandern sucht, kann deiner Auffassung nach nur einer äußerst bedenklichen Rechtsauffassung entspringen, die möglichst zeitnah vom Abteilungsleiter korrigiert gehöre.

Falls ich mich in meinem Ersuchen um Aufklärung und Beratung vom dd.m.yyyy nicht präzise genug ausgedrückt haben sollte - genau diese beiden Fragen waren der Kern meines letzten Schreibens gewesen.

Wer noch etwas zwicken und zwacken möchte:
Dann wäre bitte noch die mir ungeläufige Abkürzung im Schreiben zu erläutern: "i.V,mm."
In Fachkunde Betriebswrtschaft hatte ich gelernt, daß zunächst ein Begriff ausgeschrieben gehöre, danach dessen Abkürzung in einer Klammer zu stehen habe, EHE die nun eingeführte Abkürzung im restlichen Schreiben Verwendung findet.
Das macht besonders dann Sinn, wenn der Adressat fachfremd ist.
Wie es businessetikennemäßig korrekt gemacht wird, ist in den verlinkten Gesetzestexten zu sehen.

Hinsichtlich der im Schreiben von SB RedUmDenBrei aufgezählten Gesetzestexten wäre es wesentlich zielführender gewesen, die entsprechenden Passagen, auf die sich darin berufen wird - der Einfachheit halber und der Aufklärungspflicht Rechnung tragend - gleich mit in das Antwort-Schreiben zu kopieren.
Ich bin nicht vom Fach.
Es ist nicht wirklich davon auszugehen, daß Ihre Kunden bei der bloßen Aufzählung von Paragraphen-Nummern derart komplexe Texte parat haben.

Nachdem ich sie gefunden hatte, mußte ich mit Befremden feststellen, daß in keinem der referenzierten Texte das Wort "Hausdurchsuchung" vorkommt oder daß zur Mitwirkungspflicht des Kunden gehöre, sein Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung vorbehaltlos aufzugeben.
Die Texte sind - wie bereits deren Überschriften vermuten lassen - sehr "allgemein" gehalten.

Die Schlußfolgerung/en, die Sie im Schreiben vom dd.mm.yyyy ziehen, mögen auf anderen als den im Schreiben angegebenen Gesetzestexten gründen - deren Nummern Sie mir gewiß auch noch mitteilen werden.

Im Gegenzug möchte ich Sie höflich ermuntern, sich von Ihrer Rechtsabteilung die entsprechenden Paragraphen finden zu lassen, die klar zum Ausdruck bringen, daß zur leistungsrelevanten Datenerhebung stets das mildeste Mittel zu wählen ist.
Hausbegehungen von Fachkräften - in welcher Sparte doch gleich? - gehören meines Wissens nicht dazu.
Andernfalls wären sie extra - detailliert und fundiert - zu begründen.

Diese Begründungen werden mir bislang ebenso vorenthalten.
Falls Frau Wannabee möglicherweise ein diffuses Bauchgefühl drückt, wäre der Umstand als Begründung unzureichend und muß - lt. mir bekannter Gesetzgebung - nicht akzeptiert werden.

In Summe konnte ich diese Textbaustein-Worthülsen vom dd.mm.yyyy eher als Nebelkerze denn als Aufklärung oder fundierte Information verstehen.

Deshalb erneuere ich meine Anfrage.
Noch sind meine Fragen nicht im Sinn der Gesetzgebung beantwortet.
Bitte sehen Sie davon ab, mich erneut mit Verweisen auf Holzwege abspeisen oder irritieren zu wollen.
Das Thema ist zu brisant, um nicht geklärt zu werden.

MfG
Du-mich-auch Und-zwar-kreuzweise
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des 0zymandias)

Geändert von Pixelschieberin (04.07.2018 um 18:06 Uhr) Grund: Feintuning - gegen Ende der Editier-Zeit noch mal überfliegen
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2018, 17:14   #47
Fairina
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Fairina
 
Registriert seit: 24.08.2007
Beiträge: 4.807
Fairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina Enagagiert
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Außerdem würde ich Frau Wannabe und Herrn RedUmdenBrei dringend einen Kurs in Staatsbürgerkunde, Verwaltungsrecht inkl. der Beachtung grundgesetzlicher Belange im täglichen Gebrauch zuordnen, da hier wohl eklatante Bildungslücken bestehen.
__

Es gibt keine Unterhaltspflicht, kein Unterhaltsrecht, keine Auskunftspflicht (nur als Zeuge vor Gericht), kein Auskunftsrecht für 2 nicht miteinander verheirateten oder verwandte Personen die kein gemeinsames Kind unter 3 Jahren haben.
Fairina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2018, 16:00   #48
Regensburg
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Regensburg
 
Registriert seit: 02.09.2009
Ort: Regensburg
Beiträge: 2.340
Regensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg Enagagiert
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Kurt, du kannst ruhig schlafen - es kann nichts großes passieren.

Jetzt lasse ich die Unverletzlichkeit der Wohnung raus denn,
dein JC hat alles falsch gemacht was falsch machen konnte.

Mein Vorschlag:
Akteneinsicht beantragen und alles was diese Thema angeht rauskopieren.

Dann hast Du es schwarz auf weis das die alles, aber wirklich alles falsch gemacht haben - damit möchte ich sagen, Du kannst im Fall der fälle -> SG Verhandlung, beweisen das:

- a - hier eine Schikane standgefunden hat und / oder,
- b - das die wirklich keine Ahnung haben und sollen sich in Ecke schämen.
Regensburg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 08:06   #49
kurtspeck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Benutzerbild von kurtspeck
 
Registriert seit: 12.06.2018
Beiträge: 33
kurtspeck
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Weiter geht es.

Ich hatte mit dem JC einen Termin für den Hausbesuch ausgemacht - Ja, ich weiß es ist vermutlich nicht der Königsweg. Allerdings hatte ich mir zur Unterstützung mehrere Zeugen eingeladen.

Der Außendienst kam zu zweit, pünktlich. Es wurden die Wohnräume besichtigt und vornehmlich Notizen gemacht, wem welches Möbelstück gehört. Daneben wurde gefragt, ob jeder seine eigene Wäsche wäscht und ob sie auf einem einzelnen Ständer getrocknet wird. Ich verwies auf meinem Ständer in meinem Zimmer, da meine Mitbewohnerin zu dem Zeitpunkt ersichtlich auf ihrem Ständer Wäsche auf dem Balkon trocknete.

Des weiteren wurde mir gesagt, dass in einem Kühlschrank Namen gehören, obwohl es visuell eindeutig ist, dass die Fächer getrennt sind. Dabei habe ich mir ernsthaft gedacht, ob der AD mir eine mindere kognitive Fähigkeit oder ein mangelnde Raumvorstellungskraft unterstellt, da es sich um eine 2er WG handelt. Nach Benennung der Fächer habe ich es mit dem Verweis auf eine 2er WG so hingenommen. Zudem hatten sich die anwesenden Zeugen im Vorfeld beim Frühstück an meinen Fächern bedient und ihnen ist somit die Aufteilung auch bekannt. Vermutlich ist dies nicht unerheblich, falls dies zu einem Streitpunkt werden sollte.

Des weiteren wurde versucht mir die üblichen Fangfragen zu stellen. Ich musste mit erstaunen (oder erschrecken?) feststellen, wie feinfühlig und routiniert ich in den letzten Monaten geworden bin.

Zum Schluss wollten der AD noch in das Zimmer meiner Mitbewohnerin, welches sie vor der Arbeit abgeschlossen hatte. Sinngemäße Aussage des ADs: "Können wir nur mal so von Außen schauen?","Woher sollen wir jetzt wissen, ob sie hier nicht alleine Wohnen?".

Die Einsicht oder eine Abschrift des Prüfprotokolls wurde mir verweigert, obwohl ich explizit darauf hinwies. Mit dem Verweis;"Ich hätte sowieso Akteneinsicht beantragt". Das auch noch unter Zeugen.

@Regensburg,
Danke, es beruhigt mich etwas!

Ich gehe von einer Mischung aus a+b aus, da die Außendienstmitarbeiterin am Telefon schon sehr persönlich wurde und mir das gesamte Vorgehen nicht unbedingt professionell vorkommt.
kurtspeck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 10:38   #50
Regensburg
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Regensburg
 
Registriert seit: 02.09.2009
Ort: Regensburg
Beiträge: 2.340
Regensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg EnagagiertRegensburg Enagagiert
Standard AW: "vorgetäuschter" Termin, spontaner Hausbesuch in einer Wohngemeinschaft

Naja - Du hast die eingeladen, dann musst Du auch damit leben...
Zitat von kurtspeck Beitrag anzeigen
Die Einsicht oder eine Abschrift des Prüfprotokolls wurde mir verweigert, obwohl ich explizit darauf hinwies. Mit dem Verweis;"Ich hätte sowieso Akteneinsicht beantragt". Das auch noch unter Zeugen.
Und schon wieder Falsch - ich würde die Datenschutz ins Boot holen, sonst lernen die es nie

Zitat:
Während des Hausbesuches ist der Betroffene über die Verfahrensabläufe zu informieren.
Er hat das Recht, während des Hausbesuches Einsicht in das Prüfprotokoll
zu nehmen. Der Betroffene hat jederzeit die Möglichkeit den Hausbesuch abzubrechen,
mit der möglichen Folge eines nicht vollständig ermittelten Sachverhaltes.
 Dem Betroffenen ist auf Wunsch eine Abschrift des Prüfprotokolls zu überlassen.
 Der Betroffene kann nach Abschluss des Hausbesuches eine Gegendarstellung
erstellen.
Quelle: BA Leitfaden Außendienst
Zitat:
Die während des Hausbesuches erhobene Daten sind in einem Protokoll festzuhalten. Dem Betroffenen sollte am Ende des Hausbesuches eine Durchschrift des Protokolls ausgehändigt werden.
Quelle: BfDI, Bonn, 23.01.2015

Geändert von Regensburg (11.07.2018 um 10:52 Uhr)
Regensburg ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichwortsuche
hausbesuch, spontaner, termin, vorgetäuschter, wohngemeinschaft

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Mindestfrist zwischen Eingang einer "Einladung" und Termin beim Jobcenter? Sonnenschein51 ALG II 13 26.07.2014 00:38
Widerspruch erfolgreich - Jobcenter muss "Psychologischen Hausbesuch" aufheben. KleinStaedter Erfolgreiche Gegenwehr 0 21.04.2014 20:39
Spanischer "Verwaltungsakt" statt einer "Eingliederungsvereinbarung" netti1 Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 22 17.03.2013 13:11
Antrag eingereicht, sollte sofort "Hausbesuch" bekommen Stea Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie 39 12.11.2009 12:16


Es ist jetzt 05:44 Uhr.

Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland