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Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 27.03.2009, 12:03   #1
Bluna
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Bluna
Pfeil Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

tja, so schaut´s aus im grauen Deutschland :-(

Ich weiß zu gut wie der Mann sich fühlt, wie es ist wenn man zum leben zu wenig und zum sterben zuviel hat. Wir leben derzeit zu dritt von ca. 940 EUR. Davon werden Miete, laufende Kosten, Nahrung usw. bestritten. Oft esse ich tagelang nichts, damit wenigstens für die Kinder noch was da ist.

Drüber reden..... schön und gut - aber wer will diese Dinge denn hören? In Zeiten wo Magazine wie "Taff" und co den Menschen einimpfen, dass man nur wer ist, wenn man in Luxus schwelgen kann fehlt doch vielen Menschen jeglicher Bezug dazu, was ARMUT in Deutschland wirklich heißt. Außerdem stört es sie in ihrer Leichenstarre, wenn sie sich über sowas vielleicht Gedanken machen müssten.

Ich stamme ursprünglich aus einer Welt, wo man sich schon für einen Gutmenschen hält, wenn man vor Weihnachten 10 EUR auf den Spenden-Überweisungsträger von Brot-für-die-Welt schreibt, der pünktlich Anfang Dezember im Briefkasten liegt. Aus einer Welt, wo man bemüht ist, die "bessere" Nageldesignerin an der Hand zu haben wie die Nachbarin, aus einer Welt, wo du an dem gemessen wirst, was du hast und womit du protzen kannst.

Dann von einem auf den anderen Tag der Sprung in die heutige Welt... Trennung vom Mann, Umzug in eine 100 km entfernte Stadt, den Kopf voller Illusion über "Neuanfang" und schöner Zukunft. Die Realität bedeutete jedoch Verlust der Arbeit, Verlust aller sozialen Kontakte (vom Freundeskreis bis hin zum Elternhaus) letztendlich Verlust jeglichen Selbstvertrauens dank der Erfahrung nur noch vor verschlossene Türen zu laufen. Was zurück bleibt ist die Erkenntnis, dass die Welt mich nicht braucht und der Wunsch, diese Welt auch nicht mehr zu brauchen. Wenn ich noch so lange durchhalten kann, bis meine Töchter auf eigenen Beinen stehen können, dann hat es wenigstens einen Sinn gemacht.
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Alt 27.03.2009, 17:14   #2
Bluna
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Bluna
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

so, das mit dem Durchalten bis die Mädchen außer Haus sind hat sich dann jezt auch erledigt. Gerade habe ich erfahren, dass ich die Kosten für Wohnung, Essen und Co. künftig von nur noch rund 600 EUR bestreiten muss.... also kann ich mir schon mal überlegen ob ich lieber wohnen oder essen will....... das ist dann das endgültige Aus.
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Alt 28.03.2009, 00:33   #3
dr.byrd
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dr.byrd dr.byrd
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
so, das mit dem Durchalten bis die Mädchen außer Haus sind hat sich dann jezt auch erledigt. Gerade habe ich erfahren, dass ich die Kosten für Wohnung, Essen und Co. künftig von nur noch rund 600 EUR bestreiten muss.... also kann ich mir schon mal überlegen ob ich lieber wohnen oder essen will....... das ist dann das endgültige Aus.
Was ist da los? Wie können wir helfen? Was beziehst du?
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Alt 28.03.2009, 00:55   #4
Bluna
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Bluna
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)
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Alt 28.03.2009, 01:24   #5
dr.byrd
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dr.byrd dr.byrd
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)
Was heißt ALG II selbst vergeigt? Du hast Ansprüche!!! Hol Dir Hilfe. Woher kommst Du (KL)? Gibt es da keinen Erwerbslosenverein, keinen Sozialverband, keine Gewerkschaft, wenn Du es allein nicht mehr schaffst? Du brauchst Begleitschutz zum Amt.
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Alt 28.03.2009, 01:33   #6
Bluna
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Bluna
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

ich weiß nicht, was für Vereine es hier gibt, ich kenne mich hier nicht wirklich aus, da ich noch nicht lange hier wohne. Aber ich werde auch mit Unterstützung nicht dazu in der Lage sein, dieses Gebäude, welches die ARGE beherbergt noch einmal betreten können - ich schätze, dann drehe ich komplett durch, wenn ich da nochmal rein müsste, nach all dem, was die mit mir gemacht haben. Die haben mir meine Menschenwürde genommen, meinen allerletzten Funken Selbstachtung kriegen die nicht auch noch. Ich bin mir über die Alternativen im Klaren: entweder ich finde schnellst möglich eine Arbeit oder ich werde in absehbarer Zeit meine Wohnung verlieren, somit dann auch meine Kinder und meine Tiere und da ich außer denen niemanden mehr habe alles, was mich überhaupt noch am Funktionieren hält.
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Alt 28.03.2009, 01:43   #7
dr.byrd
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dr.byrd dr.byrd
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
ich weiß nicht, was für Vereine es hier gibt, ich kenne mich hier nicht wirklich aus, da ich noch nicht lange hier wohne. Aber ich werde auch mit Unterstützung nicht dazu in der Lage sein, dieses Gebäude, welches die ARGE beherbergt noch einmal betreten können - ich schätze, dann drehe ich komplett durch, wenn ich da nochmal rein müsste, nach all dem, was die mit mir gemacht haben. Die haben mir meine Menschenwürde genommen, meinen allerletzten Funken Selbstachtung kriegen die nicht auch noch. Ich bin mir über die Alternativen im Klaren: entweder ich finde schnellst möglich eine Arbeit oder ich werde in absehbarer Zeit meine Wohnung verlieren, somit dann auch meine Kinder und meine Tiere und da ich außer denen niemanden mehr habe alles, was mich überhaupt noch am Funktionieren hält.
Bloß nicht durchdrehen. Du hast Verantwortung, für Dich und Deine Lieben. Du verlierst nicht Deine Selbstachtung, wenn Du für Deine Rechte kämpfst. - Ganz im Gegenteil. Du gewinnst sie dadurch wieder zurück!

Deswegen nochmal meine Frage: Aus welcher Gegend kommst Du?

Du musst Dir Hilfe besorgen. Es gibt bestimmt in Deiner Gegend aktive Erwerbslose, mit denen Du erst mal sprechen kannst.
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Alt 28.03.2009, 01:56   #8
Bluna
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Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

KL = Kaiserslautern. Ich habe bereits mit jemandem hier aus dem Forum Kontakt aufgenommen, der meiner Tochter beistehen wird. Es raubt mir den Schlaf zu wissen, welch einer Behörde sie sich und ihrem ungeborenen Kind aussetzen muss nur weil ich nicht in der Lage bin, sie weiter zu ernähren. Und ich bin froh, dass ich hier wenigstens Hilfe für sie finden konnte. Das wird jetzt aber auch alles ziemlich off topic - ich wollte hier eigentlich nicht über meine persönlichen Probleme jammern sondern hatte nur mein Verständnis für die Menschen aus dem erwähnten Artikel bekunden wollen.
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Alt 28.03.2009, 02:21   #9
dr.byrd
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dr.byrd dr.byrd
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
KL = Kaiserslautern. Ich habe bereits mit jemandem hier aus dem Forum Kontakt aufgenommen, der meiner Tochter beistehen wird. Es raubt mir den Schlaf zu wissen, welch einer Behörde sie sich und ihrem ungeborenen Kind aussetzen muss nur weil ich nicht in der Lage bin, sie weiter zu ernähren. Und ich bin froh, dass ich hier wenigstens Hilfe für sie finden konnte. Das wird jetzt aber auch alles ziemlich off topic - ich wollte hier eigentlich nicht über meine persönlichen Probleme jammern sondern hatte nur mein Verständnis für die Menschen aus dem erwähnten Artikel bekunden wollen.
In Kaiserslautern sieht es m. W. schlecht aus. Ich kenne nur den Verdi-Erwerbslosenausschuss

Ob es den
ERWERBSLOSENTREFF in KAISERSLAUTERN
immer am 1. und 3. Dienstag im Monat
10 - 12 Uhr Caritasstube, Engelsgasse, KL


noch gibt, weiß ich nicht.

Sicher gibt es aber

Sozialverband Deutschland SoVD und

Sozialverband VdK auch in Kaiserslautern.

Alles Gute für Dich.
dr.byrd ist offline  
Alt 28.03.2009, 02:49   #10
Bluna
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Bluna
Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

danke dass du dir die Mühe gemacht hast mir das rauszusuchen.
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Alt 28.03.2009, 11:04   #11
Curt The Cat
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Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

Ich hab da jetzt mal 'nen eigenen Thred draus gemacht..



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Beste Grüße aus der Stadt mit x
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Curt The Cat


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Alt 28.03.2009, 11:08   #12
catwoman666666
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Standard AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)

warum wurde Kindergeldzahlung eingestellt?
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Alt 28.03.2009, 11:30   #13
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

warum nur die Hälfte Unterhalt?
Und in welchem Bereich möchtest Du arbeiten?
Gaestin ist offline  
Alt 28.03.2009, 15:57   #14
Bluna
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Bluna
Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

ich weiß nicht warum die die Zahlung eingestellt haben. Meine große ist in dem Monat volljährig geworden, vielleicht deswegen. Ich will mich seit Wochen täglich dazu zwingen da anzurufen um das zu klären aber immer wenn ich das Telefon in die Hand nehme lege ich es wieder zur Seite weil mich der Mut verlässt.

Die Hälfte vom Unterhalt deswegen, weil der Vater künftig den Unterhalt für die Älteste auf ihr eigenes Konto überweisen will.

Mir ist egal in welchem Bereich ich arbeite, nur Kaltakquise schaffe ich nervlich nicht. Ich würde putzen gehen, in den Verkauf, zu MacDonalds.... aber nicht mal da werde ich genommen. Auf meinen Job kriege ich nur Absagen. Ich bin gelernte Bürokauffrau mit sehr gutem Abschluss, Zusatzqualifikationen und tadellosem Arbeitszeugnis. In 7 Monaten habe ich es geschafft gerade mal bei zwei Firmen überhaupt einen Vorstellungstermin zu erhalten. Und mit jedem Tag sinkt mein Vertrauen auf meine tatsächlichen Fähigkeiten.
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Alt 28.03.2009, 16:15   #15
ela1953
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Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

Die Kindergeldzahlung wird immer kommentarlos eingestellt, sobald das Kind 18 Jahre alt ist.

Um es weiterhin zu bekommen, musst du es beantragen und belegen, dass das Kind Ausbildungssuchend oder Arbeitsuchend gemeldet ist.
Du kannst das Kindergeld auch nachträglich beantragen und bekommst es nachgezahlt.

Wenn ihr in einer BG wohnt, hast du ja im Endeffekt gleich viel Geld - egal, ob du den Unterhalt auf dein Konto oder auf das deiner Tochter bekommst.

Hat deine Tochter mit Unterhalt und Kindergeld allerdings genug eigenes Einkommen, dann fällt sie raus aus der BG.

Du schreibst aber auch, dass deine Tochter schwanger ist. Dann ist sie meines Wissens nach eine eigene BG. Aber ab wann genau weiß ich nicht auswendig. Schau mal auf den Seiten der Arbeitsagentur, da sind Beispiele angegeben.

Bei Schwangerschaft hat deine Tochter auch Anspruch auf einen Mehrbedarf.
ela1953 ist offline  
Alt 28.03.2009, 16:25   #16
Bluna
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Bluna
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ela, das ist nicht mehr relevant ob wir als BG zählen oder nicht, da ich kein ALG II mehr erhalte. OK, dass für die Große kein Kindergeld mehr gezahlt wird weil sie volljährig ist, das kann ich nachvollziehen. Aber ich habe noch ein weiteres Kind und auch für dieses wurde die Zahlung eingestellt.

Die Große hat jetzt ihre Schule abgebrochen. D. h. sie wird Montag einen Antrag auf ALG II stellen und sich arbeitssuchend melden. Nehmen sie die überhaupt an, da sie ja als Schwangere im Grunde nicht vermittelbar in Arbeit ist?
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Alt 28.03.2009, 17:05   #17
pinguin
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Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
da ich kein ALG II mehr erhalte.
Wieso eigentlich? Der genaue Vorgang dazu ist mir unklar.

Zitat:
Die Große hat jetzt ihre Schule abgebrochen.
Das ist mehr als unvernünftig; hätte sie diese nicht zu Ende machen können?
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
pinguin ist offline  
Alt 28.03.2009, 17:06   #18
Seelenstaub
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Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

hi Bluna

Das mit dem Alg 2 ist mir irgendwie net klar ... wieso kriegst Du das net?
magst Du vielleicht mal mehr erzählen , was Sache ist z. B. ? und darüber was bislang gelaufen ist auf dem Amt ?....

kann gut nachvollziehen das Dir irgendwann mal der Ars.. auf Grundeis geht wenn sich keiner kümmert.... das Motto heisst aber eigentlich :

Jetzt erst Recht.

denke das hier einige user bereit wären , dir zu helfen. nebenbei bemerkt ist es kein Zeichen von schwäche sich hilfe zu holen ! Das hat nix mit jammern zu tun....

lass mir ne PN zukommen wenn du reden willst, oder melde dich per skybe !

Gruss Seelenstaub
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Alt 28.03.2009, 17:35   #19
Bluna
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Bluna
Standard AW: Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

also dass ich kein ALG II mehr bekomme hat den Grund, dass ich keinen Folgeantrag abgegeben habe und irgendwann auch auf keine Schreiben mehr von der ARGE reagiert habe, bzw. ich habe die Briefe nicht mal mehr geöffnet. Der Gedanke, dieses Haus nochmal betreten zu müssen - das schaffe ich nicht. Was die mir angetan haben, das wird Jahre dauern bis ich das halbwegs verarbeitet habe. Es fällt mir auch sehr schwer darüber zu schreiben weil ich mich so schäme. Das i-Tüpfelchen was mich dann letztendlich zum Aufgeben gebracht hat war als ich schwach und schwindelig vor Hunger vorsprechen wollte, man mich erst abwimmeln wollte und dann habe ich all meinen Stolz und Scham und Ehrgefühl runtergeschluckt und mich geoutet wie dringend mein Anliegen ist weil ich schon seit Tagen nichts mehr gegessen hatte und die Frau sich darauf hin was zu essen geholt hat und vor mir anfing ihr Frühstück in sich reinzustopfen - da war dann einfach Ende. Lieber sterbe ich als nochmal von dieser frau dreckig ins gesicht gegrinst zu kriegen. Ich habe lange mit keinem Menschen darüber sprechen können weil mich niemand versteht. Ich kriege nur Vorwürfe, ich soll mich halt zusammenreißen und das ignorieren weil es ja um meine Existenz geht und ich habe nettgemeinte Aufmunterungsversuche bekommen wie "ach das wird schon alles wieder" und im Grunde will ich mir darüber nichts mehr anhören ich will das einfach nur noch vergessen können und mal wieder einen positiven Gedanken finden. Aber die Zeit drückt im Nacken, wenn ich nicht schnell eine Arbeit finde, dann werde ich meine MIete nicht mehr bezahlen können. Regelmäßig essen ist schon lange nicht mehr drin, manchmal esse ich tagelang nichts damit es wenigstens für die Kinder reicht. Aber ich bin ja selbst schuld weil ich den antrag nicht abgegeben habe.
deswegen will ich ja auch nicht rumjammern und weil ich auch weiß dass es Menschen gibt, denen geht es noch viel schlechter als mir. Ich will nur, dass wenigstens meine Tochter bekommt was ihr zusteht und gemeinsam können wir dann wenigstens die Kosten tragen, die da sind.
Bluna ist offline  
Alt 28.03.2009, 17:38   #20
Bluna
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entschuldigung wenn ich so wirr schreibe im Moment. ich kenne mich gerade selbst nicht wieder aber bei mir liegen einfach die Nerven blank.
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Alt 28.03.2009, 17:38   #21
catwoman666666
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Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
ela, das ist nicht mehr relevant ob wir als BG zählen oder nicht, da ich kein ALG II mehr erhalte. OK, dass für die Große kein Kindergeld mehr gezahlt wird weil sie volljährig ist, das kann ich nachvollziehen. Aber ich habe noch ein weiteres Kind und auch für dieses wurde die Zahlung eingestellt.

Die Große hat jetzt ihre Schule abgebrochen. D. h. sie wird Montag einen Antrag auf ALG II stellen und sich arbeitssuchend melden. Nehmen sie die überhaupt an, da sie ja als Schwangere im Grunde nicht vermittelbar in Arbeit ist?
Und warum wurde für dieses Kind die Zahlung eingestellt?

Wenn deine Große den Unterhalt auf ihr eigenes Konto bekommt muß sie sich finanziell an der Wohnung beteiligen. Wenn du sie mit Lebensmittel versorgst, muß sie sich auch daran finanziell beteiligen. Es ist egal, auf welches Konto der Unterhalt geht, er ist dazu da, um ihren Unterhalt zu sichern

Es ist schwierig zu helfen, wenn man nicht die Fakten kennt, wir haben leider keine Kristallkugel

Viele Grüße
catwoman
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Alt 28.03.2009, 17:45   #22
Bluna
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Bluna
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catwoman ich weiß nicht warum für die kleine auch kein kindergeld mehr bezahlt wird. ich werde am montag nochmal versuchen ob ich es schaffe da anzurufen.

natürlich habt ihr keine kristallkugel, tut mir leid wenn du dich jetzt ärgerst weil ich mich so schwer tu alles richtig zu berichten
Bluna ist offline  
Alt 28.03.2009, 17:55   #23
Seelenstaub
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Seelenstaub
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Hi Bluna...

Du brauchst Dich für nix entschuldigen....ganz im Gegenteil...

Das Du schreibst obwohls Dir dreckig geht , zeigt zwei Dinge. 1. Hast Du noch net aufgegeben und zweitens bist Du doch stärker als Du denkst.
Das Deine Nerven blankliegen kann wohl jeder gut nachvollziehen , fragt sich was man tun kann....

als erstes : Stelle einen neuen Antrag auf ALG 2 ! Kannst Du auch schriftlich ... brauchst net ins Amt für. ( Du hast einen Anspruch)
Ihr braucht die Kohle

zweitens : wenn Du mit der Frau in der Arge net Klarkommst - geh zu der/Dem Vorgesetzten, sag dem was sache ist,und das du ne andere sachbearbeitung haben willst. ( besteh drauf - das ist Dein gutes Recht !)

drittens : Rede mit irgendjemandem über den schei*s. Du musst das loswerden. Fressen bringt nix, das verdaust Du allein nicht....

Wenn alle Stricke reissen , nimm Dir nen Rechtsbeistand. Du musst dafür nix beantragen , brauchst nur zum Amtsgericht gehen nen Schrieb holen , beim Rechtsbeistand Deiner Wahl abgeben , das wars ( oft haben die Rechtsanwälte sowas schon selbst in der Kanzlei - musst fragen...)

Lass Dich nicht weiter unter Druck setzen und red Dir net ein das wäre deine eigene Schuld. Dem ist NICHT so.... das Amt hätte Dich bei allem unterstützen müssen.... soweit ich das verstanden habe , war das net so...

wenn du hier nicht weiter schreiben willst - klick auf meinen namen und du findest meine email-adresse .... ich behalte mir anvertraute Dinge unter Garantie für mich.

Gruss Seelenstaub
Seelenstaub ist offline  
Alt 28.03.2009, 17:57   #24
canigou
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Hallo Bluna,

vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Du Dich an eine Beratungsstelle in Deiner Stadt (KL = Kaiserslautern?) wendest, denn ich denke, dass Dir ein persönliches Gespräch und direkte Hilfe und Beistand vor Ort sicherlich mehr bringt, als nur ein Austausch über das Internet.

Du kannst hier mal nachschauen:

Adressen — Tacheles Adressdatenbank
 
Alt 28.03.2009, 18:06   #25
biddy
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Und wenn Du doch zur ARGE musst ... nimm Dir bitte jemanden mit (*klick* Beistand nach SGB X § 13); dieser darf nicht abgelehnt werden.
Du wirst Dich wundern ...der Ton wird ein ganz anderer, wenn man von jemandem begleitet wird. Es muss niemand SGB-II-Sachkundiger sein, er/sie braucht keinen Ton zu sagen - lediglich interessiert zuhören und -schauen!

Derjenige sollte, wenn möglich, ein Gesprächsprotokoll anfertigen.

Vielleicht findest Du ja auch jemandem im entsprechenden Unterforum hier:
Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland

Alle Gute und ... nicht entschuldigen dafür, dass Du menschlich bist!
__


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