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Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 28.02.2006, 22:02   #1
ute->Emailproblem
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Registriert seit: 27.02.2006
Ort: Erfurt
Beiträge: 1
ute
Standard Ungewöhnliche Wohngemeinschaft....brauche dringend Hilfe

Hallo und guten Tag an Alle,

es wurde schon einiges über Wohngemeinschaften erläutert, ich habe versucht alles Relevante zu finden, aber für unser akutes Problem war leider keine Hilfe dabei. Leider haben wir sehr wenig Zeit mit diesem Problem fertig zu werden. Ich schildere so kurz wie möglich die Situation.

Es besteht eine WG aus 3 Personen in einem Einfamilienhaus, welche 2001 zu zweit gegründet wurde, ohne dass es eine eheähnliche Gemeinschaft war. Diese WG bestand aus einem Mann, welcher auch der Hauptmieter des Hauses ist und einer Frau, mir.

Im Juli 2003 holten wir meinen, mittlerweile obdachlosen, Sohn Christian (damals 21 Jahre alt) aus Berlin von der Straße. Er ist als Erwachsener (neudeutsch: eigenständige Bedarfsgemeinschaft) zum Sozialamt, hat von dort das Geld für den Lebensunterhalt und die Miete erhalten. Den Mietvertrag hat er als Untermietvertrag von dem Hauptmieter des Hauses erhalten, dieser wurde auch anerkannt. Es gab eine Überprüfung durch das Soz, in der auch die Räume begutachtet wurden. Die Gesamtfläche des Hauses beträgt 150m², wobei jeder der nunmehr 3 Parteien 50m² zustehen, teilweise durch gemeinsam genutzte Räume. Der Mietanteil von mir und meinem Sohn (jeweils 290,00 €) liegt knapp unter dem Höchstsatz für Alleinstehende in Thüringen(301,50 €). Die ARGE hat auch einen Kontrolleur geschickt, der ebenfalls die Räume begutachtet hat und das einzige was er bemängelt hat, war der fehlende 2. Briefkasen. Es wurde also keine Bedarfgemeinschaft aus mir und meinem Sohn gemacht, bis heute…

Der Hauptmieter ist auch seit geraumer Zeit arbeitslos, bekommt ebenfalls seinen Mietanteil und den vollen Lebensbedarf. Nun hat er die Miete, von welcher er immer den höheren Anteil getragen hat, korrekt auf 3 Parteien umverteilt, wodurch sich die Miete so erhöht hat, dass jede der Parteien über den gesetzlich festgelegten Satz für Wohnkosten kommt. Zuerst müsste das Amt „nur“ ca.35,00 € pro Person über dem Satz mehr zahlen. Zeitgleich hat der Besitzer des Hauses eine Mieterhöhung der Kaltmiete und der Nebenkosten angekündigt, da seine Kosten sehr gestiegen seien. Damit würde die Miete pro Partei gut78,00 € über dem Satz liegen, diese Miete würde von der ARGE nicht mehr übernommen und ich müsste mir neuen Wohnraum suchen. Das ist aus meiner Sicht auch in Ordnung.

Nun gibt es da noch das Problem, dass der Besitzer des Hauses den Hauptmieter auf Räumung wegen offener Mieten verklagt, aus der Sicht eines Anwaltes auch gute Aussichten hat, ein Urteil zur Zwangsräumung zu erwirken. Der Wohnraum muss also definitiv verlassen werden, ob nun aus dem Grund der Räumung oder wegen der hohen Mietkosten. Wobei die Räumung sehr schnell gehen kann und ich ungern obdachlos wäre, sicher verständlich.

Der nächste Punkt des Problems ist, dass mein zweiter Sohn Nils
(19 Jahre alt), der zwar mein leiblicher Sohn ist, aber nicht bei mir aufgewachsen ist, zu uns nach Erfurt gezogen ist. Er ist in seinem Wohnort mehrmals leicht straffällig geworden und ein Wohnortwechsel angeraten war. Das Erziehungsrecht hatte mein Exmann, dass heißt wir waren nie eine Bedarfsgemeinschaft. In Königs Wusterhausen lebte mein Sohn auch nicht mehr bei seinem Vater, sondern zur Untermiete. Er hat die Miete und den Lebensunterhalt von der dortigen ARGE erhalten, in voller Höhe übrigens und das, obwohl die Vermieterin seine 80jährige Großmutter war. Es gab also auch da kein Problem.

Da für die WG hier in Erfurt, auf Grund der oben beschriebenen Umstände, feststand, dass neuer Wohnraum besorgt werden muss, kann der 19jährige hier die 1 ½ Monate kostenfrei wohnen. Bis 01.04.2006 wollten wir (bis auf den Hauptmieter) das Haus verlassen haben, um einer Zwangsräumung zu entgehen. Übrigens werden die WG Mitglieder nur auf Räumung nicht auf Zahlung der Schuld verklagt.

So habe ich viele Wochen nach einer passenden Wohnung gesucht, es gab viele, aber fast genauso viele Vermieter wollten keine Arbeitslosen, obwohl ich für alle eine Abtretung der Zahlung der ARGE an den jeweiligen Vermieter angeboten habe. Meine Söhne und ich haben auch keine Mietschulden, nachweislich. Die Vorurteile sind ziemlich hoch. Jetzt habe ich eine Wohnung gefunden, ebenso einen Vermieter, der kein Problem hat, an eine WG, die noch dazu aus Arbeitslosen besteht, zu vermieten. Jeder hätte dort 41m², die Warmmiete beträgt pro Person 288,00 €, liegt also im sozial vertretbarem Rahmen und das auch noch bei reell berechneten Neben- und Heizungskosten, so dass nicht mit Nachzahlungen zu rechnen ist. Die WG ist auch nicht auf kurze Zeit angelegt, da zum Beispiel mein 19jähriger Sohn erst gut 2 Jahre benötigt, um seinen Schulabschluss zu machen und dann noch 3 Jahre in eine Ausbildung möchte. Nun ist bei jungen Menschen in diesem Alter davon auszugehen, dass sie auch mal eine Freundin haben werden. Die Wohnung ist so bemessen, dass auch noch eine Freundin mit einziehen könnte, sich die Miete dann sogar noch einmal pro Person senken würde.

Mein Fallmanager hat sich alle Papiere zeigen lassen (Räumungsklage, Mieterhöhung und Mietangebot des neuen Vermieters), hat erklärt, dass die sich erhöhende Miete nicht auf Dauer übernommen werden könne und eine neue Wohnung gesucht werden müsse. Für mich ja schon geklärt. Das Mietangebot ist sozial verträglich – Miete wird garantiert, die Umzugskosten werden übernommen, die Kaution wird gezahlt, ich kann die Angebote von Umzugsunternehmen vorlegen und dann nichts wie weg…..

Da die WG zwischen meinem ältesten Sohn Christian und mir nicht als eine Bedarfsgemeinschaft gewertet wurde, obwohl er bei und mit mir aufgewachsen ist, wird es da auch kein Problem geben.

Nur hat die ARGE heute die Mietübernahme für meinen Sohn Nils abgelehnt, da die Gesamtgröße der Wohnung zu groß ist. Jeder zahlt die Miete für 41m². Für Nils fallen auch keine Umzugskosten an, lediglich 1/3 der Kaution. Ich kann nicht verstehen, dass es bis jetzt möglich war, so eine WG zu führen und nun nicht mehr.

Nach einem nicht sehr erbaulichen Gespräch mit dem Vorgesetzten der Fallmanagerin meines Sohnes, habe ich Freitag einen Termin bei dem Geschäftsführer der ARGE.

Kann ich mich auf Gesetze oder Ausführungsvorschriften berufen, die vielleicht hier im Forum jemandem bekannt sind?

Kennt jemand von Ihnen einen guten Anwalt oder eine andere kompetente Person aus dem Raum Erfurt, die mir helfen könnte?

In der Hoffnung auf Hilfe, habe ich versucht die Situation zu schildern, ist doch länger geworden als gedacht.

Herzliche Grüße aus dem ansonsten sehr schönen Thüringen

Ute
ute ist offline  
Alt 01.03.2006, 00:51   #2
Martin Behrsing
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erinnere mich morgen noch mal. Hier brauche ich noch einiges an Infos. Kurz bitte die PN benutezn und den Link zum Thread.
__

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Martin

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Martin Behrsing ist offline  
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