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Start > > -> urteile über eheähliches verhältnis??

Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie Alles über Bedarfsgemeinschaften, Haushaltsgemeinschaften & Wohngemeinschaften und Familie


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Alt 17.07.2005, 14:59   #1
monalisa->Emailproblem
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Registriert seit: 17.07.2005
Ort: Hannover
Beiträge: 5
monalisa
Standard urteile über eheähliches verhältnis??

hallo,
kann mir hier jemand urteile geben wo drinne steht das man als partner nicht für den anderen aufkommen muss... bzw wo steht ab wann man nun wirklich eheähnlich gilt?

mal wird gesagt ab 3 jahre dann wiederrum doch nicht....

ich weiss nicht mehr was nun richtig ist...

ich wohne mit meinem freund seit märz05 zusammen. bin aber seit feb2004 mit ihm zusammen..vorher hatte jeder sein eigendes heim...
da wir aber damals als ich noch sozialhilfe bekam schon ärger hatten, da mein freund und ich wie es nun üblich ist viel zeit miteinander verbracht haben und er auch des öfters mal bei mir geschlafen hat.. auch mal 3 wochen am stück.... deswegen hatten wir dann irgendwann mal gesagt. ok wir ziehen zusammen dann kann keiner mehr sagen.. ihr freund war aber sound so lange bei ihnen...

jetzet haben wir das problem mit dem einkommen mein freund fängt demnäcsht an zu arbeiten.. nur is er nicht bereit mich zu unterstüzen.. wir sind auch zusammen gezogen umd gewisse kosten zu sparen.. wie tele..und strom und heizung.. ich ich wollte gerne ne größre wohung haben. die bekomm ich als alleinerziehend aber nicht..

jetzt hat mein freund von der arge ein schreiben bekommen.. das er obwohl er noch gar nich angefangen hat ..eine abrechnung eeinzureichen hat.. und solange bis das nich geklärt ist. wird die leistung einbeahlten.. auch meine und die von meinem sohn...
aber das find ich ehrlich gesagt Exkrement. mit welchem recht behalten sie mein geld ein
bzw wird das auf mein geld angerechnet.. ich bin mir eigentlich sicher das man mein freund nicht zwingen kann mich zuunterstüzen oder seh ich das falsch??
vielleicht kann mir einer mal weiterhelfen...
den wir sind jetzt schon soweit das wir uns trennen wollen... weil wir uns deswegen ständig in die haare bekommen..und das is ja nun wirklich nich eheähnlich wenn ständign von trennung gesprochen wird... ;-)

gruß monalisa
monalisa ist offline  
Alt 17.07.2005, 15:03   #2
bschlimme
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
kann mir hier jemand urteile geben wo drinne steht das man als partner nicht für den anderen aufkommen muss... bzw wo steht ab wann man nun wirklich eheähnlich gilt?
hallo monalisa
schaust du hier
http://www.elo-forum.org/forum/forum32.html
 
Alt 17.07.2005, 15:05   #3
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Beiträge: 22.305
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Hallo Monalisa,

z.B. hier: http://www.elo-forum.org/forum/ftopic615.html
§ 7 Abs.3 SGB II bestimmt, wer als Partner/in eines Hilfebedürftigen anzusehen ist.
nicht in einer eheähnlichen Gemeinschaft:
- sie sind keine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft,
- sie stehen gegenseitig im Bedarfsfall nicht für einander ein,
- es findet keine gemeinsame Betreuung und Versorgung von Kindern im Haushalt statt,
- keiner kann über Einkommens- und Vermögensgegenstände des anderen verfügen,
- es findet keine gemeinsame Betreuung und Versorgung von Tieren im Haushalt statt,
- es gibt keine gemeinsamen Konten.
- es wird nicht gemeinsam gewirtschaftet,

Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil (1 BvR 1962/04) vom 2. September 2004 bereits schon mal entschieden, dass die Tatsache, dass zwei Personen dieselbe Meldeadresse haben, nicht dafür ausreicht, eine eheähnliche Gemeinschaft zu unterstellen, wenn die anderen oben beschriebenen Merkmale nicht gegeben sind. Eine weitere Anlehnung dazu, wurde vorm Sozialgericht Düsseldorf - S 35 SO 23/05 ER vom 22.02.2005 – beschieden.

Hoffe das reicht erstmal. Wichtig ist aber, dass die Kriterien eingehalten sind. Nur weil einer nicht bereit ist für jemand anderen zu bezahlen ist noch kein ausreichendes Kritiierum.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 17.07.2005, 17:25   #4
monalisa->Emailproblem
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Registriert seit: 17.07.2005
Ort: Hannover
Beiträge: 5
monalisa
Standard eheähnlich

huhu,

wir haben jeder sein eigendes konto.. bzw meins is das meiner mutter, weil ich kein eigendes bekomme.. aber das geld geht komplett auf das konto meines freundes.. und er zahlt mir mein geld immer bar mit quittung aus...

weil uns anfang des jahres erzählt wurde das es nicht geht wenn ein paar das geld auf 2konots überwiesen bekommen haben möchte.. die aussage der Sb* das wäre sie eine wohngemeinschaft..
dann hatte man uns ein paar tage später erklärt das würde doch gehen es wäre aber für die arge zu umständlich. weil wir mont. noch raten abzahlen für ein darlehn und das alles geteil werden müsste auch die miete.
deswegen haben wir das so gelassen und wie schon erwähnt zhalt mein freund mich monatlich aus..

- wir wollen nicht füreinander einstehen da die beziehung überhaupt nich gefestigt ist..und wenn wir das gewollt hätten , hätten wir auch schon geheiratet.
- kinder..hmm ..ich habe ein kind aber mein freund ist nicht der vater und betreut mein kind auch nicht und erzieht mein kind nicht.. das mach ich alleine und ich möchte das auch weiterhin alleine machen.
ich hab mal gelesen das eine frau die noch keine 6 mon mit ihrem freund zusammen wohnt auch ihren mehrbedarf für alleinerziehend bekommen hat. weil sie auch noch nich ehäehnlich ist..

witrschaften aus einem topf.. was genau heisst das ?
wir teilen uns telefonrechnung und sachen wie waschmittel,klopapier und so :-)
alos sachen die gekauft werde müssen ob zu zweit oder alleine.. aber so macht man das ja in einer WG auch
einkaufen tun wir zusammen aber es wird genau ausgerechnet wieviel jeder zahlen muss. wir haben extra ein haushaltsbuch angeschafft.
wir würden auch zum anfang immer jeder 100 in die haushaltskasse legen und davon einkaufen...
aber man hat uns gesagt das wäre auch schon eheähnlich..
auch wenn man zusammen ißt und erst recht wenn man sich ein bett teilt.

mich macht dieser ganze mist schon richtig krank.. mein freund und ich streiten uns mittlerweile täglich wegen der sache.. ich kann nich richtig essen, mein sohn leidet drunter.. am liebsten würd ich mein freund sozusagen rausschemeissen. das er sich was eigendes sucht. denn dann hab ich das gerenne nicht mehr
monalisa ist offline  
Alt 18.07.2005, 07:12   #5
Lillybelle
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Beiträge: n/a
Standard

: Eine Wg ist das nicht, sondern schon länerge Beziehung.".
. Alleinerz- Zuschlag noch für 6 Monate ? Davon habe ich noch nie gehört. Warum auch?
Will dann dein Freund sich nach den 6 Monaten denn mit um das Kind kümmern? Was soll sich da ändern?

Wenn du mit jemand wieder zusammen wohnst, hast du nicht mal mehr Anspruch auf Unterhaltsvorschuss übrigens.- weil du ab da nicht merh als Alleinerz. gilst und auch musst du deine Lohnsteuerklasse ändern von 2 auf 1.

Wenn ihr nun zusammenzieht, wird es euch schwer fallen, glaubhaft rüberzubringen, dass ihr bei der Vorgeschichte und der Dauer der Beziehung nicht als Einstandsgemeinschaft geltet.
Falls ihr das dennoch tut, müsst ihr mit regelmässigen Besuchen rechnen, die kontrollieren, ob hr auch wirklich alles getrennt habt bei euch und selbst wenn nicht, werden sie jetzt schon sicher kontrolieren, ob ihr nicht real doch zusammenwohnt und nur deshalb getrennte Wohnungen aufrecht erhaltet, um dieser "eheähnlichen" Vermutung aus dem Wege zu gehen.
 
Alt 18.07.2005, 07:40   #6
woki2005->Emailproblem
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Registriert seit: 17.07.2005
Beiträge: 49
woki2005
Standard

es gab ein richtlicher beschluß das man halt nach 6 mon noch keine eheähnliche gemeinschft ist ist weil sie erst seit 6 mon mit dem mnn zusammen wohnt.. und dhat wieder anspruch auf alleinerziehnd bekommen.

mit das mit dem unterhaltsvorschuß ist nicht ganz richtig.. der fällr nu rwech wenn de frau heiratet.. hab 6 jahre lang welchen bekommen und hab mit meinem ex damals zusammeln gelebt..

na ja mit besuchen von der arge hab ich kein problem... aber ich wüßte nich hier in der wohung alles getrennt sein sein? wir schlafen in einem bett benutzen gemeinsam die küche und das bad... wir teilen nur nix finanzelles... da hat jeder sein... und wenn einer knapp bei kasse ist mus er sich das geld von anderen leihen... wir unterstüzen uns in keinsterwiese

die arge muss es ja beweisen und für die reicht ja nun mal ein bett..obwohl mein freund seit ein paar wochen schon auf dem sofa schläft.. nur wie soll man das beweisen??
woki2005 ist offline  
Alt 18.07.2005, 08:13   #7
Lillybelle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Unterhaltsvorschuss wird nur an Alleinerz. gezahlt laut Gesetz. Einige Kreise, Kommunen, Städte legen das bisher unterschiedlich streng aus.
Für viele Ämter gilt man eben nicht mehr als Allenerz. wenn man mit einem Partner zusamen wohnt.
Die einen sagen so, die anderen so. Dazu müssen die Jugendämter auch erstmal wissen, dass man überhaupt wieder mit jemand zusammen wohnt.
Viele melden das gar nicht.


Es ist richtig, dass die Nachweispflicht der Unterhaltsvermutung bei den Ämtern liegt.
Aber die sitzen leider am längeren Hebel, was will man tun?
Ehrlich gesagt: Das mit den 6 Monaten weiter Alleinerz- Zuschlag- da hätte ich gerne den Link dazu, denn das wäre sehr interessant für alle.

Die, die anerkannt in einer WG wohnen, bekommen den natürlich weiterhin, aber dann auch nicht nur für 6 Monate. Vermutlich ist es hier, da es sich wirklich um eine WG handelte gelungen, die Eheähnlichkeit komplett abzuwenden und hatte nichts mit der Dauer an sich zu tun. Die Dauer des Zusammenlebens ist nur eins von vielen Merkmalen für eine sog. Eheähnlichkeit"

Oben wurde z. B. geschreiben, das man gerade u. a. aus Kostengründen zusammengezogen wäre. Das ist schon ausreichend für ein "gemeinsames" Wirtschaften bei Paaren.Auch eine gemeiname Haushaltskasse.
Ich kenne Ehen, wo getrennter gelebt und gewirtschaftet wird.
Dass bei einem "Freund" auch davon ausgegangen werden soll, dass er bereit wäre nötigenfalls die eigene Freundin samt Kind rauszuwerfen,-da keine Einstandsgemeinschaft, falls sie die Miete nicht mehr mit trägt,- ist etwas .. ungewöhnlich.

Gerichtsurteile beziehen sich immer auf einen jeweiligen Einzelfall und können somit nicht rechtsgültig auf jeden anderen Fall angewendet werden und werden von den Ämtern auch nicht anerkannt. Man kann sie lediglich, sofern die Situation überhaupt 1:1 übertragbar ist- nur als Argumentationshilfe verwenden.
Es gibt auch andere Gerrichte, die auch gegenteilig entscheiden.



Wie Martin schon schrieb: Alleine zu behaupten, man würde nicht unterstützt werden vom Partner reicht nicht aus. Das könnte dann ja jeder sagen und kassiert womöglich dann hintenrum doch Bargeld vom Partner, was allerdings auch sehr schnell zum Bumerang werden kann.
Denn die Ämter kontrollieren mit Vorliebe die Kontenbewegungen solcher "nichteheähnlicher Parnterschaften".- und auch die Konten, auf die sie nur verfügungsberechtigt sind... um der Beweispflicht einer eben doch eheähnlichen BG nachzukommen.
Früher oder später muss man sich dann fragen lassen, woher man Geld X hatte, um Y bezahlen zu können- da geht es schon los.
Dazu muss man wissen, das man gerade mal einmalig 50 Euro anrechnungsfrei im Jahr "geschenkt" bekommen darf derzeit.

Widersprüche werden sehr schleppend bearbeitet derzeit und sind oftmals nicht mal innerhalb der 3 - Monatsfrist beschieden. Wenn man dann in den 3 Monaten noch lebt und nicht ausgezogen ist- wird einem noch unterstellt, man wäre ja doch unterstützt worden, bzw. dann ja nicht bedüftig.
Es ist eine Sauerei, aber leider derzeit gängige Praxis bei den Ämtern. Deshalb kann ich nur raten- überlegt es euch gut, wenn ihr zusammenzieht heutzutage.
 
Alt 18.07.2005, 10:22   #8
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monalisa
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huhu,
erstmal möchte ich was aufklären bevor es zu mißverständnisse kommt.

ich habe heute morgen ein beitrag geschrieben..habe aber gar nich dran gedacht das mein nachbar noch angemeldet ist :oops:

ich hab kein eingende rechner und ich bin gestern rüber zu ihm um ein paar dinge nachzulesen und wir sind dann auf diese seite gestoßen und haben uns angemeldet. da er auch so einihe schwierigkeiten hat.

also das mit dem alleinerziehenden mehrbedarf hab ich hier gelesen

http://www.lilienkelch.de/artikel233.html

hoffe der geht * G*

Denn die Ämter kontrollieren mit Vorliebe die Kontenbewegungen solcher "nichteheähnlicher Parnterschaften".- und auch die Konten, auf die sie nur verfügungsberechtigt sind... um der Beweispflicht einer eben doch eheähnlichen BG nachzukommen.

da ja unser alg 2 auf ein konto geht.. auf das meines freundes nd er mir das am 1 immer bar auszhalt... kann man da ja nun nich von ausgehen das man eheähnlich lebt.. den die arge selber hat uns gesagt das es nich geht das man das geld auf 2 konten überweist...

mirg eht es hauptsächtlich darum.... ob man meinem freund oder umgekehrt zwingen kann für mich aufzukommen..und was apssiert wenn die arge geld einbehält und er pardu mir kein geld gibt?? dann steh ich ohne da und dann??
monalisa ist offline  
Alt 18.07.2005, 10:27   #9
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat:
mirg eht es hauptsächtlich darum.... ob man meinem freund oder umgekehrt zwingen kann für mich aufzukommen..und was apssiert wenn die arge geld einbehält und er pardu mir kein geld gibt?? dann steh ich ohne da und dann??
Ich kann dir dann nur raten, dass Du sofort ausziehst und eine eigene Wohnung suchst.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 18.07.2005, 11:11   #10
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monalisa
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wenn das mal so einfach ist. ich find mit einem kind hier schlecht was neues... ich hab fast 6 mon gesucht bis wir endlich die wohung gefunden haben.... wir sind erst vor kurzer zeit hier eingezogen und haben die whg. von boden auf an neu renoviert.... ich kann mir ein umzug gar nicht leisten... und bin froh das ich eine große wohung gefunden habe um alles unterzubekommen :(

:mued:
monalisa ist offline  
Alt 28.09.2005, 20:20   #11
Widerspruch->Emailproblem
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Ort: Württemberg
Beiträge: 61
Widerspruch
Standard http://www.widerspruch-und-klage.de/thread.php?threadid=19 1

Das Bundessozialgericht zur
Eheähnliche Gemeinschaft im Sinne des Arbeitsförderungsrechts
B 7 AL 96/00 R

auszugsweise:
Demnach sei eheähnlich im Rahmen des Arbeitsförderungsrechts eine Verbindung zweier Partner unterschiedlichen Geschlechts nur dann, wenn sie auf Dauer angelegt ist, daneben keine weitere Lebensgemeinschaft gleicher Art zulässt und sich durch innere Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner füreinander erwarten lassen, also über die Beziehungen einer reinen Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinausgehen. Eine Entscheidung über das Vorliegen einer solchen eheähnlichen Gemeinschaft sei nur anhand sog. Hilfstatsachen möglich.

Allerdings geht der Senat nicht davon aus, dass die Dreijahresgrenze im Sinne einer absoluten zeitlichen Mindestvoraussetzung zu verstehen ist, unterhalb derer das Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft immer und in jedem Einzelfall verneint werden müsste. Insofern kommt es vielmehr auf das Vorliegen aller Umstände des Einzelfalls an, die für eine dauerhafte Einstehensgemeinschaft der beiden Partner sprechen könnten. Dabei ist allerdings die bisherige Dauer des Zusammenlebens ein wesentliches Indiz für die Ernsthaftigkeit der Beziehung. Auch bei diesem Merkmal handelt es sich um ein richterrechtlich entwickeltes Hilfsmerkmal bzw -kriterium (hierzu BSG SozR 3-2600 § 48 Nr 5). Solche Merkmale dürfen nicht losgelöst von ihrem Zweck gewertet und mithin nicht "verabsolutiert" werden. Sie haben nicht die Bedeutung von gesetzlichen Tatbestandsmerkmalen, sondern sind nur mit heranzuziehen, um das Vorliegen des gesetzlichen Tatbestandsmerkmals, hier des Vorliegens eines "wichtigen Grundes" iS des § 119 Abs 1 AFG, feststellen zu können.

Gegen die Ermittlung solcher Hilfsmerkmale kann auch nicht eingewandt werden, sie führten insbesondere zu einer verfahrensmäßigen Überlastung der Beklagten. Die Beklagte ist im Rahmen der Bedürftigkeitsprüfung bei der Alhi (§ 193 Abs 2, § 194 Abs 1 Nr 2 SGB III) in der Lage, jeweils das Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft zu ermitteln. Die Dienstanweisungen der Beklagten enthalten hierbei umfassende Vorschriften über die Tatsachenfeststellungen, die im Verwaltungsverfahren zu treffen sind (vgl DA RdNr 82 ff zu § 137, 14. Erg Lfg 8/94). Wie zuletzt Tegethoff (ZfSH/SGB 2001, 63) im Einzelnen aufgezeigt hat, sind auch die Sozialämter im Rahmen der Ermittlungen zu § 122 BSHG durchaus in der Lage, zu Lasten der jeweiligen Sozialhilfeempfänger das Vorliegen einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft festzustellen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat in neueren Entscheidungen so genannte Hinweistatsachen beispielhaft aufgeführt, die für die Prüfung des Vorliegens einer eheähnlichen Gemeinschaft im Sozialhilferecht maßgebend sein sollen (vgl Beschluss vom 24. Juni 1999, 5 B 114/98). Als gewichtiges Indiz wird vom BVerwG dabei ebenfalls die bisherige Dauer des Zusammenlebens der Partner gewertet. Insgesamt zeigt ein Vergleich der "Hinweistatsachen" der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl hierzu Tegethoff, ZfSH/SGB 2001, 643, 645 f) mit den soeben herausgearbeiteten "Hilfstatsachen", dass ein weitgehender Konsens besteht, wann eine Beziehung als "eheähnlich" klassifiziert werden kann.


Volltext:
http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/...d=1145&s0=§%20 144%20SGB%20III&s1=&s2=&words=&sensitive=


Aus meiner Sicht handelt es sich bei monalisa nicht um eine "eheähnliche Lebensgemeinschaft"!


Deswegen mein unverbindlicher Rat:


Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen, wenn die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen ist (ansonsten Widerspruch einlegen) Sachverhalt beschreiben (getrennte Konten usw) und sich auf die Auslegung des Bunddessozialgericht zur "eheähnlichen Gemeinschaft" berufen.
Parallel dazu Eilantrag auf Einstweiligen Rechtsschutz wegen unmittelbarere und gegenwärtiger Existenzbedrohung stellen.

Sollte also ein professioneller Rechtsrat benötigen werden, rate ich, für einem Fachanwalt für Sozialrecht einen Beratungsschein zu beantragen.
Einen Beratungshilfeschein stellt das für den Wohnsitz des Betroffenen zuständige Amtsgericht aus. Der Rechtsanwalt übernimmt dann gegen eine Gebühr von 10 Euro die Beratung und, sofern notwendig, auch die Vertretung im Widerspruchsverfahren.


Volltext



http://www.jusline.de/Beratungshilfegesetz_[code][/code][code][/code]
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