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Alt 23.03.2017, 16:12   #251
AsbachUralt
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Das war doch ein richtiges Wohlfühlpaket, sollte man das also so auch bei uns einführen?
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Alt 23.03.2017, 21:46   #252
jockel
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Das war doch ein richtiges Wohlfühlpaket, sollte man das also so auch bei uns einführen?
Es existiert bereits, halten zu Gnaden der Privatwirtschaft und ihrer käuflich-korrupten Regierung.

Es nennt sich Massenentlassung aus regulären, tarifgebundenen Jobs, um die Erwerbslosen nach ihrer erlangten Arbeitslosigkeit unter Androhung von Sanktionen in Hungerleiderjobs zu pressen. Wer nicht spurt, dem kürzt man das Alg schittweise bis Null.

Weil dieses Gesellschaftssystem auf Geld beruht, bedeuten Sanktionen Geldlosigkeit und folglich Obdachlosigkeit. Wer kein Geld hat, der verzweifelt in Depressionen und nimmt sich das Leben. Das ist politisch gewollt und die Wohlfühloase der Politik, der Bürokratie und die profitorientierte, verkommene Unternehmermoral.

Das ist das wahre Gesicht des Grundgesetzes mit seiner Menschenwürde, die täglich von den Machthabern angetastet wird zwecks Profitmaximierung in der Privatwirtschaft. Aber das interessiert den Herrn AsbachUralt nicht.

Diese Kapitalistenwelt war ja vor der Wende für türmende DDR-Flüchtlinge so erstrebenswert - das gelobte Land - und hinterher kam deren großer Katzenjammer. Sie dachten, an ihnen geht der bittere Kelch der Arbeitslosigkeit und Armut vorüber.

Was sagt der Kabarettist Volker Pispers zum Thema billig erworbener Reichtum (gilt auch an die Adresse der DDR-Flüchtlinge)

https://www.youtube.com/watch?v=73WSD612B54

Sie waren nicht willkommen, sondern ungeliete, lästige Konkurrenz um die Arbeitsplätze. Hat sich da die DDR-Flucht gelohnt?
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Alt 23.03.2017, 22:18   #253
liesa
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Bemerkenswert ist für mich das fast alle aus meinem Bekannten/Freundeskreis welcher schon recht groß ist wieder hier sind die damals sei es mit Ausreiseantrag in den 80ern oder nach der Maueröffnung "rüber" sind. Die wirklich in den alten Bundesländern geblieben sind kann ich an zwei Händen abzählen.

Mich persönlich hat der goldene Westen nie gereizt, vielleicht deshalb weil meine Familie doch recht gut situierte Verwandschaft drüben hatte und wir regelmäßig mit Packeten versorgt wurden. Jedes Jahr kam auch die Verwandschaft zu Besuch und ließ nicht wenig D-Mark da so das wir im Intershop alles kaufen konnten. Schon in den 70er Jahren konnten meine Großeltern als Rentner für 3 oder 4 Wochen rüber, dann ab Mitte der 80er auch meine Eltern nach den Erleichterungen in Zusammenhang mit dem Strauß-Besuch von Honecker.

liesa
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Alt 23.03.2017, 22:58   #254
AsbachUralt
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Zitat von liesa Beitrag anzeigen

Mich persönlich hat der goldene Westen nie gereizt, vielleicht deshalb weil meine Familie doch recht gut situierte Verwandschaft drüben hatte und wir regelmäßig mit Packeten versorgt wurden. Jedes Jahr kam auch die Verwandschaft zu Besuch und ließ nicht wenig D-Mark da so das wir im Intershop alles kaufen konnten.
Diese Aussage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
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Alt 23.03.2017, 22:59   #255
doppelhexe
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
... Mich persönlich hat der goldene Westen nie gereizt, vielleicht deshalb weil meine Familie doch recht gut situierte Verwandschaft drüben hatte und wir regelmäßig mit Packeten versorgt wurden. ... liesa
mich hat auch ohne westverwandtschaft und d-mark der goldene westen nicht gereizt... gibt halt auch die, die mit gaaanz wenig zufrieden sind.

mir war sicherheit schon immer wichtiger als alles andere...
damals eben das: zu wissen, das es in 10 jahren noch genauso läuft wie heute ... das ich eine wohnung, einen job (egal wo, auch wenn ich mich örtlich umorientieren möchte) habe, das ich auch abends raus kann ohne angst zu haben, beraubt zu werden, weil viele eben garnichts haben und für die mein weniges ein vermögen ist...
ich brauchte schon damals weder fliesen an der wand noch ein auto vor der tür, kein dickes bankkonto und auch keinen farbfernseher... und hab mich wohl gefühlt...
heute fehlt mir das wichtigste und der rest kann das nicht aufwiegen... von der so hochgelobten reise-freiheit und auch von der freiheit des wortes hab ich nichts, garnichts... wie auch, wenn sie doch nur eine theoretische ist... bla bla bla
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Alt 24.03.2017, 00:17   #256
liesa
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Diese Aussage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Ich meinte damit die DDR zu verlassen! Wären meine Großeltern in den 70ern drüben geblieben, meine Eltern und ich dann per Familienzusammenführung (was möglich war) paar Jahre später ebenfalls, wer weiß was oder wie ich dann/jetzt denken würde oder welchen Verlauf mein Leben so genommen hätte...


liesa
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Alt 24.03.2017, 07:37   #257
jockel
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Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Diese Aussage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Was soll man sich da auf der Zunge zergehen lassen?

Nach Deiner Vermutung und Vorstellung langt es für die gleichgemachten, in Mao-Uniform dahinvegetierenden, auf Bäumen hausenden Ossis höchstens zu, ein Glas Wasser und eine Scheibe trocken Brot pro Tag in der Erreichbarkeit zu haben. Und der Luxus kam von den Westpaketen und Intershop-Läden.

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Edit Curt The Cat: Bitte auf den Umgangston achten ...! Forenregel #12


Die Westpaketen konnte dabei die Westverwandtschaft von der Steuer absetzen! So ganz uneigennützig war die Westverwandtschaft nicht zu den Brüder und Schwestern im Osten.

Noch interessanter war die Paketfüllung dieser Westpakete. Zu entsorgende Altkleider und Gräupchentüten, eine Schachtel Zigaretten, eine Tüte Billigstkaffee, Kokosraspel, Seife, eine Tafel Billigstschokolade, ne harte Wurst a la Krakauer, Knacker oder Salami, zusammengekehrte Vorratsreste aus bundesdeutschen Küchen und weiter so in diesem Stil. Daran wird deutlich wie die Westpropaganda auf ihre Bundesbürger ideologisch nach Bildzeitungsniveau gehässig Einfluß nahm und die Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft herabwürdigte.

Im Gegenzug nahm der Bundesbürger aber gern die hochwertigen Ost-Exporte in seinen Versandhäusern (Otto, Neckermann, Quelle) zu Billigsteinkaufkonditionen in Anspruch - von Textilien, weißer Ware (Kühl- und Gefrierschränke aus DKK Scharfenstein, Waschmaschinen aus Schwarzenberg, aber umetikettiert mit dem Logo Privileg), Möbel vom Feinsten aus Hellerau, Tharandt und Zeulenroda, Kristallgläser aus der Lausitz, Lieferangebote über den Genex-Katalog usw.

Wie paßt da der gespaltene Westeindruck zur Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft fürs Ostinland und Ostexport zusammen?

Mit der Wende wurden die Realpreise von den Bundesbürgern abverlangt und sofort erlahmte das bundesdeutsche Kaufinteresse.

Da ist es nicht weit her mit der bundesdeutschen Solidarität auf der Ebene der Verwandtschaft. So produziert man bundesdeutsche Heuchelei zum einseitigem Vorteil.

Jetzt machen sich Ossis einen Scherz aus der Vergangenheit der Westpakete und schicken ihrerseits Ostpakete - nicht steuerlich absetzbar - an ihre Westverwandschaft mit auserlesenen Ostwaren.

Wie kommt es, daß DDR-Erzeugnisse im Westen Kult geworden sind - Wartburg, Trabant, Simson-Kleinkrafträder, Küchengeräte wie der Handrührmixer RG 28?

Das sollte man sich auch auf der bundesdeutschen Zunge zergehen lassen!!!

Wichtiger ist es, nicht über den anderen Bevölkerungsteil zu reden, sondern miteinander von Angesicht zu Angesicht unter Einsichtnahme in die Lebensumstände seines Mitmenschen zu reden und gemeinsam seine Lebenslagen zu verbessern, ohne daß es auf Kosten anderer Mitmenschen geht.

Wir haben gemeinsame Feinde, die gegen die Lebenslage der gesamten Untertanen-Bevölkerung kämpfen. Die sitzen paar Etagen höher und plündern das Volk gesamtdeutsch aus.

Wenn das nicht so wäre, dann wäre das Erwerbslosenforum auch überflüssig. Dieses Forum ist aber wie anderer Diskussionsplattformen auch nötig, weil Untertanen keine politische und wirtschaftliche Lobby mit Schmiergeldpotential haben.

Was vermögen denn die Verbraucherzentralen, Schuldnerberatungen, Tafeln, Sozialverbände an der Lebenslage der Untertanen zu verbessern, wenn sie vom tröpfelnden Finanztopf und den Mitgliedsbeiträgen abhängig sind und diese zahlende Untertanen-Gemeinde immer mehr ausdünnt.

Das sollte man sich auch auf der gesamtdeutschen Zunge zergehen lassen!!!

Was mich ärgert, ist die unwürdige, eigenen Nabelschau, die wir der zuschauenden Welt liefern.

Mich kotzt der Größenwahn unserer Machthaber an mit Ihrem Deutschland über alles in der Welt und Wir sind jetzt wieder wer.

Mir ist der Inhalt der Kinderhymne von Bertold Brecht wichtiger, wollen wir in der Welt als gleichberechtigte Partner anerkannt werden. Wir sind nich das Nonplusultra!!!

Zitat:
Liedtext der Kinderhymne

1. Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

2. Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.


3. Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

4. Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir's

Und das Liebsten mag's uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

Geändert von Curt The Cat (24.03.2017 um 19:28 Uhr)
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2017, 17:44   #258
AsbachUralt
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Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Was soll man sich da auf der Zunge zergehen lassen?

Nach Deiner Vermutung und Vorstellung langt es für die gleichgemachten, in Mao-Uniform dahinvegetierenden, auf Bäumen hausenden Ossis höchstens zu, ein Glas Wasser und eine Scheibe trocken Brot pro Tag in der Erreichbarkeit zu haben. Und der Luxus kam von den Westpaketen und Intershop-Läden.
Nein, ich kenne ja die DDR aus eigenen Besuchen vor der Wende.
Nur, laut liesa war man anscheinend trotz der wunderbaren Versorgung in der DDR auf Westpakete scharf und auch auf die DM, mit der man sich dann, im Gegensatz zu den Bürgern ohne Westgeld, im Intershop seine Wünsche erfüllen konnte.
Merkst Du den Widerspruch?

Zitat:
[...]
Deine persönliche Anmache kannst Du stecken lassen, das fällt auf Dich zurück.

Zitat:

Die Westpaketen konnte dabei die Westverwandtschaft von der Steuer absetzen! So ganz uneigennützig war die Westverwandtschaft nicht zu den Brüder und Schwestern im Osten.
Klar, man setzt es von der Steuer ab und schon hat man für Null Einsatz ein Paket verschickt.
Zitat:

Noch interessanter war die Paketfüllung dieser Westpakete. Zu entsorgende Altkleider und Gräupchentüten, eine Schachtel Zigaretten, eine Tüte Billigstkaffee, Kokosraspel, Seife, eine Tafel Billigstschokolade, ne harte Wurst a la Krakauer, Knacker oder Salami, zusammengekehrte Vorratsreste aus bundesdeutschen Küchen und weiter so in diesem Stil. Daran wird deutlich wie die Westpropaganda auf ihre Bundesbürger ideologisch nach Bildzeitungsniveau gehässig Einfluß nahm und die Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft herabwürdigte.
Warum um Himmels Willen hat man dann die Pakete über Jahrzehnte angenommen?
Zitat:

Im Gegenzug nahm der Bundesbürger aber gern die hochwertigen Ost-Exporte in seinen Versandhäusern (Otto, Neckermann, Quelle) zu Billigsteinkaufkonditionen in Anspruch - von Textilien, weißer Ware (Kühl- und Gefrierschränke aus DKK Scharfenstein, Waschmaschinen aus Schwarzenberg, aber umetikettiert mit dem Logo Privileg), Möbel vom Feinsten aus Hellerau, Tharandt und Zeulenroda, Kristallgläser aus der Lausitz, Lieferangebote über den Genex-Katalog usw.
Wer hat denn die Staatsführung der DDR dazu gezwungen, all die Waren in den Westen zu exportieren, die für den Otto Normal der DDR in unerreichbarer Ferne lagen?
Und diese Waren aus der DDR waren im Discountbereich angesiedelt, die Möbel vom Feinsten bestanden aus Spanplatten, wer etwas hochwertiges wollte, außerhalb der Katalog Waren von den Billigheimern Otto, Quelle, Neckermann & Co. kaufte Westerzeugnisse.

Zitat:
Wie paßt da der gespaltene Westeindruck zur Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft fürs Ostinland und Ostexport zusammen?
Von der Leistungsfähigkeit, die dem Bürger der DDR aber vorenthalten wurde.

Zitat:
Mit der Wende wurden die Realpreise von den Bundesbürgern abverlangt und sofort erlahmte das bundesdeutsche Kaufinteresse.
Klar, weil man sich dann lieber eine Bauknecht oder Miele Maschine anschaffte. Und einen Trabbi wollte sowieso keiner im Westen kaufen.
Zitat:
Jetzt machen sich Ossis einen Scherz aus der Vergangenheit der Westpakete und schicken ihrerseits Ostpakete - nicht steuerlich absetzbar - an ihre Westverwandschaft mit auserlesenen Ostwaren.
Da muss ich mich sofort bei meiner Verwandtschaft beschwerten, die schicken mir keine Ostpakete, aber all die Leckereien kann man sich ja auch ganz normal im Supermarkt besorgen.

Zitat:
Wie kommt es, daß DDR-Erzeugnisse im Westen Kult geworden sind - Wartburg, Trabant, Simson-Kleinkrafträder, Küchengeräte wie der Handrührmixer RG 28?

Das sollte man sich auch auf der bundesdeutschen Zunge zergehen lassen!!!
Da weißt Du mehr als ich, denn nach meiner Erkenntnis hat diese Ostalgie ihren Ausgang bei eben den Ex-DDR Bürgern, die nun nach bald 30 Jahren alles verklären. Der Trabbi in der Garage als Erinnerung an die goldenen Zeiten der DDR, wird aber nur ganz ungern benutzt, wenn der Besitzer eine weitere Reise antreten will, da greift man schon gerne auf andere Produkte zurück.

Natürlich ist im Westen nicht alles Gold, jedenfalls nicht für den Teil der Bevölkerung, der von Arbeitslosigkeit oder Altersarmut betroffen ist.

Aber dem Überwiegenden Teil der Bevölkerung geht es so gut, wie es noch nie Menschen, die nicht gerade zum Adel oder Großbürgertum gehörten, gegangen ist.
Ich kenne auch niemand der sich unterdrückt fühlt, sehe aber durchaus, dass die Einkaufscenter immer stark besucht sind, der Bau von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern immer noch boomt, dass die Menschen moderne Fahrzeuge fahren und mindestens einmal im Jahr einen Urlaub außer Haus verbringen.
Das alles, ohne ständig politisch geschult zu werden, dem Staat ihre Freizeit für irgendwelche "freiwillige" Arbeiten opfern zu müssen.
Und von dem profitieren auch nicht wenige der Bürger aus der Ex-DDR. Bei einer Umfrage, wer die DDR gerne zurück hätte, wäre das immer noch eine kleine Minderheit derer, die sich damals dem Staat angepasst hatten, vielleicht nebenher noch als IM unterwegs waren und dann nach der Wende plötzlich ihren Arbeitsplatz verloren hatten.
Aber wer sich im Osten umschaut und die Verhältnisse vor der Wende gekannt hatte, der denkt er ist auf einem anderen Planeten gelandet.
Die alten Bruchbuden die kurz vor dem Zerfall standen oder eigentlich schon unbewohnbar waren sind verschwunden, die Strassen ohne hoppeln und Schäden an den Stoßdämpfern befahrbar und die Bürger sich nicht mehr von denen des ehemaligen Klassenfeind unterscheiden.

Nur ewig Gestrige wollen das nicht sehen und wahrhaben, weil sie sich nicht eingestehen wollen, dass sie einen Teil ihres Lebens einer nicht funktionierende Ideologie nachgegangen sind.
Und man sollte sich auch klar sein, dass es eine wirklich gerechte Welt niemals geben wird, in keinem System, dagegen stehen zuviele negative menschliche Eigenschaften.
Ich für meine Person bin froh und zufrieden, einem Jahrgang anzugehören (ohne eigenen Verdienst) der weder Krieg noch Hungersnot erleben musste und immer sein Auskommen hatte.
Ich habe daher eine andere Sicht auf die Dinge, versuche aber trotzdem eine gewisse Objektivität nicht zu verlieren.
Bei mir ist nicht alles Schwarz oder Weiß, sondern hat viele Nuancen, während Du grundsätzlich ein Hundertzehn Prozentiger DDR Bürger geblieben bist, für den der Westen immer noch die Ausgeburt der Hölle ist und die DDR das Arbeiter-und Bauernparadies war.

Geändert von Curt The Cat (24.03.2017 um 19:29 Uhr) Grund: Man muß diesen Schwachfug aber auch nicht noch vervielfältigen ...!
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Alt 24.03.2017, 21:38   #259
pinguin
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Nein, ich kenne ja die DDR aus eigenen Besuchen vor der Wende.
Sorry; zwischen "Besuchen" und "vor Ort leben" liegen allgemein Welten, auch, weil man mit dem, was man bei "vor Ort leben" benötigt, bei "Besuchen" gar nicht konfrontiert wird.

Zitat:
Ich für meine Person bin froh und zufrieden, einem Jahrgang anzugehören (ohne eigenen Verdienst) der weder Krieg noch Hungersnot erleben musste
Ja, hier unterschreibe ich uneingeschränkt.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 18.10.2017, 12:17   #260
Dagegen72
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Die Themenreihe zur DDR-Wirtschaft im Café Sybille in Berlin geht weiter in gewissen Abständen berichtet die Tageszeitung Junge Welt davon, so auch vor ein paar Tagen (oder gestern?) - im Netz finde ich ein Artikel vom September 2017

15.09.2017: Besser mit Plan (Tageszeitung junge Welt)

"Am Montag war das Café Sibylle an der Berliner Karl-Marx-Allee gerammelt voll, ungeachtet der sieben Euro Eintritt. Innerhalb der vom Verlag Rohnstock-Biographien vor fünf Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe »Kombinatsdirektoren erzählen« mit ehemaligen Wirtschaftskapitänen der DDR war zu einem Gedankenaustausch »über das frühere und das heutige Wirtschaften in Ostdeutschland« eingeladen worden."

Es gibt auch viele Produkte in den Läden, von denen man weder ahnt noch weiß, dass sie DDR-Produkte sind bzw. waren, wie bspw. die Creme-Marke "Florena".

es gibt übrigens auch viele Lesergruppen der Tageszeitung Junge Welt, wo sich Leute treffen und die Themen der Zeitung besprechen, darunter könnte dieses Thema auch sein ;)

Neben Stuttgart gibt es inzwischen auch in München eine solche Gruppe und auch in Hannover im Freizeitheim Unter Linden treffen sie sich.
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Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:

Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
Dagegen72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2017, 17:05   #261
jockel
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Fällt diese Veranstaltung noch unter die Kategorie Fasching?

Was man aus der DDR Wirtschaft lernen kann ist, dass 5-Jahrespläne und zentrale Planwirtschaft nicht funktionieren und dass ohne dauernde Investitionen Fabrikanlagen verrotten und nicht mehr Konkurrenzfähig sind. Und dass am Ende der Untergang steht.

Aber da werden diese beiden DDR Restposten natürlich etwas anderes erzählen, dass natürlich nur der böse Klassenfeind daran die Schuld trägt, dass die DDR unterging.
Die DDR funktionierte mit der Planwirtschaft erheblich besser fürs Volk als die vergaunerte Privatwirtschaft BRD!

Die DDR-Wirtschaft finanzierte und subventionierte die sozialpolitischen Maßnahmen aus den 5-Jahresplänen aus 3 Finanzquellen
  • Nettogewinnabführung
  • Produktionsfondsabgabe
  • produktgebundene Abgabe
an den Staatshaushalt.

Sozialpolitische Maßnahmen - was war das?
  • sozialer Wohnungsbau ohne Hedgefonds-Mietenspekulanten und getürkte Mietpreisbremsen
  • Förderung junger Ehen mit Ehekrediten, die mit jedem geborenen Kind gemindert wurden
  • Schwangeren- und Wochenurlaub und Babyjahr
  • funktionierendes Arbeitsgesetzbuch der DDR, wo das Gegenstück in der BRD völlig fehlt.
  • kostenloses Gesundheitswesen und bezahlbare Wohnungsmieten
  • durchgehend tarifgebundene Vergütungssysteme in allen Branchen ohne 1-Euro- und Minijobs, ohne Aufstockerjobs, ohne Leih- und Zeitarbeit und ohne kostenlos-Praktikas

Warum! Weil die Schadensverursacher - die Blockflöten - keinen politischen Einfluß in der DDR hatten. Sie waren untätige Gallionsfiguren in der Nationalen Front. Seit 1989 sind die Blockflöten an der Macht und richten Tag um Tag, Woche um Woche, Jahr um Jahr einen sozialpolitischen Flurschaden an, der auf Millionen Menschen die Arbeits- und Lebensbedingungen radikal verschlechterte, in den Keller absenkte.

Wie finanziert die bundesdeutsche Privatwirtschaft bundesdeutsche Sozialmaßnahmen?

Die betreiben Steuer- und Sozialbeitragsvermeidung bzw. -hinterziehung, greifen Fördermittel ab, betreiben Lohndumping und Lobbyismus. Und diesen unternehmerischen, eigensüchtigen Raffke-Egoismus stellen sie als erheblich bessere Leistungsfähigkeit des Kapitalismus' gegenüber des Sozialismus' dar.

Unsere aktuellen Machthaber in der unfreiheitlich-undemokratischen Grundordnung sind volksfeindlich, geschmiert von der Privatwirtschaft und gehören der Unternehmermafia bandenmäßig an. Wenn ihnen der Hintern in der Politik zu heiß wird, dann gehen sie mit fetten Abfindungen und Ruhegeldern in den Ruhestand oder auf die schon angewärmten Frühstücksdirektorenposten in der Privatwirtschaft. Dafür wird schon gesorgt.

Aktuelles Beispiel: Sächsischer CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich tritt heute zurück! Der kriegt von allen Seiten Feuer, sogar aus den eigenen Reihen - auch von seinem Vorgänger Biedenkopf, der überall ein einnehmendes Wesen hat - zuletzt als Aufsichtsratsvorsitzender der Meissner Porzellanmanufaktur.

Geändert von jockel (18.10.2017 um 17:27 Uhr)
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Alt 18.10.2017, 17:42   #262
Merkur
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Merkur Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

@jockel ein Recht auf Arbeit war gesetzlich verankert !
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Alt 18.10.2017, 18:53   #263
goodwill
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Hätte man die DDR doch einfach DDR sein lassen.
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Alt 18.10.2017, 19:56   #264
0zymandias
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18.000.000 Flüchtlinge finde ich höflich und respektvoll, aber immens ambitiös.
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"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
Are full of passionate intensity." - William Butler Yeats
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Alt 24.10.2017, 15:34   #265
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@#263: zum Einheitsfeiertag gibt es auch Gegenveranstaltungen. Es gibt Leute, die nicht in die Jubelfeiern mit einstimmen möchten. Abgesehen davon war die Einheitsrede von Steinmeier Mist in dem er behauptete, die Bürgerinnen hätten neue Mauern in ihren Köpfen während seine Partei und die Politik der etablierten Parteien diese Mauern doch erst entstehen ließen, weil sie den Blick auf den einzelnen Bürgerinnen verloren haban bspw. Agenda 2010 usw. usw. Hier im Link berichtet der Weser-Kurier davon: Steinmeier ruft zu Mut gegen Wutburger auf - Nachrichten aus Bremen, Niedersachsen und der Welt - WESER-KURIER

Seine Rede heißt nichts anderes: wir machen zwar Politik zu eurem Nachteil, aber das ihr Mauern im Kopf bildet ist auch eure Schuld. Das ist wie die Umsatzsteuer: am Ende zahlt alles der Verbraucher und der ist an allem schuld, doppelt, dreifach, hundertfach - schlichtweg immer und der mehrfach finanziell gesättigte Erzeuger nie platt gesagt.

Und wir denken ab jetzt: das ist ja genau umgekehrt! also die, die über zehntausend Euro im Monat verdienen, sollten doch mal was tun können für einen erneuten Konsens von BürgerIn und Politik, oder? also, in Vorleistung könnten sie doch mal gehen, was wir tun können, tun wir ja - Petiitonen, Widersprüche usw.

und hier, stelle ich den Papierkorb schon mal hin für die Rede: (meine persönliche Meinung)

Für die Gegenveranstaltungen der Einheitsfeier gibt es Gründe, weil es nämlich auch viele Kritikpunkte gibt, was nicht ok ist, was bis heute nicht verbessert wurde, bspw. die Ost-West-Angleichung in Bezug der Renten. Ostdeutsche sind in ihren Rentenauszahlung stark benachteiligt, manche Berufe wurden einfach gestrichen die sie gelernt haben, die gibt es heute nicht usw. Da gibt es einiges, man muss es nur nachlesen.

Für die Rentenangleichung setzt sich bspw. Die Linke ein:
Bundesregierung verzogert Ost-West-Rentenangleichung: DIE LINKE
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Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:

Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)

Geändert von Dagegen72 (24.10.2017 um 15:49 Uhr)
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Alt 24.10.2017, 17:28   #266
293949
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Letztlich war die DDR -gerade unter Honecker-nur noch eine groteske Karikatur des Westens-von 'Sozialismus' keine Spur - auch wenns do oder dort 'Rotlichtbestrahlung' gab.

Ich kannte beim 'Mauerfall' +danach so einige, dem das Gerenne ihrer 'Mitbürger' auf Konsum +Begrüßungsgeld einfach nur peinlich war. Und wie so mancher mit der damaligen Wohnungsnot in Westberlin nach dem Mauerfall seine ZweitplattenbauWen zu Wuchermieten vertickt hat. Ich jedenfalls habe mich damals um die 'Feierei' einen weiten Bogen gemacht - unerträglich, das Flackern des Wahnsinns in den Augen so mancher - ob Ost oder West. Nebenbei, bei der Übernahme der Stadtbank Berlin durch die Berliner Bank, kurz nach dem Mauerfall organisiert - der spätere Milliarden Immobiliencrash ! - da war ich als 'Hilfskraft' mit dabei.
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Alt 24.10.2017, 18:03   #267
jockel
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
und woher willst du das so genau wissen?

vielleicht referieren sie ja darüber, das 5-jahrespläne und SOZIALE (wenn schon denn schon!!!) planwirtschaft nicht funktionieren, das ohne kohle fabriken verrotten und das nach spätestens 40 jahren so ein staat pleite geht...

warum müssen leute wie du eig. schon vorher alles schlechtreden? erst angucken, dann meggern :P

übrigends bin ich mir sicher, das nicht 100% DDR-wirtschaft schlecht waren, irgendetwas war vielleicht doch eigentlich gut... nur allein gegen den rest misswirtschaft eben nicht erfolgreich...
Ich formuliere es ein wenig anders:

Nur allein gegen den Rest der kapitalistischen Welt kann auch ein sozialistisches Land nicht ankommen bzw. die damalige sozialistische Staatengemeinschaft, die man auf wirtschaftlicher Ebene RGW nannte - Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe.

Was im RGW vernünftig war - die arbeitsteilige Zusammenarbeit der einzelnen Mitgliedsstaaten auf Basis von Wirtschaftskooperation und Spezialisierung. Da mußte nicht jedes Mitgliedsland alle Waren und Dienstleistungen entwickeln und produzieren, sondern jedes Mitglied hatte bestimmte Wirtschaftsgüter im Angebot und in der Produktion:

Die UdSSR
  • Flugzeuge aus der Reihe Tupolew, Antonow und Iljuschin
  • schwere LKWs aus der Reihe Ural und Kamas
  • Loks wie die Taigatrommel - Baureihe M62 - bei der Deutschen Reichsbahn war das die Baureihe 130 und höher
  • PKWs aus der Reihe Wolga, Moskwitsch, Lada, Saparoshez
die Volksrepublik Polen
  • LKWs und Busse aus der Reihe Jelcz
  • PKWs aus der Reihe Fiat Polski 126 p und 125p
die Tschechoslowakei
  • LKWs und Busse aus der Reihe Tatra und Skoda
  • Loks aus der Reihe Skoda
  • Straßenbahnen von Tatra
usw.

Es war vernünftig nach dem Baukastenprinzip, Normen und mit Standards zu produzieren. Nur die staatlichen Standards enthielten unterschiedliche Toleranzen. Am schlimmsten war die sowjetische GOST-Norm.
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Alt 24.10.2017, 18:41   #268
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

@ Jockel
Du hast die Ikarus Busse aus Ungarn vergessen.

Das waren/sind alles sehr robuste Fahrzeuge und Flugzeuge, leider aber nicht auf internationalen Märkten Konkurrenz fähig, da der Komfort fehlte.

Bewährt hat sich allerdings bis heute für die Ukraine im weltweiten Einsatz als Schwertransport-Flugzeug die Antonow An-124.

Während die Flugzeuge aus heutiger russischer Produktion nur von Fluggesellschaften in Russland, Nordkorea oder China eingesetzt werden, weil sie gegenüber Boing und Airbus nicht auf den internationalen Märkten bestehen können, denn nur Robustheit lässt sich nicht im Westen verkaufen, da sind die Ansprüche höher.

Aber das hat man schon vor dem Mauerfall nicht verstanden.
Ich erinnere mich an die lustige Wartburg-Werbung in der man davon sprach, die Verkaufszahlen von VW zu übertreffen.
Träume müssen aber der Realität stand halten, sonst zerplatzen sie wie Seifenblasen oder auch wie die UDSSR und die DDR.
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Alt 25.10.2017, 10:17   #269
jockel
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

@AsbachUralt: Richtig - Die Ikarus-Busse aus Székesfehérvár oberhalb von Siófok am Balaton.

Nach der Wende versuchte Ikarus in privatisierter Form auf dem kapitalistischen Absatzmärkten wieder Fuß zu fassen.

Wir haben noch die anderen ungarischen Bahn-, Lok- und Waggonhersteller vergessen - Ganz und Raba. Das waren auf Busse bezogen Zulieferer für Oberleitungsantriebe.

Und von Raba gibt es die Rababahn, die von Ungarn bis ins Österreichische hin- und herpendelt. Raab ist die deutsche Bezeichnung des Nebenflusses der Donau mit der Quelle in der Steiermark. Die Rabawaggonwerke findet man in der ungarischen Stadt Györ. Raba baut auch LKW.

Und Ungarn, Luxemburg und Dänemark benutzen immer noch robuste Dieselloks - die schwedischen Nohabs. In Luxemburg haben die Nohabs ihren Spitznamen weg - Kartoffelkäfer - siehe den Zweiteiler von Eisenbahnromantik.

Robuste russische Raketentechnik ist real immer noch gefragt - auch in den USA bei der NASA, weil die mit ihrem empfindlichem und viel zu teurem Shuttleprogramm einpacken mußten.

Wie weit die USA mit ihren privaten Raketenbauern kommen, steht noch in den Sternen. Aber die deutsche DHL will demnächst Pakete auf dem Mond ausliefern, wo keiner lebt und wohnt und das unter Niedriglohnbedingungen. Klingt nach Münchhausen.

Problem ist für Russland der Startplatz für die Raketen. Der liegt auf Boden von Kasachstan und die wollen horrende Mietpreise kassieren. Russland ist jetzt dabei weiter nördlich auf eigenem Boden einen neuen Startplatz zu bauen.

Geändert von jockel (25.10.2017 um 10:46 Uhr)
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Alt 25.10.2017, 10:51   #270
Tica
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Standard AW: Berlin Themenreihe: Was aus der DDR-Wirtschaft zu lernen ist

Also wenn ich hier einige Kommentare lese, da steigt mein Blutdruck bis sonst wohin. Vor allem AsbachUralt.

Ich bin es leid, wenn mir Westdeutsche, die Medien (auch mdr) oder sonstwer erzählen will, wie schlecht meine DDR-Vergangenheit war.
Irgendwie habe ich den Eindruck, ich muss auf einer Insel gewohnt haben, wo vieles eben nicht so lief, wie es jetzt verbreitet wird.

Zum Sozialstaat: im Westen waren genügend Menschen Sozialhilfebezieher. So eine soziale Hängematte gab es in der DDR nicht. Als meine Tochter für 6 Monate Krippenunfähig geschrieben wurde (aus gesundheitlichen Gründen), bekam ich kein Geld vom Staat. Und mein Betrieb zahlte auch nicht. Ich war unbezahlt freigestellt. Meine Eltern mussten für unseren
Lebensunterhalt sorgen!!!

Äpfel gab es eigentlich immer, genau wie Rotkohl und Weißkohl.
Drum hatten ja viele einen Garten zur Selbstversorgung. Wir übrigens nicht und wir hatten trotzdem Obst und Gemüse zum essen.

Außerdem gab es die "Delikat"-Läden. Dort wurden "Westartikel" verkauft. Sprich, wir haben es hergestellt und exportiert.
Genauso wie Strumpfhosen, Kinderwagen, Möbel... usw. Es wurde dann in die BRD exportiert, die uns dafür minimalst bezahlt hat!!

Nach dem Krieg, haben die Russen unsere Betriebe ausgeräumt und alles was nicht Niet- und Nagelfest war als Entschädigung mit nach Hause genommen. Die BRD wurde beim Aufbau unterstützt (allen voran von den USA). Die DDR hat sich mit eigener Hand aus der Schei*se gezogen. Darum hat es bei uns auch wesentlich länger gedauert, den Lebensstandard zu erhöhen.

Also erzählt hier nicht, wir haben auf der faulen Haut gelegen und uns bei der Arbeit die E.er geschaukelt!

So, dass musste jetzt mal gesagt werden.
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Alt 25.10.2017, 11:49   #271
jockel
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@ Dagegen72

Mit der Einheits- und Wendefeierei, der Verächtlichungsmacherei der DDR geht es mir genauso - widerlich diese Masche. Mit dem Begrüßungsgeld hat man die DDR-Bürger willig machen wollen bei dieser verlogenen Einheit mindestens Still zu halten und abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird.

Was die DDR-Bürger sich am 04. Nov. 1989 erhofften - war eine echte Volks- und Basisdemokratie in einer erhalten gebliebenen DDR und kein übergestülptes BRD-Großdeutschland-über-alles. Ich erinnere an die Großdemo auf dem Berliner Alexanderplatz.

Steffi Spira auf der Großdemo

Nur mit der Basisdemokratie und sanften Annäherung beider deutschen Staaten über Konföderation sollte es absichtlich nichts werden.

Helmut Kohl und seine Kumpane aus den Unternehmerparteien und der Privatwirtschaft hatten nur den Raubzug per Treuhand im Sinn - weit weg von den Interessen der beiden deutschen Völker.

Er drückte mit diebischer Hand der DDR die Luft ab. Damit alles reibungslos glatt lief, setzte er den Ossies seine Besatzerfunktionäre aus seinen Unternehmerparteien und der Privatwirtschaft wie den Banken vor die Nase.

Möglichst schnell sollten die DDR-VEBs und -Genossenschaften in die Hände des raffenden Kapitals kommen und den Ossies Märchen vom schnellen, sozialen Aufstieg vorgelogen werden, so a la Wirtschaftswunderland in Ost und West oder American Way of Live.

Den Ossies wurden unerfüllbare Hoffnungen von sozialer Sicherheit und endlosem Konsum gemacht wie heute den Flüchtlingen. Die gleiche Masche von Ausbeutung und Unterdrückung heute wie zu Wendezeiten.

Der einzige Unterschied zu heute?

Weil Bundesmutti von Schweden den erhofften Friedensnobelpreis für sich nicht bekam und die Privatwirtschaft die Flüchtlinge schlecht über Niedriglöhne ausplündern können, ändert sie ihre Flüchtlingspolitik von einer Willkommenskultur in eine massenhaft wirksame, rechtsradikalorientierte Abschiebekultur.

Der Unterschied zur Wende: Die Ossies konnte Kohl und Schröder schlecht abschieben. Dafür verschlechterte man mit Langzeitwirkung ihre Existenz- und Lebensgrundlagen durch Agenda 2010, Hartz IV, Niedriglohnpolitik, Armutsrenten und überträgt diese Methode allmählich auf die Altländer.

Damit keiner der Täter zur Verantwortung gezogen wird, läßt man sie öfters die Ämter und Verantwortlichkeiten wechseln - Gras drüber wachsen.

Das macht die BRD schon immer seit ihrer Staatsgründung und schläfert ihren Untertanenmichel ein. Wenn das Untertanenvolk nur auf Niedrigverdienste, unteren Sozialstandard, Brot und Spiele, Billigkonsum und Untertanenbildung getrimmt ist, bleibt alles schön ruhig.

Dann funktioniert auch das Regieren nach Gutsherrenart durch CDU/CSU, SPD, FDP und Co.
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Alt 25.10.2017, 12:21   #272
293949
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Während die Flugzeuge aus heutiger russischer Produktion nur von Fluggesellschaften in Russland, Nordkorea oder China eingesetzt werden, weil sie gegenüber Boing und Airbus nicht auf den internationalen Märkten bestehen können, denn nur Robustheit lässt sich nicht im Westen verkaufen, da sind die Ansprüche höher.

Putin konnte immerhin die Luft+Raumfahrtindustrie -Schlüsselindustrie der SU- konsolidieren. Nah dreißig Jahren wurden erstmals wieder zivile Triebwerke (P-14 Reihe mit neuartigen Verbundwerkstoffen, teils im 3D Verfahren hergestellt) entwickelt. Neue Muster: z.B. MS-21, Superjet, für den westlichen Markt sind ebenfalls entwickelt worden. Mit China wird ein Großraumflugzeug entwickelt. Problem ist das sanktionsbedingte Refinanzierungsverbot von Dollarkrediten. Bei den Usancen im Flugzeugmarkt -Verkauf über Leasing+Kredite- ein echtes Marktzugangshemmnis.

Russische Militärmaschinen/Hubschrauber sind echte 'Verkaufsschlager'.
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Alt 26.10.2017, 08:22   #273
Paulchen2000
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Paulchen2000
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Zitat von 293949 Beitrag anzeigen
Während die Flugzeuge aus heutiger russischer Produktion nur von Fluggesellschaften in Russland, Nordkorea oder China eingesetzt werden, weil sie gegenüber Boing und Airbus nicht auf den internationalen Märkten bestehen können, denn nur Robustheit lässt sich nicht im Westen verkaufen, da sind die Ansprüche höher.
Aha, das sind ja neue Aspekte, die mir vorher gar nicht so bewusst wurden.

Ich habe erst mal den Anspruch, dass das Flugzeug nach dem Start und Flug auch wieder bruchfrei landet.

Also Sicherheit.

Wie oft sind den in den letzten Jahren in Russland und dort wo russische Flugzeuge, also nicht sowjetische, in den Fluggesellschaften betrieben werden, durch tech. Fehler abgestürzt oder sind verschwunden?


Davon mal abgesehen, gibt es auch noch eine Reihe verkaufspolitischer Instrumente, den Zugang von russischen Produkten auf den Weltmärkten zu unterbinden.

Aber schön zu lesen, wie hier unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen, oder soll man lieber sagen, aufeinander schlagen?

Vielleicht wäre es allen beteiligten Mitschreibern mal sich mit der Sache und Tatsachen zu beschäftigen und nicht nur seinen Standpunkt (leider meißt ohne Kenntnisse der Tatsachen) zu vertreten.

Und zur Erinnerung!

Warum gibt es dieses Forum?

Genau, um auf andere zu zeigen, deren Lebensgeschichte anders verlaufen ist, und schon von daher minderwertiger ist.

Schon allem von da her, dass das mit dem " Mein Haus, mein Boot, mein Pferd etc." nicht so geklappt hat, keine freie Meinungsäußerung, kaum priv. Telefonanschlüsse gab.

Nicht zu vergessen, der DDR-Bürger hat sich seine eigene Freiheit selbst erkämpft, sich von dem Staatsratsvorsitzenden befreit und aus dem Land gejagt. Um nicht zu sagen, das Derselbige geflohen ist.

Und das tat er, ohne Foren, ohne whatsapp und vor allem ohne klug zu schei---, wie man es dann am Besten machen könnte.

Denn Eines hatten die meißten einfachen DDR-Bürger auf jeden Fall um das tun zu können.

Solidarität und den Verstand dazu.
__


Paulchen2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2017, 12:09   #274
jockel
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@Paulchen2000

Was uns Untertanen diese aufgezwungene, gescheiterte GroKo-Regierung samt ihren Landesregierungen nach 28 Jahren einbringt mit der ach so tollen Einheitsfreiheit sehen wir ja.

Ausbeutung und Unterdrückung durch die mafiaverseuchte Kungel-Privatwirtschaft. Eine flächendeckende Hartz-IV-Landschaft und Fast-Vollbeschäftigung unter Niedriglohnbedingungen und Armutsrenten mit viel Beschiß mit Riesterenten.

Und unsere jetzigen Machthaber nach der letzten Bundestagswahlen machen nach dem Motto Weiter So eben weiter so - lügen und betrügen, sich die Taschen füllen und Strukturen krimineller Organisiertheit suf Kosten des Untertanenvolks pflegen.

Typisches Beispiel Deiner so vielgepriesenen Freiheit: Gestern abend, dem 25.10.2017, 20.15 Uhr im MDR die Exakt-Sendung.

MDR, Beitrag aus Exakt: Wenn soziales Engagement als Bufti bestraft wird

Bufti als ALG II-Bezieher (SGB II) und Bufti als Sozialhilfeempfänger (SGB XII) werden verschieden behandelt hinsichtlich der Zuschüsse. Der Alg-II-Bezieher darf den Zuschuß von 200 Euro monatlich anrechnungsfrei behalten, dem Sozialhilfeempfänger wird der Zuschuß zu 140 Euro angerechnet und 60 Euro behalten.

Diese Ungleichbehandlung landete vorm Bundessozial- oder Bundesverfassungsgericht (siehe MDR-Fernsehbeitrag) und wurde einkassiert. Ist grundgesetzwidrig!

Dennoch halten eine ganze Reihe von Sozialämter und das Bundessozialamt an der Ungleichbehandlung fest, weil man so miilionenfach an zu verarmenden Untertanen sparen kann und diese Mittel für Luxuswünsche der Politiker verschwenden kann. Jeder Betroffene soll sein Recht Einzelfall um Einzelfall juristisch durchboxen. Das schreckt ab, sein Recht in toller Freiheit durchzusetzen.

Und in der Exaktsendung wurde auch der Tillichnachfolger Kretschmer aus der Lausitz vorgestellt und was der sächsische Untertan von diesem "neuen" Ministerpräsidenten zu erwarten hat.

An verschiedenen Kretschmer-Auftrittsbeispielen bewiesen - Er ist verlogen, hinterhältig und ein Wendehals - verspricht jedem Alles, was sie hören wollen und hält nichts!

Es wird in Sachsen und anderswo weiter nach CDU-Gutsherrenart weiterregiert - Basta! Eben wie unter Basta!-Schröder auch.


Das ist bundesdeutsche Freiheit! Ich wage es zu behaupten - so was von bundesdeutscher Machtausübung gegen das Volk ist für das Volk nicht erstrebenswert.

----------------------------

Was haben die Verbraucher von der Liberalisierung, sprich Privatisierung der Märkte von Strom, Gas, Bahn, Post und Festnetz- und Mobilfunktelefon?

Nicht nur eine feste Ansprechstelle während eines Streits, sondern ein ewiges Gezerre gleich zwischen mehreren Vertragspartnern. Der alte Vertragspartner will den bisherigen Vertrag unter horrenden, erpresserischen Bedingungen weiterführen und die nachfolgenden, neuen Vertragspartner wollen den Kunden auch noch abmelken.

Die Bundesnetzagentur als regulierende und schlichtende Stelle ist untätig, überfordert, so daß Urteil der Verbraucherschutzbehörden. Der ach so tollen freiheitlichen Politik, die diese Mistverhältnisse juristisch per Gesetze und Durchführungsbestimmungen einrührte, sind die Auswirkungen schietegal.

Geändert von jockel (26.10.2017 um 12:27 Uhr)
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Alt 26.10.2017, 13:57   #275
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Zitat von Paulchen2000 Beitrag anzeigen
Ich habe erst mal den Anspruch, dass das Flugzeug nach dem Start und Flug auch wieder bruchfrei landet.

Also Sicherheit.

Wie oft sind den in den letzten Jahren in Russland und dort wo russische Flugzeuge, also nicht sowjetische, in den Fluggesellschaften betrieben werden, durch tech. Fehler abgestürzt oder sind verschwunden?
Was kann ein Hersteller eines Produktes, hier der Flugzeughersteller, dafür, wenn der Käufer und Betreiber dessen, hier entsprechende Fluggesellschaften, sich nicht an die vorgegebenen Wartungsinvervalle und Sicherheitsvorgaben halten?

Dies müsste dann natürlich auch für sämtliche westliche Hersteller gelten. Wieviele Flugzeuge westlicher Hersteller sind auf Grund von Wartungsdefiziten in der Vergangenheit abgestürzt?

Zitat von Paulchen2000 Beitrag anzeigen
Davon mal abgesehen, gibt es auch noch eine Reihe verkaufspolitischer Instrumente, den Zugang von russischen Produkten auf den Weltmärkten zu unterbinden.
Warum gibt es diese wohl? Richtig, damit diese westlichen Herstellern keine Konkurrenz machen. Sehr eindeutig ist dies bei den neuen Sanktionen der USA gegenüber dem russischen Energiesektor. Es geht dabei einzig und allein daraum, dass die USA ihr Fracking-Gas in der EU verkaufen können. Dafür muss aber erstmal die russische Konkurrenz ausgeschaltet werden.
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