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Start > > > -> Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung


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Alt 30.01.2018, 19:13   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo saurbier,

das hast du schon sehr gut alles aufgeführt und erklärt.

Zitat:
Da sollte man schon so präzise wie möglich Auskunft geben, denn jeder Arzt oder jedes Krankenhaus da dich da mal behandelt hat, kann da auch wohlmöglich deinen Gesundheitszustand präzisieren, wenn die DRV dort wohlmöglich eine Abfrage nach medizinischen Unterlagen vornehmen sollte.
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.

Recht aktuelle Arzt-Befunde und Klinikberichte sollte man besser in Kopie direkt dem Antrag beifügen (so aus den letzten 2 - 3 Jahren je nach Umfang der Unterlagen), denn wie du schon selbst festgestellt hast, hält sich der Fleiß der DRV in sehr engen Grenzen sich das selber alles zu besorgen.

Zitat:
Falls - was wir mal nicht hoffen wollen, es zu einer Ablehung kommen sollte, dann müsstest du die Begutachtungsunterlagen von der DRV anfordern (steht dir rechtlich zu) um dann zu schauen, ob die DRV tatsächlich alle Unterlagen von den von dir angegebenen Ärzten etc. auch wirklich zur Abklärung angefordert hat.
Das mussten wir leider auch erst lernen, dass man sich darauf besser nicht verlassen sollte und die wichtigste medizinische "Munition" besser selber schon mit einreicht bei der Antragstellung, damit muss sich dann nämlich deren Med. Dienst schon im Antragsverfahren befassen und NICHT erst im Widerspruch.

Zitat:
Das würde dir dann die notwendige Munition im Widerspruchs/Klageverfahren geben, denn zumeist fordert die DRV überhaupt keine ärztlichen Unterlagen an und stüzt ihre Entscheidung eher auf den letzten vorliegenden Rehabericht.
So hat man doch etwas mehr Aussichten und ist nicht unbedingt darauf angewiesen, dass die DRV schon machen wird, was eigentlich auch ihre Pflicht wäre.

Zitat:
Ist der wie du schreibst dann echt älter als 4 Jahre dürfte das Ergebnis daraus wohlmöglich auch nicht gerade besonders positiv ausfallen.
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...

Ein ganz extremes Beispiel habe ich bei einer guten Bekannten erlebt (ohne Einsicht in die Original-Unterlagen von ihr hätte ich gemeint: "Das gibt es doch gar nicht" ), sie bekam ihren Ablehnungsbescheid nach genau 9 Kalendertagen, man habe ihren Gesundheitszustand "gründlichst" geprüft ...

Im fristwahrenden Widerspruch wurde dann Akteneinsicht gefordert und es kam doch tatsächlich EIN Reha-Bericht der schon 7 Jahre alt war, damit war bereits ihr erster EM-Renten-Antrag abgelehnt worden.

Besonders unglaublich war aber der Inhalt dieses Reha-Berichtes, es wurde bereits zu dieser Zeit von einem "komplett aufgehobenen Leistungsvermögen" für den allgemeinen Arbeitsmarkt geschrieben und eine Besserung der Erwerbsfähigkeit für die Zukunft als eher sehr unwahrscheinlich angesehen ...

Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.

Sie musste also trotzdem noch (wieder) bis zum Gericht mit diesem 2. Antrag, dort war der Richter dann aber mal sehr schnell mit einer neuen Begutachtung, dann bekam sie endlich die EM-Rente (unbefristet) bewilligt.
Allerdings erst ab dem Tag der gerichtlichen Begutachtung wurde von der DRV die bestehende EM anerkannt ...

Zitat:
Das Formular R215 ist ein freiwilliges, dann kannst du dann deine Gesundheitseinschränkungen aus deiner eigenen Sicht den Herrschaften etwas näher bringen.... Das bleibt eher deiner eigenen Entscheidung überlassen - ist eben freiwillig.
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...

Wer das später (vielleicht) mal zu meinem Nachteil ausnutzen könnte was ich darin für Angaben mache, das weiß auch keiner wirklich, Generationen brauchten solchen Mist NICHT auszufüllen um EM-Rente zu bekommen, warum also neuerdings diese Papierverschwendung ???

Ich selbst habe das verweigert, kam erstmalig mit dem Verlängerungsantrag, ging direkt in meine Altpapier-Kiste ...
Zumindest sollte man nicht versäumen das ausgefüllte Formular für sich zu kopieren, damit man später auch noch weiß, was man da so alles geschrieben (und für seine berufliche Zukunft so geplant) hatte ...

Geschadet hat es mir offenbar auch nicht, meine EM-Rente (es war sogar eine "Arbeitsmarktrente" vorher) wurde ohne Probleme auf "unbefristet" (als reguläre EM-Vollrente) verlängert.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 31.01.2018, 14:01   #27
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo Doppeloma,

dank für die Präzisierung meiner Ausführungen, womit hoffentlich nun jeder den Vorgang der Antragstellung besser verstehen wird/dürfte.

Zitat:
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.
Im Bezug auf alte allgemeine medizinische Unterlagen sehe ich das auch und geb dir natürlich recht. Was nicht mit dem Rentenantrag in zusammenhang steht, braucht auch nicht beigefügt werden.

Richtig ist natürlich, dass man als Antragsteller am besten gleich die aktuellen Befunde in Kopie beifügen sollte (mitunter leider nicht jedem möglich mangels Kopiermöglichkeit), hab ich z.B. damals ja auch so gemacht.

Zitat:
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...
Nun ja, dass war/ist mir schon klar, weshalb ich ja auch schrieb, das ich so meine Bedenken habe wenn bereits alte Reha-Unterlagen existieren. Da wird sich die DRV im jetzigen Antrag allzugerne drauf stürzen und nur zu gerne berufen, vor allem wenn da wohlmöglich eine volle Verfügbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt attestiert sein sollte.

Da wäre es dann im Falle einer möglichen Ablehnung eben unter Berufung auf den alten Rehabericht ggf. angeraten im Widerspruchsverfahren auf eine neue Reha zur Abklärung zu bestehen, denn wie wir ja alle wissen kann sich in 4 Jahren gesundheitlich sehr viel ändern. (Nur so als Empfehlung)

Zitat:
Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.
Na ja, dass ist doch auch nichts neues.

Ich denke da nur an meinen letztmaligen Rentenantrag aus 2012, damals kam auch ganz schnell die Ablehnung des Widerspruches - Tenor man halte sich an das Urteil des BSG -.

Selbst jetzt auf meinen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X für den sich die DRV doch ein ganze Jahr ließ, kam nur eine banale Begründung hervor, dergestalt wie die Rechtslage eben eine Aufhebung und Rückforderung vorschreibt. Auf den Umstand dass die Rechtslage (Aufhebung der bisherigen BU-Rente und neuer Bescheid mit Arbeitsmarktrente, trotz ungekündigter Arbeitsstelle) vollkommen falsch angewandt wurde ging man nur dergestalt ein, dass ich dafür einen extra Überprüfungsantrag zu stellen hätte - was für ein unfug. Ich sag dazu nur Kausalität.

Zitat:
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...
Na ja, das mag ich von hier vielleicht ein wenig anders beurteilen. Klar weiß niemand, welche Auswirkungen solch eine Eigeneinschätzung nun hat und ob sich sowas überhaupt ein Endscheidungsträger bei der DRV anschaut.

Ich hab den Bogen auch nur bei der ersten Antragstellung beigefügt. Bei den bisherigen Verlängerungen lag der den Unterlagen eh schon nicht mehr bei.

Ich hab deshalb ja auch geschrieben, dass es jedem selbst überlassen bleibt. Es mag ja Leute geben, welche auch eine überzeugende Darstellung ihrer bereits medizinisch attestierten gesundheitlichen Einschränkungen im Bezug auf ihren täglichen Alltag sehr gut beschreiben können.

Wer sich sowas nicht zutraut, der sollte es dann besser lassen.


Vom Grundsatz her gilt aber für jeden Antragsteller,
1. sich alle Befunde vorab für seine eigenen Akten zu Kopieren,
2. von allen ausgefüllten Antragsformulare vor dem Absenden selbst eine Zweitschrift zu den Akten zu legen,
3. jedes wichtige Behördenschreiben (Anträge/Widersprüche/Klageschriften) auf sicherem Weg zu versenden (Einschreiben, Einschreiben mit Rückschein), denn wir wissen ja, wie selten Anträge und plötzlich Widersprüche bei den Behörden ankommen und sei es nur um Fristen einhalten zu können.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2018, 11:28   #28
gingkobaum
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gingkobaum
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Hallo nochmal.

Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe).
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.

Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen. Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.

Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert. :( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.

Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig."

Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?

Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?

Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?

Ps. Von der Afa habe ich zumindest seit dem Rentenantrag nichts mehr gehört.
Danke euch für kurze Tipps zu meinen Fragen.

MfG

Geändert von Doppeloma (08.03.2018 um 17:19 Uhr) Grund: Beitrag durch Absätze / Leerzeilen lesbarer gestaltet
gingkobaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2018, 19:32   #29
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo gingkobaum,

bitte schreibe nicht so "kompakte Blöcke", das lesen viele User gar nicht erst, besonders denen, die dir sinnvoll antworten könnten, ist das meist zu anstrengend ... DANKE

Zitat:
Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe).
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.
Daraus alleine kann man noch keine besonderen Schlüsse ziehen wollen, hast du denn deine Ärzte mal gefragt, ob sie angeschrieben wurden nach der Antragstellung von der DRV ?

Zitat:
Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen.
Dann höre auf das im Internet herausfinden zu wollen, wie der das wohl bei einer Begutachtung zur EM-Rente halten wird kannst du dort sowieso nicht erfahren.
Was Patienten mit psychischen / neurologischen Problemen so geschrieben haben, weil es nicht so lief wie erwartet, das solltest du nicht so ernst nehmen.

Zu meinen DRV-"Gutachtern" habe ich damals im Netz gar nichts gefunden, du solltest versuchen da ganz "neutral" heran zu gehen, wie man es von einem Gutachter (eigentlich) auch erwarten darf.

Zitat:
Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.
Das steht (fast) immer drin in den Einladungen, inzwischen scheinen schon alle davon auszugehen, dass jeder seine Krankenakte zu Hause vorliegen hat.
Eigentlich ist der Auftraggeber (also die DRV) durchaus verpflichtet dem Gutachter die bereits vorhandenen medizinischen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Sonst kann der ja komplett "nur im Nebel stochern", das geht aber auch nur wenn die DRV sich überhaupt schon näher nach deinen aktuellen Gesundheits-Problemen irgendwo informiert hat.

Zitat:
Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert.
Soweit das deine Ärzte betrifft kannst du das ja dort selber erfragen, zudem wird ja auch hier immer wieder empfohlen schon dem Antrag wichtige medizinische Unterlagen beizufügen, eben weil die DRV das meist nicht umfassend genug selbst erledigt.

Zitat:
:( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.
Ich selbst habe das nie gemacht, es gab da auch nicht viel aufzuschreiben, einen sogenannten "geregelten Tages-Ablauf" hatte ich ja krankheitsbedingt gar nicht mehr ...

Genau das habe ich auch geantwortet wenn ich direkt danach gefragt wurde ... selbst dann kann noch jedes Wort "im Munde umgedreht" werden ...

Was ich so mache den Tag über wurde schon gefragt und ich habe erklärt, dass ich meist NICHTS mache, weil ich mich nicht aufraffen (antriebslos bin) kann, obwohl ich weiß und auch SEHE was zu tun wäre ...
Ich sitze dann herum (ich zumindest bin nie komplett im Bett geblieben) und starre auch mal stundenlang auf den TV (anstatt an die Wand), ohne zu wissen was da gerade läuft (weil es mich auch nicht interessiert) und warte "dass auch dieser Tag wieder vergeht" ...

Im Gutachten stand dann geschrieben: " gibt an, viel fernzusehen" ... ja klar, dafür braucht man schließlich Zeit und die EM-Rente ... so war das jedenfalls sinngemäß formuliert ... was für mich eher ein total schrecklicher Zustand war ...

Zitat:
Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig."
Richtig und wer den Tag vor dem TV verbringt fühlt sich durch berufliche Verpflichtungen nur daran gehindert seinen eigentlichen persönlichen Interessen nachzugehen ...

Ich hatte allerdings im gesamten psychiatrischen "Gutachten" nicht den Eindruck, dass andere Antworten irgendwas am Ergebnis geändert hätten ...

Die Praxis des Psychiaters war überfüllt (vermutlich nicht nur an diesem Tage), als Arzt war der vielelicht sogar "beliebt", mich hat er nur noch kurz körperlich untersucht, nach dem langen Gespräch mit seiner Assistenzärztin.

Er hatte also alles nur aus "2. Hand" und hat sich an ihren Notizen (und ihrem persönlichen Eindruck von mir) orientiert dabei, dass es so gar nicht zulässig war, wußte ich damals auch noch nicht.

Zitat:
Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?
Mach dir ruhig einen kleinen "Spickzettel", den kannst du ja in der Tasche lassen wenn du den Eindruck hast, es wäre nicht angebracht den zu Hilfe zu nehmen und medizinische Unterlagen solltest du dir noch mal aktuell bei deinen Ärzten ausdrucken lassen.

Auch in Kopie mitnehmen und bei Bedarf / Interesse zur Ergänzung dort lassen, würde ich aber erst im Untersuchungszimmer dem Arzt direkt anbieten, nicht schon an der Anmeldung abgeben.

Du wirst da etwas "aus der Situation heraus" agieren müssen, also versuche trotzdem einen möglichst klaren Kopf zu behalten, auch wenn ich weiß wie schwer das umzusetzen sein wird.

Zitat:
Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Na-Ja, verschreiben alleine bringt ja nichts, wenn du mit deinem Arzt nicht mal offen über Wirkungen und Nebenwirkungen sprichst ...

Wie lange hast du die denn überhaupt regelmäßig eingenommen, es dauert meist mehrere Wochen, bis man da überhaupt was merkt ob die helfen oder nicht.
Die Nebenwirkungen der ersten Tage muss man dabei meist (versuchen) zu tolerieren, jedenfalls wenn das möglich ist ...

Sonst sollte das Präparat lieber gewechselt werden, es bringt besonders DIR jedenfalls NICHTS "so zu tun, als ob" und die verordneten (meist teuren) Medikamente dann gar nicht zu nehmen.

Ich bin ganz gewiss KEIN Fan von Psychopharmaka, habe selbst nur einen "Test" (meinem DOC zum Gefallen) gemacht und nach einigen Wochen (und 15 Kilo schwerer) dankend darauf verzichtet.

Denn eine Verbesserung meiner Psyche konnte ich nicht feststellen, es wurde eher noch schlimmer durch die ungewohnten "Fress-Attacken" und die schnelle Zunahme, die ich gar nicht an mir kannte.

Habe ich aber auch bei meinem Psychiater offen angesprochen, dass ich die abgesetzt habe und auch keine weiteren Experimente mehr machen werde.
Hat er dann akzeptieren (müssen) zumal auch meine Kardiologen nicht "begeistert" waren vom Ergebnis ... für meine Herzbelastung.

Zitat:
Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?
In der Regel machen die dort keine Blut-Abnahmen, erkennen kann man allerdings dabei, ob verordnete Medikamente auch (regelmäßig) genommen wurden.

Ein Orthopäde (auch DRV-Gutachten) hat bei Männe mal Blut abnehmen lassen, nur zu diesem Zwecke, um später in das Gutachten zu schreiben, dass die bisherige Dosis (aus seiner Sicht) zu gering "scheint" und Männe mit mehr (und höher dosierten) Opiaten auch in der Lage sei (ohne "unzumutbare" Schmerzen) Vollzeit zu arbeiten ...

Damit hätte er wahrscheinlich gar nicht mehr aufstehen können, denn es gab ja auch noch umfassende internistische Probleme, die den aber gar nicht interessiert hatten dabei.

Zitat:
Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?
Es gibt KEINE Mitwirkungspflicht Tabletten einzunehmen, die man nicht verträgt und/ oder deren heilsamen Wirkungen man selbst kein ausreichendes Vertrauen entgegen bringen KANN ...

Dazu gibt es hier auch oft sehr kontroverse Diskussionen aber man muss schon selbst wenigstens die Hoffnung haben, dass es helfen könnte, sonst kommen auch Nebenwirkungen schon (fast) wie "auf Bestellung" ...

Das ist ein medizinischer "Eingriff in den Körper", ebenso wie eine OP, zu der man auch Niemanden zwingen KANN, denn für das "gewünschte" (positive) Ergebnis kann letztlich auch KEIN Arzt die Garantie übernehmen ...

Das Risiko trägt alleine der Patient als der Betroffene ... darum ist das auch eine SEHR wichtige Grenze der Mitwirkung und sogar gesetzlich geregelt ... in § 65 SGB I

Es gibt Menschen, die ohne solche Medikamente gar nicht "lebensfähig" wären (kenne ich auch persönlich Welche) aber ich selbst zähle mich auch nicht dazu und habe mir sehr oft sagen lassen müssen: "Dann wird es so schlimm nicht sein und du wirst nie EM-Rente bekommen" ...

Das waren meist Menschen die mich gar nicht gut genug kannten, um das wirklich beurteilen zu können, leider gehören auch besonders viele DRV-Gutachter in diese Kategorie ...

Ich würde trotzdem besser bei der Wahrheit bleiben und nicht angeben bestimmte Medikamente zu nehmen wenn das nicht stimmt, du kannst ja zugeben, dass du wegen heftiger Nebenwirkungen abgesetzt hast und man nun weiter überlegen muss ...

Dass die AfA dich aktuell in Ruhe lassen wird war anzunehmen, spätestens nach einem Bescheid von der DRV werden die auch wieder "munter" ...

MfG Doppeloma
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Alt 17.04.2018, 08:25   #30
gingkobaum
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Hallo,
war nun beim Gutachter (vor ca. 4 Wochen) und warte jetzt auf den Bescheid der DRV.
Eine Bitte: Wollte gerne eine Frage zu einem neuen Thema einstellen. Wie macht man das?

Thema: Seit 2016 arbeitsunfähig, dauerhaft au, ausgesteuert, arbeitslos gemeldet, ungekündigt, Rentenantrag gestellt.

Wo kann ich was zu den aufgelaufenen Urlaubsansprüchen finden? Erhalte dazu und lese die unterschiedlichsten !! Auskünfte.
Mein Arbeitgeber hat wohl auch nicht wirklich die Ahnung. Geht wohl in Richtung Arbeitsrecht - Bundesurlaubsgesetz und so. VDK weiß wieder mal nichts Genaues. Welche Stelle ist da wirklich zuständig und kann mir eine rechtssichere (kostenfrei) Auskunft geben -ohne, dass ich mir direkt einen Anwalt nehmen muss? Kann ja wohl nicht ein so großes Geheimnis sein.
Danke euch für einen konkreten Rat.

PS : Mir ist klar:Anspruch habe ich wohl erst, nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses. Rente oder Kündigung.
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Alt 22.04.2018, 03:19   #31
Doppeloma
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Hallo gingkobaum,

Zitat:
war nun beim Gutachter (vor ca. 4 Wochen) und warte jetzt auf den Bescheid der DRV.
Welchen Eindruck hattest du von der Begutachtung, hast du ein Gedächtnisprotokoll zum (möglichst genauen) Ablauf geschrieben ?

Wäre schon nett (und für andere Betroffene interessant) wenn du dazu etwas mehr berichten würdest ...

Zitat:
Eine Bitte: Wollte gerne eine Frage zu einem neuen Thema einstellen. Wie macht man das?
Thema: Seit 2016 arbeitsunfähig, dauerhaft au, ausgesteuert, arbeitslos gemeldet, ungekündigt, Rentenantrag gestellt.
Das würde ich dir nicht empfehlen, das gehört doch alles zusammen, du kannst deine Fragen dazu gerne hier weiter stellen ... so findet jeder Leser gleich den Zusammenhang.

Deinegeplante Überschrift enthält ja gar keine Frage ...
Im Prinzip kannst du in jedem Forenbereich ein (passendes / neues) Thema eröffnen (immer auf der "Startseite" oben links), bei Fragen die mit deiner langen Krankheit und dem Rentenantrag zu tun haben, solltest du besser HIER bleiben ...

Zitat:
Wo kann ich was zu den aufgelaufenen Urlaubsansprüchen finden? Erhalte dazu und lese die unterschiedlichsten !! Auskünfte.
Dazu gibt es hier im Bereich auch schon einige Fragen und Antworten, im Moment ist das noch völlig unwichtig für dich, denn das hat erst Relevanz wenn dein Arbeitsverhältnis mal beendet wird.

Zitat:
Mein Arbeitgeber hat wohl auch nicht wirklich die Ahnung. Geht wohl in Richtung Arbeitsrecht - Bundesurlaubsgesetz und so.
Dein AG wird schon "Ahnung" haben, wenn es nicht gerade ein kleiner "Einzelunternehmer" ist, der noch nie jemanden als Mitarbeiter hatte, der länger krank wurde und direkt daraus in eine Rente gegangen ist.

Von "Urlaubsabgeltung" sollte er trotzdem schon mal was gehört haben, denn die muss auch gezahlt werden wenn man jemanden entlässt (oder der selber geht) und der Urlaub noch offen war (z.B. auch wegen Krankheit bis zum Ende der Kündigungsfrist oder bei einem Aufhebungsvertrag).

Zitat:
VDK weiß wieder mal nichts Genaues.
Der VDK weiß nie was "Genaues" wenn es um Arbeitsrecht geht, der weiß auch nicht viel wenn es um ALGI nach einer Aussteuerung geht ...

Zitat:
Welche Stelle ist da wirklich zuständig und kann mir eine rechtssichere (kostenfrei) Auskunft geben -ohne, dass ich mir direkt einen Anwalt nehmen muss? Kann ja wohl nicht ein so großes Geheimnis sein.
Ist ja auch kein Geheimnis, kostenfreie Auskünfte (aus eigenen Erfahrungen damit) kannst du dazu HIER reichlich bekommen, "rechtssicher" gibt es NUR gegen Bezahlung vom Anwalt ...

Zitat:
Mir ist klar:Anspruch habe ich wohl erst, nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses. Rente oder Kündigung.
Das ist richtig, denn erst zu diesem Zeitpunkt steht ja fest, dass du deine Urlaubsansprüche auf dem üblichen Wege nicht mehr nutzen KANNST (du machst Urlaub und der AG bezahlt dich in der Zeit) ...

Es bleibt also zunächst mal abzuwarten, ob und wenn ja ab WANN genau dir eine EM-Rente bewilligt wird, bis dahin "ruht" dein Arbeitsverhältnis, wenn es von keiner Seite (gemäß Arbeitsvertrag) ordentlich gekündigt wird.

Dann wird noch wichtig sein, ob deine EM-Rente befristet bewilligt wird, in diesem Falle bleibt ein bestehendes Arbeitsverhältnis (meist) weiter "ruhend" bestehen, um die Möglichkeit offen zu halten, dass du nach Ablauf der Befristung dort (vielleicht) wieder arbeiten könntest.

Das führt also noch nicht zwingend zum Ende des Arbeitsvertrages, du selbst solltest zumindest deinen Arbeitsplatz nicht freiwillig (durch Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag) beenden, dein Urlaubs-Anspruch geht dir trotzdem nicht verloren.

Du bekommst allerdings nicht Jahre rückwirkend dann ausgezahlt sondern (immer) die letzten 15 Monate vor dem Ende des Arbeitsvertrages gelten als Anspruch ...

Das ist jetzt nur eine grobe Erklärung, genau kann man das erst berechnen wenn klar ist, ab wann du welche EM-Rente (befristet oder unbefristet) beziehen wirst und ab wann dein Arbeitsverhältnis deswegen beendet sein wird.

Ich selbst war auch noch fest angestellt über die erste EM-Rente mit Befristung, mein Arbeitsverhältnis hat weiter "geruht", wie seit der Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Bei der ersten Verlängerung wurde mir dann "unbefristet" (bis zum Eintritt in die Altersrente) weiter bewilligt und damit wurde mein Arbeitsverhältnis dann OHNE Kündigung beendet (wegen der EM-Dauer-Rente aufgelöst lt. Arbeitsvertrag).

Zusammen mit der (schriftlichen / nachweislichen) Information zu diesem EM-Rentenbescheid habe ich dann bei meinem AG die Auszahlung der Urlaubsabgeltung nach Ende des Arbeitsvertrages beantragt, entsprechend der gesetzlichen Regelungen.

Es gab bis dahin mehrere gesetzliche Änderungen dazu und ich konnte / wollte mich nicht auf eine bestimmte Anzahl von "offenen" Urlaubstagen festlegen.

Auch aktuell kann es noch zwischen gesetzlichen Urlaubstagen (also lt. Bundes-Urlaubsgesetz) und Urlaub nach Tarif / Arbeitsvertrag schwanken, der Mindest - Urlaub nach Gesetz ist aber zwingend "abzugelten", der Urlaub "verfällt" also NIE komplett.

Meine Firma war dann doch recht großzügig und hat wohl den Tarif-Urlaub ausgezahlt, man sollte das auch unbedingt (beim AG) dann schriftlich / nachweislich einfordern, sonst kann das schnell unter die Verjährung von "offenen Lohnansprüchen" fallen.

Teilweise werden wohl Dauerkranke auch deswegen nicht einfach entlassen, weil das eben mindestens die "Urlaubs-Abgeltung" fällig werden lässt ... im "ruhenden" Arbeitsverhältnis hat man noch keinen Anspruch darauf.

MfG Doppeloma
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Alt 02.05.2018, 15:46   #32
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gingkobaum
Unglücklich AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo Doppeloma...

Danke für deine ausführliche Antwort.
Beim Gutachter (Psychiater, Neurologe) war ich zum Termin tatsächlich die angegebenen 3 Stunden.
Bin püntlich zum Termin mit allen meinen Unterlagen hin (wurde gebracht).

Zuerst ultrakurzes Arztgespräch, warum ich da sei und um was es genau geht.

Dann wieder Wartezimmer. Nach einer halben Stunde wieder aufgerufen. Es wurde ein EEG gemacht.
Das hat schon gedauert. Dann wurden, weil ich unter Schwindel und HWS Syndrom leide noch Nervenmessungen vorgenommen.

Wieder Wartezimmer und dann noch ein Konzentrationstest (Buchstaben in mehreren Reihen ankreuzen in bestimmter Zeit). Jetzt, das Wartezimmer leerte sich mittlerweile ging es zum Gutachtergespräch.
Ich wurde kurz gefragt, welche Beschwerden ich hätte, und der Grund meiner Krankschreibung ergefragt.

Dann wurden mir in loser Reihenfolge ziemlich zügig hintereinander kurze Fragen gestellt.
Über Dauer der Krankschreibung, Schulbildung, Familienstand, Kinder, wie ich wohne, Hobbys!, was ich so den Tag über mache, ob ich mit dem Auto bin, welche Beschwerden ich habe und bei welchen Ärzten ich in Behandlung bin.

Bei allem wurde Zeiten und Namen, etc. abgefragt - obwohl dem Arzt ja alles vorlag!!
Ich musste eigentlich garnicht viel erzählen, sondern eigentlich nur Antworten geben.
Der Arzt kritzelte alles auf ein Blatt Papier. Ziemlich unstrukturiert, wie meine.

Dann folgte eine Untersuchung - neurologischer Art. Wo ich Schmerzen hätte, mit Hämmerchen geklopft, auf einem Bein hüpfen usw. Zack -
- waren drei Stunden um und ich konnte gehen.

Fazit: Habe heute Post erhalten. Rente wird abgelehnt.
Könnte noch mehr als 6 Stunden arbeiten.

Da ich vor 1961 geboren bin hieß es in einem Nebensatz gleichzeitig, ich sei auch nicht berufsunfähig und könnte also in meinem alten Beruf arbeiten.
So ist diese teilweise EM Rente bei Berufsunfähigkeit für die auch vom Tisch.

Obwohl der ärtzliche Dienst vom AA und ein Neurologe mir unabhängig voneinander bescheinigt haben, ich sei berufsunfähig. - heul - :(

Und nun? Wollte morgen direkt beim VDK anrufen. Natürlich auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Aber da krieg ich bestimmt keinen Termin so schnell.

Jetzt geht alles wieder von vorne los. Was hab ich nun erfahrungsgemäß vom Arbeitsamt zu erwarten.
Laden die mich jetzt direkt wieder ein?
Nach dem Motto, "da können Sie ja wieder arbeiten gehen."

Oder sind die in der Regel erstmal beruhigt, wenn ich einen Widerspruch vorlege?

Geändert von Doppeloma (03.05.2018 um 17:56 Uhr) Grund: Beitrag aufgelockert, wie oft muss man darum noch bitten ???
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Alt 16.05.2018, 11:41   #33
gingkobaum
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gingkobaum
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo Doppeloma. Entschuldigung, werde versuchen nicht immer in Blöcken zu schreiben. Danke fürs Auflockers meines Textes.


Ich war inzwischen beim VDK , hatte Glück mit dem Termin, dort hat man in meinem Namen einen Widerspruch an die DRV gefaxt. Habe dem VDK Handlungs- und Einsichtsvollmacht in meiner Sache gegeben. Kopien des Gutachtens sind angefragt. Meine Stellungnahme, bzw. Widerspruchsgründe sollen dann später nachgereicht werden.


Fraglich ist erstmal, wie lange es dauert, bis die Unterlagen eintreffen. Zweitens , was soll ich dann nachreichen? Eine eigene Stellungnahme meiner Beschwerden und Beeinträchtigungen, die vielleicht nicht genug gewürdigt wurden? Habe hier im Forum jedoch oft gehört, das die DRV daran garnicht interessiert ist - was man persönlich meint, wie es einem geht ?!


Bei meinen Ärzten wurde nicht angefragt, wie es aussieht. Muss ich nun nochmal Berichte bei den Ärzten anfordern, oder macht das die DRV dann im Rahmen des Widerspruchs automatisch?


Ich kann jetzt schon sagen, dass der Gutachter einiges nicht wirklich gewürdigt hat, bzw. als genügend therapiert (Krebsleiden wurde bestrahlt ist aber noch nicht geheilt) ansieht. Die psychologische Seite (Hauptgrund für meinen Rentenantrag) wurde damit wohl auch gleich abgehakt, nach dem Motto : Jetzt muss es ja wieder besser gehen. Mein Hausarzt hat mich zuletzt mit Anpassungstörungen und Lymphom (Diagnoseschlüssel) au geschrieben.


Vielleicht sollte er diesen ändern/anpassen (Depressionen- etc. s.o.), oder kriege ich dann Probleme mit der AfA . Da soll man die au doch einreichen, sagen die, wenn sich die Diagnose ändert.


Bandscheibenschäden (NPPs), Schmerzen, Fibromyalgie, soziale Phobien, Angststörungen, Depressionen, Agrophobie, Anpassungsstörungen , Schwindel, Tinnitus ... und und weswegen ich schon 2 Mal in Rehas und war, wurden da wohl mal eben vom Tisch gefegt oder als nicht so schlimm angesehen.


Hab mich beim Gutachtertermin vielleicht auch nicht richtig vehalten, oder blöd geantwortet. Geht mir jetzt seit Wochen durch den Kopf, was der so gefragt hat und wie ich reagiert bzw. geantwortet habe. Ging alles nach Schema F als ich da war, war total durch den Wind.


Ich hoffe nur, ich kann das noch heilen durch diesen Widerspruch und meinen und den Erläuterungen/Bericht (was schreibt man da ?) des Hausarztes- ... , der mich schon seit Jahren in meiner Krankengeschichte begleitet.


Danke !!!! schonmal für Antwort oder Erläuterungen dazu.
Muss da ja langsam was vorbeiten zum Widerspruch, träume schon jede Nacht davon. :(
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Alt 18.05.2018, 13:48   #34
Kerstin_K
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Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Wass die als Widerspruchsbegründung abgibst kannst Du erst wissen, wenn Du das sozialmedizinische Gutachten kannst.

DAs Deine Ärzte nicht angeschrieben wirden ist wieder mal typisch DRV. Ih fage mich echt, wozu man denen noch eine Schweigepflichtentbindung erteilt.

Der AfA eine Änderung der Diagnose auf Deiner AUB mitzuteilen, das lass mal schön bleiben, das geht die gar nichts an.

Du könntest aber schonmal anfangen, aussagekräftige Unterlagen von Deinen Ärzten einzusameln. Nichts, was die jetzt extra schreiben,sodern das, was se eh in der Krankenakte haben. DAs solltest Du dann der Widerspruchsbegründung beilegen.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 24.05.2018, 07:14   #35
Loretonibitburg
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Loretonibitburg
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Zitat:
Habe direkt einen Termin bei einem SB- Vermittlung bekommen, der mir alles Weitere erklären würde ?? Nun bin ich wie vor den Kopf gestossen.

Hallo was ist eine SB-Vermittlung? Wo gibt es die? Danke und Gruß.
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Alt 27.05.2018, 09:22   #36
gingkobaum
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gingkobaum
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo . Mit SB Vermittlung meinte ich:
Sachbearbeiter von der Afa aus der Vermitlungsabteilung.
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Alt 13.06.2018, 22:56   #37
gingkobaum
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gingkobaum
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Vielleicht liest das jemand -Doppeloma oder so, der mir eine Antwort geben kann. Danke.

Habe nun Widerspruch gegen den abgelehnten Rentenbescheid eingelegt. Bin im Bezug von ALG1. Was passiert, bzw. wie wird es mit dem ALG1 verrechnet, falls ich im Widerspruchsverfahren eine BU Rente (teilweise EM Rente für 1961 geborene) zugesprochen bekäme?
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Alt 18.06.2018, 18:23   #38
Doppeloma
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Frage AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo gingkobaum,

Zitat:
Habe nun Widerspruch gegen den abgelehnten Rentenbescheid eingelegt.
hast hoffendlich auch eine schriftliche Bestätigung darüber, um der AfA deinen eingelegten Widerspruch nachzuweisen ?

Was ist nun mit der Begründung deines Widerspruches, hast du Arztberichte besorgen und beifügen können ???

Zitat:
Bin im Bezug von ALG1. Was passiert, bzw. wie wird es mit dem ALG1 verrechnet, falls ich im Widerspruchsverfahren eine BU Rente (teilweise EM Rente für 1961 geborene) zugesprochen bekäme?
Das wissen wir ja schon, dass du im Rahmen der "Nahtlosigkeit" ALGI bekommst.
Was war denn nun bei deinem Termin der Arbeitsvermittlung oder kommt der erst noch ?

Warte doch erst mal ab was überhaupt passiert mit deinem Widerspruch, so schnell bekommt man auch keine BU-Rente von der DRV bewilligt, nur weil man Widerspruch eingelegt hat.

Im Ablehnungsbescheid sollte ja dazu schon was drin stehen, warum man dir auch keine DRV-BU-Rente zahlen wird, das wird ja immer mit geprüft bei den noch berechtigten Jahrgängen, dazu ist die DRV verpflichtet.

Nachträglich war ich jedenfalls froh, dass man diese BU-Rente auch abgelehnt hatte (weil ich keinen "Berufsschutz" mehr hatte im aktuellen Job, der war "angelernt") und es viel zu lange her war im Beruf tätig gewesen zu sein.

Damit kann man nämlich nicht viel anfangen, weil man zur "halben" Rente dann noch Vollzeit arbeiten können soll, am "Allgemeinen Arbeitsmarkt", es besteht also auch KEIN Anspruch auf die "Arbeitsmarkt-Rente" ...

Wie das dann bei der AfA geregelt wird weiß ich nicht, dazu gibt es (vermutlich) auch nicht viele Erfahrungen, über solche Dinge kannst du dir den Kopf zerbrechen wenn es FAKTEN gibt und das wäre ein Bescheid von der DRV über die Bewilligung einer EM-Rente NUR wegen Berufs-Unfähigkeit, oder welcher auch immer.

Es bringt dich nur noch mehr durcheinander wenn man jetzt versucht dir alle erdenklichen Varianten von EM-Rente zu erklären und wie die AfA damit dann umgehen könnte ... und dann kommt nur der Bescheid zur Ablehnung des Widerspruches ... was leider am wahrscheinlichsten ist.

Bei Bewilligung einer Vollen EM-Rente wird ALGI sofort eingestellt, das ist das Einzige was wirklich sicher ist ... alles Andere ist abzuwarten und wäre aktuell ein Blick in die Glaskugel.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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