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Start > > > -> ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich


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Alt 07.07.2017, 11:38   #26
Conny83
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Registriert seit: 28.06.2017
Beiträge: 16
Conny83
Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo ihr Lieben!!!!!

Muss gerade erstmal meine Gedanken sortieren.
Ich hab super Neuigkeiten für euch.
Wie ich euch ja berichtet habe, hatte ich ja am 05.05. die Beschwerde nach Nürnberg geschickt, hatte bis vorhin noch keine Antwort. Aber dann hab ich eine E-Mail von meiner SB bekommen. Ich füge sie mal als Zitat ein.

Zitat:
Sehr geehrte Frau X

Ihr ärztliches Gutachten wurde am 04.06.2017, unter Einbeziehung der aktuellen Befundunterlagen, welche zum Zeitpunkt des Vorgutachtens noch nicht vorlagen,
neu geprüft. Es wurde festgestellt, dass aktuell bei Ihnen keine Leistungsfähigkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegt. Damit liegt bei Ihnen ein Nahtlosig-keitsfall gemäß §145 SGB III vor. Das bedeutet, dass Sie nach der Aussteuerung Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.
Sie erhalten von ihrer zuständigen Leistungsabteilung in Kürze ein entsprechendes Schreiben zugeschickt. In diesem Schreiben werden Sie aufgefordert werden, Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen.

Ich hätte Ihnen den Sachverhalt gerne telefonisch mitgeteilt, kann Sie aber, aufgrund nicht vorhandener Telefonnummer, leider nicht auf diesem Wege erreichen.
Gern bin ich bereit, mit Ihnen das Gutachten bzw. die weitere Verfahrensweise persönlich nochmal zu besprechen. Sofern Sie dies wünschen, geben Sie mir einfach eine Rückmeldung.

Weiterhin möchte ich Ihnen, bezugnehmend auf Ihr Beschwerdeschreiben, mitteilen, dass mir das ursprüngliche Gutachten erst am 28.06.17 zur Auswertung mit Ihnen zur Verfügung gestellt wurde, worauf ich umgehend mit Ihnen telefonisch für den Folgetag einen Beratungstermin vereinbart hatte.

Bitte teilen Sie mir auch noch mit, ob Sie trotz der nun für Sie geklärten Situation, noch ein offizielles Schreiben durch unser Kundenreaktionsmanagement wünschen oder ob Sie den Sachverhalt damit als für sich geklärt betrachten.

Mit freundlichen Grüßen

SB

Ich weiß zwar nicht wo die meine E-Mail Adresse her haben, vielleicht von denen aus Nürnberg. Aber das ist auch erstmal nicht so schlimm. Denke mal das nächste Woche dann der Bescheid und die Aufforderung kommt. Soll ich nochmal ein offizielles Schreiben vom KRM anfordern?

Habt ihr jetzt vielleicht noch paar Tipps wie ich mich weiter verhalten soll???
Wollte ja eigentlich nochmal zur Reha.


Ich muss mich bei euch bedanken. IHR SEID SUPER!!!!!!!!!
Ohne euch hätte ich das alles nie so hinbekommen.
Nochmal ein großes DANKE an euch.
Conny83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2017, 15:08   #27
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny,

da sieht man wieder einmal mehr, was eine Beschwerde an der richtigen Stelle doch so bewirken kann.

Natürlich würde ich auf die schriftliche Begründung bestehen. Nur was du schwarz auf weiß hast hat auch eine Beweiskraft falls es irgend wann mal Ärger gibt.

Die haben dich doch lange genug Verar...., sollen sie nun auch bitte weiter was tun, jetzt bist du mal dran.

Wenn du nun ja nach § 145 SGB III dein Geld bekommst, musst du einen Reha oder aber Rentenantrag bei der DRV stellen.

Dazu hab ich mich ja schon geäußert. Nach meiner Auffassung (und das ist lediglich meine persönliche Meinung) wäre direkt ein EMR-Antrag besser.

Dazu wird bestimmt auch Doppeloma noch was schreiben.

Das hängt aber wie gesagt davon ab, wie deine behandelnden Ärzte die Sache beurteilen. Wenn die dir eine positive Prognose für deine Arbeit geben dann bringt das wenig. Sollte da aber stattdessen eine EMR befürwortet werden ggf. auf Zeit, nun ja.

Ich kann mir kaum vorstellen das eine nochmalige Reha die weiter bringen wird, denn du hast das doch jetzt oft genug mit gemacht und besser geworden ist es dadurch doch auch nicht, was bitte soll das ganze denn nochmals bringen.

Hier wäre allenfalls eine längere Auszeit eher angeraten, als nur ein paar Wochen Reha.


Grüße saurbier
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Alt 07.07.2017, 16:26   #28
Doppeloma
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Cool AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny83,

Zitat:
Muss gerade erstmal meine Gedanken sortieren.
Ich hab super Neuigkeiten für euch.
Schön, dass du uns das auch gleich mitgeteilt hast, ich finde es oft etwas "frustrierend", wenn man nicht erfährt, ob die Aktionen letztlich auch erfolgreich gewesen sind ...

Zitat:
Wie ich euch ja berichtet habe, hatte ich ja am 05.05. die Beschwerde nach Nürnberg geschickt, hatte bis vorhin noch keine Antwort. Aber dann hab ich eine E-Mail von meiner SB bekommen. Ich füge sie mal als Zitat ein.
Du meinst bestimmt den 05.07., dann waren die doch sehr schnell ;-)))

Zitat:
Ich weiß zwar nicht wo die meine E-Mail Adresse her haben, vielleicht von denen aus Nürnberg. Aber das ist auch erstmal nicht so schlimm. Denke mal das nächste Woche dann der Bescheid und die Aufforderung kommt. Soll ich nochmal ein offizielles Schreiben vom KRM anfordern?
Druck dir die Mail aus und hebe sie gut auf, ich weiß nicht ob es aktuell Sinn macht das noch zusätzlich schriftlich zu verlangen, was glaubst du wohl warum man so "bedauert", dass man dich nun nicht mehr "telefonisch erreichen" konnte ...

Du hättest wieder NICHTS in der Hand gehabt zu einem Telefongespräch, das machen die gerne, um möglichst wenige schriftliche "Spuren" zu hinterlassen, worauf man sich später berufen könnte ...

Es wird wohl so sein, dass man deine Mail einfach aus der "Mecker" vom KRM genommen hat, das kannst du für die Zukunft (bei Notwendigkeit) aber auch verbieten und ALLES schriftlich (per Post) verlangen, sofern das noch nötig werden sollte.

Wenn das jetzt nicht ganz FIX geht mit deinem Bescheid und dem Geld, dann würde ich (nachweislich / schriftlich) "nachlegen" und eine schriftliche Äußerung verlangen, warum du immer noch warten musst, obwohl man dir doch mitgeteilt hatte (per Mail am XX), dass nun alles geregelt sei.

Zitat:
Habt ihr jetzt vielleicht noch paar Tipps wie ich mich weiter verhalten soll???
Wollte ja eigentlich nochmal zur Reha.
Ansonsten ist ja aktuell klar bestätigt worden, dass man dir die "Nahtlosigkeit" anerkennt und du weitere Informationen auf dem (üblichen) Postwege erhalten wirst.

Wenn man nun verlangt, dass du EM-Rente beantragen sollst kann ich dir nur dringend raten das auch so zu machen, schon um neuen Ärger zu vermeiden.
Das bedeutet ja noch lange nicht, dass die DRV dir auch eine EM-Rente bewilligen wird ...

Für die DRV solltest du allerdings NICHT sparsam sein mit medizinischen Unterlagen, besonders das baldige medizinische Vorgehen betreffend, eine Reha wirst du trotzdem bekommen wenn sie als AHB nach einer OP erforderlich ist ... oder die DRV das selbst für "sinnvoller" halten möchte.

Die DRV ist in der Regel nicht sehr fleißig sich selbst den notwendigen Überblick zum Gesundheitszustand der Antragsteller zu verschaffen.

Ich kann mich aktuell meinem Vorschreiber ansonsten nur anschließen, nutze die gewonnene Zeit so gut es geht für deine Behandlungen und deine Genesung und wenn dir die DRV eine EM-Rente bewilligen sollte, dann ganz sicher nur befristet.

Das mag in deinem Alter nicht das sein, was man gerne haben möchte aber wenn die das so sehen sollten, dann nimm das in Anspruch und vielleicht hilft es dir ja wirklich mit etwas RUHE wieder soweit gesund zu werden, dass du später wieder arbeiten kannst.

Dein Arbeitsplatz bleibt ja weiter "ruhend" bestehen solange dein AG keine anderen Pläne mit dir hat, lässt sich diese Wiedereingliederung auch für den Ablauf einer Zeitrente vorbereiten.

Habe jetzt nicht nachgelesen, ob du schon einen Antrag auf GdB / Schwerbehinderten-Ausweis gestellt hast, das solltest du ruhig auch in Angriff nehmen, um deinen vorhandenen Arbeitsplatz besser abzusichern.

Ab GdB 30 kannst du die "Gleichstellung" (bei der AfA) beantragen und das wird in der Regel dann auch bewilligt, damit hast du zumindest dann den erhöhen Kündigungsschutz wie ein amtlich Schwerbehinderter.

Dein AG kann dich ohne Zustimmung des Intergrationsamtes dann nicht mehr so leicht entlassen, muss erst beweisen, dass er dir wirklich keinen "leidensgerechten" Arbeitsplatz anbieten oder einrichten könnte.

Das nur mal als zusätzliche Information, wenn du dazu noch Hilfe brauchst gerne ...
Es lohnt sich zu kämpfen wie du gerade erleben konntest, ich wünsche dir schon mal ein schönes (und beruhigtes) Wochenende ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 07.07.2017, 18:26   #29
Conny83
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Conny83
Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Doppeloma, hallo Saurbier!


Zitat:
Schön, dass du uns das auch gleich mitgeteilt hast, ich finde es oft etwas "frustrierend", wenn man nicht erfährt, ob die Aktionen letztlich auch erfolgreich gewesen sind ...
Das ist selbstverständlich für mich. Denke das gehört sich auch einfach. Wir haben ein Problem, ihr opfert eure Zeit und gebt euer Wissen weiter und helft uns auch das man nicht komplett durch dreht. Und das hab ich auch die Pflicht euch zu berichten wie es ausgegangen ist.
Hab so viele Berichte hier gelesen, wo zum Schluss keiner mehr was dazu gesagt hat, finde ich persönlich schade.
Aber macht eben jeder anders.


Zitat:
Du meinst bestimmt den 05.07., dann waren die doch sehr schnell ;-)))
Ja genau.Meine auch den 5.7. Siehst mal wie verwirrt ich bin.

Zitat:
Druck dir die Mail aus und hebe sie gut auf, ich weiß nicht ob es aktuell Sinn macht das noch zusätzlich schriftlich zu verlangen, was glaubst du wohl warum man so "bedauert", dass man dich nun nicht mehr "telefonisch erreichen" konnte ...

Du hättest wieder NICHTS in der Hand gehabt zu einem Telefongespräch, das machen die gerne, um möglichst wenige schriftliche "Spuren" zu hinterlassen, worauf man sich später berufen könnte ...
Mail ist schon ausgedruckt und abgeheftet.

Zitat:
Es wird wohl so sein, dass man deine Mail einfach aus der "Mecker" vom KRM genommen hat, das kannst du für die Zukunft (bei Notwendigkeit) aber auch verbieten und ALLES schriftlich (per Post) verlangen, sofern das noch nötig werden sollte.
Ich würde die SB per Mail noch bitten,mir den Teil B des Gutachtens zu kommen zu lassen. Und vielleicht auch die schriftliche Stellungnahme vom KRM aus Nürnberg, allerdings weiß ich nicht ob das nötig ist.
Teil A hole ich mir persönlich mal ab,würde ja gerne mal wissen woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt.


Zitat:
Wenn das jetzt nicht ganz FIX geht mit deinem Bescheid und dem Geld, dann würde ich (nachweislich / schriftlich) "nachlegen" und eine schriftliche Äußerung verlangen, warum du immer noch warten musst, obwohl man dir doch mitgeteilt hatte (per Mail am XX), dass nun alles geregelt sei.
Ich warte mal bis spätestens Mittwoch und dann werde ich, falls nichts passiert ist, nochmal nach Nürnberg schreiben.


Zitat:
Ansonsten ist ja aktuell klar bestätigt worden, dass man dir die "Nahtlosigkeit" anerkennt und du weitere Informationen auf dem (üblichen) Postwege erhalten wirst.

Wenn man nun verlangt, dass du EM-Rente beantragen sollst kann ich dir nur dringend raten das auch so zu machen, schon um neuen Ärger zu vermeiden.
Das bedeutet ja noch lange nicht, dass die DRV dir auch eine EM-Rente bewilligen wird ...
Reicht da formlos oder muss ich gleich alles zusammen sammeln und abgeben in dieser Frist??? Das ist alles komplettes Neuland.

Zitat:
Für die DRV solltest du allerdings NICHT sparsam sein mit medizinischen Unterlagen, besonders das baldige medizinische Vorgehen betreffend, eine Reha wirst du trotzdem bekommen wenn sie als AHB nach einer OP erforderlich ist ... oder die DRV das selbst für "sinnvoller" halten möchte.

Die DRV ist in der Regel nicht sehr fleißig sich selbst den notwendigen Überblick zum Gesundheitszustand der Antragsteller zu verschaffen.
Also am besten alle Ärzte (Hausarzt,Orthopäde und Schmerztherapeutin) mit ins Boot holen? Und baldmöglichst nochmal bei allen vorstellig werden?
Heißt das, wenn die DRV die EM Rente ablehnt, hätte ich eventuell noch Chancen das es in eine Reha umgewandelt wird?
War ja erst 02/17 zur Reha.

Zitat:
Ich kann mich aktuell meinem Vorschreiber ansonsten nur anschließen, nutze die gewonnene Zeit so gut es geht für deine Behandlungen und deine Genesung und wenn dir die DRV eine EM-Rente bewilligen sollte, dann ganz sicher nur befristet.

Das mag in deinem Alter nicht das sein, was man gerne haben möchte aber wenn die das so sehen sollten, dann nimm das in Anspruch und vielleicht hilft es dir ja wirklich mit etwas RUHE wieder soweit gesund zu werden, dass du später wieder arbeiten kannst.
Das stimmt,an sowas denkt man mit 33 nicht. Will eigentlich auch mal Kinder.
Aber ich glaube das ich mir das nicht eingestehen will, das ich körperlich eben kaputt bin. Und psychisch mittlerweile auch.
Ich bin aber nicht in Behandlung, hat immer so ein wenig der Hausarzt mit übernommen. Aber seit der letzten OP ist es auch wieder schlimmer geworden. Werde mich da auch mal wegen Termin kümmern. Also kommt da dann noch eine Baustelle dazu.

Zitat:
Dein Arbeitsplatz bleibt ja weiter "ruhend" bestehen solange dein AG keine anderen Pläne mit dir hat, lässt sich diese Wiedereingliederung auch für den Ablauf einer Zeitrente vorbereiten.
Ich bin dort im Moment eh nur ne Aktenleiche, also ist das kein Problem.

Zitat:
Habe jetzt nicht nachgelesen, ob du schon einen Antrag auf GdB / Schwerbehinderten-Ausweis gestellt hast, das solltest du ruhig auch in Angriff nehmen, um deinen vorhandenen Arbeitsplatz besser abzusichern.
Nein sowas besitze ich noch nicht. Haben die mir zur Reha schon mal nahe gelegt.
Wo kann man das beantragen? Versorgungsamt?


Zitat:
Ab GdB 30 kannst du die "Gleichstellung" (bei der AfA) beantragen und das wird in der Regel dann auch bewilligt, damit hast du zumindest dann den erhöhen Kündigungsschutz wie ein amtlich Schwerbehinderter.

Dein AG kann dich ohne Zustimmung des Intergrationsamtes dann nicht mehr so leicht entlassen, muss erst beweisen, dass er dir wirklich keinen "leidensgerechten" Arbeitsplatz anbieten oder einrichten könnte.
Ich danke dir für die Infos. Werde mich die Tage auch damit mal etwas näher befassen und mit dem Thema EM-Rente und Reha.

Ich danke euch von ganzem Herzen, bin so froh das ich auf euch zählen kann. Und ganz besonders dir Doppeloma für dein fachliches Wissen und deine raue, aber sehr sehr herzliche Art.
Und dir Saurbier für deine Erfahrungen und dein Mitgefühl, es ist schön zu wissen, das man nicht alleine ist.

Ich wünsche euch ein tolles und sonniges Wochenende.

Geändert von Conny83 (07.07.2017 um 18:37 Uhr)
Conny83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2017, 02:04   #30
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny83,

Zitat:
Das ist selbstverständlich für mich. Denke das gehört sich auch einfach.
Wie du selber feststellst, sieht das nicht jeder User so wie du aber es werden gerne "absolut rechtssichere" Auskünfte verlangt, dann sollte man sich besser einen Anwalt suchen, wir tauschen hier nur Erfahrungen und Meinungen aus.

Aber zurück zu deinen (zum Glück schon abgemilderten) Problemen ...

Zitat:
Ich würde die SB per Mail noch bitten,mir den Teil B des Gutachtens zu kommen zu lassen. Und vielleicht auch die schriftliche Stellungnahme vom KRM aus Nürnberg, allerdings weiß ich nicht ob das nötig ist.
Bitte lass das bleiben, du kannst dir BEIDE Teile DIREKT beim ÄD einfordern als Kopie (persönlich oder per Übergabe-Einschreiben mit Ausweis-Kopie), darum brauchst du nicht die SB zu bitten und die Stellungnahme vom KRM dürfte wohl "intern" sein, die wirst du bestimmt nicht zu sehen bekommen.

Zitat:
Teil A hole ich mir persönlich mal ab,würde ja gerne mal wissen woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt.
Dann fordere gleich beide Teile (ALLER bisher vorhandenen Gutachten) direkt beim ÄD ein und lass dich nicht wieder abwimmeln, du hast einen Rechtsanspruch auf diese Unterlagen nach § 25 SGB X und weiteren "Patientenrechten" ... kannst ja auch gerne anbieten dich erneut in Nürnberg zu beschweren ...

Zitat:
Ich warte mal bis spätestens Mittwoch und dann werde ich, falls nichts passiert ist, nochmal nach Nürnberg schreiben.
Vielleicht hast du ja nachher schon was im Briefkasten, ich freue mich immer wieder wenn das so schnellen Erfolg bringt mit dem KRM, einige User hier halten da nicht viel von und meinen da passiert dann auch NIX ...

Bisher waren wir aber meist sehr erfolgreich damit, gerade auch in Aussteuerungsfällen, einmal auch bei einer Weiterbildung, die man einer jungen Frau verweigern wollte, trotz schriftlicher Einstellungszusage erklärte ihr der SB, er würde sie dafür "nicht fähig sehen" ... als Busfahrerein zu arbeiten.

Das war auch ganz schön dreist, innerhalb 24 Stunden hatten wir die Ausbildung durchgesetzt über Nürnberg ... ob die das auch "lustig" fanden wissen wir nicht, aber es hat seine Wirkung nicht verfehlt.

In unseren eigenen Angelegenheiten haben wir auch mehrfach an das KRM geschrieben wenn wir vor Ort nicht weiter gekommen sind, es waren keine "kleinen Meckereien" sondern immer sehr ernsthafte Probleme und zur Not haben wir auch mal "nachgelegt", das siehst du genau richtig.

Was da genau im Hintergrund passiert wird man nicht erfahren aber es passiert was und nur das zählt am Ende, darum werde ich immer wieder anregen das KRM anzuschreiben, wenn es nötig ist.

Zitat:
Reicht da formlos oder muss ich gleich alles zusammen sammeln und abgeben in dieser Frist??? Das ist alles komplettes Neuland.
In der Regel hat man 4 Wochen Zeit die Antragstellung nachzuweisen, auch ein zunächst "formloser" Antrag ist ein rechtsgültiger Antrag, hatten wir hier gerade in einem anderen Fall.

Gut wäre wenn du das per Fax machen kannst mit Sendebericht, dann hast du den Nachweis direkt in der Hand und musst nicht auf eine Eingangsbestätigung warten.

Kannst das auch bei einer DRV-Beratungsstelle abgeben (mit Eingangsstempel auf einer Kopie), dort sollte man dir (eigentlich) auch gleich die Antragsformulare geben (können) und /oder einen Termin wo man dir dann beim Antrag helfen würde ...

Da sind diese Beratungsstellen wohl inzwischen auch sehr unterschiedlich, letztlich sind sie auch dafür da und haben auch nicht zu entscheiden, ob jemand die EM-Rente beantragen sollte oder bekommen wird ... das wird dort nur aufgenommen, weitergeleitet und ganz wo anders bearbeitet und entschieden.

Zitat:
Also am besten alle Ärzte (Hausarzt,Orthopäde und Schmerztherapeutin) mit ins Boot holen? Und baldmöglichst nochmal bei allen vorstellig werden?
Mit "ins Boot" unbedingt ALLE deine behandelnden Ärzte, sie sollten wissen, dass du diesen Antrag stellst und dir am Besten ein paar (relativ) aktuelle Befunde mitgeben, die du dem Antrag gleich beifügen kannst (EGAL was die bei der Beratungsstelle sagen werden, es ist DEIN Antrag), kannst ja erwähnen. dass die AfA das verlangt hat weil du immer noch krank bist.

Zum Antrag auf EM-Rente gehört eine sehr umfangreiche Schweigepflicht-Entbindung, die kannst du ruhig unterschreiben, denn die DRV ist meist eher "zu faul" das wirklich gründlich zu nutzen, daher besser selber beifügen was du schon vorliegen hast bei der Antragstellung.

Extra noch Termine machen musst du nicht, auch bitte KEINE Extra-Artteste schreiben lassen für den Antrag, das macht keinen (guten) Eindruck auf die DRV, bei Bedarf wird die DRV noch selbst weitere Auskünfte bei deinen Ärzten einfordern.

Zitat:
Heißt das, wenn die DRV die EM Rente ablehnt, hätte ich eventuell noch Chancen das es in eine Reha umgewandelt wird?
War ja erst 02/17 zur Reha.
Es gibt keine "Umwandlung" in Reha, aber es kann durchaus sein, dass die DRV zur Klärung deiner Erwerbsfähigkeit eine (weitere) med. Reha verlangt, ehe endgültig zum EM-Renten-Antrag entschieden wird.

Das wird man dir dann schon zu gegebener Zeit mitteilen, eine Wahl (außer zur Klinik) hast du dann allerdings nicht mehr, das würde man dir als fehlende Mitwirkung auslegen.

Zitat:
Das stimmt,an sowas denkt man mit 33 nicht. Will eigentlich auch mal Kinder.
Kinder kann man auch in EM-Rente bekommen (sorry ), darauf muss man deswegen nicht verzichten, sofern man sich dieser Belastung und Verantwortung trotz gesundheitlicher Probleme gewachsen sieht.

Zitat:
Aber ich glaube das ich mir das nicht eingestehen will, das ich körperlich eben kaputt bin. Und psychisch mittlerweile auch.
Ich bin aber nicht in Behandlung, hat immer so ein wenig der Hausarzt mit übernommen. Aber seit der letzten OP ist es auch wieder schlimmer geworden. Werde mich da auch mal wegen Termin kümmern. Also kommt da dann noch eine Baustelle dazu.
Wie schon geschrieben wird man dir (wenn überhaupt) zunächst bestimmt nur eine Zeitrente bewilligen und vielleicht auch nur eine Teilrente, wenn dein AG dich dazu (leidensgerecht) Teilzeit beschäftigen könnte, diese Variante gibt es ja auch noch.

Das kann und wird sich alles erst im Rentenverfahren ergeben, freiwillig solltest du jedenfalls deine Arbeitszeit NICHT reduzieren, das ist für die DRV kein Anlass dir deswegen eine Teilrente anzuerkennen.

Die DRV geht immer von Vollzeit-Belastbarkeit aus und entscheidet selbst, ob sie dich noch für Voll (6 und mehr Stunden) / teilweise ( 3 bis UNTER 6 Stunden) oder gar nicht Erwerbsfähig (UNTER 3 Stunden) halten möchte.

Ganz unabhängig davon wie viele Stunden man zuletzt tatsächlich noch gearbeitet hat ... weil man selbst meinte, dass mehr nicht möglich ist.

Zitat:
Ich bin dort im Moment eh nur ne Aktenleiche, also ist das kein Problem.
Kenne ich auch, war ich einige Jahre lang, dabei war längst klar, dass ich bestimmt NICHT mehr an den Arbeitsplatz zurück kehren werde ... es gab auch keine anderen Möglichkeiten, trotzdem hat man mich nicht entlassen bis zum Übergang in die EM-Dauer-Rente ...

Zitat:
Nein sowas besitze ich noch nicht. Haben die mir zur Reha schon mal nahe gelegt.
Wo kann man das beantragen? Versorgungsamt?
Richtig, dafür ist das Versorgungsamt zuständig.
Auch darüber solltest du dann deine Ärzte informieren, wenn du einen Antrag auf Feststellung der "Behinderten-Eigenschaft" gestellt hast, die machen das in der Regel "nach Aktenlage" und es ist gut, wenn du eine eigene Beschreibung deiner gesamten Alltagsprobleme beifügst, denn das ist wichtiger als die puren Diagnosen.

Ein GdB ab 30 kann zumindest später auch steuerliche Vorteile haben, wenn du wieder neu durchstarten kannst irgendwann ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 08.07.2017, 12:04   #31
Conny83
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Conny83
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Hallo Doppeloma,


Zitat:
Bitte lass das bleiben, du kannst dir BEIDE Teile DIREKT beim ÄD einfordern als Kopie (persönlich oder per Übergabe-Einschreiben mit Ausweis-Kopie), darum brauchst du nicht die SB zu bitten und die Stellungnahme vom KRM dürfte wohl "intern" sein, die wirst du bestimmt nicht zu sehen bekommen.
Die SB meinte ja in der Mail, ich solle ihr noch mitteilen ob ich noch ein offizielles Schreiben des KRM wünsche. Ich weiß ja nicht was die mir da schriftlich noch zukommen lassen würden.


Zitat:
Dann fordere gleich beide Teile (ALLER bisher vorhandenen Gutachten) direkt beim ÄD ein und lass dich nicht wieder abwimmeln, du hast einen Rechtsanspruch auf diese Unterlagen nach § 25 SGB X und weiteren "Patientenrechten" ... kannst ja auch gerne anbieten dich erneut in Nürnberg zu beschweren ...
Das mach ich die Tage gleich noch mit fertig und schicke es per Einschreiben.


Zitat:
Bisher waren wir aber meist sehr erfolgreich damit, gerade auch in Aussteuerungsfällen, einmal auch bei einer Weiterbildung, die man einer jungen Frau verweigern wollte, trotz schriftlicher Einstellungszusage erklärte ihr der SB, er würde sie dafür "nicht fähig sehen" ... als Busfahrerein zu arbeiten.

Das war auch ganz schön dreist, innerhalb 24 Stunden hatten wir die Ausbildung durchgesetzt über Nürnberg ... ob die das auch "lustig" fanden wissen wir nicht, aber es hat seine Wirkung nicht verfehlt.
Ist schon eine Frechheit. Ich glaube sogar das ich diesen Beitrag gelesen habe.

Zitat:
In unseren eigenen Angelegenheiten haben wir auch mehrfach an das KRM geschrieben wenn wir vor Ort nicht weiter gekommen sind, es waren keine "kleinen Meckereien" sondern immer sehr ernsthafte Probleme und zur Not haben wir auch mal "nachgelegt", das siehst du genau richtig.
Ich war in meiner Mail auch nicht wirklich freundlich, sachlich aber hab auch klar gemacht das ich mir nicht alles gefallen lasse. Bin, wie schon gesagt, sehr erstaunt darüber was die beim KRM in Nürnberg für einen Einfluss haben.


Zitat:
Gut wäre wenn du das per Fax machen kannst mit Sendebericht, dann hast du den Nachweis direkt in der Hand und musst nicht auf eine Eingangsbestätigung warten.

Kannst das auch bei einer DRV-Beratungsstelle abgeben (mit Eingangsstempel auf einer Kopie), dort sollte man dir (eigentlich) auch gleich die Antragsformulare geben (können) und /oder einen Termin wo man dir dann beim Antrag helfen würde ...
Das kann ich alles persönlich machen, haben so eine Beratungsstelle hier bei uns in der Stadt.



Zitat:
Mit "ins Boot" unbedingt ALLE deine behandelnden Ärzte, sie sollten wissen, dass du diesen Antrag stellst und dir am Besten ein paar (relativ) aktuelle Befunde mitgeben, die du dem Antrag gleich beifügen kannst (EGAL was die bei der Beratungsstelle sagen werden, es ist DEIN Antrag), kannst ja erwähnen. dass die AfA das verlangt hat weil du immer noch krank bist.

Zum Antrag auf EM-Rente gehört eine sehr umfangreiche Schweigepflicht-Entbindung, die kannst du ruhig unterschreiben, denn die DRV ist meist eher "zu faul" das wirklich gründlich zu nutzen, daher besser selber beifügen was du schon vorliegen hast bei der Antragstellung.

Extra noch Termine machen musst du nicht, auch bitte KEINE Extra-Artteste schreiben lassen für den Antrag, das macht keinen (guten) Eindruck auf die DRV, bei Bedarf wird die DRV noch selbst weitere Auskünfte bei deinen Ärzten einfordern.
Bei meinen Ärzten bekomme ich nicht bei jeden Termin Befunde mit. Kenne aber andere Ärzte die das machen. Bei meinen gibts nur Berichte mit, wenn ich dort war (mit Termin) und ich danach frage. Ist denen wahrscheinlich zuviel Arbeit.


Zitat:
Es gibt keine "Umwandlung" in Reha, aber es kann durchaus sein, dass die DRV zur Klärung deiner Erwerbsfähigkeit eine (weitere) med. Reha verlangt, ehe endgültig zum EM-Renten-Antrag entschieden wird.

Das wird man dir dann schon zu gegebener Zeit mitteilen, eine Wahl (außer zur Klinik) hast du dann allerdings nicht mehr, das würde man dir als fehlende Mitwirkung auslegen.
Hab noch mal eine Nacht darüber "geschlafen". Für mich persönlich, das ist jetzt rein vom Gefühl her, wäre eine Reha die bessere Wahl. Da ich da die Möglichkeit habe, aktiv an meiner Genesung oder Besserung meines Gesundheitszustandes mitzuarbeiten.
Und wenn die in der Reha Klinik dann immer noch feststellen das ich erwerbsgemindert sei, kann ich den Antrag immer noch stellen. Vielleicht ergeben sich dort dann auch Möglichkeiten für meinen AG oder für mich im Anschluss an die Reha. (IRENA z.B.)

Aber das muss ich alles erstmal mit meinem Orthopäden besprechen. Er arbeitet im Bereich der Orthopäde als externer Gutachter für die DRV. Ob das jetzt gut oder schlecht für mich wäre, weiß ich nicht.

Zitat:
Wie schon geschrieben wird man dir (wenn überhaupt) zunächst bestimmt nur eine Zeitrente bewilligen und vielleicht auch nur eine Teilrente, wenn dein AG dich dazu (leidensgerecht) Teilzeit beschäftigen könnte, diese Variante gibt es ja auch noch.
Und da ich die Chance auf Teil oder Voll EM-Rente eher sehr schlecht einschätze, wäre eine erneute Reha die bessere Alternative. Da ich gerne wieder arbeiten möchte.
Ich weiß auch das ich nie wieder so fit sein werde wie mit 20, aber wenn die Reha mich wieder soweit fit machen würde, damit ich wieder arbeiten kann (sicher dann aber nur noch 6 Stunden), wäre ich schon sehr glücklich und zufrieden.
Und wenn die das eben bei der Reha dann doch anders einschätzen, dann kann ich darauf dann immer noch reagieren.


Zitat:
Richtig, dafür ist das Versorgungsamt zuständig.
Auch darüber solltest du dann deine Ärzte informieren, wenn du einen Antrag auf Feststellung der "Behinderten-Eigenschaft" gestellt hast, die machen das in der Regel "nach Aktenlage" und es ist gut, wenn du eine eigene Beschreibung deiner gesamten Alltagsprobleme beifügst, denn das ist wichtiger als die puren Diagnosen.

Ein GdB ab 30 kann zumindest später auch steuerliche Vorteile haben, wenn du wieder neu durchstarten kannst irgendwann ...
Muss ich diesen Antrag persönlich dort holen oder geht das auch schriftlich? Ich muss mal schauen wo das bei uns hier möglich ist.

Ich danke dir, wie immer, für deine Antwort.

Liebe Grüße

Conny
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Alt 08.07.2017, 12:45   #32
Kerstin_K
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Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Die Formulare kannst Du Dir zuschicken lassen.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2017, 15:49   #33
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny83,

Zitat:
Die SB meinte ja in der Mail, ich solle ihr noch mitteilen ob ich noch ein offizielles Schreiben des KRM wünsche. Ich weiß ja nicht was die mir da schriftlich noch zukommen lassen würden.
Kann ich nicht beurteilen, ob sich das lohnt dazu was anzufordern, das ginge dann aber sicher auch per Post und nicht nur per Mail, im Prinzip solltest du auch auf zu intensiven Mail-Kontakt mit deiner SB / deiner AfA verzichten (Ausnahme KRM ).

Zitat:
Ich war in meiner Mail auch nicht wirklich freundlich, sachlich aber hab auch klar gemacht das ich mir nicht alles gefallen lasse. Bin, wie schon gesagt, sehr erstaunt darüber was die beim KRM in Nürnberg für einen Einfluss haben.
Kann ich mir vorstellen und war ja auch völlig richtig, man sollte immer (versuchen) sachlich zu bleiben aber trotzdem klar machen "dass man auch Gefühle hat" ... die richtige "Mischung" schafft nur nicht jeder so einfach.

Wichtig sind immer ein paar nachprüfbare Fakten, darum ist es immer gut "fragwürdige" Anschreiben als Anlage mitzuschicken und klar nach den Rechtsgrundlagen zu fragen (die es ja oft mal nicht gibt), mir ist durchaus bekannt, dass solche Fragen nicht klar beantwortet werden und man das dann "freundlich" ignoriert darauf überhaupt näher einzugehen.

Für einen anderen Betroffenen haben wir mal mehrfach die Gesprächsnotiz verlangt zu dem Termin in dem er seine "Restleistungsfähigkeit" angeblich selbst komplett in Frage gestellt haben sollte ... es folgte prompt der Aufhebungsbescheid, weil seine "Verfügbarkeit" nicht mehr gegeben sei ... (nach seiner angeblichen mündlichen Aussage im Termin) ...

Es wäre Alles nur ein "Missverständnis" wurde mehrfach betont (man könne gerne eine Art "Klärungsgespräch" mit der SB organisieren) und der Bescheid direkt wieder "aufgehoben", aber das Gesprächsprotokoll hat er nie bekommen (auf das freiwillige Gespräch war er nicht scharf und hat das abgelehnt).

Natürlich haben die MACHT, auch wenn sie oft schreiben, dass es nicht so sei, es ist doch direkt (eine Abteilung) in der Zentrale der AfA, die werden schon wissen warum sie eine solche Stelle eingerichtet haben.
Inzwischen gibt es auch einige regionale KRM aber ich lass das lieber von ganz OBEN durchrollen.
Je mehr Leute das unterwegs lesen mussten, umso eher wird da Jemand eingreifen (müssen) ...

Zitat:
Bei meinen Ärzten bekomme ich nicht bei jeden Termin Befunde mit. Kenne aber andere Ärzte die das machen. Bei meinen gibts nur Berichte mit, wenn ich dort war (mit Termin) und ich danach frage. Ist denen wahrscheinlich zuviel Arbeit.
Trotzdem muss es aber laufende Behandlungs-Berichte und Notizen geben und du hast einen Rechtsanspruch darauf Kopien deiner gesamten Patienten-Unterlagen zu bekommen, wenn du das möchtest, der Arzt darf dann Kopie-Kosten verlangen, aber ablehnen darf er das nicht.

Auch in den Kliniken wo du mal warst kannst du die Berichte anfordern, den Reha-Bericht bekommst du bei der DRV sofern du ihn noch nicht vorliegen hast.

Patientenrechtegesetz - Einsichtnahme Patientenakte - Patientenrechte

Dafür musst du noch nicht mal besondere Gründe angeben, wir haben inzwischen unsere eigene "Kranken-Akte" auf dem PC, so können wir immer mal was "Passendes" ausdrucken, wenn einer ins Krankenhaus muss ohne erst die Ärzte bemühen zu müssen (die dann meist gerade in Urlaub sind oder es ist Wochenende).

In manchen Fällen ist das sogar sehr gut das selber zu haben, denn Ärzte machen auch mal die Praxis zu oder die Unterlagen in Kliniken werden nach X Jahren automatisch vernichtet, dann gibt es NIX mehr dazu, wann mal bestimmte Probleme begonnen haben und wie.

Für manche späteren Gesundheitsprobleme könnte das aber mal wichtig sein, das medizinisch (auch über viele Jahre) nachvollziehen zu können.

Zitat:
Hab noch mal eine Nacht darüber "geschlafen". Für mich persönlich, das ist jetzt rein vom Gefühl her, wäre eine Reha die bessere Wahl. Da ich da die Möglichkeit habe, aktiv an meiner Genesung oder Besserung meines Gesundheitszustandes mitzuarbeiten.
Es geht aber im Moment nicht um dein "Gefühl", sondern darum was die AfA klar von dir fordern wird, damit sie weiter bereit ist das ALG nach "Nahtlosigkeit" zu zahlen.
Das hindert dich ja nicht deine Gesundheit und Erwerbsfähigkeit wieder bessern zu wollen, JEDEN Antrag kann man auch jederzeit zurücknehmen, so lange es noch keine Entscheidung dazu gibt.

Zitat:
Und wenn die in der Reha Klinik dann immer noch feststellen das ich erwerbsgemindert sei, kann ich den Antrag immer noch stellen. Vielleicht ergeben sich dort dann auch Möglichkeiten für meinen AG oder für mich im Anschluss an die Reha. (IRENA z.B.)
Die DRV wird (auch bei einem Antrag auf EM-Rente) sowieso erst alles ausprobieren was dich wieder "auf die Beine bringen könnte", die sind gar nicht daran interessiert, dir wirklich eine EM-Rente zahlen zu müssen.
Die "leisen" Hoffnungen der AfA (dich vielleicht in EM-Rente los zu werden) interessieren da die DRV nicht wirklich, da solltest du versuchen die konkreten finanziellen Interessen der einzelnen Behörden strikt zu trennen.

Zitat:
Aber das muss ich alles erstmal mit meinem Orthopäden besprechen. Er arbeitet im Bereich der Orthopäde als externer Gutachter für die DRV. Ob das jetzt gut oder schlecht für mich wäre, weiß ich nicht.
Was dein Orthopäde als dein behandelnder Arzt meint oder (bei Anderen) als Gutachter der DRV, das ist ebenfalls strikt zu trennen, zudem will JETZT die AfA was von dir (von der du dein Geld bekommst) und NICHT die DRV, ich darf dir versichern, dass man wegen orthopädischer Probleme so schnell keine EM-Rente bekommt.

Wenn die AfA aktuell direkt einen Antrag auf EM-Rente verlangt (vermutlich, weil du ja gerade erst eine Reha gemacht hast), dann bist du verpflichtet dieser Aufforderung nachzukommen, sofern du nicht gleich neue Probleme mit deinem ALGI bekommen möchtest.

Ob dir die DRV dann lieber (zunächst) erneut eine Reha oder LTA "anbieten" möchte ist eine ganz andere Frage, das liegt NUR im Entscheidungsbereich der DRV ...

Zitat:
Und da ich die Chance auf Teil oder Voll EM-Rente eher sehr schlecht einschätze, wäre eine erneute Reha die bessere Alternative. Da ich gerne wieder arbeiten möchte.
Das verstehe ich durchaus aber eine erneute Reha sieht zumindest die AfA im Moment wohl als unwahrscheinlich an und du hast dazu dann eigentlich keine Wahl mehr.
Ob deine Aussichten real gut oder schlecht sind eine EM-Rente auch zu bekommen interessiert die AfA dabei nicht.

Ich wurde auch aufgefordert EM-Rente zu beantragen, wurde sogar noch gründlich untersucht beim AfA-ÄD von einer sehr netten und erfahrenen Ärztin, die dann bescheinigte, dass ich nicht mehr in Arbeit vermittelt werden könne (aus rein gesundheitlichen Gründen).

Dieses Gutachten habe ich dem Antrag an die DRV beigefügt und mein Antrag wurde trotzdem abgelehnt ... erst fast 3 Jahre später am Gericht hat es mal die Gutachter (vom Gericht beauftragte) interessiert, was der AfA-ÄD mal festgestellt hatte und meine behandelnden Ärzte ...

Mein Psychiater hat übrigens auch Gutachten geschrieben für das Sozial-Gericht, aber was er zu meinem Befinden geschrieben hatte (über die Jahre) war der DRV angeblich nicht "Aussagefähig" genug, erst die gerichtlichen Gutachter fanden seine Aussagen schlüssig genug.

Zitat:
Ich weiß auch das ich nie wieder so fit sein werde wie mit 20, aber wenn die Reha mich wieder soweit fit machen würde, damit ich wieder arbeiten kann (sicher dann aber nur noch 6 Stunden), wäre ich schon sehr glücklich und zufrieden.
Du wirst sicher irgendwann wieder arbeiten gehen aber eine Reha bringt auch nur was wenn sie zur richtigen Zeit durchgeführt wird, auch da kannst du deine Genesung nicht erzwingen wollen.

Gib dir doch einfach die Zeit und lass die DRV arbeiten, wenn man dir doch eine Teilrente bewilligen sollte kannst du "kürzer treten" beruflich ohne zu viel Geld einzubüßen.

Zitat:
Und wenn die das eben bei der Reha dann doch anders einschätzen, dann kann ich darauf dann immer noch reagieren.
Auch die Reha-Kliniken gehören zur DRV und sind eher angehalten keine Berentungen zu "empfehlen", zudem ist die DRV nicht verpflichtet sich an das Reha-Ergebnis zu halten ... wenn eine Reha "umgedeutet" werden muss / soll, dann wirst du dazu schon die entsprechende Post direkt von der DRV bekommen.

Zitat:
Muss ich diesen Antrag persönlich dort holen oder geht das auch schriftlich? Ich muss mal schauen wo das bei uns hier möglich ist.
Den Antrag für das Versorgungsamt kannst du dir auch aus dem Internet laden ... teilweise ist sogar schon der Online-Antrag möglich.

Such dir mal (bei Guckle) mit dem Stichwort "Antrag auf Feststellung einer Behinderung" das zuständige Amt für dich heraus, die Anträge sind von "Land zu Land" etwas unterschiedlich aufgebaut.
Was die dann noch haben wollen wird nachgefordert ... wenn dein Antrag eingegangen ist.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 08.07.2017, 17:24   #34
saurbier
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Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny,

Unsere Doppeloma hat dir ja schon alles gesagt und dir damit die optimalen Wege aufgezeigt.

Zitat:
Hab noch mal eine Nacht darüber "geschlafen". Für mich persönlich, das ist jetzt rein vom Gefühl her, wäre eine Reha die bessere Wahl. Da ich da die Möglichkeit habe, aktiv an meiner Genesung oder Besserung meines Gesundheitszustandes mitzuarbeiten.
Ob die DRV nun nochmals eine Reha vorziehen möchte oder doch nicht, diese Entscheidung trifft ausschließlich die DRV.

Und ja in deinem Alter mag man sicherlich nicht an eine Rente denken, ganz gleich in welcher Form. Glaubst du ernsthaft ich hab damals als ich mit einem tauben Bein plötzlich bei der Arbeit umgefallen bin, dass ich jetzt mit Ende dreizig meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, wohl kaum. Genauso ein junger Kollege von mir, den es in fast dem selben Alter mit einem Bandscheibenvorfall auch umgehauen hat und der nach 2 versauten OP´s nun nur noch mit stärksten Opiaten über den Tag kommt.

Aber man darf die Augen vor der Realität nicht einfach verschließen, immerhin möchtest du doch wohl noch viele glückliche Jahre erleben.

Klar, die DRV wird immer versuchen alle Register zu ziehen um bloß keine Rente zu zahlen. Da wäre zumindest mal der erste Versuch, wenn überhaupt eine befristete volle EMR anzusetzen, um dir eine ausreichende Genesungszeit zu ermöglichen.

Wenn das dann nichts bringen würde käme ggf. der Schritt zu einer Teil-EMR befristet oder unbefristet, neben welcher du dann ja immer noch irgend einer/deiner Arbeit nachgehen könntest (z.B. halbtags) - womit im Gegenzug die DRV ihre Rentenkosten schon mal auf die hälfte reduziert hätte.

Davor dürfte man es wohlmöglich aber viel zu gerne mit einer LTA versuchen, bei welcher man dir dann die Last an Bein binden würde einen passenden Arbeitgeber dazu zu finden. Tja finde mal einen der einen gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeiter der leider nicht voll Leistungsfähig ist, bereit ist bei vollem Lohn einzustellen. Ich such so einen bereits seit 2012, denn ich soll lt. DRV ja immer noch haltags arbeiten können. Da nützt in meinem Fall auch keine Lohnsubvention über fast 8 Jahre.

Vielleicht solltest du dir, auch wenn es sich heute nicht so gut anhört mal vor dein geistiges Auge halten, wie du dir denn deine Zukunft mit deinen schon jetzt vorhanden körperlichen Einschränkungen vorstellst, denn das dürfte ja mit Sicherheit nicht besser werden, allenfalls mit zunehmenden Alter und natürlich dem körperlichen Verschleiß in die andere Richtung gehen.

Da wäre dann in der heutigen egoistischen Zeit eine weitere Überlegung vielleicht mal nicht so schlecht. Du kommst aus einer sicherlich nicht schlecht bezahlten Stellung mit welcher du wohl (ich vermute mal) keine allzu schlechten Rentenansprüche bereits erworben hättest. Wie mag sich das ganze dann auswirken, wenn du plötzlich eine neue Arbeit annehmen müsstest, welche weit schlechter bezahlt wird als deine jetzige, womit sich deine späteren Rentenansprüche nicht gerade positiv entwickeln würden. Genau dies ist einem Bekannten vor mir passiert, als er 1995 seine Rente abgelehnt hatte und dann 2003 gesundheitlich ruiniert doch in diese gehen musste.

Bei (Früh)Rentnern wird das bisherige Einkommen ja in Endgeldpunkte umgerechnet und bis zum 62. Lebensjahr fiktiv fortschreitend hoch gerechnet. Würden da wohlmöglich durch ein schlechtes Einkommen in den letzten Jahren die Bewertung gedrückt, käme auch eine niedrigere Rente heraus. Auch das sollte man nicht aus den Augen verlieren, denn die DRV macht sowas garantiert nicht.

Aber wie sagt man ja immer - die Hoffnung stirbt zuletzt -, so eben auch bei dir das du wieder voll arbeiten kannst.

Dennoch solltest du dich wohlmöglich keiner falschen Illusion hingeben, denn für deinen Arbeitgeber bist du lediglich eine begehrte Kraft solange du seinen Leistungsansprüchen genügst und die dürften durch die allgemeine Arbeitsverdichtung immer weiter steigen. Glaub mir ich kenne einige aus der Pflege/Krankenhaus und weiß wie kaputt die schon nach der Arbeit nach Hause kommen und da wartet dann die Familie und es geht weiter.

Ich hab damals auch meine Rehas durchgezogen und danach dann das IRINA Programm. Das ganze klappte beim letzten Mal ganz 4 Jahre bis ich wieder auf Dauer AU wurde.


Grüße saurbier
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Alt 08.07.2017, 21:52   #35
Conny83
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Conny83
Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Saurbier und Doppeloma.

Zitat:
Ob die DRV nun nochmals eine Reha vorziehen möchte oder doch nicht, diese Entscheidung trifft ausschließlich die DRV.

Und ja in deinem Alter mag man sicherlich nicht an eine Rente denken, ganz gleich in welcher Form. Glaubst du ernsthaft ich hab damals als ich mit einem tauben Bein plötzlich bei der Arbeit umgefallen bin, dass ich jetzt mit Ende dreizig meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, wohl kaum. Genauso ein junger Kollege von mir, den es in fast dem selben Alter mit einem Bandscheibenvorfall auch umgehauen hat und der nach 2 versauten OP´s nun nur noch mit stärksten Opiaten über den Tag kommt.

Aber man darf die Augen vor der Realität nicht einfach verschließen, immerhin möchtest du doch wohl noch viele glückliche Jahre erleben.
Ach das klingt ja auch alles überhaupt nicht toll.
Kann gut verstehen wie es dir damals ging. War bei mir ähnlich, Zusammenbruch bei der Arbeit, konnte auch mein linkes Bein nicht mehr bewegen, danach Reha und dann nie wieder dort gearbeitet. Mir hat es komplett den Boden unter den Füßen weg gezogen, als die zur Reha damals 2009 zu mir sagten, ich würde nie wieder im Pflegebereich arbeiten können.

Hab dann zur Reha noch den Antrag auf LTA gestellt und sofort bewilligt bekommen. Dann das übliche, BFW 12 Wochen, Ausbildungsstelle suchen, 2,5 Jahre Ausbildung.
Hab mich dann so langsam damit abgefunden eben in einer Arztpraxis zu arbeiten. Dann kam mal wieder mein Knie dazwischen.

Zitat:
Klar, die DRV wird immer versuchen alle Register zu ziehen um bloß keine Rente zu zahlen. Da wäre zumindest mal der erste Versuch, wenn überhaupt eine befristete volle EMR anzusetzen, um dir eine ausreichende Genesungszeit zu ermöglichen.

Wenn das dann nichts bringen würde käme ggf. der Schritt zu einer Teil-EMR befristet oder unbefristet, neben welcher du dann ja immer noch irgend einer/deiner Arbeit nachgehen könntest (z.B. halbtags) - womit im Gegenzug die DRV ihre Rentenkosten schon mal auf die hälfte reduziert hätte.
Mit einer Teil-EM Rente könnte ich mich anfreuden, um weiter im Beruf zu bleiben, nur eben weniger Stunden.
Aber wenn ich sehe wie ihr alle gekämpft habt.
Ich weiß nicht ob ich das schaffe.

Zitat:
Davor dürfte man es wohlmöglich aber viel zu gerne mit einer LTA versuchen, bei welcher man dir dann die Last an Bein binden würde einen passenden Arbeitgeber dazu zu finden. Tja finde mal einen der einen gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeiter der leider nicht voll Leistungsfähig ist, bereit ist bei vollem Lohn einzustellen. Ich such so einen bereits seit 2012, denn ich soll lt. DRV ja immer noch haltags arbeiten können. Da nützt in meinem Fall auch keine Lohnsubvention über fast 8 Jahre.
Da ich 2010 schon mal eine LTA bewilligt bekommen habe, weiß ich nicht ob die das dann nochmal machen. Wobei es da ja ganz viel verschiedene Möglichkeiten gibt.

Zitat:
Vielleicht solltest du dir, auch wenn es sich heute nicht so gut anhört mal vor dein geistiges Auge halten, wie du dir denn deine Zukunft mit deinen schon jetzt vorhanden körperlichen Einschränkungen vorstellst, denn das dürfte ja mit Sicherheit nicht besser werden, allenfalls mit zunehmenden Alter und natürlich dem körperlichen Verschleiß in die andere Richtung gehen.

Da wäre dann in der heutigen egoistischen Zeit eine weitere Überlegung vielleicht mal nicht so schlecht. Du kommst aus einer sicherlich nicht schlecht bezahlten Stellung mit welcher du wohl (ich vermute mal) keine allzu schlechten Rentenansprüche bereits erworben hättest. Wie mag sich das ganze dann auswirken, wenn du plötzlich eine neue Arbeit annehmen müsstest, welche weit schlechter bezahlt wird als deine jetzige, womit sich deine späteren Rentenansprüche nicht gerade positiv entwickeln würden. Genau dies ist einem Bekannten vor mir passiert, als er 1995 seine Rente abgelehnt hatte und dann 2003 gesundheitlich ruiniert doch in diese gehen musste.

Bei (Früh)Rentnern wird das bisherige Einkommen ja in Endgeldpunkte umgerechnet und bis zum 62. Lebensjahr fiktiv fortschreitend hoch gerechnet. Würden da wohlmöglich durch ein schlechtes Einkommen in den letzten Jahren die Bewertung gedrückt, käme auch eine niedrigere Rente heraus. Auch das sollte man nicht aus den Augen verlieren, denn die DRV macht sowas garantiert nicht.
Jetzt wo du das sagst, darüber habe ich auch noch gar nicht nachgedacht. Hilfe!!!!!

Zitat:
Aber wie sagt man ja immer - die Hoffnung stirbt zuletzt -, so eben auch bei dir das du wieder voll arbeiten kannst.
Ja eben, ich such gerade nach jedem Strohhalm.

Zitat:
Dennoch solltest du dich wohlmöglich keiner falschen Illusion hingeben, denn für deinen Arbeitgeber bist du lediglich eine begehrte Kraft solange du seinen Leistungsansprüchen genügst und die dürften durch die allgemeine Arbeitsverdichtung immer weiter steigen. Glaub mir ich kenne einige aus der Pflege/Krankenhaus und weiß wie kaputt die schon nach der Arbeit nach Hause kommen und da wartet dann die Familie und es geht weiter.
Ja das kenne ich selber auch noch. Auch in einer Praxis ist das Arbeitspensum extrem.

Zitat:
Kann ich mir vorstellen und war ja auch völlig richtig, man sollte immer (versuchen) sachlich zu bleiben aber trotzdem klar machen "dass man auch Gefühle hat" ... die richtige "Mischung" schafft nur nicht jeder so einfach.
Oh ja du sagst es. Ich hab einige Sätze wieder gelöscht, weil ich beim nochmal drüber lesen so erschrocken war. So kenne ich mich gar nicht.

Zitat:
Trotzdem muss es aber laufende Behandlungs-Berichte und Notizen geben und du hast einen Rechtsanspruch darauf Kopien deiner gesamten Patienten-Unterlagen zu bekommen, wenn du das möchtest, der Arzt darf dann Kopie-Kosten verlangen, aber ablehnen darf er das nicht.
Mein HA ist auf dem Dorf, da ist das immer alles anders.
Aber du hast Recht. Habe ich doch auf der Arbeit so oft gemacht, bei mir selbst denke ich nicht an sowas.
Werde bei meinen nächsten Terminen gleich überall mal nachfragen.

Zitat:
Auch in den Kliniken wo du mal warst kannst du die Berichte anfordern, den Reha-Bericht bekommst du bei der DRV sofern du ihn noch nicht vorliegen hast.
Die habe ich alle immer sofort mitbekommen.

Zitat:
Es geht aber im Moment nicht um dein "Gefühl", sondern darum was die AfA klar von dir fordern wird, damit sie weiter bereit ist das ALG nach "Nahtlosigkeit" zu zahlen.
Das hindert dich ja nicht deine Gesundheit und Erwerbsfähigkeit wieder bessern zu wollen, JEDEN Antrag kann man auch jederzeit zurücknehmen, so lange es noch keine Entscheidung dazu gibt.
Ja das weiß ich leider, ich bin so ein "Gefühlsmensch" und da kann ich meist schlecht entscheiden. Will niemanden zur Last fallen oder auf der Tasche liegen.
Ich durfte die letzten 12 Wochen nicht Auto fahren, ihr könnt euch nicht vorstellen wie schwer es mir immer gefallen ist, jemanden zu fragen ob derjenige mich mal zum Arzt fahren kann.
Ich will immer alles selber machen. Deshalb ja auch mein Gedanke mit der Reha, da könnte ich aktiv mitmachen. Ich hatte so viele Rückschläge und nur warten macht mich wahnsinnig.
Ich hoffe ihr könnt mich verstehen?!

Zitat:
Was dein Orthopäde als dein behandelnder Arzt meint oder (bei Anderen) als Gutachter der DRV, das ist ebenfalls strikt zu trennen, zudem will JETZT die AfA was von dir (von der du dein Geld bekommst) und NICHT die DRV, ich darf dir versichern, dass man wegen orthopädischer Probleme so schnell keine EM-Rente bekommt.
Ich muss erstmal auf diese Aufforderung von der AfA warten, ich spekuliere schon wieder viel zu viel und male mir alle möglichen Szenarios aus.

Zitat:
Wenn die AfA aktuell direkt einen Antrag auf EM-Rente verlangt (vermutlich, weil du ja gerade erst eine Reha gemacht hast), dann bist du verpflichtet dieser Aufforderung nachzukommen, sofern du nicht gleich neue Probleme mit deinem ALGI bekommen möchtest.
Natürlich komme ich dieser Aufforderung nach. Dank eurer Hilfe hatte ich Erfolg. Gibt sicher viele die einfach den Kopf in den Sand stecken und das alles so hinnehmen.
Wie oben schon geshrieben, ich suche nach einen Strohhalm und will sowenig wie möglich anderen Leuten Probleme oder Arbeit machen.
Hab sicher mit meinen orthopädischen Leiden sehr schlechte bis gar keine Chancen.

Zitat:
Ob dir die DRV dann lieber (zunächst) erneut eine Reha oder LTA "anbieten" möchte ist eine ganz andere Frage, das liegt NUR im Entscheidungsbereich der DRV ...
Oder gar nicht von alledem?!? Wäre ja rein theoretisch auch möglich, das mir von der DRV gar nichts bewilligt wird.

Zitat:
Das verstehe ich durchaus aber eine erneute Reha sieht zumindest die AfA im Moment wohl als unwahrscheinlich an und du hast dazu dann eigentlich keine Wahl mehr.
Ob deine Aussichten real gut oder schlecht sind eine EM-Rente auch zu bekommen interessiert die AfA dabei nicht.
Ich war ja vor 2 Wochen in der DRV Beratungsstelle und hab mir einen Antrag zur Reha geholt, liegt aber alles noch hier und ist noch nichts abgegeben. Dann kam der Ärger mit der AfA.
Die bei der DRV meinte, ich solle unbedingt gleich vorn drauf schreiben, das nach der letzten Reha eine erneute OP nötig gewesen ist.
Eine AHB hab ich nicht bekommen, da ich zur OP in einem anderen Bundesland (300km von mir entfernt) war und die das nicht machen konnten.

Zitat:
Ich wurde auch aufgefordert EM-Rente zu beantragen, wurde sogar noch gründlich untersucht beim AfA-ÄD von einer sehr netten und erfahrenen Ärztin, die dann bescheinigte, dass ich nicht mehr in Arbeit vermittelt werden könne (aus rein gesundheitlichen Gründen).

Dieses Gutachten habe ich dem Antrag an die DRV beigefügt und mein Antrag wurde trotzdem abgelehnt ... erst fast 3 Jahre später am Gericht hat es mal die Gutachter (vom Gericht beauftragte) interessiert, was der AfA-ÄD mal festgestellt hatte und meine behandelnden Ärzte ...

Mein Psychiater hat übrigens auch Gutachten geschrieben für das Sozial-Gericht, aber was er zu meinem Befinden geschrieben hatte (über die Jahre) war der DRV angeblich nicht "Aussagefähig" genug, erst die gerichtlichen Gutachter fanden seine Aussagen schlüssig genug.
Ich hab deine "Geschichte" schon gelesen, bin immer wieder erstaunt das du und dein Mann das alles so gut durchgestanden habt. Ich hoffe euch gehts jetzt so einigermaßen gut, nach diesem Kampf.

Zitat:
Du wirst sicher irgendwann wieder arbeiten gehen aber eine Reha bringt auch nur was wenn sie zur richtigen Zeit durchgeführt wird, auch da kannst du deine Genesung nicht erzwingen wollen.

Gib dir doch einfach die Zeit und lass die DRV arbeiten, wenn man dir doch eine Teilrente bewilligen sollte kannst du "kürzer treten" beruflich ohne zu viel Geld einzubüßen.

Du hast Recht. Bei mir muss immer alles jetzt sofort passieren. Warten und Geduld sind nicht meine Stärke.

Zitat:
Den Antrag für das Versorgungsamt kannst du dir auch aus dem Internet laden ... teilweise ist sogar schon der Online-Antrag möglich.

Such dir mal (bei Guckle) mit dem Stichwort "Antrag auf Feststellung einer Behinderung" das zuständige Amt für dich heraus, die Anträge sind von "Land zu Land" etwas unterschiedlich aufgebaut.
Was die dann noch haben wollen wird nachgefordert ... wenn dein Antrag eingegangen ist.
Das mache ich die Tage mal mit. Und mir ist noch eingefallen, ich muss auch noch die SPE widerrufen und die Gutachten anfordern.

Wünsche euch einen schönen Abend und einen schönen Sonntag.

Ganz liebe Grüße

Conny

Geändert von Doppeloma (09.07.2017 um 03:56 Uhr) Grund: Zitat-Codes korrigiert
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Alt 08.07.2017, 23:53   #36
saurbier
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Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny,

Zitat:
Oder gar nicht von alledem?!? Wäre ja rein theoretisch auch möglich, das mir von der DRV gar nichts bewilligt wird.
Nun ganz so negativ solltest du das mal nicht gleich sehen.

Die DRV wird sicherlich darum bemüht sein, dass du mit deinem Alter schnellstmöglich noch ans Arbeiten kommst, selbst halbtags wäre für die noch eine günstige Lösung.

Da du ja schon mal eine Umschulung hattest, dürfte eine neuerlich jedoch eher fraglich sein.

Und aktuell mit all deinen Orthopädischen Problemen (Rücken, Knie etc.) muss auch nicht unbedingt bedeuten, dass keine EMR wie z.B. eine befristete Teil-EMR möglich wäre.

Ich bekam damals zuerst auch nach einem längerem Kampf erst meine BU-Rente. Das obwohl ich ganze 5 DRV Ärzte auf meiner Seite hatte, aber die Herrschaften stur bei einem noch möglichen Pfördner Job blieben.

Nach meiner letzten Reha in 2011 ging es dann plötzlich ruck zuck und man bot mir sogar die volle EMR auf Zeit an, nur sagte mir da keiner das es lediglich eine Arbeitsmarktrente war und ich musste erst lernen was das für mich bedeutete.

Wie gesagt meine Intension im letzten schreiben war eben, dass du bei all deinem Übermut wieder in Arbeit zu kommen, zuerst einmal an dich selbst denken sollst (Psyche und Gesundheit) und über all dem nebenbei auch darauf achten sollst das du nicht in die finanzielle Abwärtsspirale gerätst, welche sich ja so langsam auftut dürfte (Lohn 100% - KG 80% - ALG-I 60-66% ...).

Noch ein schönes Wochenende


Grüße Helmut
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2017, 04:57   #37
Doppeloma
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Standard AW: ALG 1-Ausgesteuert von der Krankenkasse, Wiedereingliederung noch nicht möglich

Hallo Conny83,

Zitat:
Ja das weiß ich leider, ich bin so ein "Gefühlsmensch" und da kann ich meist schlecht entscheiden. Will niemanden zur Last fallen oder auf der Tasche liegen.
Kann ich durchaus verstehen, auch wenn das hier manchmal nicht so rüber kommt, ich versuche mich auf die Fakten zu konzentrieren, denn zu viel "Gefühlsduselei" hilft den Fragestellern meist auch nicht weiter ...

Das bedeutet aber nicht, dass mir die Schicksale nicht teilweise sehr nahe gehen, ich lasse das absichtlich nicht "zu Nahe" an mich heran, sonst könnte ich das hier gar nicht machen.

Ich musste über unsere "Kampfjahre" lernen meine Gefühle in KAMPF umzusetzen, sonst hätten wir das tatsächlich nicht durchgehalten, meist kann ich für Andere deutlich mehr erreichen, als für mich selber ...

Das kommt dir wahrscheinlich auch sehr bekannt vor ... für Männe habe ich letztlich mit Widersprüchen die Schwerbehinderung erreicht, ich "dümpel" immer noch mit GdB 40 herum aber es interessiert mich inzwischen nicht mehr an dieser Front weiter zu kämpfen.

Es bringt mir keinen Nutzen mehr als baldige Altersrentnerin ... für Männe habe ich letztes Jahr einen "Verschlimmerungs-Antrag" gestellt, weil ihm ein Defibrilator eingesetzt werden musste Ende 2015.

Da wäre ich fast Witwe geworden und nun hat er (zum Gesamt-GdB 90) endlich das "G" bekommen, was man ihm für seine Orthopädischen Probleme bisher immer abgelehnt hatte ... dabei kann er schon fast 20 Jahre nur noch sehr schlecht laufen ... nach 2 LWS-Bandscheiben-OP (die erste etwa in deinem Alter) ...

Was macht der "Schlingel" damit (für 80 € bekommt er jetzt jährlich einen "Freifahrtschein" für die Öffis in ganz D, incl. D-Bahn), er setzt sich im Oktober in den Zug und holt unseren Enkel zu Oma und Opa für 2 Wochen ... damit die Eltern ihn nicht bringen und abholen müssen.

Zitat:
Ich durfte die letzten 12 Wochen nicht Auto fahren, ihr könnt euch nicht vorstellen wie schwer es mir immer gefallen ist, jemanden zu fragen ob derjenige mich mal zum Arzt fahren kann.
Ich fahre schon länger nicht mehr selber, mir ist das irgendwie "alles zuviel" was da auf den Straßen abgeht inzwischen, mein Männe fährt noch immer sehr gerne (unser 21 Jahre altes) Auto, obwohl er mit dem Defi (eigentlich) keine langen Touren mehr machen soll ...

Na-Ja, rund 400 km zu den Kindern und Enkeln sind ja nicht so "lange" ... meint er und so waren wir letzte Woche zum Geburtstag unserer großen Enkelin in Werder (Havel) nähe Berlin, wir wohnen jetzt auf Rügen ... seit wir beide Rentner sind.

Die Zeit bis dahin war oft schrecklich, denn wir machen auch lieber "selber" und waren (seit 2006) oft so hilflos auf die Entscheidungen der Behörden angewiesen, die nicht immer unbedingt "logisch" waren ... da haben wir oft nur noch wenig Hoffnung gehabt, dass wir uns unseren Traum (aus besseren Tagen) je noch erfüllen können ...

Zitat:
Gibt sicher viele die einfach den Kopf in den Sand stecken und das alles so hinnehmen.
Ja, leider gibt es Viele die sich und ihre Ziele zu schnell aufgeben aber wir beide waren auch schon immer "Kämpfer-Naturen" und es gab (leider) kaum Unterstützung dabei, wir mussten (fast) Alles selber herausfinden, was uns früher auch nicht sonderlich interessierte hatte.

Im näheren Umfeld gab es nur wenig Verständnis, so haben wir unsere Sorgen und Probleme meist für uns behalten, es gab oft nur "blöde Bemerkungen", dass die Behörden schon wissen werden was sie tun und es wohl "so schlimm nicht sei" wenn man uns die EM-Renten ablehnt ...

Wir waren ja früher der gleichen Meinung gewesen und hatten noch die Illusionen, dass man bekommen wird was nötig ist wenn man sein langes Arbeitsleben dafür eingezahlt hat ...

Zitat:
Hab sicher mit meinen orthopädischen Leiden sehr schlechte bis gar keine Chancen.
Mein Männe wurde zunächst nur von reinen Orthopäden dazu "begutachtet", die hatten nicht mal eine schmerztherapeutische Zusatz-Ausbildung und chronische Schmerzen mit ausgeprägten Rückenproblemen schienen ein Fremdwort zu sein ... es hatte nicht dort weh zu tun wo er das angegeben hat und wenn er genug Opiate nimmt kann er auch Vollzeit arbeiten gehen.

Inzwischen nimmt er Morphine seit einigen Jahren, ein Gutachter meinte sogar zu ihm, er würde bestimmt keine EM-Rente bekommen so lange wie er noch in der 3. Etage wohnt ... das Geld für den Umzug hat er aber auch nicht herausgerückt ...

Zitat:
Die bei der DRV meinte, ich solle unbedingt gleich vorn drauf schreiben, das nach der letzten Reha eine erneute OP nötig gewesen ist.
Eine AHB hab ich nicht bekommen, da ich zur OP in einem anderen Bundesland (300km von mir entfernt) war und die das nicht machen konnten.
Nach der 2. BS-OP (1999) wurde ihm auch keine AHB mehr bewilligt, eine Reha bekam er erst als er nach 9 Monaten immer noch AU war und nicht arbeiten gehen konnte ...
Ich habe meine Zweifel, dass es am anderen Bundesland gelegen hat bei dir, ich wurde auch in Berlin am Herzen operiert und bekam direkt in Brandenburg (von der Klinik aus organisiert) einen AHB -Platz.

Das ist normal kein Problem wenn die Klinik auch mit der DRV zusammenarbeitet ...

Zitat:
Ich hab deine "Geschichte" schon gelesen, bin immer wieder erstaunt das du und dein Mann das alles so gut durchgestanden habt. Ich hoffe euch gehts jetzt so einigermaßen gut, nach diesem Kampf.
Sorry fürs abschweifen, aber du hast ja auch nachgefragt, wie es uns nun so geht inzwischen ...den "Umständen" entsprechend SEHR GUT ... auch wenn es lange gedauert hat, die vielen negativen Ereignisse irgendwann etwas in den Hintergrund zu schieben ...

Wir genießen unser Rentnerleben auf unserer Trauminsel und freuen uns über jeden Tag an dem die gesundheitlichen Probleme erträglich sind und so lange ich noch mag werde ich unsere Erfahrungen noch weitergeben ...

Das brauche ich wohl, um das alles irgendwie verarbeiten zu können ...

Zitat:
Du hast Recht. Bei mir muss immer alles jetzt sofort passieren. Warten und Geduld sind nicht meine Stärke.
Bei mir nicht mehr, wir können inzwischen auch mal gut "Alle Neune gerade sein lassen", nach dem Motto "morgen ist auch noch ein Tag" bleibt liegen was wir heute nicht mehr schaffen (können).

Wir haben inzwischen gelernt Geduld zu haben, besonders mit uns selber ... und manchmal auch mit anderen Menschen ... sofern mein (immer noch vorhandenes) Temperament nicht gerade wieder "mit mir durchgeht" ...

Dir auch einen schönen Sonntag von der Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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