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Start > > > -> Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Aufforderung zur Senkung der KDU (Zwangsumzüge) Miete, Neben- oder Betriebskosten zu hoch!?


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Alt 19.04.2012, 10:22   #51
Annemarie->Emailproblem
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Für eine angemessene KdU müssen alle Bestandteile zusammengerechnet werden.

angemessene Kaltmiete + Nebenkosten (Wasser, Grundsteuer, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Entwässerung, Schornsteinfeger, Heizungswartung)+ Heizkosten.
Habe danach jetzt noch einmal versucht zu googlen und kam immer nur auf Urteile dazu, dass Kaltmiete und Nebenkosten zusammen angemessen sein müssen und Heizkosten dann extra und leider nach Quadratmetern berechnet werden.

Also wenn wir Nebenkosten in Höhe von 468,00 Euro und Heizkosten in Höhe von 108,00 Euro hätten (576,00 Euro gesamt), dann wären die Kosten angemessen und würden vollständig übernommen.

Wenn die Heizkosten aber 151,28 Euro betragen und die Nebenkosten 81,24 (insgesamt 232,52 Euro), dann sind die Kosten unangemessen und werden nicht mehr vollständig übernommen.

Kennt nicht vielleicht doch irgendjemand einen Paragraphen oder ein Gesetzesurteil, nach welchem nur die Warmmiete insgesamt angemessen sein muss?

Für das Geld, was wir hier zu fünft!!! für unsere Unterkunft ausgeben, findet man hier nicht mal eine 1-Zimmer-Wohnung.

Gibt es wirklich gar keine Möglichkeit, wie wir eine HG bleiben können und trotzdem die Heizkosten in voller Höhe erhalten können?


Wir haben im Winter ja schon größtenteils mit Kerzen geheizt und meine Oma hat sogar eine Stromheizung bekommen, nachdem sie sich einmal bei den Kerzen selbst angezündet und sich eine ziemlich große Brandverletzung zuzog.

Mehr geht aber definitiv nicht an Einsparungen und wenn das Jobcenter uns noch so viel Verschwendung vorwirft.
Annemarie ist offline  
Alt 19.04.2012, 11:14   #52
Fairina
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Fairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina Enagagiert
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Außer einer EA und Klage und dem Gespräch mit kompetenten Entscheidungsträgern in der ARGE bleibt nix. Und wie gesagt, würde ich mit dem Stadtkämmerer mal ein Wörtchen reden.
__

Es gibt keine Unterhaltspflicht, kein Unterhaltsrecht, keine Auskunftspflicht (nur als Zeuge vor Gericht), kein Auskunftsrecht für 2 nicht miteinander verheirateten oder verwandte Personen die kein gemeinsames Kind unter 3 Jahren haben.
Fairina ist offline  
Alt 19.04.2012, 11:18   #53
ela1953
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ela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiert
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Lies dir mal die Richtlinien meiner Stadt durch.

Darin steht was über die Produkttheorie.

Danach kannst du auch eine größere Wohnung haben, wenn die Kaltmiete angemessen ist.

Dann ist auch die Wohnungsgröße angemessen.

http://www.harald-thome.de/media/fil...01.07.2011.pdf

beachte auch auf Seite 11 [QUOTE]Da die tatsächliche Wohnungsgröße bei der Ermittlung des angemessenen
Produktes nicht relevant ist, sondern die abstrakt angemessene Wohnungsgröße nach der Personenzahl, können erhöhte Kosten aufgrund einer sehr großen Wohnung grundsätzlich nicht übernommen werden, es sei denn Wirtschaftlichkeitsaspekte führen dazu, von einer Umzugsaufforderung abzusehen,
weil bspw. das Grundmietprodukt sehr gering ist.
[/QUOTE
ela1953 ist offline  
Alt 19.04.2012, 11:19   #54
Shearing->Emailproblem
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Registriert seit: 19.12.2007
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Shearing
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Kennt nicht vielleicht doch irgendjemand einen Paragraphen oder ein Gesetzesurteil, nach welchem nur die Warmmiete insgesamt angemessen sein muss?
Ich würde wie vorgeschlagen das Gespräch mit einer kompetenten
Person des JC führen und dort (und/oder schriftlich) mir aufgeben
lassen, wie hoch für Eure BG denn der

KdU-Wert nach Produkttheorie



ausfällt.

Falls unbekannt, bitte mal googlen nach "Produkttheorie".
Shearing ist offline  
Alt 19.04.2012, 12:32   #55
Kikaka
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Kikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka Enagagiert
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Für eine angemessene KdU müssen alle Bestandteile zusammengerechnet werden.

angemessene Kaltmiete + Nebenkosten (Wasser, Grundsteuer, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Entwässerung, Schornsteinfeger, Heizungswartung)+ Heizkosten.
Habe danach jetzt noch einmal versucht zu googlen und kam immer nur auf Urteile dazu, dass Kaltmiete und Nebenkosten zusammen angemessen sein müssen und Heizkosten dann extra und leider nach Quadratmetern berechnet werden.
Das ist so auch richtig
Du hast die Urteile scheinbar nicht richtig verstanden.
Wenn Kaltmiete und kalte Nebenkosten angemessen sind, darf eine Wohnung größer sein und die Heizkosten dürfen nicht auf eine angeblich angemessene qm-Zahl heruntergerechnet werden sondern die Heizkosten sind für die Wohnung voll zu leisten
-In eigenem Falle , 2-er BG, Kaltmiete und kalte NK angemessen, Wohnung aber 75 qm groß, werden mir auch nur Heizkosten für 60 qm gezahlt... Da muß man klagen, anders geht es nicht...

Also wenn wir Nebenkosten in Höhe von 468,00 Euro und Heizkosten in Höhe von 108,00 Euro hätten (576,00 Euro gesamt), dann wären die Kosten angemessen und würden vollständig übernommen.

Wenn die Heizkosten aber 151,28 Euro betragen und die Nebenkosten 81,24 (insgesamt 232,52 Euro), dann sind die Kosten unangemessen und werden nicht mehr vollständig übernommen.

-Wie hoch dürfen denn die kalten Nebenkosten laut Richtlinien sein?

Kennt nicht vielleicht doch irgendjemand einen Paragraphen oder ein Gesetzesurteil, nach welchem nur die Warmmiete insgesamt angemessen sein muss?
Nein ,gibt es nicht.Selbst wenn es diesen § gäbe wirst Du das JC nie zum Einlenken bewegen können.Die brauchen Breitseite.

Für das Geld, was wir hier zu fünft!!! für unsere Unterkunft ausgeben, findet man hier nicht mal eine 1-Zimmer-Wohnung.

Erst recht ein Klagegrund.

Gibt es wirklich gar keine Möglichkeit, wie wir eine HG bleiben können und trotzdem die Heizkosten in voller Höhe erhalten können?


Wir haben im Winter ja schon größtenteils mit Kerzen geheizt und meine Oma hat sogar eine Stromheizung bekommen, nachdem sie sich einmal bei den Kerzen selbst angezündet und sich eine ziemlich große Brandverletzung zuzog.

Mehr geht aber definitiv nicht an Einsparungen und wenn das Jobcenter uns noch so viel Verschwendung vorwirft
.............

Das angemessene Programm wäre :
1.) Widerspruch
2.) Antrag auf Kostenübernahme Umzug
3.) Schriftliche Wohnungssuchedokumentation
4.) über Anwalt prüfen ob EA möglich
5.) sofort Klage einreichen

Diese Kostensenkungsaufforderung ist ein Treppenwitz
Kikaka ist offline  
Alt 27.02.2013, 01:08   #56
Annemarie->Emailproblem
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Sorry, dass ich so lange nichts mehr dazu geschrieben habe.

Gegen diese Kostensenkungsaufforderung kann man aber sowieso keinen Widerspruch einlegen und gesenkt wurden die Kosten nicht.

Bis jetzt...

Vor einem halben Jahr zog eine Person aus, was natürlich die Unterkunftskosten wieder verteuerte.

Habe auch noch einmal so einen Bescheid bekommen, aber gedacht, dass die das im Grunde doch wirklich nicht ernst meinen können.

Jetzt wurden meine Heizkosten aber tatsächlich gekürzt!

Wie gehe ich jetzt am besten vor?

Wollte erst einmal so schreiben:

Zitat:
Widerspruch und Antrag auf Einzelfallprüfung

Sehr geehrter SB,

hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom xx.xx.xxxx und beantrage eine Einzelfallprüfung bezüglich der Heizkosten. Es liegt kein unwirtschaftliches Heizverhalten vor.
Kann ich überhaupt einen Widerspruch machen, wenn mein ALG II Bescheid wegen schwankendem Einkommen nur vorläufig ist?

Brauche ich für den Antrag auf Einzelfallprüfung irgendein bestimmtes Formular?

Ist das eigentlich noch immer korrekt, dass man wirklich nur 80qm haben darf? Habe gelesen, dass manche Jobcenter für 4 Personen 90qm erlauben und in einer ländlichen Gegend mit vielen Eigenheimbesitzern gilt das nicht?

Soll ich den Antrag auf Einzelfallprüfung lieber getrennt vom Widerspruch machen? Widersprüche werden ja meistens an andere weiter entfernte Jobcenter weitergeleitet und die können dann mit meinem Antrag vermutlich nicht viel anfangen.
Annemarie ist offline  
Alt 27.02.2013, 02:02   #57
lpadoc->Emailproblem
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Ich erinnere Dich an die Überschrift zum Thema. Wie wurden die Kosten geregelt um die es Dir ursprünglich ging? Die hilfreichen Hinweise wurden umgesetzt? Insbesondere den richtigen Hinweis #46.

Ja, gegen einen Bescheid kannst Du Widerspruch erheben. Ein bestimmtes Formular benötigst Du nicht. Um prüfen zu können, wie viel Quadratmeter Dir/Euch zusteht, hängt davon ab, für welches Bundesland dies zu prüfen gilt. Das Widersprüche meistens an weiter entfernte Jobcenter geleitet werden trifft nicht zu - wie kommst Du darauf.

Bezüglich der Heizkosten, so sind diese vom JC zu berücksichtigen bis zum Zeitpunkt und Nachweis einer Unwirtschaftlichkeit. In diesem Fall empfehle ich #46 zu beachten. Ansonsten verweise ich auf die Beiträge von "Kikaka", "ela1953", "Farina" und "gelibeh".
__

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit (Ebner-Eschenbach)
lpadoc ist offline  
Alt 27.02.2013, 05:51   #58
Purzelina
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Wie hoch sind die Heizkosten insgesamt, wie viele Personen wohnen dort und wie hoch ist dein Anteil jetzt?
Purzelina ist offline  
Alt 27.02.2013, 11:09   #59
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Beratungshilfeschein kommt für mich nicht in Frage. Immerhin gibt es keinerlei rechtsgültige Grundlage dafür, dass eine Wohnung für weniger als 60 Euro Gesamtmiete als angemessen hingenommen werden muss.

Nur ständig Urteile dazu, dass die Nebenkosten bis zu 5,20 Euro pro Quadratmeter sein dürfen, die Heizkosten aber immer nur bis zu 1,20 Euro anerkannt werden.

Also genau genommen: Wasser dürfte ich Tag und Nacht aus sämtlichen Wasserhähnen laufen lassen und es läge keine Unwirtschaftlichkeit vor. Aber ein Zimmer auf mehr als 18°C zu heizen, das ist für einen ALG II Empfänger absolut unangemessen.

Dass Widersprüche an andere Jobcenter weitergeleitet werden, das beruht auf Erfahrungswerten. Die Bearbeitung meines letzten Widerspruchs dauerte volle zwei Jahre und da sagte man mir, dass dies vor allem deshalb sei, weil Widersprüche an ein anderes 50km entferntes Jobcenter weitergeleitet würden. Übrigens kam die Bearbeitung wirklich von diesem anderen Jobcenter. Das war also schon eine korrekte Aussage.

Heizkosten belaufen sich insgesamt auf 151,28 Euro.
Mein Anteil beträgt 37,82 Euro.
Vier Personen wohnen im Haus.

Gesamtkosten pro Person für die komplette Wohnung sind 58,13 Euro.
Annemarie ist offline  
Alt 27.02.2013, 14:11   #60
Purzelina
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Heizkosten belaufen sich insgesamt auf 151,28 Euro.
Mein Anteil beträgt 37,82 Euro.
Vier Personen wohnen im Haus.
Also alles im Rahmen, 37,82 € Heizkosten pro Person können doch nicht unangemessen sein.

Warum willst du keinen Beratungsschein holen?
Purzelina ist offline  
Alt 27.02.2013, 14:27   #61
ZynHH
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Annemarie, das ganze ist doch witzlos.
Du kannst doch deinen Anteil daran garnicht verändern.

Der ändert sich ausschl. durch. die Anzahl der Personen.

Sind ausser dir noch mehr ALG II Empfänger im Haus?

Kannst du nicht eine Pauschalmiete mit deinem Vermieter vereinbaren der alle Nebenkosten in einem Betrag enthält?

Also Miete = 100 Euro: Enthält alle Nebenkosten , wie Heizung, Warmwasser und Strom.
__

Mahalo
ZynHH ist offline  
Alt 28.02.2013, 12:07   #62
Annemarie->Emailproblem
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Neuer Bescheid der Gaskosten ist da. Noch einmal 30 Euro insgesamt mehr und eine Nachzahlung von etwa 50 Euro.

Allerdings hat sich der Verbrauch an sich fast gar nicht erhöht!

Müssten diese Pauschalen nicht auch irgendwie angepasst werden?

Ich meine, das kann doch nicht sein, dass man in Jahr 1 zum Beispiel 1.000 kwh verbrauchen darf, im zweiten Jahr dann nur noch 900 kwh, dann im dritten Jahr 810... Wenn man jetzt mal von 10% Preissteigerung pro Jahr ausginge. Ich meine, der Winter ist doch nicht jährlich kürzer...

Zitat:
Sind ausser dir noch mehr ALG II Empfänger im Haus?
Ja, meine Eltern beziehen derzeit auch ALG II.

Und ihnen werden sogar nur noch 18,00 Euro Heizkosten pro Person gewährt. Das geht doch schon einmal gar nicht, wenn im Bescheid steht, dass die Kosten auf alle Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft gleichmäßig verteilt werden.

Zitat:
Kannst du nicht eine Pauschalmiete mit deinem Vermieter vereinbaren der alle Nebenkosten in einem Betrag enthält?
Zum einen wurde uns gesagt, dass man das unter Verwandten in unserem Jobcenter nicht akzeptiert und zum anderen wäre das für meine Eltern blöd.

Selbst wenn man das bei mir so hinnehmen würde, dann hätten meine Eltern sonstiges Einkommen in Höhe der Miete. Und zwar alles, was die Angemessenheit übersteigen würde.

30 Euro Freibetrag existieren nicht, da beide schon mehrere Nebenjobs ausüben.

Zitat:
Also alles im Rahmen, 37,82 € Heizkosten pro Person können doch nicht unangemessen sein.
Ja, im Grunde sind die Kosten mit 8 Euro mehr pro Person sogar auch noch im Rahmen, denn es ist erlaubt:

320 Euro Grundmiete
96 Euro Nebenkosten
96 Euro Heizkosten

Würde man den erlaubten Betrag zusammenrechnen und dann durch vier teilen, dann dürfte jeder bis zu 128 Euro Unterkunftskosten haben.

Problem ist nun aber, dass der Gesetzgeber die Kosten blöderweise unterteilt hat und leider nicht einfach eine "Gesamtangemessenheitsmiete" nennt.

Zitat:
Warum willst du keinen Beratungsschein holen?
Weil das eventuell eher ein "dem schlechten Geld noch gutes hinterherwerfen" wäre.

Beratungsschein + Fahrt mindestens 17 Euro

Dann besteht eventuell die Gefahr, dass ich rückwirkend vielleicht doch aus dem Bezug falle und dann die kompletten Kosten selbst tragen muss und keinen Anspruch auf einen Beratungsschein gehabt hätte.

Kriegt man so einen Beratungsschein überhaupt bei vorläufigem Bescheid? Und müsste den jede BG beantragen oder würde das zum Beispiel auch reichen, wenn nur meine Eltern das machen? Die können nicht rückwirkend komplett rausfallen.


Ich meine auch irgendwo mal von einem Fall gelesen zu haben, wo jemand mit ALG II in einem Mietshaus wohnte und die Heizkosten nicht nach dem persönlichen Verbrauch berechnet wurden, sondern vom gesamten Haus genommen und durch die Bewohner geteilt wurden. Finde das aber nicht mehr.

Meine Großmutter bezieht keine staatlichen Unterstützungsleistungen und kann ihre Zimmer sowie die gemeinsamen Räume (Treppenhaus, Küche, Bad) doch eigentlich heizen, oder?

Zwar können meine Eltern theoretisch die Heizung abstellen, aber dann steht meine Großmutter den ganzen Tag nicht auf, weil es ihr zu kalt ist. Darf man ihr so die Lebensqualität nehmen?

Außerdem geht man bei den Quadratmetern nicht darauf ein, dass meine Großmutter alleinerziehend ist. Wenn die Quadratmeter so sind wie bei BGs, dann sollte auch dieses Kriterium genauso berücksichtigt werden. Man könnte sich mir ihr auch gar kein Wohnzimmer teilen um Heizkosten zu sparen, weil sie ihren Fernseher so laut anstellen muss, dass das wirklich keiner länger aushalten kann.

Zusätzlich natürlich noch der Umstand, dass mein Zimmer direkt unter dem Dach ist. Da sind die Heizkosten immer höher. Und natürlich keine Wohnung unter, neben oder über den zu heizenden Zimmern.
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 14:11   #63
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Nimm Dir einen Anwalt. Hier kann dir niemand mehr weiter helfen!
Ja, und der nimmt dann das SGB II, schlägt es auf, erzählt mir, dass eben nur 1,20 Euro pro Quadratmeter anerkannt werden und ich habe zusätzlich noch weitere 17,00 Euro verloren...

Wenn es schon keine Gesetzestexte dazu gibt (ich habe auch absolut gar nichts gefunden, was sich für mein Problem anwenden lässt), hat dann vielleicht schon einmal jemand Erfahrungen mit einer Einzelfallprüfung gemacht? Was wird da so gefragt?

Wir heizen definitiv weniger als 80 qm. Die beheizten Zimmer haben aber alle mindestens zwei Außenwände oder mindestens zwei Wände an unbeheizten Zimmern. Außerdem halt Dachwohnung und dann gibt es blöderweise auch noch einen Keller.



Und mal eine andere Frage: In diesem Kostensenkungsbescheid stand:

Zitat:
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um eine Aufforderung zu einem Umzug handelt.
Ich kann diese Kosten schon allein deswegen nicht senken, weil ich zum einen nicht alleine wohne und zum anderen natürlich die Gaspreise ständig erhöht werden.

Wie käme ich an eine Umzugsaufforderung? Und wie ist das mit den Kosten? Vorschießen kann ich absolut nichts. Bewilligt würden die Unterkunftskosten aber natürlich erst, nachdem ich bereits Kaution und die erste Miete bezahlt hätte...

Außerdem gibt es in der näheren Umgebung keine Wohnungen, die alle Voraussetzungen bezüglich der Kosten erfüllen würden. Weiter entfernt kann ich aber keine Wohnung suchen, weil das Jobcenter die Kosten für Fahrten zu den Besichtigungen nicht bezahlt.

Und werde ich sanktioniert, wenn ich die Kosten durch einen Umzug "senke"? Laut meiner Eingliederungsvereinbarung ist das Ziel, meine Bedürftigkeit zu senken bzw. zu beenden.

Wenn ich die Heizkosten aber "angemessen" kriegen will und deshalb umziehe, dann erhöht sich meine Bedürftigkeit. Wird man in so einem Fall sanktioniert?


Ja, ich weiß, dass man eine EGV nicht unterschreiben muss, aber es gab absolut nichts daran auszusetzen. Da wusste ich ja noch nicht, dass ich wirklich zu einem Umzug in eine teurere Wohnung gezwungen werde, weil die Gesetze das so vorschreiben.


Oder gibt es vielleicht irgendein Gesetz, dass die Sachbearbeiter in den Jobcentern zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet?

Eventuell würde mir das bei einer Einzelfallprüfung helfen.
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 14:25   #64
Purzelina
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Dann besteht eventuell die Gefahr, dass ich rückwirkend vielleicht doch aus dem Bezug falle und dann die kompletten Kosten selbst tragen muss und keinen Anspruch auf einen Beratungsschein gehabt hätte.
Das ist egal, der Beratungsschein wird anhand der aktuellen Situation erteilt, eine Prüfung nach der Erteilung findet nicht statt. Bei der Prozeßkostenhilfe ist das anderes, da muss man Veränderungen des Einkommens melden, im Sozialrecht wird das aber auch kaum überprüft.
Purzelina ist offline  
Alt 28.02.2013, 14:36   #65
K. Lauer
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Beiträge: n/a
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Bundesweiter Heizspiegel 2012 veröffentlicht*-*Heizspiegel

Eine Orientierungshilfe.

"Der Bundesweite Heizspiegel 2012 liefert Vergleichswerte zu Heizkosten, Heizenergieverbrauch und CO2-Emissionen zentral beheizter Wohngebäude für das Abrechnungsjahr 2011. Mit diesen Werten und ihrer Heizkostenabrechnung können Mieter und Eigentümer feststellen, ob die aktuellen Heizkosten günstig oder zu hoch sind. Dafür wurden bundesweit rund 70.000 Gebäudedaten ausgewertet."
 
Alt 28.02.2013, 14:48   #66
gizmo
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gizmo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Blinzeln AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Hallo Annemarie,
habe hier mir nicht alles durchgelesen. Schätze das du eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommen hast?

Jetzt mal zum Beratungsschein, den bekommst du im allgemeinen erst wenn du einen abgelehnten Widerspruch in der Hand hast, hast du ein Widerspruch geschrieben, auf welchen Bescheid?

Ich verstehe das jetzt so:

Du bist HR4rerin?
Deine Eltern auch?
Deine Oma nicht?

Verstehe auch nicht ganz warum deine Oma es nicht warm haben sollte. Hat deine Oma eine so grosse Rente das sie euch unterstützen muß, woher bekommt sie ihre Kohle.

Ich möchte dir anraten einen Ü-Antrag zu stellen, so verliers du wenigstens nicht ganz soviel Zeit. Solltest du noch einen widerspruchsfähigen Bescheid in den Händen halte widersprechen, sonst dem nächsten Bescheid.

Grundsätzlich wird es nach einem Widerspruch eine Einzelfallprüfung geben. Das heist allso auch deine anderen BG Mitglieder werden dann mit überprüft. Seit ihr verschiedene BG`s so muß jede BG hier dann Widerspruch einlegen.

Wenn du den Widerspruch so Inhaltlich hinbekommst das du die Kosten nicht senken kannst oder euer Verbrauch im Rahmen liegt, muß euch das JC beweisen das ihr nicht im Recht seit.

Vielleicht auch einfach mal die volle Kostenübernahme der HK stellen, müssen dann ja antworten.

Nun ist schon viel gepostet worden hier, wäre so mein Vorschlag um die Sache mal ins Rollen zu bringen.
__

Wer andern eine Grube gräbt, den schupst man selbst hinein! Übrigens, fachkundige SB`s im JC gibt es genauso häufig wie Schneebälle in der Hölle!

"WARUM TUHE ICH MIR DAS AN"
gizmo ist offline  
Alt 28.02.2013, 16:09   #67
Annemarie->Emailproblem
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
Du bist HR4rerin?
Deine Eltern auch?
Deine Oma nicht?
Ja, das stimmt so.

Zitat:
Hat deine Oma eine so grosse Rente das sie euch unterstützen muß, woher bekommt sie ihre Kohle.
Bei Haushaltsgemeinschaft war es doch so, dass man irgendwie den doppelten Regelsatz für sich behalten durfte und dann erst die Mitglieder der HG unterstützen müsste, oder? Und einmal würden die KdU berücksichtigt? Da liegt sie weit drunter. Im Übrigen hat sie notariell beurkundetes freies Wohnrecht und dürfte doch auch so gar nicht zu irgendwelchen Zahlungen verpflichtet sein. Aber auf jeden Fall Rente unter 700,00 Euro.

Zitat:
Grundsätzlich wird es nach einem Widerspruch eine Einzelfallprüfung geben.
Also brauche ich im Widerspruch keine Einzelfallprüfung beantragen, sondern das geschieht automatisch?

Zitat:
Das heist allso auch deine anderen BG Mitglieder werden dann mit überprüft.
Dafür kommen dann Mitarbeiter des Jobcenters vorbei? Geben die den Termin vorher bekannt? Und glauben die es dann auch, dass man zum Beispiel bestimmte Zimmer nicht heizt, in denen man sich aufhält oder denken die, dass die Heizung nur für deren Besuch ausgestellt wurde? Wie beweist man sowas?

Zitat:
Wenn du den Widerspruch so Inhaltlich hinbekommst das du die Kosten nicht senken kannst oder euer Verbrauch im Rahmen liegt, muß euch das JC beweisen das ihr nicht im Recht seit.
Also sollte ich den Widerspruch gleich etwas ausführlicher machen und nicht nur einfach "hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom xx.xx.xxxx, in welchem nur EUR 24,00 der Heizkosten anerkannt werden. Es liegt kein unwirtschaftliches Heizverhalten vor."

Was dürften wir da reinschreiben, ohne dass es meinen Eltern schadet? Sie haben Angst, dass es irgendwelche Gesetze gibt, nach denen sie ihr Haus mittlerweile viel mehr hätten dämmen müssen und dass sie nachher noch irgendwelche Ordnungsgelder aufgebrummt bekommen.

Soll ich da nur auf die Situation mit meiner Großmutter eingehen und auf die Zimmer unterm Dach und den Keller?

Oder sollte ich auch auf das Alter des Hauses hinweisen und die damit verbundene schlechtere Dämmung?

Brauche ich irgendeine Bescheinigung von einem Arzt, wenn ich auf die Schwerhörigkeit meiner Großmutter hinweise? Sie weigert sich strikt, ein Hörgerät zu tragen und würde sich wohl kaum untersuchen lassen wollen. Wo könnte man Dezibelmesser ausleihen, damit man die Lautstärke ihres Fernsehers mal messen und auf die Unzumutbarkeit mit zum Beispiel einem gemeinsamen Wohnzimmer hinweisen könnte?


Übrigens ist das mit dem Überprüfungsantrag fast eine noch bessere Idee als mit einem Widerspruch. Habe ja etwas Angst, dass die Leistungen vorsorglich eingestellt werden. In ein paar Monaten könnte ich das eher überstehen als momentan.

Wäre mir auch deswegen etwas lieber, weil ich vielleicht in einem Jahr dann auch komplett aus dem Bezug falle.

So ein Überprüfungsantrag ginge dann doch auch für die Quadratmeter an sich, oder? Weil im Bescheid meiner Eltern ja nur noch 60 qm für vier Personen anerkannt werden.


Weiß grade echt nicht mehr, was besser wäre. Rein finanziell gesehen, wäre der Überprüfungsantrag die bessere Variante, da rückwirkend ja keine vorsorgliche Leistungseinstellung erfolgen kann.

Ein Jahr ab dem Datum des Bescheides und nicht ab der Kürzung der Heizkosten, oder? Also wenn schon für Januar die Heizkosten gekürzt wurden, der Bescheid aber erst Ende Februar einging, dann muss der Überprüfungsantrag bis Ende Februar des Folgejahres gestellt werden, oder?

Vielleicht kommt ja dann zwischenzeitlich doch noch irgendein Gesetz raus, dass nur die Gesamtmiete angemessen sein muss und nicht die einzelnen Bestandteile für sich betrachtet.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...



Und zwischendurch auch ein Danke an alle, die hier ihre Meinung posten. Die Tipps, die von mir nicht umgesetzt werden, helfen ja vielleicht anderen in der gleichen Situation.

Würde ich in einer Stadt wohnen, dann wäre Beratungsschein und Anwalt ja vielleicht auch was für mich. Momentan erscheint es mir aber irgendwie auch etwas unlogisch, wenn ich dafür mehr Geld ausgäbe, als mir letztendlich von den Heizkosten abgezogen wird. Vor allem, wenn die Gesetze dann auch noch so auf Seiten des Jobcenters sind...

Könnte das höchstens meinen Eltern empfehlen. Die bekommen ja pro Person noch einmal 6 Euro weniger als ich.

EDIT:

Hatte ich doch glatt überlesen

Zitat:
Jetzt mal zum Beratungsschein, den bekommst du im allgemeinen erst wenn du einen abgelehnten Widerspruch in der Hand hast, hast du ein Widerspruch geschrieben, auf welchen Bescheid?
Damit hat sich das mit dem Beratungsschein ja so oder so erledigt.

Und nein, Widerspruch hatte ich noch nicht geschrieben und bin mir eben auch gar nicht mehr so sicher, dass das wirklich die beste Möglichkeit ist.

Ich weiß übrigens, dass Überprüfungsanträge auch schon vorher erwähnt wurden, aber manchmal hat man da irgendwie ein Brett vorm Kopf und nimmt das gar nicht richtig wahr. Man liest ja auch ständig von 30 Tagen für Widersprüche und da denkt man dann nicht so recht dran, dass man theoretisch ja auch einen Überprüfungsantrag als Verlängerungsfrist für Widersprüche nehmen könnte.

Und darum habe ich das bisher auch nicht so wirklich als Alternative wahrgenommen. Die 30 Tage Frist wäre doch für Widersprüche nicht so wichtig, wenn man ab dem 31. Tag dann eben einen Überprüfungsantrag macht. Oder sehe ich da jetzt irgendwas falsch?
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 18:05   #68
gizmo
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Blinzeln AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Nunmal der Reihe nach.

1. Seit ihr eine BG?

2. Wenn nicht was seit ihr?

Jetzt mal zu den m²

Wenn ihr eine BG seit:

50m² 1 Person

65m² 2

80m² 3

95m² 4

Wie Groß ist die Bude?

die m² Zahl spielt garnicht so eine grosse Rolle, das ist nur der Anhaltspunkt zur Berechnung.

Seit ihr alle Körperlich voll einsetzbar?

Hast du nur du die 45,63€ Kostensenkung?
Oder jeder von euch?

Dann mal so nebenbei, wer Pflegt denn deine Oma?

Für deine Oma sollte nach Antrag der Ganze KDU Anteil gezahlt werden.

mehr dann.
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Alt 28.02.2013, 18:47   #69
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
1. Seit ihr eine BG?

2. Wenn nicht was seit ihr?
Wir sind eine HG (Haushaltsgemeinschaft), da wir miteinander verwandt sind, aber nicht in eine BG gehören.

Allerdings gelten für HGs komischerweise die gleichen Quadratmeter wie für BGs, obwohl sich ja normalerweise in BGs Kinder durchaus mal ein Zimmer teilen und ein Wohnzimmer gemeinsam genutzt wird. Bei einer HG ist das nicht der Fall. Da hat doch jeder sein eigenes Zimmer...

Zitat:
Wenn ihr eine BG seit:

50m² 1 Person

65m² 2

80m² 3

95m² 4
Ist bei uns leider nicht so.

4 Personen dürfen hier nur 80qm nach meinem Bescheid und sogar nur 60qm nach dem letzten Bescheid meiner Eltern haben. Ich tippe aber mal, dass die 80qm korrekt sind.

Zitat:
Wie Groß ist die Bude?
Größe des Hauses (inklusive der qm, die bei normalen Wohnungen nicht berücksichtigt werden wie z.B. Treppe) insgesamt 150qm.

Könnte aber auch etwas weniger sein. Meine Mutter hatte damals die qm der Zimmer unter dem Dach falsch berechnet. Könnten durchaus bis zu 20qm weniger sein.

Es werden aber nicht alle Zimmer geheizt!

Zitat:
Seit ihr alle Körperlich voll einsetzbar?
Wie ist das gemeint? Meine Oma ist nicht mehr besonders fit...

Zitat:
Hast du nur du die 45,63€ Kostensenkung?
Oder jeder von euch?
Meine Gesamtmiete hatte sich seit der Erstellung des Threads mittlerweile erhöht auf 58,13 und jetzt wären es sogar noch einmal fast 8 Euro mehr.

Aber ja, wir bekamen alle eine Kürzung. Meine Eltern kriegen noch je 18,00 Euro Heizkosten und ich kriege 24,00 Euro Heizkosten.

Zitat:
Dann mal so nebenbei, wer Pflegt denn deine Oma?
Eigentlich kümmert sich jeder so ein bisschen um sie. Richtig intensive Pflege braucht sie noch nicht. Angegeben bei der Pflegekasse wurde meine Mutter.

Zitat:
Für deine Oma sollte nach Antrag der Ganze KDU Anteil gezahlt werden.
Ihre Rente ist aber zu hoch für Grundsicherung. Oder wegen dem freien Wohnrecht? Habe den Vertrag mal angesehen und leider steht da nichts von Neben- und Heizkosten. Also bedeutet freies Wohnrecht nach diesem Vertrag nur, dass keine Grundmiete zu zahlen ist. Zu DDR-Zeiten hat man aber natürlich auch nicht mit ALG II gerechnet...
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 19:14   #70
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Habe jetzt doch etwas gefunden:

Zitat:
§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung

(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
Kann mir jemand sagen, ob das die aktuelle Fassung ist?

Und wie ist der letzte Satz zu verstehen?

Zitat:
Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
"muss nicht" bedeutet, dass die Sachbearbeiter sich das aussuchen können?

Aber alles in allem würde ich diesen Satz jetzt so verstehen, dass die Heizkosten in vollem Umfang übernommen werden könnten, wenn ein Umzug unwirtschaftlich wäre?

Wenn da bloß statt dieses "muss nicht" ein "darf nicht" stehen würde. Die Sachbearbeiter in unserem Jobcenter handeln bestimmt nicht freiwillig wirtschaftlich. Beziehungsweise tun sie es ja aus ihrer Sicht mit der Kürzung schon...
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 19:37   #71
gizmo
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Blinzeln AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

He, welches JC ist es?
und welche Wohngegend?

Hmmm
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Alt 28.02.2013, 19:48   #72
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Dein Zitat ist aktuell.

Die jeweils aktuellen Paragraphen gibt es im Link. Das ist eine gute Quelle.

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung - dejure.org
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Alt 28.02.2013, 19:49   #73
hans wurst
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat von Annemarie Beitrag anzeigen
Wir sind eine HG (Haushaltsgemeinschaft), da wir miteinander verwandt sind, aber nicht in eine BG gehören.
Nein. Ihr seit eine (3er) Wohngemeinschaft, ansonsten wärst du in der BG deiner Eltern und würdest keinen eigenen Bescheid erhalten.

Zitat:
Bundessozialgericht B 14 AS 6/08 R

Leben Hilfsbedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten zusammen, so wird nach § 9 Abs. 5 SGB II vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann. 

§ 9 Abs. 5 SGB II enthält die widerlegbare Vermutung, dass der Hilfsbedürftige von seinen Verwandten oder Verschwägerten unterstützt wird (Löns in: Ders. / Herold-Tews, SGB II, 2. A. 2009, § 9 Rn. 31). Bevor die Vermutungsregelung eingreift, muss zunächst eine Haushaltsgemeinschaft im Sinne des § 9 Abs. 5 SGB II zu bejahen sein. Das BSG führt in seiner Entscheidung zutreffend aus, dass das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft von Amts wegen festzustellen ist.

Dafür, dass eine Haushaltsgemeinschaft bestehe, sei hingegen die Beklagte (Jobcenter) beweispflichtig.

Ein gemeinsames Wirtschaften ("Wirtschaften aus einem Topf") geht über ein gemeinsames Zusammenleben hinaus. Die gemeinsame Nutzung von Bad, Küche und Gemeinschaftsräumen reicht hierfür nicht aus. Unterstützungen zur Behebung einer Notlage, die z.B. durch die Zahlungsunwilligkeit des Grundsicherungsträgers (ARGE) verursacht wird, begründeten noch nicht die Annahme des Wirtschaftens aus einem Topf.

Weitere Kriterien, die unter Berücksichtigung der Gesamtumstände gegen die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft sprechen können, sind: die getrennte Kontoführung der Bewohner, der getrennte Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen Artikeln des täglichen Bedarfs und auf jeweils eigene Rechnung, getrenntes Waschen der Wäsche, jeweils ein eigenes Zimmer der Bewohner innerhalb der Wohnung. Auch der Umstand, dass gelegentlich das Essen gemeinsam gekocht und eingenommen wird, genügt nicht für die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft.

Zitat von Annemarie Beitrag anzeigen
Zitat von gizmo Beitrag anzeigen
Wenn du den Widerspruch so Inhaltlich hinbekommst das du die Kosten nicht senken kannst oder euer Verbrauch im Rahmen liegt, muß euch das JC beweisen das ihr nicht im Recht seit.
Also sollte ich den Widerspruch gleich etwas ausführlicher machen und nicht nur einfach "hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom xx.xx.xxxx, in welchem nur EUR 24,00 der Heizkosten anerkannt werden. Es liegt kein unwirtschaftliches Heizverhalten vor."

Ist nicht erforderlich, denn die Beurteilung der angemessenen KDU erfolgt hier von JC in erheblichen Umfang rechtswidrig.
Meiner Meinung nach reicht;
hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom xx.xx.xxxx, in welchem nur EUR 24,00 der Heizkosten anerkannt werden. Die Beurteilung der angemessenen KDU erfolgt rechtsfehlerhaft.
Lebt ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger nicht in einer Bedarfsgemeinschaft, sondern in einer bloßen Wohngemeinschaft, ist bei der Bestimmung der angemessenen Kosten der Unterkunft nach der Produkttheorie allein auf ihn als Einzelperson abzustellen (vgl.BSG 18.06.2008 -B 14/11b AS 61/06 R).

kannst ja noch an deine Wortwahl anpassen, den "Rest" kannst du dir für die eventuelle Klage aufheben.

Eine darüberhinaus gehende Diskussion/Argumentation ist nicht erforderlich, da die Beurteilung der KDU hier rechtswidrig erfolgt.
Dir stehen für Heizkosten problemlos bis zu 60€ zu und deinen Eltern bis zu 80€. Ergibt sich aus der Rechtsprechung des BSG.
hans wurst ist offline  
Alt 28.02.2013, 19:54   #74
Annemarie->Emailproblem
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Annemarie
Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Zitat:
He, welches JC ist es?
und welche Wohngegend?
Ländliche Wohngegend. Jobcenter Jerichower Land.

Zitat:
Dein Zitat ist aktuell.
Okay. Bisher hatte ich immer nur diesen Paragraphen ohne den letzten Satz gefunden. Aber gerade dieser könnte mir vielleicht helfen.

Zitat:
Nein. Ihr seit eine (3er) Wohngemeinschaft, ansonsten wärst du in der BG deiner Eltern und würdest keinen eigenen Bescheid erhalten.
Bin über 25 und darum nicht in der BG meiner Eltern.

Was die HG betrifft:

Getrennter Einkauf ist nicht möglich, da meine Großmutter natürlich nicht in die Stadt kommt und Wäsche waschen ist auch nicht getrennt, weil meine Großmutter gar nicht mit so einer "neumodischen" Maschine umgehen kann.

Und meine Mutter kocht täglich für meine Oma, ihren Mann und sich und isst auch täglich mit ihnen gemeinsam. Also nicht nur gelegentlich.

Außerdem sind die Formulare der Jobcenter so gestaltet, dass man bei Verwandtschaft generell nur Anlage HG ausfüllen kann. Tut man das, gibt man die HG zu...

Auf jeden Fall aber danke für diese Textvorlage.

Wäre nur halt gut, wenn ich das irgendwie mit der Wirtschaftlichkeit hinkriegen könnte. Genau genommen ist das bei uns leider wirklich eine Haushaltsgemeinschaft.
Annemarie ist offline  
Alt 28.02.2013, 20:47   #75
hans wurst
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Standard AW: Wie soll ich KDU von insgesamt 45,63€ noch weiter senken?

Entscheidend ist hier ausschließlich das Verhältnis zwischen dir und deinen Eltern und nicht zwischen deinen Eltern und deiner Oma. Wenn dann währen wohl deine Eltern und die Oma eine HG. Weiterhin sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.

Nur weil die Formulare nichts anderes zulassen, heißt es nicht, dass ihr deswegen eine HG seit, es gelten die gesetzlichen Voraussetzungen (Urteil).
hans wurst ist offline  
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