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Alt 10.05.2008, 15:58   #126
Debra
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Debra
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Man ist nicht so aneinandergekettet, wenn man später feststellt, dass man doch nicht so gut zueinander passt, wie man Anfangs (in Liebsdusselei) gedacht hat.
Ist doch aber schade. Kids sollten doch aus Liebe geboren werden. Der Staat könnte ja was für die Bürger tun... Spielplätze, Kindergärten, andere Freizeiteinrichtungen die jeder Bürger nutzen kann, egal ob mittels Formular soundso nachgewiesen, er einen "Anspruch" hat oder nicht. In USA ist das so, auch in anderen europäischen Ländern sind die Menschen wirklich viel kinderlieber als hier. Wird Zeit, dass D auch wieder kinderlieber wird.
Debra ist offline  
Alt 10.05.2008, 16:04   #127
Neuerdings
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
...(obwohl sich auch heute noch oft jüngere Frauen nach mir umdrehen, was ich sehr genieße )
Klar, wenn Du ihnen die Handtaschen klaust und nicht erwischt wirst....
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Alt 10.05.2008, 16:11   #128
zebulon
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zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat:
Klar, wenn Du ihnen die Handtaschen klaust und nicht erwischt wirst....
Geweihkreuzend eben.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 10.05.2008, 16:14   #129
Neuerdings
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Standard AW: zu wenig kinder?

Tja, so wurde ein Frauenchat umgewandelt in "Röhren auf der Waldlichtung";
als nächstes fangen wir hier noch von Fussball und Autorennen an....

Förster M.
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Alt 10.05.2008, 16:15   #130
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Kaum.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
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Alt 10.05.2008, 16:58   #131
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Susann
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
@Susan: Na, dann sind's ja doch die bösen Männer. Ich ziehe mich dann aus dieser Diskussion mit ihren jahrtausende währenden Schuldzuweisungen zurück und freue mich still, dass ich mich gegen Kinder entschieden habe.
Hallo zebulon,

es geht nicht um Schuld, sondern Fakten. Wenn ich als Frau selbstbestimmt leben möchte, bleibt nur die Entscheidung erst dann Kinder zu bekommen, wenn ich wirtschaftlich für sie alleine aufkommen kann.

Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.

Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging.

Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist - wenige Ausnahmen gibt es immer. Für die Frau und für die Kinder. Wobei die horizontale Feindseligkeit unter Frauen fast noch schlimmer ist als die von Männern, die sich belastet fühlen oder sind durch Unterhaltszahlungen und deshalb schimpfen.

p.s.
Zitat:
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.
Die ursprüngliche Wut kommt nicht von meiner Seite, sondern von seiner aus, weil er keinen Zugriff mehr auf mein/unser Leben hat. Daher benimmt er sich manchmal wie ein Vollidiot (z.B. den Unterhalt einzustellen, weil ich ihm meine Kontoauszüge nicht zeige *lol*), worunter unser Kind dann leidet.

Gruß
Susann
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Alt 10.05.2008, 17:16   #132
andine
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von Susann Beitrag anzeigen

Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.
Aber ist es nicht so, dass auch heute die Sippe (die Gemeinschaft Staat) für diese Kinder aufkommt, in Form von Unterhaltsvorschuss und ALG2 für das Kind?
Ist im Prinzip auch egal, woher das Kind ist.
 
Alt 10.05.2008, 17:19   #133
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Standard AW: zu wenig kinder?

Hallo andine,

ja, das Resultat ist Armut für die Mutter und die Kinder. Wie ich im Posting davor schrieb.

Und diese Armut reicht bis in die Rente bei der Mutter, wenn sie nicht in der Lage ist weiter zu vernünftigem Einkommen arbeiten zu gehen. Und das schaffen die wenigsten alleinerziehenden Frauen.

Gruß
Susann
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Alt 10.05.2008, 17:33   #134
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Susan schrieb:
Zitat:
Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.
Das war doch schön, oder ? Vielleicht sollte man da wieder hin zurück.

Zitat:
Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging. Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist
Deswegen ist es heute letzlich auch eine schlechte "Lösung" die sich von den Zeiten wo es für die Frau eine Schande war, und ihr die Schuld gegeben wurde, nicht mehr wesentlich unterscheidet.

Deswegen stimme ich dir auch zu. Viele Männer sind vielleicht innerhalb solcher Strukturen oft auch völlig überfordert, weil sie eben da auch Probleme haben, selbstbestimmt zu leben. Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, scheinbar genetisch eher durch.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 10.05.2008, 17:37   #135
andine
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, genetisch eher durch.
Das ist naturgewollt.
Spaß beiseite. Das kann man nicht verallgemeinern. Ich sags mal so. Bei mir war immer die Devise. Für eine Beziehung ist gutes Aussehen nicht wichtiger als der Charakter, eher zweitrangig. Für einen ONS gilt das natürlich nicht. Und wie der Teufel es so will, stammt das Baby aus dem einzigen ONS.
 
Alt 10.05.2008, 17:46   #136
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Spaß ist immer gut, Andine. Was ist ein ONS ?

Zitat:
Für eine Beziehung ist gutes Aussehen nicht wichtiger als der Charakter, eher zweitrangig.
Jaja, das sagt einem der Verstand. ANDERE Körperteile sind aber da vielleicht anderer Meinung.
__

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Alt 10.05.2008, 18:06   #137
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Standard AW: zu wenig kinder?

Hallo zebulon,

Du sprichst von Hass, nicht ich.

Für mich war das Thema damals vor 16 Jahren bereits durch. Es war mein Irrglaube die Beziehung könnte halten und ich hätte einen normalen und gesunden Menschen vor mir.

Was mich heute ärgert sind konkrete A-loch-Verhaltensweisen von ihm, so wie ich mich über jeden andern Menschen auch ärgern würde. Schwer zu glauben, ich weiß.

Gruß
Susann
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Alt 10.05.2008, 18:09   #138
andine
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Spaß ist immer gut, Andine. Was ist ein ONS ?
One Night Stand

Zitat:
ANDERE Körperteile sind aber da vielleicht anderer Meinung.
Für einen ONS brauche ich sicher keinen Doktor, lach. Es sei denn, ich will im Bett nur philosophieren oder meine Gesundheit lässt angesichts der Aktivität zu zweit nach.
 
Alt 10.05.2008, 18:24   #139
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Susann schrieb:
Zitat:
Du sprichst von Hass, nicht ich.
schon klar, du bist nicht persönlich gemeint. Das bezog sich auf meine Mutter. Ich denke mal in der Praxis sind es sehr widersprüchliche Gefühle die man als Frau bestimmt da hat wenn sie, nennen wir es wie man es gemein bezeichnet. "sitzen gelassen" wurde.

Eine Freundin von mir hat mal mal offen mir gegenüber zugegeben, dass sie dieses Gefühl des Hasses gegen ihren Kindsvater sogar absichtlich nährt, weil sie daraus Energie bezieht (die dunkle Seite der Macht ). Das war bei meiner Mutter glaube ich auch so. Die war nach 16 Jahren nicht so abgeklärt, dass man sich mit ihr einigermaßen sachlich über ihren verflossenen Ehemann hätte unterhalten können. Sowas ist ganz schön zerstörerisch und dafür zahlen alle einen hohen Preis. (Das dumme Schwein natürlich auch, weil es gegen seinen Willen dann doch letztendlich noch als Energiequelle dient) Ich verstehe es auch irgendwo.
__

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Alt 10.05.2008, 19:29   #140
Emily
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von Neuerdings Beitrag anzeigen
Aber dadurch kannst Du auch nur "Experte" für das vaterlose Sitzengelassensein werden, nicht jedoch für das Vatersein/-nichtsein.
Frauen sind eh' immer wütend, wenn sie nicht gerade zu müde sind....
Das kommt subjektiv vielleicht nur so vor? :-P

Zitat:
Zu weit rausgeschwommen. Wenn "Schwelen" leicht zu verarbeiten wäre, wäre es kein Schwelen.
Der Konflikt, einen erwiesenen Voll-***** dennoch als brauchbaren Vater wenigstens an Seite des Kindes habn zu wollen, beschäftigt Frauen reichlich mehr, als alles "auf ihrer Seite".
Oh, danke für das Verständnis (:. Zum einen dies. Zum anderen wäre es auch um vieles leichter, die Kiddies ab und an für ein Wochenende oder einen Teil der Ferien fröhlich zu verabschieden, um auch mal ein paar (tausend) Füsse hochzulegen. Sooo lustig ist der 24-7-Job nun auch nicht durchgehend. Ich meine, mensch liebt seine Kinder auch immer wieder ganz "neu", wenn sie sich auch einmal erholen dürfte.

Zitat von Zebulon
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.
Es ist immer wieder interessant dass frau so etwas aufs Butterbrot geschmiert bekommt wenn sie es einfach nur wagt, das Thema anzusprechen. Um die Unwirksamkeit dieser Methodik hiermit darzulegen: Gut, dann sind wir keine "lieben Mädchen", das ist nämlich ein Teil dieses verdammten Erziehungsschrottes, welcher Frauen zu hinterf*** Melkkuhsucherinnen erzieht. Insofern, und so lange solcherart Denke noch bei den "Boys" (wie meine Tochter zu sagen pflegt) vorhanden ist, werdet ihr ebensolange genau das kriegen was ihr verdient: Frauen, welche die Pappis ihrer Kinder nach dem Portemonnaie aussuchen. Dann brauchen wir auch gar nicht den Hartzis das Kinderhaben so schwer machen, denn IHR seid eh nicht gefragt. Und hättet ihr vorher Geld gehabt: Spätestens wenn es zur Neige ginge kommt ein weiterer Zwerg mit EUCH nicht mehr in Frage. Frag dich mal ganz im tiefsten Winkel deines Herzens, ob bei der Ansage nicht doch so ein klein wenig Konditionierung im Spiel ist? So rein theoretisch.
Zitat:
Ihr tut das Beste für eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen.
Tut ja keiner. Hier sprechen wir unter Erwachsenen. Angesehen davon ist es meinem Fall exakt so, dass ich diejenige bin, der exakt die ca. 500 Euro von der ARGE aufgestockt werden welche NICHT an Kindesunterhalt eingehen. Also werde ich stellvertretend für ein paar ganz grosse A+++ gepiesackt, und die Kinder mit. Ganz schön fies, diese Nummer, Frauen und Kinder zu quälen dafür dass andere ihren Job nicht machen wollen.

Zitat:
Damit behindert ihr unter Umständen die Entwicklung eurer Kinder zusätzlich nochmals erheblich. Die haben es wahrscheinlich sowiso schon schwer genug.
Die Entwicklung wird wohl mehr behindert, wenn die zwischendurch, daneben dass sie zum täglich existenziellen Dasein nicht beitragen, dergestalt dazwischenfunken dass Mammi allein zuhaus die diversen Traumata wieder ausbügeln darf, zzgl. ihrer eigenen. Und da in D-Land über Traumata im eigenen Land nicht gesprochen werden darf, weil das nämlich ein Tabu ist und es sowas nur gibt wenn es in bösen anderen Ländern geschieht, die sowieso andauernd die Menschenrechte verletzen, und von Vätern ausgelöste schwere Traumata auch nicht gesprochen werden darf denn das ist "bäh", und die Mütter sollen da lieber ihre Wut herunterschlucken, weil die Papis sind ja so existenziell wichtig für die Kinder und den Kindern so lange weiter Traumata antun lassen bis diese in der Klapse landen. Oh ja, ich kenne solche Fälle. In einem Fall hat die Frau mittlerweile Krebs und der Sohn ist exakt in der Psychiatrie gelandet. Beide haben also stellvertretende dessen miesen Character ausgebadet - und die Helferszene oder Gerichte haben noch dazugeholfen.

Ich denke, wenn du jeden Tag auf die Strasse gehen musst mit dem Wissen, dass deine existenziell grössten Feinde der Vater und Vater Staat sind, dann ist das schon ein besonders erhebendes Leben. Also kommst du letztlich gar nicht drumherum, die Dinge offen auszusprechen und beim Namen zu nennen, nämlich allein schon aus Seelenhygienegründen. Kinder würden alles spüren, auch wenn du es nämlich nicht laut sagen würdest. Und dann beziehen sie eine "Schuld" möglicherweise sogar auf sich, weil sie nicht wissen was wirklich Sache ist. Das ist dann das Schlimmste was passieren kann, weil sie nämlich gar nichts davon verarbeiten können, da sie keinen Zugang zu den Fakten haben und alles ausschließlich im Unterbewusstsein schwelt. DAS ist nämlich dann schlimm und führt zu Entwicklungsstörungen.

Also, was ich anmahne sind strukturelle Lebensbedingungen, welche Kinder zu haben und das Leben von Kindern menschenwürdig möglich machen - und zwar gesund, seelisch wie körperlich - und nicht verunmöglichen. Und ja, da kriege ich gerne auch Wut auf alle die, die nicht im Traum daran denken solche Bedingungen zu schaffen, sondern es zur Hölle auf Erden machen, Kinder zu haben oder Kind zu sein. So war das Ganze nämlich nie vorgesehen - nur wird es so ge-MACHT.


LG
Emily
 
Alt 10.05.2008, 19:42   #141
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Susann
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Standard AW: zu wenig kinder?

Hallo zebulon,

dann liegt es wohl daran, dass ich nicht haßerfüllt bin: ich warf ihn raus, ich wurde nicht verlassen. Böse Frau ich...

Gruß
Susann
Susann ist offline  
Alt 10.05.2008, 19:52   #142
Emily
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Fakten:

Wenn ich als Frau selbstbestimmt leben möchte, bleibt nur die Entscheidung erst dann Kinder zu bekommen, wenn ich wirtschaftlich für sie alleine aufkommen kann.

Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.

Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging.

Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist - wenige Ausnahmen gibt es immer. Für die Frau und für die Kinder. Wobei die horizontale Feindseligkeit unter Frauen fast noch schlimmer ist als die von Männern, die sich belastet fühlen oder sind durch Unterhaltszahlungen und deshalb schimpfen.

Das Resultat ist Armut für die Mutter und die Kinder.

Und diese Armut reicht bis in die Rente bei der Mutter, wenn sie nicht in der Lage ist weiter zu vernünftigem Einkommen arbeiten zu gehen. Und das schaffen die wenigsten alleinerziehenden Frauen.
Ich habe mir erlaubt, diesen Beitrag zusammenfassend nur oben leicht zu liften: Es ist auf den Punkt getroffen. Was früher physisch war ist heute nur "anders" geregelt - alles ist erlaubt, dir wird vorgetäuscht dass alles bestens wäre, und hintenherum wirst du bestraft. Das ist gerade das Perfide.

Zitat von andine
Aber ist es nicht so, dass auch heute die Sippe (die Gemeinschaft Staat) für diese Kinder aufkommt, in Form von Unterhaltsvorschuss und ALG2 für das Kind?
Ist im Prinzip auch egal, woher das Kind ist.
So ist es eben nicht, nur vordergründig. Die Gemeinschaft lässt dich dafür bluten und büssen, dass du von ihr unterstützt wirst. Sogar wenn es so hinterhältig ist dass du zwar bereits Einkommensteuer bezahlen darfst, die dir weggenommen wird, und du gleichzeitig Hartz4 nehmen musst, mit allen damit verbundenen Schikanen, von denen wohl alle hier ein Lied singen können. Kinderzuschlag ist übrigens auch nicht fröhlicher. Ich hab gerade mal den Beantragungswust durch, weil ich auch mal wissen wollte wie das abläuft. Aus Hartz4 kommst du nämlich auch nicht in den Genuss von Kinderzuschlag, da du nämlich erst einmal aus dem ALG-Bezug draussen sein musst, bevor die überhaupt nur anfangen auszurechnen ob du ihn kriegen würdest. Auch wieder so eine Täuschung, dass doch alles für die Familien getan würde. Pustekuchen.

Lieben Gruss (an alle mit oder ohne Geweih)
Emily
 
Alt 10.05.2008, 19:57   #143
Emily
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Das war doch schön, oder ? Vielleicht sollte man da wieder hin zurück.

Deswegen ist es heute letzlich auch eine schlechte "Lösung" die sich von den Zeiten wo es für die Frau eine Schande war, und ihr die Schuld gegeben wurde, nicht mehr wesentlich unterscheidet.

Deswegen stimme ich dir auch zu. Viele Männer sind vielleicht innerhalb solcher Strukturen oft auch völlig überfordert, weil sie eben da auch Probleme haben, selbstbestimmt zu leben. Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, scheinbar genetisch eher durch.
Warst es nicht du, nach dem sich die Mädchen umdrehen

Ja, machen wir es doch wieder so, wie Susann schrieb Ich wär zum Experiment gerne bereit

LG
Emily
 
Alt 10.05.2008, 20:50   #144
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?



Ich komme grad aus dem Garten und hier hat sich ja eineiges angesammelt. Oh Je. Emily, du scheinst auf jeden Fall auch deine entsprechenden Erfahrungen gemacht zu haben.
Zitat:

Warst es nicht du, nach dem sich die Mädchen umdrehen
Manchmal, hab' ich gesagt.

Zitat:
Zitat:
Zitat von Zebulon
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.

Es ist immer wieder interessant dass frau so etwas aufs Butterbrot geschmiert bekommt wenn sie es einfach nur wagt, das Thema anzusprechen. Um die Unwirksamkeit dieser Methodik hiermit darzulegen: Gut, dann sind wir keine "lieben Mädchen", das ist nämlich ein Teil dieses verdammten Erziehungsschrottes, welcher Frauen zu hinterf*** Melkkuhsucherinnen erzieht. Insofern, und so lange solcherart Denke noch bei den "Boys" (wie meine Tochter zu sagen pflegt) vorhanden ist, werdet ihr ebensolange genau das kriegen was ihr verdient: Frauen, welche die Pappis ihrer Kinder nach dem Portemonnaie aussuchen. Dann brauchen wir auch gar nicht den Hartzis das Kinderhaben so schwer machen, denn IHR seid eh nicht gefragt. Und hättet ihr vorher Geld gehabt: Spätestens wenn es zur Neige ginge kommt ein weiterer Zwerg mit EUCH nicht mehr in Frage. Frag dich mal ganz im tiefsten Winkel deines Herzens, ob bei der Ansage nicht doch so ein klein wenig Konditionierung im Spiel ist? So rein theoretisch.
Das hab' ich jetzt nicht verstanden worauf sich das bezieht. Was aufs Brot geschmiert bekommen? Welches Thema anzusprechen? Welche Methodik? Welches Denken bei den "Boys"

Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
__

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Alt 11.05.2008, 02:35   #145
isabel
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Zitat:
Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt,
Wenn ein Vater bezahlt, wird das verrechnet. Erfahrung.
Regelsatz für ein Kind bis 16 beträgt 208,-€.
Egal, wie Du siehst: es kommt auf das gleiche.
Egal, ob der Vater zahlt oder nicht: mehr als mikrige Regelzahlung hat keiner.
Für Kinder spricht eigentlich die Liebe der Mütter, die auf sich alle Schwirigkeiten nehmen.
Leider, in diesen Land, ist Geldvermehren viel wichtiger, als Kinder.
MfG
Isabell
__

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1 P.1GG

Damit das auch so bleibt:
Wacht auf, Verdammte dieser Erde,!


Aus Solidarität und als Ausdruck meines Protests gegen die Kriminalisierung der freien Meinungsäußerung:
"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten."
(Adorno)

Venceremos!
isabel ist offline  
Alt 11.05.2008, 07:46   #146
andine
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Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
Diese Kinder in Gefriertruhen waren aber nicht immer von Alleinerziehenden. Ist fast genauso wie bei Abtreibungen, denn da wird auch immer gesagt, dass meist Alleinstehende abtreiben. Tatsache ist aber, dass es die verheirateten Frauen sind, aus finanziellen Gründen.
Hartz4 ist für Alleinerziehende nicht anders als für Mütter, deren Kinder Unterhalt bekommen, aber das hat isabel schon gesagt. Alleinerziehende bekommen aber noch einen Zuschlag.
Deshalb lohnt es sich auch nicht, Stress mit dem Vater wegen dem Unterhalt zu haben bzw. ihm vorzuwerfen, dass er vielleicht absichtlich weniger arbeitet. Darum kümmert sich das Jugendamt. Wir könnten das auch nicht bezahlen.
 
Alt 11.05.2008, 08:11   #147
Emily
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Ich komme grad aus dem Garten und hier hat sich ja eineiges angesammelt. Oh Je. Emily, du scheinst auf jeden Fall auch deine entsprechenden Erfahrungen gemacht zu haben.
Manchmal, hab' ich gesagt.

Das hab' ich jetzt nicht verstanden worauf sich das bezieht. Was aufs Brot geschmiert bekommen? Welches Thema anzusprechen? Welche Methodik? Welches Denken bei den "Boys"
Moin Zebulon,

Garten ist gut - ich habe gestern meinen Balkon gemacht und festgestellt, ein paar Blattlauslöwen täten nicht schlecht.

Weisst du, der Punkt den ich anspreche ist die permanente Ver-Emotionalisierung, wenn frau etwas offen ausspricht und eventuell auch Power dahintersteckt. Diese hast du damit ausgedrückt, dass du es "wütend" genannt hast. Fakt ist, dass hier Mütter Fakten benannt haben zum Thema, und diese aus eigener gelebter Erfahrung - wer sollte auch sonst so etwas benennen? Gleich hinterher, und ich verüble dir das nicht denn ich schätze sehr eine offene Auseinanderlegung der verschiedenen beteiligten Interessen und Emotionen, hast du angeraten, dieses nicht den Kindern aufzulasten. Der methodische Zirkelschluss ist also folgender:

Frau benennt Missstände -> die Tatsache des Misstandes wird verbal verkleinert dadurch dass Emotionalität der Frau ins Spiel gebracht wird
Gleichzeitig wird der Frau schon fast untersagt, bestimmte Schlüsse und Entscheidungen als Reaktion auf das Miss-Verhalten Anderer zu treffen, insbesondere mit den Auswirkungen auf sie UND die Kinder offen umzugehen. Immanent ist in der Ver-Emotionalisierung stets eine Mahnung, keine reaktiven Emotionen haben zu dürfen. Seelisch tödlich, übrigens, und deshalb stelle ich dieses so heraus.

Diesen Umgang mit tatsächlichen Misständen habe ich wie auch viele andere engagierte Frauen leider oft genug erfahren müssen, und es ist leider ein sehr abwertender Umgang, der immer wieder dazu führt dass Frauen, die Themen offen an- und aussprechen, das Thema, den Misstand, niemals sachlich auseinandersetzen dürfen und verbal durch die Ver-Emotionalisierung auf ein Kleinkindlevel reduziert werden. Ein sehr krasses Beispiel ist meines Erachtens, einer der wenigen in D aufdeckenden Soziologinnen zu unterstellen "Wer hat denn die im Sandkasten geschubst". Was dann erst zur Folge hat, wie du anhand eines sehr plastischen Beispieles beschrieben hast, dass Frauen / Mütter / Kinder, welche sich diesem unausgesprochenen "Diktat" unterwerfen, die Verletzungen auf ewiglich mit sich tragen und nicht verarbeiten - können, weil sozusagen untersagt, da sie sich dann nicht wie "Erwachsene" verhalten. Dies ist die gesellschaftliche Konditionerung der Frauen als "Rollenspielerinnen", während das gendertechnisch "männliche Pendant" dieses der Frau aufgedrückte Rollenmuster der Frau dadurch lebt, dass "er" exakt so reagiert wie es dir meines Erachtens geschehen ist. Unwissentlich, unwillkürlich, konditioniert eben. Unbewusst.

Alles was nicht verarbeitet wurde, auch wenn es vermeintlich noch so gut verdrängt wurde, kehrt aber stets zurück.

Und da schliesst sich der Kreis. Sofern nicht einmal aus dem Karussell ausgestiegen werden kann, die Missstände benannt werden dürfen ohne dass sie verniedlicht oder die Betroffenen verlächerlicht werden. Es ist immer das gleiche Muster. Und es ist im Interesse aller, eben auch der Männer, de betroffenen Jungs, die Tatsachen glasklar zu benennen und dass diese exakt so auch von Anderen anerkannt werden.

Berechtigte Wut wird so heruntergespielt, und ganz besonders bei Frauen. Dadurch kann sie sich auch niemals legen, und Zwänge resp. Tabuisierungen der Gesellschaft sorgen dafür. Und auch hier kann der Kreislauf nur unterbrochen werden, wenn die Gründe, die Ursachen und Verursacher offen als das benannt werden was sie sind, ohne dass den Aussprechenden eine Über-Emotionalisierung unterstellt wird, und zwar möglichst so, dass dieser nicht erst in die Total-Offensive gehen muss, sondern das ihm widerfahrene Unrecht bereits davor anerkannt wird.

Schwelende, unterdrückte Emotionen sind nämlich viel gefährlicher als offen ausgetragene. Wie das Beispiel mit der "dunklen Seite der Macht" auch sehr gut zeigt. Das sind dann "ewige Bindungen", die oft bis ins Grab getragen werden. Würden die einzelnen Kritikpunkte offen beigelegt werden, von der umgebenden Gesellschaft / Gemeinschaft anerkannt werden, jeder einzelne Beteiligte seinen Teil wiedergutmachen, wäre das Leben für alle Beteiligten weitaus freundlicher. Und insbesondere für die Kinder - was du und ich auch sind, nämlich Betroffene der Probleme unserer Eltern und anderer Vorfahren und Einflussnehmer, welche sie nicht gelöst und nicht offen auseinandergelegt haben.

Zitat:
Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
Richtig. Und der Staat / die Gemeinschaft hätte es durch ein Umdenken durchaus in der Hand, für bessere Bedingungen zu sorgen.

Solange aber, wie uns letzte Woche erst schon wieder widerfahren, die Fehler bei denen gesucht werden welche reaktiv sich gegen Gewalt zur Wehr setzen, anstatt Gewalt zu ächten (in diesem Fall massive psychische Gewalt der Klassenlehrerin) und konsequent damit umzugehen, und versucht wird an den Opfern herumzudoktern, solange wird sich da nichts ändern.

Das Muster ist übrigens auch hier wieder gleich:
Gegen tatsächliche Täter wird nichts unternommen, das reaktive Wehrverhalten der Opfer wird
erst ver-emotionalisiert um es nicht ernst nehmen zu müssen,
später psychiatrisiert um es vermeintlich abzuschütteln, und
irgendwann, da es nicht abzustellen ist (weil die Ursache / der Verursacher ja nicht angegangen wird!) dann kriminalisiert.

Letztlich steckt Feigheit dahinter - nämlich Feigheit, sich den tatsächlichen Tätern entgegenzustellen und ihr Verhalten gesellschaftlich zu sanktionieren. Es ist immer viel einfacher, sich an die Opfer heranzumachen, frei nach dem Motto: Wo schon drauf gehauen wurde ist nicht so viel Widerstand zu erwarten.

Schlimm, schlimm, denn so handelt die ganze Gesellschaft, und insbesondere ihre ausführenden Organe.

Das meine ich.

Einen sehr lieben Gruss,
Emily
 
Alt 11.05.2008, 08:27   #148
andine
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von Emily Beitrag anzeigen

Weisst du, der Punkt den ich anspreche ist die permanente Ver-Emotionalisierung, wenn frau etwas offen ausspricht und eventuell auch Power dahintersteckt. Diese hast du damit ausgedrückt, dass du es "wütend" genannt hast. Fakt ist, dass hier Mütter Fakten benannt haben zum Thema, und diese aus eigener gelebter Erfahrung - wer sollte auch sonst so etwas benennen?
Früher ist mir das komischerweise nicht so aufgefallen. Aber als Mutter sieht man die Welt etwas anders und das, was ich jetzt sehe, gefällt mir sehr oft nicht und wir haben das Recht, Missstände beim Namen zu nennen. Wenn Männer das wütend nennen, haben sie noch nicht pappa.com besucht. Da können sie mal anhand ihrer Geschlechtsgenossen lesen, was wütend wirklich bedeutet. Nur gut, dass das dort nicht der Durschnitt der Männer ist, sonst wäre ich lesbisch.

Zitat:
Alles was nicht verarbeitet wurde, auch wenn es vermeintlich noch so gut verdrängt wurde, kehrt aber stets zurück.
Und dann kommt es gewaltig ...
 
Alt 11.05.2008, 09:04   #149
zebulon
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Standard AW: zu wenig kinder?

Hallo Emily,

du hast mich glaube ich nicht ganz richtig verstanden. Ich hatte gesagt:

Zitat:
ihr tut das Beste für euch und eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen.
Das war die Grundaussage. Das mit dem schnellen Verarbeiten des schwelenden Konflikts ist widersprüchlich, da hatte ja Neuerdings auch zu Recht schon darauf hingewiesen und du hattest dich darüber auch korrekterweise aufgeregt. Ich formuliere den Satzt um:

ihr tut das Beste für euch und eure Kinder, wenn ihr diese Situation auf andere Weise aufarbeitet, als dadurch das ihr die Kinder permanent in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen wollt.

Da hat etwas damit zu tun, was ich sagte, das Frauen manchmal diesen Konflikt oder nennen wir es Haß gegen den Kindsvater, statt ihn zu aufzuarbeiten, als Energiequelle nutzen um ständig Kraft für die Weiterexistenz (auch im System, denn Frau muß ja schaffen gehen um die Kinder zu ernähren) daraus schöpfen zu können. Wie gesagt, das ist aber unstabil bzw. erfordert permanent blinde Flecke. Wenn Kinder dann dazu kritische Fragen stellen, dann spielen sie an den Hauptsicherungen (der Frau/Mutter), wissen es aber nicht.

Zitat:
Frau benennt Missstände -> die Tatsache des Misstandes wird verbal verkleinert dadurch dass Emotionalität der Frau ins Spiel gebracht wird.
Zu dem Komplex: Ich verstehe was du damit meinst. Das ist eine üble Manipulationstechnik, die aber nicht nur gegen Frauen angewendet wird.

Bei den Blattläusen musst du mal darauf achten, ob Ameisen in der Nähe sind. Manchmal schleppen die die Blattläuse wieder hin, wenn du schon schon weggemacht hast, weil das deren Milchkühe sind.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
zebulon ist offline  
Alt 11.05.2008, 09:22   #150
Emily
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Standard AW: zu wenig kinder?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Bei den Blattläusen musst du mal darauf achten, ob Ameisen in der Nähe sind. Manchmal schleppen die die Blattläuse wieder hin, wenn du schon schon weggemacht hast, weil das deren Milchkühe sind.
Das trifft den Inhalt, beiderseits.

Zu dem was du noch geschrieben hast würde ich mich gerne weiter "auseinandersetzen", den ich finde es gut und wichtig dass einmal auseinanderklamüsert wird was da alles mit hinein spielt dass Frauen / Mütter sich so verhalten und vielleicht gesellschaftlich gewollt gar nicht anders verhalten können / sollen.

Ich erkenne nämlich durchaus das System, dass dieses alles so geschaffen hat, DAMIT eben gerade Menschen auf einer gleichberechtigten Ebene nicht stark sein können. Was nicht mitzieht, soll wieder einmal ausgemerkelt werden - oder war es ausgemerzt? Da dieses Mal gewisse Konventionen niedergeschrieben sind, geschieht das alles eben durch die Hintertür. Wir können gerade nur dagegen an, indem wir Lügen erkennen, benennen und das nicht zulassen, nicht wahr.

Meinerseits allerdings nicht jetzt gerade - wie war doch gleich der Slogan: Geniesst mal wieder !

Emily
 
 

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