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Start > > > > -> Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten


 

 

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Alt 06.08.2011, 15:00   #26
sumse
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
es geht in dem urteil ja darum, dass der frau kein unterhalt vom exmann zusteht, wenn sie zu hause bleiben möchte muss sie halt mit den konsequenzen leben, ist nach der elternzeit ja auch nicht anders

wenn unsere toll regierung es jetzt auch noch schaffen würde ausreichend kitaplätze zu schaffen wäre das sicherlich kein problem und ich geh davon aus das ein ausnahmefall angenommen wird wenn man wirklich keine kinderbetreuung findet, weil dann kann es der frau und dem kind nicht zugemutet werden arbeiten zu gehen

wer allerdings freiwillig trotz betreuungsplätze zu hause bleibt muss mit den finanziellen konsequenzen leben da seh ich das ein das der exmann das nicht zu zahlen hat

mein mutter ist nach nem halben jahr wieder arbeiten gegangen im schichtdienst und iner ersten klasse war ich schon früh morgens allein zu hause und hab mir selber frühstück gemacht geschadet hats mir sicherlich nicht

so weit ganz gut nur das wurde in der vergangenheit ausgenutzt
frauchen denkt sich
wenn die beziehung schon zu bruch geht
soll der auch zahlen und nicht nur fürs kind sondern für mich mit
und sie macht sich auf ihm seine kosten ein schönes leben

gibt zuviele die das machen
 
Alt 06.08.2011, 15:08   #27
Trixi2011
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Das Abverlangen von Vollzeitarbeit bei alleinerziehenden Personen, ist etwas schwierig, wei ja heute ganz viele Berufe, besonders eines abverlangen, nämlich ZEITLICHE FLEXIBILITÄT!

Kann man die nicht gewährleisten, dann gibt es halt keine Arbeit für die Person und Kinder sind immer ein Grund, nicht Vollzeit, rund um die Uhr flexibel arbeiten zu können.

Klar, es gibt Ausnahmen. Es gibt Menschen, die haben das Glück einen großen Freundes und Familienkreis zu haben, die immer helfend zur Seite stehen und das Kind auch mal in der Nacht betreuen, aber das dürfte eine verschwindent geringe Zahl sein.

In sofern, können die Gerichte das zwar verlangen, aber die Umsetzung des Ganzen ist wieder mal eine ganz andere Geschichte.
__

Meine Biografie ist das beste Beispiel, dass die Karriereleiter nicht immer nur nach oben führt
Realschulabschluss, kaufmännische Ausbildung, Hartz IV, Behindertenwerkstatt, Erwerbsunfähigkeit - ENDE
Trixi2011 ist offline  
Alt 06.08.2011, 19:18   #28
saida25->Emailproblem
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saida25
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Ausrufezeichen AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Was mich stört ist an diesem Urteil:

Wo gibt es 24-Stunden Betreuung für unsere
Kinder? Damit Frauen, auch Männer in dieser Situation - Teilzeit bzw. auf unterschiedliche
Arbeitszeiten mit einer Kinderbetreuung rechnen
können? Tag und Nacht. Und gibt es da Möglich-
keiten, um die Kinder zur Kita oder Schule zu
bringen und wieder zurück nach Hause abzuholen? Welcher Richter hat dieses
Gesetz gemacht, männlich oder weiblich?. Würde
mich ehrlich ganz schnell interessieren. Dieses
Urteil im Radio zu hören hat mich sehr verärgert.
saida25 ist offline  
Alt 06.08.2011, 19:35   #29
physicus
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat:
Welcher Richter hat dieses
Gesetz gemacht, männlich oder weiblich?.
also richter machen keine gesetze, sie setzen bestehende durch.

das geschlecht der richter ist auch völlig egal, es sei denn du willst einem voreingenommenheit vorwerfen.

hier gehts auch nicht um schichtarbeit sondern um vollzeitstellen, die hat man auch mit einer arbeit im tagdienst.
einige bundesländer haben wirklich viele kigaplätze und in NRW sind die glaube sogar kostenlos...


mfg physicus
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Alt 06.08.2011, 19:39   #30
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
es geht in dem urteil ja darum, dass der frau kein unterhalt vom exmann zusteht, wenn sie zu hause bleiben möchte muss sie halt mit den konsequenzen leben, ist nach der elternzeit ja auch nicht anders

wenn unsere toll regierung es jetzt auch noch schaffen würde ausreichend kitaplätze zu schaffen wäre das sicherlich kein problem und ich geh davon aus das ein ausnahmefall angenommen wird wenn man wirklich keine kinderbetreuung findet, weil dann kann es der frau und dem kind nicht zugemutet werden arbeiten zu gehen

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mein mutter ist nach nem halben jahr wieder arbeiten gegangen im schichtdienst und iner ersten klasse war ich schon früh morgens allein zu hause und hab mir selber frühstück gemacht geschadet hats mir sicherlich nicht

wenn es darum wirklich ginge, könnte man das scheidugsrecht , das unterhaltsrecht den neuen gegebenheiten der zeit anpassen .

darum geht es aber nicht .

es geht auch nicht darum , das frauen arbeiten gehen, die kinder haben, ob alleinerziehend oder nich ...das ist doch eigentlich auch gar nicht gewollt.

stellt euch mal vor, jede frau, die hausfrau und mutter ist, ob un gewollt oder ungewollt , würde auf den arbeitsmarkt strömen und einen arbeitsplatz einfordern ?

das gäbe einen spass und....ne exorbitant steigende arbeitslosenquote .

also, wenn frauen für die wirtschaft sooo wichtig wären, als arbeitskräfte ..also, ich bin überzeugt , im "null komma nichts "gäbe es ausreichend betreuungsplätze für die lieben kleinen .

sind sie aber nicht ..so wichtig, die frauen , deswegen ewiges gezänk um die betreuung der kinder ..und jede menge dampfplauderei und oma wird zur "tagesmutter "(so man denn eine oma hat )und wenn man keine oma, freunde....hat, oder die haben eben auch ma ein privatleben ?
"dicke backen "für die arbeiten wollende mama..da wird sie wohl oder übel "vollzeithausfrau "bleiben müssen, was ja auch eine arbeit ist ...nur leider eben nicht bezalht und schon gleich gar nicht gesellschaftlich anerkannt , denn kinder kriegen ja eh immer nur die falschen , die nich arbeiten wollen, den ex abzocken wollen, den staat ..
__

liebe grüsse

hope

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Alt 06.08.2011, 19:41   #31
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
es geht in dem urteil ja darum, dass der frau kein unterhalt vom exmann zusteht, wenn sie zu hause bleiben möchte muss sie halt mit den konsequenzen leben, ist nach der elternzeit ja auch nicht anders
Ach, nach der Elternzeit ist nur noch Mutterzeit? Interessant...ist man danach automatisch alleinerziehend?
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Alt 06.08.2011, 19:45   #32
sumse
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von saida25 Beitrag anzeigen
Was mich stört ist an diesem Urteil:

Wo gibt es 24-Stunden Betreuung für unsere
Kinder? Damit Frauen, auch Männer in dieser Situation - Teilzeit bzw. auf unterschiedliche
Arbeitszeiten mit einer Kinderbetreuung rechnen
können? Tag und Nacht. Und gibt es da Möglich-
keiten, um die Kinder zur Kita oder Schule zu
bringen und wieder zurück nach Hause abzuholen? Welcher Richter hat dieses
Gesetz gemacht, männlich oder weiblich?. Würde
mich ehrlich ganz schnell interessieren. Dieses
Urteil im Radio zu hören hat mich sehr verärgert.
einige grosse unternehmen bauen sowas aus
und haben für ihre angestellte die möglichkeit der kindbetreung in der firma
aber das sind wenige

ganztags schulen gibts auch so gut wie keine und die es gibt
haben laaaaange warte listen

das ist kommunen sache betreungsplätze auszubauen
nur wenn die das nicht machen
wird das auch nix mit vollzeit wenn man alleinerziehend ist
 
Alt 06.08.2011, 19:53   #33
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Um nochmal das Thema Ost und West aufzugreifen - eine Bekannte von mir (Ost) hat einige Male fürchterlich über die Arbeitsmoral der Wessis geschimpft. Sie hätte schließlich auch als Alleinerziehende Vollzeit gearbeitet.
Ich habe mir das auch einige Male friedlich angehört, bis mir dann irgedwann der Kragen geplatzt ist und ich sie gefragt habe, warum sie dann hier nur in Teilzeit arbeiten geht. Bis heute habe ich darauf keine vernünftige Antwort gekriegt.
Soviel dazu.

@Katapult, ich verstehe Deine Wut und Enttäuschung. Soetwas ist keine Art, aber Du kannst nicht davon ausgehen, dass alle Frauen so sind. Genauso gibt es genug Männer, die es nicht für nötig befinden für das Kind Unterhalt zu zahlen.
__

viele liebe Grüße
Martina


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Alt 06.08.2011, 20:02   #34
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von sumse Beitrag anzeigen
einige grosse unternehmen bauen sowas aus
und haben für ihre angestellte die möglichkeit der kindbetreung in der firma
aber das sind wenige

ganztags schulen gibts auch so gut wie keine und die es gibt
haben laaaaange warte listen

das ist kommunen sache betreungsplätze auszubauen
nur wenn die das nicht machen
wird das auch nix mit vollzeit wenn man alleinerziehend ist

lieber /liebe sumse

für dich mal ein rückblick in die jüngste geschichte :
die der DDR

in der DDR , waren auf grund der gegebenheiten (reparationszahlungen an die sowjetunion , um einiges mehr zerstörte industrieanlagen wie im westen ....nur mal, so ein paar kleine beispiele )frauen , auf grund der tatsache, das es nach dem 2-ten weltkrieg zu wenig männer für den wiederaufbau nicht nur der industrie, nein auch der städte /infrastruktur /landwirtschaft ...wertvolle arbeitskräfte .

jede noch so kleine schrauberbude hatte ne KITA ..jedes dorf und wenn das nur 5 häuser hatte ..grosse betriebe überboten sich regelrecht mit betreuungsmöglichkeiten ...jawoll, auch in der nacht war es möglich, sein kind bereuen zu lassen, denn frauen arbeiteteten oft auch nachts .
in den städten waren kindereinrichtungen wie horts /kindergärten /-krippen in jedem viertel integriert und eingeplant .

wer hatte den vordergrundigen nutzen davon ?
nur die frauen`?
oder auch die betriebe, die von der zufriedenheit der frauen profitierten, wenn die wussten , ihre kinder waren gut aufgehoben ?

also..daran kann man doch erkennen...es ist gar nicht gewollt, das frauen arbeiten gehen , im grossem stil..warum, habe ich oben ausgeführt .
und dieses einreden , als mutter habe man sich nur um die kinder zu kümmern und um sonst nix...so e käse ...klar , wenn man e "kinderkoller "hat , fragt man nich nach .
__

liebe grüsse

hope

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Alt 06.08.2011, 20:05   #35
physicus
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat:
Genauso gibt es genug Männer, die es nicht für nötig befinden für das Kind Unterhalt zu zahlen.
das sind für mich keine männer, das sind windeier...
man sollte schon zu seinen kindern stehen, auch wenn man nicht mehr mit der frau zusammen ist.

gruß physicus
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Alt 06.08.2011, 20:07   #36
Patenbrigade
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Ich finde das Urteil vollkommen gerecht.

Schließlich teilen sich in diesem Fall im Prinzip beide Eltern die Erziehung.
Der Vater beschaft das Geld für das Kind.
Im Gegenzug sorgt die Mutter für die Erziehung des Kindes.

Da ist es doch nur gerecht, dass Vater und Mutter jeweils für den eigenen Unterhalt selbst sorgen.

Eine Ausnahme sollte nur gemacht werden, wenn keine Betreuungsmöglichkeit vorhanden wäre oder mit diesem Konstrukt das Kindswohl in Gefahr wäre. Das hat aber auch das Gericht so gesehen.


Ich habe meinen Sohn ab dessen sechsten Lebensjahr als Vater fast allein groß gezogen. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, zu Hause zu bleiben und von meiner ExFrau Ehegattenunterhalt zu verlangen.
 
Alt 06.08.2011, 20:12   #37
Donauwelle
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Der Partner ist fein raus.

Die Frau ist (soforn die Rahmenbedingungen stimmen - Vollzeitjob, "normale" Kinder) gezwungen, einen Tagesablauf zu führen, der von morgens 6 Uhr andauert und bis um 21 Uhr, wenn Kind im Bett ist und die Küche aufgeräumt, keinerlei Zeit zum Verschnaufen bringt. Dabei trägt sie i.R. auch finanziell keinen niedrigeren Anteil für das Kind als ihr Expartner.

Der Expartner, der sich normalerweise mal gemeinsam für Kind und einen gemeinsamen Lebensentwurf entschieden hat, ist um 17 Uhr zuhause und hat außerhalb der Unterhaltsverpflichtung keinerlei wirkliche Pflichten.

Als jemand der jahrelang Kind, Vollzeitjob etc. gestemmt hat, kann ich sagen, dass das Leben so einfach nur extrem stressig ist - mit dem Gefühl, dass man allem irgendwie nicht gerecht werden kann. Es bleibt weder Zeit für Kind noch für sich selbst.
Donauwelle ist offline  
Alt 06.08.2011, 20:12   #38
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Schließlich teilen sich in diesem Fall im Prinzip beide Eltern die Erziehung.
Im Prinzip

Frag mal, ob alleinstehende Mütter das so sehen wie du...
gast_ ist offline  
Alt 06.08.2011, 20:19   #39
Donauwelle
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Ich finde das Urteil vollkommen gerecht.

Schließlich teilen sich in diesem Fall im Prinzip beide Eltern die Erziehung.
Der Vater beschaft das Geld für das Kind.
Im Gegenzug sorgt die Mutter für die Erziehung des Kindes.

Da ist es doch nur gerecht, dass Vater und Mutter jeweils für den eigenen Unterhalt selbst sorgen.

Eine Ausnahme sollte nur gemacht werden, wenn keine Betreuungsmöglichkeit vorhanden wäre oder mit diesem Konstrukt das Kindswohl in Gefahr wäre. Das hat aber auch das Gericht so gesehen.


Ich habe meinen Sohn ab dessen sechsten Lebensjahr als Vater fast allein groß gezogen. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, zu Hause zu bleiben und von meiner ExFrau Ehegattenunterhalt zu verlangen.
Nun - bei einem Lohn von brutto 2000 EUR beträgt die Unterhaltspflicht des Mannes abzüglich seines Kindergeldanteile ca. 280 EUR. Mit Kindergeldhat die Frau dann 464 EUR.

Von diesem Geld kann Frau aber selten Mietanteil des Kindes, Kinderbetreuung sowie sonstigen Lebensunterhalt bestreiten - insbesondere wenn man davon ausgeht, dass man dem Kind einen Lebensstandard bieten will, der höher ist als der HartzIV-Standard. (Den ja auch der Vater mit einem übrigbleibenden Nettogehalt von über 1100 EUR hat!)

Wie willst du die Erziehung teilen? Das geht nur, wenn man räumlich noch zusammen wohnt - was die wenigsten Getrennten sich wohl wünschen. Ansonsten bleibt das "Tagesgeschäft" (einschließlich Wäsche, Einkäufe, Kochen + Betreuung etc.) wohl an demjenigen hängen, bei dem die Kinder leben.
Donauwelle ist offline  
Alt 06.08.2011, 20:20   #40
Patenbrigade
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Im Prinzip

Frag mal, ob alleinstehende Mütter das so sehen wie du...
Wenn ich es als (damals) alleinstehender Vater so gesehen und durchgemacht habe, warum solten es alleinstehende Mütter anders sehen?
 
Alt 06.08.2011, 20:52   #41
Patenbrigade
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Zitat von physicus Beitrag anzeigen
das sind für mich keine männer, das sind windeier...
man sollte schon zu seinen kindern stehen, auch wenn man nicht mehr mit der frau zusammen ist.

gruß physicus
Frauen sind auch nicht besser, ich weiß das, eigene Erfahrung, selbst erlebt.


Das Jugendamt hatte mir damals sogar gesagt, dass zahlungspflichtige Frauen eine schlechtere Zahlungsmoral haben als Männer. Nur falle das nicht so auf, weil sie in der Unterzahl sind.
 
Alt 06.08.2011, 21:04   #42
farger4711
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von Lexxy Beitrag anzeigen
Komisch aber, dass die Kacke dann wieder am Dampfen ist und alles so diskriminierend ist, wenn der Vater die Erziehung übernimmt und dafür Unterhalt der Exfrau will
Sprecht doch einfach mal den Vätern (öfter) fair die Kinder zu, aber das klappt dann ja auch wieder nicht.
Die müssen ja immer nur zahlen, das wars auch schon.
Ist ja wie bei den Arbeitslosen....Pflichten Pflichten aber keine Rechte
Wie ich schon auf @Katapults Post geschrieben habe:
Man kann nicht immer alles verallgemeinern. Es gibt sowohl bei den Männern wie bei den Frauen Exemplare auf die man nicht stolz sein kann.

Würde ich mich von meinem Mann trennen, würde ich auch meinen "Kleinen" mitnehmen. Einmal weil ich das mit der Erziehung besser draufhabe und zum Anderen arbeitet mein Mann im 3 Schicht-System. Der Große "gehört" sowieso mir.
Also müßte mein Mann für ihn Unterhalt bezahlen. In seinem Beruf verdient er ziemlich mies, also könnte er nicht löhnen. Niemals würde ich auf die Idee kommen ihm sein Kind zu entziehen. Auch wenn er keinen UH zahlen kann.
Ich gehe Vollzeit arbeiten habe aber prima Arbeitszeiten und könnte mich gut um meine Kids kümmern. Aber "einspannen" würde ich den Vater auf jeden Fall.
Für normalen Kontakt und für Termine etc.

Mir stößt es immer recht übel auf, wenn ich solche Äußerungen höre. Ich habe auch schon die berühmten Pferde vor der Apotheke k...tzen sehen. Der Vater von meinem Großen hat nie Unterhalt gezahlt und sich nie gekümmert oder mal gemeldet. Nun bekommen wir wenigstens Halbwaisenrente. Ausgleichende Gerechtigkeit. Mir würde aber im Leben nicht einfallen alle Männer über einen Kamm zu scheren.
Wie gesagt: ich verstehe eure Verbitterung, aber irgendwann sollte man vernünftig nachdenken.
__

viele liebe Grüße
Martina


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Alt 06.08.2011, 21:08   #43
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Frauen sind auch nicht besser, ich weiß das, eigene Erfahrung, selbst erlebt.


Das Jugendamt hatte mir damals sogar gesagt, dass zahlungspflichtige Frauen eine schlechtere Zahlungsmoral haben als Männer. Nur falle das nicht so auf, weil sie in der Unterzahl sind.
Ich finde es, egal wie rum, beschissen, wenn man gerade seinen Kindern das Leben schwer macht.
Für meine Kinder würde ich immer zahlen, sie sind das Wichtigste in meinem Leben.
__

viele liebe Grüße
Martina


In der Ruhe liegt die Kraft
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Alt 07.08.2011, 00:49   #44
Donauwelle
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zu dem Urteil selbst noch einmal. Grundlage ist doch erst einmal, dass beide für das Kind verantwortlich sind, es meist gemeinsam geplant haben und irgendwann in dieser Zeit auch einmal einen gemeinsamen Lebensentwurf hatten.

Ziel eines Richterspruchs muss es im Fall der Trennung sein, dass beide in etwa die gleiche Belastung aus dem "Kinderhaben" bleibt. Eine wirkliche Teilung der Belastungen, des Aufenthaltes etc. ist nur dann möglich, wenn 2 Individuen wirklich dazu bereit sind, sich die Aufgaben weiterhin zu teilen - das klappt meist nur, wenn beide auch vorher die Aufgaben geteilt haben, räumlich nahe beeinander wohnen und sich freundschaftlich verbunden sind. Auch sonstige Rahmenbedingungen - passende Jobs ggf. mit unterschiedlichen Arbeitszeiten etc. müssen dabei stimmen. Ich gehe mal davon aus, dass diese Idealfälle i.R. da freundschaftlich verbunden seltener Schwierigkeiten mit der finanziellen Aufteilung haben.

Dieses Musterbeispiel wird aber eher seltener der Fall sein - der Regelfall wird es sein, dass das Kind bei einem Partner während der Schulzeit und die Hälfte der sonstigen Tage bleibt, der andere dann bar jeder täglichen Pflichten ist und das Kind die sonstigen Tage nimmt. Die Alltagspflichten, die direkt mal nichts mit der Kinderbetreuung zu tun haben, aber irgendwie dazugehören - sei es der Mehraufwand im Haushalt, das Waschen, Schul- und Arzttermine etc. bleiben auch an dem Betreuenden hängen.

Nimmt man alleine den zeitliche Mehraufwand, den der Betreuende durch das Kind hat, sind das sicherlich 3-4 Stunden jeden Tag, den der Betreuuende neben einer Erwerbsarbeit zu erbringen hat. Während der ehemalige Partner also morgens um 7 aus dem Bett springt, um um 8 bei der Arbeit zu sein - abends um 17 Uhr zuhause ist und nur noch für sich sorgen muss, ist es bei dem Betreuuenden so, dass er bei Vollzeit und ähnlichen Rahmenbedingungen morgens um 6 Uhr aufstehen muss - und abends um 8 Uhr endlich mal Zeit für sich hat.

Mal abgesehen von dem zeitlichen Mehraufwand hat derjenige der betreut auch erhebliche Hindernisse im Job. Er/Sie kann kaum Überstunden machen, ist an Betreuungsmöglichkeiten gebunden, kann nur eine ortsnahe Tätigkeit ausüben. Das sind alles Hindernisse, die man sicherlich auch in Geld ausdrücken kann.

Mag sein, dass sich beide finanziell gleich stellen, wenn beide in einem ähnlich bezahlten Job arbeiten - der Aufwand ist aber viel höher. Gerecht wäre es wohl, wenn man diesem einen 5-6 Stunden-Job zumutet und dann ausgleicht.

Mich stören die Vergleiche mit der alten DDR. Wir haben hier keine verpflichtenden Ganztagsschulen - meist gibt es Angebote, die es Frau ermöglichen max. ortsnah in 8 bis max. 16 Uhr-Jobs (freitags oft nur bis 15 Uhr) zu arbeiten - mehr geht nur mit Hilfe von Großeltern, Tagesmüttern etc. Auch ist es nicht so, dass hier nur verwahrt wird - Kind muss seine Hausaufgaben nicht dort machen (wenn es nicht will, bleibt es doch an der Mutter hängen) und wenn Probleme auftauchen ist hier auch keiner verpflichtet, weiterhin das Kind zu betreuen...

Die Grundschule hier vor Ort ist eine typische Halbtagsschule mit angehängter Mittagsbetreuung, wie es sie wohl häufig gibt. Die meisten Mütter sind mittags zuhause. Wenn ein Grundschulkind in der Schule träumt, erwartet die Lehrerin, dass die Hilfslehrerin zuhause die Sachen mit dem Kind fertig macht. Häufig gibt es Hausaufgaben, bei denen die Mutter diktieren muss oder auch sonst helfen muss. Mittags geht das Müttertelefon, was denn auf ist, wie denn diese Hausaufgabe gedacht ist...

Die Mittagsbetreuung ist nur eine Spielstätte mit Essen. Von ca. 300 Kindern der Grundschule besuchen nur ca. 30 Kinder die Mittagsbetreuung - und das häufig auch nicht an allen Tagen, sondern nur an solchen, an denen ihre Mutter arbeitet. An der Schule gibt es einen Verein, der Hausaufgabenbetreuung anbietet. Wer von den Mittagsbetreuungskindern möchte, kann dort seine Hausaufgaben machen... kann! (mein Sohn wollte nie!)

Ich habe immer neidisch zu meiner besten Freundin in Schweden geschaut, deren Sohn gleich alt ist. Dort gibt es eine richtige Ganztagsschule - es blieben keine Hausaufgaben bzw. die einzige Hausaufgabe war es, das er ihr vorlesen musste und sie dies für die Lehrerin abhaken musste. Im Gegensatz dazu saß ich jeden Abend mit meinem Sohn, dem Träumer, musste ihn zu einer Zeit, in der eigentlich schon längst Abendessenszeit war und keine Konzentration mehr da war, da zu bekommen, neben seinen Hausaufgaben auch noch die Sachen zu erledigen, bei denen er morgens wieder mal geträumt hat.
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Alt 07.08.2011, 00:58   #45
Kaleika
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Das habe ich selten so gut zusammen gefasst gelesen!
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Lieber Gruß von Kaleika
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Alt 07.08.2011, 09:14   #46
hope40
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"Mich stören die Vergleiche mit der alten DDR. "

achja ?

kann es sein , das am untergegangen doch sehr drastisch vor augen geführt wird , was denn "ginge "wenn es doch nur gewollt würde ?

nur, wer muss es denn wollen ?
die regierung alleine ?

die haben kein interesse , wie gesagt, jede arbeitsfähige hausfrau, die auf den arbeitsmarkt "stürmen "würde , wäre ja ein kopf mehr, in der arbeitslosenstatistik .
also...was wird getan ?

frauen wird eingeredet , ihr einziger lebensinn und lebenszweck ist sind eben die drei "K"und....es gibt /gab genügend, die auch vorteile darin erkannten und es gar nicht anders haben wollten .


meint ihr wirklich , das bild einer frau , hat nix mit der gesellschaft zu tun und den gesellschaftlichen gegebenheiten ?

60 jahre wurde im prinzip das bild der frau als hausfrau und mutter gehegt und gepflegt , ein überbleibsel aus der "guten , alten zeit "als es noch mutterkreuze gab .
besonders eben in der ehemaligen alten bundesrepublik .

da waren die männer die "ernährer "..die frauen und kinder wurden ernährt .
das ganze Familiengesetzwerk /scheidungsrecht /unterhaltsrecht strotzt doch nur von dieser ideologie ...da sind passagen drin , von "anno klips ", als ne ehe eher ne zweckgemeinschaft , e geschäft war , als eben ne liebesheirat .

und viele frauen (ich kenne genug)haben sich das auch so , durch ihre erziehung verinnerlicht , da ist ein mann ne "lebensversicherung "(leider haben sich das auch die männer verinnerlicht )

warum war/ist das so ?

weil es gar nicht im interesse lag, das frauen gleichberechtigt arbeiten gehen KÖNNTEN (selbst wenn sie wöllten )...woher denn die arbeitsplätze nehmen ?

wenn es ,in den "alten bundesländern "einen grösseren bedarf an kinderbetreuung gegeben hätte ..also, das frauen es auch gewollt /gekonnt hätten , arbeiten zu gehen und sich ihr eigenes geld zu verdienen und somit das bedürfnis da gewesen wäre, wirtschaftlich unabhängig zu sein und das nicht nur aus der not einer trennung /scheidung herraus , gäbe es mit sicherheit ausreichende kinderbetreuung .

der bedarf ist erst die letzten jahre so erwachsen , durch die wandlung der familien ..weg von der klassischen familie "mutter , vater (der die familie ernährt /ernähren KANN )kind )hin eben zu familienrudimenten , zu "patchworkfamilien "...und, ganz wichtig :

heute kann ein mann keine familie mehr allein ernähren (warum wissen wir )so das es notwendig ist , das die frau eben arbeiten geht /dazu verdient .

nur....jetzt gibt es eben nicht ausreichende betreuung für die kinder , weil ...die betroffenen frauen ihren bedarf eben auch nicht lautstark zur sprache bringen , gemeinsam, geschlossen , sondern eben so vor sich hin wurschteln .
oft an der grenze des leistbaren ..denn das bild von einer "mutter ", die multitaskingfähig und immer perfekt sein soll /muss , hängt wie ein "damoklesschwert "über den köpfen ...die frauen sind auf grund dessen , jeden tag erpressbar und leben in ständiger angst , den anforderungen, die von aussen gestellt werden, dem "frauen ,-mutterbild "nicht gerecht zu werden und repressalien ausgesetzt zu sein .
__

liebe grüsse

hope

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"Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang."
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"Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld."
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Alt 07.08.2011, 10:31   #47
hope40
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

eine frage , die sich mir immer gestellt hat, war die:

warum wurden nach der wende die strukturen der kinderbetreuung , die sich ja bewährt hatte , zerschlagen ?

aus dem "gleichheitsgrundsatz "was der westen nicht hat , braucht der osten auch nicht ?

oder vielleicht , um keine begehrlichkeiten im ehemaligen westen zu wecken, wenn man sieht, das jahrzehntelang von den frauen (die berufstätig sein mussten )gewünschte , existiert doch und vorallem , es funktioniert ?

was hat man doch damals alles gegen die "kollektive "kinderbetreuung alles ins "feld "geführt um zu beweisen, wie schädlich sie doch fürs "kindeswohl "sein sollte und damit abgeschafft gehört .

und zeitgleich (mich hats ja auch betroffen )wurden massenentlassungen "gefahren "..mit "Sozialplänen "..wo natürlich zuerst die frauen ihre "posten "räumen durften , da (so ne offizielle begründung auch bei mir )sie ja nen "ernährer "haben und somit gar nicht arbeiten müssten
aber, den "ernährern "müsste man ja die möglichkeit geben, ihre familien zu ernähren ..deswegen müssten sie ja arbeiten . aha !

naja, nun hatte ich keinen "ernährer "aber, mir wurde nahe gelegt , mir eben einen zu suchen , kann ja kein problem sein aha !!!!!!!!!

und schwupps wars vorbei , mit der flächendeckenden kinderbetreuung ..entweder wurde sie zu teuer , oder kindergärten/-krippen haben geschlossen ..die 24 std. betreuung war dann auch ein relikt aus "besseren tagen "...die schulen hatten dann keine horte mehr, weil ..naja, die lehrer /hortner, die das ja jahrzehntelang machten waren ja auf einmal nicht mehr dafür qualifiziert ..achja, die waren ja ideologisch verseucht ..jedenfalls so reihte sich ein problem ans andere...was blieb übrig :

die familie !
die ja, gott lob , meistens noch recht nah beieinander wohnte ..nicht so wie heute , wo sie, der arbeit wegen in "alle winde verstreut "ist und deswegen schon ausfällt ..nee. meistens arbeiteteten ganze familiendynastien in den dementsprechenden werken und wohnten auch in den gleichen städten /vierteln .

so hatten wir, wenigstens in punkto "kinderbetreuung "bei zeiten eine einheit

heut zu tage ist "kinderreichtum "ein makel ..man gilt als asozial , hat überall probeme (bei der wohnungssuche zB)..und man ist arm .

naja, ich denke, man ist da nicht arm, wenn man kinder hat , man wird nur arm gemacht , weil man keinerlei möglichkeiten hat , aus dem ewigen kreislauf herraus zu kommen -kinder , küche ..naja, früher wars noch die kirche .

warum kommt man nicht herraus ?

weil kinder kein als allgemein wertvolles gut angesehen werden , die den fortbestand nicht nur der eigenen familie gewährleisten, sondern einer ganzen gesellschaft .

auch das war zu DDR-zeiten anders..klar, der staat hat weiss gott nicht uneigennützig kindereichtum gefördert und priviligiert , aber, er hat erkannt -ohne kinder ist kein staat zu machen !

und , damit frauen eben kinder bekommen und nicht im vornherein vor schier unlösbare aufgaben gestellt werden , damit sie auch mal über den "küchenhorizont "drüber raussehen konnten und somit eine gewisse zufriedenheit /unabhängigkeit erlangen ..deswegen hat sich der staat der aufgabe gestellt , für seinen nachwuchs zu sorgen .
hier, in unserem deutschland , wird eher auf den nachwuchs an fachkräften usw. aus dem ausland spekuliert ..anstatt sich um den eigenenen nachwuchs zu mühen ..das ist aber zu teuer, zu aufwendig ...-ein kostenfaktor
__

liebe grüsse

hope

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Alt 07.08.2011, 14:14   #48
Donauwelle
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

@Hope

Weil das DDR-System nicht das ist, was Frau sich als Ideal vorstellt. Das was die damaligen DDR-Kitas angeboten haben, war doch nichts anderes als eine Verwahrung der Kinder, damit Frau auch noch gezwungen war, arbeiten zu gehen. Ich glaube kaum, dass da das Kind als Individuum irgendwo im Mittelpunkt stand. Und auch nicht die Frau - die wenigsten Frauen haben sich da doch nicht beruflich verwirklicht, sondern waren doch nur "billige" Arbeitskräfte.

Es ist doch nicht nur so, dass Frau sich aufgrund des bestehenden Systems so einrichtet - häufig folgt das System doch den Bedürfnissen der Familien, wenn auch eher schleppend.

Ich sehe nicht, dass Frau zufriedener und glücklicher ist, nur weil sie jetzt Vollzeit arbeiten darf und gleichzeitig die ganze Last der Kinderbetreuung auf sich nehmen soll. Nur-Hausfrau ist das andere - das wollen auch die wenigsten. Die, die es sich einrichten können, arbeiten 4-6 Stunden und können dadurch allem gerecht werden.

Und ich gehe davon aus, dass das auch das System ist, das die meisten Frauen für sich und ihre Kinder wünschen würden, wenn die sonstigen Rahmenbedingungen (Arbeitsplatz, Finanzielle Absicherung, Kinderbetreuung) stimmen würden.

Ich bekomme nicht deshalb Kinder, damit ich dann nur dazu da bin, sie morgens aus dem Bett zu holen, sie wegzubringen und abends fertig nach Hause zu bringen, um sie dann wieder ins Bett zu bringen. Das ist aber genau das, was einem als Vollzeitberufstätige mit Pendeltätigkeit (nicht jeder wohnt neben der Arbeitsstätte) nur noch übrig bleibt. Eigentlich möchte ich doch mit meinem Kind leben, es selbst formen und in diesem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Ich habe an sich gar nichts gegen das Halbtagsschulsystem. Das ist das System, das für die meisten Frauen in einer Partnerschaft (und das sind ja noch immer die meisten) mit ihren Lebensentwürfen passt. Wenn es nicht gerade Niedriglöhne sind, reichen anderthalb Löhne auch für eine kleine Familie. Würdest du hier für eine verpflichtendes Ganztagssystem Stimmen suchen, würdest du eben keine Mehrheit erringen. Die Kinder besuchen nachmittags Vereine, manche auch noch AGs in der Schule, gehen zu ihren Freunden oder sind mit ihren Müttern unterwegs.

Problem ist doch einfach, dass alleinerziehend zu sein, nicht ins System passt, insbesondere dann, wenn mir aufgrund des Arbeitsmarktes und meiner persönlichen Situation der Weg zu besseren Jobs verwehrt ist. Es passt weder ins heutige Arbeitssystem, in dem man möglichst flexibel tätig sein muss und andererseits nicht ins Schulsystem, das eben nur ein Halbtagssystem mit Hilfslehrermüttern baut.
Donauwelle ist offline  
Alt 07.08.2011, 14:38   #49
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat von farger4711 Beitrag anzeigen
Wie gesagt: ich verstehe eure Verbitterung, aber irgendwann sollte man vernünftig nachdenken.
Wieso Verbitterung?

Man muß nur mal "vernünftig nachdenken", wieviel Arbeitsstunden man bei Job und Kindern hat und wieviel der andere hat, der die Kinder nicht hat.

Das müßte gerecht sein, daß jeder etwa auf die gleichen Arbeitsstunden kommt.
gast_ ist offline  
Alt 07.08.2011, 14:39   #50
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Standard AW: Urteil vom Bundesgerichtshof: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Zitat:
Weil das DDR-System nicht das ist, was Frau sich als Ideal vorstellt. Das was die damaligen DDR-Kitas angeboten haben, war doch nichts anderes als eine Verwahrung der Kinder, damit Frau auch noch gezwungen war, arbeiten zu gehen. Ich glaube kaum, dass da das Kind als Individuum irgendwo im Mittelpunkt stand. Und auch nicht die Frau - die wenigsten Frauen haben sich da doch nicht beruflich verwirklicht, sondern waren doch nur "billige" Arbeitskräfte.
keine ahnung woher du diese weisheiten nimmst, die frauen die ich kenne gingen gerne arbeiten und waren dann um so saurer als der "westen" mit den so "ersehnten" entlassungen zuschlug.
auch waren frauen nicht billige arbeitskräfte, das verwechselst du mit dem "westen", denn in der ddr haben männliche wie weibliche arbeitskräfte für gleiche arbeit auch den gleichen lohn bekommen.

meine frau hat damals im übrigen mehr verdient als ich, da sie im schichtdienst arbeitete, zumindest so lange bis das erste kind da war.

danach ging es ein jahr in mutterurlaub, in deren zeit der arbeitsplatz aber gesichert war, danach wurde ganz normal weiter gearbeitet.

die grippen und kitas waren, im übrigen genauso wie heute, genau das mittel was frauen für sich wollten, das war wieder einer arbeit nachzugehen um nicht von den finanzen des mannes abhängig zu sein.

gruß physicus
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