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Start > > > > -> Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?


 

 

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Alt 19.07.2011, 16:57   #26
pinguin
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
- Immer noch kehren jedes Jahr zahlreiche Akademiker Deutschland den Rücken und gehen ihrerseits ins Ausland
Es wäre den Entscheidungsträgern gut geraten, mal ohne Scheuklappen nach dem Warum zu fragen.

- teils schlechtes Betriebsklima?;
- teils schlechte Bezahlung?;
- nicht familienfreundlich genug?;
- ist D evtl. sogar fremdenfeindlich eingestellt?;
- hat die eigene Bevölkerung genug für sie auskömmliche (!) Jobs?;
- bzw. steht die eigene Bevölkerung den ausländischen Mitbürgern deshalb skeptisch gegenüber, weil sie selbst keine Beschäftigung hat?;

Zitat:
- Unter den Zuwanderern sind schätzungsweise nur 40 Prozent Fachkräfte
Das ist dann wohl klar eine verfehlte Einwanderungspolitik. Wer jeden Hansel, (sorry für die Wortwahl), hereinläßt, darf sich auch nicht darüber mockierten, daß jeder kommt, der kommen kann und nicht nur jene, die man benötigt.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
pinguin ist offline  
Alt 19.07.2011, 17:20   #27
Kaleika
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Meiner Meinung nach zeigt sich an dieser Debatte, dass die Hartz-Gesetze nur dazu geschaffen werden, um die Löhne zu drücken, die Angestellten zu entrechten, die Sozialleistungen zu vermindern.

Wieso werden im Ausland Fachkräfte gesucht, obwohl wir doch genügend eigene erwerbslose Fachkräfte haben?
Tja, wenn die (No-) Job-Center nicht nach einer bestimmten Zeit der Arbeitslosigkeit deeeeeen Erwerbslosen ihre angeeigneten Qualifikationen einfach absprechen würden, sie absichtlich disqualifizieren, um sie in Sklavenjobs ausbeuten zu lassen, als "ungelernte" Leiharbeiter, Ein-Euro-Jobber, dann hätten wir auch nach wie vor offiziell zig Tausend erwerbslose Facharbeiter. Aber vielleicht sind sie ihnen auch schon zu alt, weil sie das "Verfallsdatum" von 35 Jahren überschritten haben?!?
Da fällt es dann leichter, Jüngere aus dem Ausland anzuwerben, die gerade die Schrecken der totalen Aussichtslosigkeit im eigenen Lande erlebt haben und froh sein werden, in Deutschland egal zu welchem Dumpinglohn - Hauptsache in Arbeit - jede Kröte zu schlucken. Je jünger, desto billiger...

Auf diese Weise sinkt das durchschnittliche Einkommen, was sich dann ganz "wunderbar" auch auf die "Höhe" der Renten und Transferleistungen auswirkt!

__


Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
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Alt 19.07.2011, 18:42   #28
jockel
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Was auch zur sozialen Bildungsausgrenzung und zum Fachkräftemangel führt?

Die Bekämpfung der allgemeinbildenden Schulausbildung für alle mit den gleichen Zugangsvoraussetzungen und die Umlenkung staatlicher Finanzmittel für die von Eliteeltern geforderte Luxusbildung an ihren Privatschulen. Die Eliteeltern wollen sich so die Eigenfinanzierung der Luxusbildung ihrer Sprösslinge ersparen.

So kann Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Arbeiterklasse in aktuellen Zeiten auch aussehen.

Gleichzeitig fehlt für die höheren Klassen der allgemeinbildenden Schulen die Vorbereitung auf den Einstieg in die Berufsausbildung und das Kennenlernen der Berufsausübung in den regionalen Betrieben. Es gibt keine Patenschaften zwischen den Schulen und den Betrieben, die den Übergang erleichtern und fließend machen.

Patenschaftsbeziehungen Schulen - Betriebe?

Igitt!!! Das erinnert so an die Stasi-DDR und von der will der Westen absolut nicht Gutes und Bewährtes fürs Volk lernen und erst recht nicht übernehmen.

Zitat:
ARD/WDR, Sendung "Monitor" Nr. 622 vom 14.07.2011: Die Mauer in den Köpfen - Migrationspolitik in der Grundschule durch die Hintertür

Bericht: Isabel Schayani

Monika Wagener: "Zu unserem nächsten Thema: Bei gleicher Intelligenz hat ein Akademikerkind eine 5-mal höhere Chance das Gymnasium zu besuchen wie ein Arbeiterkind. Wohlgemerkt, bei gleicher Intelligenz. In keinem anderen europäischen Land ist dieser Unterschied so krass wie in Deutschland. Und die schlechtesten Chancen haben Kinder aus Einwandererfamilien. Unser Bildungssystem hat versagt. Und jetzt? Jetzt wurschtelt jeder vor Ort vor sich hin und dann prallen plötzlich Welten aufeinander, die sich so fremd sind, wie sie nur sein können. Isabel Schayani berichtet."

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Die Papageno-Grundschule ist begehrt. Junge Familien aus Berlin Alt-Mitte wollen ihr Kind hier hinschicken. Alt-Mitte ist begehrte Wohngegend für Anwälte, Journalisten, Web-Menschen. Hier wählt fast jeder Zweite Grün oder Links. 1.000 Meter weiter: Die Vineta-Schule in Wedding. 92 % ihrer Schüler sind nicht-deutscher Herkunft. Ihre Eltern haben wenig Geld, dafür viele Sorgen. Zwei Drittel der Kinder hier kommen aus Hartz-IV-Familien. Früher waren die beiden Stadtteile an der Bernauer Straße eigene Schulbezirke, also getrennte Welten. Doch vor zwei Jahren legte das Schulamt die Schulbezirke Wedding und Alt-Mitte einfach zusammen. Auch um die Schüler zu mischen. Seitdem herrscht mitten in Berlin Schulkampf. Wo jetzt Rasen wächst, stand früher die Mauer und trennte Wedding im Westen von Alt-Mitte in Osten. Hier verlief den Todesstreifen.

Birsen Hamud: "Für mich steht immer noch die Mauer da. So als ob das immer noch so getrennt ist."

Bernadette La Hengst: "Also man merkt doch schon, dass diese Grenze, die früher die Mauer war zwischen Ost und West jetzt doch die Grenze ist zwischen Deutsch und nicht Deutsch und zwischen Reich und Arm."

So eine Mauer in den Köpfen gibt es nicht nur zwischen Alt-Mitte und Wedding, sie steht in vielen Großstädten. Hier soll sie durchlässiger werden, und genau da beginnt das Problem für die Eltern. In Alt-Mitte wohnt Noa. Im Hauptberuf ist er Cowboy, im Nebenberuf Vorschulkind. Nach den Ferien wird er eingeschult. Nicht im Viertel und erst recht nicht da, wo seine Eltern es wollten. Noa soll nach Wedding zur Vineta-Schule. Wo deutsche Kinder Seltenheitswert haben.

Uwe Benites Ponce: "Die Sorge ist, dass er unterfordert ist. Dass die ... dass einfach sozusagen es zu wenig Anregung für ihn gibt. Wenn sozusagen in der … Klasse soziale Grundregeln erst mal eingeübt werden müssen. Oder wenn da erst mal überhaupt andere grundlegende Dinge gemacht werden müssen, dann langweilt er sich ganz schnell und verliert wahrscheinlich die Lust an der Sache."

Noahs Vater ist Erzieher, seine Mutter Webdesignerin. Seit sie die Zuweisung vom Schulamt erhielten, sind Noahs Eltern - vorsichtig gesagt - unglücklich.

Carla Benites Ponce: "In der Vineta-Schule, wo die uns geschickt haben, die sagen, es sind 90 % Muslims - und das ist ein anderes Umfeld. Ich weiß es nicht, aber ... ich bin auch Ausländer. Ich hab mich angepasst, ich wohne hier 20 Jahre. Und ich fühle mich trotzdem irgendwie betrogen."

Uwe Benites Ponce: "Dass man so tut, als hätte man eine Wahl, und man hat keine. Weil es von vorn herein feststand, dass die da rüber gehen müssen."

Noa hat schon mitbekommen, dass es da ein Problem mit seiner neuen Schule gibt.

Noa Benites Ponce: "Das find ich ein bisschen ungerecht."

Reporterin: "Wieso?"

Noa Benites Ponce: "Na ja, die anderen können in die andere und ich will auch mal mit meinen Freunden zusammen sein in der Schule. Geht nicht."

Noas Eltern dachten, sie hätten die Auswahl zwischen drei Schulen in Alt-Mitte. Erst im Mai erfuhren sie, dass Noa nach Wedding muss. Natürlich haben Noas Eltern nichts gegen Ausländer oder sozial Schwache. Aber ihn auf die Schule der Bildungsfernen schicken? Sie legten Widerspruch ein, beim Schulamt.

Petra Schrader, Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport (Die Linke): "Ich hab die Aufgabe, den Eltern einen Schulplatz zu geben in diesem Bezirk. Und ich kann mit den Kapazitäten, die wir hier im Bezirk haben, jedem Kind in jedem Sprengel einen Schulplatz anbieten. Das tue ich."

Ihr Amt entscheidet, auf welche Schule ein Kind geht. In Mitte gibt es zu wenige Schulplätze. In Wedding dagegen stehen große Gebäude. Gegenüber in Mitte leben bildungsbewusste Eltern, in Wedding fehlen genau die. Kommunalpolitiker machten einfach einen Bezirk aus den beiden Vierteln. Kein schnöder Verwaltungsakt, sondern politisch höchst brisant. Es gab Widerspruch. Ein Vater, Helge von Niswandt schloss sich mit über 20 anderen Eltern aus Alt-Mitte zusammen. Alle gebildet, weltoffen, tolerant. Das Schulamt sprach immer von Finanznot und von Zwängen.

Helge von Niswandt: "Ja, es gibt natürlich diese gedachte Grenze zwischen Mitte und Wedding. Man kann natürlich sagen, die gibt’s nicht, aber das ist blind für die Realität. Man kann sagen, die gibt es. Wie kann man versuchen, die abzubauen. Und das geht nicht über drei Zeilen, wo steht, jetzt geht mal dahin. Sondern das müsste über mehr Kommunikation gehen."

Die Wut der Eltern wächst. Zum Informationsabend kurz vor den Ferien lädt das Schulamt 140 von ihnen in eine Weddinger Schule. Wir dürfen nicht drehen, hören aber trotzdem zu. In Berlin stehen Wahlen an. Schulrätin Schrader vermeidet es offenbar, dem eigenen linken und grünen Klientel unangenehme Integrationspolitik darzulegen - im Gegenteil. Was die Zeitung über "Durchmischung" schreibe, sagt die PDS-Politikerin, stimme nicht. Danach treffen wir Noas Vater.

Uwe Benites Ponce: "Es wird nicht aufgeklärt. Es wird nicht irgendwie mal informiert. Und dann lässt man die Leute einfach sechs Monate quasi im Dunkeln stehen und kommt dann mit einer Entscheidung. Das ist einfach keine Art, finde ich. Das kann man heute nicht so machen."

Vater: "Wir befinden uns jetzt im Widerspruchsverfahren."

Reporterin: "Was heißt das?"

Vater: "Wir haben Einspruch eingelegt gegen den Schulbescheid."

Reporterin: "Warum?"

Vater: "Weil wir da nicht hinmöchten."
Zwei Wochen später hat die Schulrätin ihre Argumentation in anderer Erinnerung:

Petra Schrader, Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport (Die Linke): "Ich habe auch gesagt, und da stehe ich auch zu, dass es natürlich sinnvoll ist, wenn sich auf diese Art und Weise auch soziale Gegensätze begegnen. Die Welt ist ja keine Käseglocke, die sich hier über Alt-Mitte stellt."

Reporterin: "Warum sagen Sie den Eltern das nicht offen?"

Petra Schrader, Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport (Die Linke): "Habe ich doch. Sie waren ja nicht dabei."

Reporterin: "Doch, ich habe ja in dem Abend dabei gesessen."

Petra Schrader, Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport (Die Linke): "Trotzdem war es nicht in erster ... Es ist in erster Linie in der Tat ein Kapazitätsproblem."

Das passt auch nicht so recht hierzu. Um den Eltern die Weddinger Vineta-Schule nämlich schmackhaft zu machen, gibt es Angebote. Spezialklassen, wie die 1e von Frau Hildebrandt. Eine kleine Klasse mit etwa 20 Schülern, von Anfang an lernen sie Englisch und - modern und fortschrittlich - schreiben die Schüler - gerade ist es Julia - nicht mehr auf eine Tafel, sondern auf ein elektronisches Smartboard. Und warum schreibt man eigentlich Wasser mit doppel "s"?

Annette Hildebrandt, Lehrerin Vineta-Grundschule: "Und die Julia hat das phantastisch angeschrieben!"

Schülerin: "Was - ser."

Annette Hildebrandt, Lehrerin Vineta-Grundschule: "Und was haben wir ganz deutlich hören können?"

Schülerin: "Zwei "s".

Annette Hildebrandt, Lehrerin Vineta-Grundschule: "Super!"

Schülerin: "Wenn es mit einem "s" wäre, dann wäre es nur Waser genannt."

Annette Hildebrandt, Lehrerin Vineta-Grundschule: "Das war ne Spitzenantwort."

In diesen Klassen sollen Kinder sein, die gut Deutsch sprechen. Das wird vorher durch einen Sprachtest ermittelt. Die Klischees der Alt-Mitte-Eltern und von Journalisten kennt die Lehrerin.

Reporterin: "Was bedeutet es denn, dass sie drei deutsche Kinder hier drin haben oder noch leistungsstärkere?"

Annette Hildebrandt, Lehrerin Vineta-Grundschule: "Die Leistungsstarken sind nicht unbedingt die Deutschen bei mir. Das sind ... die Romesa, die wir gesehen haben vorhin. Die Christelle, ganz leistungsstark. Soleicha, absolut leistungsstark. Das sind die, die vorhin sogar die Wörter hier schon mit doppelten Buchstaben aufgeschrieben haben. Das hat damit überhaupt nichts zu tun."

Und dann treffen wir Weddinger Eltern, die erst von uns hören, dass Alt-Mitte-Eltern ihre Kinder nicht auf ihre Weddinger Schule schicken wollen.

Birsen Hamut: "Das ist für mich unbegreiflich, versteh ich nicht. Ich finde zum Beispiel die Vineta-Schule sehr gut. Und meine Kinder lernen da gut."

Paulina Manuel: "Wenn man schon von vorneherein irgendwie das ausschließt, dann wird immer wieder das Problem sein, dass Ausländer irgendwie, ja, Vorurteile gegenüber Deutschen haben, und die Deutschen genauso."

Noas Eltern wollen keine Privatschule und sie wollen auch nicht klagen. Noa soll hier in Wedding zur Schule gehen. Jetzt hoffen seine Eltern, dass alles gut läuft. Sie wollen den Schritt wagen und die Mauer hinter sich lassen.

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Monika Wagener: "Es gibt Themen, an die traut sich kein Bildungspolitiker wirklich ran, weil man beim Wähler damit nicht punkten kann. Pech für Kinder und Eltern."

Sendungsbeitrag als PDF, 75 kB

Monitor-Dossier Kinder
Auch so sieht bundesdeutsche Diktatur von Kapital und Profit zum Thema Bildung und künftige Fachkräfteversorgung aus.

Der treibende Keil geht von der Privatwirtschaft mit ihrem geschürten Ellenbogen- und Konkurrenzdenken aus, was Migranten- und Elite-Kindern und -Eltern im vorauseilenden Gehorsam aufeinander treibt. So schürt die Privatwirtschaft über soziale Unterschiede, über Integrationsprobleme der Migranten das soziale Mobbing, den Ansatz zu Rassismus und Rechtsextremismus. Die Eliteeltern haben Angst, daß die Preisgabe der Schulbildungsherkunft ihrer Kinder in den späteren Lebensläufen und Bewerbungsunterlagen deren Berufslaufbahn nachhaltig benachteiligen wird, so wie 1-Euro-Job-Karrieren und Zertifikatsabschlüsse von der Wirtschaft als minderwertig gewertet werden, so daß man nur noch eine Arbeitsvergütung auf Hilfsarbeiterniveau erwarten darf.

Genauso nachteilig kann es werden, wenn das leistungsschwächste Migrantenkind das Bildungstempo einer gemischten Klasse bestimmt bzw. wenn man sich gegenseitig hilft. Gegenseitiges Helfen kann solidarischer Zusammenhalt im Volk bewirken und das will die Privatwirtschaft nicht. Die wollen das egoistische Konkurrenzverhalten (Teile-und-Herrsche-Prinzip oder Geb dem einen Untertan ein bißchen mehr als dem anderen Untertan) zum Wohle des Profits. So schürt ein machtbesessner Unternehmer oder Politiker Neid, Zwietracht und Hass unter seinen Untertanen und keiner der Untertanen erkennt, wer diesen sozialen Keil ins Volk hineingetrieben hat.

Das ist neben dem Privateigentum an Produktionsmitteln ein weiterer Machtpfeiler der Bourgeoisie im Kapitalismus.

So sie niedersächsische Kriminologieflachpfeiffe Prof. Dr. Christian Pfeiffer wird Fremdenhass, Rassismus und Rechtsextremismus durch die Privatwirtschaft geschürt und nicht durch das gemeinsame Töpfchensitzen der Kleinkinder in DDR-Kindergärten.

RBB, Sendung "Kontraste": Rechtsextremismus und Fremdenfeindlickeit: Ist die DDR-Erziehung schuld?

Wie kann man die Integrationsschwierigkeiten gemeinsam überwinden?

Ich hatte am Sonntag einen Zweiteiler im ZDF über Neuseeland gesehen:

XXL: Traumziele im Pazifik: Das andere Ende der Welt - Winterreise durch Neuseeland - (1/2) Den Kiwis auf der Spur

XXL: Traumziele im Pazifik: Das andere Ende der Welt - Winterreise durch Neuseeland - (2/2) Nächster Stop Antarktis

In Neuseeland sind die Ureinwohner (Maoris) Einwanderern gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie lernten aber auch ein gesundes Mißtrauen sich zu bewahren - in ihrer Erfahrung wie weiße Kolonialisatoren seit James Cook sie über den Löffel balbierten. Sie leben nicht um reich und vermögend zu werden, sondern sie leben für einen auskömmlichen Lebensstil und bewahren sich ihre Bereitschaft zur nachbarschaftlichen Hilfe im gegenseitigem Einvernehmen. Sie sind bereit, Hab und Gut mit in Not geratenen Menschen zu teilen, in Erwartung daß es umgekehrt genauso funktionieren wird.

Und das andere Beispiel vom integrative Zusammenleben habe ich aus Skandinavien.

3sat: Thementag nordlichter: Jenseits von Bullerbü - Kapitalismus auf Schwedisch 5-Teiler

darunter:

Jenseits von Bullerbü - Teil 1 - Familie & Beruf: Stress im Sozialparadies

Jenseits von Bullerbü - Teil 5 - Bildungschancen: Zukunft für Zuwanderer

Zitat:
Das schwedische Modell

Das nordische Wirtschaftsmodell versucht traditionell einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Für jeden ist etwas dabei: Ein starker Staat für die Linken, der den erwirtschafteten Wohlstand breit umverteilt. Freier Handel, Markt und Wettbewerb für die Liberalen. Vor allem aber soll in der Solidargemeinschaft niemand durchs soziale Netz fallen.

Das so genannte "Volksheim" aller Schweden wurde vor allem in den 1970er und 1980er Jahren üppig ausgebaut. Staatliche Wohltaten gab es von der Wiege bis zur Bahre. Die Gemeinschaft finanzierte so ziemlich alles. Selbst Frischluft-Aerobic-Kurse galten als subventionswürdig. Schlanke Linie statt schlankem Staat.

Anfang der 90er Jahre war die Vollpension im "Volksheim" allerdings viel zu teuer geworden, das System starr und unflexibel. Wirtschaftskrise, Schuldenberge und hohe Arbeitslosigkeit drückten Schweden auf der weltweiten Wohlstandsskala vom vierten auf den 14. Rang.

Dann wurde grundsaniert. Ein rigides Reformprogramm kappte Sozialleistungen und schaffte neuen Wettbewerb. Abgespeckt steht das neue Schwedische Modell heute glänzend da.
Das das alle Schweden nicht wollen, ist auch klar. Deshalb wurde auch Olof Palme ermordet, weil er dieses schwedische Kapitalismusmodell favorisierte.

Barack Obama läuft Gefahr mit seinen Krisenreformen in den USA mit einem höheren Sozialanstrich genauso zu enden.

Das sind im nordischen Kapitalismusmodell weitaus menschlichere und sozialere Ansätze als im kleinkarierten, neoliberal verseuchten CDU-FDP-Billigjob-Verharzungsmodell von Merkel und Schwesterwilli einer radikalisierten Maktwirtschaft mit den behämmerten Einwanderungsvorstellungen eines Roland Kochs mit seinem Einbürgerungstest.

So ganz ist bundesdeutsches Fernsehen doch nicht verblödend. Man muß sich nur die richtigen Sendungen aussuchen und über den bundesdeutschen Tellerrand blicken.

Es läßt für mich nur einen Schluß zu: In der BRD sind die Falschen an der Macht und die Eigentumsverhältnisse der Privatwirtschaft müssen beseitigt werden, damit es sozial gerechter zugeht.
jockel ist offline  
Alt 19.07.2011, 18:54   #29
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Merkur Beitrag anzeigen
Unsere Fachkräfte werden ins Ausland getrieben und billige aus Rumänien und Osteuropa werden zu uns geholt.
Das ist doch nicht mehr normal.
Exakt: Hilfe, mein Arzt spricht rumänisch | MDR.DE
Ich finde leider Deinen verlinkten Beitrag nicht. Aber der trifft's bestimmt auch:

MDR, Sendung "exakt" vom 22.06.2011: Hilfe, ich verstehe meinen Arzt nicht!

Welche Pflichten hatten Studierende nach erfolgreichem Fachabschluß?

Die mußten volkswirtschaftliche Einsicht in die Notwendigkeit zeigen und dort für ca. 3 Jahre pflichtgemäß arbeiten, wo sie in der DDR gebraucht wurden. Da gab es keine Rosinenpickerei für die berufliche Karriere. So was beugt auch Fachkräftemangel in einem Land vor.

Dafür war die Schul-, die Berufsausbildung und das Studium auch gebührenfrei und es gab sogar für Lehrlinge das Lehrlingsgehalt und für die Studierenden ein gestaffeltes Stipendium je nach Leistungsgrad.
jockel ist offline  
Alt 19.07.2011, 19:15   #30
jockel
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Börse Stuttgart-News: bonds weekly - Financial Informer Handelsblatt

Und Deutschland? Warum steht die Bundesrepublik ausgerechnet heute so gut da wie schon lange nicht mehr? "Wir sind billiger geworden und in gewisser Weise auch ein Stück weit ärmer", bringt es ifo-Chef Hans-Werner Sinn auf den Punkt. Die deutsche Wirtschaft musste bereits Ende der 90er feststellen, dass "Made in Germany" allein nicht mehr reichte, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ähnlich wie jetzt in den Staaten der Europeripherie waren die Löhne in den 90ern schneller gestiegen als die Produktivität. Deutsche Waren wurden schlichtweg immer teurer. Nachdem die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und somit letztlich auch Arbeitsplätze ernsthaft in Gefahr schienen, wurde gegengesteuert. Die Gewerkschaften und dementsprechend die Arbeitnehmer übten sich in maßvollen Tarifabschlüssen und verzichteten auf bares Geld. Die Politik wiederum setzte mit der Agenda 2010 ein Zeichen. Mit Erfolg: Heute ist Deutschland international wieder konkurrenzfähig, was nicht zuletzt die Zahlen der vergangenen Monate beweisen. Doch auch hier scheint der Euro nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Triebfeder des deutschen Exportes liegt außerhalb Europas: Mit einem Volumen von 955 Milliarden führt die Bundesrepublik knapp doppelt so viele Güter in alle Teile der Welt aus, als in den europäischen Binnenmarkt (510 Milliarden). Lüder Gerken, der Direktor des Centrums für Europäische Politik meint hierzu in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Die Hartz-Reformen in Verbindung mit Lohnzurückhaltung sind die Triebkräfte des deutschen Exporterfolges, nicht der Euro." Es scheint, als könnte er Recht haben.

Mario Nette
Nee, die Hartzgesetzgebung ist kein Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaftsführung, sondern eine von der Wirtschaft organisierte Menschenrechtsverletzung erster Güte, die in die Armut bei diesen betroffenen Menschen führt.

Was allerdings nicht in der BRD konkurrenzfähig ist, ist der Reallohnverlust der AN in den letzten 15, 20 Jahren und die unterschiedliche Einkommensentwicklung bei den AN mit durchschnittlich 2,7% und die explodierenden Unternehmerverdienste von 20%. Der der den Vogel abschießt war der VW-Chef Winterkorn - 9,3 Mio. Euro, gefolgt von Ackermann.

Hier stimmt in der Managerebene das Leistungsprinzip zwischen Arbeit und Ergebnis überhaupt nicht.

Außerdem gibt es wieder Boni-Vergütungen für erneute Leergeschäfte bei den Bankern. Die haben aus der Finanzkrise keine Lehren gezogen.

Managergehälter: Dax-Manager bekommen über 20 Prozent mehr Gehalt - Wirtschaft und Finanzen - DerWesten

http://www.rp-online.de/wirtschaft/n...id_832743.html

Hans-Böckler-Stiftung***

http://www.boeckler.de/pdf/wsimit_2011_07_schulten.pdf

Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Reallöhne in Europa sinken | Wirtschaft*- Frankfurter Rundschau

http://www.rp-online.de/wirtschaft/n...d_1014857.html
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Alt 19.07.2011, 19:53   #31
jockel
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Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
Die deutschen Arbeitgeber werden erleben, das ihre popelige Haltung zum Thema Lebensalter und Gehalt die größte Barriere beim Thema Fachkräftemangel ist. Heute wurde dann im DLF das Problem aufgeworfen, das die meisten ausländischen Arbeitskräfte nicht die Deutsche Sprache beherrschen.

Das hätten Sie also gerne: Die Allgemeinheit soll die Sprachkurse für ausländische Facharbeiter zahlen und den lieben Arbeitgebern sozusagen "plug and play" vor die Tür stellen. Unsere Politik ist zur Servicegesellschaft für AG geworden.

Ich glaube kaum das es ein Erfolg wird.

Also es ist klar was AG wünschen. Junges gesundes Frischfleisch das man beim Gehalt betrügen kann - die Probleme mit dem Familienanhang, dem Wohnraum usw. soll gefälligst der Staat lösen, natürlich auf unsere Kosten.

Roter Bock
Ich habe nichts gegen einen ausländischen Kollegen, der bei gleicher Qualifikation und Berufserfahrung den gleichen sv-pflichtversicherten Tariflohn erhält.

Deshalb bin ich auch gegen das bedingungslose Grundeinkommen, in einer privatwirtschaftlichen, bundesdeutschen Räubergesellschaftsordnung.
jockel ist offline  
Alt 19.07.2011, 21:05   #32
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Standard N-TV: Die Mär vom Fachkräftemangel

Zitat:
Weil die deutsche Wirtschaft hierzulande zu wenig gut ausgebildete Mitarbeiter findet, gehen Arbeitgeber gezielt auf Jagd nach qualifizierten Kräften aus Griechenland, Portugal oder Spanien. Das klingt einleuchtend, denn schließlich herrscht ja Fachkräftemangel – oder etwa nicht?

Der Fachkräftemangel scheint allgegenwärtig. Ob Ingenieure, IT-Fackräfte oder Pflegepersonal, die deutsche Wirtschaft sucht nach eigenem Bekunden händeringend und erfolglos nach qualifizierten Mitarbeitern, und das nicht erst seit der kräftigen Konjunkturerholung nach der Finanzkrise. Schon vor drei Jahren mahnte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: "Die Auswirkungen des Fachkräftemangels in den Unternehmen werden immer deutlicher sichtbar und führen zu erheblichen Verlusten in der Wirtschaft." Seitdem ringen Arbeitgebervertreter um bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Mitarbeiter aus dem Ausland.

Nun geht die Bundesagentur für Arbeit in die Offensive und will gezielt in schuldengeplagten und wachstumsschwachen Euro-Staaten nach gut ausgebildeten Mitarbeitern fischen. Qualifizierte Zuwanderer aus Spanien, Portugal und Griechenland sollen gegen den Fachkräftemangel in Deutschland helfen. Damit haben sie in der Krise eine neue Chance und helfen zugleich der deutschen Wirtschaft weiter auf die Beine. Erstaunlich, dass dies bisher in den Plänen der Arbeitgeber keine besondere Rolle spielt. Denn anders als in ihren Forderungen gibt es für Facharbeiter aus diesen Ländern schon lange keine rechtlichen Hürden mehr - der europäischen Errungenschaft der Freizügigkeit sei dank. War die Not am Ende bislang doch gar nicht so groß? Gibt es am Ende gar keinen echten Fachkräftemangel? ...
Wirtschaft jagt ein Phantom: Die Mär vom Fachkräftemangel - n-tv.de
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Alt 19.07.2011, 21:08   #33
jockel
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
... Also es ist klar was AG wünschen. Junges gesundes Frischfleisch das man beim Gehalt betrügen kann - die Probleme mit dem Familienanhang, dem Wohnraum usw. soll gefälligst der Staat lösen, natürlich auf unsere Kosten.

Roter Bock
Das gilt auch für deutsches Personal - gewerkschaftlich nicht organisiertes, arbeits- und sozialrechtlich unerfahrenes Personal wollen Unternehmer, das man schnell heuern und feuern kann und auf Hungerniveau sich am besten in Wohnklos hält - vergleichsweise wie bei den Hühnern die Käfighaltung.

Der Artikel 1 GG wird durch Unternehmerverbände außer Kraft gesetzt für die Untertanen und darf erst ab Ebene Unternehmer, Ministerialbürokrat und Politiker Anwendung finden.
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Alt 19.07.2011, 21:18   #34
jockel
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
... Auf diese Weise sinkt das durchschnittliche Einkommen, was sich dann ganz "wunderbar" auch auf die "Höhe" der Renten und Transferleistungen auswirkt!

Die Hartzgesetzgebung wirkt sich kurz-, mittel- und langfristig im staatlichen und unternehmerischen Sozialabbau und Lohndumping vorteilhaft für die Elite aus. So hat der Unternehmer noch mehr Profit in der Tasche, weil er noch weniger Beiträge an die Sozialversicherer leisten muß.

Der schwarzgelbe Staat hat noch mehr zum Umschichten vom Sozial- in den Rüstungshaushalt oder noch mehr Schmiergeld für Banken und Wirtschaft verfügbar.
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Alt 19.07.2011, 22:29   #35
druide65
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Standard AW: N-TV: Die Mär vom Fachkräftemangel

Es ist auch ein Phantom. Es ist.....

1. Klar das damit die Wirtschaft billige Arbeitskräfte haben will ,wie bei der Osterweiterung
2.Sprechen die hiesigen Erwerbslosenzahlen eine andere Sprache.Oder glaubt irgend jemand das von den 3 Millionen "offizellen " Erwerbslosen alles ungelernte sind?
3.Wo wir bei den Praktika wären.Warum nimmt die Zahl der unbezahlten Praktika nicht ab wenn wir den so einen Fachkräftemangel haben??


Es gibt keinerlei Belege dafür.In einer Sendung beim MDR(Fakt oder so) sagte vor 2 Wochen ein AG Vertreter "Wenn die Fachkräfte zu uns passen dann stellen wir sie auch ein"

Was heißt passen?Wenn eine Fachkraft 3,50 € verlangt dann passt es.Oder wie jetzt?
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
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Alt 19.07.2011, 23:06   #36
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Das ich nicht lache...
Mir hat man eine Umschulung finanziert,habe einen guten Abschluss hingelegt und mir fehlt nur eine 3-monatige Maßnahme welche 1250 € kostet.
Man verballert tausende von Steuergelder für eine Ausbildung,aber das Ziel der entgültigen Eingliederung durch diese Maßnahme stellt man ein und läßt die gut ausgebildeten Fachkräfte auf der Straße sitzen!
Und das ist nicht nur bei mir so,sondern bei all den anderen Teilnehmern der Umschulungen auch.
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Alt 19.07.2011, 23:12   #37
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Zitat von Katapult Beitrag anzeigen
Das ich nicht lache...
Mir hat man eine Umschulung finanziert,habe einen guten Abschluss hingelegt und mir fehlt nur eine 3-monatige Maßnahme welche 1250 € kostet.
Man verballert tausende von Steuergelder für eine Ausbildung,aber das Ziel der entgültigen Eingliederung durch diese Maßnahme stellt man ein und läßt die gut ausgebildeten Fachkräfte auf der Straße sitzen!
Und das ist nicht nur bei mir so,sondern bei all den anderen Teilnehmern der Umschulungen auch.

Bist du dir sicher das diese 3 Monatige Anschlußmaßnahme dir einen Job gebracht hätte?Also einen guten Job?


Ich meine ich habe so einen schei*s immer wieder gehört und auch mitgemacht........
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
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Alt 19.07.2011, 23:23   #38
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Bist du dir sicher das diese 3 Monatige Anschlußmaßnahme dir einen Job gebracht hätte?Also einen guten Job?


Ich meine ich habe so einen schei*s immer wieder gehört und auch mitgemacht........
Ich habe ein Vorstellungsgespräch gehabt und die haben mir ganz klar gesagt,wenn ich diesen Kurs hätte,hätte ich sofort anfangen können und das für ein Anfangsstundenlohn von 19,20 €! Der Arbeitsvertrag lag sogar schon auf dem Tisch!

Das Jobcenter redet sich raus,fasselt was von keine Fördergelder mehr da und fordert von dem Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung,das sie mich nach dem Kurs einstellen würden.
Es gibt kein Arbeitgeber,der dieses alleine schon aus rechtlichen Gründen ausstellen würde und die Firmen suchen jetzt und nicht in 3, 6 oder gar 12 Monaten.

Geh ich zum Bahnhof und kaufe erst eine Fahrkarte, wenn der Beamte mir dort schriftlich bestätigt,das der Zug auch pünktlich kommt?
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Alt 19.07.2011, 23:27   #39
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Zitat von Katapult Beitrag anzeigen
Das ich nicht lache...
Mir hat man eine Umschulung finanziert,habe einen guten Abschluss hingelegt und mir fehlt nur eine 3-monatige Maßnahme welche 1250 € kostet.
Man verballert tausende von Steuergelder für eine Ausbildung,aber das Ziel der entgültigen Eingliederung durch diese Maßnahme stellt man ein und läßt die gut ausgebildeten Fachkräfte auf der Straße sitzen!
Und das ist nicht nur bei mir so,sondern bei all den anderen Teilnehmern der Umschulungen auch.
So ein Kurzläuferlehrgang bringt was bei einem langjährig Erwerbstätigen, der erst paar Tage oder Wochen arbeitslos ist und eine Zusatzausbildung zum Erwerb einer Bedienberechtigung, Schaltberechtigung oder eines Passes, z.B. eines Schweißerpasses braucht, um wieder in den Job zurückzukehren.

Für alle Langzeitarbeitslosen, die man amtlich vergammeln und entwerten läßt, um sie in Prekärbeschäftigung als angeblich Un- oder Angelernte zu schleusen, hilft das nicht weiter. Da braucht man schon seriöse Langläuferlehrgänge ohne Zertifizierungen, aber mindestens mit einem IHK-Abschluß, den auch die Branche anerkennt.
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Alt 19.07.2011, 23:31   #40
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Zitat von jockel Beitrag anzeigen
So ein Kurzläuferlehrgang bringt was bei einem langjährig Erwerbstätigen, der erst paar Tage oder Wochen arbeitslos ist und eine Zusatzausbildung zum Erwerb einer Bedienberechtigung, Schaltberechtigung oder eines Passes, z.B. eines Schweißerpasses braucht, um wieder in den Job zurückzukehren.

Für alle Langzeitarbeitslosen, die man amtlich vergammeln und entwerten läßt, um sie in Prekärbeschäftigung als angeblich Un- oder Angelernte zu schleusen, hilft das nicht weiter. Da braucht man schon seriöse Langläuferlehrgänge ohne Zertifizierungen, aber mindestens mit einem IHK-Abschluß, den auch die Branche anerkennt.
Ich habe ja im Januar meinen IHK Abschluß abgelegt,der Arbeitgeber hat mir noch gesagt,ich brauche mich hinter meiner Bewerbung nicht verstecken,absolut Top und er hat sich selber darüber aufgeregt, das er wegen solchen Lächerlichkeiten keine Fachkräfte findet.
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Alt 19.07.2011, 23:37   #41
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Zitat von Katapult Beitrag anzeigen
Ich habe ein Vorstellungsgespräch gehabt und die haben mir ganz klar gesagt,wenn ich diesen Kurs hätte,hätte ich sofort anfangen können und das für ein Anfangsstundenlohn von 19,20 €! Der Arbeitsvertrag lag sogar schon auf dem Tisch!

Das Jobcenter redet sich raus,fasselt was von keine Fördergelder mehr da und fordert von dem Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung,das sie mich nach dem Kurs einstellen würden.
Es gibt kein Arbeitgeber,der dieses alleine schon aus rechtlichen Gründen ausstellen würde und die Firmen suchen jetzt und nicht in 3, 6 oder gar 12 Monaten.

Geh ich zum Bahnhof und kaufe erst eine Fahrkarte, wenn der Beamte mir dort schriftlich bestätigt,das der Zug auch pünktlich kommt?
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Amt zäumt den Gaul von hinten auf. Richtig weltfremd. Ein AG stellt Arbeitskräfte mit einer nachweisbaren guten Fachausbildung und Berufserfahrung ein und nicht, wenn man die Möglichkeit einer beruflichen Weiterentwicklung in Aussicht stellt.

Warum diese Hinterhältigkeit, Scheinheiligkeit und Verlogenheit des Amtes?

Sie tun so als ob Sie einen fördern wollen. In Wirklichkeit haben Sie Schiß, ihren Job zu verlieren. Jeder an die Wirtschaft vermittelte Arbeitslose stellt die Existenzberechtigung des Amtsmitarbeiters in Frage.
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Alt 19.07.2011, 23:38   #42
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Ich habe ein Vorstellungsgespräch gehabt und die haben mir ganz klar gesagt,wenn ich diesen Kurs hätte,hätte ich sofort anfangen können und das für ein Anfangsstundenlohn von 19,20 €! Der Arbeitsvertrag lag sogar schon auf dem Tisch!

Das Jobcenter redet sich raus,fasselt was von keine Fördergelder mehr da und fordert von dem Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung,das sie mich nach dem Kurs einstellen würden.
Es gibt kein Arbeitgeber,der dieses alleine schon aus rechtlichen Gründen ausstellen würde und die Firmen suchen jetzt und nicht in 3, 6 oder gar 12 Monaten.

Geh ich zum Bahnhof und kaufe erst eine Fahrkarte, wenn der Beamte mir dort schriftlich bestätigt,das der Zug auch pünktlich kommt?

Aber.....wenn der Vertrag schon auf dem Tisch gelegen hat?Warum kommen dann nicht zwei Seiten zusammen?
Oder wollte der der AG noch mehr rausholen?Von der BA?

Dann sollte doch der AG sagen PASST...und gut ist.
Wozu dann noch sagen "Erst muss der Mann noch mal 3 Monate etwas machen was die BA bezahlen muss"

Also...ganz ehrlich.Das erschließt sich mir nicht....
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Alt 19.07.2011, 23:43   #43
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Ich habe ja im Januar meinen IHK Abschluß abgelegt,der Arbeitgeber hat mir noch gesagt,ich brauche mich hinter meiner Bewerbung nicht verstecken,absolut Top und er hat sich selber darüber aufgeregt, das er wegen solchen Lächerlichkeiten keine Fachkräfte findet.
Auf die vom Amt in Aussicht gestellten Fördermittel und Lohnzuschüsse sollte ein guter AG verzichten. Die sind der Höhe und der Bezugsdauer nach ein schlechter Witz.

Bei behinderten Arbeitslosen winkt dem AG eine Einstellungsprämie von einmalig 2000 Euro und ca. 1 1/2 Jahre ein Lohnzuschuß von anfänglich 50%, der in der Zeit sich stufenweise verringert.

Da faßt sich kein AG hintenrum.
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Alt 20.07.2011, 07:17   #44
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Von Fördermittelm oder Lohnzuschüsse war ja nie die Rede.Wollte der Arbeitgeber auch gar nicht.Er sucht verzweifelt einen Facharbeiter,welcher eine 5-Achs-Fräsmaschine bedienen kann und mir fehlt lediglich dieser 3-monatiger CNC-Kurs zum Programmieren und Bedienen einer 5-Achs-Fräsmaschine, zumal alleine schon das Programmieren einer CNC- Drehmaschine Bestandteil der IHK-Prüfung war und auch gelernt wurde.
Eine 5- Achs- Fräsmaschine ist noch komplexer und erfordert erweiterte Kenntnisse.
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Alt 20.07.2011, 07:24   #45
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Und das ist das,was die im Jobcenter nicht verstehen (wollen).
Man genehmigt eine Umschulungsmaßnahme und mit Ablegen der Prüfung meinen die,sie haben ihre Pflicht erfüllt. Es kommt niemand nur ansatzweise auf die Idee, mal nachzufragen, wie läuft es in der Maßnahme,wo sind Lücken,was kann man verbessern.Man fragt nicht vorher potentionelle Arbeitgeber, was müssen die Teilnehmer genau können,welche Erwartungen stellen diese.
Stattdessen überprüft man lieber einfach nur die Anwesenheitsliste von dem profitorientierten Schulungsunternehmen und wendet sich wieder der Kaffeetasse zu.

Fast jedes Unternehmen ist mittlerweile Zertifiziert,jedes Unternehmen hat erkannt,das sich das QM sogar bezahlt macht.Wo haben die Jobcenter ihr QM? Warum sind die nicht Zertifiziert?
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Alt 20.07.2011, 09:49   #46
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Katapult Beitrag anzeigen
Und das ist das,was die im Jobcenter nicht verstehen (wollen).
Man genehmigt eine Umschulungsmaßnahme und mit Ablegen der Prüfung meinen die,sie haben ihre Pflicht erfüllt. Es kommt niemand nur ansatzweise auf die Idee, mal nachzufragen, wie läuft es in der Maßnahme,wo sind Lücken,was kann man verbessern.Man fragt nicht vorher potentionelle Arbeitgeber, was müssen die Teilnehmer genau können,welche Erwartungen stellen diese.
Stattdessen überprüft man lieber einfach nur die Anwesenheitsliste von dem profitorientierten Schulungsunternehmen und wendet sich wieder der Kaffeetasse zu.

Fast jedes Unternehmen ist mittlerweile Zertifiziert,jedes Unternehmen hat erkannt,das sich das QM sogar bezahlt macht.Wo haben die Jobcenter ihr QM? Warum sind die nicht Zertifiziert?
Du sprichst so einfache Wahrheiten gelassen aus. Der Kabarettist Volker Pispers sagt zu Berufsgruppen, die die Menschheit nicht braucht, auch in Bezug auf die Arbeitslosenverwahrlosungsanstalten, daß die Arbeitslosen besser logisch denken können und zielgerichtete Vorstellung von Arbeitsförderung und -vermittlung besitzen als die vielen wiehernden Amtsschimmel, die dort Dienst nach Vorschrift machen. Die klammern sich krampfhaft an ihren Schreibtischen fest statt regionale Förder- und Vermittlungsprojekte gemeinsam mit den Unternehmerverbänden, den IHKs, HWKs, Bildungsträgern zu organisieren und von den Unternehmern Einstellungspflichten abzufordern. Anstelle der verbindlichen Einstellungsverpflichtungen kommen nur freiwillige Selbstverpflichtungen raus, die man jederzeit für ungültig erklären kann.

Von Unternehmerseite muß eine Anforderungsübersicht kommen, was er unter Bedingung von eingesetzter Technik und Material für welche Arbeitskräfte auf welchen Arbeitsplätzen braucht. Also einen Produktionsflußplan, Plan der Arbeitsorganisation, Stellen- und Besetzungsplan. Dann muß er die arbeitsseitigen Anforderungsmerkmale des Arbeitsplatzes charakterisieren und bewerten und lohn- und gehaltsgruppenmäßig einstufen. Auf diese Weise sind der Technik, Material- und Arbeitskräftebedarf klar abgesteckt.

Wenn eine seriöse Arbeitsvermittlung betrieben wird, so muß das schon vor Lehrgangsantritt vertraglich Hand und Fuß haben, indem alle beteiligten Seiten Arbeitsloser, AG, Arbeitsagentur, Bildungsträger einen mehrseitigen Vertrag aufsetzen, wo jeder Vertragspartner seine und die des anderen Rechte und Pflichten und die Sanktionen einsehen kann, wo gegenseitige Fortschritts- und Ablaufkontrollen geregelt, abgerechnet werden. Die DDR hatte so was in Gestalt von Delegierungs- und Überleitungsverträgen als Sonderformen eines Arbeitsvertrags (§ 50 und § 51 in Verbindung mit §§ 52, 53 Arbeitsgesetzbuch der DDR). Die Gewerkschaft hatte da ihre kontrollierende Hand drauf. Dann hat der Arbeitslose auch ein festes erfüllbares Ziel vor Augen, das vertraglich von Anfang an gesichert ist. Bockt einer der Vertragspartner, dann kann sich der Arbeitslose wirksam wehren, weil er einen Förder- und Vermittlungsvertrag in den Händen hat und die Vertragserfüllung einklagen kann.

Das paßt auch zum Artikel 23 der UN-Menschenrechtserklärung, wo das Menschenrecht auf Arbeit als Völkerrecht geregelt ist. Bekanntlich ist die BRD UN-Mitglied seit 1977 und an diese Erklärung gebunden.

Igitt, wenn Arbeitslose sich auf diese Rechtsgrundlagen berufen könnten, dann haben wir ja Sozialismus, so Schwesterwilli in seiner kindlich zurückgebliebenen Phantasie. Zu einem richtigem Sozialismus gehört ein ganzes Bündel mehr und nicht nur so ein Mosaiksteinchen. Eigentlich braucht man nicht mal sozialistische Denkansätze, sondern nur den gesunden Menschenverstand und ein echtes soziales Funktionsmodell so wie in Skandinavien. Da klappt Arbeitsförderung und -vermittlung in kürzester Zeit ohne großartige Langzeitarbeitslosigkeit.

Notwendigkeit von mehrseitigen Verträgen und die Wirklichkeit

Aber da werden nur zweiseitige Verträge aufgesetzt, wo die juristischen Absprachen der anderen Beteiligten an diesen Förderungs- und Vermittlungsprozess unklar im Nebel bleiben. Es kommt so schnell Mißtrauen auf, ob da nicht nebenher kriminelle Klüngelwirtschaft betrieben wird.

Das Problem mit den in Lohn und Brot Stehenden: Unternehmer müssen dann arbeitsvertragliche Fürsorgepflichten erfüllen: regelmäßig einen leistungsabhängigen Lohn bezahlen, Lohnsteuern und SV-Beiträge abführen, angeordnete Überstunden, den Urlaub und Krankengeld bezahlen. Das gehört zu einen anständigen Arbeitsvertrag mit dazu. Arbeitsverträge wollen AG nicht, weil das Beweise wären.
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Alt 20.07.2011, 10:13   #47
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zu diesem Thema hatte ich hier bereits meine Erfahrung ausführlich geschrieben:

http://www.elo-forum.org/job-netzwer...tml#post877285
Katapult ist offline  
Alt 20.07.2011, 11:04   #48
jockel
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Zitat von Katapult Beitrag anzeigen
Zu diesem Thema hatte ich hier bereits meine Erfahrung ausführlich geschrieben:

http://www.elo-forum.org/job-netzwer...tml#post877285
Katapult, ich habe Dein langes Eingangsposting gelesen. War zwar mühsam bis unten alles zu lesen, aber im Interesse aller Arbeitslosen mache ich das.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen sind mit Sicherheit bei allen Arbeitslosen ähnlich. Man wird ganz bewußt an der Nase rumgeführt und jedes Amt, jeder Bildungsträger, jeder Vermittler, jeder AG sieht nur bis zu seinem Betriebszaun und nicht drüberweg. Die rennen also alle nur mit Scheuklappen rum, denken und handeln nicht weiter im volkswirtschaftlichem Interesse.

Und dieser bescheuerter Egoismus trifft man nur in privatwirtschaftlich organisierten Einrichtungen und Betrieben an. Alles was außerhalb ihrer Privatwirtschaftsklitsche passiert, juckt die nicht. Also tragen die nicht nur Scheuklappen, sondern haben auch ein dickes Brett vorm Kopf.

Und genauso stiefelt auch Schwarzgelb durch die Gegend - behämmert und bekloppt von allen Seiten - aber an der bundesdeutschen Macht. Die sind schon lange nicht mehr wählbar, weil korrupt, verdorben und nur an ihrer eigenen Karriere interessiert. Die merken gar nicht, daß sie Pflichten gegenüber ihren Wählern zu erfüllen haben, der jeden Tag die Krisenfestigkeit ihrer Diäten und Ruhegelder garantiert. Bei den Amtstypen sieht's nicht viel anders aus.

Man sollte das Leistungsprinzip zu prekären 364-Euro-Regelsatz in der Politik, den Ämtern und in den Manageretagen endlich einführen. Die sollten endlich mal wie Arbeitslose mit Haufen Kontrollbelegen zur Mitwirkung und Eigeninitiative sich diese 364 Euro jahrelang verdienen müssen.
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Alt 20.07.2011, 14:48   #49
wolliohne
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wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Auf der Suche nach Fachkräften nur eine Ablenkung?

Liebe Nachdenkseiten,
heute, am 19.07, hatten sie in den “Hinweisen des Tages” einen Link zu einem kritischen Beitrag auf n-tv über den angeblichen Fachkräftemangel angegeben.
Wie irrsinnig in Deutschland Debatten geführt werden kann man gerade an diesem Link nachverfolgen. Der Text legt einleuchtend und, wie ich dachte, für jeden verständlich da, warum die Debatte über den Fachkräftemangel eine Scheindebatte ist. So verständlich, wie ich dachte, ist der Artikel aber dann doch nicht, jedenfalls nicht für den durchschnittlichen n-tv-Reporter. Denn genau unter dem letzten Satz des Artikels (“Mit Fachkräftemangel hat das aber nichts zu tun” !) ist ein Video eingebettet, dass “Deutschland braucht Fachkräfte – Eine Million freie Stellen” betitelt ist und, unter anderem mit dem lieben Herrn Hund als Zeugen, sich einen Dreck schert über den Inhalt des Artikels darüber.
Anscheinend wird man im Privatfernsehen nur noch eingestellt, wenn man schizophren ist!
Ich frage mich immer mehr, wie man diesen ganzen Quatsch ertragen soll, ohne dauerhaft in hysterische Lach- oder Schreianfälle zu verfallen!
Beste Grüße,
C.M.
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