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Start > > > > -> Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde


 

 

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Alt 02.05.2007, 16:33   #76
Kaleika
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@Rüdiger V,
was Du glaubst, das kann ich Dir nicht beantworten.

@Katze im Netz, ich habe immer " nur" von einer bestehenden (Teil-) Schuld gesprochen!

Also nochmal:
die Bagis hatte dem Ziehvater des Kindes komplett die Hartz-IV-Bezüge gestrichen. Das war eine Katastrophe für den Ziehvater, der plötzlich ohne Geld dastand. Der Ziehvater musste vor Gericht um seinen Lebensunterhalt
streiten – das war im Frühsommer 2006, also die Zeit, die Kevin nicht überleben sollte. Die Bagis hat aus dem Fall nicht gelernt.“
Dass dieser katastrophale Zusammenhang wenigstens bis zur Wahl in Bremen am 13. Mai unerwähnt bleiben soll, erfährt man aus dem Munde des Ausschuss-Vorsitzenden Helmut Pflugradt (CDU), der im "Weser-Kurier" trotz der Zahlungseinstellung im Todeszeitraum dreist behauptet, "aus seiner Sicht" habe "im speziellen Fall kein Spardruck auf die Sozialbehörde zur Katastrophe geführt". Klaus Möhle von denGrünen stellt im Widerspruch dazu "fest, dass der Senat sehr wohl dieSpartrommel überdreht und das Schicksal Kevins indirekt durch finanziellen Druck auf die Jugendbehörde mitverantwortet habe". "Es sei nicht sicher, ob Kevins Fallmanager nicht früher eine Heimunterbringung in die Wege geleitet hätte, wenn der Druck, möglichst wenig Inobhutnahmen anzuordnen, nicht so hoch gewesen
wäre."
http://www.bremer-montagsdemo.de/130/kevin-bericht.htm
"http://www.taz.de/dx/2007/04/27/a0205.1/textdruck

Es geht nicht darum, ob Kevin noch leben würde, wenn die BAgIS das Geld weiterhin überwiesen hätte. Antworten wären nur spekulativ! Es geht immer wieder und nochmal wieder darum, dass und warum die BAgIS das Geld NICHT hätte einbehalten dürfen!!!!!
Die Bagis mag eine geringere Mitschuld tragen als das Jugendamt, aber beide stehen unter dem Spardiktat des Bremer Senats - und welche unsozialen Folgen das hat, wird abgeleugnet, vertuscht oder zerredet.
Sogar hier im Forum.
Kaleika
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Alt 02.05.2007, 16:37   #77
Rüdiger_V
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@Kaleika
Zitat:
@Rüdiger V,
was Du glaubst, das kann ich Dir nicht beantworten.
Ich glaube es schon, auch wenn ich es nicht glauben mag. Meine Ungläubigkeit bezog sich auch mehr auf die Aufschlüsselung der Kürzel Bagis.

Ich habe mit mehreren Bremer/innen Mail/Messi-Kontakt, von daher weiß ich ungefähr, was da abläuft.
 
Alt 02.05.2007, 16:49   #78
Katze im Netz
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Zitat:
Es geht nicht darum, ob Kevin noch leben würde, wenn die BAgIS das Geld weiterhin überwiesen hätte.
Genauso wird doch aber hier argumentiert! Und das der "Sparzwang" dazu geführt hat, das Kevin eben nicht rechtzeitig in ein Kinderheim oder zu Pflegeeltern kommen durfte/konnte, zieht doch niemand in Zweifel - aber für die Entscheidung ist schlussendlich das Jugendamt verantwortlich, nebst höhergeordneten Instanzen. Da sind doch sogar schon Köpfe gerollt.

Zitat:
Antworten wären nur spekulativ!
Eben und deswegen wirkt die Einbeziehung einer überwiegenden Mitverantwortung der BAgIS so konstruiert und lässt sich m.E. so nicht darstellen. Ich kann nur mit klaren und beweisbaren Fakten in´s Feld ziehen - andernfalls laufe ich mich doch tot. Und in diesem Thread wird doch immer wieder betont, Kevin könnte noch leben, wenn die BAgIS das Geld für diesen Monat weitergeleistet hätte... die Betonung liegt aber eben auf "könnte" - weil wir doch nun alle hinlänglich lesen durften, wie der Ziehvater von Kevin eingestellt ist.

Zitat:
Es geht immer wieder und nochmal wieder darum, dass und warum die BAgIS das Geld NICHT hätte einbehalten dürfen!!!!!
Das ist eine andere Argumentation - ok, nur es gibt in Bremen - wie du sicherlich auch weißt - X ungerechte Fälle - wenn dich meiner interessiert, schreibe ich dir gern davon - ich kenne auch andere - und ich kenne insbesondere sehr üble Vorfälle von Leistungsbeziehern die einer opt. Kommune untergeordnet sind.

Wir können also festlegen, was wir als ungerecht oder nicht rechtmäßig einstufen - wobei wir uns dabei eben an den Gesetzestext halten müssen - wie die ArGen/opt. Kommunen halt auch. Wenn hier im vorliegenden Fall eine Kann-Option besteht, dann ist daraus auch für die BAgIS kein "Muss" zu konstruieren - allein - es spielt auch keine Rolle, da der Ziehvater sich bei dem recht überlasteten Verwaltungsgericht in seiner Sache doch auch durchsetzen konnte.

Zitat:
Die Bagis mag eine geringere Mitschuld tragen als das Jugendamt, aber beide stehen unter dem Spardiktat des Bremer Senats - und welche unsozialen Folgen das hat, wird abgeleugnet, vertuscht oder zerredet.
Sogar hier im Forum.
Kaleika
Über das Spardiktat in Bremen wie auch zahlreichen anderen Bundesländern/Städten und Kommunen müssen wir uns nicht "streiten", da bin ich völlig deiner Meinung - nur ist Kevin mit nahezu sicherer Wahrscheinlichkeit so oder so zum Sterben verurteilt gewesen - es wäre anders gekommen, hätte das Jugendamt zeitnah auf Warnungen von Ärzten sowie anderer Instanzen u.a. auch von einem Kinderheimleiter gehört, und rechtzeitig gehandelt hätte - und zwar - eben als Kevin 9/10 Monate alt war, lange vor den ggf. unmenschlichen Gesetzesauslegungen seitens der BAgIS.
 
Alt 02.05.2007, 16:55   #79
Katze im Netz
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Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
@Kaleika
Ich glaube es schon, auch wenn ich es nicht glauben mag. Meine Ungläubigkeit bezog sich auch mehr auf die Aufschlüsselung der Kürzel Bagis.

Ich habe mit mehreren Bremer/innen Mail/Messi-Kontakt, von daher weiß ich ungefähr, was da abläuft.

Hier läuft nicht mehr oder weniger Ungerechtigkeit ab, als andernorts ebenfalls. Allein ist Bremen als quasi schon immer sozial schwache/arme Stadt mit hoher Arbeitslosenzahl und auch schon früher recht hohem Anteil von Sozialhilfebeziehern vielleicht etwas "erfahrener". Ob die ArGe nun BAgIS heißt und wie sich aus den spezifischen Bezeichnungen der ArGen auch an anderen Orten "besondere" Namen bilden lassen, hat doch mit dem Thema hier absolut nichts zu tun.
 
Alt 02.05.2007, 16:57   #80
Kaleika
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@Katze im Netz,
manchmal frage ich mich, was Du persönlich davon hast, die Mitschuld der BAgIS (nicht: überwiegende Mitverantwortung, so wie Du schreibst) derart zu bezweifeln, wobei sie dermaßen offensichtlich ist!
Kaleika
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Alt 02.05.2007, 17:15   #81
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
@Katze im Netz,
manchmal frage ich mich, was Du persönlich davon hast, die Mitschuld der BAgIS (nicht: überwiegende Mitverantwortung, so wie Du schreibst) derart zu bezweifeln, wobei sie dermaßen offensichtlich ist!
Kaleika
Und ich frage mich, wie du darauf kommst, ich als Ebenfalls-"Kundin" der BAgIS müsste etwas davon haben, wenn ich hier eine definitive Schuld (und nur die würde argumentativ greifen) der BAgIS eben einfach nicht sehe....

Als ich hierherzog wurde mein Erstantrag schon mal verspätet bearbeitet, weil es mir nicht möglich war mich hier vorab polizeilich zu melden... Uns wurde Warmwasserbereitung abgezogen, obgleich ich im Antrag angab Warmwasser über Strom zu erzeugen, uns wurde sofort für 3 Monate Unterhaltsvorschuss angerechnet, obgleich ich den Antrag auf vorrangiges UVG erst stellen musste und die Bearbeitung beim Jugendamt krankheitsbedingt sehr sehr lange gedauert hat. Wir hatten also sofort heftige Probleme hier, gleich die erste Miete zu spät gezahlt, die Kaution, also den Rest davon quasi vom Essen abgespart. Die BAgIS lässt mich um eine Umzugserlaubnis gegenüber der vormals zuständigen opt. Kommune klagen, obgleich sie über die drohende Obdachlosigkeit mit Baby informiert waren.

Und erst als ich mit einer Klageerweiterung gedroht habe, hat sich etwas bewegt, die Beträge wurden dann nachgezahlt, was nichts daran ändert, dass sie 3 Monate gefehlt haben. Davor hatte ich bei der vormals zuständigen opt. Kommune das Problem den Mietanteil für die von meinem damaligen Lebenspartner gekündigte Wohnung nicht bekommen zu können, den habe ich aus dem Regelsatz bezahlt, der Alleinerziehungszuschlag wurde gleichfalls nicht gewährt, mit Abzahlungen für Wickeltisch und Kinderhochstuhl wurde ich vom Kindesvater alleingelassen - Unterhaltsvorschuss gab es nicht, weil er sich polizeilich damals nicht ummelden wollte und Unterhalt zahlte er einfach nicht... Um diese Dinge, wie auch der Nebenkostennachzahlung und die Umzugserlaubnis klage ich jetzt hier vor dem Verwaltungsgericht - seinerzeit hatte ich aus dem reduzierten Regelsatz sämtliche Einschreiben, die Nebenkostenabrechnung, die Fahrten ins 80 km entfernte Bremen, den Mietanteil abdecken müssen...

Als ich hier in Bremen ankam, blieb mir die Milch weg, ich konnte also von hier auf jetzt meinen Sohn nicht mehr stillen - gegessen hatte ich 2,5 Monate lang Billig-Toast mit Billigwurst, damit neben allen Kosten wenigstens mein Sohn noch versorgt werden kann.

Ja, du hast recht, es interessiert niemanden - es hätte vielleicht jemanden interessiert, wenn ich meinem Sohn etwas angetan hätte oder anderweitig verzweifelt wäre - aber dafür hatte ich keinen Raum mehr - es musste weitergehen und es ist weitergegangen. Und Kevins Vater verdammt noch mal hätte ebenso handeln müssen - und das hat er nicht.

Und jetzt verabschiede ich mich hier aus diesem Thema! Wenn du meinst, ich wäre eine ArGe-Freundin oder meinst du müsstest hier herauslesen wollen mit aller Gewalt, ich würde Handlungen befürworten, dann musst du das tun - bitte. Ich weiß - für mich - das es anders ist und gut.
 
Alt 02.05.2007, 19:12   #82
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Zitat von hjgraf
Haben die nachfolgenden Politiker Generationen gelernt? Kaiserreich, Weimarer Republik, III. Reich usw.?
Da Du mich hier zitierst fühle ich mich einfach mal angesprochen.

NEIN!!! Gelernt hat keiner habe ich so den Eindruck, meine Befürchtungen und meine Ängste habe ich einmal formuliert, DAS sollte eigentlich reichen. Ob diese Zustände letztendlich eintreten werden? Wissen wir in einigen Jahren. ICH halte es für sehr wahrscheinlich und tue das was in MEINER Macht steht zu unternehmen, das DAS vielleicht verhindern kann. MEHR geht einfach nicht für MICH alleine.
Zitat von hjgraf
Solange es in diesem Land noch so viele Menschen gibt, die selbst angesichts von handfesten Beweisen die Augen schließen und sagen "das gibt es nicht, das glaube ich nicht!", und hoffen dass solange sie auch ganz fest glauben, es den sprichwörtlichen "Brunnen" nicht gibt, sie auch nicht hineinfallen werden. Solange wird sich in diesem Land nichts bewegen!!
HIERMIT sprichst Du MICH an? Wenn ja tut mir leid, aber Du irrst Dich gewaltig. ICH empfinde es als herabsetzend, wenn jemand, der mich weder kennt noch weiss, was ich DENKE und TUE, so einen (für mich) Unsinn vom Stapel lässt. DASS sich die Erwerbslosen nicht "zusammenrotten" liegt nicht an der obigen Erklärung und DAS weiss jeder der einen Funken Grips im Kopf hat!

Die Konjunktive in meinem Beitrag scheinen Dir völlig entgangen zu sein, aber ich mache hier nicht den Sysiphus.
Zitat von hjgraf
Immer wieder wurde in der Vergangenheit bis heute versucht, die Menschen, das einfache Volk zu drücken, schikanieren, zu bevormunden und ihnen ihre Rechte abzusprechen. Das Individuum scheint, als Teil eines kollektiven Machtapparates zum reißenden Wolf zu werden, weil dort seine Gelüste verschleiert werden können?
Auch hierzu habe ich schon einmal meine Meinung in dieses Forum posaunt: Zu Macht gehören IMMER zwei! DER der ausübt und DER der es zulässt!!!

Obs passt oder nicht - DAS ist nicht MEINE Baustelle.

Dopamin
__

Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
Solo le pido a Dios que hartz IV no me sea indiferente, es un monstro grande y pisa fuerte ,toda la pobre inocencia de la gente (frei nach Outlandish)
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Alt 02.05.2007, 20:16   #83
Kaleika
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Ja, du hast recht, es interessiert niemanden - es hätte vielleicht jemanden interessiert, wenn ich meinem Sohn etwas angetan hätte oder anderweitig verzweifelt wäre - aber dafür hatte ich keinen Raum mehr - es musste weitergehen und es ist weitergegangen. Und Kevins Vater verdammt noch mal hätte ebenso handeln müssen - und das hat er nicht.
Wieso habe ich recht damit, dass es niemanden interessiert hätte, wenn Du Deinem Sohn etwas angetan hättest?
So etwas habe ich weder je gedacht, noch hier geschrieben. Schön dass Du damals die Kraft hattest, es weitergehen zu lasen, für Deinen Sohn und Dich. Aber diese Stärke hat nicht jeder.

Ansonsten stelle ich folgende Information hier ein:
Kritische Anmerkungen zum Bericht des Untersuchungsausschusses „Kindeswohl“ (Kevin)
Von Paul M. Schröder, Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) vom 25. April 2007

Der Tod des 2-jährigen Kevin hat im Oktober 2006 die Republik aufgeschreckt. Geprägt waren die letzten Monate seines kurzen Lebens, besser vielleicht das ganze Leben des Bremer Jungen durch eine genauso erschütternde wie irritierende Abfolge von Ereignissen. Beunruhigend an den Vorfällen ist vor allem, dass die wiederholte Misshandlung und schließlich der Tod des Jungen unter der Vormundschaft des Bremer Jugendamtes und während des Bezugs von Leistungen bei der Bremer ALG II-Behörde (BAgIS) geschehen konnte. Kevin und sein Vater waren dem Jugendamt und anderen Stellen bekannt. Der Junge wuchs nach Aktenlage in privater und öffentlicher Verantwortung auf.

Der nun vorliegende „Bericht des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung von mutmaßlichen Vernachlässigungen der Amtsvormundschaft und Kindeswohlsicherung durch das Amt für Soziale Dienste“ ist am 26. April 2007 in der letzten Sitzung der Bremischen Bürgerschaft vor der Bürgerschaftswahl am 13. Mai 2007 beraten worden.

Die folgenden Anmerkungen von Paul M. Schröder beziehen sich ausschließlich auf den Abschnitt über die „Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAgIS)“, die stadtbremische „Hartz IV“-Behörde.

* Die Anmerkungen des BIAJ als PDF-Dokument herunterladen [PDF 170KB]
* Den Bericht des Untersuchungsausschusses herunterladen [PDF 2,8MB].

Zur Sache:
In der Leipziger Volkszeitung wurde am 11. Oktober die folgende (unvollständige) Chronologie veröffentlicht:

Das kurze Leben des kleinen Kevin

Bremen. In Bremen haben Polizisten am Dienstag einen zweieinhalb Jahre alten Jungen tot in einem Kühlschrank entdeckt. Der Junge stand seit dem Tod seiner drogensüchtigen Mutter unter der Vormundschaft des Jugendamtes, lebte aber beim Vater, gegen den am Mittwoch Haftbefehl erlassen wurde. Der Verlauf der Ereignisse nach Darstellung der Behörden:

Januar 2004: Kevin wird geboren als Kind einer drogensüchtigen Mutter.

März 2004: Mutter und Kind zur Entgiftung in einer Klinik.

August 2004: Polizeimeldung über Verdacht der Kindesmisshandlung. Ergebnis des Einsatzes der Beamten: Der Säugling hat keine Verletzungen, es gibt aber Zweifel an der Erziehungsfähigkeit der Eltern.

Oktober 2004: Kevin wird in eine Kinderklinik eingewiesen, die Ärzte stellen Knochenbrüche fest.

November 2004: Der Junge wird in Obhut genommen und bleibt einige Tage in einem Bremer Kinderheim; es folgt ein sechswöchiger Einsatz eines Familienkrisendienstes. Der kommt zu dem Ergebnis: Die Eltern haben die nötigen Erziehungskompetenzen.

Februar 2005: Ein Kinderarzt stellt eine Gewichtsabnahme bei Kevin fest. Zwei Wochen später berichtet er, dass die Entwicklung des Jungen wieder gut verlaufe.

März 2005: Das Jugendamt stellt eine positive Prognose.

Mai 2005: Das zweite Kind, das Kevins Mutter erwartet, stirbt im Mutterleib.

Juli 2005: Die Polizei berichtet von Auffälligkeiten. Bei einem Hausbesuch stellen Mitarbeiter des Sozialzentrums keine Mängel bei der Versorgung des Kindes fest.

August 2005: Eltern-und-Kind-Therapie zur Entgiftung in einer Klinik.

Oktober 2005: Im Rahmen eines Angebots zur Frühförderung geht Kevin in eine Kindergruppe, die Mutter nimmt an einer Elternschule teil.

November 2005: Die Mutter stirbt. Der Notarzt schließt Fremdverschulden nicht aus. Das Kind kommt für fast drei Wochen erneut in ein Kinderheim. Der Vater wird vorübergehend in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. Das Jugendamt wird zum ersten Vormund des Kindes. Eine Woche später entscheidet das Sozialzentrum, dass Kevin wieder zum Vater kann.

Januar 2006: Eine Bewährungshelferin teilt ihre Sorge über die Erziehungsfähigkeit des Vaters mit.

März 2006: Kevin bekommt auf Anweisung des Sozialzentrums eine Tagesmutter. Dort erscheint er nur unregelmäßig. Die Tagespflege wird daraufhin abgebrochen.

April 2006: Die Mitarbeiter des Sozialzentrums sehen Kevin zum letzten Mal. Bei diesem Treffen wird beschlossen, dass er durch frühe Hilfen gefördert werden soll.

Juli 2006: Die Frühförderstelle teilt mit, dass Kevin nicht kommt.

September 2006: Das Sozialzentrum übermittelt dem Amtsvormund, dass der Vater sich der angebotenen Hilfe entzieht. Eine Woche später ruft Kevins Großmutter im Sozialzentrum an, weil sie den Jungen seit Anfang Juli nicht mehr gesehen hat. Es wird beschlossen, den Jungen aus der Familie zu nehmen, ein Verfahren wird eingeleitet.

2. Oktober 2006: Das Gericht beschließt, Kevin aus der Wohnung des Vaters abzuholen.

10. Oktober 2006: Kevin wird tot im Kühlschrank in der Wohnung seines Vaters gefunden

(dpa)

Tacheles Onlineredaktion
Frank Jäger
Kaleika ist offline  
Alt 02.05.2007, 20:27   #84
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Zitat von Kaleika
März 2006: Kevin bekommt auf Anweisung des Sozialzentrums eine Tagesmutter. Dort erscheint er nur unregelmäßig. Die Tagespflege wird daraufhin abgebrochen.
M.E. hätte das DORT das JUGENDAMT reagieren müssen - spätestens!!!

Aber ich bin keine ausgebildete Sozialpädagogin noch eine Juristin, nur ein Mensch.

Und WO ist jetzt die Teilschuld der BAGIS?

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Alt 02.05.2007, 20:45   #85
Kaleika
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Da sind wir einer Meinung.

ABER,
dann also nochmal:
die Bagis hatte dem Ziehvater des Kindes komplett die Hartz-IV-Bezüge gestrichen. Das war eine Katastrophe für den Ziehvater, der plötzlich ohne Geld dastand. Der Ziehvater musste vor Gericht um seinen Lebensunterhalt
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Alt 02.05.2007, 20:57   #86
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Kaleika,

jetzt hast Du mich verloren...

Also wir stimmen überein, dass das Jugendamt schon viel früher hätte reagieren müssen im Fall Kevin.

Bevor ich jetzt wieder mal falsch verstanden werde: Dieser Fall ist schrecklich!

ABER aus welchem Fall hätte das JA lernen sollen? zu Gunsten von Kevin???

Ich hoffe (und DIESE Hoffnung stirbt zuletzt), dass die Verantwortlichen aus dem "Fall Kevin" gelernt haben!!!

Auch wenn dem Lütten DAS nichts mehr nutzt - vielleicht dem nächsten Zwerg (und da bin ich mir sicher, dass es DEN geben wird!) der ein ähnlich trauriges Leben führen muss!!!

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Alt 03.05.2007, 00:49   #87
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Nun....die BAGIs ist mit Sicherheit nicht für die Drogenprävention zuständig.
Aber.....wenn die BAGIs das Geld gestrichen hat und ihr bewusst war das dort noch ein Kind in der BG lebt.....hätte das Jugendamt nicht reagieren müssen?

Der Sparzwang treibt schon merkwürdige Blüten....eigentlich hätte der Ziehvater in eine geschlossene Therapie gemusst.
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
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Alt 03.05.2007, 09:03   #88
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Zitat von druide65
Der Sparzwang treibt schon merkwürdige Blüten....eigentlich hätte der Ziehvater in eine geschlossene Therapie gemusst.
Exakt SO hätte es sein müssen!!!

Für Kevin ist es zu spät, wie gesagt ich HOFFE nicht für das nächste Kind!

Es wäre übrigens wünschenswert, dass nciht nur die Bremer Behörden draus lernen, sondern ALLE bundesweit, ja ich weiss DAS ist (leider) oftmals reines Wunschdenken von mir. Wer Vorschläge hat wie man dieses Wunschdenken praktikabel in die Realität umsetzt, bitte Nachricht entweder im Forum oder über PN.

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Alt 03.05.2007, 14:27   #89
hjgraf
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
Da Du mich hier zitierst fühle ich mich einfach mal angesprochen.

NEIN!!! Gelernt hat keiner habe ich so den Eindruck, meine Befürchtungen und meine Ängste habe ich einmal formuliert, DAS sollte eigentlich reichen. Ob diese Zustände letztendlich eintreten werden? Wissen wir in einigen Jahren. ICH halte es für sehr wahrscheinlich und tue das was in MEINER Macht steht zu unternehmen, das DAS vielleicht verhindern kann. MEHR geht einfach nicht für MICH alleine.HIERMIT sprichst Du MICH an? Wenn ja tut mir leid, aber Du irrst Dich gewaltig. ICH empfinde es als herabsetzend, wenn jemand, der mich weder kennt noch weiss, was ich DENKE und TUE, so einen (für mich) Unsinn vom Stapel lässt. DASS sich die Erwerbslosen nicht "zusammenrotten" liegt nicht an der obigen Erklärung und DAS weiss jeder der einen Funken Grips im Kopf hat!

Die Konjunktive in meinem Beitrag scheinen Dir völlig entgangen zu sein, aber ich mache hier nicht den Sysiphus.Auch hierzu habe ich schon einmal meine Meinung in dieses Forum posaunt: Zu Macht gehören IMMER zwei! DER der ausübt und DER der es zulässt!!!

Obs passt oder nicht - DAS ist nicht MEINE Baustelle.

Dopamin

Sag mal, was gehst Du mich eigentlich so an? Wenn ich Dich gemeint hätte, mit den Zitaten, dann hätte ich Dich auch persönlich hier angesprochen. Ich fand Deinen Beitrag gut und habe deshalb noch versucht etwas zu ergänzen. Scheinbar darf man das bei einigen auch nicht mehr? Du hast etwas vom Dazulernen geschrieben, und ich habe ergänzt. Wo liegt das Problem? Wenn ich mit Dir ein Problem gehabt hätte, dann hätte ich Dich echt persönlich angesprochen.
Tut mir leid, wenn Du das anders verstanden hast. Dann erspare ich mir langsam das Beiträge schreiben.
 
Alt 03.05.2007, 14:44   #90
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hjgraf,

entschuldige ich hab Dich dann wohl falsch verstanden...

Dieses "Nicht aus Erfahrung lernen könnnen/wollen" das einige Menschen an den Tag legen, macht mich persönlich manchmal ziemlich (bunte Palette negativer Emotionen). Den Tod des kleinen Kevin nur am Verhalten der BAGIS festzumachen und die anderen "Umstände" auszublenden finde ich krass, wie schon geschrieben, hätte m.E. das JA Kevin viel FRÜHER aus der Familie nehmen MÜSSEN.

Denke mal das kam für mich erschwerend hinzu. Geht hier immerhin um kleine Menschen die nach dem Weg fragen...

Entschuldigung angenommen?

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Alt 03.05.2007, 15:16   #91
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
hjgraf,

entschuldige ich hab Dich dann wohl falsch verstanden...

Dieses "Nicht aus Erfahrung lernen könnnen/wollen" das einige Menschen an den Tag legen, macht mich persönlich manchmal ziemlich (bunte Palette negativer Emotionen). Den Tod des kleinen Kevin nur am Verhalten der BAGIS festzumachen und die anderen "Umstände" auszublenden finde ich krass, wie schon geschrieben, hätte m.E. das JA Kevin viel FRÜHER aus der Familie nehmen MÜSSEN.

Denke mal das kam für mich erschwerend hinzu. Geht hier immerhin um kleine Menschen die nach dem Weg fragen...

Entschuldigung angenommen?

Dopamin
Ja. Das ist schon ok.
 
Alt 04.05.2007, 12:36   #92
Anselm Querolant
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
[FONT=Tahoma]
Und WO ist jetzt die Teilschuld der BAGIS?

Dopamin
Im März hatte die Bagis bereits gekürzt, widerrechtlich Gelder zurückgehalten und der Vater "kämpfte" -- die Nerven sicher angespannt wie eine Sehne -- um sein Recht durchzusetzen. DIES ist der Teil Mitschuld ohne den der Vater sicher nicht im falschen Moment die Nerven verloren hätte. Wie schon gesagt. Der Bagis, bei ihrem widerrechtlichen, provozierenden und Probleme aufbauschenden Verhalten eine Mitschuld -- auch als Frage -- abzusprechen, ist sehr "Konform" und Opportun.

Gruß, Anselm
 
Alt 04.05.2007, 13:13   #93
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Zitat:
DIES ist der Teil Mitschuld ohne den der Vater sicher nicht im falschen Moment die Nerven verloren hätte
Noch einmal - dieser "Zieh-Vater", der sich nicht wie ein Vater benimmt, hat ständig die Nerven verloren.

Wie kannst du behaupten, es wäre sicher, das er die Nerven *"nicht verloren" hätte?


* man nennt Kinder totprügeln jetzt neuerdings "Nerven verlieren"... Na siehst du - da habe ich doch schon wieder etwas gelernt - und alle anderen, die ihre Kinder quälen, drangsalieren und prügeln und zufällig im ALG II-Bezug stehen und vielleicht auch mal gekürzt werden (ob gerechtfertigt oder nicht) können sich künftig hinstellen und sagen "sorry, ich habe meine Nerven verloren" = ? Ja?

....und alle Jugendämter, die es künftig versäumen über ein Jahr hinweg (oder noch länger), solche geschändeten und halbtot geprügelten Kinder, von ihren Familien zu befreien, sagen dann... och, das wäre ja gar nicht passiert, wenn die betreffende ALG II-Familie ihre Leistungen erhalten hätte...

So schiebt dann ein Amt dem anderen Amt die Verantwortung zu und wir als ebenfalls ALG II-Bezieher machen uns zu Helfers-Helfern, indem wir genau das noch projezieren und transportieren - seht her... wieder ein ALG II-Bezieher, der sein/e Kind/er vernachlässigt und prügelt... und schaut her... es wäre nicht passiert, wenn....

Sorry, das ist einfach nur billig, unmenschlich und auch nicht wirklich hinterdacht. Fakt ist, Kevin würde noch leben, wenn das Jugendamt ihn aus der Familie entfernt hätte!!!!!! Dann hätte sich der Vater theoretisch seine u.U. nicht gerechtfertigte Kürzung in der nächsten Hafenkneipe "wegprügeln" können - oder hätte mal kurz (wie ja öfter geschehen) seinen Drogenentzug "beendet" und sich der Beschaffungskriminalität gewidmet - wie ehedem auch...

Unter Umständen hat er seine Partnerin indirekt getötet, weil er das Rettungspersonal behindert hat, vermutlich ist er auch für die Totgeburt seines Kindes verantwortlich.... ach nee - ist er ja nicht... da hat bestimmt irgendeine Behörde die Leistungen gekürzt.

Aber argumentiert ruhig weiter mit unbelegten Thesen... das bringt die Sache der Arbeitslosen ganz allgemein fürchterlich voran - die Menschen die uns noch akzeptieren müssen einfach "getilgt" werden, durch Verschiebung aller Eigenverantwortlichkeit demzufolge ja bedingt durch den Bezug von ALG II.
 
Alt 04.05.2007, 13:21   #94
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ja, manchmal macht man es sich wirklich sehr einfach
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Alt 04.05.2007, 15:43   #95
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Cool

Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Noch einmal - dieser "Zieh-Vater", der sich nicht wie ein Vater benimmt, hat ständig die Nerven verloren.

Wie kannst du behaupten, es wäre sicher, das er die Nerven *"nicht verloren" hätte?
Nun, auch der "Ziehvater" ist ein Mensch dem es nicht im Blut liegt einfach so mal schnell ein Kind Tot zu schlagen. Zu so einem solch unbedachten Agressivitäts- und Gewalttätigkeitsausbruch müssen einige Faktoren zusammenkommen (auch "Gewalttätige" schlagen nicht mal eben ein Kind tot!), dann genügt ein "falscher Blick" und die "Bombe" platzt, das war hier der Fall. Die BaGis ist einer dieser Faktoren, egal wie man es dreht oder wendet.

Punktum dazu.

Gruß, Anselm
 
Alt 04.05.2007, 15:44   #96
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen
ja, manchmal macht man es sich wirklich sehr einfach
Das zeigst (auch) Du hierbei trefflich. :p

Gruß, Anselm
 
Alt 04.05.2007, 17:28   #97
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Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Nun, auch der "Ziehvater" ist ein Mensch dem es nicht im Blut liegt einfach so mal schnell ein Kind Tot zu schlagen. Zu so einem solch unbedachten Agressivitäts- und Gewalttätigkeitsausbruch müssen einige Faktoren zusammenkommen (auch "Gewalttätige" schlagen nicht mal eben ein Kind tot!), dann genügt ein "falscher Blick" und die "Bombe" platzt, das war hier der Fall. Die BaGis ist einer dieser Faktoren, egal wie man es dreht oder wendet.

Punktum dazu.

Gruß, Anselm
Anselm,

hat die BAGIS also auch den ersten Krankenhausaufenthalt von Kevin "verschuldet"?

Wer ein (sein) Kind (man bedenke dieses Würmchen war nicht mal ein Jahr alt!!!) KRANKENHAUSREIF schlägt, braucht i.d.R. wohl einen Anlass das zu tun, da reicht aber sicherlich auch schon "zu Wort melden" wegen einer quersitzenden Blähung, und Kinder in DEM Alter haben NICHT viele Ausdrucksmittel zur Verfügung wenn sie etwas brauchen!!!

Zum Thema Instinkte. Instinkte liegen im Stammhirn im entwicklungsbiologisch ältesten Teil des Gehirns. Das menschliche Gehirn ist im Normalfall SO programmiert, dass es AUTOMATISCH z.B. Gesichter erkennt - auch in Baumrinden, Gesteinsformationen etc. weil DIESES zu erkennen z.B. dem Kind einen Vorteil verschafft. Genauso tief sitzt das "Kindchenschema" (nicht nur bei Frauen): große Augen, Stubsnäschen, guggt euch junge Säugetiere aller Art an: alles mit Kulleraugen und "Kinderpropotionen" hat Narrenfreiheit.

Der Mensch ist eines der wenigen Säugetiere die Artgenossen ohne Not töten. Dass es den (eigenen) Nachwuchs trifft ist selten z.B. im Löwenrudel, dass der "Neue" den Nachwuchs des "Alten" tötet damit die Mütter früher wieder trächtig werden können (sicherstellen, dass die eigenen Gene weitergegeben werden).

Der Mensch nimmt für sich gern in Anspruch die "Krone der Schöpfung" zu sein. Ein "vernunftbegabtes Wesen".

Wenn ich Geschichten wie DIESE Lese wage ich DAS zu bezweifeln!!!

Der Mann den Kevin als "Vaterfigur" in seinem Leben hatte war/ist krank!!! DAS war BEKANNT. Und DORT liegt das Fehlverhalten der Behörden! Wenn es nicht die Zahlungseinstellung der BAGIS gewesen wäre, hätte dieser Mann ganz sicher zu einem anderen Zeitpunkt einen anderen Grund gefunden Kevin SO zu misshandeln!!!

Ich frage mich manchmal, ob das Jugendamt nur zwei Möglichkeiten hat zu reagieren: entweder gar nicht oder viel zu heftig... Es gibt sicherlich viele viele Fälle die völlig in der Versenkung verschwinden, weil es zum Besten aller beteiligten Parteien abläuft, aber ich kenne nicht viele, ganz anders, ich weiß von vielen Familien, wo eben genau DIESE Angst ein unüberwindbares Hindernis darstellt sich RECHTZEITIG Hilfe zu holen...

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Alt 04.05.2007, 21:01   #98
Kaleika
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Nun, auch der "Ziehvater" ist ein Mensch dem es nicht im Blut liegt einfach so mal schnell ein Kind Tot zu schlagen. Zu so einem solch unbedachten Agressivitäts- und Gewalttätigkeitsausbruch müssen einige Faktoren zusammenkommen (auch "Gewalttätige" schlagen nicht mal eben ein Kind tot!), dann genügt ein "falscher Blick" und die "Bombe" platzt, das war hier der Fall. Die BaGis ist einer dieser Faktoren, egal wie man es dreht oder wendet.

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Gruß, Anselm
Ich glaube nicht, dass man sich diesen schmerzmittelsüchtigen Gewalttäter als seelenlosen Automaten vorstellen darf, der programmgesteuert einmal wöchentlich dem in Reichweite befindlichen Kleinkind einen Knochen bricht, sondern eher, dass er im Grunde seiner Mördergrube, wo andere Menschen ihr Herz haben, doch weiß, dass es nicht richtig ist, Schwächere zu misshandeln, und dass er darüber hinaus sogar ganz friedlich ist - solange er nur seine Droge bekommt.

Etwas anderes interessiert ihn nicht, er will seine Ruhe haben und sich im Rausch entspannen. Möglicherweise tut er dabei sogar etwas irgendwie Sinnvolles. Das fremde Kind wird nicht geliebt, aber notdürftig am Leben erhalten, denn es ist nützlich, solange dafür regelmäßig Gelder kommen, von denen sich ein Teil zum Drogenkauf abzweigen lässt.

Die nüchternen Zustände sind schmerzhaft unangenehm, die Bewegungen und Geräusche anderer Menschen in der Nähe nervtötend. Belastungen jeglicher Art führen zu Wutausbrüchen, weil die Schwierigkeiten nicht sofort zu beheben sind. Die schlimmsten Ausraster kommen, wenn kein Geld da ist und das Kind vor Hunger schreit: Es wird geschlagen, bis es endlich Ruhe gibt.

Aus diesen Annahmen zur "Persönlichkeitsstruktur" des mutmaßlichen Täters folgt, dass der Tod Kevins durch die Unterbringung beim drogensüchtigen und gewalttätigen Ziehvater noch nicht vorherbestimmt war, sondern erst von der Bagis fahrlässig mitverschuldet wurde, indem
durch die Zahlungseinstellung aus Kostensenkungsgründen eine für das Kind lebensbedrohliche Situation am Unterbringungsort herbeigeführt wurde, nämlich ein Aushungern mit Drogenzwangsentzug für den Ziehvater, bei dem er tagtäglich ausrastete. Bei regelmäßigem Zahlungseingang zur Existenzsicherung hätte Kevin überleben KÖNNEN!

Kaleika
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Alt 04.05.2007, 21:07   #99
Ivanhoe
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@Kaleika

Sorry, aber das ist ja nun wirklich beste Kaffeesatzleserei.
Drogen? Er war im Methadonprogramm. Hätte er Drogen genommen, wäre er rausgeflogen. Tests werden regelmäßig gemacht.
Und nein, er ist nicht entspannt, wenn er die Ersatzdroge nimmt. Diese sorgt viel mehr dafür das er keine Entzugserscheinungen hat und ein normales Leben führen kann.

Weiterhin hat er das Kind bereits vorher regelmäßig schwer misshandelt. Ich würde einfach mal den Bericht lesen, und nichts konstruieren, nur weil es so schön passt.
Ivanhoe ist offline  
Alt 04.05.2007, 21:13   #100
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass man sich diesen schmerzmittelsüchtigen Gewalttäter als seelenlosen Automaten vorstellen darf, der programmgesteuert einmal wöchentlich dem in Reichweite befindlichen Kleinkind einen Knochen bricht, sondern eher, dass er im Grunde seiner Mördergrube, wo andere Menschen ihr Herz haben, doch weiß, dass es nicht richtig ist, Schwächere zu misshandeln, und dass er darüber hinaus sogar ganz friedlich ist - solange er nur seine Droge bekommt.

Etwas anderes interessiert ihn nicht, er will seine Ruhe haben und sich im Rausch entspannen. Möglicherweise tut er dabei sogar etwas irgendwie Sinnvolles. Das fremde Kind wird nicht geliebt, aber notdürftig am Leben erhalten, denn es ist nützlich, solange dafür regelmäßig Gelder kommen, von denen sich ein Teil zum Drogenkauf abzweigen lässt.

Die nüchternen Zustände sind schmerzhaft unangenehm, die Bewegungen und Geräusche anderer Menschen in der Nähe nervtötend. Belastungen jeglicher Art führen zu Wutausbrüchen, weil die Schwierigkeiten nicht sofort zu beheben sind. Die schlimmsten Ausraster kommen, wenn kein Geld da ist und das Kind vor Hunger schreit: Es wird geschlagen, bis es endlich Ruhe gibt.

Aus diesen Annahmen zur "Persönlichkeitsstruktur" des mutmaßlichen Täters folgt, dass der Tod Kevins durch die Unterbringung beim drogensüchtigen und gewalttätigen Ziehvater noch nicht vorherbestimmt war, sondern erst von der Bagis fahrlässig mitverschuldet wurde, indem
durch die Zahlungseinstellung aus Kostensenkungsgründen eine für das Kind lebensbedrohliche Situation am Unterbringungsort herbeigeführt wurde, nämlich ein Aushungern mit Drogenzwangsentzug für den Ziehvater, bei dem er tagtäglich ausrastete. Bei regelmäßigem Zahlungseingang zur Existenzsicherung hätte Kevin überleben KÖNNEN!

Kaleika
Kaleika,

sag mal siehst Du eigentlich, wie Du hier einen Menschen verteidigst, der mindestens einen TOTSCHLAG begangen hat? An einem WEHRLOSEN Zweijährigen???

Von dem ungeklärten "Ableben" seiner Lebensgefährtin mal ganz abgesehen, dann sind wir schon bei zwei. Kevins Geschwisterchen wurde die "Gnade" zu teil, seine eigene Geburt nicht zu (üb)erleben, wenn wir das Baby dazuzählen haben wir drei.

Natürlich hat dieser Mann sicherlich auch gute Seiten, da ich ihn nciht persönlich kenne kann ich diese nciht beurteilen.

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