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Start > > > > -> Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde


 

 

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Alt 01.05.2007, 13:42   #51
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Zitat von Gozelo Beitrag anzeigen
Simple Überlegung meinerseits: Wenn man sich jetzt von dem starren Gedanken löst, einer Institution direkte Schuld am Tod von Kevin zuweisen zu wollen (was ja zu nichts führt), bleibt doch Folgendes:

Vater gewalttätig, Kind 2 Jahre alt, Jugendamt tut nix, BAgIS will den Kerl loswerden und versucht, ihn ans Amt für Soziale Dienste abzuschieben, die wollen ihn auch nicht, BAgIS streicht mal eben die Kohle.

Fordern und Fördern............ Die BAgIS war die zuständige Stelle, die für das Existenzminimum dieses Kindes zuständig war........... Vater strafen, gleichzeitig Kind strafen........ in Ordnung?

Meine Meinung: Auch die BAgIS hat eine gewisse Fürsorgepflicht für die Menschen, die von ihr physisch abhängig sind und erst recht, wenn es sich um zweijähriges Kind handelt. Da nützt es wenig, auf die Schuld des Jugendamtes hinzuweisen (und wer wollte die bestreiten). Kevin war nun mal bei seinem Vater, und er hatte genauso wie jedes andere Kind ein Recht auf einen Lebensunterhalt. Diesem Kind wurde ganz real von Amts wegen der Lebensunterhalt versagt, und zwar irregulär.

Hat das Amt das Recht, ein zweijähriges Kind stellvertretend für seinen Vater durch Entzug der Lebensgrundlage zu strafen? Hat jemand bei der BAgIS überhaupt daran gedacht, dass es dieses Kind gibt? Hat jemand bei BAgIS daran gedacht, dass dieses Kind verstärkt der Gewalt dieses Mannes ausgesetzt sein könnte, wenn man dem Vater einach die Leistungen streicht? Hat jemand bei der BAgIS auch nur in Betracht gezogen, sich im Sinne des Förderns für dieses Kind einzusetzen?

Der Begriff des "Förderns" war ursprünglich mal so gedacht, dass durch das Profiling eben auch diese Fälle von Kindesverwahrlosung zutage kommen und diese Kinder dann "gefördert" werden. Oder?

mit wütenden Grüßen
gozelo
Gozelo,

ursprünglich (also VOR dem Gesetzentwurf) sollte das FÖRDERN dazu dienen, "Hemmnise" die einer Beschäftigung entgegenstehen zu "beseitigen" bzw. entsprechend die Person zu fördern, dass auch z.B. eine einfache Tätigkeit aufgeführt werden kann. Kinder sind darin nicht erwähnt.

@ALLE

Der Fall Kevin ist, stark untertrieben, "dumm gelaufen". Da geben sich Verantwortliche die Klinke in die Hand, bzw. ich würde eher sagen sie schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu. So traurig Kevins Geschichte, so brutal sein Leben beendet wurde. IHM wird es nciht mehr helfen!

Wie aus dem Todesfall von André in Speyer, sollten ALLE aus dem Todesfall von Kevin in Bremen (und ganz besonders die beteiligten Verantwortlichen) draus lernen dass SOWAS (ich weiss jetzt werde ich unrealistisch) NIE WIEDER passiert!!!

Wenn DIESER Lernprozess nicht stattfindet, sind Kevin und André UMSONST gestorben, und DAS ist noch viel trauriger und macht NOCH wütender, als die Todesfälle an und für sich (MICH zumindest)...

Dopamin
__

Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
Solo le pido a Dios que hartz IV no me sea indiferente, es un monstro grande y pisa fuerte ,toda la pobre inocencia de la gente (frei nach Outlandish)
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Alt 01.05.2007, 14:59   #52
Kaleika
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
ok, bleibt also ein Loch von einem Monat. Das soll der Auslöser für den Totschlag von Kevin gewesen sein? Eher unwahrscheinlich. Wer mit Drogenabhängigen zu tun hat, wird mir bestätigen das diese Menschen sehr einfallsreich sind, wenn es um die Beschaffung von Geld geht.
Das die Arge ihn in Bedrängnis gebracht hat, keine Frage. Auslöser für den Totschlag? Unwahrscheinlich, betrachtet man seine Vorstrafen, und was er Kevin bereits vorher angetan hat.
Es ist mir ein Bedürfnis, hier mal einen Teil der gestrigen Rede von Hans-Dieter Binder von der Bremer Montagsdemo reinzustellen:

"Was Kevins Ziehvater betrifft, so sieht das SGB II im § 5 Absatz 3 bereits ab seit 1. Januar 2005 Folgendes vor: „Stellen Hilfebedürftige trotz Aufforderung einen erforderlichen Antrag auf Leistungen eines anderen Trägers nicht, können die Leistungsträger nach diesem Buch den Antrag stellen“. Danach ist die Bagis gehalten, solche Unklarheiten direkt mit dem anderen Leistungsträger (Amt für Soziale Dienste) zu regeln: Der Hilfebedürftige erhält Zahlungen vom neuen Leistungsträger, und erst jetzt stellt die Bagis ihre Zahlungen ein.

Eventuelle Überzahlungen der Bagis werden durch das Amt für Soziale Dienste erstattet. Der Gesetzgeber hat diese Konflikte vorhergesehen und wollte eine Lösung auf dem Rücken der Betroffenen verhindern. In anderen Fällen hätte dies viele Tränen und Sorgen verhindert, im Fall von Kevins Ziehvater womöglich die Tragödie. Doch die Ämter haben keinen guten Umgang miteinander.

Der Gesetzgeber hat diese Bestimmungen um die Klagebefugnis der Ämter gegeneinander erweitert. Aber die Hilfebedürftigen sollten nicht die Verlierer sein! Dies hat die Bagis nicht richtig gemacht, und sie macht es immer noch nicht richtig, obwohl Bagis und Amt für Soziale Dienste die gleiche Chefin haben – Frau Ingelore Rosenkötter!

Die Bagis begeht diesen Rechtsbruch auch heute noch! Es obliegt der senatorischen Dienststelle, Rechtssicherheit für die Betroffenen herzustellen! „Echt Bremen“ – pfui, Senat! Darum Montagsdemo, Kopf zeigen: Ich bin nicht einverstanden! Ich will die Zukunft positiv gestalten!"
www.Bremer-Montagsdemo.de
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Alt 01.05.2007, 15:03   #53
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madame
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Zitat:
Wenn DIESER Lernprozess nicht stattfindet, sind Kevin und André UMSONST gestorben, und DAS ist noch viel trauriger und macht NOCH wütender, als die Todesfälle an und für sich (MICH zumindest)...


Heute war ich zum 1. Mai auf den Rathausplatz, unter anderen, waren einige unserer bescheidenen Demo, die wir jeden Montag abhalten mit unterm Volk... naja Völkchen.

Der, der sozusagen das Ruder unserer Demo in der Hand hat, wusste leider nicht einmal, das so etwas passiert war.
Er hat aber auch alle Hände voll zu tun und arbeitet noch, neben bei bemerkt.

Außerdem war in unserer Zeitung , nur ein winzig kleiner Artikel darüber zu sehen.
Das finde ich sehr traurig, wie man über so ein Geschehen berichtet, denn viele haben gar keine Ahnung, das so etwas passiert ist.

Grüsse
madame
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Arm, ärmer,Arbeitslosengeld II
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Alt 01.05.2007, 17:55   #54
Katze im Netz
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Zitat:
In anderen Fällen hätte dies viele Tränen und Sorgen verhindert, im Fall von Kevins Ziehvater womöglich die Tragödie. Doch die Ämter haben keinen guten Umgang miteinander.
Nochmals - dass die Ämter hier nicht gut zusammengearbeitet haben wurde in diesem Thread nicht verneint oder in Zweifel gezogen!!! Das muss sich ändern - ohne jeden Zweifel. Mir geht es darum, ob man mit dem Tod von Kevin in dieser Angelegenheit wirksam argumentieren kann oder genau damit die eigentliche und berechtigte Forderung womöglich aushöhlt.
 
Alt 01.05.2007, 18:42   #55
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Standard Und wieder keiner ist verantwortlich

Wie immer keiner ist verantwortlich.
Vor allen Dingen keine Verantwortung bei einer Behörde/ Amt.
Es waren/ sind immer die anderen verantwortlich.
Verantwortlich heißt auch fürsorglich.

Wer ist verantwortlich, die die sich nicht wehren können oder gar zu Tode kommen? Selbstschuld?

Ist das nicht alles zum K O T Z E N.
__


Gruß left

Machen...... oder lassen.
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Alt 01.05.2007, 18:47   #56
Ivanhoe
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Zitat von left Beitrag anzeigen
Wie immer keiner ist verantwortlich.
Vor allen Dingen keine Verantwortung bei einer Behörde/ Amt.
Es waren/ sind immer die anderen verantwortlich.
Verantwortlich heißt auch fürsorglich.

Wer ist verantwortlich, die die sich nicht wehren können oder gar zu Tode kommen? Selbstschuld?

Ist das nicht alles zum K O T Z E N.
Ähem, im Bericht steht klar und deutlich wer Verantwortung dafür trägt, das Jugendamt!
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Alt 01.05.2007, 19:08   #57
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Ivenho Verantwortung ====> ich habe gelesen:

wegen Kompetenzgerangel:

-die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat
-ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

-Jugendamt trägt die Verantwortung, schreibst Du.

Wenn die Verantwortung klar wäre, müßte dann nicht auch eine
Untersuchung und letztendlich eine Verurteilung, zumindest eine
diziplinarische Abmahnung/ Strafe erfolgen?
__


Gruß left

Machen...... oder lassen.
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Alt 01.05.2007, 19:31   #58
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Zitat von left Beitrag anzeigen
Ivenho Verantwortung ====> ich habe gelesen:

wegen Kompetenzgerangel:

-die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat
-ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

-Jugendamt trägt die Verantwortung, schreibst Du.

Wenn die Verantwortung klar wäre, müßte dann nicht auch eine
Untersuchung und letztendlich eine Verurteilung, zumindest eine
diziplinarische Abmahnung/ Strafe erfolgen?
Das kannst du alles dem Bericht entnehmen. Evtl. nimmst du dir die Zeit, ihn zu lesen?
Ivanhoe ist offline  
Alt 01.05.2007, 20:33   #59
Kaleika
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In diesem Bericht steht aber nicht alles drin, weil einfach nicht der Tatsache NACHGEGANGEN wird. dass die BAgIS ungesetzlicherweise Kevins Ziehvater seinen Lebensunterhalt gestrichen hat!!!!! Das soll vertuscht werden!
Damit spreche ich von einer Teilschuld!
Kaleika
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Alt 01.05.2007, 20:46   #60
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
In diesem Bericht steht aber nicht alles drin, weil einfach nicht der Tatsache NACHGEGANGEN wird. dass die BAgIS ungesetzlicherweise Kevins Ziehvater seinen Lebensunterhalt gestrichen hat!!!!! Das soll vertuscht werden!
Damit spreche ich von einer Teilschuld!
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Warum nur habe ich den Eindruck, kaum jemand liest den Bericht, auf den sich hier bezogen wird.
Kevins Vater wollte keinen Antrag auf Sozialhilfe stellen, obwohl er dies konnte und musste. Einfach mal ab Seite 157 lesen.
Da kann man auch erfahren das Mitarbeiter der BAgIS polizeilich verhört wurden. Das spricht ebenfalls gegen Vertuschen.
Ivanhoe ist offline  
Alt 01.05.2007, 21:08   #61
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Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Warum nur habe ich den Eindruck, kaum jemand liest den Bericht, auf den sich hier bezogen wird.
Das ist doch ganz einfach... weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Soll doch hier mit aller Gewalt ein Konstrukt gebildet werden, welches die ArGe, hier die BAgIS in die Mitverantwortung zwingt. Denn wenn das nicht so wäre - ja dann bleibt es das Versagen des Jugendamtes und damit wäre es für die Sache der Arbeitslosen ja wertlos.

Dabei wird eben völlig übersehen, das exakt das auch der Fall ist - es handelt sich hier schlicht und ergreifend um einen Fall von schwerer Kindesmisshandlung in dauerhafter Form und der Vater/Misshandler und Kindesmörder war zufällig Bezieher von ALG II - er hätte auch Fleischer oder LKW-Fahrer sein können und überhaupt nicht im Sozialbezug stehen müssen - dann würde es hier schon längst keinen mehr interessieren:

Motto: ist für uns nicht verwertbar und der Thread wäre in den Tiefen des Elo verschwunden.

Zitat:
Kevins Vater wollte keinen Antrag auf Sozialhilfe stellen, obwohl er dies konnte und musste. Einfach mal ab Seite 157 lesen.
Da kann man auch erfahren das Mitarbeiter der BAgIS polizeilich verhört wurden. Das spricht ebenfalls gegen Vertuschen.
Ja - und das wird eben ausgeblendet. Ich finde es sowieso bezeichnend - alle Welt krückt und regt sich darüber auf, das diese Horrornachrichten immer mit der Beimeldung: "die ALG II-beziehende Mutter hat" oder der Vater X stand im Hilfebezug" verbunden sind. Dann sagen alle: Was hat das mit Arbeitslosigkeit oder mit ALG II zu tun, dass so etwas passiert. Das geschieht doch auch in "Normal-Familien" ja sogar bei Reichen... und obwohl die Mehrzahl so denkt... es muss - wenn es uns denn allgemein als Gruppe trifft, doch irgendwie doch noch auszuschlachten sein...

Dabei ignorierend, das genau dieser vor allem schlecht recherchierte Versuch einer "Ausschlachtung" uns allen schadet, machen wir doch nochmals und wiederholt und dazu noch unqualifiziert auf uns aufmerksam...

Aber wie gesagt, was nicht sein kann, das nicht sein darf...

Genauso wie der junge Mann aus Speyer, der bedauerlicherweise gestorben ist, weil er entschieden hat, er möchte nicht mehr leben - er hat entschieden, dass er sich nicht mehr bei der ArGe meldet und er hat auch entschieden, keine anderen Hilfen in Anspruch zu nehmen, nicht zur Tafel zu gehen, niemanden auf sein Leid oder das seiner Mutter aufmerksam zu machen - ebenso die Mutter - es steht in mehreren Artikeln, das sie gar nicht erst einen Antrag gestellt habe. Dann heißt es, die Depressionen führten dazu. Depressionen haben sehr viele Menschen, auch Arbeitnehmer, ja sogar Reiche - dann steht es uns frei uns Hilfe zu suchen, eine Therapie zu beginnen - das bezahlt die Krankenkasse!!! Oder wir entscheiden uns dagegen... das hat aber mit Arbeitslosigkeit und Hilfebezug nichts zu tun. Wir werden doch nicht arbeitslos und verlieren just in diesem Moment unseren Geist, unsere Entscheidungsfähigkeit und auch unsere Verantwortung für uns selbst verdammt noch mal.

Wäre es irgendein Arbeitnehmer der den Freitod gewählt hätte - auch diese Meldung wäre hier längst in irgendwelchen Tiefen versackt... Auch in Deutschland verhungern und erfrieren Menschen - Unzählige Menschen bringen sich um, weil sie depressiv oder einfach lebensmüde sind. Es gibt tausende Armutsbeerdigungen jährlich bundesweit - eine Sozialamtsbeerdigung gibt es für ca. 900 Euro inkl. Sarg. Wer kein Grab hat und keinen Stein, hat unter Umständen nicht mal Anspruch auf einen solchen.... Wart ihr nie auf einem Friedhof, meistens weiter abgelegen, wo Grab an Grab liegt, ohne jede Kennzeichnung?! Niemand stellt da einfach mal so ein Stiefmütterchen ab, welches auf dem eigenen Familiengrab von anderen unzähligen Blumen erdrückt würde.

Dann wird diskutiert, das man für einen Grabschmuck sammeln sollte, finde ich gut, wäre nicht kürzlich meine Oma für 800 Euro + Kranz 40 Euro aus meinem Regelsatz begraben worden, ich hätte mich gern daran beteiligt - aber doch bitte nicht nur und ausschließlich um die Presse dorthin zu locken und einen Riesen TamTam zu machen, den der Sachverhalt um diesen verstorbenen jungen Mann schlussendlich einfach nicht hergibt.

Haben wir es wirklich nötig unsere Sache mit fehlerhafter Argumentation und letztlich auf dem Rücken dieser armen Menschen auszufechten? Manchmal schäme ich mich wirklich ALG II-Bezieherin zu sein, nicht, weil ich im Moment nicht arbeiten kann, sondern weil es hier so ist, wie in der Politik, die uns doch so verhasst ist, ebenfalls!
 
Alt 01.05.2007, 21:12   #62
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Warum nur habe ich den Eindruck, kaum jemand liest den Bericht, auf den sich hier bezogen wird.
Kevins Vater wollte keinen Antrag auf Sozialhilfe stellen, obwohl er dies konnte und musste. Einfach mal ab Seite 157 lesen.
Da kann man auch erfahren das Mitarbeiter der BAgIS polizeilich verhört wurden. Das spricht ebenfalls gegen Vertuschen.
Ob Kevins Ziehvater einen Antrag auf Sozialhilfe stellen musste, das sei dahin gestellt. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die BAgIS so lange nicht den Geldhahn abstellen durfte, wie nicht eine andere Behörde für seinen Unterhalt aufkommt!!!!!!!!!Es dennoch zu tun, das war nicht nur ungesetzlich, sondern auch unverantwortlich!

So stelle ich erneut den gestrigen Redebeitrag von Hans-Dieter Binder von der Bremer Montagsdemo hier ein.
www.Bremer-Montagsdemo.de

"Was Kevins Ziehvater betrifft, so sieht das SGB II im § 5 Absatz 3 bereits ab seit 1. Januar 2005 Folgendes vor: „Stellen Hilfebedürftige trotz Aufforderung einen erforderlichen Antrag auf Leistungen eines anderen Trägers nicht, können die Leistungsträger nach diesem Buch den Antrag stellen“. Danach ist die Bagis gehalten, solche Unklarheiten direkt mit dem anderen Leistungsträger (Amt für Soziale Dienste) zu regeln: Der Hilfebedürftige erhält Zahlungen vom neuen Leistungsträger, und erst jetzt stellt die Bagis ihre Zahlungen ein.

Eventuelle Überzahlungen der Bagis werden durch das Amt für Soziale Dienste erstattet. Der Gesetzgeber hat diese Konflikte vorhergesehen und wollte eine Lösung auf dem Rücken der Betroffenen verhindern. In anderen Fällen hätte dies viele Tränen und Sorgen verhindert, im Fall von Kevins Ziehvater womöglich die Tragödie. Doch die Ämter haben keinen guten Umgang miteinander.

Der Gesetzgeber hat diese Bestimmungen um die Klagebefugnis der Ämter gegeneinander erweitert. Aber die Hilfebedürftigen sollten nicht die Verlierer sein! Dies hat die Bagis nicht richtig gemacht, und sie macht es immer noch nicht richtig, obwohl Bagis und Amt für Soziale Dienste die gleiche Chefin haben – Frau Ingelore Rosenkötter!

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Alt 01.05.2007, 22:48   #63
Kaleika
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Offenbar sind meinen "Gegnern" die Argumente ausgegangen und das ist auch gut so.
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Alt 01.05.2007, 23:04   #64
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Kalieka,

hast Du hier GEGNER???

Wenn ja, WEN meinst Du damit?

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Alt 01.05.2007, 23:16   #65
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Offenbar sind meinen "Gegnern" die Argumente ausgegangen und das ist auch gut so.
Kaleika
Scherzkeks. Lese mal deinen Beitrag und suche nach dem rechtsverbindlichen §§ mit dem Wörtchen "MUSS"....

Fakt ist, die BAgIS hat den Tod von Kevin nicht verursacht. Sie hat bestenfalls die Leistungen zu früh eingestellt und es entstand eine Lücke von einem Monat.

Aber schon klar, ist einfach unpassend, wenn man hier im ELO der BAgIS nicht die Mitschuld in die Schuhe schieben kann. Dann redet man lieber von Vertuschen wider besseren Wissens und betreibt hier Propaganda like WILD-Zeitung.
Ivanhoe ist offline  
Alt 01.05.2007, 23:24   #66
Katze im Netz
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
Kalieka,

hast Du hier GEGNER???

Wenn ja, WEN meinst Du damit?

Dopamin
... nun ich schätze, sie meint u.a. mich...

Allerdings stehe ich nach Lesen des Berichtes zu meiner Meinung, das die BAgIS eine untergeordnete Rolle im Gesamt-Gefüge spielt - es fand eine Untersuchung statt und die BAgIS wurde sehr wohl durchleuchtet, Mitarbeiter polizeilich "interviewt".

Ansonsten gebe ich mal ganz wertfrei ein Zitat aus einem anderen Thema von heute hier wieder:

Zitat:
Einiges könnte man sich angesichts des Todes eines Menschen verkneifen, aber warum sollte man hier anders sein als die Politiker, zur Propaganda nutzt eben alles
Damit ist doch eigentlich alles gesagt, wer als Hartz-Bezieher nicht bereit ist sprichwörtlich über Leichen zu gehen, gehört nicht dazu. Und überhaupt, warum sollten wir besser sein (wollen) als diejenigen durch die wir uns drangsaliert fühlen? Nein - wir nutzen die gleiche Ebene für unsere Interessen.

Und auch hier... bist du nicht für uns bist du gegen uns - eine einfache Formel die immer wieder aufgeht, wenn die Gruppe, die man hinter sich glaubt nur stark genug ist - und die, die nicht stark genug sind oder ihre Meinung nicht am Foreneingangstor ablegen, fallen halt hinten runter.

.. ich habe ja nun nicht nur in irgendwelchen Threads "gemosert" oder gebeten den Denkapparat nicht nur auf Gleichschaltung zu programieren, ich habe hier schon auch noch Hilfebeiträge beantwortet... und.. ich hatte die Frechheit ein Hilfegesuch einzustellen... dies ist seit 2 Tagen unbeantwortet und sag selbst, wenn Hilfe zur Selbsthilfe bereits nicht funktioniert oder zur Einbahnstraße wird, weil einem das Geschreibe eines anderen hier nicht in den Kram passt oder es der eigenen Profilierung schadet, wie soll dann eine Gruppe Gleichgesinnter mit gleichen Interessen für sich gemeinsam eintreten?

Eben... funktioniert nicht... Wer nicht mein Freund ist, muss mein Feind sein - diese "Lebensweisheit" gab es zu Zeiten aller Hochkulturen (die auch alle untergegangen sind).

In diesem Sinne!
 
Alt 01.05.2007, 23:42   #67
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Katze,

gespiegelt werden verträgt leider nciht jeder...

Dopamin
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Alt 01.05.2007, 23:49   #68
Arania->Emailproblem
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Manchmal könnte man auch sagen:

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, auch ganz wertfrei
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 01.05.2007, 23:52   #69
Katze im Netz
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Manchmal könnte man auch sagen:

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, auch ganz wertfrei
Dann schwing die Einhornhufe in´s Badezimmer, Arania falls du da keinen Spiegel hast - bleibt noch der Einlass im Boden.

(erneut wertfrei)
 
Alt 01.05.2007, 23:54   #70
eAlex79->Emailproblem
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hahahahaha :D lol

;)
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Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

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Alt 02.05.2007, 15:29   #71
Kaleika
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Hier gibt es offensichtlich einige Diskussionsteilnehmer(innen), die wenig daran auszusetzen finden, dass hier eine Arge illegal die ALG-II-Zahlung einstellt, um einen Bedürftigen unter Druck zu setzen oder schlicht Geld einzusparen.
Tatsächlich ist dies eine massenhaft ausgeübte Praxis, die wir aus eigener Erfahrung oder aus dem Freundeskreis kennen, die überall zu Verzweiflung, Depression und Aggression führt - und die im Fall Kevin offenbar aus einem Gewalttäter einen Mörder gemacht hat. "Sozial"
heißt, die Schwachen zu schützen!
Der "taz"-Redakteur Klaus Wolschner brachte in der vergangenen Woche den Sachverhalt wie folgt auf den Punkt: "Bagis, das heißt auf deutsch: ‚Bremer
Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales‘. Der Name ist grob
irreführend. Ein dramatisches Beispiel für die unsoziale Arbeitsweise
der Arbeitsgemeinschaft ist der Fall Kevin gewesen – die Bagis hatte
dem Ziehvater des Kindes komplett die Hartz-IV-Bezüge gestrichen. Das
war eine Katastrophe für den Ziehvater, der plötzlich ohne Geld
dastand. Der Ziehvater musste vor Gericht um seinen Lebensunterhalt
streiten – das war im Frühsommer 2006, also die Zeit, die Kevin nicht
überleben sollte. Die Bagis hat aus dem Fall nicht gelernt.“
http://www.taz.de/dx/2007/04/23/a0077.1/textdruck
Kaleika
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Alt 02.05.2007, 15:47   #72
Rüdiger_V
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Die Bremer Bagis ist mir auch schon in anderen Foren, aber auch durch persönliche Kontakte mit Betroffenen negativ aufgefallen. Ich habe lange dazu gebraucht, die Kürzel "Bagis" aufzuschlüsseln. Bremer Arbeitsgesellschaft für Intrigen und sozialen Sauereien?

Danke, Kaleika, für deine Aufklärung, aber - muss ich es wirklich glauben?
 
Alt 02.05.2007, 16:02   #73
hjgraf
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Gozelo,

ursprünglich (also VOR dem Gesetzentwurf) sollte das FÖRDERN dazu dienen, "Hemmnise" die einer Beschäftigung entgegenstehen zu "beseitigen" bzw. entsprechend die Person zu fördern, dass auch z.B. eine einfache Tätigkeit aufgeführt werden kann. Kinder sind darin nicht erwähnt.

@ALLE

Der Fall Kevin ist, stark untertrieben, "dumm gelaufen". Da geben sich Verantwortliche die Klinke in die Hand, bzw. ich würde eher sagen sie schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu. So traurig Kevins Geschichte, so brutal sein Leben beendet wurde. IHM wird es nciht mehr helfen!

Wie aus dem Todesfall von André in Speyer, sollten ALLE aus dem Todesfall von Kevin in Bremen (und ganz besonders die beteiligten Verantwortlichen) draus lernen dass SOWAS (ich weiss jetzt werde ich unrealistisch) NIE WIEDER passiert!!!

Wenn DIESER Lernprozess nicht stattfindet, sind Kevin und André UMSONST gestorben, und DAS ist noch viel trauriger und macht NOCH wütender, als die Todesfälle an und für sich (MICH zumindest)...

Dopamin
Solange es in diesem Land noch so viele Menschen gibt, die selbst angesichts von handfesten Beweisen die Augen schließen und sagen "das gibt es nicht, das glaube ich nicht!", und hoffen dass solange sie auch ganz fest glauben, es den sprichwörtlichen "Brunnen" nicht gibt, sie auch nicht hineinfallen werden. Solange wird sich in diesem Land nichts bewegen!!

Wie bezeichnend, dass es diese Probleme immer wieder gab. Der Mensch lernt aus seinen Fehlern??

Hier etwas aus der "New-York Daily Tribune" Nr. 5475 vom 8. November 1858, entnommen aus http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_617.htm. Ein Text von Karl Marx zur Lage in Preußen (meiner Ansicht nach die Geburtsstätte der deutschen Bürokratie):

"Die Frage der ministeriellen Verantwortlichkeit hat in Preußen, ebenso wie im Frankreich Louis-Philippes, außergewöhnliches Gewicht, weil sie in Wirklichkeit die Verantwortlichkeit der Bürokratie bedeutet. Die Minister sind die Häupter dieser allmächtigen, sich in alles einmischenden parasitären Körperschaft, und nach ihnen allein haben sich gemäß Artikel 106 der Verfassung die subalternen Verwaltungsbeamten zu richten, ohne daß sie sich anmaßen dürfen, die Rechtmäßigkeit der Verfügungen zu prüfen oder eine Verantwortung für die Durchführung zu übernehmen. Auf diese Weise ist die Macht der Bürokratie und durch die Bürokratie die Macht der Vollzugsgewalt erhalten geblieben, während die verfassungsmäßigen "Rechte der Preußen" in tote Buchstaben verwandelt worden sind."

Immer wieder wurde in der Vergangenheit bis heute versucht, die Menschen, das einfache Volk zu drücken, schikanieren, zu bevormunden und ihnen ihre Rechte abzusprechen. Das Individuum scheint, als Teil eines kollektiven Machtapparates zum reißenden Wolf zu werden, weil dort seine Gelüste verschleiert werden können?

Haben die nachfolgenden Politiker Generationen gelernt? Kaiserreich, Weimarer Republik, III. Reich usw.?
 
Alt 02.05.2007, 16:04   #74
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Hier gibt es offensichtlich einige Diskussionsteilnehmer(innen), die wenig daran auszusetzen finden, dass hier eine Arge illegal die ALG-II-Zahlung einstellt, um einen Bedürftigen unter Druck zu setzen oder schlicht Geld einzusparen
Nein, hier gibt es lediglich einige Diskussionsteilnehmer/Innen welche die Argumentation, die BAgIS hätte (Haupt)Schuld an Kevins Tod negieren. Niemand hier findet es lustig, oder schön, oder angebracht, wenn anderen Betroffenen Leistungen gekürzt oder eingestellt werden!!!

Allerdings - um zum Thema zurückzukommen - der Gegenbeweis, das Kevin noch leben könnte, wenn der Monat Überhang seitens der BAgIS nicht entstanden wäre - der wurde nicht geführt. Es bleibt also reine Spekulation ob dieser gewalttätige Ziehvater Kevin am Leben gelassen hätte, wenn die BAgIS durchgehend, und ohne Pause die Leistungen gezahlt hätte...

Dem Vorbericht zu Folge, ist das eher zu verneinen, denn als Kevin 9 Monate alt war und mit zahlreichen Knochenbrüchen das erste Mal im Krankenhaus lag (!) gab es keinerlei Zahlungseinstellungen oder andere Repressalien. Lediglich ein sehr verschlafenes Jugendamt. Bei folgenden Prügelanfällen seitens des Vaters verhielt es sich ebenfalls so, das die BAgIS die Leistungen nicht eingestellt hatte.

... Ich halte diese Diskussion für sehr "gefährlich", denn niemand, der aus welchen Gründen auch immer in´s ALG II oder in andere Sozialleistungen fällt, verändert von hier auf jetzt seine Persönlichkeitsstruktur - wäre es so, dann würden all diese negativen Fälle - in denen zufällig auch ALG II-Bezug vorliegt den Umkehrschluss zulassen, das Denkprozesse bei den Betroffenden nicht mehr ausreichend stattfinden, das Gewaltpotential steigt und somit auch eine Asozialität zunimmt.

Die Gesetzesänderungen mit denen wir dann nach einer breiten Studie demzufolge konfrontiert würden - die uns womöglich in noch stärkerem Maße die Rechte nehmen und uns einschränken, denen möchte ich nicht unterworfen sein. Wenn ihr das für euch anders entscheidet - bitte.
 
Alt 02.05.2007, 16:10   #75
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Zitat:
Immer wieder wurde in der Vergangenheit bis heute versucht, die Menschen, das einfache Volk zu drücken, schikanieren, zu bevormunden und ihnen ihre Rechte abzusprechen. Das Individuum scheint, als Teil eines kollektiven Machtapparates zum reißenden Wolf zu werden, weil dort seine Gelüste verschleiert werden können?
Und immer wieder seit dieser Zeit versuchen Menschen Druck von oben unqualifiziert und im Rahmen ihrer Möglichkeiten "nach unten" weiterzugeben und glauben es reiche aus, es allein mit dem Druck von oben zu rechtfertigen, ja zu entschuldigen....

Eine Gesellschaft, die jedwede Verantwortung für ihr Handeln von der Agitation einiger Ämter und Behörden abhängig macht und die eigene Beteiligung nicht hinterdenkt, hat nichts anderes verdient als die Obrigkeit nach der sie auch ruft.
 
 

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