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Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Archiv - News Diskussionen Tagespresse

 
 
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Alt 30.04.2007, 19:44   #26
Katze im Netz
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Zitat von Anselm Querulant
Das Amt sieht keine Notwendigkeit für eine neue Besprechung in Sachen Kevin
Bevor der weiteren Bitte des Amtsleiters um Bericht entsprochen wurde, teilte der Sachbearbeiter dem Amtsvormund am 21. Juni 2006 ........ Er sei sehr verzweifelt und habe zeitweise geweint.

Zumindest da lebte Kevin laut Bericht noch
Eher nicht:

Zitat:
Todszeitpunkt nicht geklärt
Wann genau der Zweijährige starb, können die Gerichtsmediziner nicht mehr feststellen. Die Experten gehen jedoch vom Zeitraum Ende April bis Mai 2006 aus.
Am 20. April hatten Sozialarbeiter den Jungen zum letzten Mal gesehen. Berichte, nach denen andere Menschen das Kind noch zu einem späteren Zeitpunkt gesehen haben wollen, halten die Ermittler für nicht glaubhaft
http://www.stern.de/politik/panorama....html?nv=ct_mt


Und um das noch einmal zu verdeutlichen:

Zitat:
Der Junge sei an den Folgen schwerster Verletzungen gestorben, darunter mehrfache Knochenbrüche an Armen, Beinen und am Kopf sowie ein daraus folgendes Lungenversagen des Kindes. Aus gerichtsmedizinischer Sicht sei Kevin aufgrund „mutwilliger schwerer Kindesmisshandlung“ gestorben, hieß es.

24 Spuren von Knochenbrüchen an 19 verschiedenen Körperregionen wurden laut Gutachten an der Kinderleiche gefunden. Dabei könnten kleinere Unfälle oder ungeschicktes Handeln ausgeschlossen werden. Zudem sei das Kind mangelernährt gewesen.
http://www.focus.de/panorama/welt/me...nid_42040.html

Zitat:
Die Bremer Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) trat einen Tag nach dem Fund der Leiche zurück. Kevin stand unter der Obhut des Jugendamtes, doch die Behörden versäumten es, ihn rechtzeitig von seinem drogensüchtigen Vater zu trennen und dauerhaft in einem Kinderheim unterzubringen
http://www.focus.de/panorama/welt/ki...did_13684.html

Zitat:
Dem sogenannten Fallmanager, dem für Kevin zuständigen Sozialarbeiter, seien schwerwiegende Fehler unterlaufen, sagte Pflugradt. Er habe während der gesamten Zeit notwendige Maßnahmen nicht ergriffen oder umgesetzt, die dem Wohle des Kindes gedient hätten. „Seine mangelhafte Risikoeinschätzung sowie die nicht vorhandene Fallsteuerung und Kontrolle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Kevin nicht vor der Gewaltanwendung durch seinen Ziehvater geschützt wurde“, heißt es in dem einstimmig angenommenen Abschlussbericht.

Zu viele Menschen aus dem Umfeld von Kevin hätten sich auf seine Einschätzungen verlassen. Gegen den Sozialarbeiter und gegen den Amtsvormund laufen strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Vernachlässigung der Fürsorgepflicht. Ebenso gab es nach Auffassung der Ausschussmitglieder schwere strukturelle Mängel im zuständigen Amt für Soziale Dienste der Hansestadt. So sei zum Beispiel die Aktenführung vielfach mangelhaft gewesen. Vorgesetzte des zuständigen Sozialarbeiters hätten die Akten nicht gelesen. Der Grünen-Abgeordnete Klaus Möhle sprach von einem „kompletten Staats- und Regierungsversagen“.
http://www.sz-online.de/nachrichten/...asp?id=1469740

Zitat:
24 Knochenbrüche am ganzen Körper
Die Bremer und Hamburger Gerichtsmediziner dokumentieren, dass das mangelernährte Kind immer wieder und auf dieselbe Art misshandelt wurde. Der Tod war eine direkte Folge der kurz zuvor zugefügten Knochenbrüche. Diese lösten eine Embolie aus, die Lunge versagte.

Die Experten stellten insgesamt 24 Knochenbrüche am ganzen Körper fest. Einige Knochen waren wiederholt gebrochen, der Großteil der Verletzungen war älteren Datums. Für die Gerichtsmediziner ist klar ersichtlich: Das waren keine Unfälle, die Verletzungen wurden dem Jungen mutwillig zugefügt. Bereits vor dem Tod des Jungen hätten Ärzte Mitarbeiter des Sozialen Dienstes darauf aufmerksam gemacht, berichtete Klein.
http://www.stern.de/politik/panorama....html?nv=ct_mt

Stellt sich neben der Frage nach der Verantwortung der Ämter, auch die Frage wie oft der Vater und aus welchen Gründen er jeweils völlig unberechenbar sein Kind Nach und Nach zu Tode geprügelt hat.

Zur Erklärung und Verdeutlichung: Eine Embolie braucht Zeit... und diese hier hatte "Zeit" und genügend innere Verletzungen über einen langen, sehr langen Zeitraum!
 
Alt 30.04.2007, 19:56   #27
Anselm Querolant
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Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Eher nicht:
...
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
 
Alt 30.04.2007, 19:59   #28
Ivanhoe
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Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
Sag mal, kannst du nur persönlich, oder gehts auch anders?
Die Zitate aus den Zeitungen und Magazinen berufen sich auf den Bericht.
Ivanhoe ist offline  
Alt 30.04.2007, 20:03   #29
Katze im Netz
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Zitat von Anselm Querolant Beitrag anzeigen
Da Du jede Logik außer acht lässt kann ich dazu nichts mehr sagen.

Im Bericht und anhand desselben zeige ich das letzte prüfbare Zeichen von Kevins am Leben sein auf und du konterst mit Gazetteninterpretationen.

Nichts für Ungut, auf dem Niveau kann nur böses Blut herauskommen.

Gruß, Anselm
Hallo, dieser Vater hat seinen Sohn über ein Jahr Stück für Stück totgeprügelt

So einfach ist das! Und ich glaube nicht, dass sich die Gerichtsmediziner irren, aber stimmt schon, er war schlau sein Kind einzufrieren, nicht nur weil es schwierig ist nach einem neuerlichen Gewaltexess die Leiche zu verbringen, sondern weil so eben die Todeszeitpunktbestimmung nicht mehr ganz exakt möglich ist.

Aber selbst, wenn wir hier alle "Gazettenberichte" - die dieses Forum sonst auch als Quellen nutzt (!) außer Acht lässt... dieser Junge wurde seit seiner Geburt gequält und er starb letztlich an den Verletzungen insgesamt aus dem gesamten Zeitraum.
 
Alt 30.04.2007, 20:23   #30
Kaleika
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Anselm Querolant hat unmissverständlich AUCH das Versagen der BAgIS auf den Punkt gebracht.
Wahrscheinlich muss hier von "kumulativer Schuld" gesprochen. Ob es den Begriff gibt, das weiß ich nicht. Damit meine ich aber, dass man nicht nur einen Schuldigen hat, sondern mehrere Anhäufungen von verschiedenen Umständen, die zu Kevins Tod führten, oder eben auch dazu, dass der Ziehvater mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Kevin zu Tode gequält hat.
Der Untersuchungsausschuss hat getagt. Beim Jugendamt wurden Verantwortliche gesucht, Herr Hartwig durfte seinen Hut nehmen. Sozialsenatorin Karin Röpke trat zurück (und bekommt bestimmt irgendwelche weiteren Bezüge,muss wohl kaum von ALG I leben.) Der Ziehvater wird angeklagt und warum niemand von der BAgIS? Darum geht es mir, dass da auch ehemalige, schlecht geschulte Bahn- oder Postangestellte sitzen und ihr Klientel - uns - mit ihren möglichen Projektionen traktieren "dürfen"und wir diese unqualifizierte "Betreuung" nicht hinnehmen wollen!
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Alt 30.04.2007, 20:37   #31
Ivanhoe
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Ivanhoe
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Kaleika, warum sollte die BAgIS dafür Verantwortung tragen? Und was stört dich daran, wenn ehemalige Bahn- und Telekommitarbeiter zu SBs umgeschult werden? Sind das andere Menschen als du und ich? Wie viele Berufe hast du denn? Würdest du keine Umschulung nutzen, um wieder in Arbeit zu kommen?

Aber zurück zum Thema. Hier möchte die Mehrheit offensichtlich aus persönlichen Gründen die BAgIS als verantwortliche Behörde sehen, weil es ins Feindbild passt.

Anselm beleidigt mal eben die Katze im Netz und unterstellt das Wissen käme nur aus "Gazetten". Hätte er den Bericht gelesen, so hätte er festgestellt das Kevin zum Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen durchaus schon den Tod gefunden haben könnte. Denn dort steht:

Zitat:
Nach dem rechtsmedizinischen Zusammenhangsgutachten vom 21. Dezember 2006
ist davon auszugehen, dass Kevin nach dieser Besprechung nur noch kurze Zeit gelebt
hat. Der Todeszeitpunkt wird in dem Gutachten in dem Zeitraum zwischen Ende
März und April/Mai 2006 vermutet
Ivanhoe ist offline  
Alt 30.04.2007, 20:51   #32
Katze im Netz
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Einfach nur zur grundlegenden Information:

Staatsrat Ulrich Mäurer Bremen, den 31. Oktober 2006

DOKUMENTATION ÜBER DIE ABLÄUFE

UND ZUSAMMENHÄNGE

IM TODESFALL KEVIN K


und hier der Abschlussbericht (nicht wundern, es dauert einige Zeit, fast 5 min - auch mit DSL - bis diese Pdf mit ca. 600 Seiten geladen wird):

Bremische Bürgerschaft Drucksache 16/1381
Landtag 18. April 2007
16. Wahlperiode

Bericht
des Untersuchungsausschusses
zur Aufklärung von
mutmaßlichen Vernachlässigungen der
Amtsvormundschaft und Kindeswohlsicherung
durch das Amt für Soziale Dienste



... ich denke, das sollte man insgesamt gelesen haben um sich eine Meinung zu bilden - und bevor man die Meinung anderer negativ bewertet.
 
Alt 30.04.2007, 21:34   #33
Anselm Querolant
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Zitat von Katze im Netz Beitrag anzeigen
Hallo, dieser Vater hat seinen Sohn über ein Jahr Stück für Stück totgeprügelt
Das bestreite ich nicht :)
Darum geht es hier jedoch nicht. Die Arge und ihre "Unschuld" inkl. drum herum war das Thema. Ob, oder dass der Vater Schuldig ist, ist unbestritten, genauso wie das er der Kindsmörder ist. Nur eben die Arge trägt dabei Mitschuld, ist also nicht so Unschuldig wie behauptet.

Mehr muss und werde ich dazu nicht mehr sagen.

Schlaf gut.

Gruß, Anselm
 
Alt 30.04.2007, 21:42   #34
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Kaleika, warum sollte die BAgIS dafür Verantwortung tragen? Und was stört dich daran, wenn ehemalige Bahn- und Telekommitarbeiter zu SBs umgeschult werden? Sind das andere Menschen als du und ich? Wie viele Berufe hast du denn? Würdest du keine Umschulung nutzen, um wieder in Arbeit zu kommen?
Ich glaube, Du hast mich vollkommen missverstanden.
Warum in aller Welt sollte ich etwas gegen eine Umschulung von Bahn- und Telekommitarbeitern haben? Im Bremer "Weser Kurier" stand mal, dass diese Umschulung aus einem 14tägigen Kurs bestand. Innerhalb von zwei Wochen kann niemand den komplizierten Sachverhalt von Hartz IV auch nur ansatzweise erfassen, geschweige denn, mit den Klienten angemessen umgehen. Haben diese Menschen irgend eine Ahnung von ihrem Klientel, sind sie Sozialarbeiter, kennen sie sich mit "Problemfällen" aus. Nööö, sie interessiert nur ganz stur, ob getan wird, was sie anordnen, richtig oder falsch ist dabei egal und ansonsten hagelt es Sanktionen! Ich kann da ein Lied von singen, weil ich andere zur BAgIS begleitet habe und auch selbst nicht immer korrekt behandelt wurde!
Ja und warum die BAgIS Verantwortung trägt, das habe ich dargelegt.
Kaleika
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Alt 30.04.2007, 21:46   #35
Anselm Querolant
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Anselm Querolant hat unmissverständlich AUCH das Versagen der BAgIS auf den Punkt gebracht.
Darum scheint es jedoch hier nicht mehr zu gehen. ;) Recht haben...
Wie ich am anderen Kommentar zu deiner Antwort sehe, die ich hier zitiere, wird es jetzt sogar abenteuerlich. Vieleicht sollte man einmal Postler in 8 Wochenseminaren zu Chirurgen "umschulen" und auf die Fragenden loslassen, die nicht verstehen dass bestimmte Berufe eine gewisse Vorbildung, Berufung und Übung erfordern. bevor man die Lehrlinge auf reale Menschen mit ganz spezifischen und individuellen Problemen loslässt.

Danke dass Du zeigst, dass das, was ich schrieb, durchaus zu verstehen ist.

Ich klinke mich nun aber aus. ;)

Gruß, Anselm
 
Alt 30.04.2007, 22:33   #36
Emily
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Um mich auch noch einzumischen: Ich halte es ebenfalls für viel zu einfach, unter den gegebenen Umständen der Bagis (oder wie das Ding da oben heisst) NICHT eine Mitschuld einzuräumen.

Dass dem Mann das Kind entzogen gehört hätte, stelle ich vorab als unzweifelhaft beiseite.

Und doch ist es so, wie sehr du auch Atemübungen machen willst, durchatmen willst, du MUSST diesen Existenzkampf bei permanenter Entwürdigung und Ignoranz der Behörden durchziehen. Und der ist ein hartes Brot, nicht wegen des Aufwandes, sondern wegen der Zersetzung des letzten restes Selbst das du noch hast.

Der eine mag besonnener sein.

Der andere wiederum weniger.

Und dann ist es einfach eine Frage des Druckes, wann auch das widerstandsfähigste Gefäß platzen wird. Was in diesem Fall solches eben nicht war, das nur am Rande, worauf auch von fachlich Ausgebildeten mehrfach und eindeutig hingewisen wurde.

Würde jemand dabei stehen wie ein Glas befüllt wird, würde er sehr wohl sehen, wann es überläuft.

Kann er das nicht, braucht er einen Mitseher, was in hier der Arzt war, der sagte dass der Mann tickt und platzen wird.

Auch darauf wurde nicht gehört und fleissig weiter hineingekippt.

Wie also sollte (abgesehen von der Eigenverantwortung, sicher) in einem solchen Fall nur das Glas, nicht aber der Kipper das Platzen verursacht haben?

Noch eines: Je angespannter der versorgende Elternteil, desto angespannter die Kinder. Ich wundere mich immer wieder, dass meine Kinder, muss ich wie letzte Woche unter Hochdruck und mit Krankheit ein paar Schreiben noch hinkriegen, und SAGE es ihnen auch wirklich ganz ruhig, damit sie mich wenigstens eine Stunde am Stück meine Arbeit machen lassen, so sehr austicken dass sie sich gegenseitig in den Kinderzimmern verhackstücken, was alles nur noch schlimmer macht. Da kann ich fünf oder zehn Mal ruhig sagen: Bitte lasst mich das jetzt fertig machen, ich muss es einfach damit wir leben können, kaum dreh ich mich um geht es wieder los.

Da ist auch ein belastbarer Mensch einfach nur fertig mit den Nerven.

Was die Gazetten angeht, so unterstelle ich diesen tatsächlich, dass sie die Sache an sich und die wirklichen Umstände in D nicht echt interessieren. Hier in M hatte mal eine Hartz4-Mutter ihre sechzehnjährige Tochter eineinhalb Stunden geprügelt, weil jene ihr Geld aus dem Geldbeutel gestohlen hatte. Eine Woche vorher war mir absolut ähnliches mit meiner 11jährigen passiert, nur dass ich selbst die Polizei gerufen habe, damit eben nicht schlimmeres passiert und weil ich verdammt noch mal real überlastet bin, und nicht "überfordert", wie es so süffisant gerne über Mütter geschrieben wird (Die Mutter war überfordert gibt die Schuld der Mutter - dass Mütter in dieser Gesellschaft überLASTET werden wird nicht so gerne gesagt). Es ist eben unter den Umständen, du kämpfst so sehr um die Existenz, eine Art Ausnahmezustand, und es sind solche Dinge die einen so abgrundtief verletzen können. Ich habe übrigens auch die SZ angerufen, genau in dem Zusammenhang, damit sie etwas darüber schreiben bitte, wie stark diese Zersetzungen durch den Stress mit den ARGEN auf die Familien und die betroffenen Kinder wirken. Jaja, sie schreibt die Nummer auf. Hat sie übrigens nie wieder interessiert, und unter der Nummer "Alleinerziehende in München" interessiert es wiederum mich nicht. Die Zusammenhänge sind schon weitgreifender, offensichtlich konnte ich ihr das nicht klar genug machen. Andere Themen gehen eben vor, und die SZ-Serie "Armut in München", die ich nur ab und an in der U-Bahn mal reinlesen kann, halte ich eigentlich mittlerweile eher für Befriedigung der Schaulustigkeit von Leuten, die sich an den Texten ergötzen können, nicht jedoch für sozialpolitisch brisanten Stoff. Joke am Rande: Es gab mal eine Aktion, wenn man da mitmachte und ankreuzen konnte, man kenne die Armut von Bekannten, dann konnte man ein irgendwie günstigeres Abo bestellen. Immer noch in einer Preisklasse, die für Hartzis schlicht nicht drin ist. So fake, das Ganze. Adabei, wie man in Bayern sagt: "wir berichten auch darüber, meinen aber tuhen wir es nicht".

Und bei obigem selbst erfahrenem möchte ich gar nicht wissen, wie das bei einem wirklich gewalttätigen Menschen wirkt, sondern belasse es gerne beim Ahnen.

Und doch sind die Verzweiflung und die Existenzangst in die du immer wieder sinnlos gepresst wirst, die gleichen. Die Entwürdigung, die Heuchelei, die unerfüllbaren Ansprüche, die "Bestrafung" durch die ARGEn oder andere egal was du machst und dich bemühst und anstrengst und dich streckst ....
feige ist es sicher, das am schwächsten Glied auszulassen, den Kindern. Und doch trifft die BAGIS (oder wie das Ding heisst) eindeutig Mitverantwortung.

Gruss
Emily
 
Alt 30.04.2007, 22:53   #37
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Ja, die BAgIS trifft eine Mitschuld!
Mir gefällt Dein Sprachbild mit dem überlaufen könnenden Gefäß. Da kommt dann eins zum anderen und die argen ARGEN können es mit ihrer Verfolgungsbetreuung echt übertreiben, Existenzangst schaffen.
Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du in einem Moment völliger Überlastung mit Deinen Kindern die Polizei angerufen hast, damit Du Deine Kinder vor Deiner Wut durch Überlastung schützen konntest?
Aber nicht alle Menschen haben die Kraft, zu einem solchen Schritt zu greifen, sich Hilfe zu holen. Hast Du mal daran gedacht, eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, um Dich zu entlasten?
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Alt 30.04.2007, 23:23   #38
Katze im Netz
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Im Grunde teile ich eure Meinung doch - nur, dieser Vater war nachweisbar schon ein überlaufendes Gefäß bevor die BAgIS die Leistung einstellte... Ich bin selbst "Kundin" der BAgIS und weiß, das die Mitarbeiter dort knallig sein können, nur wer von ihnen nun von der BA kommt oder wirklich von Telekom, Post und Bahn und wer von ihnen womöglich schon 20 Jahre Sozialamt hinter sich hat (ja, auch die gibt es bei der BAgIS) sagt für mich wenig darüber aus, wie kompetent man mit dem SGB II oder mit den Hilfebedürftigen umgeht.

Im Übrigen - wir haben Hartz IV jetzt seit über zwei Jahren - mag die Schulung noch so kurz (und so schlecht) gewesen sein - wir alle wissen doch aus unseren Berufen, durch die Praxis lernt man - und die wird nach etwa einem Jahr wohl vorhanden sein.
 
Alt 30.04.2007, 23:26   #39
Ivanhoe
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ich glaube, Du hast mich vollkommen missverstanden.
Warum in aller Welt sollte ich etwas gegen eine Umschulung von Bahn- und Telekommitarbeitern haben? Im Bremer "Weser Kurier" stand mal, dass diese Umschulung aus einem 14tägigen Kurs bestand. Innerhalb von zwei Wochen kann niemand den komplizierten Sachverhalt von Hartz IV auch nur ansatzweise erfassen, geschweige denn, mit den Klienten angemessen umgehen. Haben diese Menschen irgend eine Ahnung von ihrem Klientel, sind sie Sozialarbeiter, kennen sie sich mit "Problemfällen" aus. Nööö, sie interessiert nur ganz stur, ob getan wird, was sie anordnen, richtig oder falsch ist dabei egal und ansonsten hagelt es Sanktionen! Ich kann da ein Lied von singen, weil ich andere zur BAgIS begleitet habe und auch selbst nicht immer korrekt behandelt wurde!
Ja und warum die BAgIS Verantwortung trägt, das habe ich dargelegt.
Kaleika
Da gilt es dann schon noch zu unterscheiden.

Der Sachbearbeiter ist nicht für sozialpädagogische zuständig und auch nicht ausgebildet. Der Fallmanager hingegen schon.

Und wie bereits aus dem Bericht hervor geht, kann nicht abschließend der Todestag von Kevin bestimmt werden. Zuletzt gesehen wurde er am 20 April. Zu dieser Zeit bekam der Vater noch Leistungen.

Die BAgIS trifft keine Schuld am Tod von Kevin. Aber selbstverständlich hat sie sich nicht korrekt verhalten und hätte die Leistungen nicht einstellen dürfen. Sie hätte mit dem Sozialamt klären müssen wer zuständig ist. Die Leistungen hätten weiterhin erbracht werden müssen.
Das ist aber ein Thema für sich.
Ivanhoe ist offline  
Alt 30.04.2007, 23:40   #40
Emily
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Kaleika, ich war ja letztes Jahr. Kaum zurück ALG2 eingestellt und das ganze Gerenne drumherum, aber danke für deine Sorge um mich :). Ich hab eben einfach nicht wenig durchgehend am Hals, und langsam werden die Kiddies ja grösser, es wird immer besser (wenn auch noch nicht wirklich wie ich mir vorstelle, kaum denkst du du bist draussen kommt das nächste ... uff)

Ausserdem wollte ich vielleicht mit dem auch ein Statement setzen.
Oder Hilfe, dass jemand sie wirklich mal ein paar Wochen rausnimmt, meine beiden sind echt anstrengend, und haben durch sehr stressige Erfahrungen (lang lebe der Gewaltschutz, der natürlich für Mütter einschließlich bei Gerichten nicht gildet) in der frühen Kindheit so einiges an Macken, an denen ich manchmal verzweifle.

Es geht mir einfach darum, dass die ARGEn/oder wie die woanders heissen, eben komplett sinnentleert so viel Stress nebenbei produzieren, selbst wenn du wirklich dein Bestes tust. Da bleibt es doch wirklich egal, wie du kooperierst oder nicht, die sind einfach weder kooperativ im Kern, noch fähig Situationen abzuschätzen. Wie denn auch. Und nebenbei haben sie wohl auch gar nicht die Absicht - ich sehe durchaus die Zusammenhänge im weiteren Sinn.

Stark sein, stärker werden. Und je mehr sie dich treten ... desto weniger können sie dir etwas anhaben, so nach dem Motto wäre der einzige Weg.

Wie viele können das? Viele eben nicht. Und wie mal geschrieben, wir hier sind privilegiert, und so sehe ich das auch. Kann lesen, habe einen Compi, von irgendwoher kommt immer mal wieder unerwartet eine Hilfe, wenn auch oft nicht - ich bin sehr dankbar darum.

Ich habe heute das allererste Mal einem Bettler Geld in dem vollen Bewusstsein gegeben, dass er es auch versaufen mag. Früher dacht ich mal, das wäre mir zu schade um das Geld, ich habe es ja auch nicht zum Wegschmeissen. Aber es ist sein Ding - seine Würde - seine Freiheit - seine Entscheidung. Und er kann sich bestimmt nicht bei den ARGEN gerichtlich durchsetzen geschweige denn Einsprüche schreiben.

Emily
 
Alt 30.04.2007, 23:42   #41
Emily
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Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Die BAgIS trifft keine Schuld am Tod von Kevin. Aber selbstverständlich hat sie sich nicht korrekt verhalten und hätte die Leistungen nicht einstellen dürfen. Sie hätte mit dem Sozialamt klären müssen wer zuständig ist. Die Leistungen hätten weiterhin erbracht werden müssen.
Das ist aber ein Thema für sich.
Das hat schon den Buchbinder Wanninger zur Aufgabe gebracht. Und der war nicht vorgeschädigt. ;)

Emily
 
Alt 30.04.2007, 23:52   #42
Kaleika
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Emily,
in München muss es doch Anlaufstellen für Hilfe für ALG-II-Bezieher geben!
Nimm jemanden mit, dann bist Du nicht ganz so allein, hast außerdem einen Zeugen und es wird meist besser mit Dir umgegangen.
Kinder können sehr anstrengend sein. Meine beiden waren es, wenn es mir selbst nicht gut gegangen ist, ich für sie und für mich selbst zuwenig Zeit gehabt habe.
Gibt es bei Dir keinen Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV)?
Ich könnte mir vorstellen, das Dir Anschluss an andere Alleinerziehende helfen könnte.
Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 01.05.2007, 00:35   #43
Kaleika
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Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
Da gilt es dann schon noch zu unterscheiden.

Der Sachbearbeiter ist nicht für sozialpädagogische zuständig und auch nicht ausgebildet. Der Fallmanager hingegen schon.

Und wie bereits aus dem Bericht hervor geht, kann nicht abschließend der Todestag von Kevin bestimmt werden. Zuletzt gesehen wurde er am 20 April. Zu dieser Zeit bekam der Vater noch Leistungen.

Die BAgIS trifft keine Schuld am Tod von Kevin. Aber selbstverständlich hat sie sich nicht korrekt verhalten und hätte die Leistungen nicht einstellen dürfen. Sie hätte mit dem Sozialamt klären müssen wer zuständig ist. Die Leistungen hätten weiterhin erbracht werden müssen.
Das ist aber ein Thema für sich.
"Und wie bereits aus dem Bericht hervor geht, kann nicht abschließend
der Todestag von Kevin bestimmt werden. Zuletzt gesehen wurde er am
20. April. Zu dieser Zeit bekam der Vater noch Leistungen."

Das ist falsch, siehe Seite 159: "Nachdem der Ziehvater für den Monat
April 2006 keine Leistungen mehr von der Bagis erhalten hatte (letzte
Zahlung erfolgte im 19. Februar 2006 in Höhe von 940,04 Euro), wandte
er sich am 28. April 2006 (Freitag) an das Verwaltungsgericht Bremen."


Seite 160: "Der Ziehvater hat am 28. April 2006 und am 11. Mai 2006
Barzahlungen in Höhe von 200 Euro beziehungsweise von 1.100 Euro
erhalten sowie am 16. Mai 2006 eine Überweisung in Höhe von 920,56
Euro."

Seite 82: "Der Todeszeitpunkt wird in dem Gutachten in dem Zeitraum
zwischen Ende März und April/Mai 2006 vermutet."

http://www.bremer-montagsdemo.de/130...130.htm#130-GB
Kaleika
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Alt 01.05.2007, 00:44   #44
Ivanhoe
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
"Und wie bereits aus dem Bericht hervor geht, kann nicht abschließend
der Todestag von Kevin bestimmt werden. Zuletzt gesehen wurde er am
20. April. Zu dieser Zeit bekam der Vater noch Leistungen."

Das ist falsch, siehe Seite 159: "Nachdem der Ziehvater für den Monat
April 2006 keine Leistungen mehr von der Bagis erhalten hatte (letzte
Zahlung erfolgte im 19. Februar 2006 in Höhe von 940,04 Euro), wandte
er sich am 28. April 2006 (Freitag) an das Verwaltungsgericht Bremen."


Seite 160: "Der Ziehvater hat am 28. April 2006 und am 11. Mai 2006
Barzahlungen in Höhe von 200 Euro beziehungsweise von 1.100 Euro
erhalten sowie am 16. Mai 2006 eine Überweisung in Höhe von 920,56
Euro."
ok, bleibt also ein Loch von einem Monat. Das soll der Auslöser für den Totschlag von Kevin gewesen sein? Eher unwahrscheinlich. Wer mit Drogenabhängigen zu tun hat, wird mir bestätigen das diese Menschen sehr einfallsreich sind, wenn es um die Beschaffung von Geld geht.
Das die Arge ihn in Bedrängnis gebracht hat, keine Frage. Auslöser für den Totschlag? Unwahrscheinlich, betrachtet man seine Vorstrafen, und was er Kevin bereits vorher angetan hat.
Ivanhoe ist offline  
Alt 01.05.2007, 00:55   #45
Kaleika
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Standard Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz-IV-Behörde

Zitat von Ivanhoe Beitrag anzeigen
ok, bleibt also ein Loch von einem Monat. Das soll der Auslöser für den Totschlag von Kevin gewesen sein? Eher unwahrscheinlich. Wer mit Drogenabhängigen zu tun hat, wird mir bestätigen das diese Menschen sehr einfallsreich sind, wenn es um die Beschaffung von Geld geht.
Das die Arge ihn in Bedrängnis gebracht hat, keine Frage. Auslöser für den Totschlag? Unwahrscheinlich, betrachtet man seine Vorstrafen, und was er Kevin bereits vorher angetan hat.
Es ist überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass es der genannte Zeitraum war, in dem Kevin zu Tode kam. Klar sind alle Abhängigen sehr einfallsreich, um an Alkohol oder andere Drogen zu kommen. Schließlich sind sie süchtig, abhängig von einem Stoff, den es nicht hinter der Theke gibt. Und die ARGE hat den Ziehvater in Bedrängnis gebracht!
Kaleika
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Alt 01.05.2007, 00:55   #46
Emily
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Emily,
in München muss es doch Anlaufstellen für Hilfe für ALG-II-Bezieher geben!
Nimm jemanden mit, dann bist Du nicht ganz so allein, hast außerdem einen Zeugen und es wird meist besser mit Dir umgegangen.
Kinder können sehr anstrengend sein. Meine beiden waren es, wenn es mir selbst nicht gut gegangen ist, ich für sie und für mich selbst zuwenig Zeit gehabt habe.
Gibt es bei Dir keinen Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV)?
Ich könnte mir vorstellen, das Dir Anschluss an andere Alleinerziehende helfen könnte.
Kaleika
Hör auf, dich um mich zu sorgen, ich kenne mich reichlich aus in München, und weiss was da geht und wie viel nicht. Um mich gehts gar nicht, sondern um den Zustand.

Emily
 
Alt 01.05.2007, 01:07   #47
Katze im Netz
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Es ist überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass es der genannte Zeitraum war, in dem Kevin zu Tode kam. Klar sind alle Abhängigen sehr einfallsreich, um an Alkohol oder andere Drogen zu kommen. Schließlich sind sie süchtig, abhängig von einem Stoff, den es nicht hinter der Theke gibt. Und die ARGE hat den Ziehvater in Bedrängnis gebracht!
Kaleika
Es geht ihm wohl um die Geldbeschaffung =?

Da der Vater von Kevin im Methadonprogramm war, braucht er demzufolge kein Geld für Drogen.

Letzten Endes bleibt es allerdings Spekulation und so sehr auch ich die BAgIS wegen ihrer vielfach fragwürdigen Entscheidungen und ihrem Umgang mit Betroffenen kritisch sehe... hier kommt die BAgIS, was die Schuldfrage angeht, eben doch weit nach vielen Zusehern, Ebenfalls-Schweigern und Aktendeckel-Nicht-Öffnern als möglich mitschuldige Instanz in Betracht.

Vor allen Instanzen ist und bleibt nach meinem Dafürhalten und dem Inhalt, den eben die Berichte wiederspiegeln, das Jugendamt in der Hauptverantwortung. Übrigens... selbst als BAgIS-"Kundin" halte ich das Jugendamt aus eigener Erfahrung für weit schlimmer und biestiger - ja, menschenverachtender (Beistandschaft/Cashmanagement) als die BAgIS.
 
Alt 01.05.2007, 01:13   #48
Kaleika
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Wie biestig die sogenannten Sachbebeiter sind, das liegt wohl immer an ihrer Persönlichkeit und Ausbildung
Kaleilka
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Alt 01.05.2007, 01:19   #49
Katze im Netz
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Wie biestig die sogenannten Sachbebeiter sind, das liegt wohl immer an ihrer Persönlichkeit und Ausbildung
Kaleilka
Die Dame die meinen Sohn in der Beistandschaft "betreut", also Unterhalt vom Kindesvater eintreiben möchte/soll/will und mein Kind jetzt um seinen Unterhalt prellt (während das geringere UVG weiterläuft) ist um die 55 und macht vermutlich als Leiterin eben dieser Abteilung seit Jahren nichts anderes...

An Ausbildung wird es da eher nicht fehlen - jedenfalls nicht in der Hinsicht, wie man Mütter bez. der Vermögenssorge ihrer Kinder fein dumm hält...

Aber das soll hier nicht Thema sein... Fakt ist - beim Jugendamt Bremen bekommt man nicht einmal Kopien eigener Anträge ausgehändigt noch erhält man Akteneinsicht und trau dich mal nach dem Stand der Unterhaltsbemühungen/Titulierung zu fragen - da wird dir so über´s Maul gefahren, das du auch mit 39 blass mit Mund offen dastehst... ich habe jedenfalls weder bei der BAgIS noch bei der Optionskommune eine derartige Behandlung erlebt.

Wenn der Jugendamtszweig der für Kevins Angelegenheiten zuständig war - auch so mit Menschen umgegangen sein sollte, dann Gute Nacht, Marie!
 
Alt 01.05.2007, 06:56   #50
Gozelo
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Gozelo
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Simple Überlegung meinerseits: Wenn man sich jetzt von dem starren Gedanken löst, einer Institution direkte Schuld am Tod von Kevin zuweisen zu wollen (was ja zu nichts führt), bleibt doch Folgendes:

Vater gewalttätig, Kind 2 Jahre alt, Jugendamt tut nix, BAgIS will den Kerl loswerden und versucht, ihn ans Amt für Soziale Dienste abzuschieben, die wollen ihn auch nicht, BAgIS streicht mal eben die Kohle.

Fordern und Fördern............ Die BAgIS war die zuständige Stelle, die für das Existenzminimum dieses Kindes zuständig war........... Vater strafen, gleichzeitig Kind strafen........ in Ordnung?

Meine Meinung: Auch die BAgIS hat eine gewisse Fürsorgepflicht für die Menschen, die von ihr physisch abhängig sind und erst recht, wenn es sich um zweijähriges Kind handelt. Da nützt es wenig, auf die Schuld des Jugendamtes hinzuweisen (und wer wollte die bestreiten). Kevin war nun mal bei seinem Vater, und er hatte genauso wie jedes andere Kind ein Recht auf einen Lebensunterhalt. Diesem Kind wurde ganz real von Amts wegen der Lebensunterhalt versagt, und zwar irregulär.

Hat das Amt das Recht, ein zweijähriges Kind stellvertretend für seinen Vater durch Entzug der Lebensgrundlage zu strafen? Hat jemand bei der BAgIS überhaupt daran gedacht, dass es dieses Kind gibt? Hat jemand bei BAgIS daran gedacht, dass dieses Kind verstärkt der Gewalt dieses Mannes ausgesetzt sein könnte, wenn man dem Vater einach die Leistungen streicht? Hat jemand bei der BAgIS auch nur in Betracht gezogen, sich im Sinne des Förderns für dieses Kind einzusetzen?

Der Begriff des "Förderns" war ursprünglich mal so gedacht, dass durch das Profiling eben auch diese Fälle von Kindesverwahrlosung zutage kommen und diese Kinder dann "gefördert" werden. Oder?

mit wütenden Grüßen
gozelo
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