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Start > > > > -> Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag


 

 

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Alt 15.12.2012, 15:12   #26
galadriel
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galadriel
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Ich kenne die Nebenwirkungen von Tavor. Er stellt sich auf keinen Kran. An Suizid hat er n o c h nicht gedacht. Noch ist er vom Unfall zu schwach. Telefonieren darf er, auch mit Handy. Ich überlege was ich mache, wenn die AHB wieder abgelehnt wird. Ich habe es zwar mit ihm besprochen und er will nach Hause, aber ich weiss nicht recht.
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Alt 15.12.2012, 15:27   #27
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
Ich kenne die Nebenwirkungen von Tavor. Er stellt sich auf keinen Kran. An Suizid hat er n o c h nicht gedacht. Noch ist er vom Unfall zu schwach. Telefonieren darf er, auch mit Handy. Ich überlege was ich mache, wenn die AHB wieder abgelehnt wird. Ich habe es zwar mit ihm besprochen und er will nach Hause, aber ich weiss nicht recht.
Hallo galadriel, den Kran hatte ich übrigens nur als allgemeines Beispiel herangezogen und nicht auf deinen Bruder bezogen. Wenn da allerdings die Möglichkeit besteht, dass er wegen der Unfallfolgen an einen Suizid denken könnte, ist natürlich jede Kooperations- und Verhandlungsbereitschaft von Deiner Seite und seiner Seite aus angeraten. Keine Reha-Klinik übernimmt eine so hohe Verantwortung.

Man kann in eigener Regie und im Zuge einer Kooperationsbereitschaft natürlich auch Medikamente des Wunsches vorschlagen. Doxepin z. B. ist ein hoch wirksamer Wirkstoff gegen Depressionen und Schlafstörungen, kann individuell sehr niedrig bis sehr hoch dosiert werden und hat erträgliche Nebenwirkungen, kann nach Abschluss der Behandlung fast problemlos langsam ausgeschlichen werden, jederzeit wieder eingesetzt, Suchtpotential ist fast gleich Null.

Du als Betreuer zeigst hier ja hoch differenziertes und sehr liebevolles Denken und Verhalten (logisch, ist ja der Bruder) und natürlich muss da jeder Suizid vermieden werden. Ich kann dir raten, dir einen niedergelassenen Psychiater des Vertrauens zu suchen, damit er dich berät, parallel einen guten Patienten-Anwalt (kann man googlen, deutschlandweit gibt es immer mehr), dazu Kooperationsbereitschaft zeigen, Medikamente nicht kategorisch ablehnen, etc., etc. Viel Erfolg, gute Genesung und Glück.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 15.12.2012, 17:25   #28
galadriel
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galadriel
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Danke für die Wünsche, das Medikament schreib ich mir mal auf.
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Alt 15.12.2012, 19:41   #29
Minimina
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
Genau die habe ich
Dachte ich mir

Zitat:
Mein Bruder hatte einen ziemlich schlimmen Verkehrsunfall.
Schwerste innere Verletzungen, die Milz wurde entfernt, 3 Wochen künstliches Koma
Zitat:
Er ist seit ca. 14 Tagen wieder wach und wurde auf eine psychatrische Abteilung verlegt, weil er auf der Chirugie nicht mehr liegen durfte aber trotzdem noch Pflege braucht.
Ich habe verschiedenen Medikamenten widersprochen (Tavor) und nur Physiotherapie und der Behandlung mit den Entlassungsmedikamenten der Chirugie zugestimmt
.

In einem solchen Fall ist eigentlich auch eine Traumatherapie angezeigt und leistet idR sehr gute Hilfe, aber bei Therapeuten mit Zusatzausbildung in Traumatherapie. Und das ist so gut wie nie in der Psychatrie und muss selber bezahlt werden.

Toll was Du da für Deinen Bruder tust

LG MM
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Alt 15.12.2012, 19:56   #30
galadriel
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galadriel
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Hmmm, Traumatherapie, muss ich mal googeln. Danke fürn Tipp.

Als ich ihn da liegen sehen hab auf der ITS...ist es mir jetzt noch wie heulen. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass er noch da ist. Es hätte schlimmer ausgehen können. Na, wir kriegen das schon hin.

Er versteht gar nicht, dass die KK das alles abgelehnt hat.
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Alt 16.12.2012, 05:55   #31
Ferdinand456
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
[...] Er versteht gar nicht, dass die KK das alles abgelehnt hat.
Richte ihm bitte aus, dass er das nicht persönlich nehmen darf, die Kassen sind da ausgesprochen sparsam geworden. Wichtig wäre auch, dass du dich an seinen Hausarzt und / oder behandelnden Psychiater (außerhalb der Klinik) wendest. Viele Leute drücken eine Reha nur mit Hausarzt und / oder Anwalt und VdK durch.

Sozialverband VdK Deutschland - Willkommen beim Sozialverband VdK!

Aber besprich das vorher mit denen, die da jetzt den Antrag gestellt hatten (das war wohl das Krankenhaus) und die den Widerspruch eingelegt haben (warst du das alleine? Alleine schaffst du das nicht, da muss zumindest der Hausarzt mithelfen, oder aber die Klinik eben, in der er sich momentan befindet). Weiter viel Erfolg und gute Genesung.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 16.12.2012, 08:03   #32
Minimina
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
Hmmm, Traumatherapie, muss ich mal googeln. Danke fürn Tipp.
Stichworte: "EMDR" (Eye Movement Desensitation Response) was ein Verfahren ist, das in der Traumatherapie von Psychologen angewendet wird.

und

"ART" (Arm Reflex Test) was in Deutschland "Psychokinesiologie" genannt wird und von Psychologen und Heilpraktikern angewendet wird.

Das sind beides gleichartige Verfahren die auf der Methode von Francine Shapiro basieren.

Traumatherapie natürlich zusätzlich zur körperlichen Therapie/Reha. Unter idealen Bedingungen sollte das Hand in Hand gehen.

Du kannst mir eine PN schicken.

Zitat:
Als ich ihn da liegen sehen hab auf der ITS...ist es mir jetzt noch wie heulen. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass er noch da ist. Es hätte schlimmer ausgehen können. Na, wir kriegen das schon hin
Mensch, ich wünsch Euch viel Kraft und Heilung

Zitat:
Er versteht gar nicht, dass die KK das alles abgelehnt hat
Die KK´s sind meines Erachtens komplett aus dem Ruder gelaufen und ein räuberischer und von Lobbyisten infiltrierter Mafiaverein geworden.

LG MM
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Alt 16.12.2012, 11:25   #33
Anna B.
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Hallo,

noch einmal zu Tavor zurück...

im Laufe meiner Erkrankung hatte ich ein einziges Mal eine Art "Panikattacke"...
zu dem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, was das ist...
bin anschließend zu meinem Hausarzt gefahren und hab ihm das erklärt..

da macht der Schreibtischlade auf, drückt mir ein Gläschen Tavor 5mg (ich glaub das waren 5mg) in die Hand und sagt: das hilft ihnen, nehmen sie die mal...

das war alles...aufwiedersehen, der nächste bitte...

das war alles...

ich bin sehr schreckhaft, was Psychopharmaka betrifft und habe mich dann auch anhand des beigefügten "Waschzettel's) informiert..
Danke, Herr Doktor, das nehmen sie mal schön selber...

außerdem kennt er meine Allergien und im Allergiepass steht, dass ich auf solche Medikamente wie Lorazepam, Tavor,Diazepam usw. allergisch reagiere..
nicht einmal darauf hat er geachtet..

ich brachte ihm die packung nach 6 Tagen wieder zurück....die nehme ich nicht..
außerdem hat er auch mißachtet, dass ich Opiate (Targin) zur Schmerzbehandlung nehme...

in meinen Augen wird viel zu nachlässig mit solchen Medikamenten umgegangen...das ist ja wie süße Bonbons verteilen...manche Ärzte...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline  
Alt 17.12.2012, 06:41   #34
igelchen
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igelchen
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
Ne Henrik - solche Leute machen das sogar umsonst.

Aber jetzt denken wir mal an die möglichen Konsequenzen und wie schnell man unbequeme Leute wie diese hier los wird:

-Arbeitslose
-Systemkritiker

-lästige Politiker
-Neusprechungeübte Journalisten
-Dich - morgen schon?

Eine aalglatte Welt- das Stimmvieh verdummt und in Angst - perfect! Alles political correct.

Parallelen zum Faschismus gibt es nur zufällig ?

Roter Bock
um nicht zu solch einem letztendlichen schluß zu kommen muß man als "Bürger Einfach"
schon wirklich unbedarft sein.
alles im zusammenhang betrachtet wird der grund
dieser "GEHEIMEN" anhöhrung kein anderer sein als teile des volkes
gegebenenfalls zu internieren und langsam aber sicher zu....
"SIE WÜRDEN DOCH NICHT?...........
DOCH
sie würden
nur die frage ob man da den anfängen NOCH wehren kann ???
in solchen situationen stelle man sich vor man hat gäste die die gastgeberwohnung absolut nicht mehr verlassen wollen,man möchte sie nicht schroff loswerden und hat die hoffnung das sie von selbst gehn.
statt zu gehn besetzen sie die wohnung und irgendwann ist man selbst gast im eigenen heim und hat sich
unter
zu
ordnen.
tut man das nicht
fliegt man
und bezahlt auch noch dafür.
und mal ganz nebenher
soviel psychisch gestörte die einer wegsperrung oder zwangsmedikation bedürfen KANN es einfach nicht geben.
und gibt es sicher auch nicht.
aber bei einer BEDROHUNG das man schon bei nonkonformem
verhalten interniert werden könnte
WIRD die leutz krank machen(wenn ihr solche neuregelung klar wird)
sehr beklemmend was das für auswüchse haben könnte
igelchen ist offline  
Alt 17.12.2012, 09:27   #35
galadriel
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Richte ihm bitte aus, dass er das nicht persönlich nehmen darf, die Kassen sind da ausgesprochen sparsam geworden. Wichtig wäre auch, dass du dich an seinen Hausarzt und / oder behandelnden Psychiater (außerhalb der Klinik) wendest. Viele Leute drücken eine Reha nur mit Hausarzt und / oder Anwalt und VdK durch.

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Aber besprich das vorher mit denen, die da jetzt den Antrag gestellt hatten (das war wohl das Krankenhaus) und die den Widerspruch eingelegt haben (warst du das alleine? Alleine schaffst du das nicht, da muss zumindest der Hausarzt mithelfen, oder aber die Klinik eben, in der er sich momentan befindet). Weiter viel Erfolg und gute Genesung.
An den VdK hab ich auch schon gedacht.
Den Widerspruch hat das KH gemacht. Es ist aber noch nichts entschieden.
Langsam geht es ihm ein bisschen besser, körperlich, sodass er den Aufenthalt in der Psychiatrie langsam aber sicher in Frage stellt.
Ich denke er ist eher zu Hause, als sich auf den Widerspruch was regt.
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galadriel ist offline  
Alt 17.12.2012, 09:35   #36
galadriel
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

@Anna,

Tavor ist was ganz schlimmes, dein Arzt auch.
Gut dass du es nicht genommen hast.

Tavor fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und hat eine Gefahrenstoffkennzeichnung als gesundheitsschädlich.

Und wie leichtfertig das verschrieben oder verabreicht wird habe ich auch erlebt.
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Alt 17.12.2012, 10:56   #37
Nimschö
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Kurz zusammengefasst:
Wer denkenden Hauptes durchs Leben geht sieht bei solchen Entwicklungen ohne Umschweife, dass dies eigentlich ausschließlich dazu gedacht sein kann "unliebe Gesellschaftsmitglieder" dauer-zwangssediert wegzusperren. Wie wehrt man sich denn als z.B. Betroffener gegen so etwas? Spätestens wenn die Spritze sitzt und das Hirn sich langsam in Gelee verwandelt ist doch essig mit "glaubhafter Gegenwehr" und dem "darauf Bestehen, dass man nicht gagga ist", weil man ab dann eh nur noch so vor sich hin lallt...

Übel, ganz, ganz übel, was da abgeht...

Zum OT:
Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
@Anna,
Tavor ist was ganz schlimmes...
...Und wie leichtfertig das verschrieben oder verabreicht wird habe ich auch erlebt.
Joa, eine gute Freundin, die an multiplen chronischen Krankheiten leidet wäre Millionärin, wenn sie alle Rezepte die Ärzte ihr aufschwatzen wollen abholen und "den Stoff"( Morphine, Antidepressive, das volle Programm) hinterm Bahnhof verkaufen würde. Dummerweise können Ärzte aber anscheinend in vielen Fällen nix anderes mehr, als das "beliebte Medikament Schadnix" auf ein Zettelchen zu schreiben und den nächsten Patienten zu rufen. Oben genannte Dame ging mit einem via MRT diagnostiziertem Bänderanriss am Knie zum Orthopäden und der Freak wollte Ihr Ibuprofen aufschreiben und meinte damit wäre das erledigt weil sie würd die Schmerzen dann nicht so merken Erstens ist das eine reine Bekämpfung der Symptome und zweitens hätte er aus ihrere Krankenakte theoreeeeetisch wissen müssen, dass die Dame DREI innere Erkrankungen hat die sich überhaupt garnicht mit der Einnahme von Ibu vertragen. Und: Wie lange am Stück soll sie den Ibu nehmen? Ab jetzt täglich bis zur Bahre? Das einzig sinnvolle, was viele dieses ehemals hochangesehenen Berufstandes noch können ist AU schreiben. TRAUE - KEINEM - ARZT !!!
__

Folgende Punkte gelten für ALLE meine Aussagen in diesem Forum:
-ich gebe hier grundsätzlich nur meine durchs Grundgesetz geschützte Meinung preis.
-ich biete keinerlei Rechtsberatung, sondern nur meine gewährfreien Erfahrungen und Meinungen.
-ich lasse mir von NIEMANDEM den Mund verbieten, bin aber gerne bereit mit jedem über meine Aussagen offen und ehrlich zu diskutieren.
Nimschö ist offline  
Alt 17.12.2012, 22:37   #38
Ferdinand456
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Hier ein beeindruckendes Beispiel, wie ein 18-jähriger Schwarzafrikaner innerhalb kurzer Zeit zu einem psychopharmakologischen Chemiekasten wird:

Hessenrecht Landesrechtsprechungsdatenbank Entscheidungen der hessischen Gerichte AG Offenbach | 14 XVII 1205/12 | Beschluss | Selbstmbestimmungungsrecht und Zwangsbehandlung im Betreeungsrecht | Langtext vorhanden

Der Witz dabei: Die "polymorphe psychotische Störung" (deutsch: vorübergehender akuter Verwirrtheits-Zustand) bildet sich normalerweise innerhalb weniger Tage von alleine (ohne Medikation) wieder zurück.

Hier wird mit gleich sechs hoch wirksamen Medikamenten herumexperimentiert, es genügen unklare Äußerungen gegenüber irgendwelchen Pflegern, um ein weiteres hochpotentes Neuroleptikum zu verabreichen, und so weiter. Eine Begründung für diesen Medikamenten-Mix (wobei jedes Medikament massive Nebenwirkungen hat) gibt es nicht. Noch vor zwanzig Jahren erhielt ein akut psychotischer Patient höchstens ein Medikament, nämlich das bekannte "Haldol".

Vermutlich litt der arme Junge unter einer akuten Stress-Reaktion, die mit einer Unterbringung, einem leichten Medikament und ein paar langen therapeutischen Gesprächen nach wenigen Tagen von selbst aufgehört hätte. Das Ende vom Lied war aber: Ein erst 18-jähriger bisher unauffälliger Schüler soll unter Betreuung gestellt werden und erhält eine gerichtlich angeordnete Zwangsbehandlung mit hochpotenten Mitteln gegen seinen Willen. Vermutlich diese Ablehnung der Medikamente wird von der Klinik als eigenes Krankheitssymptom, nämlich als sogenannte "Vergiftungsängste", diagnostiziert und berichtet, wobei Genaueres aus dem Text nicht hervorgeht. Dies wäre aber eine (leider) typische (fachlich unkorrekte und fatale) Umdeutung bestimmter kritischer Fragen (oder Beschwerden) von Seiten der Patienten, die ihre Medikation betreffen.

Er hat nicht viel getan. Er wollte weiter auf die Berufsschule und war wohl etwas verwirrt, sehr verärgert und aufgebracht. Einzige "Drohung", die er je ausgesprochen hatte, war die Drohung, einen Anwalt einzuschalten (dies wird in Deutschland nicht als "Drohung" verwertet, sondern als Recht jeden Bürgers). Irgendeinen Aufnahme-Test einer "Erwachsenenbildung" (wahrscheinlich Volkshochschule) lehnte er ab, wahrscheinlich wohl wissend, dass die Berufsschule seine Zukunft war, der Rest (wie Volkshochschule) dagegen keine annehmbare Alternative.

Gefunden habe ich dieses Urteil übrigens in dieser recht aufschlussreichen Abhandlung über Zwangsbehandlungen:

Again, Zwangsbehandlung | Neurone & Normen

In dieser wird erwähnt, dass zukünftig eventuell alleine die mögliche "Chronifizierung" einer psychischen Erkrankung als "erheblicher Schaden" gewertet werden soll, der hinreichende Bedingung für einer Zwangsbehandlung mit Medikamenten darstellen soll. Ich möchte an dieser Stelle kritisch anmerken, dass chronisch psychiatrische Erkrankungen sehr, sehr selten sind. Wem eine solche angebliche "Chronifizierung" oder aber "Gefahr der Chronifizierung" unterstellt wird, sollte unbedingt ein guter (Patienten)-Anwalt zur Seite gestellt werden.

Aus entsprechender Abhandlung wird auch deutlich, dass vom Autor befragte Psychiater entweder keine Antwort wissen oder vor Antworten ausweichen, wenn sie auf das Thema "mangelnde Krankheitseinsicht, Zwangsbehandlung, Chronifizierung als erhebliche Gefahr", etc. angesprochen werden.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 17.12.2012, 23:55   #39
Anna B.
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Hallo,

kennst du diese Abhandlung?

http://www.psychosoziale-gesundheit....n-Teil%201.pdf

sowie

http://www.psychosoziale-gesundheit....nten-Teil2.pdf


auf einen Nenner gebracht: wer auf sein Recht pocht, gilt als Querulant oder sogar "Renten-Querulant"...

man ist in D schneller ein Querulant und ein Nörgler, als das mein sein Recht erhält...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline  
Alt 18.12.2012, 00:26   #40
Ferdinand456
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Zitat von Anna B. Beitrag anzeigen
Hallo,

kennst du diese Abhandlung?

http://www.psychosoziale-gesundheit....n-Teil%201.pdf

sowie

http://www.psychosoziale-gesundheit....nten-Teil2.pdf


auf einen Nenner gebracht: wer auf sein Recht pocht, gilt als Querulant oder sogar "Renten-Querulant"...

man ist in D schneller ein Querulant und ein Nörgler, als das mein sein Recht erhält...
Kenne ich. Solche Texte wurden früher von unseren Universitäts-Dozenten und Professoren an uns Studenten ausgeteilt, damit wir gemeinsam darüber lachen, lästern und diskutieren können.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 30.12.2012, 16:19   #41
saida25->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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saida25
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Zitat:
Kurz zusammengefasst:
Wer denkenden Hauptes durchs Leben geht sieht bei solchen Entwicklungen ohne Umschweife, dass dies eigentlich ausschließlich dazu gedacht sein kann "unliebe Gesellschaftsmitglieder" dauer-zwangssediert wegzusperren. Wie wehrt man sich denn als z.B. Betroffener gegen so etwas? Spätestens wenn die Spritze sitzt und das Hirn sich langsam in Gelee verwandelt ist doch essig mit "glaubhafter Gegenwehr" und dem "darauf Bestehen, dass man nicht gagga ist", weil man ab dann eh nur noch so vor sich hin lallt...

Übel, ganz, ganz übel, was da abgeht...

....mundtot machen!
saida25 ist offline  
Alt 31.12.2012, 18:15   #42
jgbk->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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jgbk
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von Nowottny Beitrag anzeigen
Gleich 3 Internet-Blogs als ernstzunehmende Quelle?

Siehe auch
Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern. : Artikel[tt_news]=6943&cHash=bd40ae677da0be6be4080ccf0f82a012

ganze Zeile als Link benutzen nicht nur das blaue unterstrichene


Johannes Georg Bischoff
jgbk ist offline  
Alt 31.12.2012, 18:56   #43
KristinaMN
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

In der Anhörung geht es ja erst mal um eingewiesene (sei´s in Psychiatrien oder Strafanstalten). Was ist wenn sich das ausweitet?

Wie schnell werden Querulanten, welche Widersprüche und Klagen einreichen, als Psycho abgestempelt und auf Weisung vom Jobcenter "überprüft"? Oder wir bekommen künftig in unseren EGV die Zwangsmedikation aufgedonnert? Überprüfbar durch eine amtsärztliche Untersuchung mit Blutabnahme.

Meinungsverbrechen.de » Bundestag

Da kann einem Angst werden für das neue Jahr ... In der Presse / Internet tauchen ja schon heute immer wieder fragwürdige Fälle auf (z.B. Mollath).
KristinaMN ist offline  
Alt 31.12.2012, 19:46   #44
hartaber4
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hartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagierthartaber4 Enagagiert
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Zitat von KristinaMN Beitrag anzeigen
In der Anhörung geht es ja erst mal um eingewiesene (sei´s in Psychiatrien oder Strafanstalten). Was ist wenn sich das ausweitet?

Wie schnell werden Querulanten, welche Widersprüche und Klagen einreichen, als Psycho abgestempelt und auf Weisung vom Jobcenter "überprüft"? Oder wir bekommen künftig in unseren EGV die Zwangsmedikation aufgedonnert? Überprüfbar durch eine amtsärztliche Untersuchung mit Blutabnahme.

Meinungsverbrechen.de » Bundestag

Da kann einem Angst werden für das neue Jahr ... In der Presse / Internet tauchen ja schon heute immer wieder fragwürdige Fälle auf (z.B. Mollath).
Die Möglichkeiten nach den Landesgesetzen (sog. PsychKG usw.) sowie des BGB und den dazugehörigen Regelungen im FamFG bieten den RichterInnen einen doch sehr breiten Handlungsspielraum.... eine Art "Lotto"...
__

ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
hartaber4 ist offline  
Alt 27.08.2014, 19:26   #45
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Standard AW: Psychiatrische Zwangsbehandlung: Geheime Anhörung im Bundestag

Justiz-Opfer - Hilfe fuer Opfer von Justiz, Psychiatrien und Gutachter
Der Menschenrechtsanwalt Dr. David Schneider-Addae-Mensah hatte 2011 vor dem Bundesverfassungsgericht ein höchstrichterliches Urteil erkämpft (Az. 2 BvR 882/09), in dem untersagt wurde, dass psychisch kranken Straftätern gegen ihren Willen Psychopharmazeutika verabreicht werden dürfen. Das müsste somit erst Recht für alle Patienten in geschlossenen Psychiatrien gelten. Jedoch ist es nach wie vor Normalität, dass zwangseingewiesenen Menschen weiterhin gegen ihren Willen Psychopharmazeutika verabreicht werden, was eklatante Menschenrechtsverletzungen darstellen und normalerweise von den Staatsanwaltschaften verfolgt werden müsste.

Der Deutsche Bundestag hatte im Februar 2013 trotz dieses Wissens mit § 1906 BGB die Zwangsbehandlung bei der Betreuung neu reglementiert und erreicht, dass betreuten Menschen mit psychischen Erkrankungen weiterhin gegen ihren Willen Psychopharmazeutika verabreicht werden und somit nach wie vor Zwangsbehandlungen erfolgen dürfen. Eine große öffentliche und politische Diskussion vom Gesetzgeber ist längst überfällig, aber offenkundig nicht gewollt. Deswegen möchten wir gerne eine umfangreiche, öffentliche Fallsammlung aufbauen, an deren Aufbau Sie alle aktiv mithelfen können, damit Schicksale, Erlebnisse und unzumutbare Zustände weiterhin nicht im Verborgenen bleiben.
KristinaMN ist offline  
 

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