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Alt 07.08.2008, 13:14   #26
a f a
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a f a
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

Zitat:
... oder die Familie Quandt, Albrecht etc...?
Nicht unbedingt,

die Albrecht und Quandts sind zwar, über das Elend anderer Menschen reich geworden, sind aber, jedenfalls, soweit mir bekannt, nicht über Think-Tanks und Lobbyorganisationen politisch beim Gesellschaftsumbau aktiv.


meint
Norbert

Her mit dem schönen Leben
a f a ist offline  
Alt 07.08.2008, 14:14   #27
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

Zitat von mercator Beitrag anzeigen
Arania, man sollte vor allem lesen, was so zwischen seinen Zeilen steht.
Wie gut, dass du weißt, was zwischen meinen Zeilen steht.
Darauf gehe ich später ein.

Ist es neoliberalistische Denkweise, wenn man nicht alle Miseren, die es im Volk gibt, auf das böse Kapital schieben mag. Ich denke nicht.

Ist es eine neoliberalistische Denkweise, wenn man eben nicht glaubt, dass man selbst überhaupt gar keine Chancen hat, nach vorne zu kommen und alles quasi "gott-" oder "vom Kapital" bestimmt ist. Wenn man glaubt, dass man auch selbst noch eine Menge Einfluss darauf hat, was in seinem eigenen Leben geschieht und geschehen ist und Teile der eigenen Situation (nicht in allen Ausprägungen) eben nicht nur Schicksal ist bzw. von den bösen Mächten so gewollt, sondern das man dafür auch etwas eigene Verantwortung trägt und durch ein Tun oder Nichttun das in der Vergangenheit (ggf. weniger in der jetzigen Situation) hätte ändern können. Hier geht es nicht um die Gesamtheit, sondern um die Situation des Einzelnen (und Schicksalschläge wie Krankheit etc. sollte man davon auch ausnehmen).


@Mercator
Nein, es hat keinen Sinn auf deine Ausführungen einzugehen. Das ist mir einfach zu dumm. Glaube einfach, dass ich eine arme, vom Neoliberalismus fehlgeleitete Person bin, die einfach alles glaubt, was ihr vorgesetzt wurde. Du hast ja selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen und würdest von deiner Position nicht wegkommen, wenn man dich mit dem Bagger schieben würde. An Diskussionen, in dem derjenige mit einer anderen Position als naiv, dumm, alles glaubend etc. betitelt wird, möchte ich mich nicht beteiligen. Rede lieber mit deinem Spiegel - der fühlt sich ggf. nicht angegriffen.

@Speedport
Natürlich - war auch so beabsichtigt. Mir ist die Denke nur zu eindimensional. Der Regelsatz ist zu niedrig - mein Wort, die Vermögenssteuer sollte wieder eingeführt werden - absolut einverstanden, der Splittingvorteil abgeschafft werden - möchte ich schon seit Jahren, die Pendlerpauschale muss wieder eingeführt werden (upps, da bin ich zwiegespalten), ein Mindestlohn muss her (auch meine Einstellung), die Selbstbeteilungen bei der Krankenversicherungen wieder niedriger sein (absolut - auch wenn ich froh bin, dort nicht bestimmen zu müssen, wie das sonst verteilt werden soll), Kapitalerträge höher versteuert werden (in gewissem Maße bin ich dafür)

Was mich stört ist dieses "das-Böse-Kapitalgerede"... - das "Kapital", wenn man es so nennen mag, tut das, was es schon immer getan hat - es versucht aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen (teilweise auch gegen) möglichst viel herauszuholen - das man es lässt, ist nicht das Problem des Kapitals, sondern das, was die Situation zugelassen hat. An das Gespenst des Kapitalismus, dass für alle Änderungen der letzten Jahre der Einfluß des Kapitals als Sündenbock herzuhalten hat, glaube ich nicht - in diesem Punkt (aber hauptsächlich in diesem) ist meine Meinung konträr.

Es sind die Entwicklungen der letzten Jahre, die eben vieles geändert haben. Der Mauerfall, die Öffnung des Ostens mit der Verlagerung der Arbeitsplätze bzw. auch mit einem gewissen Maß an Einwanderung (z.B. Baubranche) in den Westen, die Knappheit von fossilen Brennstoffen, der Drang der Deutschen die Dienstleistungsbranche bereits zu rationalisieren, bevor sie überhaupt richtig ausgebaut wurde, die Geiz-ist-Geil-Mentalität ohne Rücksicht auf Verluste, die weitere technische Revolution - all das hat in irgendeiner Weise und mit unterschiedlichen Ausprägungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland verändert und viele der politischen Einflußnahmen um die Wirtschaft zu stabilisieren und ein Wachstum zu fördern, gingen m.E. nach hinten hinaus. Die Wirtschaft wurde stabilisiert - nur eben auf Kosten der restlichen Bevölkerung. In der Hinsicht ist es eine Fehlentwicklung, die korrigiert werden muss und in der sicher eine Kapitalumverteilung von oben nach unten stattfinden sollte.

Ich mag nur derartige Aktionen nicht, in denen jemand "persönlich" angeklagt oder zum Sündenbock gemacht wird - genau dagegen habe ich geschrieben... Die Aktion missfällt mir, weil sie in Reminiszenz zu den 68ern geführt wird bzw. sich darauf bezieht, aber es hier um ganz andere Dinge geht und die Motivation eine ganz andere ist. Und weil ich auch die Form nicht in Ordnung finde.

@a f a
Siehst du und genau da sehe ich es anders. Auch die Leute dazwischen, also zwischen Großkapitalismus und Sozialhilfeniveau wollen alle nichts von ihren Pfründen abgeben, die sie irgendwann mal erreicht haben...

@das frettchen
Wenn du nicht zwischen den Zeilen gelesen hast, wo habe ich gesagt, dass alle Arbeitslosen an ihrer Situation selbst schuld sind... Ich habe nur etwas dagegen, wenn individuell Leute das, was sie selbst mitbeeinflußt haben, auf die Allgemeinheit schieben und für gottgegeben halten. Das ist zu einfach. Ich selbst habe in der Vergangenheit Fehler gemacht, die mich in die jetzige Situation gebracht haben - hätte ich diese nicht gemacht, wäre ich nicht hier. Ich verantworte natürlich nicht alles für mich selbst, die Wirtschaftslage, Jobsituation etc. hat sicherlich einen großen Einfluß darauf, dass ich nichts neues finde. Der Jugendliche, der lieber einen drauf macht, als zu lernen und die Schule schwänzt, kann auch nicht die Gesellschaft dafür schuldig erklären, dass er selbst keine Lehrstelle bekommt, sondern muss erstmal selbst überlegen, warum andere aber er nicht... Einen gewissen Einfluß auf unsere individuelle Situation haben wir eben schon (Krankheiten, die Schicksalsschläge sind, etc. mal ausgenommen). An der allgemeinen Situation, dass es eben X Millionen Arbeitslose gibt und nicht für jeden Arbeitslosen eine Stelle, so dass egal ob es jetzt mich oder dich trifft, immer einer arbeitslos bleiben muss, ändert das alles natürlich nichts...

@Linchen0307
Ja, alle Politiker sind korrupt - und das Volk ist auch korrupiert, weil sie ja alle diese korrupten Politiker wählen... Frag mal deinen Nachbarn, der im Durchschnitt verdient oder ggf. sogar überdurchschnittlich, ob er die Sozialleistungen zu niedrig empfindet. Das ist derjenige, der ggf. CDU oder FDP wählt und der eine ganz andere Sichtweise hat, weil er auch nur seinen eigenen Geldbeutel sieht...
Donauwelle ist offline  
Alt 07.08.2008, 14:38   #28
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

Zitat:
Siehst du und genau da sehe ich es anders. Auch die Leute dazwischen, also zwischen Großkapitalismus und Sozialhilfeniveau wollen alle nichts von ihren Pfründen abgeben, die sie irgendwann mal erreicht haben...
Ja,

ist mir auch völlig klar, bloß, wenn aber niemand etwas abgeben will, bleibt doch die entscheidende Frage, wie kommen wir denn wieder dahin, zur schönen sozialen Marktwirtschaft, zum Einlösen des Versprechens auf Wohlstand für Alle ?

Gruß
Norbert

Freiheit, Gleichheit, Solidarität
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Alt 07.08.2008, 15:03   #29
dr.byrd->Emailproblem
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dr.byrd dr.byrd
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

Bert Brecht hat schon 1934 klare Worte gefunden:

„Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“
__


Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.



dr.byrd ist offline  
Alt 07.08.2008, 15:14   #30
mercator
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mercator mercator mercator
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
Ist es eine neoliberalistische Denkweise, wenn man eben nicht glaubt, dass man selbst überhaupt gar keine Chancen hat, nach vorne zu kommen und alles quasi "gott-" oder "vom Kapital" bestimmt ist.
Es geht nicht um Glauben, das sollte man doch auf irgendwelche Götter beschränken. Es geht um wissenschaftlich fundierte Studien, die genau das belegen. Wer erstmal unten ist, hat kaum noch eine Chance, wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

Zitat:
Wenn man glaubt, dass man auch selbst noch eine Menge Einfluss darauf hat, was in seinem eigenen Leben geschieht und geschehen ist und Teile der eigenen Situation (nicht in allen Ausprägungen) eben nicht nur Schicksal ist bzw. von den bösen Mächten so gewollt, [...]
Du stützt Deine schwache Argumentation nicht, indem Du "böse Mächte" ins Spiel bringst. Orientiere Dich bitte einfach mal an den Fakten und lass die Esotherik aus dem Spiel. Soviel Einfluss ist für Betroffene nämlich nicht mehr gegeben. Oder glaubst Du allen Ernstes, die Millionen Arbeitslosen machen nur ihren Einfluss nicht geltend und hätten ansonsten einen Job?

Zitat:
[...] sondern das man dafür auch etwas eigene Verantwortung trägt und durch ein Tun oder Nichttun das in der Vergangenheit (ggf. weniger in der jetzigen Situation) hätte ändern können. Hier geht es nicht um die Gesamtheit, sondern um die Situation des Einzelnen (und Schicksalschläge wie Krankheit etc. sollte man davon auch ausnehmen).
Eigenverantwortung. Noch so eine wiedergekaute Leerformel. Es geht natürlich um die Gesamtheit, denn nur so lässt sich die Misere fundiert in Zahlen fassen und in ihren Auswirkungen betrachten. Einzelereignisse, seien sie positiv oder negativ, tragen absolut nichts zum Verständnis der derzeitigen Situation bei.

Zitat:
@Mercator
Nein, es hat keinen Sinn auf deine Ausführungen einzugehen. Das ist mir einfach zu dumm.
Ich kann einfach keine eigenen Gedankengänge erkennen. Ich sehe auch nicht, dass Du dich mal ansatzweise mit der Thematik beschäftigt hast. Was Du schreibst, ist schon hundertfach im Spiegel, bei Anne Will, in der Bild und sonstwo erschienen. Wissenschaftlich fundierte Studien zeigen aber ein anderes Bild.

Zitat:
Glaube einfach, dass ich eine arme, vom Neoliberalismus fehlgeleitete Person bin, die einfach alles glaubt, was ihr vorgesetzt wurde.
Nun lass doch mal den Glauben weg, wir sind hier nicht in der Kirche. Mir sind Tatsachen lieber.

Zitat:
An Diskussionen, in dem derjenige mit einer anderen Position als naiv, dumm, alles glaubend etc. betitelt wird, möchte ich mich nicht beteiligen. Rede lieber mit deinem Spiegel - der fühlt sich ggf. nicht angegriffen.
Zugegeben, ich reagiere inzwischen etwas dünnhäutig, wenn mir jemand mit dermaßen ausgelutschten Argumenten kommt. Beweise doch, dass mehr dahinter steckt und weiche meiner Argumentation nicht aus.

Es gibt auch kein "böses-Kapital-Gerede". Kapital an sich ist frei von moralischen Werten. Das ist aber auch das eigentliche Problem. Geld schafft Gier, und wenn keine politischen Regelwerke mehr vorhanden sind, dann wirkt der Kapitalismus umweltzerstörend und gesellschaftzersetzend.

Eine Kritik am kapitalistischen System geht weit über ihre "Nebenwirkung" Arbeitslosigkeit und Armut hinaus.
__

Prof. Dr.rer.pol. Michael Wolf: "[...] Vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens durchaus statthaft, die für Hartz4 Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zwar nicht unbedingt im verfassungsrechtlichen, aber doch im politischen Sinne als "Verfassungsfeinde" zu bezeichnen, gegen die das Leisten von "Widerstand" nicht nur legitim, sondern auch geboten ist."
mercator ist offline  
Alt 07.08.2008, 23:55   #31
Jenie
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Jenie
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Standard AW: Das Menschenrecht des Milliardärs auf Ruhe?

ääähm soweit ich mich jetzt erinnern kann --- geht es hier auch nicht um das Böse kapital ansich --- sondern um diejenigen die Ihren Großen Machteinfluß dazu missbrauchen zu Manipulieren und die GEsellschaft zu benutzen

Oder?
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
 

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