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Alt 09.11.2009, 13:55   #51
Debra
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Debra
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Viel Glück, Martin! Hoffe, Du kannst was für die Elos ausrichten.
Debra ist offline  
Alt 09.11.2009, 14:35   #52
Lexxy
 
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Lexxy Lexxy
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Von mir auch Viel Glück!
endlich mal jemand, der weiß, wovon er redet. Die meisten, die da mitreden, kamen doch irgendwie rein und wissen nichtmal, was genau sie da tun.
Martin weiß, wie es uns geht, weiß wofür(!) er sich einsetzt und ich hoffe inständig, dass er das, was auch immer die "da oben" essen oder einnehmen, um ihre Menschlichkeit mit Amtseidablegung abzuwerfen, NICHT nimmt
Bleib bitte wie du bist und vergiss niemals, für wen und was du kämpfst (bzw später gekämpft hast).....
Lexxy ist offline  
Alt 09.11.2009, 14:46   #53
Stinkstiefel
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Stinkstiefel
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Zitat von Lexxy Beitrag anzeigen
Von mir auch Viel Glück!
endlich mal jemand, der weiß, wovon er redet. Die meisten, die da mitreden, kamen doch irgendwie rein und wissen nichtmal, was genau sie da tun.
Martin weiß, wie es uns geht, weiß wofür(!) er sich einsetzt und ich hoffe inständig, dass er das, was auch immer die "da oben" essen oder einnehmen, um ihre Menschlichkeit mit Amtseidablegung abzuwerfen, NICHT nimmt
Bleib bitte wie du bist und vergiss niemals, für wen und was du kämpfst (bzw später gekämpft hast).....
Ich hoffe auch auf ein gutes Gedächtnis.
Stinkstiefel ist offline  
Alt 09.11.2009, 15:53   #54
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Liebe Leute,

geht bitte nicht davon aus, dass ich schon jetzt gewählt bin. Dies passiert erst in 2 Wochen und da hängt es davon ab, ob es der Linkspartei dann wirklich ernst ist, indem sie immer wieder die Sozialen Bewegungen hervorheben und das ohne sie nichts ging. Es gibt in der Partei jede Menge Leute, die Funktionsträger sein möchten und es geht auch dort um Machtinteressen.

Deshalb freue ich mich über jede form der Unterstützung. Ich bin nämlich wirklich der Meinung, dass die Sozialen Bewegungen auch in Parlamenten vertreten sein müssen. Und ganz besonders meine ich, dass Hartz IV dort vertreten sein muss und dies besonders von Vertretern die Hartz IV selbst zur genüge kennen und sich gleichzeitig aber auch mit der Materie auskennen. Man muss auch wissen, dass es auch in der linkspartei jede Menge Vertreter gibt, die Hartz IV und überhaupt das Thema Erwerbslosigkeit eher als ein Randthema sehen und Vertreter von Sozialen Bewegungen lieber in Gewerkschaften und Sozialverbänden sehen, weil die 1. zahmer sind und 2. kompatibler zur bürgerlichen Mitte sind. Dann gibt es auch Vertreter, die lieber den Sozialen Bewegungen Themen geben wollen, als darauf zu achten, was denn so gerade von dort aus kommt.Ich weiß aber auch, dass es viel Symphatie für meine Bewerbung gibt.

Also ich freue mich über jede Unterstützung, die werde ich auch brauchen. Aber erstmal muss ja nun die erste Hürde genommen werden.

Zum Schluss: Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht vereinnahmen lasse. Und noch was, das Erwerbslosen Forum Deutschland ist keine Linkspartei. Da sind wir eigenständig. Wir nehmen dennoch Unterstützung an, ohne dass daran Bedingungen geknüpft sind. Denn letztendlich war es auch unser Kampf, der den Erfolg einer linken Bewegung und auch der Partei erst ermöglicht hat. Wenn es keine Monatsdemos, Anti-Hartz IV-Bewegungen gegeben hätte, hätte sich kaum linke Politik langsam durchsetzen können. Und so ist es auch heute noch, der Motor für linke Politik kommt von uns (die Sozialen Bewegungen). Trotzdem gilt es auch vielen in der Linkspartei zu danken. Denn ohne deren Unterstützung wären einige Initiativen auf der Strecke geblieben und man muss auch beachten, dass es sehr viele Ortgruppen gibt, die inzwischen Hartz IV-Beratungen anbieten, ohne dass dies an konktrete Bedingungen geknüpft ist. Oftmals werden wir auch um Unterstützung für den Aufbau gefragt. Sei es durch Hartz IV-Rechtsseminare oder organisatorische Hilfestellungen.


Ich war gestern als Gastredner beim Landesparteitag der Linkspartei eingeladen und durfte, wie auch schon in der Vergangenheit einen Gastbeitrag halten. Deshalb dieser hier noch mal im Wortlaut:


Zitat:
Grußwort von Martin Behrsing, Erwerbslosen Forum Deutschland auf dem Parteitag der Linke-NRW, 08.11.2009


Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
vor gut 10 Tagen konnten wir einer der größten Entlassungswelle binnen einer Woche beim Versandhaus Quelle erleben. Die Frankfurter Rundschau berichtete in ihrer Ausgabe vom 13.Oktober, dass „das gekündigte Quelle-Personal reagiere größtenteils gefasst und gut vorbereitet“ auf die Entlassungswelle. „Es habe aber auch Tränen und Fast-Zusammenbrüche gegeben.“ Psychologen vor Ort seien gefragt.. Das erinnert eher an einen Bericht über eine Hinrichtung, zu der das Opfer „gefasst und gut“ vorbereitet geführt wird.. Gleichzeitig aber läuft mit noch etwa. 4000 Lohnabhängigen reibungslos der „Resteverkauf“ von ca. 18 Millionen Produkten an. 4000 Menschen, die aktiv ihre eigene Abwicklung unterstützen, ohne dass es irgendeine nennenswerte Aktion des Widerstands oder gar der Verweigerung gibt! Es fehlt den Menschen Unterstützung von allen Seiten. (Nicht mit uns! Nicht in unserem Namen!) Die Quelle-Mitarbeiter werden als Ware Arbeitskraft nicht mehr verwertbar sein, sobald die Verramschung der Ware erledigt ist.
Die Internetseite von „Quelle“ konnte anfänglich den Ansturm der Schnäppchenjäger kaum verkraften. Sie stürzten sich wie die Geier auf Aas auf die Restwaren. Dabei sorgen die Lohnabhängigen, für die reibungslose Abwicklung. Als disziplinierte LohnarbeiterInnen verkaufen und versenden sie und als Schnäppchenjäger kaufen sie. Liebe Kolleginnen und Kollegen: Das ist Kapitalismus. Das ist unsere Marktwirtschaft!
Damit ist das Trauerspiel aber noch lange nicht vorbei. Als disziplinierte Lohnabhängige fügen sie sich ihrem Schicksal und geben bis zum letzen Tag ihr Bestes. Sie geben auch ihr Bestes, wenn Ex-Quelle sie auf die Halde der Erwerbslosen aussortiert. Sie melden sich arbeitslos und vertrauen darauf, dass die Konjunktur wieder anspringt. Dafür sind sie auch bereit Opfer zu bringen und würden auch Jobs mit niedrigeren Löhnen annehmen. Obwohl sie es anders wissen, hinterfragen sie nicht lautstark, warum sie dies eigentlich alles tun sollen. Die Hoffnung stirbt im Kapitalismus zum Schluss.
Doch Schluss ist noch lange nicht. Die ehemaligen Quelle-Mitarbeiter werden erleben, dass trotz ihrer Opferbereitschaft, es weder nennenswerte Jobs mit niedrigeren Löhnen gibt, noch Politik und Wirtschaft sich um sie kümmern wird. So werden sie ihre Ansprüche immer weiter herunterschrauben und spätestens dann erleben sie ihre Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Nun folgt die systematische Zerstörung des letzten Funken ihrer Würde. Die Arbeitsagentur wird ihnen immer neue Anstrengungen abverlangen und niemals zulassen, dass auch nur der Gedanke aufkommt, dass ihre Arbeitslosigkeit etwas mit unserem System zu tun hat. Erwerbslosigkeit wird ausschließlich auf individuelles Versagen und – obwohl schon nicht mehr vorhanden - übertriebene Ansprüchlichkeit reduziert. Und entsprechend behandelt man sie. Also müssen sie sich anstrengen und sich zeitweise als gute Sklaven in Form eines Praktikums Arbeitgebern anbieten, die dann doch keine Menschen gegen Bezahlung einstellen wollen. Und spätestens hier nützen Aufschreie nichts mehr. Denn so marginalisiert, hört einem keiner mehr zu. Kolleginnen und Kollegen! die Firmenpleite von Quelle wird zur individuellen Schuld. Und Schuldige werden bestraft.
Diese Menschen haben den Glauben an Parteien und Gewerkschaften schon längst verloren. Sie setzten auf nichts mehr und erleben weitere Bestrafungsaktionen, wie Bewerbungstrainings und sonstige unsinnige Kurse. Gefasst und gar nicht vorbereitet landen sie spätestens in einem Jahr bei Hartz IV oder müssen erst ihr bescheidenes, dem Kapital abgetrotzten Wohlstand verbrauchen. Gebraucht fühlen sie sich nicht mehr und gesellschaftlich werden sie als unqualifiziert und abgehängtes Prekariat stigmatisiert. Sie würden sich in der „sozialen Hängematte“ einrichten. Ein Recht auf Faulheit gäbe es nicht. Und spätestens hier beginnt ein Spießrutenlaufen bisher nicht bekannter Vorstellungen. Es wird die wahre Hölle. Sollte noch ein Funken Würde vorhanden sein, wird diese auch noch genommen. Ähnlich einem Bestrafungslager wird jedes Stück Individualität gebrochen. Dies beginnt mit dem völligen Ausziehen vor einem bisher unbekannten Sachbearbeiter, über demütigenden Befragungen bis hin zum quälenden Abwarten, wann denn endlich der erste Hungerregelsatz kommt. Und als ob das nicht schon genug wäre, kommt es immer häufiger vor, dass man den gesamten Prozess mehrmals durchlaufen muss, weil angeblich schon herbeigebrachte Unterlagen nun doch nicht vorhanden sind. Selbstverständlich liegt die Schuld beim Hartz IV-Empfänger, wie der Mainstream ihn verächtlich bezeichnet.
Es erreichen ihn Schreiben der ARGE mit folgenden Inhalt: „Mit Schreiben vom…. wurden Sie aufgefordert die folgenden Unterlagen einzureichen. Diese liegen bis heute nicht vor. Dadurch sind Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Hiermit gebe ich ihnen Frist die folgenden Unterlagen vorzulegen. Sollten Sie bis zum ….. Ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, werde ich Ihnen die Leistungen ganz versagen“, so oder ähnlich die Schreiben von Behörden. Zielvorgaben der neoliberalen Politik werden so an Mitmenschen ausgelassen. Man fühlt sich nur noch ausgeliefert und traut sich nichts mehr. Man ist froh, wenn man in diesem Bestrafungssystem auf vermeintliche Freundlichkeit trifft, die doch nur da Ziel hat, die Menschen wiederum über den Tisch zu ziehen, indem die nächsten Stufen der Sondermaßnahmen beginnen. Niemals wird deutlich gemacht, was im nächsten Schritt folgt. Angeblich wohlwollende Eingliederungsvereinbarungen entpuppen sich zu einem unerfüllbaren Bumerang oder verlangen weitere entwürdigende Schritte – wohlgemerkt angeblich freiwillig – ab. Verstöße werden gnadenlos mit Geldkürzungen bestraft und sei es bis zum völligen Leistungsentzug. Es ist wie bei Kafka. Man wird angeklagt, ohne dass einem jemals die Anklage mitgeteilt wird. Dennoch fühlt man sich voll schuldig nimmt auch so unsägliche Aussagen hin, dass wir bei Hartz IV die Daumenschrauben anziehen müssen, wie jüngst der Bremer FDP-Politiker, Oliver Möllenstadt forderte. Es geht einzig darum, dass die so Bestraften jede Tätigkeit zu jeder Bedingung und Preis erledigen. Auch die eigenen Kinder werden als Druckmittel eingesetzt, indem man den Kindern systematisch den wachstumsbedingten Ernährungsbedarf und die Teilhabe entzieht. Bildung ist erst gar nicht vorgesehen.
Wer auf muckt, muss mit der ganzen Härte des Systems rechnen. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe es gewagt, meiner ARGE die Datenweitergabe an Arbeitgeber zu untersagen, sofern daraus hervorgeht, dass ich Hartz IV-Leistungen beziehe. Darauf wurden alle Leistungen und Krankenversicherung entzogen. Wenn ich nicht die Unterstützung von vielen beim Erwerbslosen Forum Deutschland gehabt hätte, hätte ich mich wahrscheinlich dem Willen der ARGE gebeugt. Sie hatte damit gelockt, dass ich meine Leistungen sofort wieder bekomme, wenn ich mich diszipliniert verhalte. Es waren 6 Wochen des langen warten, um per Gerichtsbeschluss meinen Willen letztendlich durch zusetzen. Die Behörden müssen nun damit leben, dass ihre Vermittlungstätigkeit erheblich eingeschränkt ist. Dies hat weitgehende Konsequenzen für alle Hartz IV-Behörden und könnte das Aus für die sog. Optionskommunen bedeuten. Doch mehr dazu in einer Pressemitteilung, die wir nächste Woche heraus geben.
Kolleginnen und Kollegen. Das Kapital hat das Ziel erreicht. Schuld an den hohen Staatsausgaben sind im abgehängten und angeblich bildungsfernen Prekariat zu suchen und keineswegs darin, dass das Kapital sich billigst der so entwerteten Ware Arbeitskraft entledigt hat, ohne für dessen Lagerungskosten aufzukommen. Gleichzeitig zeigt man den disziplinierten Lohnabhängigen, wo sie enden können, wenn sie sich nicht dem Diktat des Kapitals unterwerfen.
Hartz IV war richtig, so die NRW-Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft. Ich glaube nicht, dass bei solchen Einstellungen auch nur eine Zusammenarbeit auch nur ansatzweise denkbar ist. Mit ihren Ansichten steht sie für ein derart unmenschliches System.
Kolleginnen und Kollegen, an Hand des Beispiel der Verramschung von Quelle habe ich Szenario aufgezeigt, dass sich tag-täglich für viele Menschen abspielt. Wir wissen nicht, wie viele dieses System nicht überstehen, wir haben in unserer Initiative jedenfalls letztes Jahr einen treuen Mitstreiter verloren, der dieses System und dem Erkennen, dass seine Fähigkeiten nicht mehr gebraucht werden, nicht mehr aushielt und sich für den Freitod entschieden hat. Als ehemaliger Betriebsratsvorsitzender hatte er Gewerkschaften und Politik schon lange verloren. Es fühlte sich im Gegenteil von ihnen verraten, da sie zum einen aktiv am System Agenda 2010 und Hartz IV mitgearbeitet haben und zum anderen Erwerbslose in ihren eigenen Reihen nicht teilhaben lassen. Einzig die Sozialen Bewegungen ermöglichten Teilhabe und Unterstützung und die haben selbst kaum Unterstützung. Es darf deshalb nicht verwundern, wenn 75 Prozent der Erwerbslosen nicht wählen. Und genau diese Teilhabe und Unterstützung ist eine Verpflichtung linker Politik. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass an Stelle der Ausgrenzung der ehemaligen Bundestagsabgeordneten, Elke Reinke, im neuen Bundestags mindestens 20 Elkes sitzen würden. Immerhin sind das Hauptwählerpotential der Linkspartei die Erwerbslosen und die Sozialen Bewegungen als Werbetrommeln und Ideenlieferanten linker Politik.
Gerade aber die Vertreter von Sozialen Bewegungen zeigen, dass Widerstand gegen das System lohnen. Dies erlebe ich in meiner eigenen Arbeit als Vertreter des Erwerbslosen Forum Deutschland und auch als Sozialarbeiter in der Arbeit mit drogenabhängigen Menschen täglich. So habe ich tausende von Bescheiden nachgerechnet und muss feststellen, dass 90 Prozent aller Bescheide falsch sind. Es werden einfach systematisch zustehende Beträge nicht berücksichtigt. Nur als Beispiel konnte ich vor zwei Wochen eine Nachzahlung von über 1000 Euro, bei einer im Methadonprogramm befindlichen alleinerziehenden Mutter durchsetzen. Man hatte ihr seit 2005 monatlich 30 Euro der Versicherungspauschale vorenthalten, die ihr wegen des gezahlten Unterhalts zustand. Alleine hätte sie dies nie wissen können. Und gerade weil hier gezeigt wurde, dass Widerstand Sinn macht, wird ihr dieses Aufschub geben, ihren Widerstand gegen ihre Sucht weiter durch zu ziehen und nicht aus dem Methadonprogramm auszusteigen. Gerade Menschen mit Krankheiten werden abgezockt, weil es praktisch keinen Widerstand gibt. Ein anderes Beispiel war der Versuch der Bundesagentur für Arbeit, ihren Sozialschnüfflern im Sommer ihre Kompetenzen zu erweitern. Ihnen sollte ihnen erlaubt werden, Hartz IV-Bezieher mit Stasimethoden zu observieren und auszuschnüffeln. Damit wären den Sozialschnüfflern Kompetenzen zugebilligt worden, die keine Strafverfolgungsbehörde hat. Wir haben uns sofort an die Öffentlichkeit gewandt und angekündigt, dass wir juristische Schritte prüfen. Tags drauf versuchte die Bundesagentur für Arbeit das Ganze in der Presse zu verharmlosen und als gängige Praxis zu bezeichnen. Erst als wir ankündigten, dass wir am nächsten Tag eine gerichtliche einstweilige Verfügung gegen diese Praxis einreichen würden, wurde die Bundesagentur vom Bundesarbeits- und Sozialministerium zurückgepfiffen und am späten Nachmittag erklärte man öffentlich, dass man auf dieses Instrument verzichten wird. Widerstand lohnt sich also. Und glaubt mir, diese Menschen, die so etwas unmittelbar erleben, fühlen sich nicht mehr marginalisiert und werden am Wahltag keineswegs zu Hause bleiben, weil sie glauben, dass Veränderungen möglich sind und sie dazu beitragen können. So gesehen ist Linke Politik da aktive Zugehen auf Menschen und das konkrete gemeinsame Handeln mit ihnen. Also die kleinen Schritte bringen den Erfolg. Die zahlreichen Zahltage angefangen in Köln haben es bewiesen.
Kolleginnen und Kollegen, wenn Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Zusammenhang mit der missglückten Verramschung von Opel an Magna, GM als Turbokapitalisten bezeichnet, ist er damit keineswegs ein geläuterter Politiker, der nun endlich die hässliche Fratze des „Turbokapitalismus“ in Gestalt der bösen GM entdeckt hat. Er bleibt ein Blender, der auch nicht nur den Hauch eines Ansatzes zeigt, irgendetwas gegen derartige Auswüchse zu unternehmen, da er bedingungslos auf die Regulierung des Marktes und eines vermeintlichen Wachstums setzt. Dabei verkennt er, dass es keine hässliche Fratze des Turbokapitalismus gibt. Das Kapital hat sich so verhalten, wie es sich verhalten muss. Das Kapital hat weder eine soziale Aufgabe, noch kann man GM Verfehlungen und Betrug vorwerfen. GM hat sich im Sinne des Kapitals perfekt verhalten und unterscheidet sich nicht von Magna. Es geht einzig um die Verwertbarkeit und keineswegs um Soziales. Sobald die Verwertbarkeit sich nicht mehr lohnt, werden diese Teile vernichtet und somit auch Arbeitsplätze. Die Finanzkrise ist letztendlich auch nichts anderes, nur das sich hier das Kapital nicht mehr verwerten ließ, und es deshalb zum Teil vernichtet werden musste.
Wenn es Rüttgers wirklich ernst wäre, hätte er schon lange beweisen können und bei großzügig gewährten Bürgschaften auf Beteiligung und Mitsprache durch das Land NRW dringen können. Geldgeschenke an Unternehmen werden großzügig verteilt. Die Zeche zahlen müssen die BrügerInnen und erst recht bei den Ärmsten der Armen. Lieber die Kosten der Unterkunft senken, soziale Wohnraum vernichten, als auf großzügige Geschenke an Unternehmen verzichten. Von daher kann es nur richtig sein, wenn die Linke NRW einen radikalen Systemwechsel fordert und die Rekommunalisierung von Energie- und Versorgungsunternehmen fordert. Wir haben alle noch das Beispiel der Telekom im Auge, wie Millionen von Menschen mit dem Verkauf von Aktien abgezockt wurden, während die Telekom massiv Arbeitsplätze auf Kosten der BürgeriInnen abgebaut hat, Arbeitnehmer- und Datenrechte mit den Füßen tritt. Schon längst bestimmt die Telekom die Entwicklung und benötigt die Politik allenfalls zum Abnicken.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist eine berechtigte Forderung, dass sich die LINKE-NRW schwerpunktmäßig um ausgegrenzte Menschen kümmert, sie teilhaben lässt. Erst Recht muss sich dies auch in der Besetzung des Landtages zeigen. Das Wahlkampfprogramm der Linken-NRW bietet die Chance, dass linke Politik endlich mit herkömmlichen Mustern aufräumt, wo vermeintliche Experten Politik für Betroffene machen, ohne sie auf Augenhöhe zu beteiligen. Und dies geht nur, wenn ihnen nicht nur Alibiplätze in einer neuen Landtagsfraktion eingeräumt werden, sondern muss sich in zahlenmäßig eindeutig auch in Mandaten ausdrücken. Damit wird ein Stück der verlorenen Würde wieder hergestellt und das hat enorme Mobilisierungskraft, die für einen radikalen Systemwechsel nötig ist. Linke Politik muss dafür sorgen, dass ihre größte Wählergruppe durch ihre eignen Menschen vertreten wird und sie nicht in der Manier von Sabine Christiansen mal am Katzentisch eingeladen werden.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich sehe mit dem vorliegenden Wahlprogramm der Linke NRW eine große Chance endlich linke Politik mit einer Vision jenseits des Kapitalismus umsetzen zu können. Deshalb habt Ihr meine Unterstützung und freue mich den bevorstehenden Wahlkampf.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 09.11.2009, 16:53   #55
Kaleika
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag



Viel Kraft und Erfolg wünsche ich Dir, lieber Martin!!!

Kaleika
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Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 09.11.2009, 17:17   #56
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

hallole lieber martin,

ich hoffe das du dort etwas noch größeres bewirken kannst. so wie du wird keiner gehört werden. das ELO hat mit dir mehr bewirkt als alle sozialverbände und gewerkschaften zusammen.

ich bin zwar nicht aus NRW aber ich wähle dich trotzdem im bundestag dann.

liebe grüße von barbara
 
Alt 09.11.2009, 17:30   #57
elena
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

auch aus Hessen ein sympolisches
kenne noch ein paar Leutchen aus NRW und werde versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten
lG
 
Alt 09.11.2009, 17:50   #58
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Der Aussage von Martin, dass der Bundestag 20 Elke Reinkes braucht, stimme ich vollumfänglich zu. Für sein Engagement, sowohl hier im Forum, als auch, -hoffentlich-, zukünftig im Landtag, danke ich ihm.

Ich würde mir wünschen, dass vielmehr Betroffene einen solchen Schritt wagen und sich, gerade auch wegen ihrer Situation, politisch engagieren.

Den neoliberalen Altparteien muss ein soziales Gegengewicht gegenüberstehen, denn sonst ufert deren Politik weiter aus und die Menschen werden gnadenlos ausgenutzt und ausgebeutet. Soziale Unruhen müssen dringend her, um den hemmungslosen Sozialabbau Einhalt zu gebieten. Es müssen die Krisenverursacher sein, welche die Kosten der Krise zu tragen haben. Die soziale Gerechtigkeit muss insgesamt wiederhergestellt werden. Das geht nur mit einer starken Linken und Menschen, die den ganzen HartzIV-Apparat aus eigener Erfahrung kennen.
 
Alt 09.11.2009, 18:12   #59
Ghettoma->Emailproblem
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Ghettoma
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Teile die virtuelle Begeisterung hier überhaupt nicht, sondern sehe damit vor allem Probleme auf die tatsächlich noch sozial Bewegten, also die, die wirklich ihren Körper und Geist noch zu Aktionen, z.B. Zahltag!, hinbewegen, zukommen.

Auch für's Elo-Forum halte ich es eher für schlecht.
Ghettoma ist offline  
Alt 09.11.2009, 18:56   #60
Banquo
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Liebe Leute,

geht bitte nicht davon aus, dass ich schon jetzt gewählt bin. Dies passiert erst in 2 Wochen und da hängt es davon ab, ob es der Linkspartei dann wirklich ernst ist, indem sie immer wieder die Sozialen Bewegungen hervorheben und das ohne sie nichts ging.
Ich drücke dir die Daumen, daß es klappt. Dein Redetext hat mir schonmal sehr gut gefallen.

Martin in den Landtag! Dieses Mal haben wir auch bei der Landtagswahl NRW Erst- und Zweistimme, wie bei den Bundestagswahlen.
Banquo ist offline  
Alt 09.11.2009, 19:35   #61
Arania->Emailproblem
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Als Kandidat auf einen aussichtsreichen Listenplatz aufgestellt zu werden, ist schwieriger als dann schlussendlich gewählt zu werden

Ausserdem wundert mich der Sinneswandel schon etwas, aber das ist meine persönliche Meinung

Die Leute in der Partei, die seit Jahren auf einen Listenplatz warten , werden weniger begeistert sein
Arania ist offline  
Alt 09.11.2009, 20:01   #62
Rounddancer
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Liebe Arania, "seit Jahren"?

Geht ja gar nicht,- denn Die Linke. gibts erst seit etwas mehr als zwei Jahren. Und in der Zeit war seither noch keine Landtagswahl in NRW,- die Legislaturperiode da ist m.W. fünf Jahre (vielleicht auch vier, aber keinesfalls weniger).

In der Tat ist es aber wichtig, nicht ohne vorherige Absprachen bei einem Wahlparteitag zu kandidieren,- man tut gut, beim Wahlparteitag eine möglichst hohe Zahl Delegierter bereits im Vorfeld auf die eigene Kandidatur angesprochen zu haben.

Denn es nutzt nichts, wenn man, wie das mir einmal nach einer Kandidatenwahl (bei der CDU) ging, nach der Wahl von Parteifreunden gesagt bekommt: "Wenn wir gewußt hätten, daß Sie kandidieren, hätten wir Sie gewählt!"

Auch darum begrüße ich es, daß Martin bereits jetzt, im Vorfeld des Wahlparteitags in NRW sein Visier geöffnet hat
Rounddancer ist offline  
Alt 09.11.2009, 20:03   #63
Arania->Emailproblem
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Für die Leute die seit 2 Jahren warten, sind es trotzdem Jahre, wir müssen jetzt hier nicht pfennigfuchsen, wir beide müssen uns doch nichts vormachen , oder?
Auch dieses: Ach ich hätte Dich ja gewählt, aber, diese Ausreden sollten wir als das sehen, was sie sind, Ausreden
Arania ist offline  
Alt 09.11.2009, 20:11   #64
Rounddancer
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Ja, das ist möglich. Allerdings ist ja zu erwarten, daß die Bundesführung ihren Einfluß dazu tun wird, daß statt der superlinken Extreme, die kein billig und gerecht denkender, wenn auch sozial eingestellter Mensch unterstützen wird, dann doch z.B. mit Martin jemand gefördert würde,- der bei wichtigen Zielgruppen und öffentlich bekannt, aber nicht so superlinks ist, sondern von der Praxis herkommt.

Ich drücke Martin die Daumen für den Wahlparteitag.
Rounddancer ist offline  
Alt 09.11.2009, 21:16   #65
blinky
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Hallo Martin,


ich wünsche für deine Kandidatur und deinen Wahlkampf viel erfolg.
Leider komme ich aus Niedersachsen, so das ich Dir meine Stimme leider nicht geben kann.

Ich hoffe Du bleibst uns, wenn Du es in den Landtag schaffen solltest weiterhin erhalten.


Blinky
blinky ist offline  
Alt 10.11.2009, 21:47   #66
VerBisUser
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Zitat von dr.byrd Beitrag anzeigen
Aha, Du scheinst ja ein Kenner der Szene zu sein.


Übel sind nicht alleine die Sanktionen.... Frag mal nach dem Menschenbild der SBs dort...
__

"Freiheit ist immer auch Freiheit des anders Denkenden."
Rosa Luxemburg


Wachsamkeit ist Grundlage für die Kritik der reinen Vernunft.

Verschont mich bitte vor Pauschalverurteilungen.
Alle "ARGE-Mitarbeiter" sind inkompetent und unmenschlich ist genau so falsch wie die Behauptung: Alle Elo´s sind arbeitsscheue Schmarotzer.
VerBisUser ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:14   #67
VerBisUser
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Daumen runter AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Also, ich finde es befremdlich, für die SED äh PDS äh WASG äh DieLinke zu kandidieren.
Martin kandidiert für eine Partei, die Rechtsnachfolgerin einer menschenverachtenden Partei (SED) ist, die "Arbeitsscheue" bzw. "Arbeitslose" (vgl. Strafgesetzbuch der ehemaligen Täterä) zur Zwangsarbeit genötigt hat, mißliebige Bürger schikaniert, gefoltert, getötet hat, die 16 Millionen das Demonstrationsrecht verweigert hat, die Selbstschußanlagen montieren ließ, die verbrüdert mit Schergen wie der KP von Nord-Korea war, die zwei Millionäre an der Spitze hat, die Wasser predigen, Wein saufen, sich aus der politischen Verantwortung stahlen (Lafontaine als Finanzminister im Bund, Gysi als Wirtschaftsminister in Berlin) als klar wurde, dass sie erhebliche Verantwortung schultern müssen, die noch immer nicht Mauerschützen, Gefängniswärter, Stasi-Spitzel restlos ausgeschlossen hat, die auf Landesebene Hartz4 mitträgt ..... und die in den Bundesländern, in denen sie keine Chance hat, Regierungspartei zu werden, alles mitnimmt was sie bekommen kann (an Stimmvieh) und alles verspricht, um an dieses Stimmvieh zu kommen, sorry: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte (frei nach Tucholsky oder so).
Habe die Mauer selbst erlebt, durfte Verwandte nicht sehen, habe einen Freund gebrochen aus Bautzen kommen sehen - und die Partei, die die Rechtsnachfolge dieser Terrorstaatspartei angetreten hat, soll wählbar sein? Und ausgerechnet diese Rattenfänger sollen die Interessen der Sozialschwachen und Elo´s wahrnehmen?
Das ist doch lächerlich!

Wenns Geld bringen würde, wäre die Linken die größten AGH-Träger, die größten Bildungsanbieter.


Schafe, wählt Euren Schlachter selbst und fordert ihn zum Handeln auf- wenn er denn rechtzeitig vom Edelitaliener zurückkehrt bzw. sein Flieger aus Brüssel noch bekommt, um seines Amtes zu walten.

Dann wähle ich doch lieber die Gebrüder Grimm oder Alfred E. Neumann.

Dies war polemisch - zugegeben.
Aber ich frage mich wirklich, wie *** man sein muß, um das Kalkül der Linken nicht zu kapieren.
__

"Freiheit ist immer auch Freiheit des anders Denkenden."
Rosa Luxemburg


Wachsamkeit ist Grundlage für die Kritik der reinen Vernunft.

Verschont mich bitte vor Pauschalverurteilungen.
Alle "ARGE-Mitarbeiter" sind inkompetent und unmenschlich ist genau so falsch wie die Behauptung: Alle Elo´s sind arbeitsscheue Schmarotzer.
VerBisUser ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:23   #68
Stinkstiefel
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Stinkstiefel
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Na klar, alle Wessis sind an der DDR schuld und haben die Verbrechen mitgetragen.

Gruß vom Wessi-Linken

(Einen Satz habe ich wieder gelöscht)
Stinkstiefel ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:35   #69
galigula
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Gewagte Worte für jemand,der vom momentanen Unrechtssystem profitiert.
Die Punkte,die du hier ansprichst,Verbis,sind doch im Moment präsent,Zwangsarbeit,mangelndes Demonstrationsrecht,systematische Schikanierung der Bürger,haben wir doch alles schon,eingebrockt von SPD,Grüne und CDU.
galigula ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:36   #70
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Lieber VerBis!
Ich bin im vergangenen Jahr bei DieLinke eingetreten, weil ich denke, daß dort vieles im Argen liegt (schlechte Wortwahl)... also verbesserungswürdig ist.
Ich bin in Spandau geboren, aufgewachsen und habe die meiste Zeit hier gelebt.
Das war früher West-Berlin, also habe ich niemals jemanden gefoltert, eingesperrt und schon gar nicht erschossen.
Das gilt für alle anderen Spandauer genauso die Mitglied im BV sind.
Lediglich 3 davon sind ehemalige "Ossis", weil nämlich West-Staaken im Osten lag und wieder eingegliedert wurden.
2 Davon sind Alt-Kommunisten die das KZ überlebt hatten eine war in den 50er Jahren in die TäTäRä gegangen, weil sie hier als alleinerziehende Mutter keine Alternative hatte.
Für die 3 verbürge ich mich
Das gleiche gilt für die übrigen West-Bezirke und den größten Teil des ehem. West-Deutschlands.
Schizophren finde ich, daß eine ehemalige FDJ-Sekretärin eines der höchsten deutschen Ämter übernehmen konnte und dort nicht eine zumindest ähnliche Diskussion geführt wird......
Die Blockflötenparteien haben diesen Unrechts-Staat genauso gestützt und genausoviel Dreck am Stecken wie die ehemalige SED, mit der ich nix zu tun habe oder zu tun hätte haben wollen.

Wie wir alle wissen, sind die meisten Braunen damals bei der CDU untergekommen....
Wir alle entsinnen uns sicher noch an die Reden anläßlich des Todes des ach so ehrenwerten Herrn Filbingers

Kurios finde ich, daß Du hier das tust, was Du Dir für Dich persönlich in Deiner Signatur verbittest.

Es gibt wohl keine seriöse Untersuchung darüber, in welchen Parteien sich die meisten ehemaligen Würdenträger der TäTäRä befinden???
Ich gehe jede Wette ein, daß DieLinke da nicht auf Platz 1 liegt
__

Grüße aus Bärlin
500 - 30 - 10 netto....... Hartz IV muß weg !

Die Reichen sind so unersättlich, die wollen alles besitzen, sogar die Armut!
Don`t dream it - be it !
Der beste Weg, einen schlechten Vorschlag vom Tisch zu fegen, besteht darin, einen Besseren zu machen !
Hier gibt`s nur Erfahrungsaustausch, keine Rechtsberatung !
Drueckebergerin ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:38   #71
blinky
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Für mich sind die Linken z.Zt. die einzig wählbare Partei ab Landtagswahlen aufwärts.

1. brauchen die etablierten Parteien einen Denkzettel.
2. scheint die Linke die einzige Partei zu sein, die sich für die kleinen Leute einsetzen wollen.
blinky ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:40   #72
Rounddancer
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

VerbisUser, Du wolltest doch schweigen.

DieLinke. ist eine neue, als solche erst Mitte 2007 gegründete Partei. Und wir Wessis haben mit der SED nichts zu tun,- und von den Ost-Mitgliedern von Die Linke. sind viele heute weniger als 38 Jahre alt, das heißt, sie hatten noch gar keine Chance in der SED, gar noch aktiv zu sein.

Verdammt, fall doch nicht Du auch noch auf die Parolen der Springerpresse, der Bertelsmann-Stiftung, und der die die "DDR" genauso wie die SED staatstragenden Blockparteien aufschluckenden Parteien CDU und FDP herein. Dabei haben die doch mindestens genausoviel Dreck, genausoviele IM's und Stasi-Mitarbeiter am Stecken wie die Leute, die von der SED in die PdS mitgingen. Nur: Die Blockpartei-Mitglieder und ihr Umfeld wurde klaglos in den Stammparteien angenommen,- und eine solche, deren Geschichte auch im Hinblick auf den Fall Havemann bis heute nebulös ist, eine solche, die in der "DDR" FdJ-Sekretärin für Agitation und Propagande war, haben sie sogar zur Bundeskanzlerin resozialisiert.

Hier geht es darum, daß der Westdeutsche aktive Erwerbslose Martin Behrsing auf Liste und Wahlkreiskandidatur von Die Linke. in den Landtag von NRW möchte.

Und daß er dazu erstmal sich um die Kandidatur beim Parteitag in knapp zwei Wochen bewerben wird, dazu möglichst viele Stimmen der Delegierten auf seiner Seite haben muß.

Die Salami- oder Umsturztaktik, die Vorredner hier anregten, bringt in dem Fall leider nichts,- denn beide Taktiken benötigen Zeit und gute Vorbereitung,- da muß alles schon stehen, bevor die Delegierten zum Wahlparteitag gewählt werden. Doch diese Delegierten stehen m.W. schon länger fest.

Also: Respektieren wir doch Martins Wunsch zu kandidieren,- immerhin ist er einer von uns, immerhin ist er eine wichtige Stimme für uns Hartz IV-Opfer. Und, lieber VerbisUser, immerhin ist er der erste, der sich öffentlich denen, die Dich per PN beleidigten, bedrohten, und hier mobbten, entgegenstellte und zur Entschuldigung aufrief.

Das sage ich im Namen Jesus Christus. Amen.
Rounddancer ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:41   #73
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Bestagers
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Hallo Martin,

wünsche ebenfalls viel Glück und Erfolg.

Alles Gute


Da ich aus Hessen komme - hilft dir meine Stimme leider nicht.
Bestagers ist offline  
Alt 10.11.2009, 22:51   #74
RudiRatlos
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Cool AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Also, ich finde es befremdlich, für die SED äh PDS äh WASG äh DieLinke zu kandidieren.
Martin kandidiert für eine Partei, die Rechtsnachfolgerin einer menschenverachtenden Partei (SED) ist,...
Sorry, aber dieses dumme Geschwafel erinnert mich an einem anderen User... Die meisten SEDler wurden in anderen Parteien aufgenommen. die "Arbeitsscheue" bzw. "Arbeitslose" (vgl. Strafgesetzbuch der ehemaligen Täterä) zur Zwangsarbeit genötigt hat, mißliebige Bürger schikaniert, gefoltert, getötet hat, die 16 Millionen das Demonstrationsrecht verweigert hat, die Selbstschußanlagen montieren ließ,...
Hey du Mauerspecht, das ist Schnee von gestern. Aber vielleicht bist du ein ewig Gestriger. Dann hast du aber auch nichts in einer Verwaltung oder in einem Amt verloren. (arbeitsmäßig)
Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte (frei nach Tucholsky oder so).
Geht mir auch so, wenn ich dein Blödsinn hier lese.
Das Einzige was du kannst, ...schöne lange Spachtelsätze schreiben. Nur der Inhalt ist völliger Müll.
Sorry Leute, ich habe mit Absicht nicht den ganzen Mist zitiert.
So langsam glaube ich nicht mehr, dass VerBisUser der ist, für den er sich ausgibt. (Zweitnick eines "alten Bekannten")

Hi Martin,
ich drücke dir natürlich auch die
__

Einen ratlosen Gruß
aus dem "kühlen" Norden...


Merkel & Co... alle in einen Sack stecken und mit nem Knüppel draufhauen. Man trifft immer den Richtigen.




RudiRatlos ist offline  
Alt 10.11.2009, 23:09   #75
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dr.byrd dr.byrd
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Standard AW: Martin Behrsing will in den Landtag

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Übel sind nicht alleine die Sanktionen.... Frag mal nach dem Menschenbild der SBs dort...

Also ehrlich Verbisuser, dass ist doch keine seriöse Aussage. Das ist doch lediglich spekulativer Nebel, den Du hier verbreitest.

Wenn Du Dich in Berlin so gut auskennst, wie Du behauptest, müsstest Du eigentlich wissen, dass Arbeitsbezirk und Wohnbezirk bei uns hier nur sehr selten identisch sind. - d. h. In Pankow arbeiten nur wenige SBs, die auch aus dem Osten kommen.

Komm erst mal mit Dir und Deinem Menschenbild klar, bevor Du hier über Andere urteilst.
__


Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.



dr.byrd ist offline  
 

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