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Alt 26.11.2007, 11:07   #76
Irisanna->Emailproblem
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Irisanna
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@andine

Zuerst: ich bin KEINE Mitarbeiterin beim JuA (wäre es aber gerne;-))- ich schreibe gerade meine Diplomarbeit.

Nein, ich habe nicht geschrieben, die Nachbarn seien Schuld, weil sie nicht die Polizei informiert haben. Ich habe geschrieben, dass diejenigen, die mitbekommen haben, dass dort Schlimmes passiert und daraufhin das JuA informiert haben, ganz vielleicht (!) eine kleine Mitschuld tragen, weil sie die Verantwortung, welche sich aus dem Wissen über die Missstände ergibt, einfach abgegeben haben und offensichtlich nicht dran geblieben sind.

Wie dem auch sei, ich bin wie du der Meinung, dass es ein engeres Netz geben muss, um Kinder vor solchen Eltern zu schützen. Ich persönlich finde es schon verdächtig, wenn ein Kind keine Einrichtung wie KiGa oder ähnliches besucht und auch ich bin der Meinung, dass Kindergeld, Elterngeld und Kinderzuschuss an die Verpflichtung gekoppelt sein müssen, dem Kind auch gerecht zu werden.

Ist es tatsächlich so, dass arbeitslosen Eltern der KiGa-Aufenthalt ihrer Kinder nicht finanziert wird?
__

Ein Verbrechen hört dadurch, dass es zum Gesetz erhoben wird, nicht auf, ein Verbrechen zu sein.
(Oskar Loerke, Tagebücher)
Irisanna ist offline  
Alt 26.11.2007, 12:06   #77
Liebe Tweety->Emailproblem
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Liebe Tweety
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Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
Ich bin auch Mutter zweier Kinder und ebenso bestürzt wie alle hier- es ist einfach nur entsetzlich. Die durch den Hunger ausgelösten Schmerzen und die emotionale Vernachlässigung des Kindes mag ich mir gar nicht vorstellen.... Vernachlässigung liegt m.E. übrigens auch vor, wenn ich mein Kind so ernähre, dass es adipös, sprich: fettleibig wird.

Im ersten Teil gebe ich dir Recht, aber adipös hat auch ganz andere Ursachen. Meine Tochter ist auch adipös und ist zum 2* jetzt zur Kur. Bin wo sie Klein war auch zu Ärzten gegangen. Nebenbei gesagt ich weiß auch das mehrere in der Familie so verlangt sind und wir die Ursachen schon seit mehreren Generationen suchen. Essen tun wir normal, so normal das ich auch ein gertenschlanken Sohn habe der sogar starkes Untergewicht hat, denn 27 kg ist schon was bei 176 cm und 49 kg Gewicht. Und mein anderer Sohn bringt heute das mehr auf der Waage was den anderen fehlt, der ist 180 cm mit 100kg. Übrigens kochen tu ich ganz normal und unter Garantie hat jeder das gleiche auf den Teller bekommen. Aber man kann halt gute Töne spucken wenn man selber ganz normal gebaut ist. Übrigens meine Mutter hat auch nichts falsch gemacht, aber ich habe auch mit den Problem zu kämpfen.

Als angehende Sozialarbeiterin/-pädagogin bin ich mit der Arbeitsweise der Jugendämter und der rechtlichen Lage vertraut. So weit bekannt ist, wurde das Jugendamt auf das Kind aufmerksam gemacht. Die Eltern haben das Jugendamt aufgesucht, mit ihrem 2. Kind, einem Säugling. Die kleine Lea-Sophie stellten sie dem Jugendamt nicht vor.
Das Jugendamt hat KEINE rechtliche Grundlage, um die Eltern dazu zu zwingen, die JugendamtmitarbeiterInnen in ihre Wohnung zu lassen. Es gibt auch keine gesetzliche Grundlage, die das Jugendamt berechtigt, ein Kind in Augenschein zu nehmen. Ein Hinweis von Nachbarn/Bekannten o.ä. ist NICHT ausreichend! Es wäre ein Hausdurchsuchungsbefehl notwendig gewesen, diesen hätte jedoch kein Richter in D ausgestellt, wenn lediglich ein Nachbar/Bekannter die Familie beim Jugendamt gemeldet hat.

Ja und das war ja nun auch der totale Fehler, da sich mehrere über 1 Jahr schon bemühten. Es fällt schon auf , wenn man eine Mutter nur immer mit einen Kind sieht.

Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Hinz und Kunz, die jemanden nicht mögen, durch bloße Unterstellung eine richterlich angeordnete Hausdurchsuchung, einen Eingriff in die Privatsphäre der Familie einleiten können. Dass es sich in diesem Fall tatsächlich um eine für das Kind lebensbedrohliche Situation gehandelt hat, konnte niemand wissen. Vermutungen sind nicht ausreichend, um intervenieren zu können.

Was ist oder was war das letzte von Berlin? Recht oder Unrecht mal ausgeklammert aber hier waren AnExkrementr auch am Werk. Ich sage mit Sicherheit nicht es ist falsch die Kinder aus der Wohnung zu nehmen, denn ich hätte hier genauso gehandelt. Aber hier hätte auch Hilfe rein gehört wenn ich weiß das sind schon 2 Kinder weg. Aber was man macht kann auch verkehrt sein. Von Oben herrab kann ich keinen Fall behandeln. Sehen fühlen kannman auch viel, muss eben alles im richtigen Rhytmus laufen. man kann nicht erwarten das der nächste die Gabe hat.

Verantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens sind die Eltern und ganz vielleicht moralisch noch die Person(en), die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben- jedoch nicht die MitarbeiterInnen der Behörde. Sie haben das getan, was ihnen möglich war. Die Eltern sind nicht einmal dazu verpflichtet gewesen, auf die Anfrage des JugA zu reagieren!
Verantwortlich ist vielleicht auch noch der Staat, der die Ausgaben für Soziales soweit herunter schraubt, dass u.a. JuA- MitarbeiterInnen durch absolute Überarbeitung, zu viele "Fälle" usw. gar nicht mehr die Chance haben, sich adäquat mit jedem "Fall" zu befassen.

Bessere Aufteilung des Geldes wäre auch von Nöten. Ein Heimplatz kostet 3.800,- €. Pfegepersonen haben auch 750,- € für ein Kind zur Verfügung. Was haben Eltern zur Verfügung? Der Vater und Opa war da gewesen und hat sich Sorgen gemacht schon vor einen Jahr. also genug Zeit zu handeln. Bei einen Jahr kann man nicht sagen der Weg ist zu lang.
Wenn ich mich entschließe mich zu kümmern als Jugendamt muss ich kein Jahr verstreichen lassen.

Ich finde es schade, dass hier mancher doch wieder auf dem kleinen Mann, nämlich den MitarbeiterInnen im JuA herum hackt, statt zu sehen, dass auch diese Menschen über das Geschehene vollkommen verzweifelt sind. Sie sind jedoch nicht die Ursache dieses entsetzlichen Todes. Die alleinige Schuld tragen die widerwärtigen Eltern- nicht der/die Stadtangestellte, dem aufgrund mangelnder rechtlicher Möglichkeiten die Hände zum Handeln gebunden sind.
Ich sehe auch das das Jugendamt es heute nicht leicht hat, aber von Widerwärtigkeit zu sprechen ist auch keine Lösung. Das ist heute das Problem Jeder versucht es weit weg zu schieben. Mit Ursachenforschung kommen wir nicht weiter, derweile stirbt das nächste Kind.
Liebe Tweety ist offline  
Alt 26.11.2007, 12:35   #78
Liebe Tweety->Emailproblem
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Liebe Tweety
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Zitat von ofra Beitrag anzeigen
ich persönlich wäre auch gefährdet. daher überlege ich mir auch aus diesem grund, ein kind zu bekommen. ich habe die sorge, dass ich die fehler meiner eltern auf meine kinder übertragen würde, ohne es zu merken.
vieles ist einem ja oft nicht bewusst. das merkt man erst hinterher.
so einfach abhaken kann man die eigenen kindheits-erlebnisse nicht. ich hab meine noch lange nicht verarbeitet. ich hab sie immer verdrängt. erst jetzt, wo ich so einen lieben mann habe, der mir sogar die elternliebe ersetzt, die ich nie bekommen hab, jetzt bricht das langsam aus mir heraus.
wir reden viel darüber. mein mann ist ein guter und verständnisvoller zuhörer. er hat selber eine recht glückliche kindheit gehabt und kann über manches, was ich erlebt habe, nur den kopf schütteln.
er bestätigt mir auch, dass nicht ich die schuldige bin (wie mir jahrelang eingeredet wurde), sondern dass meine eltern massiv gestört waren und sind.
ich war als kind auch mal kurz davor, selbst zum jugendamt zu gehen, aber aus angst vor der rache meiner eltern hab ich mich nicht getraut.
heute denke ich, wievielen kindern es wohl ähnlich gehen mag? die aus angst nicht den mut haben, sich zu melden.
Zu erkennen was schief gelaufen ist in der eigenen Kindheit ist auch für die Zukunft sehr wichtig. Zu einer stabilen Beziehung gehört auch ein Kind. Du wärst auf den besten Wege, wenn du in diese Zukunft schauen willst.
Liebe Tweety ist offline  
Alt 26.11.2007, 12:37   #79
andine
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Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
Ist es tatsächlich so, dass arbeitslosen Eltern der KiGa-Aufenthalt ihrer Kinder nicht finanziert wird?
Ja, das ist so. Es sei denn, die Arge hat eine Maßnahme, dann müssen sie es finanzieren. Aber bevor keine Arbeit da ist, gibts dafür kein Geld. Ist toll, nicht wahr. Wie soll ich dem Arbeitgeber beibringen, dass ich ohne Arbeit keine Betreuung bekomme, der klatscht sich an die Stirn.
Ich kenne hier einige Frauen, deren Kinder haben noch nie einen Kindergarten von innen gesehen, wird meine vielleicht auch nie sehen.

Zitat:
Zuerst: ich bin KEINE Mitarbeiterin beim JuA (wäre es aber gerne;-))- ich schreibe gerade meine Diplomarbeit.
War eine Verwechslung, sorry.

Zitat:
Nein, ich habe nicht geschrieben, die Nachbarn seien Schuld, weil sie nicht die Polizei informiert haben. Ich habe geschrieben, dass diejenigen, die mitbekommen haben, dass dort Schlimmes passiert und daraufhin das JuA informiert haben, ganz vielleicht (!) eine kleine Mitschuld tragen, weil sie die Verantwortung, welche sich aus dem Wissen über die Missstände ergibt, einfach abgegeben haben und offensichtlich nicht dran geblieben sind.
Was hätten sie denn noch tun können? Sie haben darauf vertraut, dass das Jugendamt sich um das Weitere kümmert.
Dieses Vertrauen ist aber enttäuscht worden.
Wir können froh sein, wenn jetzt überhaupt noch jemand etwas meldet, denn das ist keine Garantie, dass sich jemand kümmert.
Leider haben diese Eltern das Jugendamt an der Nase herum geführt, das konnte niemand von den Nachbarn wissen und Nachbarn können bestimmt auch nicht einfach zum Jugendamt spazieren oder anrufen, um sich über den Verlauf der Dinge zu informieren. Oder?
 
Alt 26.11.2007, 14:02   #80
Jenie
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Jenie
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Warum die Schuldfrage???

Wieso sucht ihr nach gründen??? Das kann man sich echt sparen....

Das sind die folgen von der Politik und Weltwirtschaftskrise...

Das schreibt die Linke dazu und so ist es ...

Es wird nicht besser werden sondern schlimmer und noch mehr opfer wird es geben so einfach ist das. Leider traurig aber harte Wahrheit.



Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

26.11.2007, Diana Golze

Wer eben noch die Mittel für Kinder- und Jugendhilfen gekürzt hat, sollte zum Kinderschutz lieber schweigen

Zur aktuellen Debatte über Kinderschutz erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze:

Dass die gleichen Politiker, die die Lebensbedingungen von Kindern und Familien durch ihre Politik des Sozialabbaus dramatisch verschlechtert haben, die eben noch die Mittel für Jugendämter und Kinderhilfen gekürzt haben, sich jetzt als "Retter" des Familien- und Kinderwohls inszenieren, ist eine Frechheit. In Wirklichkeit sind sie mitverantwortlich für Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen.

Und dass ihnen jetzt nichts anderes einfällt, als Strafmaßnahmen gegen Familien, ist bezeichnend. Es ist schon Besorgnis erregend, wie die Bundesregierung die Augen vor den Folgen ihrer eigenen Politik verschließt. Die eigentlich naheliegende Frage, warum gerade seit Hartz IV und Agenda 2010 Familien vielfach überfordert sind vom alltäglichen Überlebenskampf, stellt sie sich aus gutem Grund nicht.

DIE LINKE will zuerst das Kindeswohl schützen. Deshalb fordern wir die Rücknahme der Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Zu einem besseren Kinder- und Jugendschutz gehören mehr Mittel für niedrigschwellige Jugend- und Familienhilfen, eine Kindergrundsicherung, die sozial benachteiligte Kinder aus der Armut befreit, ein Rechtsanspruch auf gebührenfreie Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen mit Bildungschancen für alle.

DIE LINKE setzt sich auch weiterhin ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Familien. Die Parteien, denen das "zu teuer" ist, sollten endlich begreifen, dass Kinder- und Familienhilfen wesentlich "preiswerter" sind als Gewalt, Kriminalität, Polizei und Gefängnisse.
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 26.11.2007, 20:38   #81
Woodruff
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Zitat:
Lea-Sophie: Amt war informiert

Die Großeltern der verhungerten Lea-Sophie haben sich zweimal um Hilfe für das Kind bemüht. Weil sie die Polizei nicht einschalten wollten, geschah nichts.

SCHWERIN Wegen des Tods der fünfjährigen Lea-Sophie gerät das Schweriner Jugendamt unter Druck. Die Großeltern des verhungerten Mädchens, Gertrud und Norbert G., teilten mit, sie hätten sich bereits im November 2006 an das Amt gewandt, als sie gemerkt hätten, dass ihre Tochter mit der Erziehung überfordert gewesen sei. Sie hätten sich um eine Familienhilfe und einen Kita-Platz für Lea-Sophie bemüht, sagten sie der "Bild am Sonntag".

In diesem Sommer - der Kontakt zur Tochter war abgebrochen - hätten sie das Amt noch einmal kontaktiert. Sie seien dort gefragt worden, ob das Wohl des Mädchens gefährdet sei, berichtet der Großvater. In solch einem Fall würde die Polizei eingeschaltet, habe ihm der Sachbearbeiter gesagt. "Ich wollte aber keine Gewalt, sondern nur deutlich machen, dass Nicole und Stefan Hilfe bei der Erziehung bräuchten."
Hier geht's weiter: http://www.suedwest-aktiv.de/landund...76d635604cccad
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"Klar, wenn du schon auf der Titanic fährst, dann stellst du am besten Hein Blöd ans Steuer!" (Bernd Stromberg)
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Alt 26.11.2007, 20:53   #82
Woodruff
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Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
Als angehende Sozialarbeiterin/-pädagogin bin ich mit der Arbeitsweise der Jugendämter und der rechtlichen Lage vertraut. So weit bekannt ist, wurde das Jugendamt auf das Kind aufmerksam gemacht. Die Eltern haben das Jugendamt aufgesucht, mit ihrem 2. Kind, einem Säugling. Die kleine Lea-Sophie stellten sie dem Jugendamt nicht vor.
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Das war auch mir nicht bekannt.

Allerdings bin ich der Meinung, dass bei dem Sozialarbeiter die Alarmglocken hätten klingeln sollen, als ihm Lea-Sophie nicht vorgestellt wurde. Wenn ich den gesamten Vorgang richtig verstanden habe, hat der Sozialarbeiter die Familie zwei Wochen vor Lea-Sophies Tod besucht. Aus den Informationen, die wir aus den Medien haben, geht nicht hervor, dass er in diesen zwei Wochen in der Sache noch etwas unternommen hätte, z.B. die Familie erneut zu besuchen oder ggfs. sogar die Polizei einzuschalten.

Die Familie einmal zu besuchen, wobei er das Mädchen das Mädchen nicht einmal zu Gesicht bekam und dann guten Gewissens wieder ins Amt zurückzufahren und die Sache damit abzuhaken - das kann es ja wohl nicht sein. Zumal wir jetzt ja wissen, dass das Jugendamt bereits zuvor zweimal von den Großeltern um Hilfe gebeten wurde.
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Alt 26.11.2007, 20:55   #83
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Eka
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Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
Ich persönlich finde es schon verdächtig, wenn ein Kind keine Einrichtung wie KiGa oder ähnliches besucht
Find ich nicht, denn ich würde wenn ich jemals wieder ein Kind bekäme mein Kind nicht mehr so jung im KiGa schicken. Und in meinem Umfeld denken viele so, das sie die Kinder nicht bis sie 4-5 Jahre alt sind hinschicken möchten, wenn überhaupt...


Gruß
Eka
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Alt 26.11.2007, 21:25   #84
Liebe Tweety->Emailproblem
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Zitat von Eka Beitrag anzeigen
Find ich nicht, denn ich würde wenn ich jemals wieder ein Kind bekäme mein Kind nicht mehr so jung im KiGa schicken. Und in meinem Umfeld denken viele so, das sie die Kinder nicht bis sie 4-5 Jahre alt sind hinschicken möchten, wenn überhaupt...


Gruß
Eka
Das sollte aber auch Jeden selber überlassen bleiben, ich finde den Bezug zur Mutter bzw dem Vater sollte ein Kind immer haben und das muss auch gefördert werden.
Liebe Tweety ist offline  
Alt 27.11.2007, 09:12   #85
andine
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Leider gibt es keine wirkliche Wahlmöglichkeit, ob Eltern ihr Kind in eine Einrichtung schicken.
Die kann es erst geben, wenn diese nur das Essen und Trinken kostet oder ganz wenig und zwar für alle.
 
 

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