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Start > > > > -> Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum


 

 

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Alt 20.10.2011, 11:21   #26
sixthsense
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat:
Langzeitarbeitslose sollen so (freiwillig) prüfen können
Was soll ein Langzeitarbeitsloser da prüfen? Wenn ich den Geruch von schei*se eines fremden Menschen nicht ertragen kann, den Anblick noch weniger, geschweigedenn einen fremden Hintern nicht abputzen kann und möchte, dann weiss ich genau, dieser Beruf ist nichts für mich. Da brauch ich nichts prüfen, weils nichts zu prüfen gibt. Feierabend.

Ich für meinen Teil, habe beispielsweise Höhenangst. Also weiss ich genau, ich könnte nie Dachdecker, Gerüstbauer etc. werden. Da muss ich ebenfalls nix prüfen, denn da ist der Sachverhalt klar.
__

Alle Beiträge spiegeln lediglich meine persönliche Erfahrung oder Meinung wieder und stellen keine Rechtsberatung dar.

> Gebt der elektronischen Gesundheitskarte keine Chance! <
sixthsense ist offline  
Alt 20.10.2011, 11:40   #27
Vincet
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Vincet
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Wenn man schon einen bettlägerigen Angehörigen gepflegt hat, weiß man, wie hart solche Arbeit sein kann.
Ich habe meine Erfahrungen gesammelt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich nie und nimmer diese Arbeit wieder machen werde.
Das halte ich physisch aber auch psychisch nicht durch. Und dann wird einem auch noch ein Hungerlohn gezahlt.

Diejenigen, die sich diesen Beruf ausgesucht haben, haben meinen größten Respekt. Und verdienen sollten sie auch sehr gut an dem Beruf.
Vincet ist offline  
Alt 20.10.2011, 11:45   #28
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Jobcenter-Kampagne: Langzeitarbeitslose sollen den Fachkräftemangel im Pflegebereich ausgleichen.

Praktikum statt Jobcenter - mit einer neuen Kampagne will die Arbeitsagentur mehr Fachkräfte vermitteln.
Warum geht das nur i.V.m. diesem Praktikum? Die BA hat doch alle Stammdaten (Fähigkeiten, Neigungen usw.) der Elos, die sie in die zahlreichen sich ständig vermehrenden Jobs pressen kann?!
Zitat:
„Pflegebetriebe sollten Hartz IV-Empfängern durch Praktika eine Chance im Pflegebereich geben“, so Arbeitsagentur-Vorstand Heinrich Alt
Man beachte die subtile Rhetorik. Hartz-IV-Empfänger eine Chance geben = Die sind zu doof Arbeit zu finden und brauchen Chancen. Chancen braucht eher das Personal der BA Wann fangen die mal an, passgenau Arbeit und Qualifizierung zu vermitteln?
Zitat:
zur B.Z.. Dauer: vier bis sechs Wochen, bezahlt von der Arbeitsagentur.
Ich habe es mir fast gedacht. Daraus wird dann eine Kenntnisvermittlung gestrickt nach § 16 SGB II i.V.m. § 46 Abs. 1 und 2 SGB III.
Zitat:
Langzeitarbeitslose sollen so (freiwillig) prüfen können, ob der Pflegeberuf etwas für sie ist.
Natürlich freiwillig, denn Zwang wurde hier durch die Gerichte verboten. Es gibt bereits erste Urteile die Praktikas nicht als Arbeit nach § 10 SGB II definieren. Somit kann so ein Praktikum jederzeit sanktionslos abgebrochen werden
Zitat:
„Dafür stellen uns die Betriebe ein Zertifikat aus, ob derjenige für den Beruf geeignet ist“, erklärt Alt.
Die Armutsindustrie darf hier als Zwischenhändler natürlich nicht fehlen. Zertifikate sagen einen Scheiß aus, weil dieser Begriff nicht geschützt ist. Damit wird diese ganze Veranstaltung ad absurdum geführt! Mit mündigen Bürgern kann man sowas in 5 Minuten besprechen. Dafür braucht es kein Zertifikat oder Praktikum. Warum sagt Heinrich der Alte nicht einfach, worum es ihm wirklich geht? Die Bundeswehrreform hat den sozialen Trägern personell ein Loch geschlagen. Die jungen Menschen gehen alle studieren, anstatt sich trotz Bundes-Propaganda in Zeitung, TV und Radio als Bufti zu melden.

Also greift man auf die Reserve zurück, mit der man sowieso alles machen kann! Bei den Ein-Euro-Jobs wächst der Widerstand und die Gerichte entscheiden auch zunehmendes für die Elos. Außerdem werden die Fördermittel dafür zusammengestrichen. Die Bürgerarbeit ist auch nicht so der Renner, weil man dafür dann nach AGG Tariflohn zahlen muss. Zu teuer! Also strickt man sich schnell ein neues Instrument und verpackt es fein. Wer das Praktikum nicht macht, wird dann zum Schnee schaufeln, Laub saugen oder Ratten fangen abkommandiert 2013 rückt wohl näher.
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
┌∩┐(◣_◢)┌∩┐
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 20.10.2011, 12:20   #29
Rounddancer
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

[QUOTE=sixthsense;958924]Was soll ein Langzeitarbeitsloser da prüfen? Wenn ich den Geruch von Exkremente eines fremden Menschen nicht ertragen kann, den Anblick noch weniger, geschweigedenn einen fremden Hintern nicht abputzen kann und möchte, dann weiss ich genau, dieser Beruf ist nichts für mich. Da brauch ich nichts prüfen, weils nichts zu prüfen gibt. Feierabend.

/QUOTE]

Stimmt schon. Zumal beim Altenpflegeheim auch noch dazukommt: Bei der Arbeit im Altenpflegeheim sind Rückenkrankheiten, sowie vermehrte Abnutzung durch die Schwerarbeit als Berufskrankheit anerkannt. Und das pauschal. Wo es doch in Deutschland fast unmöglich ist, etwas als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen.

Dazu kommt, daß man seelisch stabil sein muß, denn den herannahenden Tod kann man richtig riechen und wenn ein Mensch stirbt, den man Tage, Wochen, Monate oder länger betreute,- das muß man verkraften können in der Altenpflege. Ich weiß noch, wie meine damalige Freundin down war, als -da war sie neu im Einsatz im Altenpflegeheim- ihr erster Patient starb. Puh.

Nun, der Originaltext sagt doch klar aus, daß man Freiwillige suche, die dann das Praktikum machen sollen. Und dann würden Heim und Träger dokumentieren und beurteilen, ob der Proband geeignet wäre. Diese Entscheidung läge dann also beim Heim, bzw. Träger, nicht beim Praktikanten.

Ich fürchte, daß die diese Testzeit möglichst verlängern werden. Schließlich kriegt der Praktikant jeden Tag, den er länger da ist, mehr Erfahrung, Routine, kann schneller und mit immer weniger Anleitung arbeiten. Gäben die schneller ihr Votum ab, dann müßten sie schneller wieder neue Praktikanten einlernen, diese wieder sich langsam eingewöhnen, Routine kriegen, etc. ... Und es gingen zu viele in die Ausbildung. Die wäre dann bald aus und die Heime im Druck, die Absolventen einzustellen und zu bezahlen,- dabei hat man sich doch so schön eingerichtet mit den kostenlosen Praktikanten ...
Rounddancer ist offline  
Alt 20.10.2011, 14:46   #30
doggysfee78
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Danke @Martin,dann müsste ich als nächste s mit diesem Vorstand ,-
Tacheles
reden um zu meinem Recht des Bildungsgutscheines für das examen kommen zu können!Ich hab nämlich alle voraussetzungen für diese Ausbildung Praktikas und Positive Bewertungen der Schule und Praktikums und Ausbildungsplatzes!Doch dder Pschologische Dienst hat mir diesmal einen Strich durch die Rechnung gemacht und das obwohl ich schon einmal ,
vor ca 4Jahren die Zusicherung für diese Ausbildung vorm Jobecnter .schon einmal hatte(Sogar mit Führeschein-Finanzierung);Keiner versteht zur Zeit die Reaktion des Pschologischen Dienstes,weder die Schule die alle hinter mir stehen noch meine zukünftige Chefin,-ich werde mich wohl unabhängig vorm JOB CENTER da einstellen lassen müssen als Azubi!
 
Alt 20.10.2011, 15:06   #31
Merkur
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Was ist wenn man ein Mitglied der Familie zu Hause pflegt ?? Das lernt einem auch keiner zu dem wenn es plötzlich ist ??? Da kann ich auch nicht sagen bevor ich den Po wische ,Baden, Windeln bleib erst mal liegen ich muss erst mal drei Jahre lernen.
Und die welche es zu Hause machen müssen wären über Tipps ,Tricks heilfroh gewesen.
Aber trotzdem würde ich allen raten wenn die Chance geboten wird ergreift sie ,macht den Lappen und dann weg hier, in vielen Ländern wird das noch gut bezahlt und die Überstunden auch.
Merkur ist offline  
Alt 20.10.2011, 16:20   #32
Anna B.
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Hallo,

bei uns in der Region gibt es Kurse für "die Alten- und Krankenpflege zu Hause"...die werden von der KK bezahlt und von einer Pflegedienstleitung durchgeführt.

Es geht in diesem Thread auch nicht darum, ob man nun pflegen kann ode rnicht...
ich denke eher daran, dass mal wieder reguläre Arbeitsplätze und reguläre Arbeit...durch unbezahlte und ungelernte Praktikanten besetzt werden sollen....wie es eben mit den Zivis so schön bequem war für fast alle Pflegestationen und Pflegehäuser..
die hatten ihre zivis und konnten wunderbar 2 - 3 reguläre Arbeitsplätze dadurch einsparen...

jetzt plötzlich fehlen diese Zivis, die Bufdis gibt es zu wenig bis gar nicht...und was nun in Pflegehäusern und Pflegestationen?...wie die Leistung anbieten, damit auch noch Gewinn dabei herauskommt???

wo spart man am besten? richtig...beim Personal...also ist die Idee geboren, man könne doch die Hartz IV-Empfänger..die eh den ganzen Tag zu Hause rumsitzen und nichts ordentlichens tun, mal bei der Pflege mit einspannen...kostet nüscht und nen Hintern abputzen kann man..dafür brauchts keine Ausbildung..nen Appel und ne Stulle kleinschneiden kann auch jeder....
warum soll man dafür ausgebildete und teure Fachkräfte einsetzen? ne, die HartzIVler sind doch viel billiger und damit sie sich dann freuen, kriegen sie anschließend ein Zertifikat und für den Rahmen müssen sie dann einen Zuschuss beantragen...

Mensch Leute ich könnt..

Wieviel Arbeitsplätze durch solche Gedankengänge vernichtet werden oder erst gar nicht eingerichtet werden...

ich hab mich darüber schon zu Zivi-Zeiten aufgeregt...da ist ein Dachdecker Zivildienstleistender und schon kann er alte Leute pflegen? ..oder in Behindertenwerkstätten arbeiten? sehr eigenartig das Ganze...und so ist es mit diesen freiwilligen Praktikanten auch....

unglaublich...

Gruß
Anna
Anna B. ist offline  
Alt 20.10.2011, 16:28   #33
Al Bandy
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Al Bandy
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Früher auf dem Kreiswehrersatzamt als ich eingezogen werden sollt,sagte ich denen,leider keinen Bock.
Zur Antwort kam,is leider nicht,du hast 2 Möglichkeiten.
Entweder in den Knast wegen Wehrdienstverweigerung oder als Zivi ins Altersheim zum Arschputzen.
Nun da ging ich lieber zum Bund und jeden Tag Stubenfest mit ner Kiste Bier und alle spülten schön den Frust hinunter.
Al Bandy ist offline  
Alt 20.10.2011, 16:47   #34
sumse
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat:
Entweder in den Knast wegen Wehrdienstverweigerung
das hätten diemir mal sagen müssen damals
denen hätt ich was anderes erzählt
dafür kommt man net in den bau
nur bei fahnenflucht ^^
 
Alt 20.10.2011, 16:58   #35
Al Bandy
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Al Bandy
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat von sumse Beitrag anzeigen
das hätten diemir mal sagen müssen damals
denen hätt ich was anderes erzählt
dafür kommt man net in den bau
nur bei fahnenflucht ^^
Zu meinen Bund-Zeiten gabs noch Preußenstolz und Nazitum in den Kasernen.
Und im Kreiswehrersatzamt wurde eben Deutsch wörtlich ohne Schleier gesprochen.
Und in den Kasernen gesoffen dass die Lichter ausgingen.

So nun -Du

Edit: Bin oder war,weder Preuße noch Nazi,zur Info
Al Bandy ist offline  
Alt 20.10.2011, 18:30   #36
alvis123
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Hi...

..das wird wohl nix für mich mit meinen 60 Jahren...

...krieg ich dann als Ersatz ein Praktikum im Hundekotaufsammeln oder schneeräumen??.........

Alles andere wär ja Altersdiskreminierung....

MfG
__

-keine Rechtsberatung-keine Gewährleistung-nur Erfahrung-

-alles, was nicht direkt tötet, macht nur härter -

alvis123 ist offline  
Alt 20.10.2011, 20:27   #37
teddybear
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat von ChrisPP Beitrag anzeigen
Tue ich nicht. Ich verweigere mich lediglich der Sichtweise, jede Chance, die einem geboten wird, als sinnlos anzusehen.
Komisch, dass eine Chance nur darin bestehen sollte, die Pflegemafia kostenloses mit Arbeitsfleisch zu versorgen! Sollen einfach richtig bezahlen und die Leute kommen freiwillig!

Warum kann eine Chance nicht einmal darin bestehen, mir einen Stuhl in einer Behörde zu besorgen? Andere bekommen auch ungeheuerliches Geld nur fürs reinpupsen in ihren Stuhl und sind darüber hinaus auch noch beamtet.

Ich bin auch gerne Sklave und stecke zurück, wenn ich dafür fair entlohnt werden würde. Sorry aber jeder Mensch mit nur halbwegs normalem Horizont weiß, dass Praktika nichts weiter sind als schöngeredete Arbeitsplatzkiller! Komm runter wir leben mittlerweile im neuem und völlig asozialem Deutschland-Jahrhundert!
teddybear ist offline  
Alt 20.10.2011, 21:13   #38
Rounddancer
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Es gibt immer mal wieder auch Praktika, die sinnvoll sind,- leider gehen die unter den vielen Mißbrauchen unter. Und blöderweise gibt es keine "Stiftung Praktikatest" oder so. Wo dann nachher die guten Praktikageber ein Siegel mit "Sehr gut" an die Tür kleben können.

Aber gerade im Pflegebereich? Die haben ja schon die Pflegeheim-Qualitätsprüfung so wachsweich definiert, daß die Heime weiter graußlig mit Bewohnern umgehen können, weil sie sich die Pluspunkte ja durch permanente Sauberkeit des Eingangsportals, etc. hochhalten können. Grmpf.
Meine Mutter lag einen Monat in Kurzzeitpflege, weil sie viel liegen mußte, geparkt zwischen Krankenhaus und Reha.
Sie wurde mehrfach vergessen, als es Essenszeit war. Nicht selten fiel das erst auf, als -Stunden später- das leere Tablett geholt werden sollte, oder gar, als die neuen Tabletten für den nächsten Tag ausgeteilt wurden.

Mein Vater lag zum Sterben für 14 Tage im Pflegeheim. Er konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen. Die ließen dort nur die Tür zu ihm auf, dadurch kam laufend Tabaksqualm aus dem Flur ins Zimmer. Auch wurde öfter der Urinbeutel nicht geleert und der Salzwassertropf nicht erneuert. Puh.

Vergessen wir auch nicht, daß auch viele Politiker sich Praktikanten "halten". Gratis bis fast gratis. Und wenn schon die kein gutes Beispiel geben, oh weh.
Rounddancer ist offline  
Alt 20.10.2011, 21:44   #39
Hamburgeryn1
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Es gibt immer mal wieder auch Praktika, die sinnvoll sind,-
Welches?


Bei uns in Hamburg nehmen insbesondere die Schulpraktika mittlererweile groteske Formen an. Vom erfolgreichen Abschluß des Praktikums hängt der Schulabschluß ab.
Nicht an allen Schulen der Stadt, aber an denen, wo man das Märchen "vom Praktikum in den Ausbildungsplatz" bedingungslos glaubt.
Auch hier können bei Nachfrage keine/kaum Erfolge nachgewiesen werden.
Es wird einfach behauptet - und gut.

In den Gewerbeschulen sieht es z.T. so aus:
Hauptschüler, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, besuchen bis zu zwei Jahre lang die Gewerbeschule, machen in dieser Zeit an drei Tagen die Woche ein Praktikum und gehen am Ende ohne einen höheren Bildungsabschluß und ohne Ausbildung nahtlos ins JC-Leben.
Man stelle sich einmal vor, die jungen Leute hätten in den zwei verschenkten Jahren an drei Tagen die Woche ihre Ausbildung in dem Betrieb gemacht, wo sie jetzt als Praktikanten ausgebeutet werden.......

Ich weiß einem Schüler, der mit gerade mal 15 Jahren ein Praktikum zum Koch machte. Der musste von morgens 7-Mittags 12 ran, dann Pause, und ab Nachmittags 17 Uhr ging es bis in die Nacht weiter.
Gibts nicht? Darf nicht sein? Was sagt der Jugendschutz? Was sagen die Lehrer? Was sagen die Eltern?
Oh, die waren einhellig der Meinung, dass es keinen anderen Weg in die Ausbildung gibt.
Tja, und was soll ich sagen - der jungen Mann wurde nicht als Azubi übernommen. Warum nicht?
Ganz einfach - immer dann wenn es zum Schwur kommen soll,und es für die Betriebe ernst wird, ihre vollmundigen Versprechen "von Chancen-bla,bla" einzulösen, dann findet man plötzlich ein Büschel Haare in der Suppe.
Nach Monaten, oft nach mehr als einem Jahr wird Unpünktlichkeit, mangelnder Fleiß, Desinteresse, Aufmüpfigkeit, usw. bemängelt....und damit ist die Messe gelesen.

Für mich sind Schulpraktika pure Ausbeutung. Monatelang arbeiten die jungen Leute in der steten Hoffnung, diesmal den Kriterien des künftigen AG zu entsprechen, sie verdienen nicht einen Nickel, bekommen wenig bis keine Anerkennung.
Das einzige was sie meiner Ansicht nach lernen, ist, möglichst früh für Notting arbeiten zu gehen. Sie sollen sich früh daran gewöhnen ihre Arbeitskraft für Nichts zu Verfügung zu stellen, damit sie künftig dankbar sind, wenn sie wenigstens auf Hungerlohnniveau, unterhalb des RS bezahlt werden, um ihr Leben lang ein kümmerlicher Aufstocker zu bleiben.

Praktikas gehören einfach abgeschafft! Ohne wenn und aber!
Wenn es sie nicht gäbe, würde niemand auf die Idee kommen, einen Menschen für Lulli zu beschäftigen.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 20.10.2011, 21:51   #40
Ghansafan
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Hallo @Hamburgeryn,

aufgrund des fehlenden Danke Button .
 
Alt 20.10.2011, 22:22   #41
Rounddancer
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Praktika gehören überwacht, bzw. vom Ausbildungsträger, z.B. vom Kursleiter oder einem Beauftragten aktiv begleitet.

Das ist sehr anstrengend, ja. Aber nur so gibt es eine Chance, daß Betriebe die Praktikanten nicht ausnützen und daß sie nicht vorher die mögliche Übernahme zusichern, oder wohlwollend prüfen,- dann -obwohl sich der Praktikant den Podex aufriß, um sein Bestes zu geben, und sich auch gut anstellte-, gegen Ende doch nicht zu übernehmen.

Bei uns in den Kursen hatten wir in der einjährigen Kursdauer immer montags Traineetag im Traineebetrieb, und dann, nach jeder unserer drei Prüfungen immer drei- bis vierwöchige Traineephasen, irgendwo in einem Betrieb. Praktisch jeder Betrieb ließ die Klausel streichen, die dem Trainee die automatische Übernahme zugesichert hätte, wenn der Betrieb nicht zwei-, drei Monate davor die Vereinbarung gekündigt hätte.
Aber der Kursleiter hielt immer Kontakt zu den Trainees und den Traineebetrieben. Und sobald ein Traineebetrieb irgendwie signalisierte, seinen Trainee nicht übernehmen zu wollen, wurde der Trainee gefragt, ob er trotzdem -gegen ein sehr gutes Zeugnis vom Betrieb- bis zum Ende in dem Traineebetrieb bleiben wolle. Wenn nicht, dann wurde er ermuntert, im Traineebetrieb unverzüglich "Tschüß" zu sagen, und die restliche Traineephase woanders zu verbringen.

Es kam immer wieder vor, daß Kursteilnehmer auch der Folgekurse nach wenigen Tagen Trainee im Betrieb von diesem gar nimmer weggelassen, sondern fest eingestellt wurden.

Allerdings: Gerade gemeinnützige Einrichtungen ließen unsere Praktikanten/Trainees gerne bei sich arbeiten. Aber immer nur, solange sie diese Betriebe nichts kosteten ... Klar, daß unsere Kursteilnehmer dort dann abbrachen/wechselten.

Auch Altenpflegeheime sind ja sehr oft als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen ...

Ach ja, in den letzten Monaten bearbeitete ich ja zahllose Bewerbungen. Dabei waren auch solche von jungen Menschen in ostdeutschen Bundesländern. Die hatten laut ihren Zeugnissen ihren kaufmännischen Abschluß in der Schule gemacht,- und hatten die Praxis dann inform von mehreren Praktika in zumeist wechselnden Betrieben absolviert. Sie waren also wohl nicht Lehrlinge mit Lehrvertrag, wie wir das im Westen kennen.
Rounddancer ist offline  
Alt 20.10.2011, 22:59   #42
Hamburgeryn1
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Praktika gehören überwacht, bzw. vom Ausbildungsträger, z.B. vom Kursleiter oder einem Beauftragten aktiv begleitet.
Praktika gehören abgeschafft und durch eine bezahlte Probezeit ersetzt.
Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Es kam immer wieder vor, daß Kursteilnehmer auch der Folgekurse nach wenigen Tagen Trainee im Betrieb von diesem gar nimmer weggelassen, sondern fest eingestellt wurden.
An dieser Stelle hätte ich gern folgende Informationen:
  • Wieviele Kursteilnehmer gab es?
  • Wieviele von Ihnen wurden in einen Betrieb übernommen?
  • Wie heißen die Betriebe und wo haben sie ihren Sitz?
Zitat:
Dabei waren auch solche von jungen Menschen in ostdeutschen Bundesländern. Die hatten laut ihren Zeugnissen ihren kaufmännischen Abschluß in der Schule gemacht,- und hatten die Praxis dann inform von mehreren Praktika in zumeist wechselnden Betrieben absolviert. Sie waren also wohl nicht Lehrlinge mit Lehrvertrag, wie wir das im Westen kennen.
Gibt es auch in Hamburg. Und sicherlich nicht nur hier.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 21.10.2011, 00:18   #43
arbeitslos in holland
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ich bin ja schon ein paar tage älter, aber auch zu meiner schullaufbahn gehörte ein praktikum.

damals, in den end-achtizigern hatte man die qual der wahl........

man mußte zur berufsberatung und bei mir kamen neben dem chemie-laboranten und dem bibliothekars-assistenten, auch die dienstleistungsfachkraft im postbetrieb in die engere auswahl.......

dann hat man sich denn beim örtlichen hauptpost-amt zum praktikum angemeldet.

ziel war, die verschiedenen aufgaben mitzumachen und die praxis am eigenen leib zu erfahren.

das hieß, dass ich mit dem hackenporsche und dem zusteller zusammen in reichenviertel(wo ua. damals der bürgermeister von hn) wohnte, briefe zustellte.
später dann war ich mit dem sackkarren-schleudergerät(mb-transporter)und dessen fahrer zusammen unterwegs, um pakete auszuliefern.
als letztes habe ich mich in der disziplin "briefweitwurf" betätigt und lernte auch wie man postsäcke zuschnürt und das es besser ist, wenn man sämtliche plz-en im kopf hat(weiß man wo der richtige postsack steht bzw. hängt)

ich wurde damals nicht bezahlt, weiß aber von anderen, dass die damals(freiwillig)von manchem unternehmer eine bezahlung erhielten.

jedoch ging das 14 tage und klar war auch, dass eine reguläre ausbildung vom unternehmen voll bezahlt werden würde.

in d-land sollte man sich grundsätzlich die frage stellen, ob man am dualen ausbildungssystem festhalten will, oder ob man ein schulisches system will(das dann der staat zahlt)

und weil das thema ja im pflegebereich spielt, frage ich mich, was eigentlich die vielen dt. arbeitslosen pflegekräfte von der debatte halten..........

solange die pflege nichts weiter ist, als eine investition mit fantastischer rendite, solange ist der ganze bereich ein riesiger haufen von stinkendem müll !
und: der zu-pflegende ist nur der hemmschuh, der die rendite senkt(darum sollen wohl auch ungeeignete das soziale frühableben stimulieren!)
sarkasmus? - nee unverblümter sinn für realitäten
__

„De wereld is een hooiberg – elk plukt ervan, wat hij kan krijgen“ („Die Welt ist ein Heuhaufen, ein jeder pflückt davon, soviel er kann“

Hieronymus Bosch 1450-1516
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Alt 21.10.2011, 06:50   #44
teddybear
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Praktika sind bei objektiver Betrachtung schon augenscheinlich nichts weiter als ein neues modernes Ausbeutungsmittel, um Kinder und Erwachsene, unter der Suggestion der "Chance auf einen späteren bezahlten Job", zum kostenlosen arbeiten zu bringen.

Das ganze nimmt derart perfide Formen an, dass Kinder schon von den Schulen aus in Praktika gezwungen werden. So auch in Berlin. So kann man in Berlin immer wieder beobachten, dass Kinder bei Schlecker und Plus (nun Netto Marken -Discount) die Regale füllen und auch mit den Hubwagen die Ware rankarren. Andererseits werden genau zu dieser Zeit der Schulpraktika (Kinderarbeit) die ohnehin zu wenigen Mitarbeiter auch noch in den Urlaub geschickt. Praktisch diese Schulpraktika!

Auch Arbeitslose müssen immer wieder so genannte Eignungstests als Praktika auf Kosten der Steuerzahler an den diversen Unternehmen absolvieren, obgleich das Unternehmen weiß, dass es in der Regel überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, den kostenlosen Arbeitspraktikanten fest einzustellen. Warum auch? Hat Praktikant zwei Wochen geschuftet, kommt der doch Nächste usw..!

Um das ganze noch zu übertreffen, sind manche Unternehmer sogar so dreist, dass sie Schein-Arbeitsplätze über die Jobcenter anbieten und dann die Jobcenter durch Vermittlungsvorschlag die Leistungsberechtigten Kunden ständig aufs Neue zu jene "Arbeitgeber" unter Erpressung mittels Entziehung der Existenzgrundlage dort hin zum „bewerben“ zwingen. Diese dreisten "Arbeitgeber" sagen dann den Bewerber, sie sollten beim Jobcenter erst einmal die Arbeit als Eignungstestmaßnahme beantragen und dann wiederkommen, wenn das Jobcenter zugestimmt hat.

Nach diesen „Maßnahmen“, welche die Jobcenter stets aufs Neue diesen Firmen auf Kosten der Steuerzahler und Arbeitslosen bewilligen, ist dann der kostenlose Arbeitnehmer am Ende der Maßnahme natürlich stets ungeeignet, da er ja nach der Maßnahme von der Firma selbst bezahlt werden müsste. Der neue Sklave steht ja sodann auch meist schon wieder inklusive der JC-Bewilligung für eine Eignungstestmaßnahme bei der Firma wieder vor der Tür.

Dem ganzen rechtswidrigen Maßnahme- und Praktika Missbrauch, welchen den Steuerzahler unermesslich viel Geld kosten, und nur dem Zwecke der Fälschung der Arbeitslosenstatistiken dienen soll, kann man nur beikommen, wenn eine Regierung auch mal den A-rsch in der Hose hätte, derartigen Brutal -Kapitalismus entgegen zu treten. Solche Praktika und Maßnahmen müssten daher sofort verboten werden. Jede Firma muss und soll für seine Arbeitskräfte bezahlen, dass sollte selbst im Kapitalismus nicht ansatzweise in Frage gestellt werden!

Diese Versklavung von Kindern und Erwachsenden durch u.a. Praktika, Eignungstestmaßnahmen, Zeitarbeit usw. muss endlich gestoppt werden, weil die Folgen des stetig steigenden Missbrauches irgendwann ohnehin ein Ende finden werden. Nur dann, wenn es dann irgendwann geschieht, dann passiert es sicher gewaltsam auf der Strasse und die Politiker die den Missbrauch nicht zuvor gestoppt haben, könnten dann sicher nur noch die schnelle Flucht ergreifen.So war es immer in der Geschichte! Blinde Politik zu Gunsten weniger Ausbeuteuer wurde am Ende schon immer bestraft. Je später, desto mehr Blut ist bisher auch immer geflossen. Manche lernen aus der Geschichte leider nie!
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Alt 21.10.2011, 07:50   #45
Hamburgeryn1
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Alt 21.10.2011, 07:52   #46
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Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Praktika gehören abgeschafft und durch eine bezahlte Probezeit ersetzt.



Sehe ich genauso - außer jemand möchte von sich aus mal reinschnuppern... das nennt man dann Einfühlungsverhältnis

Zitat:
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Alt 21.10.2011, 07:59   #47
Hamburgeryn1
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Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Sehe ich genauso - außer jemand möchte von sich aus mal reinschnuppern... das nennt man dann Einfühlungsverhältnis
Nein! niemand sollte seine Abeitskraft für Notting anbieten (dürfen)!
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Alt 21.10.2011, 08:06   #48
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Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Nein! niemand sollte seine Abeitskraft für Notting anbieten (dürfen)!
Niemand sollte seine seine Abeitskraft für Notting anbieten - stimme ich zu.

Ein Einfühlungsverhältnis: da arbeitet man aber nicht, da schaut man zu. Informier dich mal drüber...

Zitat:
Das Einfühlungsverhältnis ist eine für beide Vertragsparteien unverbindliche Kennenlernphase, die dadurch gekennzeichnet ist, dass keine Verpflichtung zur Erbringung der Arbeitsleistung besteht.
Derjenige/Diejenige, der/die den Betrieb kennenlernen soll, unterliegt keinem Direktionsrecht des Arbeitgebers und muss daher regelmäßig auch keine bestimmten Arbeitszeiten einhalten oder Arbeiten verrichten.

Aktuelle Themen: Was ist ein Einfühlungsverhältnis?
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Alt 21.10.2011, 09:30   #49
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Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
ich bin ja schon ein paar tage älter, aber auch zu meiner schullaufbahn gehörte ein praktikum.
bei uns gab es das noch nicht. Genauer: Nicht organisiert, nicht während der Schulzeit. Es gab Betriebsbesichtigungen von ein paar großen Betrieben, die viele Lehrlingen brauchten. Für die ganze Klasse, und wir waren dort zum Mittagessen oder zu Brezel und Cola eingeladen, während uns der Ausbilder die Firma und die Ausbildung vorstellte.

Wir gingen mit dem Zeugnis des ersten Halbjahres der achten Klasse (es war Kurzschuljahr, da da der Schulbeginn vom Frühling auf den Herbst umgestellt werden sollte) persönlich zu den Betrieben, für die wir von der Berufsberatung Kärtchen gekriegt hatten. Stellten uns vor.

In meinem Fall bei zwei Fotohändlern.
Ab da lief alles individuell. Entweder Bewerbung abgeben, vielleicht ein paar Schnuppertage in den nächsten Ferien vereinbaren. Oder Bewerbung abgeben, Chef guckt sich die später an, will wohl weitere Bewerbungen abwarten. Sie melden sich dann, heißt es.

Tja, der erste Betrieb machte gleich drei Schnuppertage mit mir aus. In den nächsten Ferien. Der GF, Spezi vom Seniorchef (der da Labor irgendwo extern leitete), zeigte mir dort die Mitarbeiter der Hauptstelle, und wo es Filialen gab. Ließ mich über die Schulter gucken, am Nachmittag Kuchen einkaufen (ich war eingeladen). Dann, in Rücksprache mit dem Seniorchef, die Zusage: Lehrstelle ab 1.9.1968. Lehrvertrag, 1.Lehrjahr 160 DM /Monat.
Ich unterschrieb.

Ein, zwei Wochen später kam die Lehrstellenzusage des anderen Fotohändlers. Leider zu spät. Ich sagte dem ab.

Leider, weil in meiner Lehrfirma zum 1.10.68 GF und Buchhalterin in Rente gingen, Juniorchef mit seiner Freundin und Erstverkäuferin den Einzelhandel übernahm. Der wollte alles umkrempeln. Ich war da in einer Filiale. Er wollte die Filialen schließen, mich schmiß er zum Ende meiner Probezeit Ende November 1968 raus. Machte wirklich die Außenstellen zu, sogar die prima laufende am Flughafen, tzz.
Naja. Ich war raus. Und so geknickt, daß ich nicht beim anderen Fotoladen gefragt habe, ob die mich nun noch brauchen könnten.

Leider, weil während der Junior meiner Ex-Lehrfirma die ehemalige Hauptstelle (1a-Lage!) auch verkaufen mußte, dieser zum Gebrauchtfotoladen wurde und irgendwann schloß. Während es den anderen Fotoladen noch heute gibt, als einzigen Fotoladen in einer 1a-Lage in Stuttgart.

Zitat:
ich wurde damals nicht bezahlt, weiß aber von anderen, dass die damals(freiwillig) von manchem unternehmer eine bezahlung erhielten.
In meinen nächsten Lehrbetrieb (Lebensmittel-Großhandel, 1.Lehrjahr 110 DM) kamen dann Praktikanten in ihrer Schulzeit für ne Woche oder so. Wurden zum Auffüllen eingesetzt. Kriegten nichts.

In dem Lehrbetrieb, in dem ich dann meinen Abschluß machte und noch bis zur Bundeswehr arbeitete (Lebensmittel-Großhandel), da gab es auch Praktikanten, die in der Schulzeit den Beruf mal schnuppern wollten. Die liefen mit uns Lehrlingen mit, füllten auf und so.
Die bekamen dann als Dank eine Reisetasche.
Konnte man als junger Mensch ja gut brauchen.

Zitat:
in d-land sollte man sich grundsätzlich die frage stellen, ob man am dualen ausbildungssystem festhalten will, oder ob man ein schulisches system will (das dann der staat zahlt)
stimmt. Das Problem ist einfach, daß im dualen System die Qualität der Ausbildung von Betrieb zu Betrieb schwankt.

In meinem ersten Lebensmittel-GH-Lehrbetrieb wurden die Lehrlinge da hingesteckt, wo man sie gerade brauchte. Und dort blieben sie auch. Egal wo. Wenn es dann auf die Abschlußprüfung zuging, bekam man das Berichtsheft des Juniorchefs zum Abschreiben. Denn man mußte ja zur Prüfungszulassung ein Berichtsheft vorlegen, mit allen Stationen, in denen man hätte gewesen sein sollen. Und man bekam vom Juniorchef den gefühlt mehrere Kilo schweren Wälzer von Dr. Oetker "Warenkunde" ausgeliehen. Das war's. Fiel man dann durch die Prüfung, wurde man halt als Ungelernter weiterbeschäftigt. Für 450 DM. Einer war z.B. die ganze Zeit als Lkw-Beifahrer beschäftigt, fiel dann bei der kaufm. Prüfung durch. Blieb dann Beifahrer. Bis der Betrieb Pleite ging vermutlich.

Im zweiten Lebensmittel-GH-Betrieb war das ganz anders. Da gab es alle drei Monate einen Stationswechsel. Da war alles drin. Aber nicht Beifahrer, denn die gabs dort nicht mehr und galten da auch nicht als Station für kaufm. Lehrlinge. Dort gabs auch jede Woche Unterricht in Warenkunde, etc. Und es gab einen Professor. Der durfte an uns seine später in Goldmann-Büchern veröffentlichten IQ-Tests ausprobieren, und schulte uns dafür in kaufmännischem Rechnen nach.

Aber viele Betriebe bilden gar nicht aus, sie warten, bis die Lehrlinge der anderen Betriebe fertig sind, und werben die dann ab.

Schulische Ausbildung hätte dann den Vorteil der Einheitlichkeit, wenn Schule in Deutschland Bundessache wäre. Und wenn die Berufsschullehrer praxisnäher ausgebildet wären, und nicht bloß die wohl schlechtest bezahlten unter den Lehrern. So aber droht da das selbe kleinkarrierte Schul-/Lehrplan-Durcheinander, weil jeder der 16 deutschen Kleinstaaten da vor sich hinwurschtelt.

Immerhin: So könnte es vermieden werden, daß Lehrlinge schlecht ausgebildet und nur ausgenutzt würden.


Zitat:
und weil das thema ja im pflegebereich spielt, frage ich mich, was eigentlich die vielen dt. arbeitslosen pflegekräfte von der debatte halten..........

solange die pflege nichts weiter ist, als eine investition mit fantastischer rendite, solange ist der ganze bereich ein riesiger haufen von stinkendem müll !
und: der zu-pflegende ist nur der hemmschuh, der die rendite senkt(darum sollen wohl auch ungeeignete das soziale frühableben stimulieren!)
sarkasmus? - nee unverblümter sinn für realitäten
Das stimmt leider.
Eigentlich sollte Pflege gemeinnützig sein.
Und die Beschäftigten sollten gut bezahlt und geführt werden, die Chefs auch gut verdienen, aber nicht Luxusautos und goldene Badewannen. Pflege dürfte darüber hinaus zwar notwendige Rücklagen erwirtschaften, aber keine Gewinne. Sodaß Pflegesätze eben kostendeckend wären.
Rounddancer ist offline  
Alt 21.10.2011, 09:32   #50
teddybear
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Standard AW: Jobcenter-Idee Hartz-IV-Empfänger zum Pflege-Praktikum

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Das Einfühlungsverhältnis ist eine für beide Vertragsparteien unverbindliche Kennenlernphase, die dadurch gekennzeichnet ist, dass keine Verpflichtung zur Erbringung der Arbeitsleistung besteht.
Wer am Arbeitnehmer profitiert, sollte auch das Risiko der Einstellung tragen können. Die Arbeitgeber haben genügend Freizügigkeiten seitens der Politik ab dem asozialen SPD-Schröder erhalten. Befristete Arbeitsverhältnisse Probezeit usw..! Die Kennenlernphase sollte und muss daher auch immer die bezahlte Probezeit sein.

Diese Gratsarbeiten durch Praktka und geförderte JC-Maßnahmen werden ja meist auch ausgerechnet von den Firmen abverlangt, wo die Bezahlung wegen der minderwertigen "Hinz und Kunz Arbeiten" ohnehin schon im Keller bzw. vielmehr in den Erdkern abgesunken ist.

Kostenlose Arbeit in Form von vorgetäuschten Kennenlern-Phasen oder Eignungstests bedarf es daher auch nicht. Es ist doch völlig absurd, wenn ein Arbeitgeber mir erzählen will, dass er erst einmal prüfen möchte, ob ich in etwa auch in der Lage bin seine Regale einzuräumen oder die Ware von A nach B zu tragen. Folge man dieser Logik, so stellt der Arbeitgeber sicher auch schon vorab in Zweifel, ob man überhaupt als normaler und gesunder Mensch in der Lage ist aufs Klo zu gehen!

Diese Schönfärberei von Sklaverei seitens Regierung, mithin JC und extrem Ausbeuter lassen bei mir immer wieder nur die Halskrausen wegsprengen, so schnell schwillt nämlich ständig mein Hals an, wenn ich so einen Volks-Verblödungsmisst immer wieder aufs Neue lesen und hören muss.

Genauso diese ZAF Misstwerbung die da immer wieder gern von dieser ZAF-Maffia und der Regierung verbreitet wird. Klar doch die Zeitarbeitsfirmen wachsen deshalb so an, weil die ZAF ihre Mitarbeiter immer wieder aufs Neue an die gut zahlenden Unternehmen verlieren!

Geil, wie die Realität doch schnell nachweist, für wie blöde uns die doch alle halten! Weniger ZAF-Sklaven mehr Zeitarbeitsfirmen!
teddybear ist offline  
 

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