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Alt 20.06.2011, 10:48   #101
hartz5
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Clint Beitrag anzeigen
Ja ja wie schön wars doch in der DDR. Alle fuhren Trabbi. HÄHÄ.
Ausser denen, die Wartburg, Skoda, Lada o.ä. fuhren......
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline  
Alt 20.06.2011, 11:06   #102
thorschroeer
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen

Der Trabant fur nicht mit blanken Benzin, sondern mit einem Benzin-Öl-Gemisch, zuerst im Mischungsverhältnis von 1 : 33 und später mit 1 : 50. Das Mischungsprinzip ist bei luftgekühlten Motoren eigentlich üblich.

Warte Mal, ist der Porsche mit Boxermotor oder der VW Käfer demnach nicht auch eine luftgekühlte Dreckschleuder?
O.T.
jockel, hier verwechselst Du 2-Takt-Motoren mit Luftgekühlten Motoren. Die luftgekühlten Boxermotoren von VW und Porsche sind 4-Takt-Motoren.
 
Alt 20.06.2011, 12:32   #103
jockel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Ausser denen, die Wartburg, Skoda, Lada o.ä. fuhren......
Was gab es noch für die Bessergestellten wie Kombinats-, Betriebs- und Fachdirektoren, Anwälte, Ärzte, Handwerksmeister in der DDR?

Wolga, Moskwitsch, Tatra, Fiat Polski 125p, Dacia, Zastava und natürlich die Fahrzeuge aus dem Genex-Katalog.
jockel ist offline  
Alt 20.06.2011, 12:53   #104
Patenbrigade
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Ich sagte es bereits, die Politiker im Westen waren schuld, warum es den sozialistischen Staaten dreckig ging. Das geht aber aus ideologischen Axel-Caesar-Springer-, Bildzeitungs- und Bertelsmann-Einimpfgründen bei Wessis nicht in deren Gehirnkasten...
Mal ganz ehrlich, Jockel,

nur mal so unter uns,

glaubst du wirklich, was du da schreibst???



Zitat:
An eins kannst Du Dich wohl überhaupt nicht erinnern?

Das die DDR-Bevölkerung nur ihre alte Regierungsgarde ablösen wollte und gegen eine beweglichere Regierung ersetzen wollte. Die Politik der runden Tische waren ein guter Anfang. Der Sozialismus sollte bleiben, basisdemokratischer werden. So was passte aber Kohl und seinen Horden nicht ins Kozept.
Du redest gerade auch in meinem Namen. Ich habe aber anders gedacht.

Du solltest einfach einsehen, dass die überwältigend übergroße Mehrheit der DDR Bevölkerung den Sozialismus satt hatte - die unnatürliche Teilung Deutschlands satt hatte.


Um annähernd beim Thema zu bleiben, ich habe keine Lust irgendwelche Behörden, Regierungen, Gremien entscheiden zu lassen, ob Bedarf besteht sich selbstständig zu machen. Das wäre nämlich im realen Sozialismus Bedingung.

Ich möchte das selbst entscheiden!
 
Alt 20.06.2011, 13:21   #105
Rounddancer
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Ausrufezeichen AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Ich sagte es bereits, die Politiker im Westen waren schuld, warum es den sozialistischen Staaten dreckig ging. Das geht aber aus ideologischen Axel-Caesar-Springer-, Bildzeitungs- und Bertelsmann-Einimpfgründen bei Wessis nicht in deren Gehirnkasten.
davon wußten wir damals nichts. Für uns war die Ostzone ein weisser Fleck auf der Deutschlandkarte, an deren linkem, oberen Ende ein halbes Westberlin hin, angebunden durch zwei, drei Interzonen-Autobahnen.
Wir wußten nichts, und die "da drüben", dachten, im Westen seien alle reich, und Jacobs-Kaffee, wie auch Nur Die-Strumpfhosen und Milka-Schokolade seien genauso toll, wie jederzeit volle Läden zu haben, und immer große, schöne Bananen, und die Reisefreiheit.
Sie ahnten nicht, daß einiges von dem, was Herr Schnitzler über die Situation im Westen erzählte, wahr war.

Zitat:
Das verhängte Wirtschaftsembargo, der Arbeitskräftediebstahl durch die offene Mauer, die Ableistung von Kriegsreparationen nehmt ihr ja nicht wahr, mit denen die DDR zu kämpfen hatte. Wir bauten unser Land ohne Marshallplandoping auf. Die Fakten sind für Euch nicht existent.
Wir wußten davon nichts, weil unser Geschichtsunterricht in ziemlich allen Schularten mit der "Machtübernahme 1933" zu Ende war.

Und nur wenn wir den Zuschuß für die Reise nach Berlin wollten, mußten wir dann in Berlin einmal 90 Minuten einem Vortrag über die wirtschaftliche Situation der "DRR" anhören.


Zitat:
An eins kannst Du Dich wohl überhaupt nicht erinnern?

Das die DDR-Bevölkerung nur ihre alte Regierungsgarde ablösen wollte und gegen eine beweglichere Regierung ersetzen wollte. Die Politik der runden Tische waren ein guter Anfang. Der Sozialismus sollte bleiben, basisdemokratischer werden.
Glaub mir, das wäre uns auch deutlich lieber gewesen,- denn seit dem Anschluß der "DDR" gehts bei uns, für die Masse der Menschen hier, bergab. Alles stürmte in den Osten. Wir bekamen damals über Monate keine Haribo-Ware,- weil die fast ihre ganze Produktion nach dem Fall der Mauer in die "DDR" lieferten, da die ganzen West-Lebensmittelketten dort das vom Westen gewohnte Sortiment auch den "Ossies" verkaufen wollten. Das wurde dann noch verstärkt durch die Wirtschaftskrise, die seit dem 11.09.2001 läuft.

Ja, die ursprünglichen Bürgerrechtler in der ""DDR" wollten eine gerechtere "DDR", sie wollten Reisefreiheit und Meinungsfreiheit. Sie wollten freie und geheime Wahlen,- statt nur "Falten gehen".
Bloß ihnen lief das dann bald aus der Hand,- denn dann kamen die von Porsche, D-Mark, und Bananen angelockten, lauten Gruppen,-
und plötzlich hieß das nur noch: "Bringt uns die D-Mark, sonst kommen wir zu ihr!". Die "Mauerspechte" taten dann den Rest.

- Lothar Späth machte 15.000 Zeissangehörige arbeitslos,

also das war nicht Späth direkt, sondern nach eigener Aussage Dipl.-Ing. (FH) Günter Sch., der damals Betriebsleiter bei Zeiss, Jena war und von den West-Eigentümern den Auftrag bekam, 90 Prozent der Zeiss-Mitarbeiter zu entlassen. Als er das gemacht hatte, saß er selbst auf der Straße und muß heute im Westen real samt seiner Frau "bis zum Umfallen" arbeiten, weil die Rentenansprüche, die sie in der "DDR" erwarben, nichts mehr Wert sind.

Zitat:
Jetzt sag noch die DDR-Bevölkerung war scharf auf bundesdeutsche Arbeitslosigkeit, Verarmung und Verelendung?
Gewiß nicht. Sie mußten leider lernen, daß die Freiheit zu reisen auch die Gefahr einschließt, unter Brücken schlafen zu müssen.

Aber was hat das mit dem Thema des Thread zu tun?

Ich denke sowieso, daß nicht mehr Selbstständige Hartz IV brauchen,- sondern daß sich, "der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe" (Verfasser vergessen) immer mehr langzeiterwerbslose Menschen aus Hartz IV heraus selbstständig machen, so, wie ich das auch tue. Als Strohhalm aus dem Morast der Absagen für reguläre Arbeitsplätze.
Rounddancer ist offline  
Alt 20.06.2011, 14:52   #106
Bambi_69
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Bambi_69
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Vielleicht sollten wir wieder etwas mehr "on-Topic" werden? Fahrzeugmarken und/oder Geschichtliches führt in ganz andere (wenn auch interessante) Bereiche, die einen eigenen Thread wert wären

Also back to Topic: Wie steht es denn dann mit der Verpflichtung "Alles zu tun, um die eigene Bedürftigkeit zu verringern."? Bei einem angemeldeten Gewerbe das anrechenbare Gewinne abwirft oder die Chance besteht, dass dies passiert wird doch genau dem Folge geleistet - oder? Im Umkehrschluss müsste man jedes prekäre Beschäftigungsverhältnis von den Minijobs angefangen bis hin zu sonstigen Festanstellungen, die zu gering bezahlt sind, verbieten. Glaubt da aber jemand dran? Das würde die Statistik von heute auf morgen nach oben korrigieren und ich denke, da hat nicht wirklich jeder in der derzeitigen Regierung ein Interesse daran!

Ich denke, der Hund liegt woanders begraben. Sobald einer ein Gewerbe angemeldet hat, wird er für viele Maßnahmeträger uninteressant. Ich habe es selber mehrmals aus erster Hand erfahren dürfen, dass man Leute mit angemeldetem Gewerbe eigentlich nicht im "Unterricht" oder in einem 1-Euro-Job haben möchte, da dies nicht die bevorzugte Zielgruppe ist.
Herr Alt wird vermutlich von 2 Seiten Druck verspüren: Einmal die Angestellten der Leistungsabteilungen, die mit der zusätzlichen Arbeit, die die Selbständigen oder Gewerbebetreibenden verursachen, überfordert sind und einmal die Maßnahmeträger, die ihre Kurse nicht vollbekommen (ja sowas passiert!) und sich durch "100%ige Erwerbslose ohne Gewerbe" mehr "Frischfleisch" erhoffen.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen stellen keinerlei Rechtsberatung dar sondern entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.
Bambi_69 ist offline  
Alt 20.06.2011, 14:56   #107
jockel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Mal ganz ehrlich, Jockel,

nur mal so unter uns,

glaubst du wirklich, was du da schreibst???





Du redest gerade auch in meinem Namen. Ich habe aber anders gedacht.

Du solltest einfach einsehen, dass die überwältigend übergroße Mehrheit der DDR Bevölkerung den Sozialismus satt hatte - die unnatürliche Teilung Deutschlands satt hatte.


Um annähernd beim Thema zu bleiben, ich habe keine Lust irgendwelche Behörden, Regierungen, Gremien entscheiden zu lassen, ob Bedarf besteht sich selbstständig zu machen. Das wäre nämlich im realen Sozialismus Bedingung.

Ich möchte das selbst entscheiden!
Was uns Dein Mistwesten mit seiner idiotischen Freiheit anrichtet, erleben 7 Mio. Arbeitslose am eigenem Leib täglich. So ein Land lauter Gaunermachthaber braucht kein Mensch. Wenn es Dir so sehr gefällt, dann laß Dich mit diesen Gangstern einpökeln.

Deine sogenannte übergroße Mehrheit der DDR-Bevölkerung auf Schwarzgelb war geil auf die D-Mark und denen geht das Schicksal ihrer Mitmenschen am Hintern vorbei. Solche Menschen können mir gestohlen bleiben. Die gehen über Leichen wie ihre neuen Machthaber.
jockel ist offline  
Alt 20.06.2011, 15:21   #108
jockel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

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davon wußten wir damals nichts. Für uns war die Ostzone ein weisser Fleck auf der Deutschlandkarte, an deren linkem, oberen Ende ein halbes Westberlin hin, angebunden durch zwei, drei Interzonen-Autobahnen.
Wir wußten nichts, und die "da drüben", dachten, im Westen seien alle reich, und Jacobs-Kaffee, wie auch Nur Die-Strumpfhosen und Milka-Schokolade seien genauso toll, wie jederzeit volle Läden zu haben, und immer große, schöne Bananen, und die Reisefreiheit.
Sie ahnten nicht, daß einiges von dem, was Herr Schnitzler über die Situation im Westen erzählte, wahr war.



Wir wußten davon nichts, weil unser Geschichtsunterricht in ziemlich allen Schularten mit der "Machtübernahme 1933" zu Ende war.

Und nur wenn wir den Zuschuß für die Reise nach Berlin wollten, mußten wir dann in Berlin einmal 90 Minuten einem Vortrag über die wirtschaftliche Situation der "DRR" anhören.




Glaub mir, das wäre uns auch deutlich lieber gewesen,- denn seit dem Anschluß der "DDR" gehts bei uns, für die Masse der Menschen hier, bergab. Alles stürmte in den Osten. Wir bekamen damals über Monate keine Haribo-Ware,- weil die fast ihre ganze Produktion nach dem Fall der Mauer in die "DDR" lieferten, da die ganzen West-Lebensmittelketten dort das vom Westen gewohnte Sortiment auch den "Ossies" verkaufen wollten. Das wurde dann noch verstärkt durch die Wirtschaftskrise, die seit dem 11.09.2001 läuft.

Ja, die ursprünglichen Bürgerrechtler in der ""DDR" wollten eine gerechtere "DDR", sie wollten Reisefreiheit und Meinungsfreiheit. Sie wollten freie und geheime Wahlen,- statt nur "Falten gehen".
Bloß ihnen lief das dann bald aus der Hand,- denn dann kamen die von Porsche, D-Mark, und Bananen angelockten, lauten Gruppen,-
und plötzlich hieß das nur noch: "Bringt uns die D-Mark, sonst kommen wir zu ihr!". Die "Mauerspechte" taten dann den Rest.

- Lothar Späth machte 15.000 Zeissangehörige arbeitslos,

also das war nicht Späth direkt, sondern nach eigener Aussage Dipl.-Ing. (FH) Günter Sch., der damals Betriebsleiter bei Zeiss, Jena war und von den West-Eigentümern den Auftrag bekam, 90 Prozent der Zeiss-Mitarbeiter zu entlassen. Als er das gemacht hatte, saß er selbst auf der Straße und muß heute im Westen real samt seiner Frau "bis zum Umfallen" arbeiten, weil die Rentenansprüche, die sie in der "DDR" erwarben, nichts mehr Wert sind.



Gewiß nicht. Sie mußten leider lernen, daß die Freiheit zu reisen auch die Gefahr einschließt, unter Brücken schlafen zu müssen.

Aber was hat das mit dem Thema des Thread zu tun?

Ich denke sowieso, daß nicht mehr Selbstständige Hartz IV brauchen,- sondern daß sich, "der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe" (Verfasser vergessen) immer mehr langzeiterwerbslose Menschen aus Hartz IV heraus selbstständig machen, so, wie ich das auch tue. Als Strohhalm aus dem Morast der Absagen für reguläre Arbeitsplätze.
Wie krank muß man im Hirn sein, sich aus der Arbeitslosigkeit selbstständig zu machen?

Für armgemachte Habenichtse bleibt Existenzgründung eine Luftnummer mit dem Ergebnis sich schnellstens noch mehr Schulden am Hintern kleben zu lassen.

Eine der wichtigsten Grundbedingungen: Mindestens 20 bis 30% Eigenkapital für sein gegründetes Unternehmen. Wer weniger hat, ist zum Scheitern verurteilt.

Wer keine betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse besitzt oder sich nicht aneignet, kann die Schnapsidee der Existenzgründung auch begraben.

Wo lohnt sich eine Existenzgründung?

Wenn es genügend große Marktlücken gibt, wo sich noch niemand eingenistet hat.

Marktlücke: Wenn es schon hundert Taxifahrer am Bahnhof gibt und es ist eine Gegend von Arbeitslosen und eine Zeit der Wirtschaftskrise, dann wird sich auch für den 101. neuen Taxifahrer kein zahlungskräftiger Fahrgast finden. Dann stehen 101 fahrer sinnlos rum und können die Betriebskosten ihrer Fahrzeuge nicht bezahlen.

Wenn man den genannten Eigenkapitalumfang vorhanden hat.

Die Geschäftsidee tragfähig ist, durch ein Geschäftskonzept amtlich geprüft und abgesegnet wurde.

Wenn man aus einem soliden Job heraus mit reichlich sozialer Sicherheit ein neues Standbein schafft. Für Beamte und pensionerte Beamte ist ein Nebenjob sinnvoll, denn wenn sie mit den Nebenjob einbrechen, dann bleibt ihnen der Beamtensold oder die Pension.

Aber ein Arbeitsloser hat sich mit einen Kredit auf die Existenzgründig eingelassen. Wenn denn seine Existenzgründung nicht läuft, dann kann er sich einsargen lassen.

Wozu gibt es Technologie- und Gründerzentren und läßt sich nicht von denen sachkundig schulen?

Wenn mir schon ein Politiker mit der Schnapsidee Existenzgründen kommt, dann frage ich mich: Wenn das so schön und lukrativ für jeden Bundesbürger ist, Unternehmer zu werden, wieso gehen die Politiker-Knallköppe nicht selbst mit guten Beispiel voran?

Wieso bleiben die auf Ihren Diätensessel sitzen? Die wissen nicht, wovon sie reden. Es sind geistlose Papageien, die alles nachquatschen, was man ihnen vorplappert.
jockel ist offline  
Alt 21.06.2011, 06:32   #109
2010
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2010 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Bambi_69 Beitrag anzeigen
Ich denke, der Hund liegt woanders begraben. Sobald einer ein Gewerbe angemeldet hat, wird er für viele Maßnahmeträger uninteressant. Ich habe es selber mehrmals aus erster Hand erfahren dürfen, dass man Leute mit angemeldetem Gewerbe eigentlich nicht im "Unterricht" oder in einem 1-Euro-Job haben möchte, da dies nicht die bevorzugte Zielgruppe ist.
Herr Alt wird vermutlich von 2 Seiten Druck verspüren: Einmal die Angestellten der Leistungsabteilungen, die mit der zusätzlichen Arbeit, die die Selbständigen oder Gewerbebetreibenden verursachen, überfordert sind und einmal die Maßnahmeträger, die ihre Kurse nicht vollbekommen (ja sowas passiert!) und sich durch "100%ige Erwerbslose ohne Gewerbe" mehr "Frischfleisch" erhoffen.
Ich habe welche angetroffen. Selbständige in einer Maßnahme.
Einen Landschaftsgärtner, einen Kneipenwirt, einen Ladenbesitzer (second hand)
Warum sollten solche Aufstocker nicht genommen werden ?
Dafür gibt es flexibele Maßnahmezeiten. Extra für Auftsocker gedacht.
2010 ist offline  
Alt 21.06.2011, 09:03   #110
Rounddancer
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Richtig. Und es gibt Kurse, Vorträge und Workshops für Gründer, etc.
Rounddancer ist offline  
Alt 21.06.2011, 12:25   #111
Patenbrigade
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Was uns Dein Mistwesten mit seiner idiotischen Freiheit anrichtet, erleben 7 Mio. Arbeitslose am eigenem Leib täglich.
Ohne diese "idiotische Freiheit" wärst du allein für deine Postings hier für Jahre in den Bau gewandert.
Aber das wirst du nach gut 20 Jahren längst verdrängt haben.

Zitat:
Wie krank muß man im Hirn sein, sich aus der Arbeitslosigkeit selbstständig zu machen?

Für armgemachte Habenichtse bleibt Existenzgründung eine Luftnummer mit dem Ergebnis sich schnellstens noch mehr Schulden am Hintern kleben zu lassen.

Eine der wichtigsten Grundbedingungen: Mindestens 20 bis 30% Eigenkapital für sein gegründetes Unternehmen. Wer weniger hat, ist zum Scheitern verurteilt.

Wer keine betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse besitzt oder sich nicht aneignet, kann die Schnapsidee der Existenzgründung auch begraben.

Wo lohnt sich eine Existenzgründung?
Es gibt auch nahezu investitionsfreie Existenzgründungen Da erübrigt sich auch das Eigenkapital. Ich jedenfalls bin so fast weg vom SGB II und wäre längst vollkommen weg, wenn mich meine Frau nicht immer mal wegen meiner Schwerbeschädigung zurück pfeifen würde.

Ich behaupte auch, wer in der Lage ist eine Steuererklärung allein zu fertigen, der braucht maximal eine halbe Stunde sich die betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse für Kleinstunternehmer anzueignen. Ein Block Papier und zwei Schuhkartons. Schon hat man praktisch alles zusammen.
 
Alt 21.06.2011, 13:10   #112
Rounddancer
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Es gibt auch nahezu investitionsfreie Existenzgründungen Da erübrigt sich auch das Eigenkapital.
richtig, und der Antrag auf Einstiegsgeld.

Zitat:
Ich jedenfalls bin so fast weg vom SGB II und wäre längst vollkommen weg, wenn mich meine Frau nicht immer mal wegen meiner Schwerbeschädigung zurück pfeifen würde.
was naturlich recht schnell dann hinzukommt, das ist die Frage der Krankenkasse, ob man nicht doch freiwillig vesichert sein müßte, weil man mehr als nur marginal durch die Selbstständigkeit verdient.

Da kann es dann heißen: Entweder voll reinzuklotzen, damit der freiwillige Krankenkassenbeitrag (Minimum ca. 280 EUR plus rund 30 EUR Pflegeversicherung/Monat) sicher mit "herausspringt",- oder sich abbremsen, Aufträge ablehenen oder, besser, weitergeben, damit man solange man den großen Sprung noch nicht schafft, gesetzlich pflichtversichert bleiben kann.

Ein Klotz am Bein kann auch die Vervierfachung des Beitrages bei der Arbeitslosenversicherung sein, die wollen jetzt statt rund 20 Euro rund 80 Euro im Monat.
Infos dazu u.a. bei gruendungszuschuss.de :: Gründungszuschuss - Klartext zur wichtigsten Gründungsförderung

Zitat:
Ich behaupte auch, wer in der Lage ist eine Steuererklärung allein zu fertigen, der braucht maximal eine halbe Stunde sich die betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse für Kleinstunternehmer anzueignen. Ein Block Papier und zwei Schuhkartons. Schon hat man praktisch alles zusammen.
Stimmt.
Und wer sichergehen will, der bestellt sich für kleines Geld einmal jährlich die "Steuerkiste", das ist eine Schachtel. Da legt er Kassenbuch, Kontoauszüge, Belege und Steuernummer rein, klebt sie zu. Die Kiste wird dann wieder abgeholt, und bald darauf bekommt man die komplette Steuererklärung, gemacht von echten Steuerberatern.
Rounddancer ist offline  
Alt 21.06.2011, 14:34   #113
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Ohne diese "idiotische Freiheit" wärst du allein für deine Postings hier für Jahre in den Bau gewandert.
Aber das wirst du nach gut 20 Jahren längst verdrängt haben. ...
Der Bau wäre mietfrei und bei kostenloser Verpflegung gewesen.


Dafür haben wir
  • den offenen Strafvollzug in Arbeitslosigkeit mit garantierter Altersarmut,
  • Mittellosigkeit, weil unter einer Menge von vorgeschobenen Gründen der Leistungsbezug unterbunden wird,
  • Weiterbildung absichtlich sabotiert wird,
  • keine amtliche Arbeitsvermittlung und -förderung stattfindet (denn das steht nur theoretisch zur Verfügung, weil man es zur Kann-Bestimmung erklärt und per Gesetz bzw. Verwaltungsvorschriften absichtlich Jobbarrieren aufbaut.)
Hartzgesetzgebung ist eine erklärte Grundgesetz- und Menschenrechtsverletzung und verhängtes Berufsverbot!!!

Wir haben organisiertes Sozial- und Lohndumping (Prekärbeschäftigungen, Streichung von Rentenbeitragsabführungen für Alg-II-Empfänger, Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69, Absenkung der Schonvermögenfreigrenzen, Beitragsanhebung und Zuzahlungen in der KV, Verschlechterung der Gesundheitsversorgung)

Soll das Freiheit sein?

Bestimmt nur eine Freiheit sich wegen Aussichtslosigkeit aufzuhängen.

Ich gratuliere zu dieser angestrebten, kapitalrepublikanischen Einheit von egoistischen Profiteuren und Gaunern!!!
jockel ist offline  
Alt 21.06.2011, 14:42   #114
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
...


Stimmt.
Und wer sichergehen will, der bestellt sich für kleines Geld einmal jährlich die "Steuerkiste", das ist eine Schachtel. Da legt er Kassenbuch, Kontoauszüge, Belege und Steuernummer rein, klebt sie zu. Die Kiste wird dann wieder abgeholt, und bald darauf bekommt man die komplette Steuererklärung, gemacht von echten Steuerberatern.
... nur gegen eine fette Kostenabrechnung. Sicher kann man diese Abrechnung, den Steuerberater und diese BRD auch von der Steuer dank schwarzgelber Schmierung absetzen.

Ich habe immer noch die FDP-Arien vom Steuersenken für Unternehmer, Freiberufler, Schöne, Reiche und Prominente im Ohr. Dafür soll der blöde Michel für diese Gaunerklientel Extrasteuern blechen.

Soll wohl Steuergerechtigkeit sein?
jockel ist offline  
Alt 21.06.2011, 14:57   #115
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Idee AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Der Bau wäre mietfrei und bei kostenloser Verpflegung gewesen.
na, ich weiß das anders.
Ich habe einen Bekannten, der saß als "Politischer" in Bautzen.

Den haben die im "DDR"-Knast total kaputtgemacht, als der nach Mauerfall rauskam, da war er physisch und psychisch total im Eimer, ein Wrack. Irreparabel.

Und ist nun dauerhaft erwerbsunfähig, muß von Sozialhilfe leben.
Rounddancer ist offline  
Alt 21.06.2011, 14:59   #116
Rounddancer
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
... nur gegen eine fette Kostenabrechnung.
Nein, bitte richtig lesen, ich schrieb über die "Steuer-Kiste" von "kleinem Geld".
Rounddancer ist offline  
Alt 21.06.2011, 17:27   #117
jockel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
na, ich weiß das anders.
Ich habe einen Bekannten, der saß als "Politischer" in Bautzen.

Den haben die im "DDR"-Knast total kaputtgemacht, als der nach Mauerfall rauskam, da war er physisch und psychisch total im Eimer, ein Wrack. Irreparabel.

Und ist nun dauerhaft erwerbsunfähig, muß von Sozialhilfe leben.
Weißt Du was Dauerarbeitslosigkeit bei unserer Jugend für Auswirkungen haben wird - mit 30 gefeuert und erst nach aktuellen schwarzgelben Festlegungen mit 69 in Altersrente, wenn man denn die 35 Jahre rentenbeitragspflichtige Jahre als Zugangsbedingung gepackt haben soll?

69 - 30 = Differenz 39 Jahre unversichert mit vielen Zeiten versagter Arbeitslosengelder --> Folge: Hungerrente oder keine Rente!!!

Wenn Du das mit Arbeitslosigkeit ab 5 und mehr Jahre hinter Dir hast, von keiner Seite Hilfe erhälst sozial sicheren Boden wieder zu erreichen und nur die Altersarmut "am Ende des Tunnels" siehst, dann wirst du auch ein seelisches Wrack vor lauter Wut im Bauch wegen dieser Gauner- und Gangsterrepublik.

Die Machthaber dieser BRD machen uns mit voller Absicht zu psychischen und seelischen Krüppeln.

Du hast die Eingliederungsvereinbarung mit 5 Bewerbungen pro Monat vor Augen, bekommst aber, weil man Dich mit Tricks und Kniffen aus den Leistungsbezug katapultiert hat, keinen Bildungs- oder Vermittlungsgutschein. Im Grunde existierst Du nicht mehr für die Arbeitslosenverwahrlosungsämter, bist auch nicht mehr kranken- und pflegeversichert, weil die ARGE die Leistungseinstellung als schriftlichen Bescheid nicht bescheinigt. Die Krankenversicherung besteht auf den Bescheid zur Leistungseinstellung, weil sie ja den Beginn der freiwilligen Krankenversicherung festsetzen muß. Das juckt die ARGE bzw. ihr vom Landkreis festgesetzter Nachfolger - Jobcenter nicht die Bohne. Die wissen genau, daß du frühestens nach 6 Monaten mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde und Untätigkeitsklage beim Sozialgericht antreten darfst und dort wiederholt sich das Verschleppen. Es dauert eben bis man den Gerichtstermin erhält. So schindet dieser Staat auf Kosten der Arbeitslosen Zeit und Geld, verhindert die Finanzierung des Lebensunterhalts und die Erfüllung der Rentenanwartschaften. Ohne diesen Wisch springt ersatzweise in der Arbeitsförderung und -vermittlung auch keine Arbeitsagentur oder das Integrationsamt ein.

Mach das mal mehrmals während Deiner 39jährigen Arbeitslosenkarriere mit. Da kommt Freude, Zuversicht und Selbstbewußtsein auf.

Ein feste Burg ist unser Gott - Auf diese Heuchelei, Verlogenheit und Hinterhältigkeit mache ich einen großen braunen Haufen!!!

Soll man da auf den Boden des verlogenen Grundgesetzes als treuer Neu-Bundesbürger bleiben und Hurra zu der Freiheit rufen?

Das sind keine Einzelfälle, keine Zufälle. Nein das hat Methode, ist von langer Hand massenhaft gegen das eigene Volk organisiert.

Ich kann mich um sozialrechtlichen Beistand bei meiner Branchengewerkschaft als zahlendes Mitglied kümmern. Auch die interessieren diese Mißstände nicht.

Ich sehe für mich keine Lösung oder einen Ausweg mehr. Bewerben ist sinnlos, weil ich seit Jahren aus Erfahrung das Ergebnis schon vorher kenne - keine Antworten oder von 2% aller Bewerbungsanschreiben eine schriftliche Ablehnung.

Was soll man mir denn unter solchen Bedingungen überhaupt kürzen oder sperren?

In Beschäftigungsprojekte oder Behindertenförderungen komme ich amtlich auch nicht mehr. Man ist in diesem Land raus aus der Statistik und hat draußen zu bleiben. So spart man sich bei Millionen gleichbetroffener Arbeitsloser die Mittel, um damit die Banken zu schmieren, um als Politiker in diesen Banken seinen Frühstücksdirektorenposten zu sichern.

Es ist eine Diktatur von Kapital und Profit und der Mensch ist Müll. So steht's um diese BRD und das ganze christlich-neoliberal wie privatwirtschaftlich verseuchte Europa.

Da hilft auch keine Existenzgründung. Lebe einmal in einer Gegend, wo es nur arbeitslos gemachte Menschen gibt. Die können nicht bei Selbstständigen einkaufen gehen.

Woher sollen sie das Geld nehmen, um deren Rechnungen zu bezahlen?

Für diese Mistzustände ist schwarzgelb verantwortlich. Die gehen vor lauter Profitsucht und Machtgier über Leichen.
jockel ist offline  
Alt 21.06.2011, 19:07   #118
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

ganz ehrlich lieber arbeitslos in holland, ich kann deine wut und auch deine intention immer noch nicht nachvollziehen, aber wahrscheinlihc liegt das an meiner ahnungslosigkeit.

Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
beispiele kenne ich ohne ende zb von ebax. ich war dort jahrelang ein forenonkel, der selbsternannte "experten" vor ihrem endgültigen finanziellen ruin bewahren wollte. allesamt "bildungselite" dh. mindestens abitur und studium und dumm wie die nacht !
tja die geschichte kenne ich nun nicht

Zitat:
und jetzt komm' ich daher mit hauptschule und ohne ausbildung und soll solchen narren helfen !
und wie hast du dich gefühlt, weil sich dich zum retter ernannten?


Zitat:
wären sie im hartz IV-bezug geblieben, wären sie finanziell nicht ganz so derbe auf die schnute gefallen !
damit sagst du doch: bleibt auf hartz iv
da wißt ihr was ihr habt!


Zitat:
nach der logik von der uv/dl müßen sich die elo bloß gegenseitig versicherungen verschachern und damit wäre der kittel geflickt !
absurd !
nun ja ich folgte nur deiner logik!
selbständig + aufstockung = pfui bäh
=> nicht genug kohle = vollbezug

Zitat:
ich füttere gar nix irgendwo durch.
ich weiß, du bist ja aus dem deutschen sozialsystem weg und nun in holland.

Zitat:

tatsache ist doch, das sich leute mit völlig absurden ideen selbstständig machen.
definiere absurde idee.


tatsache ist, das für reele arbeit immer weniger gezahlt wird.
genau wie in den prekären angestelltenverhältnissen.

um einen auftrag zu bekommen muß ich ihn für weniger geld anbieten, als ich eigentlich bräuchte, um kostendeckend zu arbeiten.
das hat nichts mit absurden ideen zu tun, das sind markt gegebenheiten.

nur kannst du auch nicht rumgehen und abzählen und sagen, jeder 5. meldet mal flugs sein business ab!


Zitat:
das ist mal wieder der heilige st. florian
amen

anyway: glaubst du irgendwer ruft bei seiner konkurenz an:
"hallo herr meier, ich bin ja auch selbständig." - "ja gleiche branche wie sie, lustig gell" - "naja es läuft nicht so gut, sagen wir noch nicht, deswegen kriege ich noch aufstockend geld vom staat, um nicht zu verhungern, was halten sie davon" "ach finden sie doof, na dann haben sie sicher nen job für mich"

wäre doch auch ganz lustig so mal um einen job zu betteln.


Zitat:
du wirst dich wundern:
wow

Zitat:
ähnlich wie in den NL(und jetzt von der politik vorgeschlagen)

statt auf alle ewigkeiten kdu und rs, zeitlich begrenzt. entweder der laden läuft, oder eben nicht.
ist es in NL nicht auch so, das sich die jobcenter mitarbeiter wirklich um ihren kunden kümmern? sie nicht soviel angst vor der rute haben müssen und der mitarbeiter es wichtig findet, das sein kunde einen job findet!

wie sind da deine erfahungen? haben sie dir geholfen einen job zu finden?

Zitat:
ich kenne keine reichen, die denn staat nicht beschissen haben, wo sie konnten. erwartest du von mir die aufforderung, gefälligst deine steuern zu bezahlen ?!?
ist mir doch egal !
du brauchst mich nicht auffordern.
wenn ich geld verdiene, zahle ich meine steuern.
mir ist es wurscht, was du oder sonst wer von mir denkt!
denke meinet wegen, das ich bescheuert, ahnungslos, berumst oder sonst was bin. hat jeder umsonst.

mir ist es nur wichtig, das ich ethisch handele und mir an jedem morgen im spiegel ins gesicht gucken kann.

Zitat:
du bist doch wohl nicht so bekloppt, dass du von betrüger-doktoren drohen lässt.
ich lasse mir von nichts und niemandem drohen.
und ich entscheide was für mich ethisch relevant ist und was nicht.





Zitat:
ich habe leuten schon geholfen und mich dabei strafbar gemacht !
selbst schuld

Zitat:
wirtschaftlich vernünftig ist es aber auch, wenn deine konkurrenz ebenfalls die hand auffällt, ob bedürftig oder nicht.
vielleicht macht sie das auch.
mich ruft nur keiner an…… siehe oben


Zitat:
so bekloppt können nur die deutschen sein !
aber da bist du ja nicht mehr von betroffen :hurra:
helz ist offline  
Alt 21.06.2011, 19:14   #119
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
für mich war die grenze mit der finanzierung der dt. einheit eindeutig und endgültig überschritten. ich soll zahlen, damit die treuhand den plunder an die pfeffersäcke verschachert-ich glaub' mich holnse ab
das war lange vor hartz IV(!!!)
aber dann kannst du doch jetzt nicht über die motzen, die eben andere entscheidungen getroffen haben, oder eben nicht die alternative hatten wie du!


Zitat:
und außerdem:
habe ich nicht eingesehen, 2000 das selbe geld angeboten zu bekommen, wie 1994.
leider ist es so, das man heutzutage erwartet, das du für weniger geld als 1994 arbeiten gehst
und wie gesagt, nicht jeder hat die möglichkeit, einfach diesem land den rücken zu kehren.
es gibt auch verpflichtungen anderen menschen gegenüber: kinder, eltern ……


Zitat:
wenn sie politikern ist, dann ist das so. und wenn nicht, dann nicht
du wirst das jetzt sicher komisch finden: aber auch politiker sind menschen
und andereseits hättest du aus katharin.s beiträgen schon absehen können: keine politikerin






Zitat:
ich habe doch hier auch chefs, beamte und politiker
und die chefs sind selbständig?


Zitat:
nur die bezahlen in die gleichen systeme ein, wie jeder niederländer
und ich auch.
ahhh ok
du möchtest also, das das system in deutschland so verändert wird, das sowohl selbständige als auch angestellte sich an allen lasten gleichermaßen beteiligen!
wenn das so ist, dann darf auch jeder partizipieren im notfall?


Zitat:
daneben greift mir die königin lang nicht so unverschämt in die tasche, wie das murksel !
und du möchtest gerne eine reduzierung der abgabenlast?


Zitat:
ich bin nicht geflüchtet aus bestimmten gründen, sondern aus rein wirtschaftlichen erwägungen. sowieso ist das wort "flucht" oder "migrant" in europa nicht korrekt.
wortklauberei

abgehauen, dich davon gemacht, im sack gehauen, deutschland die rote karte gezeigt …………


Zitat:
ich sah mich schon immer eher als europäer, nicht als deutscher !
ich bin weltbürger
helz ist offline  
Alt 21.06.2011, 19:28   #120
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Die älteren unter uns wissen es alle - ehrliche Arbeit lohnt in diesem Lande nicht mehr - also warum nicht die unehrlichen Volksverräter mit ihrem Aufschwung XXL verhöhnen?

Ich denke, streng genommen haben (fast) alle Politiker der 4 Hartz IV Fraktionen einen Lattenschuss der irreparabel ist.
FrankyBoy ist offline  
Alt 21.06.2011, 19:29   #121
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Bambi_69 Beitrag anzeigen

Also back to Topic: Wie steht es denn dann mit der Verpflichtung "Alles zu tun, um die eigene Bedürftigkeit zu verringern."?

Bei einem angemeldeten Gewerbe das anrechenbare Gewinne abwirft oder die Chance besteht, dass dies passiert wird doch genau dem Folge geleistet - oder?
absolut korrekt und wenn ich mich selbständig mache, und selbst wenn ich am anfang nur 100 euro damit mache, verringere ich meine bedürftigkeit!
Zitat:
Im Umkehrschluss müsste man jedes prekäre Beschäftigungsverhältnis von den Minijobs angefangen bis hin zu sonstigen Festanstellungen, die zu gering bezahlt sind, verbieten.
genau

aber da wird ja gerne unterschieden zwischen
sozialversicherungspflichtigem beschäftigungsverhältnis - das ist immer guuuuut, weil es wie auch immer geld in die kasse von arbeitsamt und co spült
und selbständigkeit - bööööse - weil das erstmal keine kohle in die kassen spült
aber sehr kurzsichtig gedacht meiner ansicht nach - wenn es läuft (und das kann man eben erst nach einigen jahren sagen) dann schafft man selber sozialversicherungspflichtige jobs.


Zitat:
Ich denke, der Hund liegt woanders begraben. Sobald einer ein Gewerbe angemeldet hat, wird er für viele Maßnahmeträger uninteressant.
und ich denke diese maßnahmenträger sind die eigentlichen schmarotzer, die echt dick kohle abgreifen und nicht unbedingt immer den adäquaten gegenwert liefern.

und natürlcih haben die kein interesse daran, das ihnen da jemand in die pfeife spuckt
helz ist offline  
Alt 21.06.2011, 19:32   #122
Kelton
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von helz Beitrag anzeigen
du möchtest also, das das system in deutschland so verändert wird, das sowohl selbständige als auch angestellte sich an allen lasten gleichermaßen beteiligen!
wenn das so ist, dann darf auch jeder partizipieren im notfall?
Das wird ja gerne vergessen: Wer in die Sozialkassen einbezahlt, hat selbstverständlich auch einen Anspruch auf Leistungen daraus. Und zwar in einem Umfang, der sich nach der Höhe seiner Einzahlungen richtet.
Kelton ist offline  
Alt 21.06.2011, 20:15   #123
Timmy.79
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Idee AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Sorry, wenn ich jetzt hier einfach so „reinpfusche“...


Die folgende Story ist nicht von mir. Sie stammt aus dem Jahre 2003, ist also schon knapp acht Jahre alt.


Warum ich das hier rein stelle?


Hier wird ständig über die Politik geredet, geschimpft, sich beschwert über diese schlimmen Zustände, die uns von diesen Politikern zugemutet werden.


Ich möchte hier mal eine andere Sichtweise anbieten. Die Politiker sind doch lediglich Marionetten, korrupte zwar [nicht alle...oder doch???]...aber lest mal.


Einige Dinge sind auch aus meiner Sicht nicht ganz optimal dargestellt – aber darüber können wir ja gerne auch noch diskutieren, wenn gewünscht. Und ein paar Schreib- und Grammatikfehler gibt's auch kostenlos dazu...


Und - wie gesagt - aus 2003...daher auch nicht über die Namen der Politiker wundern... na, nun aber los ...





Warum die Demontage des Sozialstaats nur logisch ist.


Alle regen sich auf: Der böse Schröder, der macht uns mit seiner Agenda 2010 den ganzen schönen Sozialstaat kaputt. Natürlich macht er das. Aber das liegt nicht an Schröder, der kann nämlich nicht anders. Nur ist es für Politiker schwer, einzusehen, dass ihr Tun gar nicht ihrem eigenen Willen unterliegt. Und noch schwerer ist es zuzugeben, dass sich von denen kaum jemand Gedanken darum macht, warum der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar sein soll. Denn das hieße ja zuzugeben, dass man von Wirtschaft keine Ahnung hat. Und das zehrt am Selbstbewusstsein Dabei ist das alles nur ein bisschen Mathematik…


Am Anfang war das Wirtschaftswunder. Die deutsche Wirtschaft wuchs und wuchs und zwar so schnell, dass jedermann auf den Gedanken kam, dieses Wachstum wird nie enden. Falsch gedacht. Denn schaut man sich die Wachstumsraten an, die die deutsche Wirtschaft fabriziert, so werden die immer kleiner. Das heißt nicht, dass die Deutschen weniger produzieren. Nein! Sie produzieren nur nicht mehr soviel mehr. Klingt verwirrend? Deshalb haben sich die deutschen Politiker ja auch darauf geeinigt, alles für neues Wachstum zu machen - denn sie verstehen die Welt ja selbst nicht mehr.


Früher wuchs die Wirtschaft schon mal mit 10% oder so, das heißt die Leute produzierten nicht mehr das gleiche wie im Vorjahr, sondern eben 10% mehr. Nett. Einen Luftballon mit einem Liter Luft zu füllen ist nicht schwer. Da 10% draufzulegen sind grade mal 0,1 Liter mehr. Das ist kein Problem. Bläst man aber ein Weilchen und kommt irgendwann bei 10 Litern an, so muss man plötzlich schon einen ganzen Liter zusätzlich rein pusten, um wieder 10% Wachstum zu erzielen. Bei 100 Litern Luftballonfüllung sind 10% plötzlich 10 Liter. Kein Wunder, dass einem da langsam die Puste ausgeht.


Genauso ist das mit der Wirtschaft. So lange eine Wirtschaft am Boden ist, kann sie vergleichsweise große Sprünge machen. Aber irgendwann geht ihr die Luft aus. Die Leuten wollen nicht mehr soviel kaufen, denn sie haben schon alles; die Produktion wird immer effizienter, weil man so fleißig ist, also werden Leute arbeitslos und die können - logischerweise - nicht mehr soviel einkaufen. Da stellt sich die Wirtschaft ihr eigenes Bein und was raus kommt ist: Weniger Wachstum als früher.


Das alles wäre ja grundsätzlich kein Problem, denn: Kein Wachstum heißt, immer "nur" das gleiche zu produzieren wir im Jahr zuvor. Und wenn ich letztes Jahr satt geworden bin, werde ich es auch dieses Jahr, wenn ich das gleiche zur Verfügung habe - das trifft auf Einzelpersonen genauso zu wie auf Gruppen von Personen, also die Wirtschaft. Es sei denn, irgendwer in der Gruppe zweigt immer mehr ab, als im Vorjahr. Dann muss für die anderen natürlich weniger bleiben. Aber in unser "Sozialen Marktwirtschaft" passiert doch Iowas nicht, weil wir doch alle so furchtbar sozial sind… Denken wir lieber nochmal drüber nach…


Helmut Creutz hat im Deutschlandfunk folgenden Vergleich gezogen: Man stelle sich vor, ein Mensch wächst, bis er ausgewachsen ist. Aber irgendwas in ihm, zum Beispiel die Lunge, hört nicht auf zu wachsen, sondern wächst immer weiter, immer weiter. Was passiert? Er wird nicht lange leben. Genau dieses Problem hat unsere Wirtschaft auch, nur ist das bis zu Onkel Schröder noch nicht durchgedrungen. Das kann man ihm aber kaum zum Vorwurf machen, denn den wenigsten Leuten ist dieses Problem bislang bewusst geworden. Aber wozu gibt's E-Mail, da kann man dem Herrn Schröder ja mal eine E-Mail schicken.


Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 3 nach der viel gefeierten Jahrtausendwende nicht mehr wachstumsfähig. Aus, vorbei, wenn wir Glück haben, wächst das Häuflein Elend nicht mehr, wenn wir Pech haben, schrumpft sie sogar. Bei mehreren Millionen Arbeitslosen eigentlich kein Wunder, aber anstatt die Gründe für diese Pleite zu suchen, machen wir den Faulenzern lieber Feuer unterm Hintern. Hocken sie doch schließlich nur den ganzen Tag rum, anstatt die vielen, vielen, vielen Arbeitsplätze zu besetzen, die überall auf der Straße herumlungern. Und so lange unser ***** im eigenen Arbeitsplatz noch halbwegs fest hängt, brauchen wir uns um die armen Schweine keine Gedanken zu machen. Die Politiker und die Experten, die werden mit Hilfe der Lobbyisten das Schiffchen schon wieder auf Kurs bringen.


Werden sie nicht! Die Mathematik hat was dagegen! Die Mathematik sorgt dafür, dass die Lunge des Patienten Wirtschaft immer weiter wächst, obwohl der Patient schon nah am Koma das mit dem Wachsen einfach nicht mehr hinkriegt. Also: Lungen-Operation. Doch halt! Bevor wir wie die Lobbyisten nach dem Motto "alles was stört fliegt raus" eine Total-Narkose machen, sollten wir uns vielleicht erst mal anschauen, woher Patient Wirtschaft sein Krebsgeschwür hat und was da so immer weiter wächst. Es ist: Geld! Ja! Geld wächst! Noch nie gesehen? Jede Bank wirbt doch mit "Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten, es wächst von ganz alleine". Jawohl! Geld wächst. Die Bankexperten müssen es doch wissen. Wer, wenn nicht die?


Wie wächst eigentlich Geld? Durch Zins. Jedes Kind weiß das. Wird es von der Schule bis in die feuchten "Ich wäre so gerne Millionär"-Träume durchexerziert bis zum geht-nicht-mehr. Der Zins sorgt dafür, dass Geld immer mehr wird. Und hey, Geld wächst genauso, wie unsere Wirtschaft! 100 Euro zu 10% angelegt bringen 10 Euro Zinsen. 110 Euro für 10% angelegt bringen 11 Euro Zinsen. 121 Euro für 10% angelegt bringen 12,10 Euro Zinsen. Und so weiter und so fort. Zinseszinseffekt nennt man, was dazu führt, dass wenn man heute einen Cent zu 5% angelegt, in 2000 Jahren mehrere Milliarden Goldkugeln vom Gewicht der Erde abholen kann. Ja!! Mehrere Milliarden Erdkugeln aus Gold warten auf jeden, der heute einen Cent zu 5% anlegt und ihn von seinen Nachfahren in 2000 Jahren wieder abholen lässt. Das klingt unglaublich, ist aber mathematisch korrekt. Und grafisch anschauen kann man sich das nochmal hier.


Na hoppala, da haben wir ja nicht nur das Krebsgeschwür im Körper unseres Wirtschaftspatienten ausgemacht, sondern auch noch das, was das Krebsgeschwür immer weiter wuchern lässt Nun, gegen Zins ist kein Kraut gewachsen. Den gab's schon immer, den wird's auch immer geben - so könnte der Kommentar eines Fantasielosen, der sich in sein Schicksal ergibt, aussehen. Sein Schicksal ist, irgendwoher mehrere Milliarden Goldkugeln in Erdgröße herzu kriegen, denn irgendjemand wird sich finden, der einen Cent zu 5% anlegt. Oder sein Schicksal (und das seiner Kinder und Kindeskinder) ist, immer mal wieder Wirtschaftszusammenbrüche mitzumachen, denn ganz offensichtlich geht das mit dem Milliarden Goldkugeln nicht.


Wirtschaftszusammenbrüche? Klingelt da irgendwas? Hey, ist es nicht genau das Problem, was wir grade haben? Aber was haben Goldkugeln mit Wirtschaftszusammenbrüchen zu tun? Das ist eigentlich ganz einfach: Geld vermehrt sich nämlich gar nicht von alleine. Das, was die Banken da erzählen ist Blödsinn. Geld vermehrt sich nur, wenn jemand anders dieses Geld als Schulden aufnimmt und dafür Zinsen zahlt. Wenn einer also 1000 Euro übrig hat und dafür Zinsen will, muss ein anderer die 1000 Euro aufnehmen und dafür Zinsen zahlen (ist Ihnen eigentlich schon mal die viele Finanz-Anlagen-Werbung in letzter Zeit aufgefallen?). Und wenn man auf der Bank 5% Zinsen kriegt, so will man auch für alle anderen Investitionen mindestens 5% Zinsen haben. Jeder wäre doof, wenn er sein Geld in Haribo-Aktien stecken würde, wenn er dort nur 4% bekommt! Denn dann wäre er besser dran, er würde es zur Bank bringen und dort 5% kassieren. Der Zinssatz gibt also vor, mit wie viel Rendite alle Investitionen sich verzinsen müssen.


Jetzt haben wir also 2 Möglichkeiten, an Geld zu kommen. Möglichkeit Nummer 1: Arbeit. Ihhgitt. Möglichkeit Nummer 2: Sein Geld arbeiten lassen (wobei wir ja inzwischen wissen, dass nicht das Geld selbst arbeitet, sondern ein anderer, der von seinem erarbeiteten Geld unsere Zinsen bezahlt). Also teilt sich alles, was man so produziert und verkauft auf: In die Einkommen für Arbeit und die Einkommen für Kapital, also Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen. Logisch dürfte sein, dass Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen zusammen das ergeben müssen, was die Wirtschaft produziert. Oder andersrum: Das, was die Wirtschaft produziert wird aufgeteilt auf die, die arbeiten und die, die das Kapital für diese Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Und jetzt kommt das, wo Schröder leider noch keine Ahnung von zu haben scheint.


Denn: Die Kapitaleinkommen wachsen immer weiter. Geld fließt dank Zins immer dorthin, wo schon Geld ist. Kapital fließt zu Kapital. Also werden auch die Kapitaleinkommen immer größer. Aber unsere Wirtschaft wächst nicht mehr und wir haben somit immer nur das gleiche zu verteilen. Wenn aber von einem gleich großen Kuchen die einen immer mehr kriegen (nämlich durch die immer weiter wachsenden Kapitaleinkommen), so müssen - logischerweise - die anderen, also die Arbeitseinkommen immer weniger kriegen.


Nun sitzt da nirgendwo jemand rum, der die Wirtschaftsleistung verteilt. Sondern es passiert über millionenfache klitzekleine Vorgänge: hier eine Lohnzahlung, da eine Zinszahlung, hier eine Arbeitslosenhilfe, dort eine Dividende. Die wenigsten sehen, was im Großen Ganzen passiert, weil jeder nur die vergleichsweise klitzekleinen Zahlungen um sich herum betrachtet und dann denkt, so schlimm kann es schon nicht sein. Nun ja Onkel Schröder jedenfalls kriegt von den vielen Arbeitnehmern Steuern. Leider zahlen in unserem "Sozialstaat" die Bezieher von Kapitaleinkommen kaum noch Steuern. Also sind Steuern vor allem Teile der Arbeitseinkommen. Und weil der Staat selbst haufenweise Zinsen zahlen muss (das was der Staat an Zinsen zahlt, kriegen andere als Kapitaleinkommen!) muss eben irgendwo gespart werden. Bislang gingen die Steuern vor allem für Soziales drauf. Soziales nutzt jeder von uns, indem er Kinder im Kindergarten oder Schule hat, indem er krank wird, indem er Arbeitslosengeld bekommt oder Wohngeld oder Kindergeld oder Straßen benutzt! Aber das sehen die meisten Leute nicht, sie lassen sich von den "Experten" sagen, dass die Lohnnebenkosten zu hoch sind (aber die meisten denken gar nicht drüber nach, was mit den "Kosten" passiert). Also ziehen wir alle zusammen an einem Strang, damit die Kapitaleinkommen ihren Tribut kriegen.
Im Am-falschen-Strang-ziehen-weil-ein-Experte-es-gesagt-hat sind wir wirklich gut!


Und die Moral von der G'schicht? Durch Zins und Zinseszins werden automatisch diejenigen reicher, die schon viel haben und bezahlen müssen das die ganzen anderen - unter anderem durch den Abbau des Sozialstaats. Und Onkel Schröder kann gar nichts dafür, er sorgt unwissend dafür, dass der Prinz von Zinseszins seinen Tribut erhält. Wenn er es nicht tut, hätte es ein Herr Stoiber getan, zum Schluss kommt es aber auf dasselbe heraus.


Es gibt Leute, die meinen, es gäbe Geld, das frei von Zins sei, sie nennen es deshalb "Freigeld". Lächerliches Pack. Wer will schon Geld ohne Zinsen? LIEBER VERZICHTE ICH AUF DEN SOZIALSTAAT, ALS MIR VON SCHRÖDER UND KONSORTEN MEINE EHRLICHEN 59,20 EURO ZINSEN PRO JAHR AUF MEIN VERMÖGEN VON 2.368 EURO WEGNEHMEN ZU LASSEN! Mein Ziel ist wenigstens eine dieser vielen Milliarden Erdkugeln aus Gold…

[Quelle: 11.08.2003 – ylt] <KLICK>



Und wer's noch nicht kennt - unbedingt anschauen 7:57min "Vom Reis" <KLICK>

 
Alt 21.06.2011, 20:48   #124
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Naive, sich selbstständige machende Existenzgründer, die von Betriebswirtschaft, Unternehmensbesteuerung, Sozialversicherung, Marketing keine Ahnung haben (wollen), aber auf dicken Max machen wollen. Es läßt sich ja alles mit links aus dem Ärmel schütteln. Vor solch einer leichtsinnigen Einstellung sollte man sich hüten.

Sie fliegen zurecht ordentlich auf's große Maul und lassen sich durch Frachisinggebern noch bis zur Privatinsolvenz erpressen.

Beispiel Subway:

ZDF, Sendung "Frontal 21" vom 21.06.2011, 21:00 Uhr: Schufen bis zum Umfallen - Die Verlierer bei Subway
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Alt 21.06.2011, 23:13   #125
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Timmy.79 Beitrag anzeigen
Sorry, wenn ich jetzt hier einfach so „reinpfusche“...

Die folgende Story ist nicht von mir. Sie stammt aus dem Jahre 2003, ist also schon knapp acht Jahre alt.

Warum ich das hier rein stelle?

Hier wird ständig über die Politik geredet, geschimpft, sich beschwert über diese schlimmen Zustände, die uns von diesen Politikern zugemutet werden.

Ich möchte hier mal eine andere Sichtweise anbieten. Die Politiker sind doch lediglich Marionetten, korrupte zwar [nicht alle...oder doch???]...aber lest mal.

Einige Dinge sind auch aus meiner Sicht nicht ganz optimal dargestellt – aber darüber können wir ja gerne auch noch diskutieren, wenn gewünscht. Und ein paar Schreib- und Grammatikfehler gibt's auch kostenlos dazu...

Und - wie gesagt - aus 2003...daher auch nicht über die Namen der Politiker wundern... na, nun aber los ...

Warum die Demontage des Sozialstaats nur logisch ist.

Alle regen sich auf: Der böse Schröder, der macht uns mit seiner Agenda 2010 den ganzen schönen Sozialstaat kaputt. Natürlich macht er das. Aber das liegt nicht an Schröder, der kann nämlich nicht anders. Nur ist es für Politiker schwer, einzusehen, dass ihr Tun gar nicht ihrem eigenen Willen unterliegt. Und noch schwerer ist es zuzugeben, dass sich von denen kaum jemand Gedanken darum macht, warum der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar sein soll. Denn das hieße ja zuzugeben, dass man von Wirtschaft keine Ahnung hat. Und das zehrt am Selbstbewusstsein Dabei ist das alles nur ein bisschen Mathematik…

Man hat sehr wohl Ahnung von Betriebs- und Volkswirtschaft, aber man ist ein kapitalistischer Unternehmergauner.

Privatwirtschaft im Kapitalismus fühlt sich im Marktradikalismus am wohlsten. Also warum sich noch überhaupt mit sozialstaatlichen Schutzregelungen aus dem Grundgesetz nach Artikel 20 rumschlagen. Das ist lästig, schränkt die Profitmaximierung ein und man ist gezwungen auf viel Menschliches Rücksicht nehmen zu müssen. Also ignoriert man diesen Artikel und schafft vollendete liberale Ausbeuter- und Unterdrückertatsachen, demontiert sozialstaatliche Maßnahmen und Einrichtungen. Der Vorbildkonkurrenz des Sozialismus hat man sich auch entledigt. Wozu also noch von Sozialpartnerschaft und Humanisierung der Arbeit reden. Überflüssig, weg damit!!!

Der ganze Zirkus des Sozialabbaus hört auf, wenn man an der Eigentumsfrage rührt, die gleichzeitig die Machtfrage in einer Gesellschaftsordnung ist. Wenn die Produzenten gleichzeitig Eigentümer und Verbraucher sind, dann erledigt sich die Profitmaximierung und der Sozialabbau von allein. Also steuert man mit Volks- und Genossenschaftseigentum am besten gegen.

Am Anfang war das Wirtschaftswunder. Die deutsche Wirtschaft wuchs und wuchs und zwar so schnell, dass jedermann auf den Gedanken kam, dieses Wachstum wird nie enden. Falsch gedacht. Denn schaut man sich die Wachstumsraten an, die die deutsche Wirtschaft fabriziert, so werden die immer kleiner. Das heißt nicht, dass die Deutschen weniger produzieren. Nein! Sie produzieren nur nicht mehr soviel mehr. Klingt verwirrend? Deshalb haben sich die deutschen Politiker ja auch darauf geeinigt, alles für neues Wachstum zu machen - denn sie verstehen die Welt ja selbst nicht mehr.

Das Wachstumsraten bei stetigem Wirtschaftswachstum immer kleiner werden oder langsamer wachsen, wenn sie regenerativ sind, ist doch logisch, weil die Rohstoff- und Materialressourcen endlich sind, sich erschöpfen werden, nicht für immer mehr Marktanbieter reichen werden und das bei steigenden Produktionskapazitäten in immer weniger Unternehmerhänden. das wußten sogar Marx und Engels. --> Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate

Wenn der Gewinn je Stück bzw. der Profit je Stück immer kleiner wird, je höher die Produktionsmenge zunimmt, desto mehr wird ein Kapitalist gegensteuern müssen - also ausgleichend die Stückkosten drücken. Die fixen Kosten kann man nicht beeinflussen, da sie unabhängig von der Produktionsmenge immer bestehen, aber bei den variablen, also mengenabhängigen Kosten kann man was machen. Bei Material- und und Maschinenstückkosten geht das schlecht, also erpresst der Kapitalist die Belegschaft, die Löhne und Gehälter zu senken.

So organisiert er prekäre Beschäftigung, hinterzieht Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge ganz gezielt. Die Lohnstückkosten drückt der Kapitalist einmal absolut in der Kürzung von Lohn und Gehältern und in der Zunahme von Massenentlassungen, aber auch versteckt - relativ - durch Arbeitszeitverlängerung beim verbleibenden Teil der Belegschaft.

Auch durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt werden die Löhne und Gehälter gekürzt, weil durch Rationalisierung , modernere Technik, Technologien und Arbeitsorganisation immer mehr Arbeitskräfte entbehrlich werden. Das erlebte man von Übergang der Werkstattarbeit zur Fabrikarbeit, von der Einzel- zur Serien- und später zur fließbandmäßigen Massenfertigung, von der Handarbeit zur Mechanisierung und anschließend zur Automatisierung. --> Verelendungstheorie

Früher wuchs die Wirtschaft schon mal mit 10% oder so, das heißt die Leute produzierten nicht mehr das gleiche wie im Vorjahr, sondern eben 10% mehr. Nett. Einen Luftballon mit einem Liter Luft zu füllen ist nicht schwer. Da 10% draufzulegen sind grade mal 0,1 Liter mehr. Das ist kein Problem. Bläst man aber ein Weilchen und kommt irgendwann bei 10 Litern an, so muss man plötzlich schon einen ganzen Liter zusätzlich rein pusten, um wieder 10% Wachstum zu erzielen. Bei 100 Litern Luftballonfüllung sind 10% plötzlich 10 Liter. Kein Wunder, dass einem da langsam die Puste ausgeht.

Genauso ist das mit der Wirtschaft. So lange eine Wirtschaft am Boden ist, kann sie vergleichsweise große Sprünge machen. Aber irgendwann geht ihr die Luft aus. Die Leuten wollen nicht mehr soviel kaufen, denn sie haben schon alles; die Produktion wird immer effizienter, weil man so fleißig ist, also werden Leute arbeitslos und die können - logischerweise - nicht mehr soviel einkaufen. Da stellt sich die Wirtschaft ihr eigenes Bein und was raus kommt ist: Weniger Wachstum als früher.

Das alles wäre ja grundsätzlich kein Problem, denn: Kein Wachstum heißt, immer "nur" das gleiche zu produzieren wir im Jahr zuvor. Und wenn ich letztes Jahr satt geworden bin, werde ich es auch dieses Jahr, wenn ich das gleiche zur Verfügung habe - das trifft auf Einzelpersonen genauso zu wie auf Gruppen von Personen, also die Wirtschaft. Es sei denn, irgendwer in der Gruppe zweigt immer mehr ab, als im Vorjahr. Dann muss für die anderen natürlich weniger bleiben. Aber in unser "Sozialen Marktwirtschaft" passiert doch Iowas nicht, weil wir doch alle so furchtbar sozial sind… Denken wir lieber nochmal drüber nach…

Die schlechter bezahlten Arbeitskräfte und Arbeitslosen wollen sehr wohl kaufen, aber sie können es einfach nicht, mangels Verdienst. Bekanntlich kauft der Mensch die Waren und Leistungen, die auf dem Markt angeboten werden.

Also paßt es nicht zusammen daß die Wirtschaft die Warenproduktion erhöht, aber wegen ausbleibender zahlungskräftiger Nachfrage, wegen sozialer Verschlechterung der Lebenslage des Volkes, dann nur auf Halde produziert, die Waren und Leistungen nicht mehr absetzen kann.

Wenn es immer weniger Käufer bzw. Käufer mit weniger Zahlungskraft gibt, dann sinken auch die Unternehmsprofite.

Also müssen sich logisch die Wirtschaftskrisen häufen und in ihrer schädigenden Auswirkung immer mehr Bevölkerungsteile treffen.

Wir sehen also einen unüberwindlichen Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit - die entgegenstehenden Interessen der Kapitalisten und die Interessen der Arbeiter. So entsteht der Klassenkampf zwischen diesen beiden Klassen.

Helmut Creutz hat im Deutschlandfunk folgenden Vergleich gezogen: Man stelle sich vor, ein Mensch wächst, bis er ausgewachsen ist. Aber irgendwas in ihm, zum Beispiel die Lunge, hört nicht auf zu wachsen, sondern wächst immer weiter, immer weiter. Was passiert? Er wird nicht lange leben. Genau dieses Problem hat unsere Wirtschaft auch, nur ist das bis zu Onkel Schröder noch nicht durchgedrungen. Das kann man ihm aber kaum zum Vorwurf machen, denn den wenigsten Leuten ist dieses Problem bislang bewusst geworden. Aber wozu gibt's E-Mail, da kann man dem Herrn Schröder ja mal eine E-Mail schicken.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 3 nach der viel gefeierten Jahrtausendwende nicht mehr wachstumsfähig. Aus, vorbei, wenn wir Glück haben, wächst das Häuflein Elend nicht mehr, wenn wir Pech haben, schrumpft sie sogar. Bei mehreren Millionen Arbeitslosen eigentlich kein Wunder, aber anstatt die Gründe für diese Pleite zu suchen, machen wir den Faulenzern lieber Feuer unterm Hintern. Hocken sie doch schließlich nur den ganzen Tag rum, anstatt die vielen, vielen, vielen Arbeitsplätze zu besetzen, die überall auf der Straße herumlungern. Und so lange unser ***** im eigenen Arbeitsplatz noch halbwegs fest hängt, brauchen wir uns um die armen Schweine keine Gedanken zu machen. Die Politiker und die Experten, die werden mit Hilfe der Lobbyisten das Schiffchen schon wieder auf Kurs bringen.

Werden sie nicht! Die Mathematik hat was dagegen! Die Mathematik sorgt dafür, dass die Lunge des Patienten Wirtschaft immer weiter wächst, obwohl der Patient schon nah am Koma das mit dem Wachsen einfach nicht mehr hinkriegt. Also: Lungen-Operation. Doch halt! Bevor wir wie die Lobbyisten nach dem Motto "alles was stört fliegt raus" eine Total-Narkose machen, sollten wir uns vielleicht erst mal anschauen, woher Patient Wirtschaft sein Krebsgeschwür hat und was da so immer weiter wächst. Es ist: Geld! Ja! Geld wächst! Noch nie gesehen? Jede Bank wirbt doch mit "Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten, es wächst von ganz alleine". Jawohl! Geld wächst. Die Bankexperten müssen es doch wissen. Wer, wenn nicht die?

Wie wächst eigentlich Geld? Durch Zins. Jedes Kind weiß das. Wird es von der Schule bis in die feuchten "Ich wäre so gerne Millionär"-Träume durchexerziert bis zum geht-nicht-mehr. Der Zins sorgt dafür, dass Geld immer mehr wird. Und hey, Geld wächst genauso, wie unsere Wirtschaft! 100 Euro zu 10% angelegt bringen 10 Euro Zinsen. 110 Euro für 10% angelegt bringen 11 Euro Zinsen. 121 Euro für 10% angelegt bringen 12,10 Euro Zinsen. Und so weiter und so fort. Zinseszinseffekt nennt man, was dazu führt, dass wenn man heute einen Cent zu 5% angelegt, in 2000 Jahren mehrere Milliarden Goldkugeln vom Gewicht der Erde abholen kann. Ja!! Mehrere Milliarden Erdkugeln aus Gold warten auf jeden, der heute einen Cent zu 5% anlegt und ihn von seinen Nachfahren in 2000 Jahren wieder abholen lässt. Das klingt unglaublich, ist aber mathematisch korrekt. Und grafisch anschauen kann man sich das nochmal hier.

Zinsen wachsen nicht linear, sondern exponentiell, wenn Kapital über längere Zeit angelegt wird, denn die Zinsen nach dem 1. Jahr gehen als Zuwachs ins Kapital über. Wenn der gleiche Zins dann auf diesen erhöhten Kapitalbetrag einwirkt, hat man nach dem 2. Jahr wieder einen höheren Zinsbetrag, der wieder auf das Kapital aufgeschlagen wird und es erhöht. diesen Vorgang nennt man Akkumulation des Kapitals. Betrachtet man sich über alle Jahre hinweg den Zinseszins, so geht eben die Zinskuve immer steiler nach oben.

Die Geschichte mit dem Zinsesziseffekt entspricht auch der Geschichte mit dem Schachbrett und den Weizenkörnern.

Wieviel Weizenkörner braucht man, um sich zu bedanken? Man glaubt, es ist eine billiger bezahlter Dank. Denkste!!!

Das Prinzip: Auf dem 1. Feld ein Korn, auf dem 2. Feld die doppelte Menge - also zwei Körner, auf dem 3. Feld wieder die Verdoppelung - vier Körner, auf dem 4. Feld - 8 Körner, auf Feld 5 - 16 körner usw. bis zum Feld 64

Es kommen so ca. 1.500 Jahresernten der Erde raus. --> Sissa ibn Dahir

Die Formel dazu: 2^64 - 1 = 18.446.744.073.709.551.615 Körner

Angenommen, ein Weizenkorn wiegt ca. 0,05 g. Die gesamte Menge Weizen, die sich auf dem Schachbrett befände (ca. 922 Mrd. t), entspricht etwa der 1500-fachen weltweiten Weizenernte des Jahres 2004 (624 Mio. t).

Das Problem mit dem Kapital und Zins ist aber, das es kein echtes Wachstum ist. Geld erfährt einem Wertzuwachs, wenn man dafür im Laufe der Zeit sich immer mehr Waren und Leistungen kaufen kann. Wenn die Waren und Leistungen wegen der sinkenden Kaufkraft der Bevökerung nicht abgesetzt werden können, steht dem stetig scheinbar zunehmenden Kapital nicht die passende Warenmenge und Kundschaft gegenüber. Das Geld entwertet sich so. Würde man trotzdem verlangen, daß diese Warenmenge gekauft wird, dann müßte man die Notenpressen anwerfen und zusätzliches Geld drucken. So schafft man sich die Inflation - Staatsbankrotte. --> Inflation

Also ist Prekärbeschäftigung und Arbeitslosigkeit gesellschaftspolitisch zweckmäßig wie es im Kapitalismus üblich ist?

Nein - anständige Löhne und Gehälter zu zahlen und die Abschaffung der Arbeitslosigkeit ist sinnvoll. Also war die DDR zur Wendezeit nicht pleite - weil sie keinen Wert auf schlechte Arbeitsverdienste und Arbeitslosigkeit legte.

Na hoppala, da haben wir ja nicht nur das Krebsgeschwür im Körper unseres Wirtschaftspatienten ausgemacht, sondern auch noch das, was das Krebsgeschwür immer weiter wuchern lässt Nun, gegen Zins ist kein Kraut gewachsen. Den gab's schon immer, den wird's auch immer geben - so könnte der Kommentar eines Fantasielosen, der sich in sein Schicksal ergibt, aussehen. Sein Schicksal ist, irgendwoher mehrere Milliarden Goldkugeln in Erdgröße herzu kriegen, denn irgendjemand wird sich finden, der einen Cent zu 5% anlegt. Oder sein Schicksal (und das seiner Kinder und Kindeskinder) ist, immer mal wieder Wirtschaftszusammenbrüche mitzumachen, denn ganz offensichtlich geht das mit dem Milliarden Goldkugeln nicht.

Wirtschaftszusammenbrüche? Klingelt da irgendwas? Hey, ist es nicht genau das Problem, was wir grade haben? Aber was haben Goldkugeln mit Wirtschaftszusammenbrüchen zu tun? Das ist eigentlich ganz einfach: Geld vermehrt sich nämlich gar nicht von alleine. Das, was die Banken da erzählen ist Blödsinn. Geld vermehrt sich nur, wenn jemand anders dieses Geld als Schulden aufnimmt und dafür Zinsen zahlt. Wenn einer also 1000 Euro übrig hat und dafür Zinsen will, muss ein anderer die 1000 Euro aufnehmen und dafür Zinsen zahlen (ist Ihnen eigentlich schon mal die viele Finanz-Anlagen-Werbung in letzter Zeit aufgefallen?). Und wenn man auf der Bank 5% Zinsen kriegt, so will man auch für alle anderen Investitionen mindestens 5% Zinsen haben. Jeder wäre doof, wenn er sein Geld in Haribo-Aktien stecken würde, wenn er dort nur 4% bekommt! Denn dann wäre er besser dran, er würde es zur Bank bringen und dort 5% kassieren. Der Zinssatz gibt also vor, mit wie viel Rendite alle Investitionen sich verzinsen müssen.

Falsch!

Es gibt 2 Arten von Zinsen: Die Guthabenzinsen und die Kreditzinsen. Die Guthabenzinsen sind vorteilhaft für den Verbraucher und schlecht für eine Bank. Bei den Kreditzinsen ist es genau andersherum.

Wenn man mit Fremdzinsen, also Kreditzinsen, investieren will, dann sollte man auch nicht den Fehler machen, mit kurzlaufenden Geldanlagen, langlaufende Investitionen bezahlen zu wollen. Genauso macht man es auch nicht umgekehrt.

Und wenn man Kredite abbezahlt, dann sollte man sich vor zins- und ratenfreien Zeiten hüten. Das verteuert unnötig die Kredite. Der beste Weg von den Krediten runter zu kommen, ist:

a) Kredite grundsätzlich meiden. für eine Anschaffung besser vorher sparen und wenn das Geld zusammen ist, dann kaufen.
b) Wenn schon Fremdfinanzierung über Kredite, dann

- bezahlt man die ersten Raten mit den größten Beträgen zu Beginn und danach immer weniger
- bezahlt man nicht nur die Kreditzinsen, sondern auch die Tilgungsraten. Wer nur die Zinsen bezahlt, kommt nie von seinen Kredit runter
- man vereinbart Sonderkonditionen, also außer der Reihe des Tilgungsplans auch größere Beträge zu bezahlen

Jetzt haben wir also 2 Möglichkeiten, an Geld zu kommen. Möglichkeit Nummer 1: Arbeit. Ihhgitt. Möglichkeit Nummer 2: Sein Geld arbeiten lassen (wobei wir ja inzwischen wissen, dass nicht das Geld selbst arbeitet, sondern ein anderer, der von seinem erarbeiteten Geld unsere Zinsen bezahlt). Also teilt sich alles, was man so produziert und verkauft auf: In die Einkommen für Arbeit und die Einkommen für Kapital, also Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen. Logisch dürfte sein, dass Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen zusammen das ergeben müssen, was die Wirtschaft produziert. Oder andersrum: Das, was die Wirtschaft produziert wird aufgeteilt auf die, die arbeiten und die, die das Kapital für diese Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Und jetzt kommt das, wo Schröder leider noch keine Ahnung von zu haben scheint.

Denn: Die Kapitaleinkommen wachsen immer weiter. Geld fließt dank Zins immer dorthin, wo schon Geld ist. Kapital fließt zu Kapital. Also werden auch die Kapitaleinkommen immer größer. Aber unsere Wirtschaft wächst nicht mehr und wir haben somit immer nur das gleiche zu verteilen. Wenn aber von einem gleich großen Kuchen die einen immer mehr kriegen (nämlich durch die immer weiter wachsenden Kapitaleinkommen), so müssen - logischerweise - die anderen, also die Arbeitseinkommen immer weniger kriegen.

Nun sitzt da nirgendwo jemand rum, der die Wirtschaftsleistung verteilt. Sondern es passiert über millionenfache klitzekleine Vorgänge: hier eine Lohnzahlung, da eine Zinszahlung, hier eine Arbeitslosenhilfe, dort eine Dividende. Die wenigsten sehen, was im Großen Ganzen passiert, weil jeder nur die vergleichsweise klitzekleinen Zahlungen um sich herum betrachtet und dann denkt, so schlimm kann es schon nicht sein. Nun ja Onkel Schröder jedenfalls kriegt von den vielen Arbeitnehmern Steuern. Leider zahlen in unserem "Sozialstaat" die Bezieher von Kapitaleinkommen kaum noch Steuern. Also sind Steuern vor allem Teile der Arbeitseinkommen. Und weil der Staat selbst haufenweise Zinsen zahlen muss (das was der Staat an Zinsen zahlt, kriegen andere als Kapitaleinkommen!) muss eben irgendwo gespart werden. Bislang gingen die Steuern vor allem für Soziales drauf. Soziales nutzt jeder von uns, indem er Kinder im Kindergarten oder Schule hat, indem er krank wird, indem er Arbeitslosengeld bekommt oder Wohngeld oder Kindergeld oder Straßen benutzt! Aber das sehen die meisten Leute nicht, sie lassen sich von den "Experten" sagen, dass die Lohnnebenkosten zu hoch sind (aber die meisten denken gar nicht drüber nach, was mit den "Kosten" passiert). Also ziehen wir alle zusammen an einem Strang, damit die Kapitaleinkommen ihren Tribut kriegen.
Im Am-falschen-Strang-ziehen-weil-ein-Experte-es-gesagt-hat sind wir wirklich gut!

Und die Moral von der G'schicht? Durch Zins und Zinseszins werden automatisch diejenigen reicher, die schon viel haben und bezahlen müssen das die ganzen anderen - unter anderem durch den Abbau des Sozialstaats. Und Onkel Schröder kann gar nichts dafür, er sorgt unwissend dafür, dass der Prinz von Zinseszins seinen Tribut erhält. Wenn er es nicht tut, hätte es ein Herr Stoiber getan, zum Schluss kommt es aber auf dasselbe heraus.

Es gibt Leute, die meinen, es gäbe Geld, das frei von Zins sei, sie nennen es deshalb "Freigeld". Lächerliches Pack. Wer will schon Geld ohne Zinsen? LIEBER VERZICHTE ICH AUF DEN SOZIALSTAAT, ALS MIR VON SCHRÖDER UND KONSORTEN MEINE EHRLICHEN 59,20 EURO ZINSEN PRO JAHR AUF MEIN VERMÖGEN VON 2.368 EURO WEGNEHMEN ZU LASSEN! Mein Ziel ist wenigstens eine dieser vielen Milliarden Erdkugeln aus Gold…

[Quelle: 11.08.2003 – ylt] <KLICK>
Mit den Goldkugeln meinst Du wohl die von Ferrero?

Na dann geb Dir mal die Kugel.
jockel ist offline  
 

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