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Alt 30.09.2007, 00:42   #101
Heiko1961
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Heiko1961
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@Hutter,
da gebe ich dir Recht. Aber ausführliche Anmerkungen erspare ich mir jetzt. Bin und gehe
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Alt 30.09.2007, 06:47   #102
alf53
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alf53
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Wer Hartz IV bezieht, dem kommt oft die Frage, warum nicht gleich erschießen, dann hat mans endlich hinter sich. Was redest du da von Buch oder Musicl schreiben, wir haben ums überleben zu kämpfen, aussichtslose arbeitssuche weil zu alt, und sind den Schikanen der Ämter ausgesetzt. Zur Zeit leben wir wirklich wie im offenen Strafvollzug.
alf53 ist offline  
Alt 30.09.2007, 07:10   #103
Rounddancer
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Ausrufezeichen Gerechtigkeit

Jeder, der für sich eine Chance ergreift, nimmt dafür einem anderen etwas weg. Gut und gerecht verteilt, könnten alle gut leben,- aber diese Chancenergreifer werden dann zu Managern, und das, was sie sich dann mehr vom gemeinsamen Kuchen nehmen, fehlt den anderen, die dann darben müssen.

Und so ging das auch bei der Übernahme der "DDR" durch die "BRD". Die Menschen in der "DDR" wurden durch die Werbung im Westfernsehen, die sie, abgesehen vom "Tal der Ahnungslosen" überall sehen konnten. So wurde Verlangen erzeugt, Verlangen nach den scheinbar viel besseren Westprodukten, wie den großen, amerikanischen Bananen, dem Jacobskaffee, den tollen Autos, der Freiheit, überallhin reisen zu können. Und es verging keine West-Nachrichtensendung, in der nicht gezeigt wurde, wo die Schlupflöcher und Wege sind, aus der "DDR" in den scheinbar so goldenen Westen zu kommen. Gelockt wurde auch mit den Bildern von mit Waren vollgepackten Supermärkten, mit "Begrüßungsgeld" und der Chance, die gesparte "Mark der "DDR"" gar 1:1 in die so wertvoll erscheinende Westmark tauschen und dann das alles auch haben zu können.
Dabei wurde ganz übersehen, daß dieser so golden scheinende Westen auch eine ganz andere, sehr unfreundliche Seite hat,- und daß von den scheinbaren Horrorstories, die K.E.v.Schnitzler mit seiner "Schwarzen Kamera" über den Westen brachte, in Wirklichkeit vieles wahr war,- und der Rest dann erfüllte, als dann "DDR" und Sowjetunion vom Kapitalismus übernommen worden waren.

Denn für jeden, der vor lauter Arbeit und (anfangs sogar noch bezahlten) Überstunden im Geld zu schwimmen begann, aber keine Zeit mehr hat, es auszugeben (außer für die Behandlung der durch diese Überlastung verursachten Krankheiten), wurden ein, zwei andere Menschen entlassen. Für jeden Manager, der mit Dienstwagen und dem hundertfachen Lohn eines Arbeitnehmers ausgestattet wurde, landeten gleich Tausende Menschen auf der Straße, wurden in "Stallpflicht" und Armut geschickt, von den Knechten in den Argen gegeißelt, zur Zwangsarbeit gezwungen, und dazu, hungrig vor den unter Lizenz eines weltweiten, Unternehmen zum Entlassen der Mitarbeiter beratenden Konzerns stehenden "Tafel-Läden" anzustehen, um dort ihr bißchen Geld mit Glück gegen eine gemischte Tüte praktisch abfallreifer Lebensmittel einzutauschen. Lebensmittel, die von den Bäckern und Supermärkten weggeworfen werden müßten.

Weggeworfen, teuer entsorgt über die Speisereste-Entsorgungskette und die Tierkörperbeseitigungsanstalten. Stattdessen lassen diese Bäcker und Supermärkte diese Waren von den Ehrenamtlichen und Zwangsarbeitern der "Tafel-Läden" abholen,- und bekommen dafür statt der Rechnung für die Müllabfuhr sogar noch eine steuerlich als mildtätig absetzbare Spendenbescheinigung,- das bedeutet: Der Staat bezahlt ihnen den Abfall.

Natürlich trachten die Manager danach, den Abstand zwischen sich und den mehrheitlich Armen zu halten und zu vergrößern. Dazu wurde auch das weltweit anerkannt gut funktionierende Schulsystem der "DDR" zerschlagen,-
und gegen das miserable, von Anfang an sortierende Schulsystem der "BRD" ersetzt, dem nur Kinder reicher Eltern wirklich entkommen können.

Menschen wollen sicher und ruhig leben, ohne Angst, die Arbeit oder die Wohnung zu verlieren, ohne Angst, daß ihre Kinder hungrig zur Schule oder ins Bett müssen, ohne Angst, daß für Kinder und Kindeskinder kein Arbeitsplatz, keine Wohnung mehr da sein wird, ohne Angst, im Alter unter einer Brücke erfrierend den Tod erwarten zu müssen.

Die, die das überspringen wollen, des eigenen Vorteils willen, sie bringen die Lawine der Armut ins Rollen.

Kein Wunder, daß sich viele (und garantiert weit mehr, als es offen zugeben) da ein Leben zurückwünschen, in dem jeder Arbeit, jeder Brot, jeder Wohnung hatte, jeder dem anderen half und Autos 30 Jahre alt werden konnten, statt schon im Prospekt zu rosten.
Rounddancer ist offline  
Alt 30.09.2007, 08:18   #104
Debra
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Debra
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Zitat von aufgemerkt Beitrag anzeigen
Aber die Generation stirbt aus! Die bis 35 Jahren sind bereits voll integriert! Zu meckern gibt es immer was, siehe uns!
Was fehlt, ist das Gefühl der Sicherheit und der Gleichheit und des Zusammenhalts
Es gab nie so ein Gefühl im Westen! Vielleicht kurz nach dem Krieg, aber das war's dann auch schon.
Was es allerdings gab war, dass Du Dich als einzelner schon auf die Fürsorgepflicht des Staates verlassen konntest. Die ja durch HartzIV abgeschafft wurde.

Und die ganze Zeit haben die arbeitenden Wessies geglaubt, der Soli würde dazu benutzt, um Arbeitsplätze zu erhalten. Das wäre oberste Priorität gewesen. Statt dessen wurden damit nur die Städte herausgeputzt, aus denen die Jugend abwandern muss, weil es keine Arbeit gibt. Ein Bekannter von mir ist kurz nach der Wende rübergezogen und hat mir erzählt, dass dort alles modernisiert wird, also Wohnungen. Und er meinte, dabei hätte das gar nicht ausgetauscht werden müssen, denn das waren durchaus noch gute Sachen, die herausgerissen und entsorgt wurden. Er konnte das einfach nicht verstehen (ist Architekt). Rotkäppchen-Sekt und Haloren-Kugeln waren hier z.B. "Kult". und Grabower Schaumküsse.

Also ich merke schon einen Unterschied, wenn ich Ossis treffe. Z.B. kamen welche her, die hier in HH arbeiten unter der Woche und am Wochenende nach MV fahren. Wg. dem Zimmer. Die haben ein anderes Anspruchsdenken als Wessis und eine verarmte Person wie mich haben die im Westen bestimmt vorher noch nie getroffen. Manchen war das Zimmer tatsächlich nicht "gut" genug. (Da war noch der Flur unrenoviert mit alter Oma-Tapete). Nun ja, eine alte Frau ist ja kein D-Zug und mit HartzIV-Budget kann man nicht alles auf einmal renovieren.
Debra ist offline  
Alt 30.09.2007, 08:23   #105
Debra
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Zitat von alf53 Beitrag anzeigen
Zur Zeit leben wir wirklich wie im offenen Strafvollzug.
Ja, und das ist ungerecht.
Debra ist offline  
Alt 30.09.2007, 08:36   #106
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PUT
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Heinz, da kann ich jeden deiner Sätze unterschreiben.

Mich kotzen immer die Leute an, die so tun, als ob die BRD am kalten Krieg gar nicht teilgenommen hat, als ob sie gar nicht anwesend war. Leute, die immer so tun, als ob die dummen Ossis ihr eigenes Land runtergewirtschaftet hätten und nun die "Guten" (die Wessis) die Ossis haben retten müssen, wofür Letztere nicht mal Dankbarkeit zeigen.

Kein Wort z. B. über die Cocom-Liste (Verbot der Ausfuhr hochwertiger Güter, Technologien und Rohstoffe in die sogenennten "Ostblockstaaten"), kein Wort über die massenhafte Abwerbung hochqualifizierter und bestausgebildeter Arbeitskräfte, deren Ausbildung vom Volk der DDR bezahlt wurde, kein Wort über die 10.000 Spione des BND in der DDR (stand unlängst in der BILD), kein Wort über massenhafte Sabotage in der DDR durch terroristische Vereinigungen (Burianek und Co., stattdessen deren Rehabilitierung durch die westdeutsche Justiz), kein Wort über einen Gorbatschow, dessen Lebensinhalt es war, den Sozialismus zu vernichten (hat er ende der 90ziger Jahre zugegeben), kein Wort über die Nichtanerkennung der DDR Bürger durch die BRD, um nur einige Beispiele zu nennen. Und da hat die DDR nicht das Recht gehabt, sich dagegen zu wehren? Nein, meine Damen und Herren, der kalte Krieg wurde auf beiden Seiten geführt. Die BRD war daran genauso aktiv und massivst beteiligt, wie die gesamte kapitalistische Welt. Ihr Ziel war es, eine aufkeimende neue, gerechtere Gesellschaftsordnung als es der Kapitalismus jemals war oder je sein kann, zu vernichten, was sie ja letzendlich leider auch geschafft hat. Man kann nur hoffen, dass die Mär vom sich selbst runtergewirtschafteten und ach so schlechten, den Menschen knebelnden, einsperrenden und drangsalierenden Sozialismus bald keiner mehr glauben möge. Aber daran kann ich nun wieder nicht glauben, weil der gesamte Medienapparat der westlichen Welt nunmehr in den Dienst gestellt wird, genau diese Mär aufrecht zu erhalten.

Gruß PUT
PUT ist offline  
Alt 30.09.2007, 21:00   #107
Silvia V
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Heinz....hast Du selbst mal in der ehemaligen DDR gelebt,denn so vieles was Du schreibst,ist sehr authentisch.
Ich dachte auch immer..was ist der Schnitzler doch für eine verlogene Person,aber dann habe ich langsam mitbekommen....da sind verdammt viel Körner Wahrheit dabei gewesen.

Das Thema DDR ist natürlich sehr differnziert zu betrachten,trotz aller "sozialen Errungenschaften",wurden die Menschen auch ziemlich verar......
Die Regierung und auch ganz viele sogenannte Funktionäre(Kreis-und Bezirksebene) hatten besonders in den letzten 10 Jahren nur damit zu tun,mit dem Rücken an die Wand zu kommen.
Es gab viele Kritiker,die einfach mundtot gemacht wurden,davon wollten durchaus nicht alle den Sozialismus abschaffen....nein sie wollten einen besseren Sozialismus.
Aber sie hatten keine Chance..derartige Ideen wurden im Keim erstickt.

Ich habe selbst insgesamt 8 Jahre in den alten Bundesländern gewohnt und
gearbeitet,war auch längere Zeit arbeitslos,insgesamt gesehen ging mir ganz gut,ich hatte einen recht netten Bekanntenkreis,eine vernünftige Wohnung,allerdings das was man Freunde nennt,habe ich nie gefunden.

Vor einigen Monaten habe ich die Chance genutzt und mich gezielt auf Stellenangebote in meiner Heimat Brandenburg beworben,es hat wider Erwarten sehr schnell geklappt und ich bin sehr froh und glücklich wieder hier zu sein...obwohl ja der "Osten" nun auch "Westen" ist.

Ich fühle mich trotz vieler Unzulänglichkeiten zu Hause,selbst wenn nicht alles perfekt ist....macht nix....mir ist das lieber als nur der "schöne Schein".

Und das hier nun alles modernisiert wurde(wie in einem anderen Beitrag geschrieben)ist Blödsinn,sicher ist vieles schöner geworden,auch die Wohnungen(wobei es auch noch viele Ecken gibt und das in fast jeder Stadt,wo die Häüser zerfallen).Warum sollten die Wohnungen nicht modernisiert werden,die Mieten hier in der Region unterscheiden sich kaum von denen im Oberbergischen Kreis(NRW) wo ich zuletzt gewohnt habe.

Fakt ist aber auch,das jede Menge Geld verschleudert wurde,für übergroße Klärwerke und Spaßbäder,die keine Kundschaft haben.
Tja...und wenn so ein Bauvorhaben in Sack und Tüten war,dann kam es schon mal vor,das der Amtsdirektor ganz plötzlich und unerwartet den neuesten Mercedes fuhr.

Ich werde hier immer wieder gefragt,warum ich zurück gekommen bin......vielleicht war es einfach nur das etwas andere Lebensgefühl.
__

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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
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Alt 01.10.2007, 06:05   #108
morpheus7771
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Warum geben sich Millionen von Menschen der herrschenden Kaste so bereitwillig hin?

Warum ziehen Sie das beherrscht werden dem Frei SEIN vor?

Liegt etwa eine gewisse Attraktivität im beherrscht werden?
Im Nicht-Frei SEIN?
Da ja fast alles vorgeschrieben wird, braucht der Mensch kaum noch zu denken...
Wie Maschinen...! So wie manche Texte hier...

Frei zu SEIN, anstatt die Sicherheit (des Systems) zu haben,
macht dem Angst,
der den Mut für das Abenteuer des SEINS (eigenverantwortlichem Lebens) nicht aufbringt.
Er ist bereit, seine Freiheit aufzugeben, wenn Seine Zwangsherrschaft als Nicht-Zwangsherrschaft in Erscheinung tritt, wenn der Beherrscher die Eigenschaften eines gütigen Vaters bekommt.


Andernfalls droht die hilflose gesellschaftliche Klasse zu reagieren –
häufig mit Rebellion und mit Revolutionen...

Und ich hoffe meine lieben Freunde, das die nächste Revolution ebenso friedlich verläuft, wie die letzte!

In diesem Sinne
macht Euch keinen Stress, dann habt Ihr auch keinen.

morph
 
Alt 25.10.2007, 01:02   #109
druide65
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Zitat:
Druide, das ist dein persönliches Schicksal. Auch ich habe persönliche Schicksale. Und - soll ich dir was sagen? Das interessiert keine Sau.

Das Leben ist hart
_________________

Dafür das dich in keinster Weise interessiert....trägst du dein Schicksal sehr dicke auf.Ich erinnere dich mal an deine Links....

Aus deiner Aussage (und die muss ich jetzt mal so sehen)Interessiern dich deine Schicksale ...aber andere nicht?
Korrigiere mich wenn ich falsch liege?

Davon abgesehen ...das ganze Forum besteht aus persönlichen Schicksalen...interessiert dich das nicht?
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 25.10.2007, 01:16   #110
Rüdiger_V
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Dafür das dich in keinster Weise interessiert....trägst du dein Schicksal sehr dicke auf.Ich erinnere dich mal an deine Links....

Aus deiner Aussage (und die muss ich jetzt mal so sehen)Interessiern dich deine Schicksale ...aber andere nicht?
Korrigiere mich wenn ich falsch liege?

Davon abgesehen ...das ganze Forum besteht aus persönlichen Schicksalen...interessiert dich das nicht?
Druide, du hast meine Aussage aber total falsch verstanden. Sie war sarkastisch gemeint.
Zitat:
Auch ich habe persönliche Schicksale. Und - soll ich dir was sagen? Das interessiert keine Sau.
Ich habe nirgends geschrieben, dass mich Schicksale anderer nicht interessieren. Im Gegenteil, die beschäftigen mich sehr, so sehr sogar, dass ich dafür ein Forum eröffnet habe. Warum sollte ich mir die Arbeit machen, wenn mir die Schicksale anderer gleichgültig wären?
 
Alt 25.10.2007, 01:37   #111
druide65
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Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Druide, du hast meine Aussage aber total falsch verstanden. Sie war eher sarkastisch gemeint.
Ich habe nirgends geschrieben, dass mich Schicksale anderer nicht interessieren. Im Gegenteil, die beschäftigen mich sehr, so sehr sogar, dass ich dafür ein Forum eröffnet habe. Warum sollte ich mir die Arbeit machen, wenn mir die Schicksale anderer gleichgültig wären?
War sie Sarkastisch gemeint oder "eher"?

Dann solltest du bitte wenn dem so ist das auch so ausdrücken....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 25.10.2007, 01:43   #112
Rüdiger_V
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
War sie Sarkastisch gemeint oder "eher"?

Dann solltest du bitte wenn dem so ist das auch so ausdrücken....
Druide, ich neige dazu, mich öfters missverständlich auszudrücken, das ist mein Schicksal.

Aber ich arbeite dran. Wortklauberei müssen wir deshalb hier wohl nicht veranstalten.

Ich habe habe meinen Beitrag entsprechend editiert.
(Irgendwanndielustamschreibenverliere)
 
Alt 11.12.2007, 18:48   #113
alfred7
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Zitat von Heiko1961 Beitrag anzeigen
DDR zurück wünschen Ist doch irgendwie kein Wunder. Warum ist es so, wer trägt dafür die Verantwortung? Ich würde sagen "Birne" und seine damalige Regierung.
...
Die DDR hätte sich so selbst "regeneriert". Ohne den Einmarsch korrupter Kapitalisten, wäre es den Menschen dort von Anfang an besser gegangen.
Ich kann es garnicht glauben, Haio zeigt uns die Wahrheit.

Natürlich treten bei solche historischen Umbrüchen windige Figuren aller Seiten auf und versuchen abzusahnen. Der eine so und der andere anders. So z.B. Genosse Gysi, in seiner Amtszeit als SED-Vorsitzender entdeckte die SED die Liebe zum Islamismus. Etliche Millionen wurden an die frommen Mullahs verschoben.

Jetzt mal im Ernst. Der SED-Staat war stehend KO, fix und fertig. Alle volkswirtschaftlichen Bereiche vollständig heruntergewirtschaftet. Das ganze Konzept war von Anfang an nicht tragfähig. Selbst der bescheidene Wohlstand in der DDR wurde von der Volkswirtschaft nicht erarbeitet.

Es war ein einziges Gewürge, schon als E.H. in die Rolle des Staatsratsvorsitzenden von Breshnew eingewiesen wurde war der Staat eigentlich Pleite.

Bezahlt wird das Experiment SED-Staat jetzt per Nachnahme.

http://www.welt.de/politik/article34...ht_Pleite.html
alfred7 ist offline  
Alt 11.12.2007, 20:07   #114
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Das ganze Konzept war von Anfang an nicht tragfähig. Selbst der bescheidene Wohlstand in der DDR wurde von der Volkswirtschaft nicht erarbeitet.
Das solltest Du Dir ggf. nochmal durch den Kopf gehen lassen. Das das Wirtschaftssystem immanente Fehler hatte streite ich nicht ab, denke aber, dass diese in erster Linie zu mangelnder Effizienz führten. Zumal die Ausgangsbedingungen beider deutscher Volkswirtschaften nicht ungleicher sein konnten.
Reparationszahlungen der alten BRD Stand 1953: 2,1 Mrd.DM, Wiedergutmachung (so der offizielle Begriff in der DDR für Reparationen) der DDR Stand 1953 99,1 Mrd.DM

... nur mal so als Hausnummer


Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Bezahlt wird das Experiment SED-Staat jetzt per Nachnahme.
Ich sehe das, im Gegensatz zu Dir, ganz locker als generationsübergreifende, ausgleichende Gerechtigkeit.

Grüße aus Pianosa, vom Papa Bär
__

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Georg Büchner, Hessischer Landbote 1834
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Alt 11.12.2007, 21:07   #115
andine
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Zitat von Hartz Vier Beitrag anzeigen
Hab das zum Thema gefunden. Mir wird ganz schlecht.
Mich hat einmal der ABV zum Arbeiten abgeholt, weil ich als Jugendliche ziemlich labil war und trotzdem.
Von mir aus soll die Mauer noch höher gebaut sein.
 
Alt 11.12.2007, 21:10   #116
Heiko1961
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Zitat von andine Beitrag anzeigen
Mich hat einmal der ABV zum Arbeiten abgeholt, weil ich als Jugendliche ziemlich labil war und trotzdem.
Von mir aus soll die Mauer noch höher gebaut sein.
Und von welcher Seite aus willst du die Mauer betrachten?
Heiko1961 ist offline  
Alt 11.12.2007, 21:21   #117
andine
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Von drüben.

Von der Ostseite, aber das habe ich schon eher gewollt, noch vor Hartz4.
 
Alt 11.12.2007, 21:27   #118
alfred7
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Zitat von Papa Bär Beitrag anzeigen
Das solltest Du Dir ggf. nochmal durch den Kopf gehen lassen. Das das Wirtschaftssystem immanente Fehler hatte streite ich nicht ab, denke aber, dass diese in erster Linie zu mangelnder Effizienz führten. Zumal die Ausgangsbedingungen beider deutscher Volkswirtschaften nicht ungleicher sein konnten.
Reparationszahlungen der alten BRD Stand 1953: 2,1 Mrd.DM, Wiedergutmachung (so der offizielle Begriff in der DDR für Reparationen) der DDR Stand 1953 99,1 Mrd.DM

... nur mal so als Hausnummer




Ich sehe das, im Gegensatz zu Dir, ganz locker als generationsübergreifende, ausgleichende Gerechtigkeit.

Grüße aus Pianosa, vom Papa Bär
Naja, es ist schwer bei der Schuld Deutschlands immer nur von Zahlen zu sprechen, aber wenns denn sein muß:

Ich habe mal gelesen, daß nach dem sog. "Bundesentschädigungsgesetz" von 1953 den Hinterbliebenen von Holocaust-Opfern zwischen 80 und 100 Milliarden D-Mark ausgezahlt wurden.
Deine "99 Millarden DM" sind wohl eine reine Rechengröße, gemeint sind wohl die Demontagen der Russen in der SBZ oder?

Ganz locker sehe ich die Ostsubventionen deshalb nicht weil vieles in den Sand gesetzt wird, vieles im Konsum verbraten wird. Ansonsten sage ich es direkter, es ist eine Kriegsfolgelast, und es ist kein Pappenstiel.

100 Millarden, oben genannt, hört sich irgendwie viel an, sind aber nur 5 % der Ostsubventionen, oder anders ausgedrückt, letztere übersteigen die Reparationsleistungen Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg.

Natürlich, da stimme ich überein, mangelnde Effizienz kann man es nennen, nur ich meine das war dem System angeboren. Jeder VEB hatte zwei Betriebsleitungen, eine "normale" und die SED-Betriebsleitung die kontraproduktiv herumwirtschaftete.
Und nicht zu vergessen, die DDR mußte einen nenneswerten Teil ihres volkswirtschaftlichen Ergebnisses in unproduktive Überwachungs- und Spitzelaufwendungen investieren.
alfred7 ist offline  
Alt 11.12.2007, 21:31   #119
Cementwut
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offTopic
an welcher Tabellenstelle steht eigentlich derzeit Hertha BSC?
Und wie geht es eigentlich der Else?

 
Alt 11.12.2007, 22:09   #120
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Papa Bär
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
100 Millarden, oben genannt, hört sich irgendwie viel an, sind aber nur 5 % der Ostsubventionen...
Diese pappigen 100 Mrd. DM Stand 1953 kratzen nach heute allgemein geltenden Unrechnungssätzen fast an 800 Mrd. EUR. Und nein, es waren nicht nur Demontagen. Richtig weh tat die Entnahme aus der laufenden Produktion.

Aber lassen wir die Zahlenspiele. Eine DDR wird so oder so nicht wieder kommen und darüber bin ich nicht sonderlich traurig. Eine gewisse Zunahme der Konvergenz der Systeme beängstig mich dann aber doch wieder

Grüße aus Pianosa
__

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Georg Büchner, Hessischer Landbote 1834
Papa Bär ist offline  
Alt 11.12.2007, 23:07   #121
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Zitat von Hartz Vier Beitrag anzeigen
Deine Begriffe Schikane, Willkür usw. sind vollkommen richtig. Das streitet keiner ab. Da sind wir uns einig.

Trotzdem habe ich noch nicht gehört, dass ein Hartz IV Empfänger nach einem Widerspruch oder einem nicht angetretenen 1 Euro Job von seinem SB drangsaliert, eingesperrt, gefoltert oder gar ermordet wurde.
Der Terror gegen die eigene Bevölkerung hatte in der DDR eine andere, nicht vergleichbare Qualität.
Deshalb wundert mich auch, dass 21 Prozent der Menschen in Sachsen Anhalt so schnell vergessen haben...
Kann das nicht sein das ein kleiner Teil der Bevölkerung das nur erlebte? Dann kommt es auch darauf an wo man Gesinnungsmäßig steht, dadurch kann man auch die Äusserung verstehen, die genau so richtig ist wie die Andere. Übrigens ist auch die Arbeitslosigkeit in Osten höher. Sind alles Gründe.
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Alt 12.12.2007, 00:54   #122
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Zitat von Rinzwind Beitrag anzeigen
Nö, wieso?

Ich habe das System der DDR nur Ansatzweise erlebt, trotzdem bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich dort nicht gerne gelebt hätte. (das von Hartz Vier zitierte gesetz bestätigt mich in meiner Meinung, erinnert mich aber auch an die immer heftigeren Verschärfungen in den Hartz-Gesetzen)

Im Gesamtdummland von 2007 habe ich aber immer mehr das Gefühl, dass mit den heutigen technischen Mitteln ein Überwachungsstaat errichtet wird, der die Zustände in der DDR wie das Paradies erscheinen lassen könnten.

Sind die geplanten Gesetze zur Überwachung nicht genau das, was auch in der DDR geschehen wäre, wenn die technischen Voraussetzungen dafür gegeben gewesen wären? Wo ist der Unterschied?

Das Gefühl habe ich als ehemalige DDR Bürgerin (33 Jahre) schon lange und ich täusche mich da nicht, da mich meine Gefühle noch nie betrogen habe.

Es ist doch vollkommen egal, wie die Herrschenden "ihr" System nennen, in welchem sie die Masse der Menschen verelenden lassen, um selbst in unendlichem Luxus zu leben.
(Für die "Sozialneid-Untersteller": ich bin nicht sehr Anspruchsvoll und benötige nur wenig Luxus, ich besitze einfach nur einen gesund ausgeprägten Gerechtigkeitssinn!)

Schönen Gruß, Andreas
Stimmt
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Alt 12.12.2007, 01:12   #123
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Sagt mal, merkt ihr nicht, dass ihr Euch langsam mit Hartz Iv einrichtet und alle Ursachen des Lebens in Hartz Iv sucht.

Ich kanns kaum glauben, was man denn an dem menschenverachtenden Regieme der DDR auch nur ansatzweise gut finden konnte. Wer wirklich meint, jetzt wäre alles schlimmer, sollte dringend mal die Realitäten überprüfen.
Martin ich habe alles mitgemacht was man sich denken kann, fordere seit 13 Jahren meine Stasiakte an. Habe meinen damals 17 Lebenslenzen zu verdanken das ich damals nicht in Bau wanderte da ich nicht eingesehen habe jemand zu verraten. Wurde selber danach bespitzelt und das über Jahre hinweg. Selbst nachdem ich damals meine Kinder bekam konnte man mich nicht zu frieden lassen. Alles was jetzt mit Hartz 4 kommt und mit Schäuble übersteigt die DDR noch mit Längen. Pass auf dich auf.
Liebe Tweety ist offline  
Alt 12.12.2007, 01:30   #124
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Wer solche Meinungen vertritt, der hat aus der Geschichte seit dem 2. Weltkrieg nichts gelernt, ist der kapitalistischen Propaganda über die ehemals sozialistischen Staaten voll aufgesessen und kann daher nicht mehr ernst genommen werden.

Gruß PUT
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