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Alt 23.05.2014, 11:57   #26
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Heinze
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von DuliebesBißchen Beitrag anzeigen
Sind hier auch SB´s angemeldet?
reine Verschwörungstheorie

und selbst wenn....viele ELOs folgen diesen Betrügern doch eh bis zum bitteren Ende, egal was man auch sagt....
Heinze ist offline  
Alt 23.05.2014, 12:04   #27
schweizer
 
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Heinze Beitrag anzeigen
So weit ist es schon....

Es heißt im Gesetztestext eigentlich "Fördern und Fordern", nicht Fordern und Fördern (obwohl das eigentlich eher der Realität entsprcht)

Dieser Politsprech hat sich schon überall verselbstständigt, denn zuerst hab ich diese Hartz-Umkehrung von Politclowns gehört. Ob nun freudscher Versprecher oder Absicht mag sich jeder selbst denken....
fördern und fordern könnte man auch durch "teeren und federn" ersetzen
schweizer ist offline  
Alt 23.05.2014, 12:07   #28
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von DuliebesBißchen Beitrag anzeigen
Sind hier auch SB´s angemeldet?
Trolle.
Gar nicht beachten ist das Beste. Ignoreliste und fertig.

Hier im Forum haben die gerne große Klappe. Im Amtsstüblein wissen die genau das man bei Sanktion von dem Opfer der Schikane auch mal eins auf die Rübe bekommen kann. Wer nix zu verlieren hat außer dem Schlafplatz unter einer Brücke geht auch mal gerne in Gewahrsam für ein paar Monate oder länger.
Ich freu mich schon auf die kommende Armutsrentnerkriminalität :)

Hätten wir die Waffengesetze die einige US Staaten haben gäbs wahrscheinlich schon dutzende SBs weniger. Besser wirds wohl kaum werden bei der politischen Agenda.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen

Ohne jeden Zweifel ist es furchtbar, wenn man Opfer einer Gewalttat wird - das will ich auch auf keinen Fall relativieren oder rechtfertigen.

Doch es ist mir generell zu einseitig, wenn im Zusammenhang mit "Gewalt in den Jobcentern" ausschließlich die schweren Gewalttaten gegen die Mitarbeiter den Weg in die Öffentlichkeit finden; während die alltägliche strukturelle, Gewalt gegen Arbeitslose konsequent totgeschwiegen wird.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das eine das andere bedingt.
Richtig. Das Motto lautet : Teile und herrsche...
 
Alt 23.05.2014, 12:46   #29
Heinze->Emailproblem
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Heinze
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
fördern und fordern könnte man auch durch "teeren und federn" ersetzen
Nein, das wäre dann ja zu offensichtlich, schließlich leben wir in einer "zivilisierten rechtsstaatlichen Gesellschaft" (Achtung: Ironie)

Mein Respekt und Mitgefühl nur den wahren Opfer dieses Fascho-Regimes!!!
Heinze ist offline  
Alt 23.05.2014, 21:17   #30
dersichdenwolfärgert
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Der "Vergleich" ist fast schon auf Linie vieler deiner sonstigen Ausführungen, kann das aber insgesamt noch toppen. Du stellst Menschen die durch halbseidene Gesetze, in Verbindung mit faschistoider Umsetzung seitens der Verwaltung, völlig unverhältnismäßig um ihre nackte Existenz bangen müssen mit mit Mördern auf eine Stufe, die aus niedrigsten Motiven bloße "Konkurrenz" wegmorden glauben zu müssen.

Ich will den Einsatz von unrechter Gewalt nicht rechtfertigen, kann aber die so Reagierenden durchaus verstehen. Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen unrechtmäßiger Gewalt, die indirekt durch "Bescheide" (wenn überhaupt) der oben Bezeichneten Behörden ergeht, oder dann direkt durch davon Betroffene und sich in echter existenzieller Not befindlichen Bürger dieses Landes erkennen.

Eben sowenig verständlich ist, dass der Gesetzgeber diesen entwürdigenden Vorgehensweisen, mit inzwischen mehr als 60 Gesetzänderungen (aktuell geplante nicht mitgezählt) weiter Vorschub leistet, anstatt seiner Pflicht nach GG nachzukommen, hier Korrektiv einzugreifen.

Insgesamt zeigt mir das, dass die Haltung/Psyche und Resultate dieser so agierenden samt Mitläufern, leider mehr auf Basis der "Denke" von Zschäpe und Konsorten einzuordnen sind, als auf der unseres Grundgesetzes.

Insbesondere im Hinblick auf unsere Deutsche Vergangenheit, eine wahrhaft erschreckende Entwicklung die aufgrund bekannter deutscher "Charakterschwächen", vielen selbiger gar nicht mehr bewusst wird, bzw. durch Hinwiese auf "Pflichten", verdrängt wird.

Just My2Cents,
Archibald
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Die ganzen Sozialdarwinistischen Ratten
die vorgeben dir helfen zu wollen, sollen
in der Hölle schmoren.

Sleadfords Mods: Tweet Tweet Tweet
SLEAFORD MODS tweet tweet tweet ??? ? ??? - YouTube

This is a Human Race, JobTax on London Streets ....

Herrliche Musik, schön Nonkonform.


dsdwä
dersichdenwolfärgert ist offline  
Alt 23.05.2014, 21:36   #31
Lecarior
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von DuliebesBißchen Beitrag anzeigen
@Lecarior
Vielleicht solltest du mal hinterfragen, weshalb es früher auf dem Sozialamt nie zu Schwierigkeiten gekommen ist?
Ist es nicht? Da haben mir Kollegen, die bereits in den 90ern das BSHG ausgeführt haben, anderes berichtet.

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Der "Vergleich" ist fast schon auf Linie vieler deiner sonstigen Ausführungen, kann das aber insgesamt noch toppen.
Danke.

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Du stellst Menschen die durch halbseidene Gesetze, in Verbindung mit faschistoider Umsetzung seitens der Verwaltung, völlig unverhältnismäßig um ihre nackte Existenz bangen müssen mit mit Mördern auf eine Stufe, die aus niedrigsten Motiven bloße "Konkurrenz" wegmorden glauben zu müssen.
Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen. Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.

BTW: Inwiefern standen die NSU-Mitglieder und ihre Opfer in einer Konkurrenzsituation zueinander???

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen unrechtmäßiger Gewalt, die indirekt durch "Bescheide" (wenn überhaupt) der oben Bezeichneten Behörden ergeht, oder dann direkt durch davon Betroffene und sich in echter existenzieller Not befindlichen Bürger dieses Landes erkennen.
Gehe ich recht in der Annahme, dass du viel mehr keinen Unterschied erkennen willst? Ich sehe nämlich einen ganz erheblichen.
Lecarior ist offline  
Alt 23.05.2014, 22:49   #32
Hamburgeryn1
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Lecarior Beitrag anzeigen
Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen.
Zitat von Lecarior Beitrag anzeigen
Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen.
Frage:
Worin genau besteht der Unterschied zwischen einem Messer und einem 100%-Sanktionsbescheid?

Antwort:
In der Wahl der Wahl der Waffen.



Der Tod wird in beiden Fällen billigend in Kauf genommen.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 23.05.2014, 22:55   #33
Snickers
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat:
Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen. Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.

Selber Schuld?...............
Hier muss/darf Niemand so bestraft werden das er hungert oder sogar verhungert!

Wie kannst du sagen selber Schuld? Schuld hat der der dem anderen das Essen verwehrt, denn der macht das mit voller Absicht!
Es gibt genügend Menschen die einfach nicht mehr funktionieren, die vielleicht Angst haben ihren Briefkasten aufzumachen weil dort nur gelbe und rote Briefe einflattern und vom JC kommt auch keine Arbeit sondern meist Schikanen.

Wir sprechen davon den Menschen die Überlebensgrundlage zu nehmen! Nicht den Urlaub oder den Zweitwagen.

Selber Schuld.............sagst du......
nach deinen Maßstäben müsste man Steuerhinterzieher aufhängen und korrupte Politiker nach Guantanamo schicken oder am besten einfach über dem offenen Meer abwerfen.

Ganz ehrlich, dann haben auch SB`s selber Schuld wenn ihnen etwas passiert! Alles hat eben 2 Seiten, Pech gehabt.
Snickers ist offline  
Alt 23.05.2014, 23:01   #34
ZynHH
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
oder am besten einfach über dem offenen Meer abwerfen.
Also da wär ich jetzt auch dafür.....
__

Mahalo
ZynHH ist offline  
Alt 23.05.2014, 23:26   #35
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PingPong
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

-->Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.<--



Interessanter Denk-Ansatz, im Besonderen, wenn man seinen Pflichten WIEDER nachkommt, kann man Sanktionen abfedern.



Man kann seinen Pflichten lückenlos und pünktlich nachkommen, wenn es "doof läuft", und Dich der Freak des Freak-Centers gefressen hat, und alles in Bewegung setzt, um nach einer Lücke zu suchen, dann haste schlechte Karten.
PingPong ist offline  
Alt 24.05.2014, 12:34   #36
0zymandias
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

In Ergänzung zu Posting #1

Kölner Stadt-Anzeiger:
Zitat:
Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, war der Mann offenbar ausgerastet, weil ihm Leistungen gekürzt werden sollten. Er soll sich geweigert haben, eine vom Jobcenter verordnete Maßnahme anzutreten. Eine Sprecherin des Jobcenters konnte dies nicht bestätigen. Das Jobcenter hat nach eigener Aussage nach dem Vorfall den Sicherheitsdienst verstärkt. Gegen den 23-Jährigen wurde Strafanzeige erstattet, er bekam Hausverbot.

Durch den tätlichen Angriff gerät die Debatte um die Sicherheit der Arbeitsvermittler wieder mehr in den Fokus. Nach Auskunft des Jobcenters ist die Zahl der Strafanzeigen rückläufig. Laut der Sprecherin wurde im vergangenen Jahr 40 Mal die Polizei eingeschaltet, acht Mal ging es um Körperverletzung oder tätliche Angriffe, vier Mal um Sachbeschädigung. „Wir sind bei dem Thema Sicherheit bundesweit Vorreiter“, sagte Olaf Wagner, Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Köln.

Allerdings hat offenbar die Zahl der verbalen Übergriffe auf die Vermittler in den letzten Jahren zugenommen, das berichtet zumindest der Kölner Personalrat des Jobcenters. „Das geht teilweise so weit, dass die Kollegen sagen: »Ich kann nicht mehr, es wird zuviel« und darüber krank werden“, berichtet Gerd Zimmer, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung. Eine Frau, die anonym bleiben will, berichtet, dass sie als Mitarbeiterin des Jobcenters „immer in Angst leben muss.“

Aus Sicht von Gerd Zimmer gibt es zwei Gründe für das oft aggressive Verhalten der Arbeitslosen: Zum einen sei die räumliche Situation in den Jobcentern oftmals beengt und ungemütlich, zum anderen sorge die „politische Richtlinie, verstärkt zu sanktionieren“, bei vielen Kunden des Jobcenters dafür, dass sie ihren Ärger direkt an ihrem Betreuer auslassen. Zudem seien die Sicherheitsvorkehrungen zwar verbessert worden, nach wie vor aber „nicht zufriedenstellend.
[Quelle: Jobcenter: Mann verletzt Mitarbeiterin schwer | Köln*- Kölner Stadt-Anzeiger]

Scheinbar kann man sich um Verständnis bemühen, ohne bei einer Wahnsinnstat entlastend nachzufragen.

Wie war das eigentlich bei der NSU? Sind die von ihren Opfern angeschrieben worden oder mussten sie für sie betreutes Googeln und Unkrautjäten als Weg auf den 1. Arbeitsmarkt annehmen?

Oder haben die Pink-Panther-Psychopathen einfach nur Ausländer als Bedrohung wahrgenommen?
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
Are full of passionate intensity." - William Butler Yeats
0zymandias ist gerade online  
Alt 24.05.2014, 12:39   #37
ZynHH
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat:
Eine Frau, die anonym bleiben will, berichtet, dass sie als Mitarbeiterin des Jobcenters „immer in Angst leben muss.“
Ein Schritt in die richtige Richtung.....
__

Mahalo
ZynHH ist offline  
Alt 24.05.2014, 12:48   #38
Cerberus
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Paolo_Pinkel Beitrag anzeigen
Berufsrisiko...Mein Mitleid hält sich arg in Grenzen. Wer dort anheuert, der muss genau damit rechnen.
Mir stellt sich auch dauernd dabei die Frage, ob man sich wirklich für alles hergeben muß?

(Ich will nicht von vergangenen Zeiten anfangen. Da gab's sowas auch.)

Man muß m.M.n. schon ziemlich krass drauf sein, insbesondere wenn man diesen Repressionsapparat als solchen erkennt, dann trotzdem in dem System anzuheuern u. seine Brötchen mit dem Leid anderer Menschen zu verdienen.

Stellt Euch mal vor, niemand wollte diese Tätigkeit ausüben! Da hätte die Obrigkeit schon ein kleines Problem.

Aber solange es genug willige Helfershelfer gibt............
 
Alt 24.05.2014, 14:43   #39
Redwing
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Redwing
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Es tut sich was...! ;-D Da kommt 'ne Message rüber, und die lautet: Es reicht; es gibt Grenzen des tolerierten, einseitig praktizierten Sado- und Masochismus. 8-)

Zitat von Don Vittorio Beitrag anzeigen
Für solche " Ausraster " gibt es keine Begründung.
Nee, für dein erbärmliches, obrigkeitshöriges Posting gibt es keine Begründung, denn ich sehe hier nur eine hingeseierte Hohlphrase. 8-)

Zitat von Lecarior Beitrag anzeigen
Ist es nicht? Da haben mir Kollegen, die bereits in den 90ern das BSHG ausgeführt haben, anderes berichtet.
Und das war auch schon in den 90ern gerechtfertigt, wenngleich sich die Lage natürlich noch einmal drastisch verschlimmert hat, seit dem mehrfach gg-widrigen, menschenver-8-enden Ha(r)tz4-Staatsterror. Tja, und Aktion - Reaktion, oder so... 8-) Wir haben silent wars. Aber das wird noch lauter... ;-)

Zitat:
Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen.
Was für eine erbärmliche Heuchelei wieder von diesem ekelhaften, bezahlten Systemdemagogen und typischen Opportunisten. :-P Klar, jemandem einfach die lebensnotwendigen Mittel zu verweigern und überdies mit willkürlichem Psychoterror zu schikanieren, nur weil er sich vielleicht nicht at all costs auf eine anspruchslose, lebensverweigernde "Humanressource" für die Wirtschaftsmafia reduzieren lassen will und noch Mindestansprüche ans Leben und die Würde stellt oder aber sich eben einfach nicht verwerten LÄSST für diese Mafia, ist natürlich "keine Form der Gewalt und des Angriffs", schon klar. Und das, wo, zumindest in den paar (Noch-)"Gewinnerländern" des Kaputtalismus, nun wirklich genug für alle da wäre, nur immer falscher verteilt. Da sollen verarmte Systemopfer also vor überquellenden Tellern im Bonzenviertel nebenan verrecken; das ist echte Soziopathie und echter Sozialdarwinismus faschistoider Gangart. Und sowas gehört zurückgefochten bis hinter die letzten Linien der untersten Ebene der Hölle (an die ich nicht glaube, aber klingt grad rhetorisch echt gut; bin ja auch Schriftsteller)!
Ach, und "natüüürlich" haben der (von der Wirtschaftsmafia und der reichen Minderheit im Hintergrund re-gierte) Staat und seine (Lobby-)"Justiz" "immer Recht" und sind alle verabschiedeten bzw. beliebig da oben zurechtgelegten Gesetze "legitim" und "gerechtfertigt". Schon klar; ist es eigentlich gemütlich, in einem ***** zu wohnen? 8-) So "legitim" und "gerechtfertigt" wie gewisse andere Staaten der Gegenwart und Vergangenheit, was...? Da erzählt auch keiner: "Hurra, wir sind im Unrecht und kein Rechtsstaat"; man muß schon etwas selbstständig denken können, die Wahrheit und Realität zu erkennen...

Na ja, der Kerl ist Teil dieses Systems und hat sich ihm verkauft, und entsprechend sieht seine armselige Propaganda aus, aber ich hoffe, daß sich keins von uns Systemopfern und kein generell an sozialer Gerechtigkeit Interessierter von dieser Exkrement einlullen läßt. Das sollte eher abschreckend wirken. 8-) Einer wie der hätte vermutlich auch Hitler die Treue gehalten und darauf gepocht, sich an die "legitimen" Gesetze des Staates zu halten. ;-D Ich aber sage, es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe eines Unrechtsregimes. Aber klar, alles, was von diesem faschistoiden Willkürapparat namens Mobcenter jommt, "hat seine Berechtigung", und wer sich dem widersetzt, ist automatisch "im Unrecht". Und alles, was von Hitler kam, hatte wohl auch "seine Berechtigung", und wer sich dagegen wehrte, war "im Unrecht"... 8-) Schon klar, verlogener Duckmäuser.

Zitat:
Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.
Klar, die Sanktion gibt es erst nach dem dritten ausgeschlagenen "Jobangebot" oder dem dritten Meldeversäumnis...sicher. Ein "Vollchecker" ist er auch noch... 8-) Ebene einer, der nicht selbst betroffen ist und uns jetzt aus seinem Elfenbeinturm aus Plastik heraus was erzählen will. Der ist ja sowas von durchschaut.

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Ein Schritt in die richtige Richtung.....
Das Däumchen aber hoch zum Firmament! 8-D Das muß sich alles intensivieren, damit man sich in Zukunft dreimal überlegt, wie weit man Systemopfer noch an die Wand drängen und in der Existenz bedrohen will. Hört also auf, hier rumzuheulen wie die untertänigsten Pussies und willigen Opfer; Spartakus hat auch nicht geweint, wenn er einen Römer wegkegelte. 8-D

Redwing over - under siege but still resistant 8-)

PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... 8-)
Redwing ist offline  
Alt 24.05.2014, 15:33   #40
rumpfi
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Cerberus Beitrag anzeigen
Mir stellt sich auch dauernd dabei die Frage, ob man sich wirklich für alles hergeben muß?

[...]

Aber solange es genug willige Helfershelfer gibt............
Da mach ich mir keine "Sorgen". Willige Herfershelfer gibt es traditionell in Deutschland viele
rumpfi ist offline  
Alt 24.05.2014, 17:51   #41
dersichdenwolfärgert
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Es tut sich was...! ;-D Da kommt 'ne Message rüber, und die lautet: Es reicht; es gibt Grenzen des tolerierten, einseitig praktizierten Sado- und Masochismus. 8-)


[...]

PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... 8-)
:danke:RedWing

Er ist eine erbärmliche feige Sozialdarwinistische Ratte,
die vergehen sich mittlerweile auch an Behinderten.

Die kann man auch noch Ausbeuten,
die sind schwach, die können sich körperlich
nicht mehr wehren.

Woher ich das weiß?
Meine Frau ist betroffen!

Meine Regel, wer meiner Frau was
zu leide tut, dem tue ich was zu leide.

Es reicht das Maß ist voll!

dsdwä
dersichdenwolfärgert ist offline  
Alt 24.05.2014, 18:30   #42
pillepalle
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Redwing: war Dein Betreuer heute aushäusig und konnte daher nicht drauf achten, was für einen Quatsch Du schreibst?

Diese Angriffe auf JC-Mitarbeiter kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen. Aber ich versteh es und wunder mich eher, dass nicht öfter was passiert.

Was ich aber gar nicht verstehen kann und auch nicht will ist, wenn dann Leute aus ihren Löchern gekrochen gekommen und sagen: super, richtig so!!!!!!! Das sind doch Feiglinge, denn wenn ich das so richtig finde, warum geh ich dann nicht auch am Montag ins JC und hau da wen zusammen und lebe dann damit, dass ich evtl. gepackt und ins Gefängnis gebracht werde?

Wenn ich die Mitarbeiter im JC mit KZ-Aufsehern gleichsetzen würde - was ich nicht tue -, dann wär ich doch völlig "im Recht", wenn ich denen was auf die Fresse gebe. Im vollen Bewusstsein was mich hinterher erwarten kann. Aber hier wird immer nur im Hintergrund Beifall gespendet verzweifelten Leuten, die offenbar nicht wussten, was sie taten und nun zu allem Überfluss auch noch vor Gericht enden. Aber schön, wie viele hier das gut finden. So vom Wohnzimmer aus kann ich das ja, wenn ich ein ***** bin, auch mal klasse finden, dass irgendjemand schwer verletzt wurde, dem es "recht geschieht", und der Täter wird nun bestraft und ich kann Mitleid heucheln.

Wenn ich das alles sooooo dramatisch finde, dass ich Vergleich zu KZ anstelle, dann zieh ich morgen los und verprügel selbst ein paar der "Täter". Aber dazu fehlt dann doch der Mut, gell? Lieber nur vom PC aus verkünden, dass der Kuh das recht geschieht und man das gut findet?

Da ist mir jeder Mitarbeiter im JC, der offen zu seiner Arbeit steht und sich da Mühe gibt - auch wenn der dabei die miesen Gesetze einhalten muss - tausendmal lieber, als so Leute, die im JC vielleicht auch freundlich tun, wenn sie da mal hin müssen und hier das immer beklatschen, wenn da mal wieder jemand angegriffen wird. Wenn Ihr das so richtig findet, dann geht doch selbst ins JC und greift die Mitarbeiter an, dann müsst Ihr wenigstens die Konsequenzen tragen und könnt nicht weiter gemütlich auf der Couch sitzen und jubeln: richtig so, es muss ja auch was getan werden und die habens ja auch alle verdient!
 
Alt 24.05.2014, 19:10   #43
Charlot
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Oh, das ist ja wohl auch auf meinen Beitrag gemünzt.
Ich habe nämlich zuerst geschrieben, das die KZ-Aufseher damals auch nur ihren Job gemacht und sich an die damaligen Weisungen gehalten haben.
__

Alle meine Beiträge stellen lediglich meine persönliche Meinung dar
Charlot ist offline  
Alt 24.05.2014, 19:35   #44
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Zitat von pillepalle Beitrag anzeigen
...

[...]

Existenzminimum ist offline  
Alt 24.05.2014, 19:35   #45
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Zitat von pillepalle Beitrag anzeigen
Redwing: war Dein Betreuer heute aushäusig und konnte daher nicht drauf achten, was für einen Quatsch Du schreibst?

[...] es muss ja auch was getan werden und die habens ja auch alle verdient!

Bis zur Grundsicherungsrente ist noch Zeit, das ist der einzige Grund warum noch nicht.
 
Alt 24.05.2014, 22:38   #46
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

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…wenngleich sich die Lage natürlich noch einmal drastisch verschlimmert hat seit dem mehrfach gg-widrigen, menschenver-8-enden Ha(r)tz4-Staatsterror.
Dass auch ich viel an Hartz IV und der damit einhergehenden sozialen Kälte, der Unverhältnismäßigkeit von Fördern & Fordern sowie der auf die Änderung der Persönlichkeit zielenden Kommodifizierungsideologie kritisiere, muss ich hier nicht ständig wiederholen. Ich habe das oft geschildert. Doch anders als du, der hier extrem einseitige und wenig reflektierte seinen Hass auf ein fabuliertes „Unrechtssystem“ zur Schau stellt, bin ich als Sozialdemokrat absolut davon überzeugt, dass wir eben in keinem Unrechtssystem, sondern in einem sozialen Rechtsstaat leben.

Dass Hartz IV soziale Spannungen und Armut verschärft hat, dass Sanktionen nicht sein dürften und dass es viel mehr passgenaue Förderung anstatt teils unsinniger und überzogener Forderung geben müsste, davon bin auch ich überzeugt. Indes bin ich - anders als du - ebenfalls der festen Überzeugung, dass man kaum von Menschenverachtung sprechen kann, wenn das „System“ einem als Alleinstehenden monatlich ca. 850 € zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums überweist.

Da stellt sich für mich die Frage, wo hier Menschenverachtung vorliegt. Denn ein menschenverachtendes System würde wohl kaum so generös mit seinen nicht vermarktlichten Bürgern umgehen. Ein menschenverachtendes System würde sie entweder deportieren, oder aber sich ihrer in keiner Weise annehmen. In einem menschenverachtenden System würde einem die Existenz nicht gesichert, in unserem demokratischen Rechtsstaat dagegen wird sie gesichert. Wer das – bei aller berechtigten Kritik an Hartz IV – nicht sehen will, scheint mir ein ziemlich fragwürdiges Verständnis von Menschenverachtung zu haben.

Sicher, in unserem System wird die Hartz IV-Zahlung an die Erbringung einer Gegenleistung (insbesondere in Form des Nachweises des Bemühens um Arbeitsaufnahme) gekoppelt. Das kann man vor dem Hintergrund dessen, dass nicht genug Arbeitsplätze für alle Arbeitslosen vorhanden sind, durchaus kritisieren. Nichts desto trotz ist es moralisch legitim, die Erbringung einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung (Hartz IV) an eine Gegenleistung (Nachweis von Bewerbungen, Maßnahme-Teilnahme) zu koppeln.

Es ist meiner Überzeugung nach nicht immer sinnvoll, das zu tun, weil es eben auch dazu führt, dass unsinnige Bewerbungen geschrieben und völlig sinnfreie Maßnahmen besucht werden. Aber nichts desto trotz ist es legitim. Die Gesetze sind in der Form, wie sie existieren, von einem demokratisch legitimierten Parlament verabschiedet worden. Man muss sie freilich nur deshalb, weil sie demokratisch beschlossen wurden, nicht gutheißen. Aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Prozess eben weder Menschenverachtung noch Staatsterror indiziert, sondern Ausdruck demokratisch legitimierter Willensbildung ist.

Wer sich an diesen Gesetzen stört (wie ich das teilweise tue), der kann sich auf demokratischem Wege dafür einsetzen, dass sie geändert werden. Das auszublenden und stattdessen im Kontext von Hartz IV Menschenverachtung und Staatsterror das Wort zu reden, ist meiner Überzeugung nach nichts weiter als ein populistischer Ausdruck von Unbildung. Ja, Hartz IV ist problematisch! Ja, es gibt Schickane! Ja, es gibt Ungerechtigkeit! Aber das zusammengenommen bildet nicht mal im Ansatz das Fundament eines Unrechtsregimes. In einem solchen gäbe es nämlich nicht nur kein Hartz IV, sondern überhaupt keine soziale Sicherung.

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
…Da sollen verarmte Systemopfer also vor überquellenden Tellern im Bonzenviertel nebenan verrecken; das ist echte Soziopathie und echter Sozialdarwinismus faschistoider Gangart. Und sowas gehört zurückgefochten bis hinter die letzten Linien der untersten Ebene der Hölle (an die ich nicht glaube, aber klingt grad rhetorisch echt gut; bin ja auch Schriftsteller)!
Meiner Überzeugung nach sind es eher ideologisch indoktrinierte Verfassungsfeinde wie du, welche einem extrem simplifizierten Schwarz-Weiß-Weltbild anhängen, die zurückgefochten gehören. Du bist für mich jedenfalls der personifizierte Beweis dafür, wie nötig wir den Verfassungsschutz haben. Deine kampfradikale Rhetorik erweist den Gegnern und Kritikern von Hartz IV überdies einen Bärendienst.

Denn mit solchen Kampfreden erreicht man zumeist das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt. Menschen mit einer gemäßigten politischen Gesinnung - oder auch gänzlich Unpolitische - werden von deinem Geschwurbel nämlich eher abgeschreckt, als dass sie dem zustimmen. Zum Glück, denn ich mag mir kaum ausmalen, mit was wir in diesem Land rechnen müssten, wenn Extremisten wie du jemals etwas zu sagen hätten.

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Ach, und "natüüürlich" haben der (von der Wirtschaftsmafia und der reichen Minderheit im Hintergrund re-gierte) Staat und seine (Lobby-)"Justiz" "immer Recht" und sind alle verabschiedeten bzw. beliebig da oben zurechtgelegten Gesetze "legitim" und "gerechtfertigt".
Der Staat hat keinesfalls immer Recht, denn Recht ist ein Konstrukt. Es ist volatil und ändert sich je nach Zeitgeist und damit einhergehender Auslegung. Und ja, wenn ein Gesetz demokratisch beschlossen wurde, ist es legitim. Das heißt aber nicht, dass es in Stein gemeißelt ist und dass man es nicht kritisieren darf. Nur weil etwas legitim ist, ist es deshalb noch lange nicht gut. Das hat auch niemand behauptet. Die Sache ist nur die:

Wenn einen ein legitimes Gesetzt, das man schlecht findet, stört, hat man in diesem Rechtsstaat noch immer die Möglichkeit, sich aktiv und repressionslos für die Änderung dieses Gesetzes stark zu machen. Man kann in eine Partei eintreten, eine gründen oder auch nur einer seine Stimme geben, die die eigenen Interessen am ehesten vertritt. Das alles ist in diesem Rechtsstaat möglich. In einem Unrechtsregime dagegen wäre es nicht möglich.

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Schon klar; ist es eigentlich gemütlich, in einem ***** zu wohnen? 8-) So "legitim" und "gerechtfertigt" wie gewisse andere Staaten der Gegenwart und Vergangenheit, was...? Da erzählt auch keiner: "Hurra, wir sind im Unrecht und kein Rechtsstaat"; man muß schon etwas selbstständig denken können, die Wahrheit und Realität zu erkennen...
Es mutet schon ein wenig ironisch an, dass ausgerechnet DU von „selbstständig denken können“ und „Wahrheit und Realität“ sprichst. Denn gerade DU bist es, der hier reichlich unreflektiert linksextreme Plattitüden verbreitet und dabei nur die eigene beschränkte Sicht auf die Dinge zulässt. Gerade DU bist es doch, der hier meint, Leuten wie Lacarior die Moralität absprechen zu können, nur weil er nichts von dem teilt, was du als gut und richtig empfindest.

Ich teile - wie du merkst - auch fast nichts von dem, was du als gut und richtig empfindest. Genauso teile ich übrigens auch vieles von dem, was Lecarior schreibt, nicht. Dennoch zweifele ich keinesfalls daran, dass er von dem überzeugt ist, was er schreibt. Und seine Überzeugung macht ihn nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen als dich. Sie macht ihn wohl allerdings zu einem weniger extremistischen und meinem Eindruck nach deutlich besser informierten und differenzierten Menschen als dich. Lecarior verzichtet - anders als du - auf Diffamierungen und persönliche Immoralitätsunterstellungen.

Die könnte man dir aber reichlich vorwerfen, denn es stellt sich die Frage, wie du bitte planst, mit den Menschen zu verfahren, die unwillig sind, sich deiner Ideologie anzuschließen. In unserem demokratischen Rechtsstaat gilt die Devise: Leben und leben lassen. In einem linksextremistischen "Paradies" dürfte dieser Pluralismus von Lebens- und Meinungsformen aber kaum realisierbar sein, denn einer Ideologie anzuhängen bedeutet immer, sich selbst als im Besitz der Wahrheit zu begreifen. Wenn man selbst aber im Besitzt der "Wahrheit" ist, folgt unweigerlich, dass die, die einem widersprechen, der Unwahrheit anhängen müssen.

Wie verfährt man, wenn man diese renitenten Verweigerer nicht überzeugen kann, dann mit denen? Ausweisen? Stigmatisieren? In den Gulag schicken? Du schwadronierst hier von Menschenwürde, realisiert aber nicht, dass die Utopie, der du anhängst, eine fatalistische, menschenfeindliche Dystopie ist, weil sie unweigerlich all jene ausschließt und ausschließen muss, die von ihrem demokratischen Recht auf Widerspruch gebrauch machen. Wer widerspricht und sich die ketzerische Frechheit herausnimmt, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, hat im linksextremistischen Dystopia keinen Platz.

Wohin also mit all den widerspenstigen Ungläubigen, die bei der letzten Bundestagswahl nicht DIE LINKE oder die MLPD gewählt haben? Wohin mit Lecarior? Wohin mit mir? Wohin mit den Millionen von "Schreibtischtätern", den systemhörigen Beamten, den CDU- und SPD-Anhängern, den Bankangestellten, den Unternehmern und Wirtschaftslobbyisten, den Selbstständigen, Ärzten, Anwälten und Politikern, aber auch den kleinen Angestellten, Arbeitern und Arbeitslosen, welche die Weltanschauung des Redwing explizit nicht teilen und/oder gar entschieden bekämpfen?

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Na ja, der Kerl ist Teil dieses Systems und hat sich ihm verkauft, und entsprechend sieht seine armselige Propaganda aus, aber ich hoffe, daß sich keins von uns Systemopfern und kein generell an sozialer Gerechtigkeit Interessierter von dieser Exkrement einlullen läßt.
Und ich hoffe, dass sich kein an sozialer Gerechtigkeit interessierter Mensch von dir und deinen simplifizierenden Märchen einlullen lässt. Denn Menschen, die wie du ständig rhetorisch versiert darauf bedacht sind, einem allumfassenden System-Feindbild das Wort zu reden (korrupte Politiker, Wirtschafts-Mafia, faschistoide Sachbearbeiter), sind eine Gefahr für die Demokratie, wenn man sich ihnen nicht entschieden entgegenstellt.

Sicher, es ist einfach und verlockend, ein Schwarz-Weiß-Weltbild zu konstruieren. Aber mit Einfachheit ist niemandem geholfen, der an den Verhältnissen etwas ändern will. Was diesbezüglich hilft, ist Ehrlichkeit. Und ein Gebot der Ehrlichkeit ist es, anzuerkennen, dass die Dinge sich selten so schematisch in gut-böse einteilen lassen, wie du dies in Bezug auf unser politisches System und dessen Repräsentanten hier versuchst.

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Ich aber sage, es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe eines Unrechtsregimes.
Da stimme ich dir tatsächlich einmal 100% zu. Auch ich bin überzeugt: Ja, es gibt ein Selbstverteidigungsrecht gegen ein Unrechtsregime. Und man sollte es in Anspruch nehmen, so man mit einem solchen konfrontiert ist. Nur: Ich sehe das Unrechtsregime nicht. Ich sehe Hartz IV. Und Hartz IV ist in meinen Augen ein schlechtes Gesetz.

Daraus leitet sich aber mitnichten ein Unrechtsregime ab. Wir haben trotz Hartz IV zum Glück noch immer einen funktionierenden Rechtsstaat, der dir sogar das Recht einräumt, gegen einen ALG II Leistungsbescheid in Widerspruch zu gehen und dagegen (unterstützt durch Prozesskostenhilfe) zu klagen. Ein Unrechtsregime würde seinen Bürgern so ein Recht sicher nicht einräumen.

Auch würde ein Unrechtsregime sicher über kein Grundgesetzt verfügen, welches sich zum großen Teil aus Abwehrrechten der Bürger gegen ihren Staat konstituiert. Wenn die BRD deiner fragwürdigen Interpretation nach ein Unrechtsregime ist, lebe ich jedenfalls gerne in diesem Unrechtsregime, das mit so viele einklagbare Rechte und Freiheiten einräumt. Und ja: Selbst als ich noch arbeitslos war, habe ich gerne in diesem Land gelebt.

Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... 8-)
Dieser Absatz bestätigt erneut deine antidemokratische Gesinnung. Er zeugt beispielhaft davon, dass du an einem Austausch kontroverser Meinungen nicht interessiert bist, sondern meinst, Leute, die dir nicht zustimmen, persönlich attackieren zu müssen. Das ist das typische Verhalten von Fanatikern: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und, so geht die Logik weiter, da wir gute Menschen sind, muss der, der gegen uns ist, ein schlechter Mensch sein.

Die Frage ist dann: Was macht man mit diesen schlechten Menschen? Antwort: Ist doch logisch! „Endlich ausbrennen“. - Und ausgerechnet DU, der hier so eine Assoziation vom Stapel lässt, besitzt auch noch die Dreistigkeit, mit Hartz IV-Nazi-Vergleichen aufzuwarten. Wenn deine ignorante Dummheit nicht so gefährlich wäre, könnte man darüber glatt lachen.
 
Alt 24.05.2014, 23:06   #47
Nimschö
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Boah, Burns...
Was würde ein "Netzmensch" zu Deinem Text sagen:
"tl;dr" ^^

Da wir da wieder bei der Grundsatzdiskussion "Gewalt/Gegengewalt, was ist OK, was nicht" sind: Ich bin derzeit in dieser Frage tatsächlich und auch zu meinem eigenen Erschrecken sehr zwiegespalten.

Einerseits halte ich nichts von physischer Gewalt, im Falle von JC-Ärger ist sie sogar( wie in den meisten anderen "Anwendungsgebieten" auch) kontraproduktiv.
Und nun das "aber":
Aber, wenn man alle Gesetze gelesen hat, alle Widerspruchs-, Beschwerde- und Klagewege durchgegangen ist und das Amt IMMER NOCH NICHT tut was es sollte, was tut man dann? Sinnvolles kann man dann meist nicht mehr tun und ich verstehe Menschen, die unter dem Druck aus Existenzangst und Hilflosigkeit vor Amtswillkür einfach platzen wie ein Schnellkochtopf und dann wirklich dumme Sachen tun. Vor allem, weil die meisten Geschichten für die Betroffenen EILIG sind, also am besten gestern erledigt sein müßten, Beschwerden u.Ä. aber erst nach meist Wochen eine Reaktion auslösen.

Ich halte das für ein systemimmanentes Problem, das sowohl die ALG-II-Empfänger, als unter Druck Gesetzte und nach dem Platzen in den Knast Gesteckte, wie auch die SBs, als Prellbock für den Zorn der Ersteren abgestellte Schießbudenfiguren, ausbaden müssen. Die Politik juckt das alles nicht, von denen bezieht keiner ALG-II und im JC arbeitet auch keiner von denen, also ist ihnen das wurscht.

Im Grunde würde es Sinn machen, wenn sich Empfänger und SBs gemeinsam hinsetzen würden und jeweils sinnvolle und hilfreiche Lösungen für die individuellen Lagen erarbeiteten. Eiiigentlich ist das vom Gesetz her sogar so vorgesehen. "Dem jeweiligen Einzelfrall muß Rechnung getragen werden..."
Dafür haben die SBs aber, aufgrund (über-)hoher Fallzahlen, in der Praxis einfach keine Zeit. Also wird, je nach Gemüt des SB entweder widerstrebend/verzweifelt oder aggressiv/gehässig, das Motto "One-Size-Fits-All" angewendet, auch wenn man mit dem Hammer nachhelfen muß und das Eckige muß dann eben doch durch das Runde, der Gehbehinderte in die Dachgeschoßwohnung, die Alleinerziehende ganz ohne Hilfe auskommen oder VZ arbeiten gehen um sich die Babysitter leisten zu können, der auf lebenswichtige, zuzahlungspflichtige Medikamente Angewiesene eben sterben, die falschen berechnungen werden verschlimmbessert usw.
Dadurch werden die ALG-II-Empfänger wieder/weiter unter Druck gesetzt und der Teufelskreis geht weiter...

Das ganze ist ein Perpeteum Mobile aus der Hölle und ich hoffe genau da kommen die Macher des Ganzen auch hin. Aber noch bin ich auf dem Standpunkt darauf zu warten, dass die da ganz von allein hinkommen. Ich hoffe das bleibt noch lange so, aber garantieren kann ich's, wenn ich wirklich ehrlich bin, nicht.

Wer Schlangensätze findet: Vorsicht! Die sind giftig! ;)
__

Folgende Punkte gelten für ALLE meine Aussagen in diesem Forum:
-ich gebe hier grundsätzlich nur meine durchs Grundgesetz geschützte Meinung preis.
-ich biete keinerlei Rechtsberatung, sondern nur meine gewährfreien Erfahrungen und Meinungen.
-ich lasse mir von NIEMANDEM den Mund verbieten, bin aber gerne bereit mit jedem über meine Aussagen offen und ehrlich zu diskutieren.
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Alt 25.05.2014, 00:31   #48
Henrik55
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Burns hat die für Spezialdemokraten typische Lügeritis sowie eine bei Sozialwissenschaftlern häufig vorkommende Logorrhoe. Zudem sondert er gerne Textbausteine aus den Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (neudeutsch für Propagandaministerium) ab.
Henrik55 ist offline  
Alt 25.05.2014, 01:52   #49
Redwing
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Redwing
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von pillepalle Beitrag anzeigen
... (Anm. Doc Reddy: Diagnose bedenklich)

Wenn ich das alles sooooo dramatisch finde, dass ich Vergleich zu KZ anstelle, dann zieh ich morgen los und verprügel selbst ein paar der "Täter". Aber dazu fehlt dann doch der Mut, gell? Lieber nur vom PC aus verkünden, dass der Kuh das recht geschieht und man das gut findet?
Erstens braucht es prophetische Volksaufklärer wie mich, die ganz hinten mit dabei sind, oder denkst du etwa, der Brainbug auf Klendatu kämpft an vorderster Front, und zweitens muß jeder für sich selbst entscheiden, wann die Stunde Omega schlägt und erreicht ist. 8-) Ich persönlich wurde noch nicht genug *******, um komplett auszurasten, aber vielleicht kommt der Zeitpunkt ja noch. Allerdings will ich Mama auch nicht über Gebühr stressen, wenn möglich. Sollte Mama mal gehen, was ohnehin eine beispiellose Krise in mir auslösen wird, dann garantiere ich allerdings für nichts mehr, geht mir einer dieser armseligen Sesselfurzer und Schreibtischdiktatoren oder sonstwer zu sehr auf die Nüsse. Ich bin übrigens nicht nur begnadeter Schriftsteller und Musiker, sondern auch versierter Martial Arts Warrior. 8-) Ich nenne es "Karatebasierter Freestyle". ;-D Und es macht mich rasend, wenn lebende Popel, die mir sowohl gesitig als auch körperlich unterlegen sind, willkürlich über mich herrschen können, nur weil ein faschistoider Unrechtsstaat hinter ihnen steht!

Zitat:
Da ist mir jeder Mitarbeiter im JC, der offen zu seiner Arbeit steht und sich da Mühe gibt - auch wenn der dabei die miesen Gesetze einhalten muss - tausendmal lieber, als so Leute, die im JC vielleicht auch freundlich tun, wenn sie da mal hin müssen und hier das immer beklatschen, wenn da mal wieder jemand angegriffen wird. ...
Dann bist du eine niederträchtige, kooperierende Cicade, wenn dir diese Sadisten da im Mobcenter lieber sind. Nicht alle sind vollkommen mies, aber die meisten, denn wer macht sowas denn (gilt auch für Bullizisten, etc.)? Und da komme ich gleich zum nächsten Punkt: Das MUSS keiner von den SBs machen! Es hält denen keiner eine Knarre an den Kopf und zwingt sie dazu! Im Gegensatz zu den Greueltaten von Soldaten, die in mancher Armee, etc. begangen wurden. Die machen das letztlich weitgehend freiwillig, und das ist durchaus verwerflich in einem Regime wie diesem. Die Exekutiven tragen eine Mitschuld und setzen erdachten Wahnsinn da oben erst in die Tat um. Solange sie noch von innen heraus zu verbessern versuchen, OK, aber wenn das nicht mehr geht und sie in einen Gewissenskonflikt geraten, dann müssen sie konsequent die Reißleine ziehen. Ansonsten sind sie Teil der Misere und der Repression und können auch als dieses betrachtet werden...

Zitat von Charlot Beitrag anzeigen
Oh, das ist ja wohl auch auf meinen Beitrag gemünzt.
Ich habe nämlich zuerst geschrieben, das die KZ-Aufseher damals auch nur ihren Job gemacht und sich an die damaligen Weisungen gehalten haben.
Na, ich hab diese sinngemäßen, nur leicht überspitzten Vergleiche aber schon vor Jahren angestrengt, du KZ-Aufseher-Vergleich-Newcomer! 8-D

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
...bin ich als Sozialdemokrat absolut davon überzeugt, dass wir eben in keinem Unrechtssystem, sondern in einem sozialen Rechtsstaat leben.
Danke, mehr müssen wir eigentlich nicht wissen..."Sozialdemokrat"; ich glaub, ich muß kotzen. :-P Im Grunde könnte ich jetzt abbrechen - mach ich aber nicht. ;-D

Zitat:
Dass Hartz IV soziale Spannungen und Armut verschärft hat, dass Sanktionen nicht sein dürften und dass es viel mehr passgenaue Förderung anstatt teils unsinniger und überzogener Forderung geben müsste, davon bin auch ich überzeugt. Indes bin ich - anders als du - ebenfalls der festen Überzeugung, dass man kaum von Menschenverachtung sprechen kann, wenn das „System“ einem als Alleinstehenden monatlich ca. 850 € zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums überweist.
Dann frag dich als Erstes mal, welche rückgratlose(n) Volksverräterpartei(en) den Anstoß für diese ganzen Mißstände gegeben hat (haben), wenngleich Schwarzgelb natürlich motiviert dabei mitgewirkt hat. Aber die hätten sich das allein nie getraut, da die Gewerkschaften, Sozialverbände und derlei ihnen viel kämpferischer begegnet wären.

Ferner wüßte ich das aber, daß Alleinstehende 850 Euro bekommen, und es wäre zudem nicht ganz so schlimm, wenn dieses Almosen wenigstens bedingungslos wären und, gemäß des GG, wie es lobbyfrei interpretiert wird, keine menschenunwürdige Existenzbedrohung gäbe.

Zitat:
... In einem menschenverachtenden System würde einem die Existenz nicht gesichert, in unserem demokratischen Rechtsstaat dagegen wird sie gesichert. Wer das – bei aller berechtigten Kritik an Hartz IV – nicht sehen will, scheint mir ein ziemlich fragwürdiges Verständnis von Menschenverachtung zu haben.
Die Existenz IST nicht gesichert aufgrund des möglichen Sanktionsterrors, und auf Tafeln und derlei darf sich ein Staat nicht verlassen!

Zitat:
...Nichts desto trotz ist es moralisch legitim, die Erbringung einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung (Hartz IV) an eine Gegenleistung (Nachweis von Bewerbungen, Maßnahme-Teilnahme) zu koppeln.
Arbeitslose sind Systemopfer, denen dieser Staat und seine verhätschelte, im Hintergrund die Strippen ziehende Wirtschaftsmafia einfach keine Perspektive mehr bieten können, dank der neoliberalen Kamikazepolitik, also haben sie wenigstens anständig und bedingungslos entschädigt zu werden, anstatt wie Verbrecher und Täter behandelt zu werden!

Zitat:
...
Die Gesetze sind in der Form, wie sie existieren, von einem demokratisch legitimierten Parlament verabschiedet worden. Man muss sie freilich nur deshalb, weil sie demokratisch beschlossen wurden, nicht gutheißen. Aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Prozess eben weder Menschenverachtung noch Staatsterror indiziert, sondern Ausdruck demokratisch legitimierter Willensbildung ist.
Ja, klar, mit einem neoliberalen Parteienkartell, das zwar Unterschiedlichkeit simuliert, aber wo dann nach der Wahl im Prinzip doch immer derselbe neoliberale, systemische Wirtschaftslobbymist herauskommt. Und dann natürlich von Medien gepusht, die von betuchten Chefs und Chefredakteuren gesteuert werden. Bei derart einseitiger Berieselung ist eine objektiver, unbeeinflußter bzw. wenigstens nicht nur einseitig beeinflußter Meinungsbildungsprozeß kaum möglich, welcher aber die Grundvoraussetzung für eine mündige, selbstständige Wahlentscheidung und somit wahre Demokratie ist.

Oh, und eines noch: Selbst wenn ein medial aufgestachelter Spießmob sich dafür ausspricht, Minderheiten doch gern fertigmachen zu wollen, so gibt es auch bez. der Demokratie moralische Grenzen des Tolerierbaren. Und wenn (Noch-)Minderheiten hier maßgeblich das Leben versaut wird oder sie gar in der nackten Existenz bedroht werden, dann ist mir Exkrementgal, ob das "demokratisch legitimiert ist"; dann haben die Betroffenen ein Recht auf Widerstand! Es gibt Grenzen, die nicht überschritten zu werden haben; egal, ob das der vermeintliche, manipulierte Wille der Mehrheit ist oder nicht. Ansonsten haben wir eine radikale, totalitäre (Pseudo-)Demokratie wie im antiken Griechenland mitunter, wo mal eben einer hingerichtet wird, nur weil die Mehrheit halt grad Bock drauf hat. So nicht, min Fründchen! 8-)

Zitat:
Meiner Überzeugung nach sind es eher ideologisch indoktrinierte Verfassungsfeinde wie du, welche einem extrem simplifizierten Schwarz-Weiß-Weltbild anhängen, die zurückgefochten gehören. Du bist für mich jedenfalls der personifizierte Beweis dafür, wie nötig wir den Verfassungsschutz haben. Deine kampfradikale Rhetorik erweist den Gegnern und Kritikern von Hartz IV überdies einen Bärendienst.
Du kannst mir mal die Murmel drehen, "Sozialdemokrat"; dein konspirativer Verein sorgt doch weltweit immer wieder dafür, daß Sozialstaatsabriß durchgeboxt wird, weil keiner aus dieser Ecke mit solch Niedertracht rechnet. Ihr seid ein trojanisches Pferd bzw. B-Team der vermeintlichen "Gegenspieler" weiter rechts. Und mit eurer Augenwischerei vom Spagat zwischen einem Ego-System und den Raffke-Interessen einer reichen Minderheit und BWL-Privatwirtschaft auf der einen sowie sozialer Gerechtigkeit und Ausgewogenheit auf der anderen Seite, hemmt ihr notwendige revolutionäre Prozesse, die konsequent und ohne Alternative sind. Das Versagen eurer Versprechen und vermeintlichen Ideale und Ideen wird immer wieder evident, wenn ihr Verantwortung übernehmen sollt und dann sowas wie Blair, Zapatero, Schröder, Hollande, Balkenende, etc. herauskommt. Ihr widert mich an. :-P Es GIBT längerfristig keine wirklich soziale Marktwirtschaft mit dieser exponentiellen, systemtypischen Gefällebildung, also hört auf, die Völker für dumm zu verkaufen.

Oh, und die nach wie vor aktivsten Verfassungsfeinde würde der sogenannte Verfassungsschutz übrigens im Bundestag finden, nähme er seinen Job ernst (mit Ausnahme der Linken). Denn DORT wurden z.B. der Repressions- und Überwachungsstaat immer mehr ausgebaut und mehrfach gg-widrige Gesetze wie Ha(r)tz4 ausgebrütet und durchgewunken.

Zitat:
Denn mit solchen Kampfreden erreicht man zumeist das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt. Menschen mit einer gemäßigten politischen Gesinnung - oder auch gänzlich Unpolitische - werden von deinem Geschwurbel nämlich eher abgeschreckt, als dass sie dem zustimmen.
Wer sich davon abschrecken läßt, der ist noch nicht bereit, aufzuwachen und konsequent zu sein, und wer noch nicht bereit ist, der kann mir erstmal mit Schwung den Buckel runterrutschen. 8-) Es waren wohl niemals Mehrheiten, welche die (R)evolution in der Geschichte vorantrieben, sondern immer visionäre, nicht selten radikale Einzelpersonen und kleinere Gruppierungen. Die Masse ist ein obrigkeitshöriger, mäßig politischer Mitläuferhaufen, der geführt werden will und wenig selbst denkt. So ist es nun mal leider, und ich sehe da kaum Fortschritte bei der Menschheit. Nennen wir die Dinge also einfach beim Namen.

Zitat:
Wenn einen ein legitimes Gesetzt, das man schlecht findet, stört, hat man in diesem Rechtsstaat noch immer die Möglichkeit, sich aktiv und repressionslos für die Änderung dieses Gesetzes stark zu machen. Man kann in eine Partei eintreten, eine gründen oder auch nur einer seine Stimme geben, die die eigenen Interessen am ehesten vertritt. Das alles ist in diesem Rechtsstaat möglich. In einem Unrechtsregime dagegen wäre es nicht möglich.
Sag ich doch. 8-) Und es haben überdies immer mehr Menschen nicht die Zeit, ewig darauf zu warten, bis bei der manipulierten Mehrheit endlich der Groschen fällt, wenn sie in der Existenz bedroht werden, du selbstgerechter Hannes. Und sich in einem kapitalistischen Lobbystaat auf die Unabhängigkeit und Gesetzestreue (wobei selbst bestimmte Gesetze schon angezeifelt werden können) der Judikative, etc. zu verlassen, kann man auch getrost knicken. Alles andere wäre naiv. Unterdrücker erlauben einem nur die Wege, die sie kontrollieren können.

Zitat:
...
Gerade DU bist es doch, der hier meint, Leuten wie Lacarior die Moralität absprechen zu können, nur weil er nichts von dem teilt, was du als gut und richtig empfindest.
Ja, ich bin das - voller Stolz und Inbrunst! -, weil der Kerl einfach ein abartiger Typ ist, der hier bewußt Systemopfer dumm und auf Systemkurs halten will - und dabei selbst nicht als Opfer betroffen ist. Der Kerl will, daß wir unsere Henker wählen. Und ich würd dem das alles auch jederzeit mitten ins Gesicht brüllen und vielleicht noch mehr.... 8-)

Zitat:
... Und seine Überzeugung macht ihn nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen als dich. Sie macht ihn wohl allerdings zu einem weniger extremistischen und meinem Eindruck nach deutlich besser informierten und differenzierten Menschen als dich. Lecarior verzichtet - anders als du - auf Diffamierungen und persönliche Immoralitätsunterstellungen.
Ja, heuchel, heuchel, der Kerl verpackt unmenschliche Exkrement in verbales Goldpapier, sowie auch diverse Politiker da draußen. Da frage ich mich doch, was schlimmer ist: Emotional adäquate Kraftausdrücke dann und wann oder mit Engelszungen und hochakademisch existenzbedrohenden Sozialdarwinismus zu verkünden. Du kannst mich mal. 8-) Und selbstverständlich ist die politische Einstellung (sozial oder nicht) ein starker Indikator für den Charakter eines Menschen, und da sieht es bei Lecarior aber GANZ zappenduster aus. :-P

Zitat:
Die könnte man dir aber reichlich vorwerfen, denn es stellt sich die Frage, wie du bitte planst, mit den Menschen zu verfahren, die unwillig sind, sich deiner Ideologie anzuschließen. In unserem demokratischen Rechtsstaat gilt die Devise: Leben und leben lassen. In einem linksextremistischen "Paradies" dürfte dieser Pluralismus von Lebens- und Meinungsformen aber kaum realisierbar sein, denn einer Ideologie anzuhängen bedeutet immer, sich selbst als im Besitz der Wahrheit zu begreifen. Wenn man selbst aber im Besitzt der "Wahrheit" ist, folgt unweigerlich, dass die, die einem widersprechen, der Unwahrheit anhängen müssen.
Sag mal, du checkst nicht, daß das neoliberale Marktsektierertum und derlei ebenfalls Ideologie pur ist, was? Und wenn in den USA z.B. jedem nach fünf Jahren Bezug die Sozialleistungen komplett gestrichen und die zum Verrecken freigegeben werden oder hier die 100%-Sanktion ausgesprochen wird, dann halte ich das weniger für "leben und leben lassen". Zudem hat sich jeder als verwert- und beliebig austauschbare "Humanressource" für die Interessen der Wirtschaftsmafia anzubieten und zur ***** zu machen, und es gibt vielleicht Menschen, die keinen Bock auf solch oberflächlichen, lebensverneinenden Leistungswahn haben. Aber die dürfen entweder gleich verrecken oder sich entweder vom Staat oder von einer Firma von hinten nehmen lassen. Das ist kein Leben als Mensch, sondern als Roboter oder Insekt; ein Leben auf eine Funktion für die Interessen einer winzigen Minderheit beschränkt. Nee, danke, du. Diese geldbeutelabhängige Freiheit gefällt mir nicht. 8-)
Gesellschaftlich können gern Toleranz und Freiheit herrschen, der Wirtschaft aber darf man nicht das Zepter und eine Verantwortung überlassen, der sie offenkundig nicht gerecht wird. Die hat für das Volk da zu sein und nicht umgekehrt, und deshalb muß sie vom (Volks)staat geleitet werden. Mehr dazu in meinen hoffentlich allseits bekannten Flaggtexten. ;-)

Zitat:
Da stimme ich dir tatsächlich einmal 100% zu. Auch ich bin überzeugt: Ja, es gibt ein Selbstverteidigungsrecht gegen ein Unrechtsregime. Und man sollte es in Anspruch nehmen, so man mit einem solchen konfrontiert ist. Nur: Ich sehe das Unrechtsregime nicht. Ich sehe Hartz IV. Und Hartz IV ist in meinen Augen ein schlechtes Gesetz.
Wenn der kranke Scheiß tötet oder maßgeblich Leben versaut, dann hören der Spaß und die Toleranz auf. 8-/ Und das tut es. Und der gg-widrige Sanktionsterror schließt es explizit ein.

Zitat:
Daraus leitet sich aber mitnichten ein Unrechtsregime ab. Wir haben trotz Hartz IV zum Glück noch immer einen funktionierenden Rechtsstaat, der dir sogar das Recht einräumt, gegen einen ALG II Leistungsbescheid in Widerspruch zu gehen und dagegen (unterstützt durch Prozesskostenhilfe) zu klagen. Ein Unrechtsregime würde seinen Bürgern so ein Recht sicher nicht einräumen.
Ja, ja, Placebos... 8-) Was verdienen Richter so, und welcher Kaste gehören sie somit an...?

Zitat:
Auch würde ein Unrechtsregime sicher über kein Grundgesetzt verfügen, welches sich zum großen Teil aus Abwehrrechten der Bürger gegen ihren Staat konstituiert. Wenn die BRD deiner fragwürdigen Interpretation nach ein Unrechtsregime ist, lebe ich jedenfalls gerne in diesem Unrechtsregime, das mit so viele einklagbare Rechte und Freiheiten einräumt. Und ja: Selbst als ich noch arbeitslos war, habe ich gerne in diesem Land gelebt.
Kannst du das nicht deinem Therapeuten erzählen?

Zitat:
Die Frage ist dann: Was macht man mit diesen schlechten Menschen? Antwort: Ist doch logisch! „Endlich ausbrennen“. - Und ausgerechnet DU, der hier so eine Assoziation vom Stapel lässt, besitzt auch noch die Dreistigkeit, mit Hartz IV-Nazi-Vergleichen aufzuwarten. Wenn deine ignorante Dummheit nicht so gefährlich wäre, könnte man darüber glatt lachen.
Es geht um das Prinzip der schlechten Universalausrede: "Ich mach ja nur meinen Job" bzw. "Ich halte mich nur an bestehende Gesetze". Wenngleich wir uns mit Hartz4 durchaus dem Reichsarbeitsdienstmist annähern. Und auch die Diskriminierung und Hetze gegen gewisse Minderheiten weist allmählich Parallelen auf.

So, manche Absätze von dir waren wiederholter Supreme-Blubb, weswegen ich sie mir mal gespart habe; hatte diese Nacht ohnehin noch was Besseres vor.

Redwing over - steht zu jedem Buchstaben wie der Fels in der Brandung! 8-D
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Alt 25.05.2014, 08:21   #50
BurnsTorn
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Standard AW: Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Zitat von Henrik55 Beitrag anzeigen
Burns hat die für Spezialdemokraten typische Lügeritis sowie eine bei Sozialwissenschaftlern häufig vorkommende Logorrhoe.
Danke für deine - wie immer - konstruktive, textbezogene Kritik!

Zitat von Henrik55 Beitrag anzeigen
Zudem sondert er gerne Textbausteine aus den Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (neudeutsch für Propagandaministerium) ab.
In Anbetracht dessen, dass ich alle meine Texte selbst verfasse, würde mich interessieren, welche Textbausteine der Bundeszentrale für politische Bildung ich denn konkret absondere. Ich bitte um einen Verlinkung auf einen meiner Beitäge, in dem dies deutlich wird. Danke.

Abgesehen davon: Die Bundeszentrale für politische Bildung kann unter den öffentlich-rechtlichen Institutionen wohl noch als diejenige bezeichnet werden, die mit Abstand am ehesten auf politische Neutralität bedacht ist. Siehe Beispielhaft nur den § 6 des Erlasses über die BpB.

Dass gerade die BpB ganz sicher keine System-Propaganda-Marionette ist, sondern auf ausgewogene Berichterstattung hinzielt, beweist beispielhaft der Fall Löw. Aber da du weder mit Politik noch mit Bildung etwas am Hut zu haben scheinst, Schwamm drüber.

Hier ein Angebot - einigen wir uns einfach wie folgt: Du bist klug und ich bin ein verlogener, fachistoider, unmoralischer und latent asozialer Schreibtischtäter, wie überhaupt alle, die jemals im "System" gearbeitet haben. Und Sozialdemokraten sowieso! Ja, so einfach ist die Welt.
 
 

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