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Start > > > > -> Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"


Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Archiv - News Diskussionen Tagespresse

 
 
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Alt 12.05.2009, 18:16   #26
nine82
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nine82
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

@oni es gibt solche und solche schicksale das hat nix mit schreihen zu tun nur weil jemand es auch anders kennt

Die menschen wissen nicht was sie wollen, einerseits sollte der Soziallismus weg wie in der DDR weil ja ALLES so schlecht war (kinderbetreuung so das frauen auch arbeiten gehen konnten war nämlich eines der dinge die da sehr gut organisiert waren wie ashna auch sagte) und nun ist es genauso schlecht und alle haben es mit sich machen lassen, wenn alle mütter (auch nicht alleinerziehende habens nicht leicht da meist der mann auch arbeitet) sich zamtun und mehr tun als sich drüber aufzuregen ,siehezuständige stelle was familie und so angeht mit mails zubomben, würde vllt was pasieren.
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Alt 12.05.2009, 18:19   #27
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat:
Der Nachwuchs ist wichtiger als die Firma des Chefs, in der jede und auch jeder jederzeit gekündigt werden kann.
So ist es.

Zitat:
Was ist so schlimm dabei, wenn Frauen zu Hause bleiben, die es sich leisten können und wollen, indem sie auf anderes verzichten, dafür für die Kinder da sind.
Meiner Meinungnach nichts. Nur die geldgeilen Säcke haben dann Mehrausgaben, denen sie hinterher jammern.
Ich heule gleich.

Zitat:
Leider haben wir die Wahl nicht und der Nachwuchs wird bei vielen etwas auf der Strecke bleiben.
Sehe ich nicht so, zumindest nicht von meiner Seite her. Da es eh an Arbeitsplätzen fehlt können wir doch die Zeit sinnvoll nutzen mit unseren Kindern. Du kannst deine Kinder "reinigen" von der "Gehirnwäsche", die öffentlich und in den Kindereinrichtungen abgehen. Wenn du erschöpft von der Arbeitsstelle kommst hast du da keinen Nerv mehr für.

Zitat:
Immer mehr sollen sich aber dem Kapital unterordnen, so schaut es aus. Es geht und ging in den letzten Jahren keiner Regierung um das tatsächliche Wohl der Kinder. Es geht nur um billige Arbeitskräfte.
Mit diesem Wissen kann man doch hervorragend "arbeiten", um sich eben nicht schlecht zu fühlen, weil man dem Kind nicht alles kaufen kann, was es möchte. Denn was es braucht wird es auch bekommen. Geht auch mit wenig Geld. Bis auf die Bildung vielleicht. Wobei ich hier Bildung schulmäßig meine. Aber Bildung passiert nicht nur in der Schule, sondern auch ganz nebenbei im Spiel der Kinder.
 
Alt 12.05.2009, 18:22   #28
nine82
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nine82
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Wobei ich hier Bildung schulmäßig meine. Aber Bildung passiert nicht nur in der Schule, sondern auch ganz nebenbei im Spiel der Kinder.

*voll und ganz zustimm* aber sowas müssen noch sehr viel leute kapieren aber tun se nicht ...... oder wollens nicht kapieren
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Alt 12.05.2009, 18:33   #29
Individualistin
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Natürlich war die Betreuung der Kinder in der DDR super. Aber das kann niemand mit der heutigen Arbeitswelt und Gesellschaft in Beziehung setzen und vergleichen. Sozialismus und Kapitalismus sind nicht dasselbe. Eine wirkliche Wahl haben jedenfalls nur Frauen in gut situierten Familien, die hatten auch in der DDR die Wahl. In der DDR hatten alle Arbeit. Jeder sein Auskommen, wenn auch viele meinen, dass es materiell wenig war, aber das ist Ansichtssache.
Ich kann jede Frau und auch jeden Mann verstehen, der seinen Nachwuchs nicht für einen Appel und ein Ei fremdbetreuen lassen will. Arbeit muss sich auch lohnen und das tut es nur, wenn nicht ein Großteil für Kinderbetreuung weg ginge, die in der DDR kostenlos war. Also bitte wenn schon vergleichen, dann aber richtig. Hätte ich jetzt schon eine Betreuung, dann wäre ich auf Arbeit, wenn ich eine bekäme und schon sind wir beim zweiten Vergleich, der nicht stand hält.
Die Menschen haben keinen Bock mehr auf Verarschung von oben und allen Seiten und erst recht nicht die Frauen.
Wer hier wirklich nicht weiß, was er will, sind andere. Frau ist an allem schuld. Arbeitet sie, ist sie eine Rabenmutter. Tut sie es nicht, ist sie faul. Uns reichts!!!
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Alt 12.05.2009, 18:42   #30
nine82
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nine82
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

ja seit jahren liest und hört man das selbe was Kinderbetreuung angeht, wie schon mein vater sagte "ist wie mit allem es wird sich alles solang angeschaut ehe was pasiert"
Inzwischen heist es nitmehr das frauen die daheim bleiben Faul sind und die die arbeiten Rabenmütter das ist schon lang überholt und nur weil einige Talkshows sowas aufgreifen oder einige andere Medien heist es nicht das soviele Leute noch der meinung sind, und wie wärs mal mit richtig aufn putz hauen als nur zu schreiben "uns reichts"
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Alt 12.05.2009, 18:53   #31
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Auf den Putz hauen? Da lachen die Schnarchnasen da oben. Diese Energie kannst du sinnvoller einsetzen... bei deinem Kind.
Das soll jetzt nicht heissen, dass man alles klaglos hinnehmen soll, nein. Aber auf den Putz hauen, wenn es sinnvoll ist und auch was bei raus kommt. Denn du hilfst deinem Kind nicht, wenn du ewig auf den Putz hast und es ändert sich nichts. Lieber mache ich dann was mit meinem Kind.

Nein, ich lass nicht nur die anderen machen.
 
Alt 12.05.2009, 18:56   #32
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Alles hängt irgendwie zusammen und deshalb ist das schwer machbar.
Zuerst bräuchten wir ausreichende Mindestlöhne, denn erst dann kann das andere angegangen werden.
Es macht keinen Sinn, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun. So wie VdL. Es nützen Krippenplätze auch nur denen, die diese bezahlen können. Dazu braucht eine Frau eine gut bezahlte Arbeit oder einen gut verdienenden Ehemann, weil sie ansonsten nämlich drei Jahre zu Hause bleibt, bzw. bleiben muss. Das Jugendamt zahlt erst nach drei Jahren in den meisten Bundesländern, weil es erst dann ein Recht auf Betreuung gibt.

Wenn der Staat will, dass mehr Frauen arbeiten, dann sollte er auch dafür sorgen, dass Frau arbeiten gehen kann, zumindest wenn sie das auch will. Aber das Gegenteil ist der Fall und ich wüsste auch nicht, wie das gerade in Krisenzeiten geändert werden soll. Am Ende will der Staat vielleicht gar nicht, dass wir arbeiten, denn so blöd kann er doch nicht sein, dass er nach 40 Jahren nicht erkannt hat, woran es liegt.
Es ist alles so widersprüchlich und als Nichtbundesdeutsche für mich total unverständlich. Eher noch irre.
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Alt 16.05.2009, 19:31   #33
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von oni71 Beitrag anzeigen
Und dann schreien genau solche wie Linnchen und nine .... ohhh je das Arme Kind die böse Mama....
Tatsächlich ist sie aber vom Staat gezwungen worden so zu handeln....Meine Meinung dazu.
Wir haben uns geirrt.
Wir waren heute bei den Eltern an der Haustür. Das Kind ist 4!!! Jahre und beide Eltern sind zu Hause, wenn das Kind stundenlang draußen rumstreunt. Die Eltern sagten wortwörtlich, bisher hätte es keine Probleme gegeben.
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Alt 16.05.2009, 20:39   #34
maya1973
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat:
Aber das kann niemand mit der heutigen Arbeitswelt und Gesellschaft in Beziehung setzen und vergleichen.
Und warum geht das nicht? Warum war die Bildung in der DDr denn um sovieles besser als in der BRD?
Vergleichen kann ich sehr wohl und ich bin entsetzt wie sehr Bildung davon abhängt wieviel Geld Deine Eltern in der Brieftaschen habe!!!!
Bildung ist das wichtigste Gut einer Gesellschaft und genau diese Gesellschaft sollte verstärkt in gute Bildung investieren,in Ganztagsschulen und auch wieder die Studiengebühren abschaffen.
Was sollen denn unsere Kinder denken,wenn ihnen in der Hauptschule gesagt wird ,du findest mit dem Abschluß eh keinen Job?
Was sollen sie anfangen wenn keine Lehrstellen da sind?

Ich bin alleinerziehend mit 5 Kids(2 davon haben eine Lehrstelle) und auch ich würde wieder arbeiten gehen,aber ich habe keinen bock als Faullenzer dargestellt zu werden,denn das was ich tue ist heftig.......es fängt beim Wäschewaschen an und endet beim verarzten von Wunden bis Liebeskummer.......und was bekommt man? Nichts außer Häme!!!!


Zitat:
Wir waren heute bei den Eltern an der Haustür. Das Kind ist 4!!! Jahre und beide Eltern sind zu Hause, wenn das Kind stundenlang draußen rumstreunt. Die Eltern sagten wortwörtlich, bisher hätte es keine Probleme gegeben.
@Individualistin....solche Eltern sollten sich nicht Eltern nennen mit 4 saß ich brav neben den Kiddis....ich würd beim JA ne Anzeige erstatten....sorry dieses Kind hat bei jedem besser als daheim....
Und das sind diese Eltern die keine Erziehungsaufgaben kennen und uns in die Exkrement reiten mit ihrem Verhalten!!!!!
maya1973 ist offline  
Alt 16.05.2009, 20:47   #35
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von maya1973 Beitrag anzeigen
Warum war die Bildung in der DDr denn um sovieles besser als in der BRD?
Vergleichen kann ich sehr wohl und ich bin entsetzt wie sehr Bildung davon abhängt wieviel Geld Deine Eltern in der Brieftaschen habe!!!!
Genauso geht es mir.
Ich bin auch entsetzt.
Was mich aber wütend macht ist das dumme Gequatsche... Wir müssen in die Bildung investieren...
Ich kann es nicht mehr hören, echt nicht.
Was macht die Gesellschaft, der Staat, damit die Kinder gebildet werden? NIX.
In der DDR wurde da kein Schmu drum gemacht, warum die Kinder in die Krippe sollten. Ja Mutter, du musst arbeiten für das BSP, damit wir die pöse BRD überrunden.
Hier wird geredet, du musst arbeiten, damit du deine Bagage ernähren kannst.
Dann bitte her mit dem Job, von dem ich meine Familie ernähren kann.
 
Alt 16.05.2009, 20:55   #36
maya1973
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

@Ashna...lach ....nicht aufregen

Ich sehe es so das alles was aus der DDR kam schlecht sein muß....ja ist so.
Mal im Ernst man sagt es gab das und jenes was gut im Osten war und was bekommt man zu hören? All das andere negative,aber so ist es nun mal....

ich hätte auch kein Problem damit arbeiten zu gehen ,aber eben nur unter der Bedingung meine Kids sind versorgt und das kann und will mir dieser Staat nicht garantieren,lass ich meine Kinder aber verwahrlosen bin ich so eine verantwortungslose Hartz IV...Sch****
maya1973 ist offline  
Alt 16.05.2009, 21:03   #37
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von maya1973 Beitrag anzeigen
ich hätte auch kein Problem damit arbeiten zu gehen ,aber eben nur unter der Bedingung meine Kids sind versorgt und das kann und will mir dieser Staat nicht garantieren,lass ich meine Kinder aber verwahrlosen bin ich so eine verantwortungslose Hartz IV...Sch****
Er kann es dir nicht garantieren, weil er unter der Fuchtel der Wirtschaft steht.
In der DDR war das klar geregelt, auch wenn ich erst im Nachhinein durchblicke, warum. Aber mir ging es nicht schlecht mit der sozialistischen Erziehung. Im Gegenteil, der Mensch stand im Mittelpunkt, wie es immer propagiert wurde. Zwar im Sinne des Sozialismus, was solls.

Wirtschaftlich etwas besser organisiert, wer weiss, wie es weiter gegangen wäre.

Aber gut, ich wünsch mir das nicht zurück.
Nur man kann jetzt nicht das positive der DDR als seine eigenen Ideen verkaufen. Siehe Ganztagsschule.
 
Alt 16.05.2009, 21:10   #38
maya1973
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat:
Nur man kann jetzt nicht das positive der DDR als seine eigenen Ideen verkaufen. Siehe Ganztagsschule.
Tja und die Leute in unserem Alter(wie alt bist du denn ...lach) vergessen so etwas schnell oder haben sich nur wenig Geedanken und DDR Struckturen gemacht....

Aber wie gut das,ich glaube Finnland, dieses DDR Schulsystem übernommen hat...

Zitat:
Er kann es dir nicht garantieren, weil er unter der Fuchtel der Wirtschaft steht.
Tja und wenn die Wirtschaft nicht gar so großes Interesse an der Geldvermehrung und der Macht hätte,dann wären doch Betriebskindergärten ein wunderbarer Weg die Leute in Lohn und Brot zu bringen.....wie in Dänemark.....

Aber warum denn auch mal über seine Landesgrenzen hinaus zu schauen, man könnte was lernen.
Denn wie lange will man sich noch mit der Vereinigung brüsten......
maya1973 ist offline  
Alt 16.05.2009, 21:26   #39
Gavroche
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
...
In der DDR wurde da kein Schmu drum gemacht, warum die Kinder in die Krippe sollten. Ja Mutter, du musst arbeiten für das BSP, damit wir die pöse BRD überrunden....
Und zwar zu Lasten der lieben Kleinen! Was hat meiner gebrüllt, wenn ich ihn bei morgens 6 Uhr vollkommen schlaftrunken bei wildfremden, unbeliebten Tanten abgegeben habe. Ne, das ist auch keine Lösung!
 
Alt 16.05.2009, 21:34   #40
maya1973
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
maya1973 ist offline  
Alt 16.05.2009, 21:40   #41
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von Gavroche Beitrag anzeigen
Und zwar zu Lasten der lieben Kleinen! Was hat meiner gebrüllt, wenn ich ihn bei morgens 6 Uhr vollkommen schlaftrunken bei wildfremden, unbeliebten Tanten abgegeben habe. Ne, das ist auch keine Lösung!
Passiert heute nicht anders.
Mein Kurzer brüllte auch anfangs.

Ich sagte nicht, dass das die Lösung ist.
Wir wussten Bescheid, es gab kein drumherum Gerede.

Und man konnte alleinerziehend sein und seine Kinder durchbringen, was so heute nicht mehr möglich ist.

Es wird doch gefordert von uns, es fehlen leider die voraussetzungen, um das auch umsetzen zu können.
 
Alt 16.05.2009, 21:40   #42
Gavroche
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von maya1973 Beitrag anzeigen
Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
Von dem (bisweilen guten) Ergebnis mal abgesehen, man hat sein eigenes Kind morgens 6 Uhr abgegeben und musste rennen, dass man noch vor Torschluss 17 Uhr die Kinderkrippe/ Kindergarten erreicht hat.
Einkaufen, Abendbrot - Ende im Gelände.

Ich könnte heute noch

Familienleben? Sonntags, wenn man seine Zeit perfekt organisieren konnte.
 
Alt 17.05.2009, 09:17   #43
Gavroche
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
...Und man konnte alleinerziehend sein und seine Kinder durchbringen, was so heute nicht mehr möglich ist.

Mir ist eine Familie bekannt, dessen männliches 'Oberhaupt' Alkoholiker war. Dieser Vater zweier Kinder hat jeden Pfennig in die Kneipen der Stadt getragen. Mehrmals sturzbetrunken in der Landschaft herumliegend, von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gebracht und von dort getürmt(!!), ist er heim und hat wieder die Kassen geleert.

Durch diesen Fall habe ich erstmals erfahren, dass es selbst in der DDR sowas wie Sozialhilfe gab. Die Frau hatte sich -inzwischen völlig mittellos- an das Jugendamt gewandt. Ergebnis: 'Sozialhilfe' bekommt, wer weniger als 270,00 Mark Einkommen hat und selbst dann gab es wohl nur eine winzige Unterstützung. Man hatte der Frau angeboten, die Kinder (9, 7 Jahre) vorübergehend in eine 'Einrichtung' zu geben.

Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die Familie ist später weggezogen.

Aber: mit 270 Mark konnte man locker auch in der DDR verhungern.
Beispiel gefällig? Anorak 105,00, Stiefel 50,00, DDR-Jeans 128,00, Strom wie heute auch usw. usf. Da konntest Du froh sein, wenn Du in subventionierte Kinderklamotten gepasst hast.

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Es wird doch gefordert von uns, es fehlen leider die voraussetzungen, um das auch umsetzen zu können.
Hättest DU Lust, Dein Kind in eine Wochenkinderkrippe zu geben, weil man von Dir Schichtarbeit (3 Schichten oder auch 4, bei rollender Woche wohlgemerkt) erwartet???

Dann fordere ruhig weiter.

Wochenkinderkrippe:
Du bringst Dein Kind montags zur Krippe und holst es freitags wieder ab.
 
Alt 17.05.2009, 09:31   #44
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von Gavroche Beitrag anzeigen
Mir ist eine Familie bekannt, dessen männliches 'Oberhaupt' Alkoholiker war. Dieser Vater zweier Kinder hat jeden Pfennig in die Kneipen der Stadt getragen. Mehrmals sturzbetrunken in der Landschaft herumliegend, von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gebracht und von dort getürmt(!!), ist er heim und hat wieder die Kassen geleert.

Durch diesen Fall habe ich erstmals erfahren, dass es selbst in der DDR sowas wie Sozialhilfe gab. Die Frau hatte sich -inzwischen völlig mittellos- an das Jugendamt gewandt. Ergebnis: 'Sozialhilfe' bekommt, wer weniger als 270,00 Mark Einkommen hat und selbst dann gab es wohl nur eine winzige Unterstützung. Man hatte der Frau angeboten, die Kinder (9, 7 Jahre) vorübergehend in eine 'Einrichtung' zu geben.

War mir so nicht bekannt.
Warum gingen die Kinder nicht in den Hort? Dass die Frau arbeiten konnte? Das war doch das übliche Bild.


Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die Familie ist später weggezogen.

Aber: mit 270 Mark konnte man locker auch in der DDR verhungern.
Beispiel gefällig? Anorak 105,00, Stiefel 50,00, DDR-Jeans 128,00, Strom wie heute auch usw. usf. Da konntest Du froh sein, wenn Du in subventionierte Kinderklamotten gepasst hast.

Wo hast du deine Sachen gekauft?
Mein Strom war billiger als heute.
Und verhungern? Kannst du Kleidung essen? Nein.
Brot habe ich aus der Kaufhalle geholt, 62 Pfennig. Um nur mal ein Bsp. zu nennen.
Sicher waren Klamotten, Technik, Möbel und dergleichen teurer.
Heute ist es fast umgekehrt.


Hättest DU Lust, Dein Kind in eine Wochenkinderkrippe zu geben, weil man von Dir Schichtarbeit (3 Schichten oder auch 4, bei rollender Woche wohlgemerkt) erwartet???

Ich war in der Wochenkrippe, und meine Mutter hat nicht Schicht gearbeitet.
Und nein, ich würde das nicht tun bei meinen Kindern. In die normale Krippe ist eines meiner Kinder gegangen.
Ich konnte im normalen Tagdienst arbeiten.
Wo finde ich das heute?


Dann fordere ruhig weiter.

Wochenkinderkrippe:
Du bringst Dein Kind montags zur Krippe und holst es freitags wieder ab.
Weiss ich. Das ist aber nicht meine Forderung, sondern ein Arbeitsplatz im normalen Tagesdienst, der mir auch ein Leben unabhängig vom Staat ermöglicht.
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ausschütten, dann wird man auch immer was finden.
Mal beim Westen anfangen? Nein, dann muss nicht sein.

Denke, das wird zu sehr OT.
 
Alt 17.05.2009, 10:05   #45
Gavroche
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ausschütten, dann wird man auch immer was finden.
Mal beim Westen anfangen? Nein, dann muss nicht sein. Denke, das wird zu sehr OT.
Sorry, sooo winzig sind diese Einzelheiten nicht bei einem Brutto-Anfangsgehalt von 365 Mark für typische Frauenberufe (Büro). BRUTTO, @ashna! Kannst es runterrechnen, ob Du Dir in dieser Lage Dein Brot dann noch vom Bäcker holen kannst oder ob Du schleunigst heiratest.

Aber Du hast natürlich Recht, es bringt eh nichts, sich über die ganzen Einzelheiten auszulassen.
Ich habe nur immerzu das Gefühl, dass bei allem Hartz IV einige von uns vergessen haben, die Brille zu wechseln!

So. Jetzt will ich wieder lieb sein.
 
Alt 17.05.2009, 10:45   #46
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von maya1973 Beitrag anzeigen
Und warum geht das nicht?
Weil das zwei unterschiedliche Systeme und somit unterschiedliche Arbeitswelten waren. Ich weiß aber, was du meinst.

@Individualistin....solche Eltern sollten sich nicht Eltern nennen mit 4 saß ich brav neben den Kiddis....ich würd beim JA ne Anzeige erstatten....sorry dieses Kind hat bei jedem besser als daheim....
Und das sind diese Eltern die keine Erziehungsaufgaben kennen und uns in die Exkrement reiten mit ihrem Verhalten!!!!!
Ich selbst werde den Eltern noch eine Chance geben, die sollten sie haben. Eine weitere Mutter (übrigens aus den neuen Bundesländern) holt das nächste Mal (wahrscheinlich heute, wenn das Kind wieder alleine ist) die Polizei. Am Wochenende wird sicher kein Jugendamt erreichbar sein.
Es ist nicht einfach, aber nachdem das Kind gestern fast vom Gerüst gefallen wäre, kann ich ihre Entscheidung gut nachvollziehen und irgendwie fühlen wir uns alle verantwortlich. Wir könnten nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ihr etwas passieren würde und wir hätten nichts getan. So sollten sich eigentlich die Eltern fühlen, nicht wir.
Individualistin ist offline  
Alt 17.05.2009, 11:10   #47
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von Individualistin Beitrag anzeigen
Am Wochenende wird sicher kein Jugendamt erreichbar sein.
Es gibt eine Notfallnummer.
Die Polizei wird das darüber regeln, wenn sie was macht.
Das Kind kommt dann in eine Schutzeinrichtung.
 
Alt 17.05.2009, 11:25   #48
Emily
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Daraus, um es mal ganz unbeschönigt zu betrachten:
Zitat:
Aber morgen ist nach fast 20 Ehejahren alles anders. Denn Wolfgang, der Mann und Vater, hat vor sechs Wochen seine Sachen gepackt und ist gegangen.Der Ehemann verlässt die Familie

Seither bröckelt Gabis Weltbild genauso rasant wie ihr Selbstbewusstsein.
Ein Weltbild und Selbstbewusstsein, das auf einem Lebenskonstrukt aufgebaut ist welches grösstmögliche Bequemlichkeit bietet, wird das zwangsläufig. Damit muss jede/r rechnen, der bis dato den bequemsten weil "gesellschaftlich" anerkannten und massiv geförderten Weg gewählt hatte. Der Vorteil: Man erhält damit die Chance, sein bisheriges (fremdgesteuertes?) Leben in Frage zu stellen und sich im besten Fall neu zu definieren und erwachsen zu werden.

Zitat:
Schuldzuweisungen sind der 39-Jährigen fremd. Die globale Wirtschaftskrise ist halt auch im beschaulichen Gladbeck angekommen, hat ihren Mann mit seinem kleinen Unternehmen fast in den Ruin getrieben. Um die Insolvenz zu verhindern, stürzt er sich in die Arbeit, versucht die Firma mit einem Rund-um-die-Uhr-Job zu retten ...
Ebenfalls ein Ergebnis des bisher geförderten Familien-Bildes. Es bleibt bei nicht dogmatisch gefärbter Betrachtung völlig unklar, warum Männer die Ernährerrolle zu erfüllen haben sollten, während Frauchen für ein bisschen Zubrot zum Leben in mehr Bequemlichkeit zuständig sein sollte. Wenn dieses künstliche Konstrukt nun mehr nicht mehr funktioniert: Umso besser. Dass es bei der kleinsten Belastung zusammenbricht, weil aufgrund des Aufbaues auf Unmündigkeiten und Abhängigkeiten nicht tragfähig, wundert mich nicht.

Auch ist, im größeren Kontext, bitte nicht zu vergessen dass genau diejenigen "ernährerversorgten" Teilzeit-Mütter sowohl die Preise für die Arbeit von Frauen nach unten drücken wie auch die gesellschaftliche Achtung der Arbeit von Frauen, da sie es nicht eigentlich "nötig haben". Sie arbeiten also aktiv an ihrer eigenen Demontagemit und an der der professionellen, berufstätigen Frauen - zugunsten der Bequemlichkeiten und Vorteile, einen "Beschützer" und "Ernährer" zur Seite zu haben, was dieses Gesellschaftssystem ja auch schön fördert. Daher muss es von allen Seiten her hinterfragt werden.

Zitat:
... und verlässt die Familie, zahlt ein bisschen Unterhalt für die Kinder. Weil's finanziell eng ist, muss Gabi zur Arge gehen und für sich und die Kinder Hartz IV beantragen.
Da hat sie ja noch Glück gehabt: Etliche Alleinerziehende sehen nie einen Cent Kindesunterhalt und dürfen sich von Anbeginn, schwanger oder mit Säugling im Kinderwagen, bei ARGE / vormals SA anstellen, als "Strafe" sozusagen, sich nicht brav wie erwünscht mit List und Berechnung einen "Ernährer" an die Seite zu tackern.

Zitat:
„Da komm' ich nie mehr raus”, sagt sie resigniert nach der ersten Beratung.
Dass sie mit drei Kindern, ohne ausreichenden Kindesunterhalt, erst mal keine Perspektive sieht aus Hartz rauszukommen, verstehe ich. Interessant wird dieses jetzt im Zusammenhang mit der hanebüchenen Aussage, die in einem anderen Thread hier diskutiert wird, was nur nochmals aufzeigt, wie realitätsfremd dieser Sarrazin polemisiert: Es gibt keine Garantie dafür, dass jemand mit Kindern "fertig wird". Und selbst aus braven, wie politisch gewünscht "erfolgreichen" Vater-Mutter-Kinder-Haushalten zeigen sich die Resultate erst 20-30 Jahre später - oder auch schon früher, in Form von Selbstmorden oder erweiterten solchen (und zwar gar nicht selten, mag googele nur mal nach Agnelli, Bogner ... oder betrachte den letzten Amoklauf).

Zitat:
Mit 17 Jahren hat sie eine Lehre im Einzelhandel absolviert. Bis auf vier Jahre Elternzeit habe sie immer gearbeitet und Sozialversicherungen gezahlt. Zwar nur in Teilzeit. 20 Stunden die Woche, aber immerhin.
Wie oben: Und damit den auf Kindergarten- und Hortplätze tatsächlich Angewiesenen diese streitig gemacht, sowie Arbeit von Frauen an sich sowohl betreffend Preisen als auch Reputation entsprechend gedumpt. Dies mag wieder mal hart erscheinen: Doch das sind die Realitäten, ohne Schönrednerei.

Zitat:
„Die Arge hat ausgerechnet, dass ich mit drei Kindern etwa tausendsiebenhundert Euro monatlich inklusive Miete benötige”, erzählt sie. Selbst wenn sie im alten Beruf wieder arbeitete – das bekäme sie netto nie. Nicht mal in Vollzeit.
Stimmt wohl, braucht sie jedoch gar nicht netto, denn sie kriegt immerhin Kindergeld für drei (298,-), sowie offenbar in bescheidenem Maß Kindesunterhalt, den wir nicht kennen. Unterhaltsvorschuß würde sie (2 Kindergartenkinder mal als unter 6 J. gerechnet, 1 GS-Kind als über 6 J.) 512, Euro kriegen, insgesamt also hat sie Zuschüsse für die Kinder an 810 Euro, auch ohne dass der Vater was zahlt. Also braucht sie netto "nur noch" knapp 900 Euro netto, und wäre nicht in Hartz 4, zumindest für 6 Jahre oder bis die Kinder 12 sind (auf letztere Absurdität habe ich schon öfters hingewiesen, ist aber so im UVG). Dabei ist Wohngeld jetzt nicht einmal angedacht worden. So einfach würde es manche andere Alleinerziehende auch gerne mal haben.
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Wenn Gabi für sich und ihre drei Kinder 1700 Euro im Monat benötigt, so würde sie die nie im Einzelhandel, auch nicht bei Vollzeit verdienen können.
Diesen Arbeitsplatz hat sie nicht und selbst wenn, wer passte dann auf die kleinen Kinder auf?

Auch eine Umschulung wäre nur in Vollzeit möglich.
Und das in Deutschland!
Leider. Darauf an den richtigen Stellen und in der Öffentlichkeit hinzuweisen sollten viele nicht müde werden. Ich hatte das Glück den Meisterabschluss in einer Weiterbildung zu machen, die von 8.30 bis 15.30h ging, mit einem Dreijährigen und einer Siebenjährigen, was schon ein arges Gehetze war. Es ging gerade eben - ich würde mich auch weiter stets dafür einsetzen dass sich dafür qualifizierende Mütter mehr Möglichkeiten erhalten müssen!
Zitat:
Mütter, Niedriglöhner, Alleinerziehende haben in Deutschland die A-Karte!
Ja, aber diejenigen die sich einen Ernährer-Ehemann halten stehen noch ziemlich gut da. Es ist noch einmal etwas anderes, von Anbeginn ganz kleine Kinder alleine durchzubringen. Wenn man es so betrachten möchte, sind diese Damen entweder ganz grossen Illusionen erlegen, oder Opportunistinnen. Beides ist wertfrei zu betrachten: Es gilt immer Ursachen und Motive zu erforschen, um Probleme ernsthaft aufzudröseln.
Zitat:
Diesem Dilemma könnten sie nur durch die Nichtanrechnung von Kindergeld auf das ALG II ...
Fragt sich, ob die praktizierte Anrechnung überhaupt zusammen geht mit den Rechten des Kindes:
Zitat:
Artikel 2


[...]
2. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, daß das Kind vor allen Formen der Diskriminierung oder Bestrafung wegen des Status, der Tätigkeiten, der Meinungsäußerung oder der Weltanschauung seiner Eltern, seines Vormunds oder seiner Familienangehörigen geschützt wird.
Nämlich ob das Kind überhaupt eine Ernährerrolle durch Abgabe des ihm zustehenden Einkommens erfüllen DARF, oder ob dieses nicht im Konflikt mit der Kinderrechtskonvention steht, nach der das Kind nicht für den Status seiner Eltern finanziell bestraft ergo diskriminiert werden darf. Vielleicht sollte das mal jemand ausarbeiten und antesten.
Zitat:
... und anständige Entlohnung, sowie eine flächendeckende Kinderbetreuung auch in Form von Ganztagsschulen entgehen.
Letzteres bitte nur unter der Prämisse eines entsprechend hohen Qualitätsniveaus. Der Druck und Aufwand, die Gehirnwäscheaktionen und Fehlsozialisationen in öffentlichen Anstalten aufzufangen und zu reparieren, ist keineswegs gering.
Zitat von nine82 Beitrag anzeigen
Und gute Programme gibt es doch schon siehe Teilzeitlehren oder Teilzeitarbeit wo sich zwei Mütter auf eine ganztagsstelle bewerben
Es gibt faktisch extrem wenige Teilzeitstellen, geschweige denn TZ-Lehren ...
Zitat:
und die die grade keine Schicht hat passt auf die Kinder auf.
Horte gibt es doch auch noch oder nichtmehr?
Ich kann nur aus der Praxis anmerken, dass Fremdbetreuung nicht immer lustig ist. Daher auch die Forderung nach kompromissloser Qualität bei jeglicher Art von Kinderbetreuung. Es ist erstens nicht nur einmal geschehen dass ich sowohl im KiGa/Hort als auch vom Schulhof die Kinder stante pede zum Arzt bringen musste, weil Verdacht auf Blasenanriss, orthopädische Behandlung nach herbeigeführtem Sturz, etc., von Ausfallzeiten wegen offenbar "uneindämmbaren" Läusewellen gar nicht zu reden (frage mich gerade wie Europa überhaupt mit einer Virenwelle klarkommen wollte, wenn sie das organisatorisch nicht einmal mit Läusewellen hinkriegen).
Aussserdem hatte ich bei städtischem Kindergarten/ Hort stets das Problem, dass jedes Jahr neu "Bedarf" geprüft wird, und dort gerne auch mal Kinder von 2 arbeitenden Elternteilen oder nach anderen Präferenzen vorgezogen werden. Jedes Jahr wieder vor dem Drama zu stehen, dass die Betreuung nicht gesichert ist, macht echt keinen Spass, und das geht vielen Angewiesenen so.
Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Hhm, es geht ja nicht darum, dass Mütter nicht wieder arbeiten gehen wollten, sondern, dass sie auch trotz Arbeit oft keine Chance mehr haben, je wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, sprich weg von der argen ARGE, trotz Vollzeitarbeit.
Oder, dass sie keiner Vollzeiterwerbsarbeit nachgehen können, eben weil es keine adäquate, ausreichende Kinderbetreuung gibt!
Wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland ein Entwicklungsland ist, was Kinderbetreuung betrifft und dass Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger Gehalt bekommen als Männer!

Kaleika
Absolute Zustimmung! An den Ursachen dafür arbeitet jedoch auch der opportunistische weibliche Teil der Bevölkerung fleissig mit.

Zitat von maya1973 Beitrag anzeigen
Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
Das nennt sich wohl Selbstschutzfunktion der Psyche und verhindert leider, dass für die nächste Generation Dinge und Umstände verbessert werden, unter denen mensch selbst als Kind litt oder die man als sozial fähiger weil empathischer Mensch erkennt.

Gruss
Emily
 
Alt 17.05.2009, 11:39   #49
ashna
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.
Sehr präzise erklärt und analysiert.
 
Alt 17.05.2009, 15:44   #50
nine82
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Standard AW: Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

Zitat von Emily Beitrag anzeigen



Auch ist, im größeren Kontext, bitte nicht zu vergessen dass genau diejenigen "ernährerversorgten" Teilzeit-Mütter sowohl die Preise für die Arbeit von Frauen nach unten drücken wie auch die gesellschaftliche Achtung der Arbeit von Frauen, da sie es nicht eigentlich "nötig haben". Sie arbeiten also aktiv an ihrer eigenen Demontagemit und an der der professionellen, berufstätigen Frauen - zugunsten der Bequemlichkeiten und Vorteile, einen "Beschützer" und "Ernährer" zur Seite zu haben, was dieses Gesellschaftssystem ja auch schön fördert. Daher muss es von allen Seiten her hinterfragt werden.



viele Frauen wollen unabhängig vom Partner sein, da dieses Ernährerbild heutzutage bei zuvielen überholt ist.
Desweiteren denken viele auch daran das der Partner gehen kann und se dann auf sich gestellt sind und viele wurden auch zur unabhängigkeit erzogen, es gibt nichtnur die bequemlichen die die löhne drückt etc die löhne drückt eher weil frauen angst um ihre Arbeit habn und nicht mal den mut habn zu sagn "ich will den lohn der mir zusteht."
Verallgemeinern Sollte man nie es gibt immer diese und diese und nichtnur eine Art von Frauen in Ehen oder Partnerschaften wo Kinder vorhanden sind.
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