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Alt 27.12.2008, 14:20   #7276
Woodruff
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Woodruff
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat:
Japans Wirtschaft im freien Fall

Die Wirtschaftskrise hat Japan fest im Griff: Die Industrieproduktion ist im November so stark gesunken wie noch nie. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie bekanntgab, schrumpfte die Produktion um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Das ist der heftigste Rückgang seit 1953.
Weiter: Einbruch der Industrieproduktion : Japans Wirtschaft im freien Fall - Wirtschaft - STERN.DE
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"Klar, wenn du schon auf der Titanic fährst, dann stellst du am besten Hein Blöd ans Steuer!" (Bernd Stromberg)
Woodruff ist offline  
Alt 27.12.2008, 17:30   #7277
Paolo_Pinkel
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Im Sog der schlechten Auftragslage – droht ein Wirtschaftskollaps?

Michael Grandt
Die Krise frisst sich durch alle Branchen und verursacht ein Chaos in der deutschen Wirtschaft: dramatische Auftragseinbrüche, Kurzarbeit und Entlassungen bestimm(t)en das Bild zum Jahresende.

Zentraler Ausgangspunkt für die globale Krise, die Deutschland nun mit voller Wucht trifft, ist die Rezession in den USA. Für die heimische Industrie brechen die dortigen Absatzmärkte für Autos und Maschinen weg, was auch die Zulieferbranchen unerbittlich mit in den Sog zieht...


Im Sog der schlechten Auftragslage – droht ein Wirtschaftskollaps? - Kopp Verlag

Gruss

Paolo
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"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
┌∩┐(◣_◢)┌∩┐
Erste Hilfe
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>>> Antrag

Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 28.12.2008, 00:03   #7278
Jenie
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

MM: Keine Ahnung, wie es weitergeht
SAP-Mitbegründer Hasso Plattner blickt für seinen Konzern pessimistisch in das neue Jahr 2009. "Schlimmer als schlechte Aussichten sind gar keine. Es herrscht totaler Nebel. Wir haben keine Ahnung mehr, wie es weitergeht", sagte der 64-jährige Multimilliardär dem Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" laut einem Vorabbericht vom Samstag.

tja... hier sieht man die grosse Ahnungslosigkeit. Keiner weis wirklich was passiert und wie es weitergehen könnte. Sie waren überzeugt davon diese Krise in den Griff zu bekommen und sie steuern zu können. Aber es ist tatsächlich so - diese Krise ist anderst. Nicht alles kann man steuern und Kontrollieren - wir tappen alle im dunkeln.
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Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 28.12.2008, 16:08   #7279
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

lesenswert:

Nationalökonomie

Von Kurt Tucholsky

Geld und Pokerspiel: Nationalökonomie - Der Kommentar - Wirtschaft - FAZ.NET
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Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
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Alt 29.12.2008, 19:59   #7280
FrankyBoy
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Die Krise spitzt sich zu und zwar mit einer Eigendynamik, die unsere Bundesregierung schlichtweg überrollen wird; die neuesten Meldungen:

Osteuropa - Aktueller Marktreport - n-tv.de
Finanzkrise: Warum Banker sich als Kantinenpersonal ausgeben - Nachrichten Finanzen - WELT ONLINE
Wechselkurse: Pfund auf historischem Tiefstand gegenüber Euro - Nachrichten Finanzen - WELT ONLINE

Nur unsere Bundesregierung, allen voran Steinbrück und Merkel merken noch nichts:

Streit über Steuersenkungen: Steinbrück wirft CSU fehlendes Augenmaß vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Wechselkurse: Pfund auf historischem Tiefstand gegenüber Euro - Nachrichten Finanzen - WELT ONLINE
Rezession: Deutsche zweifeln an Merkels Krisenmanagement - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Schade dass die so wenige, persönliche Konsequenzen für ihr Fehlverhalten befürchten müssen, für mich sind das reine Volksverräter im Dienste der INSM und ähnlicher Interessenverbände.
FrankyBoy ist offline  
Alt 29.12.2008, 20:29   #7281
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Also, bei uns im Kaufland oder in anderen Märkten merkt man von Krise nix; die Einkaufswagen sind voll wie immer; die Regal übrigens auch noch.
pinguin ist offline  
Alt 29.12.2008, 20:43   #7282
FrankyBoy
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Die Frage ist nur, wie lange noch; alleine die West LB braucht, wie einige Beiträge zuvor erwähnt bereits an die 75,-- Mrd. €; dass sind je Einwohner in NRW knapp 5.000,-- € vom Säugling bis zum Rentner und bei anderen Landesbanken sieht es nicht besser aus.

Als zweites, gucke dir mal die Autobauer an; fast alle haben Kurzarbeit.

Als drittes ist es auch wahr, dass gerade bei den Deutschen die Krise noch nicht angekommen zu sein scheint - ich denke das Geschwätz der Regierung und einiger andere hat da ganze Arbeit geleistet - aus dem Volke der Dichter und Denker scheint irgend etwas anderes geworden zu sein - das war Letztmalig vor etwas über 70 Jahren der Fall und die Konsequenzen, die seinerzeit daraus entstanden wünsche ich heute Niemandem.
FrankyBoy ist offline  
Alt 30.12.2008, 01:58   #7283
Debra
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Interessant:

Zitat:
Im Herbst stand Deutschland drei Wochen lang am Rand des finanziellen GAU.Ein paar Tage noch und die Geldautomaten hätten keine Scheine mehr ausgespuckt.
Rückblick 2008: Dem finanziellen GAU entkommen | tagesschau.de

Wurde uns damals von Merkel so aber nicht gesagt, dass in ein paar Tagen der Bankomat keine Scheinchen mehr rausspuckt...
nur wir hatten eine dunkle Ahnung... und hatten alles schon vorher abgehoben.
Debra ist offline  
Alt 30.12.2008, 02:11   #7284
Debra
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
Also, bei uns im Kaufland oder in anderen Märkten merkt man von Krise nix; die Einkaufswagen sind voll wie immer; die Regal übrigens auch noch.
Das heißt nichts. Über Weihnachten + Silvester können sie es vielleicht noch aufrecht erhalten. Ab Januar wird das dann los gehen, schätze ich mal. Da wir wie Japan Export-Land sind, ist es wichtig im Auge zu behalten, was in Japan passiert.

Wieviel Geld die reichsten Deutschen bereits verloren haben:

Was der Geldadel an der Börse verloren hat - Finanzkrise - MSN Money
Debra ist offline  
Alt 01.01.2009, 00:30   #7285
zebulon
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zebulon
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Standard Warum war das 3.Quartal 2008 bereits Krise...

...wenn doch der Finanzcrash erst Mitte September geschah?

Karl Weiss | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Angeblich, so erzählen uns Herr Unsinn, Frau Merkel und andere Schlauberger - so wie die Nachplapperer in den Redaktionen bürgerlicher Medien -, hat die globale Finanzkrise, die Mitte September mit der Pleite der Lehmann Brothers Bank begann, anschließend den Wirtschaftseinbruch ausgelöst, der jetzt auch von den bürgerlichen Ökonomen schon offen "Krise" genannt wird.

weiterlesen..
Zitat:
In den USA schnellte die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosengeld in der letzten Juli-Woche plötzlich auf Rezessionsniveau - nicht Mitte September. Im August brach der Aufwärtstrend bei Aufträgen für US-Unternehmen ab, die Bestellungen fielen binnen einem Monat um vier Prozent. Die Industrieproduktion sank ebenso abrupt im Monat vor der Lehman-Pleite - nicht danach. Das Gleiche gilt für Amerikas Exporte, die vorher monatelang geboomt hatten.
Für den Rest der Welt lautet der Befund ähnlich. In der Euro-Zone begannen die Stimmungsindikatoren im Juni abzustürzen, mit Zuspitzung im Juli. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex beschleunigte seine Talfahrt abrupt schon kurz vor der Jahresmitte. In Japan brachen im August die Aufträge für Maschinen jäh um zwölf Prozent ein. Selbst in China gab es schon Wochen vor Lehman Anzeichen für einen ernsteren Konjunkturrückschlag. Die Frage drängt sich auf: Was, in aller Welt, ist in den Monaten Juni bis August 2008 passiert, dass in diesen Wochen fast zeitgleich rund um den Globus die Konjunkturindikatoren abstürzten? Was hat diesen Schock bewirkt?"
Da steckt allerdings schon ein Wurm in der Fragestellung. Es wird gar nicht mehr nach der Ursache von Wirtschaftskrisen gefragt, sondern nur nach dem Auslöser. Also zunächst einmal: Der Kapitalismus bringt gesetzmässig Wirtschaftskrisen hervor, weil die Kapitalisten einerseits versuchen müssen, die Löhne immer mehr zu verringern und andererseits die Produktion immer weiter ausweiten müssen, um den sinkenden Profitraten zu versuchen zu entgehen, was zur Überproduktion führt. Das ist die Ursache der Wirtschaftskrise.
Interessant.
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 01.01.2009, 14:07   #7286
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

2009: Ein Jahr der Krise

.....
Das Übergreifen der Finanzkrise auf andere, „produktive" Wirtschaftsektoren verweist nur darauf, dass sie dorthin „zurückkehrt", von wo sie ausging.
Die tieferen Wurzeln der Schwere der Finanzkrise sind nämlich die Verwertungsprobleme des industriellen Kapitals. Riesige Überkapazitäten und damit schwindende Kapital-Anlagenmöglichkeiten - d.h. Anlagen, die eine ausreichend hohe Rendite versprechen - in diesen Bereichen haben erst zur Aufblähung des hochspekulativen Finanzsektors geführt. Diese Anhäufung eines hochexplosiven Krisenpotentials hat weltweit schon seit den 1970ern begonnen und mit der Globalisierung noch einmal einen Schub bekommen.

Anfang 2008 deuteten dieses Krisenpotential und dessen eruptiven Ausbruch an. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise war es noch gelungen, die Explosion hinauszuzögern - freilich um den Preis der weiteren Vergrößerung der angehäuften Risiken, einer gigantischen Ausdehnung des fiktiven Kapitals.

Entgegen der Propaganda der „Rettung" geht es tatsächlich darum, dass riesige Mengen fiktiven Kapitals und schwächere Kapitale vernichtet werden müssen, um eine neue Akkumulationsdynamik zu ermöglichen.
Was die Krise wie auch das Krisenmanagement für die Masse der Bevölkerung bedeuten, zeigt sich schon jetzt. Ob inflationäre oder deflationäre Tendenzen überwiegen werden - klar ist, dass die Arbeitslosigkeit (deren Sinken ohnedies tw. durch Billig- und Teilzeitjobs sowie Statistikschwindel zustande kam) deutlich zunehmen wird. Schon jetzt werden zehntausende LeiharbeiterInnen entlassen und v.a. in der Autobranche wird kurzgearbeitet. Nachdem die Alt-Aufträge abgearbeitet sind, wird eine Pleite- und Entlassungswelle durchs Land rollen.
Die Kosten der Rettungspakete sowie die bald schmelzenden Steuereinnahmen werden auch jede Sanierung der Staatskassen ad absurdum führen und stattdessen eine neue Spirale von Verschuldung und Abhängigkeit vom Finanzkapital in Gang setzen. ...

Die gegenwärtige Krise ist keine normale zyklische Krise. Das jahrzehntelang aufgestaute Krisenpotential - Überkapazitäten, fallende Profit- und Wachstumsraten, fiktives Kapital - ist so gewaltig, dass eine weltweite Wirtschaftsdepression nicht ausgeschlossen ist und nicht nur 2009, sondern die ganzen nächsten Jahre von schweren Erschütterungen, niedrigem Wachstum oder Stagnation geprägt sein werden. .......

In der BRD gab es gegen die Krise bisher noch wenig Protest und Widerstand. Das kann und wird sich ändern, wenn deren Auswirkungen deutlicher spürbar werden: Firmenpleiten, höhere Arbeitslosigkeit, Teuerung, Kürzungen. ........."

LINKEZEITUNG.DE - 2009: Ein Jahr der Krise

die Leiharbeiter machen den sichtbaren Anfang:

"Durch die Wirtschaftskrise haben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di bereits rund 100 000 Leiharbeiter ihren Job verloren. «Diese regelrechten Massenentlassungen müssen sofort aufhören», ......."

Verdi: Schon 100*000 Leiharbeiter verloren Job - Y! Finanzen
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Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
athene ist offline  
Alt 01.01.2009, 16:00   #7287
zebulon
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Standard Zu: Ein Jahr der Krise

Interessanter Artikel, obwohl ich so manche Artikel der LINKEN ZEITUNG manchmal ziemlich schlecht finde. Die Situationsbeschreibung hier ist aber wirklich sehr zutreffend:
Zitat:
Schon jetzt werden die Rettungspakete aus Steuermitteln - also zu erheblichen Teilen von den Lohnabhängigen - bezahlt. Schon jetzt verkünden Länder und Kommunen neue Sparpläne.
Ideologisch wird dies alles mit lauter Empörung über die Maßlosigkeit der Finanzhaie und Forderungen nach größerem Einfluss des Staates über das Finanzsystem garniert. Doch hinter dieser Nebelwand bleibt das Finanzsystem im Kern strukturell unangetastet. Von wirklicher „demokratischer Kontrolle", „mehr Transparenz" usw. kann keine Rede sein, geschweige denn von „Verstaatlichung".
Die LINKE kommt hier nicht gut weg:
Zitat:
Die LINKE stellt sich als Alternative zur SPD dar. Doch die Realität straft sie Lügen. Dort, wo sie mitregiert, setzt sie dieselbe Politik des Sparens und Privatisierens um wie andere Parteien. Von sehr schwachen Mobilisierungen an allgemeinen Protesten abgesehen, tut sie nichts, um effektiven Widerstand aufzubauen
dann:
Zitat:
Doch um eine solche Perspektive Wirklichkeit werden zu lassen - eine Perspektive des revolutionären Sturzes der Herrschaft des Kapitalismus und des Übergangs zu einer sozialistischen Gesellschaft - bedarf es nicht nur des Kampfes. Es bedarf auch einer politischen Organisation, die eine Strategie und Taktik erarbeitet und umsetzt, um die verschiedenen Kämpfe zu vereinen: einer revolutionären Arbeiterpartei.
Fragt sich dann nur, wer das sein soll, die DKP ? Gibt es die "Arbeiterklasse" bzw. sind die politisch informiert oder gar aktiv ?

Was mir aufgefallen ist in den Foren der "Wohlhabenden" (zumindest vom HartzIV-Standpunkt aus gesehen), dass seit einem Jahr davon gesprochen wird, als wären gewisse Banken verstaatlicht oder es herrsche jetzt ein Sozialismus (..für Reiche?). Hier wird schon einer Entwicklung vorgegriffen, die man vermutlich fürchtet. Nein meine Herren im GELBEN FORUM oder sonstwo, wir haben keinen Sozialismus, sondern eine besonders gräßliche Form des globalen Kapitalismus, eine Finanzdiktatur bei der sich die Betreiber des Systems überall demokratischer Kontrollen entzogen haben.
Das sage ich unabhängig von meiner eigenen Einstellung dazu, ob der Kommunismus eine geeignete alternative Gesellschaftsform sein kann. Da ist meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Aber eins darf man wohl jetzt schon sagen: Der "freie Markt" ist anscheinend wohl auch nur eine unrealisierbare Utopie. Das was wir jetzt haben ist eben der "real existierende" Kapitalismus.
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Alt 01.01.2009, 16:40   #7288
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat:

"Fragt sich dann nur, wer das sein soll, die DKP ? Gibt es die "Arbeiterklasse" bzw. sind die politisch informiert oder gar aktiv ?"


die eigentliche "Arbeiterklasse" gibt es fast nicht mehr, diese Arbeitsplätze erledigen heute eigentlich Maschinen, was wir heute noch haben würde ich als "Dienstleistungsklasse" bezeichnen, wo Arbeitskraft eingesetzt wird.

Aktiv würde ich sie nicht bezeichnen, bestenfalls erwarten sie, dass sich Gewerkschaften für ihre Interessen einsetzen, aus Gewohnheit, bald werden sie die Realität kennenlernen.

den Rest Deines Beitrages sehe ich genauso, zebulon !!!
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Alt 01.01.2009, 17:01   #7289
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Standard AW: Zu: Ein Jahr der Krise

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Interessanter Artikel, obwohl ich so manche Artikel der LINKEN ZEITUNG manchmal ziemlich schlecht finde. Die Situationsbeschreibung hier ist aber wirklich sehr zutreffend:Die LINKE kommt hier nicht gut weg:dann:Fragt sich dann nur, wer das sein soll, die DKP ? Gibt es die "Arbeiterklasse" bzw. sind die politisch informiert oder gar aktiv ?

Was mir aufgefallen ist in den Foren der "Wohlhabenden" (zumindest vom HartzIV-Standpunkt aus gesehen), dass seit einem Jahr davon gesprochen wird, als wären gewisse Banken verstaatlicht oder es herrsche jetzt ein Sozialismus (..für Reiche?). Hier wird schon einer Entwicklung vorgegriffen, die man vermutlich fürchtet.
Alles was den Ruch hat LINKS,KOMMUNISTISCH, SOZIALISTISCH oder sonstwie "BÄÄÄH" zu klingen, ist in den deutschen Köpfen zu einem Einheitsbrei verwoben und als verwerflich abgestempelt.
Nein meine Herren im GELBEN FORUM oder sonstwo, wir haben keinen Sozialismus, sondern eine besonders gräßliche Form des globalen Kapitalismus, eine Finanzdiktatur bei der sich die Betreiber des Systems überall demokratischer Kontrollen entzogen haben.
Im GELBEN sind die Thesen oft sehr "gewagt", die Antithesen oft von Freigeist durchzogen aber die Synthesen ergeben oft eine neue, andere Denkweise.
Das sage ich unabhängig von meiner eigenen Einstellung dazu, ob der Kommunismus eine geeignete alternative Gesellschaftsform sein kann. Da ist meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Aber eins darf man wohl jetzt schon sagen: Der "freie Markt" ist anscheinend wohl auch nur eine unrealisierbare Utopie. Das was wir jetzt haben ist eben der "real existierende" Kapitalismus.
Und der funktioniert ja anscheinend. Einen funktionierenden Komm-oder Sozialismus hatten wir m.E. auch noch nicht.
Alle Macht geht vom Volke aus ....

mm
__

Tanz Tanz, Tanz aus der Reihe

Wenn der Pfarrer von Vertrauen spricht, zuckt der Messdiener zusammen.
Wiglaf Droste

Runder Tisch? Wozu braucht man den? Damit die Priester die Ministranten jagen können?

Harald Schmidt
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Alt 01.01.2009, 20:26   #7290
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Ja, im GELBEN FORUM findet man eben sehr gegensätzliche Ansichten, auch über die (uns) "Faulenzer". Das ist eigentlich auch das wirklich gute dort. Es werden keine fertigen Lösungen oder Ansichten präsentiert, sondern es wird öffentlich kontrovers nachgedacht. Ich denke mal, erst wenn die Situation so richtig schlimm ist, werden die verschiedenen Gesellschaftsschichten vielleicht auch in der Realität wieder offen füreinander werden.

Athene schrieb:
Zitat:
die eigentliche "Arbeiterklasse" gibt es fast nicht mehr, diese Arbeitsplätze erledigen heute eigentlich Maschinen, was wir heute noch haben würde ich als "Dienstleistungsklasse" bezeichnen, wo Arbeitskraft eingesetzt wird.
Mit der "Dienstleistungsklasse" geb ich dir völlig Recht. Ob wirklich soviel der Produktivitätssteigerung durch Automatisierung erzielt wird, oder ob da nicht Arbeitsverdichtung hierzulande und Ausbeutung / Kinderarbeit in sogenannten Schwellenländern eine größere Rolle spielt, da bin ich mir nicht so sicher.
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Alt 01.01.2009, 22:47   #7291
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat:
Allerdings ist die Lage desolat genug, um sagen zu müssen, dass man sich die gegenwärtige Regierungspolitik genau genommen nicht leisten kann. Deren Zaudern und Zerren mag auf den ersten Blick amüsant sein, so wie man eine Zeitlang auch Vereinsversammlungen lustig finden kann, bei denen die meiste Zeit über die Geschäftsordnung debattiert wird. Und etwas Rührendes hat es auch. Doch der Schaden, der mit dem kleinteiligen Hickhack um minimal-invasive Konjunkturprogramme angerichtet wird, könnte irgendwann den Auswirkungen der Finanzkrise noch die Krone aufsetzen.
Zitat:
Schließlich wird es 2009 noch darauf ankommen, ob man die Leute umgehen kann, denen die Krise recht gelegen kommt - all die Mahner und Untergangspropheten, die meinen, ihre Stunde habe geschlagen, und die nun genussvoll ihre Botschaft vom Weltende unter die Leute bringen und damit eine Erholung auch psychologisch erschweren. Zur Überwindung jeder Krise braucht man Elan, einen gehörigen Schuss Optimismus, und generell den Willen, es allen besser gehen zu lassen - zur Not auch zeitweise mal auf Kosten des Feldhamsters oder der Sumpflilie.

Das ist nicht bei allen vorauszusetzen, leider. Interessanterweise feiert man aber bei uns den künftigen US-Präsidenten schon länger, ohne dass dieser bereits etwas getan hätte, außer genau diese Eigenschaften und die Geisteshaltung zu demonstrieren, die in Deutschland so schmerzlich vermisst werden. Vielleicht könnte man da etwas lernen, noch ehe man die Krise bis zur Neige ausgekostet hat. Das hieße: gute Vorsätze für 2009 fassen und sie gleich auch mal in die Tat umsetzen.



heute.de Nachrichten - Krise, lass nach!

Mal sehen, wann die Politik des maximalen Schwachsinns derart auf unsere Wirtschaft durchschlägt, dass es qualmt - ich denke vor den Bundestagswahlen und ich bete täglich, dass das Deutsche Volk endlich begreift, was für Volksverräter sie gewählt haben.
FrankyBoy ist offline  
Alt 01.01.2009, 23:48   #7292
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Der „Golfo“ kommt Anfang 2010

01. Januar 2009 Die Staatschefs der Länder des „Golfkooperationsrats“ (GCC) haben auf ihrem Gipfeltreffen in der omanischen Hauptstadt Maskat die Einführung einer gemeinsamen Währung zum 1. Januar 2010 beschlossen. An der Währungsunion werden sich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Qatar, Bahrein und Kuweit beteiligen, nicht aber das Sultanat Oman, das Anfang 2007 bekanntgegeben hatte, auf die gemeinsame Währung noch nicht vorbereitet zu sein.




Weg vom Dollar
Verständigt haben sich die Staatschefs in Maskat, die Einrichtung des Geldrats, der die technischen Voraussetzungen der Währungsunion schaffen solle, zu beschleunigen. Der Geldrat werde erste Beschlüsse fassen, etwa zu den Goldreserven der Zentralbank, sagte der für Wirtschaftsfragen zuständige stellvertretende GCC-Generalsekretär Muhammad al Mazroui. Der saudische König Abdullah Bin Abdalaziz Al Saud sagte in Maskat, die Ausschüsse, die an der wirtschaftlichen Integration der GCC-Staaten arbeiten, sollten bis September ihre Arbeit abschließen.


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Alt 02.01.2009, 00:05   #7293
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Standard Zu: heute.de Nachrichten - Krise, lass nach!

Zitat:
Schließlich wird es 2009 noch darauf ankommen, ob man die Leute umgehen kann, denen die Krise recht gelegen kommt - all die Mahner und Untergangspropheten, die meinen, ihre Stunde habe geschlagen, und die nun genussvoll ihre Botschaft vom Weltende unter die Leute bringen und damit eine Erholung auch psychologisch erschweren. Zur Überwindung jeder Krise braucht man Elan, einen gehörigen Schuss Optimismus, und generell den Willen, es allen besser gehen zu lassen - zur Not auch zeitweise mal auf Kosten des Feldhamsters oder der Sumpflilie.
Es wird immer absurder. Bald wird man wohl versuchen, den "Überbringer der schlechten Nachricht" zum Urheber der Krise zu machen. Keinerlei kritisches Hinterfragen der eigenen Handlungsweisen. Genau DIESE Art der Ignoranz von dem, was in der Bevölkerung vorgeht, hat auch zum Sturz des DDR Regimes geführt. Dieses dreckige, verlogene Pack. Kein Wunder. Diese Schweinepriester verdienten wahrscheinlich auch in den Nachrichtenredaktionen bis vor kurzem an dem Börsengetriebe kräftig mit. Da ist mit Sicherheit noch längst nicht alles auf dem Tablett, wie dieses korrupte Netzwerk aus Politik, Banker und den Spitzen der privaten und ja, auch der öffentlich-rechtlichen Medien miteinander verstrickt ist. Mir ist schon mindestens 2006 aufgefallen, mit welch kokett-süffisanter Art und Weise sich die ZDF Heute-Journal Moderatorin Marietta Slomka am Schluss der Sendung den Börsen-News gewidmet hat. Hat nur noch gefehlt, dass sie sich die Hände dazu gerieben hätte.

Übrigens gleichzeitig während in den ZDF-Nachrichten heute die Berliner Silvesternacht zur Friede, Freude Eierkuchen Veranstaltung stilisisert wurde, griffen 1000 Leute dort eine Polizeiwache an. In den deutschen Medien erfährt man darüber nichts, aber im online-Magazin des österreichischen ORF schon. Na gut, jetzt ist es auch in der WELT-online zu lesen:
1000 Menschen greifen Polizeiwache in Berlin an

Dieses ZDF gehört geschlössen. Je mehr Leute ihre GEZ-Gebühren "kritisch hinterfragen", desto besser.
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
zebulon ist offline  
Alt 02.01.2009, 00:37   #7294
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Standard AW: Zu: heute.de Nachrichten - Krise, lass nach!

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Übrigens gleichzeitig während in den ZDF-Nachrichten heute die Berliner Silvesternacht zur Friede, Freude Eierkuchen Veranstaltung stilisisert wurde, griffen 1000 Leute dort eine Polizeiwache an. In den deutschen Medien erfährt man darüber nichts, aber im online-Magazin des österreichischen ORF schon. Na gut, jetzt ist es auch in der WELT-online zu lesen:
1000 Menschen greifen Polizeiwache in Berlin an

Dieses ZDF gehört geschlössen. Je mehr Leute ihre GEZ-Gebühren "kritisch hinterfragen", desto besser.
Mir ist schon zu Zeiten des Kosovokrieges aufgefallen, dass deutsche Medienagenturen offenbar eine Art Maulkorb bekommen haben, diverse Berichte nicht zu veröffentlichen;hatte seinerzeit einen Politiklehrer, dem ich viel zu verdanken habe; jedenfalls was das Hinterfragen von Meldungen angeht.
FrankyBoy ist offline  
Alt 02.01.2009, 08:59   #7295
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Jetzt kommt es ganz dicke
Zitat:
Gerade die Bundeskanzlerin, die sich nun als Retterin geriert, hat vor vier Jahren als Oppositionsführerin die vom Bundestag beschlossenen Gesetze zur Verschärfung der Finanzaufsicht im Bundesrat scheitern lassen. Zudem hat die CDU/CSU/SPD-Koalition noch Anfang 2008 Regelungen über weitere Steuervergünstigungen für Private-Equity-Firmen und Hedgefonds verabschiedet. Die "Heuschrecken" (Müntefering) durften sich freuen. Gerade die vorherige Regierung SPD/Grüne stand für Deregulierung. So wurden "Verbriefungen" zugelassen, und die Steuerfreiheit für Veräußerungsgewinne eingeführt. Wie man sieht, es gibt durchaus auch Schuldige an den Exzessen, im politischen Lager und bei den Banken und Managern....

Wenn der Hurrikan kommt
Die Verschuldung der Vereinigten Staaten hat ein einmaliges welthistorisches Niveau erreicht. Allein die Staatsschulden kletterten auf astronomische Höhen und betragen nun neun Billionen Dollar. Hinzu kämen im ungünstigsten Fall nochmals 3,7 Billionen Dollar aus den Übernahmeverpflichtungen von Fannie und Freddie. Die Schulden der Weltmacht Nummer 1 kommen damit 100% des US-Sozialprodukts nahe. Die Schulden von Staat, Banken, Unternehmen und Privaten zusammen machen bereits 355% des Sozialprodukts aus. Das Haushaltsdefizit Washingtons wird 2008 auf 250 Milliarden Dollar anwachsen, wozu noch einmal 100 Milliarden für Bushs Konjunkturprogramm zu rechnen sind.
Doch nun ist neue Gefahr im Verzug. "Schon pumpen sich die nächsten Finanzblasen gewaltig auf", schrie Michael Krätke im "Freitag" vom 14.11. Ein Konglomerat aus Kreditkartenkrise, Krise der Autofinanzierer und Kreditversicherer braut sich zusammen. Auf 2,5 Billionen Dollar belaufen sich die Konsumentenschulden in den USA, also durchschnittlich 8565 Dollar pro Haushalt. Die Kreditkartenverschuldung liegt bei über 100 Milliarden Dollar. Doch die Stunde der Wahrheit steht noch aus. Das Hinausschieben lässt sich nicht endlos fortsetzen. Die Neun-Billionen-Zeitbombe tickt.
Die "Nürnberger Nachrichten" sehen bereits am 28. 8. im Vergleich zum drohenden "Hurrikan" die jetzige Krise als "Windhose". Wirtschaftsredakteur Wolfgang Mayer schrieb dazu in den NN: "Experten gehen davon aus, dass die gesamten Verpflichtungen - zum Beispiel einschließlich der Pensionsfonds - sogar die Marke von 50 Billionen Dollar übersteigen.
Das heißt: Die USA benötigen in steigendem Maße ausländisches Kapital, um das Gebäude ihrer Wirtschaft zusammenzuhalten. Fachleute errechneten, dass das Ausland pro Tag den USA zwei Milliarden Dollar leihen muss (mehr als die Hälfte davon geht für die US-Rüstungsausgaben gleich wieder weg). Durch die aktuelle ‚Windhose' verlieren die USA aber an Bonität. So stellt sich die Frage: Wie lange werden die Geldgeber der USA noch mitspielen? Wie beim ‚echten' Hurrikan weiß niemand, wohin er dreht, und ob die Mauern des Gebäudes wirklich halten."
Man kann davon ausgehen, dass durch die Staatseingriffe und "Rettungspakete" die Stabilität der Währungen erschüttert wird. Der Kurs des Dollars wird weiter sinken. Es ist wohl kein Zufall, dass die USA die Kennziffern zur Inflation, zu der im Umlauf befindlichen Geldmenge, nicht mehr veröffentlichen. Zumindest für jeden älteren Deutschen ist der Begriff "Währungsreform" ein Schreckenswort.
Man braucht keine Berichte der US-Geheimdienste, um zu erkennen, dass sich die politische und wirtschaftliche Bedeutung der USA in der Welt durch das Finanz- und Wirtschaftsdesaster vermindern wird, wie auch der US-Dollar sein starke Rolle verlieren wird. Es war schon lange im Gange, dass Länder wie China, Indien, Brasilien und Russland dafür an wirtschaftlicher und weltpolitischer Bedeutung gewinnen.
Mehr dazu: Detail TopNews[tt_news]=3412&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=556dc11d25

Gleichzeitig erfährt man, dass bisher 15 Deutsche Institute bereits unter dem Banken-Rettungsschirm versammelt sind Kein Ansturm unterm Banken-Rettungsschirm | MDR.DE

Sonderfonds: Banken beantragen Stabilisierungsmaßnahmen vom Staat - Wirtschaft - Aktuelles - merkur-online

Und jetzt verknappen die Geldhäuser die Kreditlinien ihrer Firmenkunden Kreditklemme: Banken lassen Firmen vertrocknen | Frankfurter Rundschau - Wirtschaft

Ich denke, die Pessimisten hatten recht; jetzt geht es wirklich ins Eingemachte; Merkel und Steinbrück werden wie Vollidioten aussehen; das ist meine Prognose - bitte Speichern.
FrankyBoy ist offline  
Alt 05.01.2009, 13:47   #7296
FrankyBoy
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Prof. (Un)Sinn meldete sich zu Wort - komisch, die Meinungsäußerungen die der plötzlich von sich gibt, kamen von mir schon etliche Wochen vorher:
Zitat:
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, prognostiziert für die deutsche Wirtschaft die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs.
Mehr dazu: Konjunktur : Ifo-Chef prophezeit schwerste Krise seit 1945 - Wirtschaft - STERN.DE
FrankyBoy ist offline  
Alt 05.01.2009, 14:42   #7297
Paolo_Pinkel
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Statistiken belegen eine historische Zäsur der US-Geldpolitik

Rainer Sommer 05.01.2009
Die 1,355 Billionen Dollar an zusätzlichen Fed-Dollars des Vorjahres brachten der Realwirtschaft nur 307,5 Mrd. USD an neuen Krediten ein

Das abgelaufene Jahr war von monetären Umwälzungen geprägt, die zweifellos als historische Zäsur in die Geschichtsbücher eingehen werden. Schon im April hatte Paul Volker, der letzte "konservative" Notenbankchef der USA, der vorübergehend als nächster Finanzminister im Gespräch war, der Fed vorgeworfen, den "Point of no Return" überschritten zu haben. Das sei einerseits durch Kredite außerhalb des Geschäftsbankensektors an die Investmentbanken der Wall Street erfolgt; zudem habe die Fed das eherne Prinzip durchbrochen, im Fall eines Bank-run zwar unbegrenzt Notenbankgeld zur Verfügung zu stellen, dies aber ausschließlich gegen erstklassige Sicherheiten...

TP: Statistiken belegen eine historische Zäsur der US-Geldpolitik

Auch interessant, Unter Bankstern:

Teil 1
TP: Von Banken und Nullen

Teil 2
TP: Die Banken und das liebe Geld

Teil 3
TP: Aufstieg und Fall der schweizerischen Banken

Teil 4
TP: Raubritter, Blindflieger und Verbrecher

Teil 5
TP: Banken spielen mit Krisen

Teil 6
TP: Die geplante Innovationsverhinderung

Teil 7
TP: Machtspiele im Spielcasino


Gruss

Paolo
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Erste Hilfe
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>>> Meldetermin
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 05.01.2009, 16:05   #7298
MenschMaier->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Niederrhein
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MenschMaier
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

FINANZKRISE

Bund drohen Milliardenausfälle durch Hermes-Bürgschaften

Schmerzhafte Folge der weltweiten Wirtschaftskrise: Immer mehr ausländische Kunden können ihre Rechnungen bei deutschen Exportfirmen nicht mehr begleichen - Hermes-Bürgschaften werden fällig. Für den Bundeshaushalt entwickelt sich das nun zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Für die Absicherung von Exportgeschäften deutscher Unternehmen sieht der Bundeshaushalt 2009 Bürgschaften von bis zu 117 Milliarden Euro vor. Sie sollen deutsche Unternehmen vor Verlusten schützen. Zahlt der ausländische Käufer nicht, springt der deutsche Staat ein.

Finanzkrise: Bund drohen Milliardenausfälle durch Hermes-Bürgschaften - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Die alten Griechen..... jetzt bringt der Götterbote schlechte Neuigkeiten.
Ist das nicht Cool? Da hat doch die Industrie schon ihren Rettungsschirm!!
Die haben dann rund 100 Mill.Teuro 2008 nicht garantiert, nein ausgezahlt bekommen.
Toll

mm
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Tanz Tanz, Tanz aus der Reihe

Wenn der Pfarrer von Vertrauen spricht, zuckt der Messdiener zusammen.
Wiglaf Droste

Runder Tisch? Wozu braucht man den? Damit die Priester die Ministranten jagen können?

Harald Schmidt
MenschMaier ist offline  
Alt 08.01.2009, 17:11   #7299
Woodruff
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat:
Commerzbank wird teilverstaatlicht

Die Commerzbank wird einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen des neuen Hilfspakets teilverstaatlicht. Ein Teil der neuen Eigenkapitalhilfen des Bundes von gut zehn Milliarden Euro sei vollwertiges Stammkapital.

[...] Dadurch steige der Bund mit 25 Prozent plus einer Aktie bei dem zweitgrößten deutschen Institut ein.

Die Anteile der bisherigen Commerzbank-Aktionäre verwässerten sich somit. Der größere Rest der Hilfen werde in Form einer stillen Einlage gewährt, meldete die Zeitung. Grund seien unerwartet hohe Abschreibungen bei der Dresdner Bank, die die Commerzbank im Januar übernehmen will. Die Commerzbank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Finanzkrise: Commerzbank wird teilverstaatlicht - Banken - FOCUS Online
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"Klar, wenn du schon auf der Titanic fährst, dann stellst du am besten Hein Blöd ans Steuer!" (Bernd Stromberg)
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Alt 08.01.2009, 17:17   #7300
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Zitat:
Commerzbank wird teilverstaatlicht

Düsseldorf (RPO). Zum ersten Mal wird eine deutsche Privatbank teilverstaatlicht. Der Staat übernimmt nach einem Medienbericht 25 Prozent plus eine Aktie der Commerzbank. Darüber hinaus erhält der künftige neue Bankenriese aus Commerzbank und Dresdner Bank weitere zehn Milliarden Euro.


Dies sei Teil eines neuen Rettungspaketes für die Bank, das in der Nacht zum Donnerstag geschnürt worden sei. Insgesamt erhalte die Commerzbank mehr als zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds SoFFin, berichteten die "Welt" und die "Financial Times Deutschland" (FTD) übereinstimmend.

Die Commerzbank hatte im November in Form einer stillen Einlage 8,2 Milliarden Euro an Kapital vom Bund erhalten. Mit den insgesamt 18,2 Milliarden Euro will die Commerzbank laut FTD alle Risiken absichern, die durch die fünf Milliarden Euro teure Übernahme der Dresdner Bank drohen, die im Januar abgeschlossen sein soll.
Quelle: Bund kauft sich ein: Commerzbank wird teilverstaatlicht | BBV-Net
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