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Alt 02.09.2007, 07:13   #451
morpheus7771
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Zitat von morpheus7771 Beitrag anzeigen
Das wollte Saddam doch...
Er hat versucht oder durchgesetzt - das sein Öl nicht mehr in $ gerechnet wird, sondern in EURO. Die Saudis wollten das auch machen und das konnte die US Wirtschaft nicht verkraften.
http://swg-hamburg.de/Archiv/Beitrag...provoziert.pdf

Der Geldfluss in die USA ist versiegt
Bush hat das echte Kapital Amerikas aufgebraucht

http://www.swg-hamburg.de/Wirtschaft...usa_ist_v.html


Flucht aus der Dollarverschuldung in den Euro-Dollar?

Wirtschaftskrise und Inflation in neuer Dimension

Die «Flucht» aus dem Dollar lässt sich nicht alleine bei wichtigen Ölstaaten beobachten, sondern auch bei der Volksrepublik China, die inzwischen – nach europäischer Zählweise – über Reserven von mehr als einer Billion US-Dollar verfügt. Um eine gravierende Umschichtung dieser entscheidenden Reserven doch noch zu verhindern, reisten Mitte Dezember US-Fed-Chef Ben Bernanke und US-Finanzminister Henry Paulson mit einer hochrangigen Delegation persönlich nach Peking. Doch die chinesische Führung liess die Delegation abblitzen und begründete ihren Beschluss wie folgt:

1. Nachdem die «FED» im vergangenen März ihre offiziellen Meldungen über die Entwicklung der Geldmenge «M 3» einstellte, kann weltweit praktisch kein Experte mehr einschätzen, wie viele «neue Dollars» gedruckt werden.

http://www.swg-hamburg.de/Wirtschaft...verschuld.html

So das soll es von mir gewesen sein...

morph
 
Alt 02.09.2007, 09:17   #452
athene->Emailproblem
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Ort: Gießen in Hessen
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athene
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@zebulon,

Dein Beitrag 454, sehr gut

"Heute entsprechen nur zwei Prozent aller Devisentransaktionen einem realen Austausch von Gütern und Dienstleistungen, 98 Prozent sind spekulativ...."

http://www.miprox.de/Wirtschaft_allg...Fiat_money.htm
__

Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
athene ist offline  
Alt 02.09.2007, 09:23   #453
Wölfin
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Zitat von athene Beitrag anzeigen
@zebulon,

Dein Beitrag 454, sehr gut
Ich schließe mich da gern an. So verständlich hat es mir noch niemand erklärt. Hab mir den Beitrag ausgedruckt und gerade meinem Schatz zum Lesen gegeben.

Vielen Dank, zebulon.
 
Alt 02.09.2007, 09:45   #454
Bruno1st->Emailproblem
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Ort: Nähe Freiburg
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Bruno1st
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Zitat von Jenie Beitrag anzeigen
jo deine schweinezucht erklärung -- klingt für mich wie die entwicklung bei ibääh...
der Schweinezyklus ist in JEDER wirtschaftlichen Entwicklung zu finden

Zitat von xingu Beitrag anzeigen
Warum den Feind mit militärischen Mitteln zu stürzen versuchen, wenn man ihn mit einfacheren und vor allem risikoärmeren Mitteln wirtschaftlich bezwingen kann? .............

.........Da ist es doch wesentlich günstiger, den Gegner aufzukaufen. Und da die Amerikaner in dieser Hinsicht genauso dämlich agieren wie nahezu der gesamte Rest der Welt, wird den Chinesen dieses Vorhaben wahrscheinlich auch mittelfristig gelingen.

Douglas MacArthur hatte so recht...aber man zog es vor, ihn zu schassen.
stimme ich dir zu - auch weil Asiaten in Generationen denken/handeln und nicht kurzfristig zu einem Wahltermin oder der nächsten Quartalsbilanz. Diese Nachhaltigkeit, komplexes Denken und Vernetzen, und damit auch der große Zeitrahmen und geringe Zeitdruck gibt Ihnen Spielräume die unsere Politiker unnötig aufgegeben haben. Abgesehen davon, daß die ja nur ihren eigenen Bereich sehen wollen. So reißen Sie mit Ihrem A.... das ein, was ein Anderer mühevoll aufgebaut hat, nur weil sie es nicht verbinden können oder nutzen wollen.

Ich möchte es mal auf 2 Spiele reduzieren, die zumindest für mich die Ausgangspunkte gut erklären.
Die Europäer spielen Schach - dabei werden von einer Ausgangssituation immer mehr Figuren entfernt, bis einer der beiden Spieler verloren hat. Außerdem gibt es sehr viele Standardsituationen.
In Asien ist Wei Qi /Go das Spiel, bei dem auf einem leeren Brett mit 19x19 Linien weiße oder schwarze Steine auf die Kreuzunsgpunkte gesetzt werden. Jeder Spieler hat 181 Steine. Gewinner ist, wer die meisten freien Flächen gesichert hat. Die Spielsituation wird also immer "verworrener". Meistens enden diese Spiele mit 1-5 Punkten Unterschied, also kein herausragender Sieg in europäischen Sinne - trotzdem ein Sieg.
Ein Vergleich :
- das Sonnensystem hat 1 hoch 11 Sterne (meines Wissens)
- im Schach gibt es 10 hoch 120 Möglichkeiten
- im Wei Qi / Go aber 10 hoch 720 Möglichkeiten
Leider versuchen unsere arroganten/dummen Politiker die andere Seite zu belehren , wie überall wo sie auftreten, statt deren System zu akzeptieren, Gemeinsamkeiten herauszufinden und sich langsam anzunähern. Doch dem wiederspricht ja die rasche Umschlagsgeschwindigkeit unserer "Führungskräfte".
Aber dieses Thema ist zu komplex für einen Thread - da braucht es schon Jahre Zeit um die Basis zu ERFAHREN (nicht zu lernen), diese dann auf die eigene Person umzusetzen und dann ganz langsam eigene Rückschlüsse zu ziehen.

Bildlich gesprochen würde ich sagen, daß die Banken/Wirtschaft mit einem Auto vergleichbar ist, daß mit zu hoher Geschwindigkeit in einem Kreisverkehr (alles am Aufschwung/ewigen Wachstum orientiert) unterwegs ist - die Europäer versuchen das Steuer herumzureißen, bzw. zu bremsen - beides führt zum Überschlag. Asiaten würde ich eher zutrauen, daß sie versuchen dem Kreisverkehr einen Ausgang zu verpassen in den man dann einfahren kann.

Die Zeit wird es lehren.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 02.09.2007, 09:49   #455
tommy33
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Beiträge: 50
tommy33
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Auch noch ein recht interessanter Artikel der aber etwas zeit benötigt

Rede von Ron Paul

Vor hundert Jahren wurde die Angelegenheit „Dollar-Diplomatie“ genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1989 entwickelte sich diese Politik weiter, hin zu einer „Dollar-Hegemonie“. Aber nach all diesen Jahren des großen Erfolgs nähert sich unsere Dollar-Herrschaft ihrem Ende.

Es wird zu Recht allgemein behauptet, dass diejenigen, welche das Gold besitzen, die Gesetze machen. In früheren Zeiten war allgemein akzeptiert, dass ein fairer und ehrlicher Handel den gegenseitigen Austausch wirklicher Werte erfordert. In den Anfängen war der einfache Tauschhandel von Gütern üblich. Später wurde entdeckt, dass Gold eine universelle Anziehungskraft erfährt und den geeigneten Ersatz für den umständlichen, beschwerlichen Tauschhandel darstellte. Gold erleichterte nicht nur den Austausch von Gütern und Dienstleistungen, sondern diente als Wertaufbewahrungsmittel für diejenigen, welche den Wert für schwerere Zeiten aufbewahren wollten.

Obwohl sich das Geld naturgemäß auf den Handelsmärkten entwickelte, maßten sich Regierungen, deren Macht wuchs, die monopolartige Kontrolle über das Geld an. In manchen Zeiten garantierten Regierungen die Qualität und Reinheit des Goldes, aber mit der Zeit lernten Regierungen, mehr auszugeben als sie einnahmen. Neue oder höhere Steuern zogen das Missfallen der Leute auf sich, sodass es nicht lange dauerte, bis Könige und Kaiser lernten, wie sie ihre Währungen inflationieren konnten – indem sie den Goldgehalt der Münzen reduzierten und dabei glaubten, ihre Untertanen entdeckten den Betrug nicht. Doch die Leute bemerkten immer recht schnell diese Machinationen und protestierten energisch.

Dies verstärkte den Druck auf führende Gesellschaften, durch die Eroberung anderer Länder mehr Gold zu aquirieren. Die Bevölkerung wurde daran gewöhnt, über ihre Verhältnisse zu leben und erfreute sich an „Brot und Spielen“ (circuses and bread). Die Finanzierung dieser extravaganten Lebensweise durch die Eroberung fremder Länder schien eine logische Alternative dazu zu sein, selbst härter zu arbeiten und mehr zu produzieren. Nebenbei bemerkt – die Eroberer-Nationen schafften nicht nur Gold nach Hause, sondern ebenso Sklaven. Die Besteuerung der eroberten Territorien bildete ebenfalls einen Anreiz, Imperien (empires) aufzubauen. Dieses Herrschaftssystem funktionierte eine ganze Zeit lang recht gut, aber der moralische Verfall der Bevölkerung des Imperiums führte zu einem zunehmende Unwillen selbst zu arbeiten. Da die Zahl der ausplünderbaren Völker/Länder begrenzt war, war das Ende der jeweiligen Imperien gesetzt. Konnten sie sich nicht länger das notwendige Gold beschaffen, zerfiel ihre Militärwesen, ihre militärische Kraft. Wie gesagt, in jenen Zeiten machten diejenigen, welche das Gold besaßen, die Gesetze und lebten vorzüglich.

Dieses generelle Gesetz hatte durch die Jahrhunderte Bestand. Wenn Gold als Wertmedium benutzt wurde, bei gleichzeitig geschütztem, ehrlichem Handel, gediehen die produktiven Nationen. Aber immer wenn wohlhabende Nationen – solche mit mächtigen Streitkräften und Gold – nach einem Imperium strebten und nach günstigen Gelegenheiten, die Wohlfahrt zu Hause zu unterfüttern, scheiterten sie.

Die genannten Prinzipien gelten auch heute noch – aber der Prozess ist ein deutlich anderer: Gold ist nicht länger das Geld des „Reichs“, an seine Stelle trat das Papier. Heute gilt: „Derjenige, der das Geld druckt, setzt die Regeln, herrscht“, zumindest vorläufig. Obwohl Gold nicht mehr im Gebrauch ist, sind die Ziele die gleichen geblieben: fremde Länder zur Produktion zwingen und das eigene Land mit militärischer Überlegenheit ausstatten und das Gelddrucken kontrollieren.

Seitdem Geld zu drucken der Fälscherei gleichkommt, muss der Herausgeber der internationalen Leitwährung immer das Land mit dem militärischen Apparat sein, das die Kontrolle dieses Systems ausüben kann. Dieses großartige System scheint d a s System schlechthin zu sein, um fortwährend dem Land Wohlstand zu verschaffen, das die Weltleitwährung herausgibt. Das einzige Problem ist, wie immer, dass ein so geartetes System den Charakter der Bevölkerung des Fälscherlandes korrumpiert – ebenso wie zu den Zeiten, als Gold das universelle Zahlungsmittel war und durch die Eroberung anderer Länder akquiriert wurde. Diese Verhältnisse zerstören den Anreiz zu sparen und zu produzieren, währenddessen sie die Verschuldung und die Degression des Wohlstandes befördern.

Der Druck, im eigenen Land die Währung zu inflationieren, rührt sowohl von den korporierten Wohlfahrtsempfängern als auch von denen her, die Almosen als Entschädigung für das Notwendigste und für die ihnen von anderen zugefügten Ungerechtigkeiten verlangen. In beiden Fällen wird die persönliche Verantwortlichkeit für das eigene Handeln verweigert.

Wenn Papiergeld nicht mehr angenommen wird, oder wenn das Gold zu Ende geht, sind Wohlstand und politische Stabilität verloren. Das Land geht in einem solchen Fall vom Zustand des Über-die-Verhältnisse-Lebens in den Zustand des Unter-den- Verhältnissen-Lebens über, solange bis die ökonomischen und politischen Systeme an die neuen Regeln angepasst sind – Regeln, welche nicht diejenigen erlassen haben, die sich der nun funktionslosen Notenpresse bedienten.

Die „Dollar-Diplomatie“, eine von William H. Taft und seinem Staatssekretär Philander C. Knox etablierte Politik, wurde entworfen, um die US-Geschäfts-Interessen in Lateinamerika und dem Fernen Osten zu befördern. McKinley brach deswegen 1898 einen Krieg mit Spanien vom Zaun, und Teddy Roosevelts logisch daraus folgende Anwendung der Monroe-Doktrin ging dem aggressiven ersten Schritt Tafts voraus, den US-Dollar und diplomatischen Einfluss einzusetzen, um ausländische US-Investitionen zu sichern. Diese Politik wurde allgemein als „Dollar-Diplomatie“ bezeichnet. Das hervorstechende Merkmal von Roosevelts Politik war, dass unsere Politik allein durch den offenen Anschein gerechtfertigt werden konnte, dass sich ein Land unseres Interesses durch europäische Kontrolle politisch oder finanziell in Gefahr befand. Wir deklamierten öffentlich nicht nur das Recht, sondern die offizielle Verpflichtung der US-Regierung, unsere Geschäftsinteressen gegen die Europäer zu verteidigen. Diese neue Politik folgte der Kanonenboot-Politik des späten 19. Jhdts. auf dem Fuße, d.h. wir konnten nun unseren Einfluss „kaufen“, bevor wir zur Androhung offener Gewalt Zuflucht nehmen mussten.

Unterdessen war die „Dollar-Diplomatie“ von Howard William Taft klar formuliert, die Setzlinge des US-Empires gesteckt. Und sie waren dazu bestimmt, unter der fruchtbaren Sonne eines Landes zu gedeihen, das seine Liebe und seinen Respekt für das republikanische Vermächtnis der Verfassungs-Väter verloren hatte. Und sie gediehen in der Tat. Es dauerte nicht lange, bis die „Dollar-Diplomatie“ zur „Dollar-Hegemonie“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mutierte.

Dieser Übergang war nur mit Hilfe eines dramatischen Wechsels in der Währungspolitik und durch einen Funktionswechsel des Dollars möglich. 1913 schuf der Kongress das Federal Reserve System. Bis 1971 wurde das Prinzip des soliden Geldes systematisch untergraben. In den Jahren 1913-71 hielt die FED (Federal Reserve Board = US-Zentralbank) es für den einfacheren Weg, die Geldmenge ohne größeren Widerstand des Kongresses nach Belieben auszudehnen, um Kriege zu finanzieren oder die Wirtschaft zu manipulieren, wobei spezielle Geschäftsinteressen, welche die Regierung stark beeinflussten, profitierten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte sich die Dominanz des Dollars enorm. Wir erlitten keine Kriegszerstörungen wie andere Länder und unsere Safes waren mit dem Gold der Welt gefüllt. Aber die Welt entschied sich nicht, zur Disziplin des Goldstandards zurückzukehren; die Politiker applaudierten. Die Notenpresse laufen lassen, um Rechnungen zu bezahlen, war viel populärer als Steuern zu erheben oder unnötige Ausgaben zu vermeiden. Ungeachtet der kurzfristigen Vorteile waren Ungleichgewichte für die kommenden Jahrzehnte vorprogrammiert.

Das Bretton Woods Abkommen von 1944 zementierte den Dollar anstelle des Britischen Pfunds als überragende Weltreserve-Währung. Aufgrund unserer politischen und militärischen Stärke und weil wir eine große Menge des Weltgoldes besaßen, akzeptierte die Welt bereitwillig unseren Dollar als Weltreservewährung; ein Dollar war definiert als 35ster Teil einer Unze Gold. Der Dollar galt quasi als reines Gold und war für alle ausländischen Zentralbanken in dem vorig genannten Verhältnis in physisches Gold umtauschbar. Den amerikanischen Staatsbürgern war nach wie vor der Besitz von Gold verboten. Der oben erwähnte Gold-Tausch-Standard musste von Anfang an scheitern.

Die USA verhielten sich im Weiteren so wie die meisten vorhergesagt hatten: Sie druckten mehr Dollarscheine als durch Gold gedeckt waren. Über 25 Jahre lang duldete die Welt diesen Zustand ohne groß zu fragen – bis Frankreich und andere Länder Ende der 1960er verlangten, dass wir unser Versprechen wahr machten und eine Unze Gold zahlten für jeweils 35 Dollar, die sie beim US-Schatzamt ablieferten. Das Ergebnis war ein ungeheurer Goldabfluss, der den schlecht konstruierten Pseudo-Gold-Standard aufhob.

Das Ganze endete am 15. August 1971, als Nixon das „Goldfenster“ schloss und die weitere Auszahlung auch nur einer der restlichen 280 Millionen Unzen Gold verweigerte. Bei Lichte besehen erklärten wir damit unseren Bankrott und jeder konnte erkennen, dass ein anderes Weltwährungssystem gefunden werden musste um die Märkte zu stabilisieren.

Erstaunlicherweise wurde ein neues System ersonnen, welches den USA erlaubte, die Notenpresse für die Weltreservewährung ohne jede Einschränkung laufen zu lassen – ja sogar nicht einmal mit dem Anspruch der Goldkonvertibilität oder dergleichen. Obwohl diese neue Politik noch viel fehlerhafter war, machte sie den Weg für eine sich noch weiter ausdehnende Dollar-Hegemonie frei.

Nachdem sie registriert hatten, dass die Welt etwas Neues und Revolutionierendes entwickeln wollte, vereinbarte die Elite der Geldmanager, besonders nachhaltig unterstützt von den US-Behörden, ein Abkommen mit der OPEC, den Preis für Erdöl weltweit ausschließlich in Dollar festzusetzen. Dies verhalf dem Dollar zu einem besonderen Platz unter den Weltwährungen und sicherte den Dollar im Endeffekt mit Öl ab. Im Gegenzug versprachen die USA, die diversen Öl-Scheichtümer gegen drohende Invasionen oder innere Aufstände zu schützen. Dieses Arrangement setzte den Aufstieg der radikalen islamischen Bewegung unter denen in Gang, die uns unseren Einfluss in der Region übel nahmen. Das Abkommen verlieh dem Dollar eine künstliche Stärke, verbunden mit unglaublichen finanziellen Vorteilen für die Vereinigten Staaten. In dem Maße, wie der Dollareinfluss gedieh, erlaubte uns dies, unsere Geldinflation zu exportieren, und zwar über große Preisnachlässe beim Öleinkauf und beim Import anderer Güter.

Dieses Post-Bretton-Woods-System war wesentlich fragiler als das zwischen 1945 und 1971. Obwohl das Dollar/Öl-Abkommen hilfreich war, war es nicht annähernd so stabil wie der Pseudo-Goldstandard von Bretten Woods. Zweifellos war es weniger stabil als der Goldstandard des späten 19. Jahrhunderts.

Während der 1970er kollabierte der Dollar beinahe, als der Ölpreis sprunghaft anstieg und der Goldkurs auf 800$ pro Unze hoch schoss. 1979 waren Zinssätze von 21 Prozent erforderlich, um das gesamte System zu retten. Der Druck auf den Dollar in den 1970ern reflektierte – trotz der Vorteile, die ihm zukamen – die grob fahrlässige Staatsverschuldung und die Währungsinflation während der 1960er. Die Märkte ließen sich von Lyndon B. Johnsons Gerede nicht an der Nase herumführen, wir könnten uns sowohl „Kanonen als auch Butter“ (guns and butter) leisten. Wieder einmal war der Dollar gerettet und dies führte in die Phase der tatsächlichen Dollar-Hegemonie, die von Anfang der 1980er bis in die heutige Zeit andauert. Durch ein unglaubliches Zusammenspiel der Zentralbanken und internationalen Geschäftsbanken wurde der Dollar allgemein so akzeptiert als handle es sich um Gold. Bei verschiedenen Gelegenheiten antwortete der FED-Vorsitzende Alan Greenspan vor dem Banken-Komitee des Repräsentantenhauses auf meine Kritik an seiner zuvor vertretenen günstigen Beurteilung des Goldes, er und die anderen Zentralbanker hätten das Papiergeld – d.h. das Dollar-System – dahin entwickelt, dass es wie Gold reagiere. Jedes Mal widersprach ich heftig und wies darauf hin, wenn sie eine solche Heldentat vollbracht hätten, hätten sie sich einfach über die geschichtliche Erfahrung der Wirtschaft hinweggesetzt, die besagt, dass das Geld einen wirklichen Wert zu repräsentierten habe. Dem stimmte Greenspan dann selbstgefällig und selbstsicher zu.

In den vergangen Jahren machten Zentralbanken und verschiedene Finanzinstitutionen, alle interessiert an der Aufrechterhaltung eines funktionsfähigen Dollar- Standards ohne Deckung, kein Geheimnis daraus, große Mengen Gold auf dem Markt zu verkaufen bzw. zu verleihen, während die sinkenden Goldpreise eine Reihe von Fragen aufwarfen, ob solch eine Politik klug sei. Diese Kreise stimmten nie einem Fixing des Goldpreises zu, vielmehr ist ihr Glaube reichlich belegt, falls der Goldpreis falle, erzeuge das ein gewisses Vertrauen des Marktes in ihre erstaunliche Fähigkeit, Papier in Gold verwandeln zu können.

Geschichtlich betrachtet deutet der Anstieg des Goldpreises auf ein zunehmendes Misstrauen in Papierwährungen hin. Dieser Sachverhalt war vor einiger Zeit sichtbar, als das US Schatzamt in den 1960ern eine Unze Gold für 35 $ verkaufte, ein Versuch, die Welt von der Solidität des Dollar und dass er hart sei wie Gold, zu überzeugen. Ja selbst während der Großen Depression waren die ersten Amtshandlungen Roosevelts, die freie Markt-Preisbildung von Gold zu unterbinden – ein Zeichen des faul gewordenen Währungssystems – und den US-Bürgern den Besitz von Gold zu verbieten. Ökonomische Gesetzmäßigkeiten begrenzten diese Anstrengung, so in den frühen 1970ern, als US-Schatzamt und IWF versuchten, den Goldpreis dadurch zu halten, indem sie Tonnen Gold in den Markt pumpten, um den Enthusiasmus derjenigen zu dämpfen, die nach einem sicheren Hafen im Fall des Dollar-Verfalls suchten, nachdem der Goldbesitz für Privatleute wieder erlaubt worden war. Der neuerliche Versuch, zwischen 1980 und 2000 die Märkte über den wirklichen Wert des Dollar zu täuschen, erwies sich als erfolglos. In den letzten fünf Jahren verlor der Dollar gegenüber Gold mehr als 50% an Wert. Man kann nicht alle Leute die ganze Zeit täuschen, selbst nicht mit der Macht der gewaltigen Notenpresse und des Geldschöpfungssystems der FED.

Trotz all der beschriebenen Unzulänglichkeiten des deckungslosen Papier-Geld- Systems dehnte sich der Einfluss des Dollars aus. Die Resultate schienen vorteilhaft zu sein, jedoch die großen Verzerrungen im Gesamtsystem blieben. Fast nach Vorschrift scheuen sich die Politiker in Washington die Probleme, die aus den zu Tage getretenen Verschleierungen resultieren, anzugehen, wobei sie gleichzeitig die zugrunde liegende fehlerhafte Politik nicht verstehen und mit ihr nicht umgehen können. Protektionismus, feste Wechselkurse, Strafzölle, politisch motivierte Sanktionen, Subventionen für Konzerne, internationales Handelsregime, Preiskontrollen, Zinsund Einkommenskontrollen, hyper-nationalistische Vorurteile, die Drohung mit Gewalt und sogar Krieg – zu all dem wird Zuflucht genommen, um die Probleme zu lösen, die künstlich durch ein zutiefst mit Fehlern behaftetes Währungs- und Wirtschafts- System hervorgerufen worden sind.

Auf kurze Sicht können die Herausgeber nicht gedeckter Papierwährungen erhebliche Profite akkumulieren. Auf längere Sicht bedroht dies das Land, welches die Weltleitwährung stellt. In diesem Fall sind das die USA. Solange andere Länder unsere Dollars in reale Wirtschaftsgüter eingetauscht haben, kamen wir gut raus. Diesen Vorteil wollen viele im Kongress nicht wahrhaben, wenn sie China wegen seines Handlesbilanzüberschusses gegenüber uns anklagen. Dies führte zur Auslagerung vieler industrieller Arbeitsplätze ins Ausland, gleichzeitig wurden wir mehr von anderen abhängig und weniger selbstversorgungsfähig. Das Ausland hortet unsere Dollars zu Gunsten seiner hohen Sparquote und verleiht uns diese netterweise zu niedrigen Zinsen, um unseren exzessiven Konsum zu finanzieren. Das scheint vordergründig das große Geschäft für alle Beteiligten zu sein, aber die Zeit wird kommen, in der unsere Dollars – wegen ihrer Abwertung – weniger freudig entgegengenommen oder gar vom Ausland zurückgewiesen werden. So könnte eine ganz neue Situation entstehen, die uns dazu zwingt, den Preis für das Über-unsere- Verhältnisse- und Über-unsere-Produktionsfähigkeit-Leben zu bezahlen. Der Sinneswandel hat, was den Dollar betrifft, bereits begonnen, aber das Schlimmste steht noch bevor.

Das Abkommen mit der OPEC zu Beginn der 1970er verlieh dem Dollar eine künstliche Stärke als der herausragenden Welt-Reserve-Währung. Das Abkommen schuf eine weltweite Nachfrage nach Dollarnoten und saugte Unmengen jährlich neu gedruckter Scheine an. Allein im letzten Jahr wuchs die Geldmenge M3 um über 700 Milliarden Dollar(3).

Die künstliche Nachfrage nach unserem Dollar, verknüpft mit unserer militärischen Macht, hat uns in die einzigartige Position versetzt, die Welt beherrschen zu können, ohne selbst produktiv zu arbeiten, zu sparen und unseren Konsum oder unsere Verschuldung zu begrenzen. Das Problem ist, so kann das nicht weitergehen. Die Preisinflation erhebt ihr hässliches Haupt und die Blase an der NASDAQ-Börse, welche von schnellem Geld provoziert wurde, ist geplatzt. Genauso geht der Immobilienblase die Luft aus. Die Goldpreise haben sich verdoppelt und ein Ende der Bundesausgaben ist nicht in Sicht, bei Null politischem Willen, sie zu zügeln. Das letztjährige Handelsdefizit lag bei über 728 Mrd. Dollar. Ein Zwei-Billionen-Dollar- Krieg tobt, und es werden Pläne lanciert, den Krieg auf den Iran und möglicherweise Syrien auszudehnen. Die einzige Kraft, die dies verhindern kann, ist die weltweite Abkehr vom Dollar. (Hervorhebung d. Übers.) Diese wird kommen und schlimmere Bedingungen als 1979/80 hervorrufen, die 21%ige Zinsraten erforderten, um korrigierend einzugreifen. Aber in der Zwischenzeit wird alles nur Erdenkliche getan, um den Dollar zu schützen. Wir teilen dieses Interesse mit denjenigen, welche unsere Dollars horten, um die Farce fortzusetzen.

Greenspan meinte in seiner ersten Rede nach dem Ausscheiden aus der FED, die Goldpreise seien so hoch wegen der Terror-Angst, nicht jedoch wegen der Besorgnis bezüglich der Währung oder weil er während seiner Amtszeit eine ausufernde Geldschöpfung betrieben habe. Gold müsse in Verruf gebracht werden und der Doller gestützt, so Greenspan. Sollte der Dollar von den internationalen Märkten ernsthaft angegriffen werden, unternähmen die Zentralbanken und der IWF sicher alles in ihrer Macht Stehende, um die Dollarmengen vom Markt abzusaugen in der Hoffnung, dessen Stabilität wieder herzustellen. Letztendlich werden sie dabei scheitern. Am wichtigsten ist, dass die Dollar-Öl-Beziehung aufrechterhalten wird, um ihn als überragende Währung zu sichern. Jeder Angriff auf diese Beziehung wird machtvoll beantwortet werden – so wie es immer schon geschehen ist.

Im November 2000 verlangte Saddam Hussein für das irakische Öl Euros. Seine Arroganz bedrohte den Dollar; seine nicht vorhandene militärische Macht stellte hingegen nie eine Bedrohung dar. Auf der ersten Kabinetts-Sitzung der neuen Administration 2001 – so wird von Finanzstaatssekretär Paul O’Neill berichtet – war der wichtigste Tagesordnungspunkt, wie wir Saddam Hussein aus dem Amt jagen könnten – obwohl es keinerlei Anzeichen gab, in welcher Weise er uns bedrohte. Diese hohe Besorgnis bezüglich Saddam Hussein überraschte und schockierte O’Neill.
Inzwischen ist allgemein bekannt, dass sich die unmittelbaren, ersten Reaktionen der Bush-Administration nach 9-11 darum drehten, wie man Saddam Hussein mit den Anschlägen in Verbindung bringen könne, um eine Invasion in den Irak und den Sturz seiner Regierung zu rechtfertigen. Obwohl keinerlei Anzeichen irgendeiner Verbindung Husseins mit 9-11, keinerlei Anzeichen für den Besitz von Massenvernichtungswaffen vorlagen, wurde durch Verdrehung der Tatsachen, durch eine Flut von Fehlinterpretationen die Unterstützung der Öffentlichkeit und des Kongresses erzeugt, der Sturz Saddam Husseins sei gerechtfertigt.

Es fand keine öffentliche Diskussion darüber statt, dass wir Saddam Hussein beseitigen wollten, weil er mit der Auspreisung des Öls in Euro die Integrität des Dollars als Weltreservewährung angriff. Viele glauben heute, das sei der eigentliche Grund für unsere Besessenheit gegenüber dem Irak. Ich zweifle daran, dass dies der einzige Grund war, aber er hat wohl eine bedeutende Rolle in unserem Kalkül, Krieg zu führen, gespielt. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Sieg wurde sämtliches irakisches Öl wieder in Dollar gehandelt, der Euro war verbannt.

Im Jahre 2001 verkündete der Botschafter Venezuelas in Russland, sein Land steige bei der Auspreisung aller Ölverkäufe auf Euro um. Innerhalb eines Jahres gab es einen Staatsstreich gegen Chavez, den, so wird berichtet, unsere CIA unterstützte. Nachdem diese Versuche, den Euro zu pushen und den Dollar als Weltreserve-Währung zu verdrängen auf heftigen Widerstand gestoßen waren, kehrte sich der starke Wertverlust des Dollar gegenüber dem Euro um. Diese Ereignisse mögen eine wichtige Rolle dabei gespielt haben, die Dollar-Herrschaft aufrechtzuerhalten.
Es ist sehr deutlich geworden, dass die US-Administration mit denen sympathisiert hatte, die sich zum Sturz von Chavez verschworen hatten, und sie war über das Scheitern der Sache ziemlich in Verlegenheit gebracht worden. Die Tatsache, dass Chavez demokratisch gewählt worden war, hatte keinen Einfluss darauf, welche Seite wir hier unterstützten.

Nun startet ein neuer Angriff auf das Petrodollar-System. Iran, ein anderes Mitglied der „Achse des Bösen“, hat bekannt gegeben, dass es im März dieses Jahres eine Ölbörse eröffnen wird. Wer hätte erraten, dass das Öl in Euro und nicht in Dollar ausgepreist werden soll.

Die meisten US-Amerikaner haben vergessen, wie im Laufe der Zeit unsere Politik gegenüber dem Iran systematisch und ohne Not einen unüberbrückbaren Graben zwischen unseren Ländern aufgerissen hat. 1953 half die CIA, den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mossadeqh zu stürzen und installierte die Schah-Diktatur, die mit den USA befreundet war. Die Iraner schäumten darob immer noch vor Wut, als die US-Geiseln 1979 gefangen genommen wurden. Unsere Unterstützung von Saddam Hussein bei der Invasion des Irans in den frühen 1980ern war kontraproduktiv und trug augenscheinlich auch nicht viel zugunsten unserer Beziehungen zu Saddam Hussein bei. Dass die US-Regierung 2001 verkündete, der Iran sei Teil der „Achse des Bösen“, verbesserte ebenfalls nicht gerade unsere Beziehungen. Dass bei den jüngsten Bedrohungsszenarien wegen einer aufkommenden iranischen Nuklearmacht ignoriert wird, dass der Iran von Atommächten umgeben ist, kommt anscheinend nicht bei denen an, welche den Iran fortgesetzt provozieren. Wenn man sich vor Augen hält, was die meisten Muslime als unseren Krieg gegen den Islam wahrnehmen und zusätzlich diese neueste Geschichte, dann verwundert es nicht, dass der Iran es bevorzugt, den USA zu schaden, indem er die Stellung des Dollar unterminieren will. Der Iran hat - wie der Irak - 0-Fähigkeit uns anzugreifen. Aber dies hielt uns nicht davon ab, Saddam Hussein als einen modernen H***** zu modellieren, der sich anschickt die Welt zu erobern. Nun scheint der Iran – besonders nach dem er seine Pläne, Öl in Euro auszupreisen, wahr gemacht hat – Ziel eines Propagandakriegs zu sein, ähnlich demjenigen, den wir gegen den Irak vor unserem Einmarsch geführt haben.

Es ist nicht wahrscheinlich, dass die Verteidigung der Vorherrschaft des Dollars der einzige Beweggrund für den Krieg gegen den Irak war bzw. für die Agitation gegen den Iran ist. Obwohl die wirklichen Gründe für den Kriegseintritt komplex sind, wissen wir aber, dass die offiziell verkündeten, gelogen waren, wie z.B. die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Irak, Saddam Husseins Verbindung mit den Anschlägen des 11. September. Die Bedeutung des Dollars ist offensichtlich, aber das verringert nicht den Einfluss der Pläne zur Restrukturierung des Mittleren Ostens, die vor Jahren von den Neokonservativen gemacht wurden. Um diesen Krieg voranzutreiben, spielten der Einfluss Israels wie auch der der Christlichen Zionisten eine Rolle. Der Schutz „unserer“ Ölvorräte hat unsere Politik im Mittleren Osten seit Jahrzehnten beeinflusst.

Wahr ist aber auch, dass es unmöglich ist, in altem Stil, d.h. mit höheren Steuern, Sparen, größerer Wertschöpfung durch die US-Amerikaner, die Rechnungen für unsere aggressiven Interventionen zu bezahlen. Ein großer Teil der Kriegskosten des Golfkriegs 1991 wurde von vielen unserer willigen Alliierten bezahlt. Heute ist das nicht mehr der Fall. Heute ist – mehr denn je – die Dollar-Hegemonie, d.h. die Funktion des Dollars als Weltreserve-Währung, notwendig, um unsere aufwendigen Kriegsexpeditionen zu finanzieren. Dieser nicht enden wollende 2-Billionen-$-Krieg muss auf die eine oder andere Weise bezahlt werden. Die Dollar-Hegemonie stellt uns dafür die Werkzeuge zur Verfügung.

Größenteils sind sich die wirklichen Opfer dessen nicht bewusst, wie s i e diese Rechnungen bezahlen. Die Lizenz, Geld quasi aus dünner Luft zu drucken, ermöglicht es uns, die Rechnungen durch Preisinflation zu begleichen. Unter dieser Inflation leiden die US-Bürger ebenso wie der Durchschnittsbürger in Japan, China oder in anderen Ländern. Diese Inflation ist die „Steuer“, mit der die Rechnungen für unsere militärischen Abenteuer bezahlt werden. Das geht so lange, bis dieser Betrug aufgedeckt wird und ausländische Produzenten entscheiden, sich nicht in Dollars auszahlen zu lassen bzw. diese nicht länger für die Bezahlung der von ihnen erworbenen Güter vorrätig zu halten. Es wird alles Mögliche unternommen, um zu verhindern, dass den breiten Massen dieser Betrug des Währungssystems, unter dem sie zu leiden haben, enthüllt wird. Falls die Ölmärkte den Dollar durch den Euro ersetzen, würde das unmittelbar unsere Möglichkeiten einengen, ohne weitere Einschränkungen die Weltreserve-Währung zu drucken.

Es ist ein unbestreitbarer Vorteil für uns, wertvolle Güter einzuführen und dafür im Wert verfallende Dollars zu exportieren. Die Exportnationen sind in ihrem Wachstum von unseren Käufen abhängig geworden. Diese Abhängigkeit macht sie zu unseren Verbündeten im fortgesetzten Betrug, und ihre Teilhabe an diesem hält den Wert des Dollar künstlich hoch. Sollte dieses System noch über lange Zeit funktionierten, müssten die US-Bürger nie mehr arbeiten. Genau wie die Römer könnten auch wir „Brot und Spiele“ genießen. Aber denen ging schlussendlich das Gold aus und Roms Unvermögen, die eroberten Länder weiter auszuplündern, führte zum Zusammenbruch seines Imperiums.

Das wird auch uns geschehen, wenn wir diese nicht Pfade verlassen. Obwohl wir fremde Länder nicht besetzen, um sie direkt auszuplündern, haben wir trotzdem unsere Truppen in 130 Ländern stationiert. Der Zwang, unsere Militär-Macht im ölreichen Mittleren Osten zu dislozieren, ist kein Zufall. Aber im Gegensatz zu früheren Zeiten erklären wir uns nicht zum unmittelbaren Eigentümer der Naturschätze anderer Länder, bestehen jedoch darauf, dass wir kaufen können, was wir wollen, und dass wir mit unserem Papiergeld dafür bezahlen können. Jedes Land, das unsere Herrschaft herausfordert, geht ein großes Risiko ein.
Unser gesamtes wirtschaftliches System hängt davon ab, dass das gegenwärtige Dollar-Recycling-System Bestand hat. Wir leihen uns jährlich 700 Mrd. Dollar von unseren „großzügigen Wohltätern“, welche dafür hart arbeiten und unsere Dollarnoten für ihre Produkte annehmen. Weiters borgen wir uns all die Gelder aus, die wir für die Sicherung des Empires brauchen (Verteidigungsbudget: 450 Mrd. Dollar) und noch mehr. Die Militärmacht, welcher wir uns „erfreuen“, wird zu d e r „Deckung“ unserer Währung. Es gibt keine anderen Länder, die uns auf militärischem Gebiet Paroli bieten, weshalb die Welt keine andere Wahl hat, als die Dollars, welche wir zum „Gold von Heute“ deklarieren, zu akzeptieren. Das ist auch der Grund, weshalb Länder, die dieses System herausfordern – wie der Irak, Iran oder Venezuela, zum Ziel unserer Umsturzpläne werden.

Komischerweise hängt die Dollar-Vorherrschaft von unserer militärischen Stärke ab und umgekehrt. Solange das Ausland unsere Dollars im Tausch für reale Güter akzeptiert und unseren extravaganten Lebensstil und Militarismus finanziert, kann der Status Quo weiter bestehen, unbeschadet der wachsenden Auslandsschulden und des Zahlungsbilanzdefizits.

Die wirkliche Bedrohung kommt von unseren politischen Gegnern, die uns militärisch zwar nicht die Stirn bieten, aber auf wirtschaftlichem Gebiet herausfordern können. Deswegen wird die neue Herausforderung seitens des Iran für so ernst gehalten. Die eindringlichen Argumente, Iran bedrohe die Sicherheit der USA, sind ebenso plausibel wie die erfundenen Vorwürfe gegen den Irak. Noch leisten diejenigen, welche sich gegen die Irakkrieg engagiert hatten, diesem Marsch in die Konfrontation keinen Widerstand.

Augenscheinlich hat der Hurrapatriotismus der Promotoren des Präventivkriegs die Öffentlichkeit und den Kongress überzeugt. Erst nach Verlusten an Menschenleben und zu hoch gestiegenen Unkosten protestieren die Leute gegen diesen törichten Militarismus.

Befremdlich ist, dass der Kongress und die Leute dem Ruf nach einer völlig unnötigen und gefährlichen Konfrontation mit dem Iran folgen, obwohl der großen Mehrheit das Irak-Desaster wohlbekannt ist.
Aber andererseits: Unser Versagen, Osama bin Laden zu finden und sein Netzwerk zu zerstören, hielt uns auch nicht davon ab, den Irak mit Krieg zu überziehen – ohne jede Verbindung mit 9-11.
Unser Interesse an der Öl-Dollar-Preisbindung hilft bei der Erklärung unserer Bereitschaft, all das zu vergessen und Saddam Hussein wegen seiner Frechheit eine Lektion zu erteilen.

Und wieder einmal ertönt der dringende Ruf nach Sanktionen und Gewaltmaßnahmen gegen den Iran justament zu dem Zeitpunkt, in dem dieses Land eine neue Ölbörse errichten will, auf der Öl in Euro gehandelt werden soll.

Leute zu zwingen, Papiergeld ohne realen Wert zu akzeptieren, klappt nur kurze Zeit. Auf lange Sicht führt das zu ökonomischen Erschütterungen im Inland und weltweit und muss letztlich mit einem Preis bezahlt werden.

Das wirtschaftliche Gesetz, dass ehrlicher Handel eine solide Währung von wirklichem Wert erfordert, kann nicht außer Kraft gesetzt werden. Das Chaos, welches unser 35jähriges, weltweites Experiment mit einer deckungslosen Papierwährung nach sich zieht, wird eine Rückkehr zu einem Geld mit realem Wert erzwingen. Dieser Tag rückt näher, wenn die Erdöl produzierenden Staaten für ihr Öl Gold oder einen vergleichbaren Wertträger anstatt Dollars und Euros verlangen. Je früher, desto besser.

Zitatende:
tommy33 ist offline  
Alt 02.09.2007, 11:45   #456
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die Finanzblase und die engen Verbindungen der Bush- Familie zur Wallstreet

Zitat:

"Jeb Bush, Bruder des US-Präsidenten George W. Bush übernimmt einen Berater-Job bei der US-Investmentbank Lehman Brothers.
Jeb ist auch nicht der erste aus dem Bush-Clan, der sich als Berater versucht. Sowohl sein Vater, der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush als auch sein Bruder, der derzeitige US-Präsident George W. Bush, waren bereits Vorstand der Investmentbank Carlyle. George Bush Sen. ist nach wie vor für Carlyle tätig. Selbst Jebs Großvater war Partner beim börsenotierten Unternehmen Brown Brothers Harriman....."


http://www.diepresse.com/home/wirtsc...chaft/index.do

In Deutschland wurde Carlyle vor allem bekannt, als „Private-Equity“-Gesellschaft.
Übrigens, Salim bin Laden der älteste Halbbruder von Osama bin Laden (1988 verstorben), war als Investor über Firmen wie die Carlyle Group geschäftlich eng mit George Bush sen. verbunden.

oder auch der Enron Skandal

http://www.attac.de/bielefeld/enron.html

http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/enro-j22.shtml

__

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Alt 02.09.2007, 12:29   #457
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Also ist die USA in der Postition die Katze im Eck...

schmeissen die asiaten das geld auf den markt.. so gehen sie unter -- und ein land das nichts mehr zu verlieren hat --- schlägt blind um sich.

Sie wissen wohl das sie nun so oder so verloren haben. Die Gewinner auf langer sicht werden wohl die Asiaten sein.

Ich kann mich gut erinnern als unser Lehrer in der 8 klasse damals im Geschichtsunterricht bei dem Thema Hiroschimabombe erzählte das man andere auch fertig machen kann in dem man versucht die Wirtschaft zu überschwemmen. Das ist nun bittere realität geworden.
Also ist doch das problem schon länger bekannt und nicht erst seit die letzten 5 Jahre.

Ich frage mich an was für lösungen gerade versucht wird zu basteln --
und welche postition hat die Eu ? sie scheinen mir händeringend nach beiden seiten ihre fühler auszufahren um sich dann an den stärkeren zu hängen.
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 02.09.2007, 12:58   #458
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Danke Athene und Wölfin für die Blumen. :O)

Ron Paul redet hier in seinem Artikel den Tommy33 eingestellt hat, Klartext und deswegen ist er auch eine Kultfigur für die Gegner der NeoCons in Amerika.

Vielleicht noch als Nachtrag zu dem Gesagten:

Das der EURO letztlich so stark mit dem Dollar verknüpft ist (90% des Euro sin mittlerweile im Dollarraum investiert), ist DER EIGENTLICHE BESCHISS, der durch dessen Einführung vorgenommen wurde. Wir sehen das dadurch, dass wir diese starke Inflation haben.

Tja, wie soll man in einem System arbeiten wollen, wo der erwirtschaftete Mehrwert nach Amerika fließt, während es hier bei immer mehr Bürgern kaum mehr zum Leben reicht. Vielleicht sollte man einräumen, dass es doch eine Art Verweigerungshaltung bei den Langzeitarbeitslosen gibt. Die würden zwar gerne arbeiten, aber nicht als Sklaven für den Wohlstand von Anderen in Übersee. Es ist ja auch spürbar, dass das auf die Dauer nicht gutgeht. Schade ist es für die Rentner, die so lange gearbeitet haben.

Das Problem für viele Erwerbslosen, die sich gerne auch selbsständig machen würden, liegt darin, dass die natürlich mit selbst erstellten Produkten in dem System (ob in den USA oder bei uns ) nicht mit Auslandsprodukten konkurieren können. Deshalb die Dienstleistungsgesellschaft. Das scheitert aber auch, weil die Reichen schon genug Dienstleistung haben (Übersättigung), während Normalbürger sich gerade vielleicht mal noch die Grunddienstleistungen leisten kann (Ich warte lieber noch ein biß'chen mit dem Haareschneiden). Sogar in einem FAZ-Artikel wurde kürzlich das Konzept der Dienstleistungsgesellschaft in Frage gestellt. Was passiert also: Viele resignieren und legen die Hände in den Schoß.

Bei uns droht dasselbe wie in Amerika, bzw. es ist in vollem Gange:
Eine Abwanderung von Produktion und Industrie ins Ausland. Das Problem dabei ist, dass nach einer gewissen Zeit bei immer mehr Leuten das Know-how für das Verdienen der Brötchen verloren geht. Die Amerikaner bieten uns (oder zumindest gewissen Schichten) ja über diese EURO/DOLLAR-Ehe sozusagen eine Art Teilhabe an der exklusiven Stellung des freizügigen Konsums der Weltgüter über Verschuldung an. Das ist in dieser Endphase aber gefährlich, wenn man davon ausgeht dass das System nicht mehr lange hält.

Das dieses System nur noch zu funktionieren scheint, unter Ausschluss großer Teile der Bevölkerung an der Teilhabe ( in den USA ja schon länger), den Aufbau innenpolitisch totalitärer Strukturen und dem Führen von Angriffskriegen, scheint mir auch Signal dafür zu sein, dass das SO nicht mehr lange hält.



@DEBRA:
Zitat:
zebulon, das hatte ich vorher schon gefragt. Wenn denn die Chinesen (und Saudis) so viel $$ haben, warum nutzen sie es nicht, um z.B. die US als Supermacht zu stürzen? Einfach nur wg. ihrer eigenen Verluste?
Für die Chinesen ist es nicht so einfach, denn die sind ja auch (noch) stark von den USA als Konsumenten abhängig und dazu ist es in China sogar für viele einfache Chinesen Mode geworden, an der Börse mitzuzocken, so dass die ihre Ersparnisse teilweise vielleicht auch schon in diese Gift-Hypotheken und Schuldanleihen stecken haben. Ich habe gelesen, dass die Chinesen auch große Teilhaber an amerikanischen Schatzanleihen sind, die bislang als relativ sicher galten, deren Wert aber durch die völlige Überschuldung der USA bzw. deren Wirtschaftskollaps auch schnell fragwürdig werden kann. Bin mal gespannt, wann diese Schatzanleihen ins Gerede kommen.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

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Alt 02.09.2007, 13:16   #459
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Jenie, Deutschland kommt da nicht raus.
Unsere "Elite" hat rein nur auf das Standbein Export gesetzt, und den noch auf Pump verkauft.
Es wurde versäumt auf ein zweites Standbein=Binnenmarkt zu setzen, höhere Löhne, höhere Renten, höhere Sozialleistungen etc. damit hätte man einen zweiten Markt gehabt, neue Arbeitsplätze geschaffen, aber so ist die Industrie nur auf Export hauptsächlich USA und Dollar ausgerichtet.
Der Untergang ist programmiert
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Alt 02.09.2007, 14:33   #460
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Zitat von tommy33 Beitrag anzeigen
Dieser Tag rückt näher, wenn die Erdöl produzierenden Staaten für ihr Öl Gold oder einen vergleichbaren Wertträger anstatt Dollars und Euros verlangen.

Das versteh ich jetzt nicht. Erst wird gesagt, dass es schon eine Bedrohung ist, wenn Länder nur noch EUR akzeptieren anstatt $$ und nun ist es doch Gold?

Jetzt weiß ich aber immerhin, was mit "Bedrohung für die Sicherheit der USA" wirklich gemeint ist. Ich konnte damals nur mit dem Kopf schütteln, als Blair und Bush behaupteten, der Irak hätte WMDs. Das Schlimmste: Die Amis haben das nachgeplappert wie die Papageien, also wirklich geglaubt.
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Alt 02.09.2007, 15:15   #461
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Zitat:
Das versteh ich jetzt nicht. Erst wird gesagt, dass es schon eine Bedrohung ist, wenn Länder nur noch EUR akzeptieren anstatt $$ und nun ist es doch Gold?
Weil eben die meisten glauben, oder geglaubt haben, der EURO sei eine Alternative zu dem DOLLAR. Wenn das aber nicht der Fall ist und je mehr Menschen fürchten, dass der EURO mit dem Dollar untergeht, desto mehr sehen den EURO nicht mehr als eine sichere Alternative zum DOLLAR und setzen dann stattdessen auf Edelmetalle. Zur Zeit werden ja auch Edelmetalle von Indien, China und anderen östlichen Staaten gekauft wie der Teufel. Der Handel läuft über die Türkei. Ich habe aus dem, was ich so die Tage lese den Eindruck, dass die europäischen und angelsächsischen Länder gezwungen sind, Edelmetalle zu verkaufen, während die "Schwellenländer" das Metall kaufen. Die NAchfrage ist gigantisch. Der Grund warum die Metallpreise noch nicht so stark steigen könnte daran liegen, dass eben durch den erzwungenen Verkauf ( Deflationsspirale ?) der Edelmetallvörräte im Westen, Das Angebot noch relativ hoch ist. Das ändert sich aber bald, wenn hier alles verkauft ist. Dann springt der Kurs hoch.

Man sollte sich klar machen, dass dieser Erkenntnisprozess sich parallel zu dieser Diskussion gerade auch in anderen Foren und bei anderen Menschen abspielt. Wir nehmen gerade an einem dynamischen Prozess teil, bei dem immer mehr Menschen ihr Vertrauen in die Papierwährungen verlieren.
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Alt 02.09.2007, 17:13   #462
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das die auf Edelmetalle zurückgreifen wundert mich nicht, da Bush weiter dafür sorgt, dass der Dollar das teuerste Klopapier der Welt wird.

"Laut Washington Post vom 29.8.07 plant Bush, für das Haushaltsjahr 2008 weitere 50 Mrd. US-Dollar zusätzlich für den Irakkrieg, und das in Ergänzung zum offiziellen Militärhaushalt von 460 US$. Außerdem wird im Weißen Haus an einer weiteren Militärforderung über 147 Mrd. US$ in dieser Sache gearbeitet......"

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn...082801984.html
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Alt 02.09.2007, 17:17   #463
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Das der EURO letztlich so stark mit dem Dollar verknüpft ist (90% des Euro sin mittlerweile im Dollarraum investiert), ist DER EIGENTLICHE BESCHISS, der durch dessen Einführung vorgenommen wurde. Wir sehen das dadurch, dass wir diese starke Inflation haben.
Das macht Sinn, ja. Obwohl ich bisher dachte, wir zahlen die Schulden von manchen Ländern in Europa. War das Warenangebot von griechischen Spezialitäten letztens womöglich aufgezwungen wg. deren Schulden? Essen wir den Griechen möglicherweise ihren Schafskäse weg?

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Das Problem für viele Erwerbslosen, die sich gerne auch selbsständig machen würden, liegt darin, dass die natürlich mit selbst erstellten Produkten in dem System (ob in den USA oder bei uns ) nicht mit Auslandsprodukten konkurieren können. Deshalb die Dienstleistungsgesellschaft.
Das versteh ich aber auch nicht so ganz. Es gibt doch immer Produkte die NUR im Inland hergestellt werden können? Auch die USA exportieren doch unglaublich viele ihrer Produkte (oder zumindest Geschäftssysteme oder Marken). McDoof, Levis, Coca Cola, Mattel, WinDoof, MAC, Design, Gebrauchsmuster, Patente?
"Unser" Knowhow ist doch die der "Erfindungen" ... Waffen, Technik im Allgemeinen, daher ist "Ingenör" doch einer der gefragtesten Berufe?

Ok, die eigentliche Produktion wird ausgelagert, aber die Überwachung bzw. Erfindung findet doch in unseren Ländern statt? Hat Bill Gates nicht Windows "erfunden" und ist somit der reichste Mann der Welt?
Debra ist offline  
Alt 02.09.2007, 17:35   #464
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Als Einwand / Fragestellung:

1.
Die Inflation liegt z. Zt. lediglich bei ca. 2%, also im normalen Rahmen.

2.
Der Goldpreis dümpelt seit langem auf niedrigem Niveau. Stimmt es, dass Asien erheblich in Metalle investiert, ist das eigentlich unverständlich. Der Preis müßte steigen. Von enormen neuen Gold - oder z.B. Kupferfunden ist auch nichts bekannt. Die Nachfrage müßte den Kurs für Metalle steigern - das ist aber definitiv nicht der Fall - eher das Gegenteil.

3.
Die Amis können weiter auf Pump und damit gut leben . Wer soll ihnen das verbieten und mit welchen Mitteln?

In Europa leben allerdings auch 10 % sehr gut und werden - bis auf etwas Schminke - daran durch ihre Büttel in der Politik nichts ändern lassen.

4.
Die Uhr wird nie mehr zurückgestellt. Die das Sagen und das Vermögen haben werden dies nicht zulassen.
Allerdings kennen mittlerweile viele Nichtbesitzende die Gründe, warum sie nichts haben. Ein Trost ist das auch nicht gerade.

Ende der Durchsage.
mostes ist offline  
Alt 02.09.2007, 17:48   #465
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Zitat von mostes Beitrag anzeigen

Die Amis können weiter auf Pump und damit gut leben . Wer soll ihnen das verbieten und mit welchen Mitteln?
Das würde mich auch mal interessieren. Ohne den letzten Satz von Ron Paul hätte ich ja immerhin noch annehmen können, dass die EUR-Zone nur einen Deal mit der OPEC braucht, dann wären die Amis ausgebootet. Natürlich bei gleichzeitiger Aufrüstung hier und Austritt aus der NATO?
Debra ist offline  
Alt 02.09.2007, 20:06   #466
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"Finanzmarktkrise: Steinbrück beruhigt Anleger
Dennoch warnte Steinbrück: "Was wir erleben, ist sehr ernst."
Akteure an den Finanzmärkten und Beobachter forderte Steinbrück auf, sich "sehr verantwortungsbewusst zu verhalten, damit es nicht zu Verunsicherung und Kettenreaktionen kommt".

http://www.finanznachrichten.de/nach...el-8936656.asp


anders sieht es Bush

"Diese Akte des Terrors mögen unsere Wirtschaft belasten, unsere Banken in die Knie zwingen.
Das Böse ist an unsere Küsten gekommen. Es macht sich in unseren Städten und Dörfern breit.
Unser Kampf beginnt jetzt, wir werden nicht ruhen,....."

http://www.finanztreff.de/ftreff/new...ftpolitik.html
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Alt 02.09.2007, 20:19   #467
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Zitat:
Die Inflation liegt z. Zt. lediglich bei ca. 2%, also im normalen Rahmen.
Da schlag' ich mir doch vor Lachen auf die Schenkel. Willst du hier wirklich behaupten, wir hätten eine Inflation von 2% ??? Das ist doch lächerllich. Das mögen ja die offiziellen Zahlen sein. Wie die errechnet werden, das sehen wir ja an dem Warenkorb, der unserem ALGII zugrunde liegt.

Zitat:
Der Goldpreis dümpelt seit langem auf niedrigem Niveau. Stimmt es, dass Asien erheblich in Metalle investiert, ist das eigentlich unverständlich. Der Preis müßte steigen. Von enormen neuen Gold - oder z.B. Kupferfunden ist auch nichts bekannt. Die Nachfrage müßte den Kurs für Metalle steigern - das ist aber definitiv nicht der Fall - eher das Gegenteil.
Wenn du das wissen willst, dann lies' diese beiden Artikel vom Rohstoffanalysten Theodor Butler:

Zurückschlagen

Ein königlicher Beschiss

Das erspart mir lange Schreibarbeiten. Hochaktuell, vom 31.08. der Letzte.

Zitat:
Die Amis können weiter auf Pump und damit gut leben . Wer soll ihnen das verbieten und mit welchen Mitteln?
Wie lange das noch geht, werden wir ja sehen. Die politischen und wirtschaftliche Turbelenzen werden ja immer sichtbarer. Warum das nicht mehr lange gutgeht, da brauchst du nur die von mir übersetzten Artikel in diesem Thread zu lesen, dann ersparst du mir, wieder alles von vorne durchzukauen. Deswegen gibt es ja diesen Thread.

Zitat:
Die Uhr wird nie mehr zurückgestellt. Die das Sagen und das Vermögen haben werden dies nicht zulassen.
Allerdings kennen mittlerweile viele Nichtbesitzende die Gründe, warum sie nichts haben. Ein Trost ist das auch nicht gerade.
Darauf kann man nichts sinnvolles Antworten

Debra hat geschrieben:

Zitat:
Ok, die eigentliche Produktion wird ausgelagert, aber die Überwachung bzw. Erfindung findet doch in unseren Ländern statt? Hat Bill Gates nicht Windows "erfunden" und ist somit der reichste Mann der Welt?
Du beantwortest dir deine Frage schon selbst. Ein paar Ingenieure haben Arbeit, in dem sie an der weiteren Automatiserung arbeiten. Die meisten können sich die neuen Produkte nicht leisten, da sie in dem Konsum- und Einkommenskreislauf außen vor sind, weil die Produktiion ausgelagert ist.

Was nützt dieser eine Superreiche dem Rest der Bevölkerung, vermutlich nichts. Man müsste mal sehen, ob die Menge der Beschäftigten bei MICROSOFT in einem sinnvollen Verhältnis zu dem, durch eine Person gebundenem Vermögen steht.
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Alt 02.09.2007, 21:42   #468
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Zebulon,

ich gehe davon aus, dass du auch keine Zahlen hinsichtlich der wirklichen Inflation hast. Der Warenkorb bei der ALG II - Berechnung beinhaltet keinen Inflationsausgleich - richtig. Weder meinen falschen noch deinen vermuteten.
Aber was hat die Frage nach der Inflationshöhe damit zu tun, ob diese bei ALG II berücksichtigt wird ? Nichts.

Ich bin kein Raptor - allerdings sind Gold- und Kupferpreis in der letzten Zeit eher moderat gesunken und aus meiner beobachtenden Laiensicht keine heftigen Ausschläge zu verzeichnen gewesen. Mir als Kleinanleger wäre auch egal, durch welche Kontrakte der Kurs bestimmt wird. Ich will billig kaufen und teuer verkaufen. Bei einer AG habe ich auch keine Ahnung, ob eine Firma tatsächlich richtig bewertet ist oder nicht. Da kann man nur vermuten und den Rest machen auch hier die Insider unter sich aus.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass "die Amerikaner" nicht aufzuhalten sein werden. Selbst wenn vieles zusammenbricht zahlt der kleine Mann die Zeche und nicht die Vermögenden, was ich ausdrücklich bedaure.

Wie soll denn Einfluß auf die von dir beschriebene Entwicklung genommen werden? Durchführbare und vor allem durchsetzbare ! Vorschläge sind willkommen.
mostes ist offline  
Alt 02.09.2007, 22:01   #469
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Zitat:
Aber was hat die Frage nach der Inflationshöhe damit zu tun, ob diese bei ALG II berücksichtigt wird ? Nichts.
Es geht darum, dass man anhand dieses Warenkorbs erkennen kann, wie solche Statistiken zusammengetürkt werden. Da braucht man nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, dass das ebenso bei der Inflationsrate (da brauche ich nur in meine Brieftasche zu gucken) und vielleicht auch wie von Butler beschrieben, bei den Edelmetallkursen passiert.

Zitat:
Wie soll denn Einfluß auf die von dir beschriebene Entwicklung genommen werden? Durchführbare und vor allem durchsetzbare ! Vorschläge sind willkommen.
Zunächst mal durch Aufklärung. Ein wichtiges Element wäre meiner Meinung nach auch, die Verwaltung seiner Guthaben nicht Banken und Lebensversicherungen zu überlassen, sondern das in die eigene Hände zu nehmen, und zwar möglichst schnell.

Wir wissen doch schon lange, dass die Banken bei dieser Entwicklung (Globalisierung und Sozialabbau) eine Schlüsselrolle spielen.
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Alt 02.09.2007, 22:22   #470
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen

Zunächst mal durch Aufklärung. Ein wichtiges Element wäre meiner Meinung nach auch, die Verwaltung seiner Guthaben nicht Banken und Lebensversicherungen zu überlassen, sondern das in die eigene Hände zu nehmen, und zwar möglichst schnell.

Wir wissen doch schon lange, dass die Banken bei dieser Entwicklung (Globalisierung und Sozialabbau) eine Schlüsselrolle spielen.

Nun, da hast Du schon recht. Aber im Moment wird uns doch eingebleut, Versicherungen abzuschließen, zwecks Vorsorge.
Auch mit den Ingenieuren. Sie sind es doch, die Fortschritt ermöglichen (vor allem medizinisch). Sollen wir die jetzt schassen, oder wie?


PS.: Rotkäppchen, lt. "Bibelexperten" sind Deine Schlussfolgerungen falsch. Aber ich muss nochmal nachfragen. Und ich soll Dich fragen, ob Du "pro-choice" bist. Jedenfalls ist der Drache Satan in der Bibel. Aber es gibt 2. Das 1. war vermutlich Hitler.

PPS: Bruno... wenn Gott zurückkommt auf die Erde, werden wir in Gruppen aufgeteilt.
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Alt 02.09.2007, 22:33   #471
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Zitat von Debra Beitrag anzeigen
PPS: Bruno... wenn Gott zurückkommt auf die Erde, werden wir in Gruppen aufgeteilt.
??? häh - bitte aufklären, weist du etwas, was ich nicht weis - ich habe noch keine feste Reise von der Erde weg geplant und in meinem Temrinkalender steht nirgends, daß ich nach meiner Rückkehr mit anderen Menschen unterschiedliche Gruppen bilde :-)))

Meinst du mit Gott jemadnen der sowieso alles in der Hand hat, und man selbst nichts tun kann/muss und auch nichts ändern kann, weil sowieso alles vorbestimmt ist ? Billige Ausrede für Drückebergerei.
Übrigens, nirgendwo hat Gott selbst die ihm zugeschriebenen Texte signiert - alles über Co-Autoren und da wird zumindest immer etwas verfälscht :-)
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 02.09.2007, 22:38   #472
Debra
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Zitat von Bruno1st Beitrag anzeigen

Meinst du mit Gott jemadnen der sowieso alles in der Hand hat, und man selbst nichts tun kann/muss und auch nichts ändern kann, weil sowieso alles vorbestimmt ist ?

Auf keinen Fall. Im Gegenteil. Aber das ist sehr kompliziert. Ein Fakt ist allerdings, wenn er zurückkommt (und das wird vermutlich NICHT 2016 sein), werden die Gläubigen von den Nicht-Gläubigen getrennt.
Debra ist offline  
Alt 02.09.2007, 22:39   #473
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Zitat:
Nun, da hast Du schon recht. Aber im Moment wird uns doch eingebleut, Versicherungen abzuschließen, zwecks Vorsorge.
Wahrscheinlich überrascht es dich nicht, wenn ich dir sage das ich für mein Handeln nicht als Maßstab nehme, was man versucht den Leuten einzubleuen. Davon sollte man sich meiner Meinung nach unbedingt lösen. Das würde vielleicht auch noch zu den von mostes geforderten "durchführbaren Vorschlägen" gehören.

Ansonsten bin ich aber nicht Jesus. Ich habe kein Sendungsbewusstsein, sondern ich mache das, was ich für mich für richtig halte.

Wenn du also eine Versicherung abschließen möchtest Debra, dann mach' es. Die Infos in diesem Thread dienen dazu, um sich über die aktuelle Situation ein Bild machen zu können und können eine Entscheidungshilfe für weiteres vorgehen sein. Ich stelle diese Sachen ein, weil ich mich zur Zeit zufällig sowieso aus Eigeninteresse damit beschäftige. Ob jemand das für sich nützt, ist seine Sache.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 02.09.2007, 22:46   #474
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Wenn du also eine Versicherung abschließen möchtest Debra, dann mach' es. Die Infos in diesem Thread dienen dazu, um sich über die aktuelle Situation ein Bild machen zu können und können eine Entscheidungshilfe für weiteres vorgehen sein. Ich stelle diese Sachen ein, weil ich mich zur Zeit zufällig sowieso aus Eigeninteresse damit beschäftige. Ob jemand das für sich nützt, ist seine Sache.

Hab nie viele Versicherungen gehabt. Hab mich auf die staatlichen verlassen, nun wird mir das zum Vorwurf gemacht, z.B. von der ARGe. Trotzdem müssen die Profite der Versicherungen ja irgendwo herkommen, und wahrscheinlich stecken sie eben alle drin in den US-Anleihen. Dann wäre sowieso alles weg. Im Prinzip glaube ich, was unsere Generation auch macht, wir werden ziemlich alt aussehen im Rentenalter, wenn wir uns nicht selbst was einfallen lassen.
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Alt 03.09.2007, 00:25   #475
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Zitat:
Im Prinzip glaube ich, was unsere Generation auch macht, wir werden ziemlich alt aussehen im Rentenalter, wenn wir uns nicht selbst was einfallen lassen.
Das sehe ich leider auch so.
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"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

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