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Alt 05.07.2008, 09:40   #4326
Debra
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Debra
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

@zebulon

Ja, das war der Artikel. Ooops, 20% nicht 20 Mio. Trotzdem, das klingt düster. Und wie schade, wie die Gran Canaria verschandelt haben mit diesen Ghetto-Wohnungen. Vielleicht werden die ja wieder abgerissen.
Die Preise für Immobilien in Spanien sind jedenfalls nicht mehr bezahlbar. 100000 für 30m2.

In USA hab ich zwischenzeitlich schon für 12,000 $ Häuser in bester Lage (St. Pete) gesehen. Da ist schon das Grundstück das wert. Eine Bekannte möchte auch gern umziehen nach Florida, aber sie kriegt ihr Haus nicht verkauft.
Debra ist offline  
Alt 05.07.2008, 15:26   #4327
zebulon
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zebulon
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Standard Steinbrück: Renditeinteressen dürfen nicht zu Lasten Vieler gehen

Steinbrück: Renditeinteressen dürfen nicht zu Lasten Vieler gehen

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) warnt vor Verzerrungen an den Kapitalmärkten. Mit Blick auf neue Regeln für Investoren beim Kauf von Unternehmen in Deutschland sagte er der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe), neben den Chancen müssten auch die Risiken der Finanzmärkte beachtet werden. «Renditeinteressen Einzelner dürfen nicht einseitig zu Lasten Vieler, zum Beispiel der Beschäftigten, gehen», betonte der SPD-Politiker mit Blick auf die Aktivitäten von Finanzinvestoren. Genau deshalb sei das Risikobegrenzungsgesetz nötig, das der Bundesrat am Freitag abschließend gebilligt hat.

weiterlesen...

Mal zusammenfassen:

Nachdem Eichel die Heuschrecken zum Brunch eingeladen hat sind diese dann in einem wilden Wirbelwind darüber hergefallen und haben eine Einöde übriggelassen. Nun setzt Steinbrück nach deren knallartigem Verschwinden (die Heuschrecken bekommen die Kredite nicht mehr, die sie für ihre "leveraged buyouts" brauchten) ein Schild hin: "Aber bitte Messer und Gabel benutzen". Hahaha.....
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
zebulon ist offline  
Alt 05.07.2008, 16:19   #4328
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Bruno1st
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat:
ÖFFENTLICHE HAUSHALTE
Höchster Richter fordert Schuldenverbot
Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sieht wegen der riesigen Staatsverschuldung die Leistungsfähigkeit des Rechts- und Sozialstaats in Gefahr. Er hält striktere Vorschriften und eine umfassende Übertragung von Staatsaufgaben in private Hände für nötig.
Quelle und Rest : Öffentliche Haushalte: Höchster Richter fordert Schuldenverbot - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
aha, und was machen die Beamten, wenn die Staatsaufgaben privatisiert wurden ? Brutal gesagt : die fressen dann doch auch weiter und kosten viel Geld - oder sollen sie in die Pension entsorgt werden ? Die Pensionen werden auch aus Steuergeldern bezahlt - also bleibt nur übrig : Beamte werden automatisch und generell zu 0€J erklärt und basta.
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viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
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Alt 05.07.2008, 19:28   #4329
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HartzDieter
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat von Bruno1st Beitrag anzeigen
...
Beamte werden automatisch und generell zu 0€J erklärt und basta.
Schön wärs. Beamte gehen im schlimmsten Fall in Frühpension.
War damals schon so, als die Post privatisiert wurde. Man schickt sie zum Arzt und der stellt automatisch die Unmöglichkeit der Weiterbeschäftigung fest. Achtung, das geht nur bei Beamten, nicht bei Leuten, die Rente erwarten. Letztere sind erst rententauglich, wenn sie mit dem Kopf unterm Arm beim Arzt antreten.
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Auf dem Papier:
Artikel 1 Grundgesetz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR...
und real:
Artikel 1 Grundgesetz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST EINE GELD- UND MACHTFRAGE...

„Wir befinden uns am Anfang einer globalen Umwälzung. Alles, was noch fehlt, ist eine große weltweite Krise, bevor die Nationen die 'Neue Weltordnung' akzeptieren.” (David Rockefeller 2005 auf der Bilderberger-Konferenz in Rottach-Egern)
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Alt 06.07.2008, 10:29   #4330
zebulon
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zebulon
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Standard Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen

Analysepapier von Bridgewater Associates über die Dimension, die die Finanzkrise voraussichtlich noch annehmen wird.

Aus sonntagszeitung.ch:
Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen

US-Studie beziffert Verluste der Finanzinstitute auf 1600 Milliarden Dollar

von MARCO ZANCHI

Wer annimmt, die Misere finde bald ein Ende, der irrt. Geht es um Abschreibungen, Verluste und frisches Eigenkapital, hat die Krise für Banken erst begonnen. Die zu erwartenden Verluste werden sich auf 1600 Milliarden Dollar summieren. Davon sei erst ein Bruchteil an die Oberfläche gekommen. Zu diesem Schluss kommt eine vertrauliche Studie, die der SonntagsZeitung vorliegt.
Das ist aber noch nicht alles. Während Banken ihr Ehrenwort abgeben, kein weiteres Kapital zu benötigen, heisst es im Papier von Bridgewater Associates: «Wir haben grosse Zweifel, dass es den Finanzinstituten gelingen wird, genügend neues Eigenkapital aufzunehmen, um die Verluste zu decken. Das wird die Kreditklemme verschlimmern.»
«Wenn das alles stimmt», sagt Charles Wyplosz, Professor an der Universität Genf, «werden etliche Finanzinstitute Pleite gehen.» Das Analysepapier gilt in Fachkreisen nicht nur wegen seines Inhalts als «hot», sondern auch wegen des Absenders: Bridgewater Associates ist der zweitgrösste Hedge Fund der Welt. Die Köpfe dahinter gelten als brillant, allen voran Ray Dalio, der die Firma vor über dreissig Jahren gegründet hat.
weiterlesen...
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
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das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 06.07.2008, 11:06   #4331
FrankyBoy
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Merkt denn hier niemand was hier gerade geschehen soll? Habe zum höchsten Richter, dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Papier ja schon in früheren Beiträgen meine Meinung geschrieben - Staatsaufgaben in private Hände - was heißt das denn konkret? Hat der ne Macke? Der sollte privatisiert werden!

Zitat:
ÖFFENTLICHE HAUSHALTE
Höchster Richter fordert Schuldenverbot
Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sieht wegen der riesigen Staatsverschuldung die Leistungsfähigkeit des Rechts- und Sozialstaats in Gefahr. Er hält striktere Vorschriften und eine umfassende Übertragung von Staatsaufgaben in private Hände für nötig.
Quelle und Rest : Öffentliche Haushalte: Höchster Richter fordert Schuldenverbot - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten


Dann lesen wir:
Zitat:
Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen
Analysepapier von Bridgewater Associates über die Dimension, die die Finanzkrise voraussichtlich noch annehmen wird.

Aus sonntagszeitung.ch:
Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen

US-Studie beziffert Verluste der Finanzinstitute auf 1600 Milliarden Dollar

von MARCO ZANCHI

Wer annimmt, die Misere finde bald ein Ende, der irrt. Geht es um Abschreibungen, Verluste und frisches Eigenkapital, hat die Krise für Banken erst begonnen. Die zu erwartenden Verluste werden sich auf 1600 Milliarden Dollar summieren. Davon sei erst ein Bruchteil an die Oberfläche gekommen. Zu diesem Schluss kommt eine vertrauliche Studie, die der SonntagsZeitung vorliegt.
Das ist aber noch nicht alles. Während Banken ihr Ehrenwort abgeben, kein weiteres Kapital zu benötigen, heisst es im Papier von Bridgewater Associates: «Wir haben grosse Zweifel, dass es den Finanzinstituten gelingen wird, genügend neues Eigenkapital aufzunehmen, um die Verluste zu decken. Das wird die Kreditklemme verschlimmern.»
«Wenn das alles stimmt», sagt Charles Wyplosz, Professor an der Universität Genf, «werden etliche Finanzinstitute Pleite gehen.» Das Analysepapier gilt in Fachkreisen nicht nur wegen seines Inhalts als «hot», sondern auch wegen des Absenders: Bridgewater Associates ist der zweitgrösste Hedge Fund der Welt. Die Köpfe dahinter gelten als brillant, allen voran Ray Dalio, der die Firma vor über dreissig Jahren gegründet hat.
weiterlesen...

Und einer der Hauptschuldigen dieser Schieflagen erklärt:


Zitat:
Steinbrück: Renditeinteressen dürfen nicht zu Lasten Vieler gehen

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) warnt vor Verzerrungen an den Kapitalmärkten. Mit Blick auf neue Regeln für Investoren beim Kauf von Unternehmen in Deutschland sagte er der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe), neben den Chancen müssten auch die Risiken der Finanzmärkte beachtet werden. «Renditeinteressen Einzelner dürfen nicht einseitig zu Lasten Vieler, zum Beispiel der Beschäftigten, gehen», betonte der SPD-Politiker mit Blick auf die Aktivitäten von Finanzinvestoren. Genau deshalb sei das Risikobegrenzungsgesetz nötig, das der Bundesrat am Freitag abschließend gebilligt hat.

weiterlesen...

Was für eine Politik und Gesellschaftsordnung soll das denn werden? Haben die jetzt vollends ihre grauen Zellen eingebüßt?

Also für mich findet gerade der totale Ausverkauf von Bürgerrechten, Volkseigentum und des politischen- bzw. volkswirtschaftlichen Sachverstandes von Politikmarionetten statt.

Jetzt gehe ich jede Wette ein, dass das die Konzernlobby für sich dahingehend nutzen wird, um weitere Reformen zu fordern nur die gehen dann wieder in die falsche Richtung, gehe, wie geschrieben, jede Wette ein.

Merkwürdig, in einem meiner ersten Beiträge hier, habe ich einmal geschrieben dass ich 160 - 200 Mrd. € Steuergelder (Deutschlandweit), im Zusammenhang mit der Bankenkrise für realistisch halte, hoffentlich habe ich mit der Prognose nicht zu tief gegriffen.

Bin gespannt, was jetzt von denen für Antworten in Sachen Banken-, Energie-, Nahrungsmittel- und der Klimakrise kommen - kann sie mir aber schon vorstellen - wette auch hier, dass wir den Gürtel wieder enger schnallen müssen.

Nachtrag: 200 Mrd. € aus Beitrag 3239 in diesem Thread
http://www.elo-forum.org/news-diskus...nkrise-27.html
FrankyBoy ist offline  
Alt 06.07.2008, 11:10   #4332
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Bruno1st
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Zitat von HartzDieter Beitrag anzeigen
Schön wärs. Beamte gehen im schlimmsten Fall in Frühpension.
War damals schon so, als die Post privatisiert wurde. Man schickt sie zum Arzt und der stellt automatisch die Unmöglichkeit der Weiterbeschäftigung fest. Achtung, das geht nur bei Beamten, nicht bei Leuten, die Rente erwarten. Letztere sind erst rententauglich, wenn sie mit dem Kopf unterm Arm beim Arzt antreten.
oder werden in die Zentrale nach Nürnberg versetzt - wie ich gerade aus Nürnberg erfahren habe (trotz Sonntag), soll diese "Ehrung" dem Direktor der Freiburg Agentur gegen Arbeit widerfahren. Dieser Direktor hatte letztes Jahr seinen Vorgänger abgelöst, der in den Vorruhestand verabschiedet oder heißt das für teures Geld entsorgt wurde ?
Das erklärt nun endlich, wieso er seit März 08 keine Antworten auf meine Briefe gibt. Der hat die vermutlich dort abgelegt, wo auch die verschwundene Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den ARGE Geschäftsführer liegt. Mit diesem Chaos, das alleine beim ir angerichtet wurde, würde man in der freien Wirtschaft mindestens ein Dutzend Direktoren VOR den Hartz-IV Schalter überführen.
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Bruno1st ist offline  
Alt 06.07.2008, 14:30   #4333
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Standard AW: Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Analysepapier von Bridgewater Associates über die Dimension, die die Finanzkrise voraussichtlich noch annehmen wird.

Aus sonntagszeitung.ch:
Die grosse Finanzkrise hat eben erst begonnen

US-Studie beziffert Verluste der Finanzinstitute auf 1600 Milliarden Dollar

von MARCO ZANCHI

Wer annimmt, die Misere finde bald ein Ende, der irrt. Geht es um Abschreibungen, Verluste und frisches Eigenkapital, hat die Krise für Banken erst begonnen. Die zu erwartenden Verluste werden sich auf 1600 Milliarden Dollar summieren. Davon sei erst ein Bruchteil an die Oberfläche gekommen. .......
weiterlesen...
aus dem Link gelesen:

"Falls es den Banken, wie Dalio befürchtet, nicht gelingen wird, genügend frisches Eigenkapital zu mobilisieren, wären sie gezwungen, Vermögenswerte zu veräussern - und zwar in einem Konjunkturabschwung. Das könnte eine klassische Todesspirale nach unten auslösen, da Verkäufe von Vermögenswerten deren Kurse drücken, was wiederum die Bankbilanzen schwächt und weitere Verkäufe nach sich ziehen würde....."



ein Verkauf von Vermögenswerten ist gerade von Merrill Lynch zu lesen:

Zitat:

"Merrill Lynch geht an die Reserven

Unter dem Druck milliardenschwerer Abschreibungen geht die drittgrößte US-Investmentbank Merrill Lynch an ihr Tafelsilber: Laut Medienberichten will sie den bis zu sechs Mrd. Dollar teuren Anteil an der Finanznachrichtenagentur Bloomberg verkaufen.
Die Bank hat in den vergangenen Monaten bereits rund 15 Mrd. Dollar an frischem Kapital aufgenommen und muss nun offenbar auf andere Mittel zurückgreifen, um die Bilanz auszubessern.
Bankchef John Thain hatte in den vergangenen Wochen mehrfach signalisiert, die Abschreibungen durch die Finanzmarktkrise könnten einen Verkauf der Beteiligung notwendig machen. Ebenso könne der zehn Mrd. Dollar schwere Anteil von 49 Prozent an dem Vermögensverwalter BlackRock abgestoßen werden.

Dicker Bloomberg-Anteil Merrill Lynch steigt aus - n-tv.de
__

Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
athene ist offline  
Alt 06.07.2008, 15:05   #4334
zebulon
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zebulon
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Standard Zum Thema: Höchster Richter fordert Schuldenverbot

Letztlich ist es egal ob der Staat Schulden macht, oder privat Schulden gemacht werden. Bei uns führt die Staatsverschuldung in den Staatsbankrott, in Amerika verschulden sich die Konsumenten und die machen dann privat pleite, was dann letztlich zu dieser Katastrophe mit den Zeltstädten führt.

Was Papier da fordert ist also keine Lösung sondern führt nur in amerikanische Verhältnisse. Was ist den da passiert, dass Joe Sixpack sich so verschulden musste ?

Zunächst mal ist es das Lohngefälle gewesen, was dazu geführt hat, dass Industriearbeitsplätze sukzessive aus Amerika nach Asien verlagert wurden. Als Ersatz wollte man die Dienstleistungsgesellschaft einführen. Das hat aber irgendwie nicht geklappt bzw. ist zu unsicher, da im Fall einer gedämpften Konjunktur auf viele Dienstleistungen verzichtet wird, die man nicht unbedingt braucht. Dadurch können sich tendenziell in einer Dienstleistungsgesellschaft kleine wirtschaftliche Magenverstimmungen schnell zu größeren Krisen durchschlagen. Je mehr von Dienstleistsjobs abhängig, desto unstabiler. Eine Gesellschaft braucht ein bestimmtes Fundament an sicherer Beschäftigung, würde ich meinen.

Als das in die Hose zu gehen drohte, hat man in den USA "Joe Sixpack" einfach mehr Kreditspielraum eingeräumt. Ein sozialen Netz wie bei uns fehlte bzw. war auch nicht erwünscht. Die dabei bewillitgen Kredite wurden fein geschrotet unter die anderen Finanzassets gemischt und den Kreditgebern "zugefüttert", die davon grob gesagt bis zum Sommer 2007 nichts gemerkt haben. Peng - Die Kreditkrise war geboren. Die Hypothekenkrise war dabei nur der offensichtlichste Teil, der Beginn. Der Wallstreet-Industrie und den Investment-Banken, die dabei die handwerkliche Arbeit geleistet haben, ging es dabei gar nicht sosehr darum die Kreditnehmer zu überzeugen (die nehmen gern Kredite auf, wenn keine oder nicht ausreichend alternativen Einkunftsquellen zur Verfügung stehen. Würde jeder von uns tun, bevor er verarmt oder hungert) sondern es ging darum, die Kreditgeber zu täuschen. Die sollten glauben, sie hätten mit dem Kauf dieser Kreditverbriefungen eine lukrative, dauerhaft sprudelnde Renditequelle. (Irgendwie gönne ich denen das)

Man könnte meinen, wenn Papier oder auch andere Führer aus Politik und Wirtschaft nun die Schuldenverlagerung in den privaten Bereich fordern, sie wären im Prinzip bereit, die Fehler der US-Sozial- und Wirtschaftspolitik zu wiederholen, die geradewegs in eine Katastrophe geführt haben. Aber ganz so ist es nicht. Bei uns bekommt "Jürgen Sechserpack" natürlich niemals diese Kredite eingeräumt. Stattdessen gibt es Zwangsarbeit zu Niedrig- oder Nullöhnen und einen totalitären Staat. Obwohl man den in USA auch hat, nebst hoher Staatsverschuldung, zusätzlich zur Privatverschuldung.

Letztlich wurde aber falsch globalisiert, da die Großkapital-Halter als Akteure der Globalisiserung rücksichtslos bei der Festlegung der "Spielregeln" der Globalisierung, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt haben.
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

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Alt 06.07.2008, 15:27   #4335
Debra
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Debra
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Standard AW: Zum Thema: Höchster Richter fordert Schuldenverbot

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen

Man könnte meinen, wenn Papier oder auch andere Führer aus Politik und Wirtschaft nun die Schuldenverlagerung in den privaten Bereich fordern, sie wären im Prinzip bereit, die Fehler der US-Sozial- und Wirtschaftspolitik zu wiederholen, die geradewegs in eine Katastrophe geführt haben. Aber ganz so ist es nicht. Bei uns bekommt "Jürgen Sechserpack" natürlich niemals diese Kredite eingeräumt. Stattdessen gibt es Zwangsarbeit zu Niedrig- oder Nullöhnen und einen totalitären Staat. Obwohl man den in USA auch hat, nebst hoher Staatsverschuldung, zusätzlich zur Privatverschuldung.

Letztlich wurde aber falsch globalisiert, da die Großkapital-Halter als Akteure der Globalisiserung rücksichtslos bei der Festlegung der "Spielregeln" der Globalisierung, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt haben.
Hmm... hmmm... hhmmm... das ist es ja gerade. Eigentlich bluten doch jetzt die Reichen, wenn die Armen ihre Schulden nicht mehr zahlen können (in USA, aber auch Europa)... klar hat man ihnen märchenhafte Renditen versprochen, aber so ist das doch mit allem, was man verkaufen will, oder? *gg*
Eigentlich ist nichts falsch daran, dass das Groß-Kapital Geld verliert. Das ist dann sozusagen auch eine Zahlung an die Armen.
Aber Du hast recht, hier gibt es natürlich keine solchen Kredite an Arme. Und Zwangsarbeit scheint auch nur eine deutsche "Errungenschaft" zu sein. Vielleicht hat man D gezielt als Experimentierfeld ausgesucht. So nach dem Motto: Die alten Nazis in D werden das schon schaukeln. Und die Deutschen mucksen sich ja eh nicht und sind Sklaverei gewohnt, besonders nach der Wiedervereinigung.
Debra ist offline  
Alt 06.07.2008, 15:29   #4336
FrankyBoy
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Standard AW: Zum Thema: Höchster Richter fordert Schuldenverbot

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Man könnte meinen, wenn Papier oder auch andere Führer aus Politik und Wirtschaft nun die Schuldenverlagerung in den privaten Bereich fordern, sie wären im Prinzip bereit, die Fehler der US-Sozial- und Wirtschaftspolitik zu wiederholen, die geradewegs in eine Katastrophe geführt haben. Aber ganz so ist es nicht. Bei uns bekommt "Jürgen Sechserpack" natürlich niemals diese Kredite eingeräumt. Stattdessen gibt es Zwangsarbeit zu Niedrig- oder Nullöhnen und einen totalitären Staat. Obwohl man den in USA auch hat, nebst hoher Staatsverschuldung, zusätzlich zur Privatverschuldung.

Letztlich wurde aber falsch globalisiert, da die Großkapital-Halter als Akteure der Globalisiserung rücksichtslos bei der Festlegung der "Spielregeln" der Globalisierung, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt haben.
Deine letzten beiden Zeilen kann ich wirklich nur unterschreiben; ich glaube kaum, dass ein Herr Papier überhaupt den Durchblick hat der nötig wäre und der ist meiner Meinung nach genau so von der Großkonzernlobby indoktriniert wie auch alle Namhaften Politiker von CDU/CSU, FDP und SPD - wie das mit den Grünen aussieht vermag ich derzeit nicht abschließend zu beurteilen.

Die kommende Woche wird zeigen, welche Gedankengänge jetzt einsetzen werden.
FrankyBoy ist offline  
Alt 06.07.2008, 16:12   #4337
zebulon
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Debra schrieb:
Zitat:
klar hat man ihnen märchenhafte Renditen versprochen, aber so ist das doch mit allem, was man verkaufen will, oder? *gg*
Eigentlich ist nichts falsch daran, dass das Groß-Kapital Geld verliert.
Das Problem damit ist glaube ich noch nicht mal der Rendite-Ausfall, sondern dass die Reichen / Spekulanten oder reichen Spekulanten diese Verbriefungen wiederum als Hebel für noch riskantere Spekulationen benutzt haben. Damit haben sie vermutlich ihren eigene Kreditspielraum um ein Vielfaches erhöhen können, vor allem auch über die Banken, die da mitgespielt oder das organisiert haben. Das ist dann wie ein Turmbau zu Babel. Man hatte eben nur geglaubt, der Zement sei besser als der, der in der Wirtschaftskrise der 30er Jahre benutzt wurde. Dann hat man munter höher gebaut. Jetzt stürzt es halt eben später zusammen als damals, aber dafür um so heftiger. Hätte man diese Kreditblase in Wertschöpfung für das Allgemeinwohl gesteckt, dann hätten wir jetzt wenigstens was davon. Selbst wenn es bei der großen Masse in den Konsum (sicherlich auch fragwürdig) oder in Bildung für alle geflossen wäre, hätten wir jetzt einen Mehrwert.

Jetzt haben wir nichts, nur einen Haufen Verbrecher und eine Regierung, die alles opfert um die zu decken (vermutlich weil die Verbrecher in der Regierung stecken) und HartzIV natürlich.
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Alt 06.07.2008, 20:49   #4338
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Standard Bombe im Banken-Sektor!?

Weitere Informationen zur Lage aus dem "dasGelbeForum":

Zitat:
Aus Sicht von Smart Investor deutet vieles darauf hin, dass sich in den nächsten Monaten im europäischen Banken-Sektor eine Katastrophe abspielen wird.
(...)

Warum Gefahr für Europa?
Was also ist der Grund für uns zu prognostizieren, dass die europäische Bankenszene demnächst massiv von der „amerikanischen“ Finanzkrise erwischt werden wird? Hierzu gibt es eine Argumentationskette, welche nachfolgend erläutert wird.

1. Schwache Eigenkapitalbasis
Zunächst einmal ist hier die fast durchgängig überaus schwache Eigenkapitalbasis der europäischen Großbanken zu nennen. Wie im Beitrag „Ein Hauch von Nichts“ ab S. 6 in Abb. 6 aufgezeigt wird, sind es vor allem die europäischen Banken, welche mit EK-Quoten von oftmals unter 2% aufwarten, wohingegen die großen angelsächsischen Häuser wie Citigroup oder HSBC eine relativ komfortable Eigenmittelausstattung aufweisen. Aus Abb. 4 im selben Artikel geht zudem hervor, dass sich die EK-Quoten großer deutscher Banken im Verlauf des ersten Quartals 2008 nochmals deutlich reduziert haben. Dies ist einerseits auf erzielte Verluste und andererseits auf teilweise ausgeweitete Bilanzsummen zurückzuführen, was beides wiederum die schwelende Finanzkrise zur Ursache hat. Mittlerweile baut beispielsweise die Deutsche Bank auf 1 EUR Eigenkapital ein Geschäftsvolumen von 64 EUR auf (EK-Quote: 1,56%). Mit einer Bilanzstruktur, die mit solch heißer Nadel gestrickt ist, in eine Krise wie die momentane zu fahren, muss aus Sicht eines vorsichtigen Kaufmanns, gelinde gesagt, als recht riskant und, unverblümt gesagt, als verantwortungslos bezeichnet werden. Was sich Vorstand Josef Ackermann, der doch so gerne die Vorbildfunktion der Manager hervorhebt, dabei gedacht haben muss, erschließt sich uns nicht. Denn Fakt ist: Je niedriger die Eigenkapitalbasis, desto geringer ist der Puffer, um eventuelle Verluste abzufangen, und desto größer ist die Gefahr, bei erzielten Verlusten das Geschäftsvolumen herunterfahren bzw. bei tiefen Börsenkursen Vermögensgegenstände liquidieren zu müssen. Herr Ackermann, ist Ihnen das klar?!

... wie skrupelos muss man sein, um nachts dann noch schlafen zu können ?

2. Das Monoline-Drama
Die in den letzten Monaten im Kurs so unter Druck geratenen Derivate-Strukturen wurden in der Regel bei Anleihenversicherern, sogenannten Monolines, versichert, um gute Ratings zu erhalten. Im Zuge der Krise kamen jedoch die Monolines wie MBIA und Ambac in die Bredouille, da sie in immer mehr Schadensfällen einspringen müssen. Folglich sind auch die Garantien, die durch Monolines gegeben wurden, weniger werthaltig, und so gehen die Ratings dieser Anleiheversicherer selbst in den Keller. Nach Meinung von Experten dürften die amerikanischen Banken diese gestiegenen Ausfallrisiken in ihren Bilanzen mittlerweile stark berücksichtigt haben, wohingegen dies bei europäischen Instituten nicht der Fall sein soll. Dies wiederum könnte Ausdruck dessen sein, dass die europäischen Institute, wie unter Punkt 1 erläutert, eben weit weniger „verlust-fähig“ sind als ihre Pendants jenseits des Atlantiks und man sich daher hier bisher eher scheute, notwendige Abschreibungen vorzunehmen. Konkret: Sollten die europäischen Banken genötigt sein, diese gestiegenen Risiken aus den Monolines-Abstufungen in ihren Bilanzen zu berücksichtigen, so wären Abschreibungen notwendig, welche das eine oder andere Institut durchaus in Bedrängnis bringen könnten. Auf den Punkt gebracht: Ausgerechnet die europäischen Banken, welche hinsichtlich ihrer Bilanzstrukturen ohnehin bis auf das Äußerste angespannt sind, haben große schwelende Risiken noch nicht berücksichtigt!

3. Einseitige Abhängigkeit
Laut Bericht für das erste Quartal der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) existiert derzeit ein dramatisches Gefälle zwischen den Refinanzierungsbedingungen amerikanischer und europäischer Geschäftsbanken. Demnach haben europäische Häuser ihren Dollarbedarf in den letzten Jahren massiv über amerikanische Geschäftsbanken gedeckt, welche sich leicht bei der Fed refinanzieren konnten. Letztere Möglichkeit besteht jedoch für die Europäer nicht. Im Zuge der Finanzmarktkrise sind die US-Banken nun nicht mehr bereit, Liquidität im großen Stile über den Ozean zu schicken. Nur so sei es laut Fachleuten zu erklären, dass der Londoner Interbankensatz (LIBOR) trotz der Zinssenkungen der Fed so hoch geblieben ist. Konkret: Die europäischen Geschäftsbanken stehen bei ihren amerikanischen Pendants per Saldo mit einigen 100 Mrd. USD in der Schuld, und sie haben derzeit keine Möglichkeit, diese zu vernünftigen Bedingungen zu begleichen, geschweige denn neuen Dollar-Liquiditätsbedarf zu stillen. Theoretisch könnte von dieser Seite Gefahr drohen, könnten doch US-Banken versuchen, noch größeren Druck auf die EZB bzw. die Regulierungsbehörden (z. B. BaFin) auszuüben, und sogenannte Stresstests erzwingen.

4. Stresstests
Stresstests können von Regulierungsbehörden von den Finanzinstituten in ihrem Zuständigkeitsbereich eingefordert werden. Demnach wird die Risikotragfähigkeit einer Bank in verschiedenen Extremszenarien simuliert. Und dabei kann es in stark fallenden Märkten speziell für Banken notwendig werden, Vermögensgegenstände zu liquidieren, um weiter geschäftsfähig zu bleiben. Dummerweise würde diese Liquidation dann aber zu recht tiefen Marktpreisen geschehen. Und zudem würden die erzwungenen Verkäufe noch weitere Kursrutsche erzeugen. In der Theorie klingt dies nach Harakiri, in der Praxis wurde dies schon einmal in die Tat umgesetzt. Nämlich Ende 2002/Anfang 2003, als die deutsche Versicherungswirtschaft (v. a. Allianz und Münchner Rück) im Zuge des damaligen Crashs gezwungen wurde, ihre enormen Aktienbestände aufzulösen. Dies geschah damals in der Nähe der Tiefkurse bei unter 3.000 DAX-Punkten. Ein ähnliches Schicksal könnte in den kommenden Monaten die deutsche bzw. europäische Bankenlandschaft ereilen. Man wäre dann gezwungen, die verbrieften Finanzstrukturen (z. B. ABS, MBS, CDOs usw.) bei den jetzigen Tiefkursen auf den Markt zu werfen. Kaum auszudenken, welch niedrige Preise dann erzielt werden würden. Dies würde zu nochmals dramatischen Verlusten bei den Banken führen. Aber wie gesagt: Die europäischen Banken sind nicht mehr fähig, nochmals Verluste in großem Stile hinzunehmen (siehe Punkt 1).

Hyänen in Lauerstellung
In den letzten Monaten wurden von den großen Investmenthäusern große Hedgefonds gegründet, welche von der derzeitigen Finanzkrise profitieren sollen, indem sie Not leidenden Marktteilnehmern ihre verunglückten Finanzprodukte abkaufen. Allen voran sind hier als Initiatoren Goldman Sachs und JPMorgan zu nennen, welche ja schon große Nummern im Verbriefungsgeschäft waren. Wie sich die Kreise oft schließen! Dabei versteht sich von selbst, dass diese Fonds ihre Akquisitionen zu möglichst niedrigen Kursen tätigen wollen. Das genaue Volumen, mit welchem diese Hedgefonds ausgestattet sind, ist kaum zu ermitteln. In Fachkreisen geht man jedoch davon aus, dass es in Summe weit mehr als 100 Mrd. USD sein könnten. Und es ist zu vermuten, dass der größte Teil dieses Volumens noch nicht investiert wurde, da noch keine nennenswerten Berichte hierzu vorliegen. Dies kann nur zwei Gründe haben. Entweder sind die potenziellen Verkäufer (z. B. Banken) nicht bereit, auf den derzeit niedrigen Preisniveaus, die momentan in der Regel nicht anhand von zustande gekommenen Geschäften, sondern anhand von mathematischen Modellen errechnet werden, zu verkaufen. Oder aber die potenziellen Käufer (Hedgefonds) sind auf dem momentanen Preisniveau nicht gewillt einzusteigen. Fast erinnert deren Situation an Hyänen in der Savanne, welche darauf warten, dass ein potenzielles Beutetier eine Schwäche zeigt, um dann gezielt zuzuschlagen. Hyänen haben es im Gespür, wann es sich lohnt zu warten.

Die Börsen
Die Aktienmärkte gaben in den letzten vier Wochen weiter deutlich ab, insbesondere die Finanztitel zogen die großen Indizes abwärts. Der Chart unten verdeutlicht das ganze Drama recht anschaulich. Im oberen Teil der Graphik ist der EuroStoxx Banken-Index während der letzten acht Jahre zu sehen, und darunter seine relative Entwicklung gegenüber dem EuroStoxx-Gesamt-Index. Einerseits verdeutlicht diese Graphik, dass die Banken bis Mitte 2007 permanent Outperformer waren. Dies war ihnen offensichtlich möglich, indem sie ihre Geschäftsvolumina immer weiter ausdehnten und damit immer mehr Risiken in die Bücher nahmen. Folge: Die Gewinne stiegen und damit die Aktien. Ab Mitte 2007 ist dann mit der Subprimekrise jedoch der Risikofall eingetreten. Dass die Banken seither wie Steine fallen, zeigt uns, dass die Bombe, die in diesem Bereich laut obigen Überlegungen zu vermuten ist, noch nicht hochgegangen ist. Auch rein charttechnisch lässt sich aus unserer Sicht ebenfalls noch keine Beendigung des aktuellen Dramas erkennen. Wir halten demnach weiterhin an unserem bearishen Ausblick für die kommenden Monate fest.

Als zusätzliche Belastungsfaktoren in den nächsten Monaten sind die wieder aufkeimenden Unsicherheiten im Hinblick auf Iran zu sehen sowie ein eventuell heftiger Schlagabtausch der beiden Präsidentschaftskandidaten in den USA, im Zuge dessen auch die Erwartungen der Marktteilnehmer einen Dämpfer erhalten könnten (S. 24). Natürlich sind ebenso der kaum zu bremsende Ölpreisanstieg und der damit einhergehende Teuerungsanstieg als Gefahr zu sehen. Damit könnte sich die EZB im Juli genötigt sehen, den Zins nach oben zu setzen und damit einen Einbruch an den Börsen auszulösen bzw. den jetzigen zu verstärken. Übrigens: Fast genau vor 16 Jahren, im Juli 1992, erhöhte die damalige Bundesbank auch die Zinsen in einer Situation, in der die Wirtschaft dafür nicht mehr reif war. Die Folge war ein DAX-Einbruch um etwa 20% in drei Monaten.

Fazit
Wohin wir auch derzeit blicken: Wir können trotz der inzwischen schon stark gefallenen Börsen immer noch fast nur Gefahren erkennen. Die größte Gefahr ist dabei aus unserer Sicht die Bombe im Banken-Sektor, da diese noch nicht gebührend eingepreist ist. Klar, die Bankenkurse sind mittlerweile stark gefallen. So hat sich z. B. der Wert der Deutsche Bank-Aktie innerhalb von zwölf Monaten in etwa halbiert. Sollte das hier dargestellte Szenario auch nur annähernd Realität werden, dann muss aber sicherlich mit einer nochmaligen Halbierung gerechnet werden – mit den dementsprechenden Folgen für den DAX. Vor diesem Hintergrund halten wir es für angebracht, sich weiterhin in Zurückhaltung an den Börsen zu üben und vor allem von Finanztiteln die Finger zu lassen. Eingefleischte Bullen dürften einen wahren Ritt auf einem wild gewordenen und unzähmbaren Bären erleben.
Ralf Flierl

Ja, das Eis wird immer dünner in der BRD, Politik und Demokratie sind leere Hülsen. Wie war es seit jeher in den Epochen, nach der Klassik kommt die Dekadenz und damit der Zerfall und der Untergang.
Vor mehr als 8 Jahren hatte ich noch ein einigermaßen "glückliches" Bild meines Lebens und des Alterns. Das wir nun in einer Talsohle einer Epoche angekommen sind hätte ich lieber nur aus dem Geschichtsbuch erfahren wollen, aber nun ist es bittere Wirklichkeit.
Zumindest doch die Mitdiskutanten hatten einige Jahre den Zerfall langsam realisieren zu können. Andere verfielen in Illusionen.
Wehe aber denen, die dies in Bruchteilen von Tagen begreifen sollen.
Da liegt ein riesen Potential unkontrollierbarer Anarchie.
Das sind dann auch die "wunden Stellen", über die man uns in "Schach" halten wird. Ich mache mir länger schon Gedanken, ob und wie es möglich sein wird, eine gewisse Ruhe in die Reihen zu bekommen.

Aber alles in Allem, ich kann mir nur schwer Zustände wie '29 vorstellen.
 
Alt 06.07.2008, 21:34   #4339
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Fleet schrieb:
Zitat:
Aber alles in Allem, ich kann mir nur schwer Zustände wie '29 vorstellen.
Vorstellen kann man es sich nicht. Das heißt aber nicht, dass es nicht Realität wird.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 06.07.2008, 21:56   #4340
Curt The Cat
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Fleet schrieb:
Zitat:
Aber alles in Allem, ich kann mir nur schwer Zustände wie '29 vorstellen.
Vorstellen kann man es sich nicht. Das heißt aber nicht, dass es nicht Realität wird.
Alles was man sich vorstellen kann, ist auf dem besten Weg, Realität zu werden...*

*meine persönliche Meinung...



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Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


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Alt 06.07.2008, 23:10   #4341
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In dem Fall ja sogar das Unvorstellbare
__

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Alt 07.07.2008, 08:03   #4342
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Insolvenzantrag in Arbeit
Aufmüpfige IKB-Aktionäre

.............wollen mehrere Anlegeranwälte Anfang der Woche einen Insolvenzantrag gegen das Institut stellen.

Demnach wird dem IKB-Vorstand vorgeworfen, die Lage des Unternehmens falsch darzustellen.

Insolvenzantrag in Arbeit Aufmüpfige IKB-Aktionäre - n-tv.de

Kleinaktionäre drohen IKB mit Insolvenzantrag

Kleinaktionäre sind richtig sauer auf die Mittelstandsbank IKB und drohen der Bank mit einem Insolvenzantrag. Das Management spricht von "Schutzgelderpressung".
Die von massiven Kursverlusten frustrierten Anteilseigner werfen dem Vorstand vor, die Lage des Instituts zu beschönigen. ..........

Vor Gericht legen die IKB-Anwälte nun noch einmal nach: Sollte die Kapitalerhöhung platzen, wäre die Mittelstandsbank „nach aktueller Liquiditätsvorschau bereits im August 2008 insolvent“, heißt es in der Argumentation der Juristen...........

Bankenkrise: Kleinaktionäre drohen IKB mit Insolvenzantrag - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
__

Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit dem was in uns liegt.
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Alt 07.07.2008, 08:33   #4343
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Zitat:
nach aktueller Liquiditätsvorschau bereits im August 2008 insolvent“, heißt es in der Argumentation der Juristen...........
soll wohl August 2007 heißen.

Debra schrieb:
Zitat:
Eigentlich ist nichts falsch daran, dass das Groß-Kapital Geld verliert. Das ist dann sozusagen auch eine Zahlung an die Armen.
Das sind nicht nur oder sogar weniger die Reichen, die da Geld verlieren, sondern es betrifft auch die Altersvorsorgen und Lebensversicherungen, die ja teilweise auch da investiert sind. Außerdem wird letztlich über die Inflation das Minus abgebaut, so dass durch die Preissteigerungen alle erworbenen Ansprüche an Wert verlieren. Darunter leiden Alle, und es würgt die Wrtschaft ab.
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Alt 07.07.2008, 09:16   #4344
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
soll wohl August 2007 heißen.
2008 stimmt schon - denn für da ist ja die Kapitalerhöhung geplant und wenn die baden geht, stimmt das Verhältnis "Eigenkapital - Schulden" nicht mehr und das war's dann automatisch, bzw. mit Insolvenzverschleppung etwas später.
Das diese Kapitalerhöhung meiner Meinung nur eine versteckte Subvention ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Kleinaktionäre werden abgebügelt und die Großen saugen die IKB weiter aus.. Denn Kapitalerhöhung heißt ja auch - es dürfen mehr Kredite aufgenommen werden. Und wofür braucht man die ? Zuerst einmal um irgendwelche Studien, usw. zu finanzieren und vor allem um die Berater für die Kapitalerhöhung und vorher auszuzahlen. Man könnte auch von Geldabschöpfung sprchen.
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viele grüße bruno (human being uLtd.)
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Alt 07.07.2008, 12:02   #4345
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Ja, stimmt. Es heißt ja auch Liquiditäts"vorschau".

Ja, Geldabschöpfung für die Vorstände, die Aktionäre gucken in die Röhre.
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Alt 07.07.2008, 16:59   #4346
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Standard Die BIZ warnt !

BIZ warnt: Schlimme Folgen der Spaltung der G8-Zentralbanken

Zitat:
Es sieht so aus, als würden sich die fatalen Fehler der Zentralbanken in der Zeit von 1929 bis 1931, die damals dazu führten, dass sich eine Wirtschaftskrise und Rezession zu einer fast zehn Jahre währenden weltweiten Depression verschlimmerte, in fast identischer Weise wiederholen: die »Federal Reserve« der USA und die Europäische Zentralbank gehen verschiedene politische Wege im Umgang mit der heutigen wirtschaftlichen Realität. Die »Fed« unter Bernanke war zwar in den letzten Wochen um eine gewisse Rhetorik bemüht, um den »Dollar starkzureden«, ihr ist aber durchaus bewusst, dass sie die Zinsraten extrem niedrig halten muss, wenn sie keine neue Bankrottwelle und eine Welle neuer Zwangsversteigerungen von Eigenheimen in der depressionsgebeutelten Wirtschaft riskieren will. Im Gegensatz dazu scheint Trichets EZB enschlossen, durch das schlimmste Mittel, das man sich in der heutigen Zeit vorstellen kann, die »Inflation zu bekämpfen« – nämlich die Zinsraten genau zu dem Zeitpunkt zu erhöhen, wo die EU-Wirtschaft auf der Kippe steht und sich einige Mitgliedsländer, insbesondere Spanien und Italien, de facto bereits in einer Depression befinden.

Zentralbankiers der BIZ schlagen Alarm
In den letzten Monaten habe ich an dieser Stelle regelmäßig betont, dass die jetzige weltweite Finanzkrise und die daraus folgende Wirtschaftsrezession und Depression qualitativ anders und viel schwerwiegender sein werden als jede ähnliche Krise der letzten 150 Jahre. In ihrem jüngsten Jahresbericht hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, die Organisation der wichtigsten Zentralbanken der Welt, die vor allem die gemeinsame Sicht der europäischen Zentralbanken wiedergibt, die heutige Krise mit den schweren Erschütterungen der Weltfinanzordnung verglichen, die bis in die Zeit der Großen Depression in England zurückreichen, die mit einer Bankenkrise 1873 begann und bis 1896 andauerte.

alles lesen ...
 
Alt 07.07.2008, 19:20   #4347
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Diese Artikel im _ sind echt gut. Noch eine Anmerkung zu diesem Thema:

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Artikel über den Vergleich der Weltwirtschaftskrise 1929 und der heutigen Bankenkrise gelesen. Ein Chart war dabei, in dem die Charts der Aktienentwicklung von damals und heute quasi deckungsgleich übereinandergelegt worden waren. Was soll ich sagen: Fast identische Verläufe mit minimalsten Abweichungen. Daraus schließt man dann schon, dass wir eine Neuauflage dieser Katatstrophe bekommen, vermutlich Aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte, der vernetzteren globalen Wirtschaft und stärker miteinander korrespondierenden Währungen (flexible Wechselkurse) von den Auswirkungen her erheblich schlimmer. Hoffentlich liegt das Epizentrum dieser Katastrophe nicht wieder in Europa wie letztesmal. Ich würde aber eher vermuten dass das diesesmal der nahe/mittlere Osten, Israel oder auch die USA sein könnte.

Schade, das ich diesen Artikel nicht mehr finde
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Alt 07.07.2008, 22:04   #4348
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Jo Zebulon, ähnlich sehe ich das auch.
Ich denke, dass es sich für Europa sicherlich über die neuen Beitrittsländer zusammenziehen wird. Die USA, in Klammern Israel, hier liegt zwar die Ursache, werden weniger im Fokus liegen, obwohl gerade in den USA die Ursache liegt.
Europa macht die gleichen Fehler, wie damals die Kanzlerschaft, haben wirklich nichts gelernt. Für mich hat die USA ihre Dekadenz stets "on abroad", also im Ausland ausgelebt.

Der Börsenkrach an der New Yorker Börse vom Oktober 1929 war die Folge von Überproduktion und kreditfinanzierter Massenspekulation.
"Da die Börsenkurse nicht die wirtschaftliche Entwicklung wiedergeben, sondern aus spekulativen Gründen oft entgegengesetzte Trends zeigen, ist es wichtig, sich die Entwicklung der industriellen Produktion genauer anzusehen." Das gilt damals, wie heute.

Die deutsche Bankenkrise kennzeichnete den Beginn des zweiten Teils der Wirtschaftskrise, den Beginn der „Hyperdeflation“. Sie hatte zwei Ursachen. Durch gegenseitige Konkurrenz, durch feindliche Übernahmen kleinerer Banken und aufgrund spekulativer Wertpapier- und Warengeschäfte hatten die großen Banken 1925 wieder das Geschäftsvolumen von 1914 erlangt. Sie waren zwar auf Expansion ausgerichtet, aber durch Eigenkapital und liquide Mittel schlecht dafür gerüstet. Hätten sie ihr Eigenkapital mit geringeren Dividendenzahlungen aufgestockt und wären weitere Aktien herausgegeben worden, wäre die Differenz beider Größen zu der Summe der Kreditoren bei weitem nicht so groß geworden. Hinzu kam die Instabilität des internationalen Kreditmarktes.

(...)


Der damalige Reichskanzler Brüning hatte immer versucht, der Bevölkerung die Ursachen der Wirtschaftskrise und seine Lösung klarzumachen. Dabei erklärte er, dass die getroffenen Regierungsentscheidungen zu einer Wiedergenesung der deutschen Wirtschaft führen würden, aber nur, wenn die Bevölkerung die daraus resultierenden Härten mit Geduld ertrüge.

Ist klar, man, Hartz IV ist eben überall, subtil, welche neuen Gewande die Methodik erhält.
 
Alt 07.07.2008, 22:17   #4349
neugierhoch10->Emailproblem
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neugierhoch10
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Finanz-Monopoly: Deutsche Banken-Zwerge drohen den Anschluss zu verlieren


Eine McKinsey-Studie zeigt: Die Zukunft gehört den globalen Finanzgiganten. Demnach entstehen in der Bankenbranche in den kommenden Jahren riesige Geldkonzerne. Die deutschen Institute könnten dabei das Nachsehen haben.

Finanz-Monopoly: Deutsche Banken-Zwerge drohen den Anschluss zu verlieren - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
neugierhoch10 ist offline  
Alt 07.07.2008, 22:32   #4350
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Standard AW: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise

Diese Kampagne ist doch voll die Lachnummer.

Zitat von aus dem Artikel
"Da muss dringend was passieren", sagt Bankenexperte Wolfgang Gerke zu SPIEGEL ONLINE. Die Geldinstitute der Bundesrepublik müssten sich untereinander zusammenschließen, fordern wie er viele Experten. Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erklärt im "Welt"-Interview offen, eine Konsolidierung "wäre sicher im Interesse Deutschlands". Doch Ackermann sagt auch: Das Umfeld "ist schwierig."
Klar Joe, was wird auch anderes übrigbleiben aus den Ruinen der Banken der BRD überhaupt noch was zu bewerkstelligen. Es ist erstaunlich, welche "Weitsicht" da oben doch vorhanden ist, so dass "rechtzeitig" solche medialen Auftritte inzeniert werden können.

Zitat von aus dem Artikel
Die Deutschen Banken tun sich da laut Gerke noch ein bisschen schwer. "Sie sind mehr in den Märkten aktiv, denen wir uns näher fühlen, den osteuropäischen beispielsweise", sagt er. "Wir müssen uns ranhalten", lautet denn auch seine Schlussfolgerung für die Konsolidierungspläne der deutschen Banken.
Hat der'n Knall, denn gerade da brodelt es. Oder will er Lumpensammler spielen?
 
 

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