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Alt 18.09.2012, 09:26   #1
wolliohne
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Standard „Den Prolls die Fresse polieren“

Ein Buch des Historikers, Gewerkschafters und Journalisten Owen Jones über die Stigmatisierung der Arbeiterklasse in der britischen Gesellschaft schlägt riesige Wellen. In den Primetime-Talkshows werden seine von den etablierten Medien als „Polemik“ und „Provokation“ reflektierten Thesen zum Niedergang und der Zerschlagung der Organisationsstrukturen der Arbeiterklasse diskutiert – vor allem die Folgen, ihre permanente Verunglimpfung und Demütigung. Ihre Mitglieder werden vom „Salz der Erde“ zum „Abschaum der Welt“ degradiert. Die überall im öffentlichen Raum gebräuchliche pejorative Bezeichnung „Chav“ („Proll“) ist das sinnfälligste Phänomen dieser Verächtlichmachung.
Klassenhass gehöre mittlerweile „zum festen Grundbestand der britischen Kultur“, sagt Owen Jones. Der Verantwortung der Vierten Gewalt und der Kulturindustrie für diese Entwicklung sollte nicht unterschätzt werden. In dieser Sphäre „gibt es die Arbeiterschicht eigentlich gar nicht mehr. Es gibt nur noch die nette Mittelschicht, die Häuslebauer, für die die Daily Mail schwärmt.
Eine von Jones‘ Kernthesen lautet: Der neue Klassenhass zielt nach wie vor allem auf die organisierten Arbeiter und die Gewerkschaften. Und er verweist auf interessante Analysen des Meinungsforschungsinstituts Britain Thinks, das vor allem drei Konsequenzen der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte ausmachte. Erstens: Die Grundfeiler der Arbeiterklasse, beispielsweise die alteingesessenen Industriezweige und Wohnungsgenossenschaften wurden von der Thatcher-Regierung weitgehend zerstört. Als Thatcher 1979 die Regierungsgeschäfte übernahm, gab es noch über sieben Millionen Arbeitsplätze in der Industrie. Heute sind es nur noch 2,83 Millionen. Die meisten Unternehmen sind in Niedriglohn- und Entwicklungsländer abgewandert. Zweitens: Thatcher ist es gelungen, in der Gesellschaft weitgehend die Auffassung zu verbreiten, dass alle versuchen sollten, Mittelschicht zu sein und niemand mehr stolz darauf sein soll, Arbeiter zu sein. Drittens: Angehörige der Arbeiterklasse sind aus Politik und Medien – im britischen Parlament gehören ihr nur noch fünf Prozent der Abgeordneten an; über die Hälfte der 100 führenden Journalisten des Landes besuchten eine Privatschule – fast völlig verdrängt, und das hat zur ungehinderten Verbreitung von „Proll-Zerrbildern“ geführt.
Die Dämonisierung der Arbeiter ein hausgemachtes innerbritisches Problem?
Im Vereinigten Königreich sind die Klassengegensätze traditionell krasser, die Kluften zwischen Arm und Reich noch tiefer als in Deutschland. Entsprechend aggressiver sind die Auswüchse des Hasses auf das „riff-raff“ („Gesocks“). Aber auch hierzulande ist eine signifikante Zunahme von Sozialchauvinismus und Ressentiments gegen „die da unten“ wahrnehmbar. Bild verbreitet, beispielsweise mit der Kreation und Überzeichnung von Figuren wie „Karibik-Knut“ und „Florida Rolf“, seit Jahrzehnten den Mythos vom massenhaften „Sozialbetrug“. Einige Privatsender haben regelrechte Hetzjagden auf Sozialhilfe-, später auf Hartz IV-Bezieher gestartet.
Quelle: Hintergrund
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"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 18.09.2012, 13:23   #2
Feind=Bild
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Standard AW: „Den Prolls die Fresse polieren“

Ich bin nicht erst seit heute der Meinung, daß Maggie Thatcher auf nen Scheiterhaufen gehört!

Und hierzulande fallen mir noch seeehr viel mehr Leute ein!
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Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
Feind=Bild ist offline  
Alt 18.09.2012, 13:44   #3
Minimina
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Standard AW: „Den Prolls die Fresse polieren“

Die Tommys haben jahrhundertelange Erfahrung durch die Kolonialisierung wie man sich Menschen mit geringen Mitteln und großem Erfolg (um nicht zu sagen Ertrag) untertan macht.

Wieso sollten sie dieses Wissen nicht zu allererst und mangels Kolonialuntertanen nicht am eigenen Volk anwenden?

Hinzu kommt noch die bekannte Mentalität und die bekanntlich höchste Rate der "Eng"-Länder in der sexuellen Verirrung bzw. Fetischs des S/M-Spiels.

Erst heute wieder eine Beispiel der englischen Servilität:

Staat knackt Schließfächer

Von denen ist noch nie irgendein Widerstand oder eine Revolution ausgegangen. Da kann Mel Gibson sich noch so blau anmalen wie in Braveheart oder sonstige Propaganda des angeblich englischen Mutes über den Schirm flimmern.

Es heißt doch immer an den Deutschen wird der Aufstand geprobt, aber in Wahrheit sind die Engländer die Bedauernswerten.

LG MM
Minimina ist offline  
Alt 18.09.2012, 14:41   #4
götzb
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Standard AW: „Den Prolls die Fresse polieren“

Zitat von Feind=Bild Beitrag anzeigen
Ich bin nicht erst seit heute der Meinung, daß Maggie Thatcher auf nen Scheiterhaufen gehört!
Aber auch deren Nachfolger (Der Blonde mit der NERD Brille) hat in GB übelste Hetze gegen Sozial Unten getätigt.
Und die Dame mit der Tasche war die britische Version des USA Reagan.
Gescheitert ist die Dame erst durch die Gemeindesteuer die einkommensunabhängig war.
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Mit Sabotage gegen Zwangsarbeit und Shicejobs oder sei strunzdoof und besitze 2 linke Hände im Hungerlohn Job

"Sozial ist was Arbeit schafft", oder "Vollbeschäftigung statt Gerechtigkeit" - Wer solche Sprüche klopft, gehört auf den Mond geschossen !
götzb ist offline  
Alt 18.09.2012, 18:18   #5
hartaber4
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Standard AW: „Den Prolls die Fresse polieren“

Zitat von Feind=Bild Beitrag anzeigen
Ich bin nicht erst seit heute der Meinung, daß Maggie Thatcher auf nen Scheiterhaufen gehört!

Und hierzulande fallen mir noch seeehr viel mehr Leute ein!
Na.... eisern mag sie gewesen sein... aber nicht doof.... vom NHS (National Health Service) hat sie die Finger gelassen...während hier seit Jahren das KV-System zu Lasten der Versicherten , aber zu Gunsten der Verbände/Lobbys montiert wird.....
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ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
hartaber4 ist offline  
 

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