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Alt 24.08.2012, 07:39   #1
wolliohne
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Standard Dienstleistungsjobs Die Rückkehr der Proletarier

DPA
Reinigungskräfte bekommen wenig Geld - und wenig Anerkennung



Gebäudereiniger, Altenpfleger, Paketfahrer - Millionen Menschen können von ihrer Arbeit kaum leben. Anerkennung finden Dienstleister ebenfalls wenig. Soziologen sprechen von einem neuen Proletariat, das an an die Zeit vor hundert Jahren erinnert.


Andreas Döhnert, 55, schuftet 40 Stunden jede Woche, er leitet ein Team von zehn Gebäudereinigern - und kann trotzdem nicht von seiner Arbeit leben. "Ich bekomme 1050 Euro netto", sagt er. "Bei den hohen Mieten ist das weniger als das Existenzminimum." Zusätzlich zu seinem Job als Führungskraft bei der Berliner "Schwarzweiss Gebäudedienste GmbH" arbeitet er deshalb in einem Pflegeheim.


Alternativ hätte Döhnert auch Sozialleistungen vom Staat beantragen können. Dann wäre er einer von bundesweit rund 1,3 Millionen "Aufstockern", die laut Arbeitsagentur im Februar 2012 trotz Teil- oder Vollzeitbeschäftigung Arbeitslosengeld II bezogen haben.
Dienstleistungsjobs: Soziologen sprechen vom neuen Proletariat - SPIEGEL ONLINE
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 25.08.2012, 05:45   #2
Regelsatzkämpfer
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Standard Die Rückkehr der Proletarier

Zitat:
Gebäudereiniger, Altenpfleger, Paketfahrer – Millionen Menschen können von ihrer Arbeit kaum leben. Anerkennung finden Dienstleister ebenfalls wenig. Soziologen sprechen von einem neuen Proletariat, das an an die Zeit vor hundert Jahren erinnert. [...]

Damit sei eine Sozialfigur wiedergekehrt, die man längst überwunden geglaubt hatte, sagt Bahl. Den ursprünglichen Proletarier kennt man noch aus Geschichtsfilmen über die Zeit der industriellen Revolution um 1900. Die Zahl der neuen Dienstleistungsproletarier schätzen die Soziologen Bahl und Staab in Deutschland auf mittlerweile etwa zwölf Prozent der Arbeitnehmerschaft, also mehrere Millionen Menschen. ...
Dienstleistungsjobs: Soziologen sprechen vom neuen Proletariat - SPIEGEL ONLINE
Regelsatzkämpfer ist offline  
Alt 25.08.2012, 06:43   #3
Feind=Bild
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Standard AW: Die Rückkehr der Proletarier

Die Rückkehr zum Proletariat is aber nur Schritt 1.

Angestrebt wird wohl eher der Status der Leibeigenen bzw. Sklaven für den Großteil der Bevölkerung (der ganzen Welt).
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
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Feind=Bild ist offline  
Alt 25.08.2012, 09:46   #4
FMD82
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Idee AW: Dienstleistungsjobs Die Rückkehr der Proletarier

Das Traurige ist - Leute wie Andreas Döhnert arbeiten ja überwiegend nicht für sich, mit dem was sie verdienen (also nicht um sich mal was schönes wie Urlaub und dergleichen leisten zu können), sondern ihr hart erarbeitetes Geld ist letztendlich überwiegend für:

- den Vermieter
- den Stromanabieter
- für die Mineralölkonzerne (wenn er Ölheizung hat und oder für das Benzin, um zur Arbeit zu fahren, wenn er ein Auto hat)
- für den Gaslieferanten (wenn er eine Gasheizung hat)

Also er schuftet den ganzen Tag eigentlich nur, um etwas zu essen zu haben und andere zu bereichern (den Arbeitgeber, den Vermieter, die Engergielieferanten)
bzw. um zu überleben und andere zu bereichern.
Zur Vorsorge oder um das Geld für schöne Dinge zu investieren ist meistens nichts mehr übrig.

Das ist übrigens ein Grund mit, wieso ich für ein BGE bin:
Arbeit würde sich dann nämlich für jeden lohnen, da man in seiner Arbeit sein Geld nicht mehr "für andere verdient", sondern für sich selbst,
da das BGE ja das Lebensnotwenige (Lebensmittel, Kleidung, fixe Kosten) bereits weitestgehend abdeckt.

Zudem würden die Arbeitnehmer durch ein BGE, da sie dann auf gleicher Augenhöhe mit dem Arbeitgeber wären, angemessenere Löhne aushandeln können.
Schlechte Bezahlung ist ja heute nur deshalb möglich, da die Menschen lohnabhängig sind.

LG
 
 

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dienstleistungsjobs, proletarier, rückkehr

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