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Alt 07.08.2012, 09:25   #1
Regelsatzkämpfer
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Standard Die deutsche Lähmung

Zitat:
Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Bislang deutet alles auf eine Große Koalition hin. Aber das ist kein Zeichen für die Stabilität unserer Demokratie. Sondern für ihr Siechtum. Die Deutschen sollten sich das ersparen.

Noch mal vier Jahre Merkel? Die Deutschen wären zufrieden. Die Kanzlerin ist beliebt. Und die Regierung ist erfolgreich. Kein Scherz. Aber was für ein Kontrast! Das Ausland sieht in Deutschland schon das "Quarto Reich" heraufziehen. Aber wenn die Demoskopen losgehen und die Deutschen fragen, stellt sich heraus: Das Land ist mit sich und seiner Regierung im Reinen. Nur einen anderen Koalitionspartner würden die Leute der Chefin wünschen: nächstes Mal besser wieder mit der SPD, nächstes mal besser wieder Große Koalition.

Dazu passt, dass von den drei ??? der SPD Frank-Walter Steinmeier das beliebteste ist. Immer schön freundlich bis zur Unkenntlichkeit - das war schon Steinmeiers Rezept im Wahlkampf 2009. Es bleibt das Rätsel jener Genossen, die sich jetzt für Fraktionschef Steinmeier aussprechen, warum die Strategie, die schon 2009 gescheitert ist, nun zum Erfolg führen soll. Aber die Wahrheit ist ja: Ein zweiter Platz in der Großen Koalition wäre diesen Genossen schon Erfolg genug. Gewinnen wollen sie gar nicht. Und kein Kandidat aus dieser sonderbar geräuschlosen Oppositionstroika würde sich so friedlich in eine Große Koalition fügen wie der liebenswürdige Herr Steinmeier. ...
Bundestagswahl: Jakob Augstein warnt vor einer Großen Koalition - SPIEGEL ONLINE
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Alt 07.08.2012, 15:01   #2
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Standard AW: Die deutsche Lähmung

Zitat:
Es ist ein bisschen, als hätten die Deutschen ihr politisches System aufgegeben. Man fragt die Leute: Wer hat den Banken ihre verderbliche Macht gegeben? Und sie antworten: die Parteien der Union. Dann fragt man sie: Wer kann diese Macht brechen? Und sie antworten nicht: die Sozialdemokraten oder die Linken. Sondern sie sagen: niemand mehr. Das Vertrauen ist verschwunden. An seine Stelle ist nicht einmal ein Zynismus getreten. Sondern eine Resignation. Eine Stille. Ein Schweigen.
Friedhofsruhe. Ruhe vor dem "Sturm", auch zu nennen: Untergang.

Die Leute sind nicht souverän. Die Leute in D sind nie souverän gewesen, das verschweigt Augstein. Oder er kann es nicht erkennen, dass es so ist. Von welchem "politischen System" spricht Augstein? Es gibt keines, welches die Bezeichnung "souverän" mit Recht tragen dürfte.

Seit Jahrzehnten existiert ein enges Geflecht zwischen Politikdarstellern und Finanzelite. Nach oben kommt in der Politik nur, wer Mitglied im Club ist. Deshalb ist auch egal, ob CDU oder SPD oder Grün mitregiert. Die Politik wird sich nicht ändern, weil die wahren Herrscher eben nicht die Politikdarsteller sind, die die deutsche Bevölkerung wählt. Deshalb (und auch aus anderen Gründen) sind Wahlen eine Farce. Man gaukelt den Leuten vor, mit ihrer Wahlstimme etwas zu verändern. In Wirklichkeit können die Leute nichts ändern, da es egal ist, wen sie wählen.
Aus dem Grund kommen die LINKEN, solange sie diesen Namen noch zu Recht tragen, auch nie nach oben: Weil sie nicht Mitglied im Club sind.
In anderen Ländern ist die politische Landschaft ähnlich: Es existiert ein Zweiparteiensystem, bei dem sich beide Parteien sehr ähneln - kein Wunder, wenn man die Hintermänner genauer anschaut. Die Menschen können wählen, was sie wollen, es ändert sich nichts, und auch das ist kein Wunder, sondern so gewollt.

Dumm ist die Bevölkerung nicht. Sie hat kapiert, dass sich nichts ändert, - deshalb auch die hohe Zahl der Nichtwähler. Aber sie hat, parallel dazu, resigniert.

Augstein meint, die Resignation der Bevölkerung sei das:

Zitat:
Es ist die Antwort der Leute auf das "autoritäre Schweigen" mit dem die Kanzlerin ihre Macht verwaltet. Gertrud Höhler hat dieses kluge Wort geprägt. Höhler hat in der "FAZ" das "System M" mit großer Härte und Klarheit in seinem Wesen entlarvt: Es ist ein autokratisches System und eines des ethischen Relativismus. Merkel verbraucht in atemraubendem Tempo den Wertevorrat ihrer Partei, des Landes und Europas. Der Union hat sie bewiesen, dass ihr bürgerliche Tugenden schnurz sind - siehe Guttenberg und Wulff. Den Deutschen hat sie gezeigt, dass sie demokratische Verfahren für verhandelbar hält - ihre fortgesetzte Missachtung des Parlaments kommt einem kalten Staatsstreich nahe. Und den Europäern mutet sie ein Deutschland zu, wie man es nur aus den Geschichtsbüchern kannte
Diese Kanzlerin ist zu kostspielig. Weitere vier Jahre können wir sie uns nicht leisten.
dabei liegt er aber falsch.
Ja klar ist die Kanzlerin zu kostspielig. Aber: Alles ist zu kostpielig, jeder Tag, in dem es so weitergeht, wie bisher, ist zu kostspielig, denn wir können den Crash nicht mehr aufhalten, nur, je länger es bis dahin dauert, desto schlimmer wird es werden. Und das, die Folgen, die mit Sicherheit kommen werden, die werden sehr kostspielig sein. Was derzeit passiert, ist ein Verbrechen, und niemand schreitet ein. Das ist Stand der Realität. Viel schlimmer, als das, was Augstein schreibt, von wegen "wir könnten uns das nicht leisten". (Aber A. sitzt auch wahrscheinlich irgendwo in einer bewachten Villa, jeder Realität entzogen, und schreibt dort seine Artikelchen.) Wir sind längst bankrott. Und der Zusammenbruch wird furchtbar. Und dann wird keiner mehr nach SPON oder den Augsteins der Welt fragen, obwohl diese Mitschuld haben, aber das wird dann auch egal sein, überflüssig, nutzlos, sinnlos, so sinnlos wie unsere Politikdarsteller und die "Kanzlerin".
__

Wir sind die 99 % - Occupy Cologne.
Wusstest Du schon, dass Du täglich etwa 30-50% in Preisen versteckte Zinsen bezahlst, während Du über Dein Sparguthaben nur vergleichsweise geringe Zinseinnahmen erzielst? Das Zinssystem arbeitet gegen Dich - solange Du unterhalb eines Vermögenswertes von ca. 500.000 € bleibst. Durch diesen Mechanismus werden in Deutschland täglich über 600 Millionen € von „fleissig“ nach „reich“ umverteilt. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass Geld „arbeitet“.
zuteuer ist offline  
 

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